DE3812092C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung betrifft eine Knopflochnähmaschine mit einer Fadentrenn- und -klemmvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Es ist bereits eine Stichgruppennähmaschine, insbesondere Knopflochnähmaschine mit einer Fadentrenn- und -klemmvorrichtung bekannt (DE-PS 20 53 559), die am Ende eines Arbeitszyklusses den Nadelfaden durchtrennt und das nadelseitige Fadenende festhält, um beim folgenden Nähbeginn sein Ausfädeln zu verhindern. Außerdem weist die bekannte Knopflochnähmaschine zwischen der Nähnadel und der Fadentrenn- und -klemmvorrichtung einen absenkbaren Niederhalter auf, der in unmittelbarer Nachbarschaft der Nähnadel mit geringer Kraft auf das Nähteil drückt. Damit soll erreicht werden, daß insbesondere bei grobmaschiger Wirk- und Strickware das hochflorige Nähgut im unmittelbaren Bereich der Nähstelle niedergehalten wird, um auf diese Weise ein einwandfreies Nähergebnis erzielen zu können. Die Fadentrenn- und -klemmvorrichtung hat neben dem Durchtrennen des Nadelfadens die zusätzliche Aufgabe, das festgehaltene Nadelfadenende so vor die Nähnadel zu bringen, daß es von der erzeugten Zickzacknaht übernäht bzw. überdeckt wird. Während des Nähens der ersten Stiche für die erste Knopflochraupe führt bei der bekannten Knopflochnähmaschine die Fadentrenn- und -klemm­ vorrichtung an der für den Nähbeginn vorgesehenen Stelle keine Bewegung aus, während der Stoffdrückerkorb im an sich bekannten Zusammenwirken mit einem Längenschieber das zwischen beiden eingespannte Nähteil in Richtung zur Nähnadel hin transportiert. Dabei entsteht im geklemmt gehaltenen Nadelfadenende eine Fadenspannkraft, die mit der Zahl der Zickzackstiche anwächst. Somit wird der Niederhalter angehoben, wobei das geklemmt gehaltene Nadelfadenende ausgehend von der Nähstelle schräg nach oben zur Fadentrenn- und -klemmvorrichtung verläuft. Als Folge davon werden die jetzt gebildeten Zickzackstiche der ersten Knopflochraupe beim Übernähen des geklemmt gehaltenen Nadelfadenendes hochgezogen, und zwar mit steigender Tendenz. An bestimmter Stelle hat die Fadenspannkraft eine solche Größe erreicht, wodurch das bisher geklemmt gehaltene Nadelfadenende aus der Fadenklemmvorrichtung herausgezogen wird. Da jetzt in dem freien Nadelfadenende die Fadenspannkraft auf den Wert Null abgesunken ist, entsteht ab diesem Zeitpunkt eine normale Knopflochraupe mit flach gebildeten Zickzackstichen. Die bekannte Knopflochnähmaschine weist also den Nachteil auf, daß im Anfangsbereich der ersten Knopflochraupe hochgezogene, im weiteren Verlauf dann aber ordnungsgemäß angezogene Zickzackstiche vorhanden sind. Dieser Mangel wird bei Qualitätsknopflöchern allgemein von der Fachwelt beanstandet.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Knopflochnähmaschine der gattungsgemäßen Art dahingehend zu verbessern, daß sie die Herstellung einwandfrei ausgebildeter Knopflöcher ermöglicht.
Diese Aufgabe wird bei einer Knopflochnähmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst.
Die erfindungsgemäße Knopflochnähmaschine weist eine Fadentrenn- und -klemmvorrichtung auf, die im Anfangsbereich der ersten Knopflochraupe synchron mit dem Stoffdrückerkorb in Richtung zur Nähnadel hin bewegbar ist. Dadurch wird im geklemmt gehaltenen Nadelfadenende keine Fadenspannkraft aufgebaut. Darüber hinaus weist der Erfindungsgegenstand den weiteren Vorteil auf, daß sich die Fadentrenn- und -klemmvorrichtung in vorbestimmmter Stellung selbsttätig öffnet und somit das bis dahin geklemmt gehaltene Nadelfadenende freigibt.
Eine zweckmäßige Weiterbildung des Gegenstandes nach Anspruch 1 ist in den Unteransprüchen (2 bis 8) aufgeführt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine vereinfachte Vorderansicht der Knopfloch­ nähmaschine,
Fig. 2 eine vereinfachte Rückansicht der Knopfloch­ nähmaschine,
Fig. 3 eine vereinfachte Prinzipdarstellung des Antriebes der Fadentrenn- und -klemm­ vorrichtung,
Fig. 4 eine Perspektivdarstellung des Stoffdrücker­ korbes und seiner Umgebung,
Fig. 5 eine Seitenansicht der Fadentrenn- und -klemm­ vorrichtung und der Auslösevorrichtung,
Fig. 6 eine detaillierte Seitenansicht der Fadentrenn- und -klemmvorrichtung,
Fig. 7 eine Unteransicht auf die Schiebevorrichtung in Pfeilrichtung "A",
Fig. 8 eine Perspektivdarstellung der Fadentrenn- und -klemmvorrichtung ohne Stoffdrückerkorb,
Fig. 9 eine Perspektivdarstellung der Auslöse­ vorrichtung,
Fig. 10 eine Schnittdarstellung entlang der Linie B-C durch das Schaltwerk, daß die Fadentrenn- und -klemmvorrichtung in der Position "Nähbeginn" arretiert,
Fig. 11 eine Draufsicht auf das Schaltwerk in der Stellung gemäß Fig. 10,
Fig. 12 eine Schnittdarstellung entlang der Linie B-C durch das Schaltwerk, wobei sich die Schiebewelle und der mit ihr verbundene Anschlaghebel in deren linker Endstellung befinden,
Fig. 13 eine Schnittdarstellung entlang der Linie B-C durch das Schaltwerk, das die Fadentrenn- und -klemmvorrichtung in der Position "Wartestellung" arretiert,
Fig. 14 eine Draufsicht auf das Schaltwerk in der Stellung gemäß Fig. 13,
Fig. 15 ein fertiges Knopfloch mit markiertem Nähbeginn,
Fig. 16 ein Diagramm des Bewegungsverlaufes der Fadentrenn- und -klemmvorrichtung.
In Fig. 1 ist eine, seit langem bekannte Knopflochnähmaschine (1) dargestellt, die im wesentlichen aus einem Arm (2), einem Armständer (3) und einer Fundamentplatte (4) besteht. Im vorderen Bereich des Armes (2) ist unter anderem eine quer zur Nähgut-Transportrichtung (NV) pendelnde Nadelstange (5), die eine Nähnadel (6) aufnimmt und eine Stoff­ drückerstange (7), die gegen die Wirkung einer Druckfeder (8) nach oben anhebbar ist, angeordnet. Ein rahmenförmig ausgebildeter Stoffdrückerkorb (9) umgibt gemäß Fig. 4 die Nähnadel (6) und ermöglicht in bekannter Weise, daß ein Nähteil (10) im Bereich der Nähstelle sicher festgehalten wird und im Zusammenwirken mit einem Längenschieber (11) in Nähgut- Transportrichtung (NV) entweder zur Nähnadel (6) hin- oder von ihr wegtransportiert wird. Der Stoffdrückerkorb (9) ist an einem Korbführungshebel (12) befestigt, der um einen Drehpunkt (13) mit einem Längenschieberbock (14) schwenkbar verbunden ist. Letzterer ist in bekannter Weise parallel zur Fundamentplatte (4) verschiebbar angeordnet, wobei er im Armständer (3) gelagert ist und von einem Kurvengetriebe in bekannter Weise angetrieben wird. Ein fest mit der Stoffdrückerstange (7) verbundener Drückerkloben (15) wirkt in bekannter Weise über eine an letzterem gelagerte Rolle (16) derart auf den Korbführungshebel (12) ein, daß der Stoffdrückerkorb (9) und der Längenschieber (11) - beeinflußt durch die Wirkung der Druckfeder (8) - gegen die Oberfläche der Fundamentplatte (4) gedrückt werden.
In zwei am Arm (2) vorgesehenen Lageraugen (17, 17′) ist eine bekannte Schiebewelle (18) gelagert, mit der eine Schwinge (19) fest verbunden ist. Mit letzterer ist ein Träger (20) über die Gelenkpunkte (21) gelenkig verbunden, an dessen freiem Ende ein Führungsteil (22) mit einer Gabel (23) vorgesehen ist. Im Drückerkloben (15) ist ein gemäß Fig. 3 und 5 schräg nach oben gerichteter Führungsstift (24) eingepreßt, der in bekannter Weise von der Gabel (23) aufgenommen wird. Die obere Flanke der Gabel (23) ist gemäß Fig. 5 dabei nach dem Führungsstift (24) ausgerichtet. Nach Fig. 3 ist mittels einer Schraube (25) eine Fadentrenn- und -klemm­ vorrichtung (26) an dem Führungsteil (22) befestigt, die gemäß Fig. 6 aus einem stationären Untermesser (27), einem verschwenkbaren Obermesser (28), einem auf letzteren aufliegenden Fadenklemmblech (29) und einem im Obermesser (28) befindlichen Kugelbolzen (30) besteht. Da letzterer über einen exzentrisch angeordneten Zapfen im Obermesser (28) gelagert ist, ist der Kugelbolzen (30) relativ zum Obermesser (28) einstellbar. Obwohl die Fadentrenn- und -klemmvorrichtung (26) seit langem bekannt ist, sei erwähnt, daß über einen im Untermesser (27) eingepreßten Haltestift (31) das Fadenklemmblech (29) trotz des sich zeitweilig bewegenden Obermessers (28) im Stillstand verharrt.
Ein Anschlaghebel (32), auf den weiter unten eingegangen wird, ist durch Lötung fest mit der Schiebewelle (18) verbunden. Eine am Anschlaghebel (32) vorgesehene Haltenase (33) arbeitet in bekannter Weise mit einer Sperrklinke (34) zusammen. Letztere ist bekanntlich schwenkbar am Armständer (3) gelagert und wird durch eine Feder (34′) gegen eine Anlage, z.B. einen Anschlag (34′′), gezogen.
An einem Ende der Schiebewelle (18) ist in an sich bekannter Weise eine drehbare Rolle (35) mit ballig ausgeführtem Umfang vorgesehen. Gegen diese kann zeitweilig die schräge Anlauffläche eines Nockens (36) anfahren, der fest mit dem Längenschieberbock (14) verbunden ist. Dadurch wird die Schiebewelle (18) um einen definierten Weg gegen die Wirkung einer Druckfeder (37) in bekannter Weise verschoben.
Gemäß Fig. 3 und 7 ist eine Zugfeder (38) vorgesehen, von der eine Federöse in bekannter Weise mit dem Träger (20) verbunden ist und deren andere Federöse in bekannter Weise gestellfest aufgehängt ist. Für eine Endlagenbegrenzung des Trägers (20) ist ferner ein einstellbarer, durch eine Kontermutter (39) lagegesicherter Anschlagpuffer (40) vorgesehen, der gestellfest gelagert ist und der in bekannter Weise mit einem Gummipuffer (50) bestückt ist. Die Einstellbarkeit des Anschlagpuffers (40) ist dadurch gewährleistet, daß das ihn aufnehmende Gewindeloch im Armständer (3) tiefer ausgeführt ist als dies eigentlich notwendig wäre (siehe Fig. 7).
Die Bewegungsabläufe der zuvor beschriebenen Bauteile wie auch das Entstehen dieser Bewegungsabläufe sind seit langem aus folgenden, der Öffentlichkeit zugänglichen Druckschriften bekannt:
1. "DÜRKOPP 556, Anleitung für Näherinnen und Mechaniker", Ausgabe 9/1984,
2. "Teileliste und Näheinrichtungen DÜRKOPP 556", Ausgabe 12/1982.
Deshalb kann hier auf eine weiterführende Beschreibung dieser Bewegungsabläufe wie auch der sie bewirkenden Bauteile verzichtet werden.
Nachfolgend werden die erfindungsgemäßen Baugruppen und die unmittelbar mit ihnen zusammenwirkenden, bekannten Bauteile beschrieben.
Eine Schiebevorrichtung (41) besteht im wesentlichen aus einem Tragkörper (42), einem Schubbolzen (43) und einem Anschlagstift (44). Letzterer ist in einem Lagerauge (45), das sich am Längenschieberbock (14) befindet, eingeschraubt. Nach funktionsgerechter Einstellung des Anschlagstiftes (44) wird er in bekannter Weise durch eine Kontermutter (46) in lagegesicherter Stellung gehalten. Der Tragkörper (42) besteht aus einer Lasche (47), mit der ein einseitig überstehender Stift (48) gemäß Fig. 3 und 7 fest verbunden ist. Außerdem befindet sich in der Lasche (47) eine Lagerbuchse (49), an deren beiden Enden in bekannter Weise je ein handelsüblicher, kunststoffbeschichteter Gleitring eingepreßt ist. Der Tragkörper (42) ist mittels zweier Befestigungsschrauben - eine davon ist der weiter oben erwähnte Anschlagpuffer (40) - fest mit dem Armständer (3) gemäß Fig. 2 und 7 verbunden. In der Lagerbuchse (49) ist der Schubbolzen (43) verschiebbar gelagert, mit dessen einem Ende eine Platte (51) fest verbunden ist. Diese weist einen Schlitz (52) auf, der den Stift (48) umgreift, wodurch die Platte (51) und der Schubbolzen (43) in gegen Drehung gesicherter Lage verschiebbar sind. Am anderen Ende des Schubbolzens (43) ist ein Ring (53) vorgesehen, der durch eine handelsübliche Sicherungsscheibe (54) in an sich bekannter Weise gegen Verlieren gesichert ist. Auf den Außenumfang der Lagerbuchse (49) ist eine Druckfeder (55) geschoben, die sich gemäß Fig. 7 zwischen dem Ring (53) und der Lasche (47) befindet. In letzterer ist ferner eine Anschlagschraube (56) eingeschraubt, deren justierte Stellung durch eine Kontermutter (57) in bekannter Weise gesichert ist.
Eine Auslösevorrichtung (58) besteht aus einer Lagerplatte (59) mit einem schräg gerichteten Ausleger (60), in dem ein Haken (61) in bekannter Weise mittels eines Gewindestiftes (62) befestigt ist und aus einem im Ausleger (60) schwenkbar gelagerten Anschlaghebel (63). Letzterer besteht gemäß Fig. 9 aus einem Ansatzbolzen (64), dessen Kopfteil (65) eine durch die Symmetrieachse des Ansatzbolzens (64) verlaufende Querbohrung (66) aufweist und aus einem Anschlagstift (67), der durch einen Gewindestift (68) mit dem Kopfteil (65) fest verbunden ist. Zwischen einer Fläche (69) und der entsprechenden Ringfläche am Kopfteil (65) ist in an sich bekannter Weise eine Drehfeder (70) vorgesehen, von der ein Schenkel formschlüssig und nicht beweglich mit dem Ausleger (60) verbunden ist und von der ein anderes Schenkelende (71) gemäß Fig. 9 den Anschlagstift (67) umgreift. Dadurch stützt sich letzterer in der Ruhelage des Anschlaghebels (63) gegen einen Schenkel (72) ab. Ein auf das freie Ende des Ansatzbolzens (64) aufgesetzter Stellring (73) wird in bekannter Weise mittels eines Gewindestiftes (74) derart auf dem Ansatzbolzen (64) befestigt, um somit eine ungehinderte Beweglichkeit des im Ausleger (60) gelagerten Anschlaghebels (63) zu ermöglichen. Die Auslösevorrichtung (58) ist mittels zweier Schrauben (76) an einer Stirnseite (77) des Drückerklobens (15) befestigt.
Ein Schaltwerk (78) ist gemäß Fig. 2 an der Hinterseite des Armes (2) vorgesehen. Es besteht im wesentlichen aus einer Platine (79), die mittels zweier Distanzhülsen (80) und zweier Schrauben (81) am Arm (2) befestigt ist, aus zwei Anschlagbolzen (82, 83) und aus dem Anschlaghebel (32), der an der Schiebewelle (18) befestigt ist. Der Anschlagbolzen (82) ist über eine handelsübliche Gleitbuchse in einer Hülse (84) verschiebbar gelagert, die fest mit der Platine (79) verbunden ist. Eine Druckfeder (86) bewirkt, daß der Anschlagbolzen (82) sich im unbelasteten Zustand gegen einen im Arm (2) eingepreßten Zapfen (87) anlegt, wobei sich die Stirnflächen des Anschlagbolzens (82) und des Zapfens (87) gemäß Fig. 3 geringfügig überdecken. Fest mit der Platine (79) ist eine weitere Hülse (89) verbunden, in die die Schiebewelle (18) gegen die Wirkung der Druckfeder (37) gemäß Fig. 13 zeitweilig eintaucht.
Der zweite Anschlagbolzen (83) ist über eine handelsübliche Gleitbuchse in einer weiteren Hülse (85) verschiebbar gelagert, die gemäß Fig. 11 im Arm (2) eingepreßt ist. Eine weitere, in der Hülse (85) vorgesehene Druckfeder (90) bewirkt, daß der Anschlagbolzen (83) sich im unbelasteten Zustand gegen einen, in der Platine (79) eingepreßten Zapfen (88) anlegt, wobei sich die Stirnflächen des Anschlagbolzens (83) und des Zapfens (88) gemäß Fig. 3 geringfügig überdecken. Die Zapfen (87, 88) nehmen eine solche Lage ein, daß eine Umfangsfläche (91) am Anschlaghebel (32) während seiner Verschwenkung die Zapfen (87, 88) nicht berührt (vergleiche Fig. 3, 10, 13).
Nachfolgend wird die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Knopflochnähmaschine beschrieben:
In Fig. 3 nimmt die Fadentrenn- und -klemmvorrichtung (26) eine solche Lage ein, die dem Nähbeginn (I) eines Knopfloches entspricht, das im Fertigzustand aus Fig. 15 ersichtlich ist und daß unter anderem aus einer ersten Knopflochraupe (92) und einer zweiten Knopflochraupe (93) besteht. Zum Zeitpunkt des Nähbeginns (I) wird das nadelseitige Fadenende in bekannter Weise zwischen dem Obermesser (28) und dem Fadenklemmblech (29) während der ersten Zickzackstiche gehalten (siehe Fig. 4). Zu Beginn des Arbeitszyklus bewegt sich der Stoffdrückerkorb (9) bekanntlich in Richtung zur Nähnadel (6) hin, wobei die Bewegung durch den in derselben Richtung sich bewegenden Längenschieberbock (14) bewirkt wird. Da sich der Anschlagstift (44) ebenfalls in der zuvor erwähnten Richtung bewegt, folgt die Platte (51) und der Schubbolzen (43) unter dem Einfluß der sich nunmehr entspannenden Druckfeder (55) der eben erwähnten Bewegung des Längenschieberbockes (14). Da die Kuppe des Schubbolzens (43) gemäß Fig. 3 und 7 an der betreffenden Kante des Trägers (20) anliegt, wird auch letzterer einschließlich der fest mit ihm verbundenen Fadentrenn- und -klemmvorrichtung (26) in Richtung zur Nähnadel (6) hin bewegt. Durch die eben erwähnte Bewegung des Trägers (20), die gegen die Wirkung der Zugfeder (38) erfolgt und bei der sich die entsprechende Kante des Trägers (20) vom Anschlagpuffer (40) abhebt, wird über die Gelenkpunkte (21) und die Schwinge (19) die Schiebewelle (18) gemäß Fig. 3 so weit im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, bis sich eine erste Fläche (94) des Anschlaghebels (32) gegen den ausgefahrenen Anschlagbolzen (83) legt. Damit ist die in Fig. 16 gezeigte Stellung (II) erreicht, die - wie zuvor beschrieben - durch die am Anschlagbolzen (83) anliegende Fläche (94) und unter Einfluß der Federkraft der Druckfeder (55) arretiert ist, d.h., der Träger (20) kann momentan keine weitere, parallel zur Nähgut- Transportrichtung (NV) verlaufende Bewegung ausführen.
Während der aus Fig. 16 entnehmbaren Phase (I-II) bewegt sich die Fadentrenn- und -klemmvorrichtung (26) synchron mit dem Stoffdrückerkorb (9), wodurch das nadelseitig geklemmt gehaltene Fadenende gemäß Fig. 4 spannungsfrei gehalten und somit durch die ersten Zickzackstiche der ersten Knopflochraupe (92) überdeckt wird und zwar so, daß eine flach liegende Knopfloch­ raupe (92) entsteht.
Kurz vor Erreichen der Stellung (II) fährt der Kugel­ bolzen (30) gemäß Fig. 3, 8 und 9 gegen den Anschlagstift (67), wodurch sich das Obermesser (28) geringfügig im Uhrzeigersinn verschwenkt. Dadurch wird das zuvor in bekannter Weise zwischen dem Obermesser (28) und dem Fadenklemmblech (29) geklemmt gehaltene Nadelfadenende freigegeben, das anschließend restlos von den folgenden Zickzackstichen der sich bildenden Knopflochraupe (92) überdeckt wird. Mit Erreichen der Stellung (II) fährt die Schrägfläche des Nockens (36), der bekanntlich fest mit dem Längenschieberbock (14) verbunden ist, gegen die Rolle (35) und verschiebt damit die Schiebewelle (18) und den Anschlaghebel (32) gegen die Wirkung der Druckfeder (37). Während dieser Schiebebewegung gleitet die Fläche (94) am Anschlagbolzen (83) entlang, wobei der Anschlaghebel (32) den Anschlagbolzen (82) gegen die Wirkung der Druckfeder (86) in die Hülse (84) hineindrückt (siehe Fig. 12). In der gemäß Fig. 12 am weitesten ausgefahrenen Stellung des Anschlaghebels (32) ist dessen Haltenase (33) von einem am freien Ende der Sperrklinke (34) vorgesehenen Klotz abgerutscht. Dadurch verschwenkt sich die Sperrklinke (34) im Uhrzeigersinn unter Einfluß der sich entspannenden Feder (34′) bis die Sperrklinke (34) am Anschlag (34′′) liegt. Der jetzt gemäß Fig. 12, 13 neben dem Anschlaghebel (32) sich befindende Klotz der Sperrklinke (34) verhindert die momentane Verschiebung des Anschlaghebels (32). Während der zuvor beschriebenen Schiebebewegung der Schiebewelle (18) wird das Obermesser (28) in bekannter Weise zusätzlich im Uhrzeigersinn verschwenkt, so daß nunmehr zwischen ihm und dem Untermesser (27) ein maximaler Öffnungswinkel vorhanden ist.
Da in der zuvor beschriebenen, ausgefahrenen Stellung - die der in Fig. 16 gezeigten Stellung (III) entspricht - des Anschlaghebels (32) dessen Fläche (94) vom Anschlagbolzen (83) abgerutscht ist, wird somit die zuvor arretierte Lage des Trägers (20) freigegeben. Dadurch kann sich die Druckfeder (55) in einer zweiten Phase (III-IV) zusätzlich entspannen, wodurch der Schubbolzen (43) den Träger (20) sprungartig in eine solche Lage verbringt, die dadurch begrenzt wird, daß die Platte (51) gegen die Kuppe der Anschlagschraube (56) fährt. Da gleichzeitig mit der eben beschriebenen, sprungartigen Bewegung des Trägers (20) sich der Anschlaghebel (32) - da er nicht mehr vom Anschlagbolzen (83) arretiert wird - im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, wird somit der eingedrückte Anschlagbolzen (82) freigegeben, der sofort bis zur Anlage an den Zapfen (87) ausfährt (siehe Fig. 13). Durch die sich entspannende Zugfeder (38) legt sich nunmehr eine zweite Fläche (95) des Anschlaghebels (32) gegen den ausgefahrenen Anschlagbolzen (82), wodurch die aus Fig. 16 ersichtliche Stellung (IV) erreicht ist. In dieser arretierten Stellung, die auch als Wartestellung (IV′) bezeichnet wird, verweilt die Fadentrenn- und -klemmvorrichtung (26) so lange, bis das Knopfloch fertig genäht ist. Die zuvor erwähnte Wartestellung (IV′) ist bekanntlich dadurch gekennzeichnet, daß das Ober- (28) und das Untermesser (27) sich in geöffneter, also schneidbereiter Position befinden.
Unabhängig von der in der Wartestellung (IV′) verweilenden Fadentrenn- und -klemmvorrichtung (26) bewegt sich der Stoffdrückerkorb (9) so lange in der zuvor beschriebenen Richtung (in Fig. 3 als geschlossener Pfeil dargestellt), bis die Knopflochraupe (92) fertiggenäht ist. Jetzt folgt in bekannter Weise ein Richtungswechsel des Stoffdrückerkorbes (9), der sich nunmehr in Richtung des offenen Pfeiles (siehe Fig. 3) bewegt, wobei bekanntlich die Verriegelungsstiche am Ende der ersten Knopflochraupe (92) hergestellt werden und anschließend die zweite Knopflochraupe (93) genäht wird. Dabei fährt der sich jetzt ebenfalls in Richtung des offenen Pfeiles bewegende Anschlagstift (44) gegen die Platte (51) und verbringt diese wieder in ihre aus Fig. 3 und 7 ersichtliche Endlage, in der die Druckfeder (55) wieder gespannt ist. Somit hat die Schiebevorrichtung (41) ihre inaktive Ausgangslage eingenommen.
Nach Fertigstellung des Knopfloches wird in bekannter Weise die Lüftung des Stoffdrückerkorbes (9) selbst­ tätig eingeleitet. Am Anfang dieses Lüftungsvorganges wird - bevor der Stoffdrückerkorb (9) sich anhebt - die Sperrklinke 34 zwangsläufig nach oben verschwenkt. Hat sie den Anschlaghebel (32) freigegeben, bewegt sich dieser unter dem Einfluß der sich entspannenden Druckfeder (37) in die in Fig. 10 gezeigte Stellung, wobei seine Fläche (95) am Anschlagbolzen (82) entlanggleitet. Dadurch wird die Fadentrenn- und -klemmvorrichtung (26) geradlinig aus der Wartestellung (IV′) in die Schneidstellung (V) verbracht. Dabei wird der Nadelfaden oberhalb des Knopfloches in bekannter Weise abgeschnitten und das nadelseitige Fadenstück zwischen dem Obermesser (28) und dem Fadenklemmblech (29) geklemmt gehalten. Zu diesem Zeitpunkt ist die Fläche (95) vom Anschlagbolzen (82) abgerutscht, wodurch der Träger (20) unter dem Einfluß der sich jetzt entspannenden Zugfeder (38) in seine aus Fig. 3 ersichtliche Ausgangslage verbracht wird, in der er sich an dem Anschlagpuffer (40) abstützt. Gleichzeitig wird der Anschlaghebel (32) im Uhrzeigersinn in die aus Fig. 3 ersichtliche Lage verschwenkt, wobei sich die Sperrklinke (34) wieder auf die Haltenase (33) gelegt hat. Durch die Bewegung des Trägers (20) wurde die Fadentrenn- und -klemmvorrichtung (26) in die Stellung (VI) überführt. Im weiteren Verlauf der vorerwähnten Lüftung des Stoffdrückerkorbes (9) wird in an sich bekannter Weise bei der bekannten Knopflochnähmaschine die Fadentrenn- und -klemm­ vorrichtung (26) von der Stellung (VI) in die dem nächstfolgenden Nähbeginn entsprechende Stellung (I) überführt, wodurch alle Vorbereitungen für einen nachfolgenden Arbeitszyklus abgeschlossen sind.

Claims (8)

1. Knopflochnähmaschine mit einer Fadentrenn- und -klemmvorrichtung, mit einer quer zur Nähgut- Transportrichtung pendelnden, eine Nähnadel führende Nadelstange und mit einem Stoffdrückerkorb, der zum Nähen des im wesentlichen aus zwei Knopflochraupen bestehenden Knopfloches das Nähteil in Nähgut-Transportrichtung entweder zur Nähnadel hin- oder von ihr wegtransportiert, wobei die Fadentrenn- und -klemmvorrichtung zeitweilig in und quer zur Nähgut-Transportrichtung verlaufende Bewegungen ausführt und wobei ferner die Fadentrenn- und -klemmvorrichtung am Ende des Arbeitszyklus den Nadelfaden fängt, durchtrennt und das nadelseitige Fadenende für den folgenden Nähbeginn festhält, dadurch gekennzeichnet, daß während des Nähens der ersten Knopflochraupe (92) eine Schiebevorrichtung (41) im Zusammenwirken mit einem Schaltwerk (78) der Fadentrenn- und -klemmvorrichtung (26) in zwei Phasen (I-II, III-IV) unterteilte, parallele zur Nähgut-Transportrichtung (NV) verlaufende Bewegungen erteilt und daß gegen Ende der ersten Phase (I-II) eine Auslösevorrichtung (58) die Fadentrenn- und -klemmvorrichtung (26) an vorbestimmter Stelle geringfügig öffnet.
2. Knopflochnähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Fadentrenn- und -klemmvorrichtung (26) in der ersten Phase (I-II) synchron mit dem Stoffdrückerkorb (9) bewegt und daß sie am Ende der zweiten Phase (III-IV) eine Wartestellung (IV′) einnimmt.
3. Knopflochnähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltwerk (78) sämtliche, während des Arbeitszyklus auftretende Bewegungen der Fadentrenn- und -klemmvorrichtung (26) in funktionsgerechter Folge steuert.
4. Knopflochnähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebevorrichtung (41) einen Tragkörper (42), einen Schubbolzen (43) und einen in einem Lagerauge (45) eines bekannten Längenschieberbockes (14) eingeschraubten, einstellbaren Anschlagstift (44) aufweist.
5. Knopflochnähmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper (42) eine an einem Armständer (3) der Knopflochnähmaschine (1) befestigte Lasche (47) aufweist, daß fest mit letzterer ein einseitig überstehender Stift (48) und eine Lagerbuchse (49) verbunden sind, daß der in letzterer gelagerte Schubbolzen (43) an dem einen Ende eine fest mit ihm verbundene Platte (51) und an dem anderen Ende einen gegen Verlieren gesicherten Ring (53) aufweist, daß eine auf der Lagerbuchse (49) vorgesehene Druckfeder (55) zwischen dem Ring (53) und der Lasche (47) angeordnet ist, daß sich in der Platte (51) ein Schlitz (52) befindet, der den Stift (48) umgreift und daß in der Lasche (47) eine einstellbare Anschlagschraube (56) und ein einstellbarer Anschlagpuffer (40) eingeschraubt sind.
6. Knopflochnähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösevorrichtung (58) eine Lagerplatte (59) mit einem schräg gerichteten Ausleger (60), einen in letzterem vorgesehenen einstellbaren Haken (61) und einen im Ausleger (60) schwenkbar gelagerten Anschlaghebel (63) mit einem einstellbaren Anschlagstift (67) aufweist, der sich durch die Wirkung einer Drehfeder (70) auf einem Schenkel (72) des Hakens (61) abstützt und daß die Auslösevorrichtung (58) an einer Stirnseite (77) eines bekannten Drückerklobens (15) mittels der Schrauben (76) befestigt ist.
7. Knopflochnähmaschine nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltwerk (78) einen fest mit einer bekannten Schiebewelle (18) verbundenen Anschlaghebel (32), eine Platine (79), die in vorgegebenem Abstand an der Außenseite eines Armes (2) der Knopflochnähmaschine (1) befestigt ist, einen Anschlagbolzen (83), der von einer im Arm (2) eingepreßten Hülse (85) gegen die Wirkung einer Druckfeder (90) aufgenommen wird, einen zweiten Anschlagbolzen (82), der von einer in der Platine (79) eingepreßten Hülse (84) gegen die Wirkung einer Druckfeder (86) aufgenommen wird und eine am Armständer (3) schwenkbar gelagerte, bekannte Sperrklinke (34) aufweist, wobei sich letztere je nach Lage des Anschlaghebels (32) auf oder neben eine an letzterem vorgesehenen Haltenase (33) legt.
8. Knopflochnähmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Symmetrieachsen der Anschlagbolzen (82, 83) parallel zur Symmetrieachse der Schiebewelle (18) ausgerichtet sind, daß im Arm (2) ein erster Zapfen (87) in einer solchen Lage eingepreßt ist, die eine geringfügige Überdeckung der Stirnflächen des Zapfens (87) und des ausgefahrenen Anschlagbolzens (82) ermöglicht und daß in der Platine (79) ein zweiter Zapfen (88) in einer solchen Lage eingepreßt ist, die eine geringfügige Überdeckung der Stirnflächen des Zapfens (88) und des ausgefahrenen Anschlagbolzens (83) ermöglicht.
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