DE3821106A1 - Vorrichtung zum wenden und stempeln von postgut - Google Patents
Vorrichtung zum wenden und stempeln von postgutInfo
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Description
Die Erfindung befaßt sich mit einer Vorrichtung zum Wenden
und Stempeln von Postgut.
Es gibt die nachstehend angegebenen üblichen Vorrichtungen
zum Wenden und Stempeln von Postgut. Bei einer üblichen
Vorrichtung zum Wenden und Stempeln von Postgut wird eine
phosphoreszierende oder fluoreszierende Komponente in einer
Briefmarke, die auf die obere Fläche des Postgutes geklebt
ist, detektiert, um die Klebestelle der Briefmarke zu unter
scheiden und zu erkennen. Das Postgut wird dann auf der
Basis eines Unterscheidungsergebnisses gewendet und gestempelt.
Bei einer anderen üblichen Vorrichtung zum Wenden und Stempeln
von Postgut wird ein Führungsrahmen, in dem eine Postcodezahl
bzw. eine Postleitzahl geschrieben, auf der oberen Fläche
des Postgutes aufgedruckt oder eine vorgedruckte Identifizie
rungsmarkierung für das Wenden vorgesehen ist, detektiert,
und das Postgut wird gewendet und gestempelt.
Die erstgenannte übliche Vorrichtung zum Wenden und Stempeln
von Postgut kann nicht für Postgut mit einer Briefmarke
verwendet werden, das keine phosphoreszierende oder fluoreszie
rende Komponente enthält, sowie für Postgut, bei dem die
Postgebühren anschließend entrichtet werden.
Die letztgenannte übliche Vorrichtung zum Wenden und Stem
peln von Postgut kann nicht für Postgut ohne den Führungs
rahmen oder die Markierung verwendet werden. Da zusätzlich
die Vorrichtung nicht die Lage der Briefmarke erkennen bzw.
unterscheiden kann, erfüllt die Briefmarke auf dem Postgut
hinsichtlich der Unterscheidung keinen Zweck.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Vorrichtung zum Wenden
und Stempeln von Postgut bereitzustellen, die die Fähigkeit
hat, die bei den üblichen Vorrichtungen auftretenden Nach
teile der vorstehend genannten Art zu überwinden, und welche
das Postgut unabhängig von der Art des Postgutes und des
Vorhandenseins/Fehlens des Führungsrahmens oder der Markierung
wendet und stempelt.
Nach der Erfindung wird daher eine Vorrichtung zum Wenden
und Stempeln von Postgut angegeben, die eine Einrichtung
zum optischen Abtasten beider Flächen jedes Poststücks
und zur Bereitstellung von Abtastdaten, eine Einrichtung
zum Digitalisieren der Abtastdaten, eine Einrichtung zum
Detektieren eines Adreßblocks und der Schreibrichtung
der Zeichen im Adreßblock auf der Basis der digitalisierten
Abtastdaten, eine Einrichtung zum Wenden der Poststücke
auf der Basis des Detektionsergebnisses von der Detektions
einrichtung, eine Einrichtung zum Stempeln der gewendeten
Poststücke und eine Einrichtung zum Stapeln der gestempelten
Poststücke aufweist.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung von bevor
zugten Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die
Zeichnung. Darin zeigt:
Fig. 1 eine schematische Ansicht zur Verdeut
lichung einer Auslegung einer Vorrichtung
zum Wenden und Stempeln von Postgut
gemäß einer bevorzugten Ausbildungs
form der Erfindung,
Fig. 2A und 2B jeweils Vorder- und Rückansichten eines
Poststücks,
Fig. 3 eine Ansicht zur Verdeutlichung der
Lagemöglichkeiten der Poststücke während
des Transports,
Fig. 4A und 4B Flußdiagramme zur Verdeutlichung des
Wendens des Postguts,
Fig. 5 eine Ansicht zur Verdeutlichung der oberen
Fläche des gestempelten Poststücks,
Fig. 6 ein Blockdiagramm einer Detektor/Steuer
einrichtung, die in Fig. 1 gezeigt ist,
Fig. 7 eine Ansicht zur Verdeutlichung der Zei
chenkompression,
Fig. 8 ein Blockdiagramm zur Verdeutlichung
einer Auslegung einer Zeilenkompressions
schaltung nach Fig. 6,
Fig. 9(A) bis 9(G) Steuerdiagramme zur Erläuterung der Ar
beitsweise der Zeilenkompressionsschal
tung nach Fig. 8,
Fig. 10 ein Blockdiagramm zur Verdeutlichung einer
Auslegungsform einer Schwarzbereich-Ex
traktionsschaltung nach Fig. 6,
Fig. 11, 12, 13, 14 und 15 Ansichten zur Erläuterung
der Schwarzbereich-Extraktionsschaltung
nach Fig. 10,
Fig. 16 ein Blockdiagramm zur Verdeutlichung
einer Auslegungsform einer Zeichenfolge-
Detektionsschaltung, und eines Zeichen
folgespeichers, die beide in Fig. 6 gezeigt
sind,
Fig. 17 und 18 Ansichten zur Verdeutlichung der Arbeits
weise der Zeichenfolge-Detektionsschaltung
und des Zeichenfolgespeichers nach Fig. 16
und
Fig. 19 und 20 Ansichten zur Verdeutlichung der Arbeits
weise eines Blockbildungsteiles und eines
Auswerteteils, die beide in Fig. 6 ge
zeigt sind.
Fig. 1 zeigt eine Gesamtansicht einer Vorrichtung zum Wenden
und Stempeln von Postgut gemäß einer bevorzugten Ausbildungs
form nach der Erfindung.
Mit der Bezugsziffer 1 ist in Fig. 1 Postgut oder ein Post
stück bezeichnet. Die Fig. 2A und 2B zeigen jeweils die
obere Fläche oder die vordere und untere Fläche oder die
Rückseite des Poststücks 1. Wie in Fig. 2A gezeigt ist,
sind ein Briefmarkenblock 2 mit einer Briefmarke oder einer
Markierung, die ein anschließendes Entrichten der Postge
bühren darstellt, ein Adressenblock 3 und ein Absender
block 4 auf einer oberen Fläche 1 a des Poststücks 1 vor
handen. Wie in Fig. 2B gezeigt ist, ist auf einer unteren
Fläche 1 b des Poststückes 1 nicht vorgesehen.
In Fig. 1 ist mit der Bezugsziffer 6 ein Magazin zum Vor
rätighalten der Poststücke 1 bezeichnet. Die Bezugsziffer 7
bezieht sich auf eine Aufgabeeinrichtung zum Zuführen des
jeweiligen Poststückes 1 von dem Magazin 6. Mit 8 ist ein
Förderband bezeichnet, mittels dem die jeweiligen Poststücke
1 einzeln durch die Aufgabeeinrichtung 7 hintereinander
transportiert werden. Mit 9 ist eine Detektor/Steuereinrich
tung bezeichnet, die Detektoren 9 a und 9 b jeweils für die
Abtastung der oberen und unteren Seiten des Poststücks 1
enthält, die mit Hilfe des Förderbandes 8 transportiert wer
den, wobei der Adreßblock 3 auf der oberen Fläche 1 a des
Poststückes 1 und eine Schreibrichtung der Zeichen im Adreß
block 3 und eine Steuereinrichtung 9 c vorgesehen sind, die
ein Detektionsergebnis darstellendes Steuersignal über eine
Leitung 5 ausgibt, die mit gebrochenen Linien eingetragen ist.
Mit 10 ist eine Weiche oder ein Verteiler zum Verteilen
des Postguts 1 auf eine Bahn 11 oder 12 nach Maßgabe eines
Steuersignals von der Detektor/Steuereinrichtung 9 bezeich
net. Das Postgut 1, das zu der Bahn 12 transportiert wird,
wird gewendet, während das Postgut 1, das zu der Bahn 11
gefördert wird, nicht gewendet wird.
Mit der Bezugsziffer 13 ist ein Förderer bezeichnet, zu dem
die Bahnen 11 und 12 übergehen. Mit 14 ist eine Stempelein
heit bezeichnet, die ein Paar Stempeleinrichtungen 14 a und
14 b enthält, die jeweils selektiv nach Maßgabe eines Steuer
signals von der Detektor/Steuereinrichtung 9 betätigt werden.
Mit 15 ist eine Weiche bzw. ein Verteiler bezeichnet, durch
welchen das gestempelte Postgut 11 zu einer Stapeleinrichtung
16 a oder 16 b nach Maßgabe eines Steuersignals von der De
tektor/Steuereinrichtung 9 transportiert wird.
Nachstehend wird die Arbeitsweise der Vorrichtung zum
Wenden und Stempeln von Postgut insgesamt unter Bezugnahme
auf Fig. 1 erläutert.
Eine Mehrzahl von Poststücken 1 sind in einem Magazin 6
derart vorrätig gehalten, daß umgekehrte und mit der Unter
seite nach oben liegende Poststücke enthalten sind. In die
sem Zustand wird das Postgut 1 einzeln zu dem Förderband 8
abgegeben. Daher beläuft sich die Anzahl der Positionen
oder Lagen des Postgutes 1 auf dem Förderband 8 auf vier
als eine Kommbination von obere/untere und rechte/linke
Richtungen.
Unter Bezugnahme auf Fig. 3 ist ein Poststück 1 A in einem
Zustand abgelegt, in dem die Oberfläche 1 a desselben sicht
bar ist, d. h. der Seite des Detektors 9 a in der Grundstellung
zugewandt ist (d. h. nicht eine mit der Unterseite nach oben
liegende Position). Ein Poststück 1 B wird in einem Zustand
eingelegt, bei dem die untere Fläche 1 b desselben gesehen
werden kann, d. h. der Seite des Detektors 9 b zugewandt ist,
wobei dieses Poststück mit der Unterseite nach oben
liegend angeordnet ist. Ein Poststück 1 C wird in einem Zu
stand eingelegt, bei dem die obere Fläche 1 a desselben in
einer mit der Unterseite nach oben liegenden Position gesehen
werden kann. Ein Poststück 1 D liegt in einem Zustand, bei
dem die untere Fläche 1 b desselben in der Grundstellung ge
sehen werden kann. In anderen Worten bedeutet dies, daß die
Adreßblöcke 3 der Poststücke 1 A und 1 V durch den Detektor 9 a
erfaßt werden können, während die Adreßblöcke 3 der Post
stücke 1 B und 1 D durch den Detektor 9 b erfaßt werden können.
Der Verteiler 10 wird durch die Detektor/Steuereinrichtung 9
derart gesteuert, daß die Poststücke 1 A und 1 D zu der Bahn
12 und die Poststücke 1 B und 1 C zu der Bahn 11 transportiert
werden. Die Poststücke 1 A und 1 D werden in der Bahn 12 mit
der Unterseite nach oben weisend gewendet und sie werden somit
in den Zuständen der Poststücke 1 C und 1 B angeordnet.
Die gewendeten Poststücke 1 A und 1 D werden dann zu dem För
derer 13 abgegeben. Die Poststücke 1 B und 1 C werden zu dem
Förderer 13 ohne ein Wenden abgegeben. Wenn das Postgut
den Förderer 13 erreicht, befinden sich alle Poststücke
in dem Zustand der Poststücke 1 B oder 1 C. Die rechten und
linken Teile des Poststücks 1 B sind symmetrisch zu jenen des
Poststückes 1 C bezüglich einer Postgutförderrichtung.
Die Detektor/Steuereinrichtung 9 detektiert ferner eine
Schreibrichtung der Zeichen im Adreßblock 3, um das Post
stück 1 B von dem Poststück 1 C zu unterscheiden, und sie
liefert ein das Unterscheidungsergebnis darstellendes Steu
ersignal an die Stempeleinheit 14 und den Verteiler 15.
Die Stempeleinrichtungen bzw. Entwertungseinrichtungen 14 a
und 14 b und der Verteiler 15 werden derart betätigt, daß
ein Poststück in dem Zustand des Poststückes 1 B durch die
Entwertungseinrichtung 14 a entwertet und in der Stapelein
richtung 16 a gestapelt wird, während ein Poststück in dem
Zustand des Poststückes 1 C durch die Entwertungseinrichtung
14 b entwertet und in der Stapeleinrichtung 16 b gestapelt
wird.
Fig. 4A und 4B verdeutlichen das Wenden und Stempeln des
vorstehend genannten Postguts.
Fig. 5 ist eine Ansicht zur Verdeutlichung einer Arbeits
weise zum Stempeln bzw. Entwerten eines Poststückes mit Hilfe
der Stempeleinrichtung 14 a oder 14 b. Die Briefmarkenblöcke 2
werden selektiv durch die Stempeleinrichtungen 14 a und 14 b
gestempelt, wobei Stempelaufdrucke 2 a und 2 b zur Entwertung
aufgebracht werden.
Fig. 6 zeigt eine Auslegung der Detektor/Steuereinrichtung
9 nach Fig. 1.
Unter Bezugnahme auf Fig. 6 umfassen die Detektoren 9 a und
9 b jeweils Lichtquellen 17 a und 17 b zur Ausleuchtung einer
Fläche (Vorderseite) und der anderen Seite (Rückseite)
jedes Poststücks 1. Die Lichtanteile 18 a und 18 b, die von
der einen oder der anderen Fläche des Poststücks 1 bei der
Ausleuchtung mit dem Licht von den Lichtquellen 17 a und
17 b reflektiert werden, treffen auf photoelektrische Wandler
20 a und 20 b über optische Systeme oder Linsen 19 a und 19 b
jeweils auf.
Eine Auslegungsform des Detektors 9 a und seine Arbeitsweise
werden nachstehend beschrieben. Die Auslegungsform des De
tektors 9 b und seine Arbeitsweise stimmen im wesentlichen mit
jenen des Detektors 9 a überein.
Der photoelektrische Wandler 20 a wandelt das durch die Linse
19 a gegangene Bildlicht in ein elektrisches Abtastsignal um.
Eine Digitalisierungseinrichtung 21 a digitalisiert das Ab
tastsignal in ein Binärsignal. Eine Zeilenkompressionsschal
tung 22 a komprimiert das binäre Signal und gibt komprimierte
Daten und ein Kompressionszeitsteuersignal aus. Eine Schwarz
bereich-Extraktionsschaltung 23 a extrahiert die Schwarzbereich
daten (die nachstehend näher beschrieben werden) auf der Ba
sis der Daten, die durch die Zeilenkompressionsschaltung 22 a
komprimiert sind. Eine Zeichenfolgedetektionsschaltung 24 a
detektiert eine Zeichenfolge oder eine Zeichenkette auf der Basis der Aus
gabedaten von der Schwarzbereich-Extraktionsschaltung 23 a, wodurch
man Zeichenfolgenerkenndaten und Zeichenfolgenenddaten er
hält. Ein Zeichenfolgenspeicher 25 a speichert Ausgabedaten
von der Zeichenfolgedetektionsschaltung 24 a. Unter Verwendung
der Zeichenfolgedaten, die in dem Zeichenfolgespeicher 25 a
gespeichert sind, bildet ein Blockbildungsteil 26 a einen
Block aus mehreren Zeichenketten, die nahe bei
einanderliegen. Ein Auswerteteil 27 a wertet den Block ent
sprechend einer Erfüllung einer Anzahl von unterschiedlichen
Bedingungen aus, die vorgegeben werden, um zu erkennen,
ob es sich bei dem durch den Blockbildungsteil 26 a ge
bildeten Block um einen Adreßblock 3 handelt.
Die gleiche Arbeitsweise wird mit Hilfe des Detektors 9 b
ausgeführt. Die Auswerteausgänge von den Auswerteteilen
27 a und 27 b werden in einen Adreßblockbestimmungsteil 28
eingegeben, und der Adreßblockbestimmungsteil 28 bestimmt,
daß der Eingangsblock der Adreßblock 3 ist, und zwar auf
der Basis der Auswertung. Das Bestimmungsergebnis von dem
Adreßblockbestimmungsteil 28 wird zu Verteilersteuerein
richtungen 29 und 31 ausgegeben, um die Verteiler 10 und
15 und eine Stempeleinrichtung 30 für die Steuerung der
Stempeleinrichtungen 14 a und 14 b zu steuern.
Die Schaltungsauslegungen und die Arbeitsweise der Zeilen
kompressionsschaltungen 11 a und 22 b, der Schwarzbereich-
Extraktionsschaltungen 23 a und 23 b, der Zeichenfolgendetek
tionsschaltungen 24 a und 24 b, der Zeichenfolgenspeicher 25 a
und 25 b, der Blockbildungsteile 26 a und 26 b und der Aus
werteteile 27 a und 27 b werden nachstehend erläutert.
Fig. 7 ist eine Ansicht zur Verdeutlichung des Prinzips
der Komprimierung in den Zeilenkompressionsschaltungen 22 a
und 22 b. Der Abstand der Abtastzeilen wird mit 4 Zeilen/mm
angenommen. 20 Abtastzeilen bei einer dargestellten Breite
W von beispielsweise 5 mm werden als zu komprimierende
Zeilen definiert. Die Zeichen d, wie eine Ziffer und ein
Buchstabe innerhalb der Breite W werden als Schwarzbereiche
c komprimiert.
Fig. 8 ist ein Blockdiagramm zur Verdeutlichung einer de
taillierten Auslegung der Zeilenkompressionsschaltung 22 a
oder 22 b, und die Fig. 9(A) bis 9(G) sind Steuerungsdia
gramme im Hinblick auf die Signale in der Schaltung nach
Fig. 8. Ein Taktgeber 42 erzeugt ein Abtastsignal SC
(Fig. 9[B]), das bei jedem Abtastzyklus auftritt, ferner
ein Impulssignal CLK 1 (Fig. 9[C]), das synchron mit einer
vorauslaufenden Kante des Abtastsignales SC erzeugt wird,
ein Impulssignal CLK 2 (Fig. 9[D]), das synchron mit einer
nachlaufenden Kante des Abtastsignales SC erzeugt wird, und
das unterdrückt wird, wenn ein Zählerwert (Fig. 9[A]) eines
Zeilenzählers 41 Null ist, ein Impulssignal CPS (Fig. 9[E]),
das synchron mit der 20sten vorauslaufenden Kante des Ab
tastsignales SC erzeugt wird, ein Signal CGT (Fig. 9[F]),
das auf einen hohen Pegel eingestellt ist, während der Zäh
lerwert des Zählers 41 auf Null bleibt, und ein Impulssignal
CLR, das synchron mit einer vorauslaufenden Kante des Ab
tastsignales SC erzeugt wird, während der Zählerwert des
Zählers 41 auf Null bleibt.
In Abhängigkeit von dem Signal CPS als Ausgang von dem
Taktgeber 42 wird ein Schalter 40 in dem Zähler 41 auf einen
Anfangswert gesetzt, den man dadurch erhält, daß man eins
von der Anzahl der zu komprimierenden Zeilen abzieht, d. h.
"19", zu Beginn einer ersten Zeilenabtastung, wenn ein Aus
gang von dem Zeilenzähler 41 im Zeitpunkt des Beginns der
Kompression Null ist, d. h. alle 20 Zeilenabtastungen.
Der Zähler 41 führt eine Abwärtszählung bei jeder Abtastzeile
nach Maßgabe des Signals CLK 2 als Ausgang von dem Takt
geber 42 aus. Wenn der Zählerwert des Zählers 41 Null er
reicht, wird ein Schieberegister 43 in Abhängigkeit von dem
Signal CLR gelöscht, und ein UND-Verknüpfungsglied 46 wird
in Abhängigkeit von dem Signal CGT aktiviert.
Die Binärdaten SG 1 als Ausgang von den Digitalisierungsein
richtungen 21 a und 21 b und ein Ausgangssignal SH 2 von dem
Schieberegister 43 werden durch ein ODER-Verknüpfungsglied
44 gelesen. Ein Signal SG 2 als Ausgang von dem ODER-
Ver
knüpfungsglied 44 wird in ein Schieberegister 45 eingegeben.
Ein Ausgangssignal SH 1 des Schieberegisters 45 wird kontinuier
lich zu dem Schieberegister 43 geschoben. In anderen
Worten bedeutet dies, daß die Daten des unmittelbar voran
gehenden Abtastzyklus momentan in dem Schieberegister 43
gespeichert wird. Daher werden die anschließenden kompri
mierten Daten in dem Schieberegister 45 gespeichert. Wenn
der Zählerwert des Zeilenzählers 41 Null wird, wird ein
Schwarzbereich-Detektionszeitsteuersignal BDTC als Ausgang
von dem Zeitgeber 42 an die Schwarzbereich-Extraktions
schaltungen 23 a und 23 b ausgegeben. Zugleich wird das UND-
Verknüpfungsglied 46 in Abhängigkeit von dem Signal CGT ak
tiviert. Die gegenwärtig komprimierten Zeilendaten LPD
werden ebenfalls ausgegeben. Zugleich wird der Inhalt des
Schieberegisters 43 in Abhängigkeit von dem Impulssignal
CLR gelöst, und das Schieberegister 43 wird zur Kompression
der nächsten Zeile initialisiert.
Fig. 10 ist ein Blockdiagramm zur Verdeutlichung einer de
taillierten Auslegung der Schwarzbereichs-Extraktionsschal
tung 23 a oder 23 b. Hierbei wird nur die Schwarzbereich-Ex
traktionsschaltung 23 a als Beispiel erläutert. Ein X-Zähler
50 wird in Abhängigkeit von einem Signal STRT gelöscht, das
auf einen "H"-Pegel bei dem Einschalten der Extraktions
schaltung 23 a gesetzt wird, und er führt eine Abwärtszählung
in Abhängigkeit von dem Signal BDTC von der Zeilenkompres
sionsschaltung a aus. Ein Xin-Speicher 51 speichert einen
Zählerwert von dem X-Zähler 50. Ein Y-Zähler 52 wird in
Abhängigkeit von dem Signal BDTC gelöscht und führt eine Ab
wärtszählung in Abhängigkeit von dem Taktsignal CL 2 aus.
Ein Yin-Speicher 53 speichert einen Zählerwert des Y-Spei
chers 52. Ein H-Zähler 54 zählt eine Höhe eines Schwarzbe
reiches nach Maßgabe des komprimierten Signals LPD von der
Zeilenkompressionsschaltung 22 a auf die nachstehend näher be
schriebene Weise.
Ein Hin-Speicher 55 speichert einen Zählerwert von dem
H-Zähler 54. Die komprimierten Daten LPD werden zu Inver
tern 57 und 63, einem Eingangsanschluß eines UND-Verknüpfungs
gliedes 59 und eines Flip-Flops (nachstehend als ein F/F be
zeichnet) 61 eingegeben.
Ein Ausgang von dem Inverter 57 wird in ein F/F 58 eingege
ben, und ein Ausgang von dem F/F 58 dient als Eingang eines
weiteren Eingangsanschlusses des UND-Verknüpfungsgliedes 59.
Ein Ausgang von dem UND-Verknüpfungsglied 59 wird einem
Taktanschluß CL des H-Zählers 54 und einem Setzanschluß S
eines F/F 60 zugeführt. Der Ausgangsanschluß von F/F 60 ist
mit einem Eingangsanschluß eines UND-Verknüpfungsgliedes
56 verbunden. Der andere Eingangsanschluß des UND-Verknüpfungs
gliedes 56 erhält das Signal CL 2.
Ein Ausgang von dem F/F 61 wird zusammen mit einem Ausgang
von dem Inverter 63 einem UND-Verknüpfungsglied 62 einge
geben. Ein Ausgang von dem UND-Verknüpfungsglied 62 wird als
ein Schreibsteuersignal a 1 dem Xin-Speicher 51, dem Yin-
Speicher 53 und dem Hin-Speicher 55 zugeführt. Zugleich wird
der Ausgang von dem UND-Verknüpfungsglied 62 einem Taktan
schluß CK eines Adreßzählers 64 zugeführt. Der Adreßzähler
64 wird in Abhängigkeit von dem Signal STRT gelöscht, führt
eine Aufwärtszählung in Abhängigkeit von dem Ausgang a 1 von
dem UND-Verknüpfungsglied 62 aus und setzt die Speicher
adreßwerte ac vom Xin-Speicher 51, dem Yin-Speicher 53 und
dem Hin-Speicher 55.
Der Xin-Speicher 51, der Yin-Speicher 53 und der Hin-Speicher
55 speichern Ausgabedaten von dem X-Zähler 50, dem Y-Zähler
52 und dem H-Zähler 54 bei Adressen, die die Adreßwerte ac
zu einem Zeitpunkt des Ausgabesignals a 1 von dem UND-Ver
knüpfungsglied 62 darstellen.
Nachstehend wird eine Arbeitsweise zum Detektieren des
Zeichenfolgenbeginns und des Zeichenfolgenendes als eine
Fortsetzung von Schwarzbereichen in der Schaltung nach
Fig. 10 näher erläutert. Wenn ein Schwarzbereichsignal,
das einen schwarzen Bereich darstellt, in das F/F 58 ein
gegeben wird, nachdem ein weißes Bereichssignal, das das
Fehlen eines Schwarzbereiches darstellt, in diesen einge
geben wird, detektiert das UND-Verknüpfungsglied 59 eine
Änderungsstelle von dem weißen zu dem schwarzen Bereich.
Dieser Änderungspunkt wird als ein Zeichenfolgenanfangs
punkt definiert. F/F 60 wird gesetzt und gibt ein Signal
mit der logischen "1" aus. Dieser Ausgang der logischen "1"
von F/F 60 wird in das UND-Verknüpfungsglied 56 eingegeben
und dient als ein Gate-Signal zum Zählen einer Länge des
Schwarzbereichs. Daher wird das UND-Verknüpfungsglied 56
während der Detektion des Schwarzbereichsignales aktiviert.
Der H-Zähler 54 arbeitet, während das UND-Verknüpfungsglied
56 sich im eingeschalteten Zustand befindet. Der H-Zähler 54
zählt die Anzahl der schwarzen Maschen als eine Höhe einer
Zeichenfolge nach Maßgabe der Ausgabeimpulse von dem UND-
Verknüpfungsglied 59.
Der Zeichenfolgenendpunkt wird auf die nachstehende Weise
detektiert. Wenn das Weißmaschensignal eingegeben wird,
nachdem das Schwarzbereichssignal eingegeben ist, ermittelt
das UND-Verknüpfungsglied 62 ein UND-Signal des Ausgangs
von F/F 61 und des Ausganges von dem Inverter 63, und hier
durch wird der Zeichenfolgenendpunkt detektiert, wobei
das F/F 60 gesetzt wird. Der Zählvorgang des H-Zählers 54
wird unterbrochen. Zugleich werden die Werte des X-Zählers
50, des Y-Zählers 52 und des H-Zählers 54 in den Xin-Spei
cher 51, den Yin-Speicher 53 und den Hin-Speicher 55 je
weils eingespeichert. Die vorstehend beschriebenen Vorgänge
werden zwischen dem Beginn der Abtastung und dem Ende der
Abtastung wiederholt, wodurch die Zeichenfolgen erfaßt
werden.
Fig. 11, 12, 13, 14 und 15 sind Ansichten zum Verdeutlichen
der Datenspeicherzustände des Xin-Speichers 51, des Yin-Spei
chers 53 und des Hin-Speichers 55.
Unter Bezugnahme auf Fig. 11 sind mit den Bezugssymbolen L 1,
L 2, L 3 und L 4 Zeichenfolgen bezeichnet, die auf jedem Post
stück 1 geschrieben oder aufgedruckt sind. Das Poststück 1
wird in Y-Richtung (Vertikalrichtung in Fig. 11) längs den
Abtastlinien a 1 bis an abgetastet.
Wie in Fig. 12 gezeigt ist, erhält man die X- und Y-Achsen
positionen und die Höhendaten X, Y und H der Zeichenfolgen
L 1, L 2 und L 3 sequentiell durch die Abtastzeilen. Wie in
den Fig. 13, 14 und 15 gezeigt ist, werden die erhaltenen
Daten in dem Xin-Speicher 51, dem Yin-Speicher 53 und dem
Hin-Speicher 55 bei Adressen gespeichert, die die Adreß
werte ac in einer Abtastreihenfolge darstellen. Beispiels
weise sind die Daten X, Y und H der Zeichenfolge L 1, die man
durch die Abtastzeile a 4 erhält, jeweils mit X 1, Y 11 und
H 11 dargestellt. Die bei anderen Abtastlinien erhaltenen
Daten werden auf ähnliche Weise erhalten. Es ist noch zu
erwähnen, daß die Auslegung der Schwarzbereichsdetektions
schaltung 23 b und ihre Arbeitsweise mit jener der Schwarz
bereichsdetektionsschaltung 23 a übereinstimmen.
Fig. 16 ist ein Blockdiagramm zur Verdeutlichung der detail
lierten Auslegungsformen der Zeichenfolgendetektionsschal
tung 24 a oder 24 b und des Zeichenfolgenspeichers 25 a oder
25 b. Dieselben Bezugszeichen wie in Fig. 10 bezeichnen
gleiche oder ähnliche Teile in Fig. 16. Die Schaltung nach
Fig. 16 wird nach der Beendigung der Arbeiten der Schwarz
bereichs-Extraktionsschaltungen 23 a und 23 b aktiviert.
Ein Adreßzähler 65 erzeugt einen Ausgang synchron mit dem
Einschaltvorgang der Schaltung nach Fig. 16. Der Adreß
zähler 65 wird in Abhängigkeit von dem Signal STRT gelöscht,
führt eine Aufwärtszählung in Abhängigkeit von einem Signal
von einem ODER-Verknüpfungsglied 79 aus und gibt ein
Adreßsignal Ad 1 aus. Die Xin-Speicher 51, die Yin-Speicher
53 und die Hin-Speicher 55 der Schwarzbereichs-Extraktions
schaltungen 23 a und 23 b werden in Abhängigkeit von dem Adreß
signal Ad 1 von dem Adreßzähler 65 adressiert und die zuge
tretenen Daten werden an den Adressen gespeichert, die durch
das Adreßsignal Ad 1 dargestellt werden.
Ein Zeilenzähler 66 zum Zählen der Anzahl der Zeilen wird
in Abhängigkeit von dem Signal gelöscht, führt eine
Aufwärtszählung in Abhängigkeit von einem Signal als
Ausgang von einem NAND-Verknüpfungsglied 77 aus und gibt
einen Zählerwert A 1 aus.
Ein Abwärtszähler 67 wird in Abhängigkeit von dem Signal
STRT gelöscht, ein Ausgang von dem Zeilenzähler 66 wird in
Abhängigkeit von dem Signal von einem NOR-Verknüpfungs
glied 78 gesetzt, ein Abwärtszählvorgang wird in Abhängigkeit
von dem Taktsignal CL 1 ausgeführt und es wird ein Zählerwert
A 2 ausgegeben. Wenn der Zählerwert A 2 Null erreicht, gibt
der Abwärtszähler 67 ein Signal BR an ein F/F 76 ab, wel
ches eine neue Zeile detektiert. Wenn ein Signal NEW, das
eine Detektion eines neuen Zeilenausgangs, von dem F/F 76
darstellt und dieses EIN ist, wählt eine Wähleinrichtung 68
den Zählerwert A 1 von dem Zeilenzähler 66. Wenn jedoch das
Signal NEW als Ausgang von dem F/F 76 AUS ist, wählt die
Wähleinrichtung 68 den Zählerwert A 2 von dem Abwärtszähler
67. Der gewählte Zählerwert wird als ein Adreßsignal Ad 2
ausgegeben.
Ein X-Speicher 70, ein Y-Speicher 71 und ein H-Speicher 72
speichern die Daten von dem Xin-Speicher 51, dem Yin-Speicher
53 und dem Hin-Speicher 55 bei Adressen, die durch das Adreß
signal Ad 2 zum Zeitpunkt des Signals WP dargestellt werden.
Ein L-Speicher 73 speichert einen Ausgabewert von einer Wähl
einrichtung 75 bei einer Adresse, die durch das Adreßsignal
Ad 2 zum Zeitpunkt des Signals WP dargestellt wird.
Die Speicher 70 bis 73 bilden den Zeichenfolgenspeicher
25 a. Ein Wert des L-Speichers 73 wird mittels einer Addier
einrichtung 74 zu einer Anzahl PRS von zu komprimierenden
Zeilen aufaddiert. Eine Summe von der Addiereinrichtung 74
wird der Wähleinrichtung 75 zugeführt. Die Wähleinrichtung 75
wird durch einen EIN/AUS-Zustand des Signals NEW gesteuert.
Wenn das Signal NEW AUS ist, wählt die Wähleinrichtung 75
die Zahl PRS. Wenn jedoch das Signal NEW EIN ist, wählt die
Wähleinrichtung 75 einen Ausgangswert der Addiereinrichtung 74.
Das gewählte Signal wird in den L-Speicher 73 eingegeben.
Das Signal BR von dem Abwärtszähler 67 wird in das F/F 76
eingegeben, das in Abhängigkeit von einem Taktsignal CL 5
zurückgesetzt wird. Das F/F 76 gibt das Detektionssignal NEW
aus, das eine neue Zeile darstellt. Das NAND-Verknüpfungs
glied 77 erhält das Signal NEW und ein Taktsignal CL 3 und
gibt das Signal AUS. Das NOR-Verknüpfungsglied 78 gibt
das Signal NEW ein und ein Signal UPDAT wird von einem F/F
80 ausgegeben und es wird das Signal ausgegeben.
Ein ODER-Verknüpfungsglied 79 ermittelt ein ODER-Signal des
Signals und des Taktsignales und gibt das Signal aus. Das Signal wird zum Adreßzähler 65 ausgegeben.
Der Ausgang von dem Hin-Speicher und der Ausgang von dem
Y-Speicher 71 werden mit Hilfe einer Addiereinrichtung 81
aufaddiert. Ein Summensignal wird an einem Eingangsanschluß
eines Komparators 84 eingegeben. Der Ausgang von dem Yin-
Speicher 53 und der Ausgang von dem H-Speicher 72 werden
mit Hilfe einer Addiereinrichtung 82 addiert. Ein Summen
signal von der Addiereinrichtung 82 wird an einen Eingangs
anschluß eines Komparators 85 angelegt.
Der Komparator 84 vergleicht den Ausgang von dem Addierer
81 mit dem Ausgang von dem Yin-Speicher 53. Ein Vergleichs
ergebnis wird einem Eingangsanschluß eines UND-Verknüpfungs
gliedes 88 zugeführt. Der Komparator 85 vergleicht den Aus
gang von dem Addierer 82 mit dem Ausgang von dem Y-Speicher
71 und führt ein Vergleichsergebnis einem Eingangsanschluß
eines UND-Verknüpfungsgliedes 89 zu. Ein Komparator 86 ver
gleicht den Ausgang von dem Yin-Speicher 53 und den Ausgang von
dem Y-Speicher 71 und legt einen Ausgang an den anderen Anschluß
des UND-Verknüpfungsgliedes 88 und an den anderen Anschluß
des UND-Verknüpfungsgliedes 89 ein
Ausgangssignal, das sich von jenem unterscheidet, das an
das UND-Verknüpfungsglied 88 angelegt wird.
Ein Ausgang von dem X-Speicher 70 wird mit Hilfe eines
Addierers 83 zu einem vorgegebenen Raumparameter SPC addiert.
Ein Ausgang von dem Addierer 83 wird mit einem Ausgang von
dem Xin-Speicher 51 durch den Komparator 83 verglichen. Das
Vergleichsergebnis dient als ein Signal XLINK.
Ausgänge von den UND-Verknüpfungsgliedern 88 und 89 werden
einem ODER-Verknüpfungsglied 91 zugeführt. Ein Ausgangs
signal YLINK von dem ODER-Verknüpfungsglied 91 wird zusammen
mit dem Signal XLINK von einem Komparator 87 an ein UND-
Verknüpfungsglied 90 angelegt. Ein Ausgangssignal LINE von
dem UND-Verknüpfungsglied 90 wird an den Setzanschluß des
F/F 80 eingegeben. In Abhängigkeit von dem Taktsignal CL 2
verriegelt F/F 80 das Signal LINE, das eine Verbindungsbe
dingung der Zeile darstellt und das durch das UND-Ver
knüpfungsglied 90 erzeugt wird. Das F/F 80 gibt dann das
Signal UPDAT an das NOR-Verknüpfungsglied 78 aus und
dieses wird in Abhängigkeit von dem Taktsignal CL 5 zurück
gesetzt.
Nachstehend wird die Arbeitsweise der in Fig. 16 gezeigten
Schaltung näher erläutert. Fig. 17 ist eine Ansicht zur
Verdeutlichung der Bedingungen zur Bestimmung des Fortlaufs
einer Zeichenfolge.
Unter Bezugnahme auf Fig. 17 ist mit den Bezugssymbolen L 11
und L 12 Zeichenfolgen bezeichnet. Ein Abstand S wird
zwischen den Zeichenfolgen L 11 und L 12 gebildet. Die Bedin
gungen in der Tabelle I werden verwendet, um zu bestimmen,
ob die Zeichenfolgen L 11 und L 12 eine durchgehende Zeichen
folge oder zwei gesonderte Zeichenfolgen darstellen.
(1)|Xi - Xj| ≦ Abstandsparameter (SPC) (2)Yi ≧ Yj und Yi - Hi < Yj (3)Yi ≦ Yj und Yi < Yj - Hi
(1)|Xi - Xj| ≦ Abstandsparameter (SPC) (2)Yi ≧ Yj und Yi - Hi < Yj (3)Yi ≦ Yj und Yi < Yj - Hi
Die Bedingung (1) gibt an, daß der Abstand S gleich oder
größer als der vorbestimmte Abstandsparameter (SPC) ist.
Die Bedingung (2) gibt an, daß eine Y-Koordinate (Yj)
der Zeichenfolge L 12 gleich oder kleiner als eine Y-Koordi
nate (Yi) der Zeichenfolge L 11 ist und daß die Zeichenfol
gen L 11 und L 12 auf derselben Zeile vorhanden sind. Die
Bedingung (3) gibt das Gegenteil zu der Bedingung (2) an.
Inbesondere gibt die Bedingung (3) das an, was sich er
gibt bei Yi ≦ Yj. Wenn die Bedingungen (1) und (2) oder
(1) und (3) erfüllt sind, werden die beiden Zeichenfolgen
als eine durchgehende Zeichenfolge definiert. Die Verbindung
der Zeichenfolgen wird durch das Signal LINE als Aus
gang von dem UND-Verknüpfungsglied 90 in Fig. 16 darge
stellt.
Unter Bezugnahme auf Fig. 16 wird ein Summensignal des
Ausgangs von dem Hin-Speicher 55 und des Ausgangs von dem
Y-Speicher 71 an einen Eingangsanschluß A des Komparators
84 angelegt und es wird mit dem Yin-Speicherausgang ver
glichen, der an einen Eingangsanschluß B angelegt wird.
In anderen Worten bedeutet dies, daß (Hin + Y) mit (Yin)
verglichen wird, das äquivalent zu der rechten Seite der
Bedingung (2) ist. Ein Vergleich im Komparator 85 ist
äquivalent zu der rechten Seite der Bedingung (3). Der
Komparator 86 vergleicht Y mit Yin, wobei dieser Vergleich
äquivalent mit den linken Seiten der Bedingungen (2) und (3)
ist.
Das UND-Verknüpfungsglied 88 führt eine Unterscheidung, ba
sierend auf der Bedingung (2) durch. Das UND-Verknüpfungs
glied 89 führt eine Unterscheidung, basierend auf der Be
dingung (3) durch. Wenn die Bedingung (2) oder (3) erfüllt
ist, wird das Signal YLINK von dem ODER-Verknüpfungsglied
91 ausgegeben. Der Komparator 87 bestimmt, ob die Eingänge
die Bedingung (1) erfüllen, d. h. es wird ein Vergleich des
Ausgangs (Xin) von dem Xin-Speicher 51 mit dem Ausgang
(X + SPC) von dem Addierer 83 gemäß der Bedingung (1) durch
geführt. Wenn diese Bedingung erfüllt ist, gibt der Kompara
tor 87 das Signal XLINK aus. Das UND-Verknüpfungsglied 90
errechnet ein UND-Signal des Signals YLINK und XLINK und
gibt das Signal LINE aus, das die Bedingungen (1) und (2)
oder die Bedingungen (1) und (3) als befriedigt darstellt.
In anderen Worten bedeutet dies, daß, wenn die Zeichenfolgen
verbunden sind, das Signal LINE ausgegeben wird.
Fig. 18 zeigt eine Datentabelle der Zeichenfolgenspeicher
25 a und 25 b. Die Zeichenfolgen L 1, L 2, L 3 und L 4 in Fig. 11
sind als Beispiele dargestellt. Die No-Spalte in Fig. 18
stellt die Zeichenfolgenzahlen dar. Die X N und Y N -Spalten
stellen jeweils die X- und Y-Koordinaten der Zeichenfolgen
beginnpunkte dar. Die X E - und Y E -Spalten stellen jeweils
die X- und Y-Koordinaten der Zeichenfolgenendpunkte dar.
Die H E -Spalte stellt die Zeichenfolgenhöhen der Zeichenfolgen
endpunkte dar. Die L W -Spalte stellt die Zeichenfolgenlängen
dar. Beispielsweise sind die Koordinaten X N und Y N der
Zeichenfolge L 1 gegeben als (X 1, Y 11); X E und Y E als (X 6, Y 16);
H E als H 16; und L W , die Länge als eine Differenz W 1 zwischen
der X-Koordinate des Zeichenfolgenendpunktes und der X-Koor
dinate des Zeichenfolgenanfangspunktes.
Auf ähnliche Weise läßt sich eine Tabelle für die Zeichen
folgen L 2 bis Ln auf die vorstehend beschriebene Weise
erstellen.
Fig. 19 ist eine Ansicht zur Verdeutlichung einer Methode
zur Bildung eines Blockes in den Blockbildungsteilen 26 a
und 26 b. Die Bezugssymbole L 21 bis L 28 in Fig. 19 bezeichnen
Zeichenfolgen. Die Koordinaten, die den Koordinaten X N und
Y N der Anfangspunkte in Fig. 18 entsprechen, sind in Klam
mern dargestellt. Die Blockbildung wird durch die Klassifi
zierung der Zeichenfolgen mit naheliegenden X-Koordinaten
werten in Gruppen durchgeführt, wie dies in der nachstehenden
Tabelle II angegeben ist.
Da insbesondere die Werte der X-Koordinaten X 1, X 2 und X 3
der Zeichenfolgen L 21, L 22 und L 23 nahe beieinanderliegen,
gehören die Zeichenfolgen L 21, L 22 und L 23 zu der X-Gruppe 1.
In ähnlicher Weise werden auch die anderen Zeichenfolgen
in X-Gruppe 2 und X-Gruppe 3 klassifiziert.
Die Zeichenfolgen, die Y-Koordinatenwerte haben, die nahe
beieinanderliegen, werden ebenfalls in Gruppen klassifiziert,
wie dies in der nachstehenden Tabelle III gezeigt ist.
Die Werte der Y-Koordinaten der Zeichenfolgen L 24, L 25 und
L 26 in der X-Gruppe 3 in der Tabelle II liegen nahe bei
einander. Jedoch sind die Differenzen zwischen den Y-Koor
dinaten der Zeichenfolge L 27 und jenen der anderen Zeichen
folgen, die zu der X-Gruppe 2 gehören, groß. Daher kann
die Zeichenfolge L 27 als eine solche betrachtet werden, die
zu einer Gruppe gehört, die sich von der Gruppe unterschei
det, die die Zeichenfolgen L 24, L 25 und L 26 enthält.
Die X-Gruppe 1 bis X-Gruppe 3, die als Klassifikation in
Tabelle II angegeben sind, entsprechen den Blöcken B 1, B 5
und B 4 in Fig. 19 jeweils. Die Y-Gruppe 1 bis Y-Gruppe 4
in Tabelle III entsprechen den Blöcken B 1 bis B 4 jeweils.
Die Blöcke der Zeichenfolgen werden auf die vorstehend ge
nannte Weise gebildet.
Fig. 20 ist eine Ansicht zur Verdeutlichung eines Post
stückes, wobei die Auswertung in den Auswertungsteilen
27 a und 27 b erläutert werden soll. Die Blöcke in den Block
bildungsteilen 26 a und 26 b werden nach Maßgabe von folgenden
acht Einzelheiten und Eigenheiten der Adreßblöcke ausge
wertet und extrahiert.
Eine mittlere Höhe einer Zeichenfolge. Ein Bezugswert wird
vorgegeben, und ein höherer Kern ist gegeben, wenn ein
Eingangswert nahe am Bezugswert liegt.
Ein Mittelwert B X der X-Koordinaten stellen die Position
des Blockes B dar.
Ein Bereich, bei dem die Zeichenfolgen des Adreßblockes
nicht auf dem Poststück 1 vorhanden sind. Wenn eine Zeichen
folge in diesem Bereich vorhanden ist, wird eine Fehlmar
kierung angegeben.
Die Abstände der Zeichenfolgen L 24, L 25 und L 26 in Höhen
richtung. Wenn eine Mehrzahl von Zeichenfolgen in dem Block
B enthalten sind, ist der Abstand durch einen Mittelwert
der Abstände gegeben.
Die Anzahl der Zeichenfolgen in dem Block B. In diesem
Fall ist die Anzahl 3. Ein Bezugswert wird gesetzt und ein
Eingangswert, der näher an dem Bezugswert liegt, hat eine
höhere Auswertgröße.
Da der linke Randbereich des Adreßblocks des normalen Post
stückes 1 gegeben ist, ergibt sich eine höhere Auswertgröße,
wenn die X-Koordinatenwerte der Anfangspunkte der Zeichen
folgen nahe beieinanderliegen.
Die Höhe B H des Blocks B. Eine höhere Auswertgröße ist ge
geben, wenn ein Eingangswert näher an einem Bezugswert
liegt.
Eine mittlere Breite B W des Blocks B. Eine höhere Auswert
größe ist gegeben, wenn ein Eingangswert näher an einem
Bezugswert liegt.
Ein Auswertsystem nach den Gesichtspunkten 1) bis 8) erhält
man dadurch, daß ein Bezugswert vorgegeben wird, und eine
höhere Auswertgröße ist gegeben, wenn ein Eingangswert näher
an dem Bezugswert liegt.
Die Auswertung wird nachstehend unter Bezugnahme auf Fig. 19
beschrieben. Der Block B 1 ist in dem Zeichenfolgenunter
drückungsbereich N L vorhanden, und die Werte der mittleren
Höhe und die Länge der Zeichenfolge sind klein. Daher hat
der Block B 1 eine geringe Auswertgröße. Der Block B 2 jedoch
hat einen großen Wert für die Zeichenfolgenhöhe und er ge
hört nicht zu dem Zeichenfolgenunterdrückungsbereich. Zu
sätzlich sind die Werte der Blockhöhe und -breite groß.
Daher hat der Block B 2 eine hohe Auswertgröße. Die Blöcke B 3
und B 4 haben jeweils niedrige Auswertgrößen. Daher wird als
Folge hiervon der Block B 2 als ein Adreßblock bestimmt.
Diese Verarbeitung wird auf beiden Flächen jedes Poststückes
1 vorgenommen. Die Fläche, die den detektierten Adreßblock
hat, wird als die obere Fläche 1 a bestimmt oder die Fläche,
die eine geringe Auswertgröße insgesamt hat, wird als die
untere Fläche 1 b bestimmt.
Die Richtung des Adreßblocks läßt sich einfach nach Maßgabe
der folgenden drei Gesichtspunkte bestimmen:
- 1) Ausrichtung der linken Enden der Zeichenfolgen mit dem Zeichenfolgen linken Ende auf der linken Seite gemäß Punkt 6);
- 2) eine Position einer Hilfsinformation, wie ei nes Absendernamens in dem Block B 1; und
- 3) eine Detektionsposition eines Briefmarken blocks, der durch einen Bezugswert einer Größe der Brief marke bestimmt wird.
Durch die vorstehend genannten Detektionsvorgänge werden
die Richtung des Poststückes 1 und die Position der Brief
marke ermittelt. Ausgänge von den Verteilersteuereinrichtungen
29 und 31 werden nach Maßgabe der Richtungsinformation des
Poststückes 1 geändert. Ein Ausgang von der Stempelsteuer
einrichtung 30 wird in Abhängigkeit von einer Vorderseiten-
oder Rückseiteninformation geändert.
Wie vorstehend angegeben ist, wird das Poststück 1 optisch
abgetastet, die bei der Abtastung erhaltenen Daten werden
durch die Digitalisierung komprimiert, Zeichenfolgen werden
detektiert und die Zeichenfolgen werden in Blöcke klassifi
ziert. Die Blöcke werden ausgewertet, um den Adreßblock und
die Position sowie die Schreibrichtung des Adreßblockes zu
bestimmen. Daher erfolgt in entsprechender Weise das Wenden
und Entwerten bzw. Stempeln des Poststücks.
Wie vorstehend angegeben ist, wird der Adreßblock des Post
guts detektiert und die Schreibrichtung des Adreßblockes wird
bestimmt. Daher wird das Postgut unabhängig von der Postgut
art mit hoher Genauigkeit gewendet und gestempelt.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Wenden und Stempeln von Postgut,
mit einer Einrichtung (7, 8, 13) zum Fördern von Poststücken
(1) in einzelner Aufeinanderfolge, einer Einrichtung (10,
11, 12), die zwischen der Fördereinrichtung angeordnet ist,
und welche die Poststücke wendet, eine Stempeleinrichtung
(14), die längs der Fördereinrichtung (13) angeordnet ist,
um die gewendeten Poststücke zu stempeln, und mit einer
Stapeleinrichtung (15, 16 a, 16 b), die am Ausgangsende der
Fördereinrichtung angeordnet ist, um die Poststücke zu sta
peln, die mit Hilfe der Stempeleinrichtung gestempelt wur
den,
gekennzeichnet durch
eine Abtasteinrichtung (17 a, 17 b, 18 a, 18 b) zum opti schen Abtasten beider Flächen jedes Poststückes, um Abtast daten zu erhalten,
eine Digitalisierungseinrichtung (20 a, 20 b, 21 a, 21 b) zum photoelektrischen Wandeln der Abtastdaten in digitale Daten,
eine Einrichtung (9 a, 9 b) zum Detektieren eines Adreß blocks (3) und der Schreibrichtung der Zeichen in dem Adreßblock jedes Poststückes auf der Basis der Ausgangssigna le der Digitalisierungseinrichtung, und
eine Steuereinrichtung (9 c) zum Steuern der Arbeits weisen der Wendeeinrichtung, der Stempeleinrichtung und der Stapeleinrichtung auf der Basis eines Detektionsergebnisses der Detektionseinrichtung.
gekennzeichnet durch
eine Abtasteinrichtung (17 a, 17 b, 18 a, 18 b) zum opti schen Abtasten beider Flächen jedes Poststückes, um Abtast daten zu erhalten,
eine Digitalisierungseinrichtung (20 a, 20 b, 21 a, 21 b) zum photoelektrischen Wandeln der Abtastdaten in digitale Daten,
eine Einrichtung (9 a, 9 b) zum Detektieren eines Adreß blocks (3) und der Schreibrichtung der Zeichen in dem Adreßblock jedes Poststückes auf der Basis der Ausgangssigna le der Digitalisierungseinrichtung, und
eine Steuereinrichtung (9 c) zum Steuern der Arbeits weisen der Wendeeinrichtung, der Stempeleinrichtung und der Stapeleinrichtung auf der Basis eines Detektionsergebnisses der Detektionseinrichtung.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Detektionseinrichtung (9 a, 9 b) eine Einrichtung (22 a,
22 b) zum Komprimieren der digitalen Daten pro jeweils vor
gegebener Anzahl von Abtastlinien, eine Einrichtung (23 a, 23 b)
zum Detektieren von Schwarzbereichen auf der Basis der
komprimierten Daten, eine Einrichtung (24 a, 24 b) zum Detek
tieren und Ausgeben der Zeichenfolgedaten auf der Basis
der detektierten Schwarzbereiche, eine Speichereinrichtung
(25 a, 25 b) zum Speichern der Zeichenfolgedaten, eine Einrich
tung (26 a, 26 b) zur Bildung einer Mehrzahl von Blöcken auf
der Basis der Zeichenfolgedaten, die in den Speichereinrich
tungen gespeichert sind, eine Auswerteeinrichtung (27 a, 27 b)
zum Anwenden von unterschiedlichen vorgegebenen Bedingungen
für den Adreßblock an die Mehrzahl von Blöcken, um jeweils
den Block aufzufinden, der den Erfüllungsgrad für die unter
schiedlichen Bedingungen darstellt, und eine Einrichtung (28)
zum Vergleichen der Blockwertungen, die man durch die Aus
werteeinrichtung erhalten hat, miteinander aufweist, um
den Adreßblock und die Schreibrichtung der Zeichen im Adreß
block nach Maßgabe der Bedingungen zu unterscheiden, und
daß die Steuereinrichtung (9 c) ein Steuersignal zum
Steuern der Arbeitsgänge der Wendeeinrichtung, der Stempel
einrichtung und der Stapeleinrichtung derart ausgibt, daß
die Wendeeinrichtung, die Stempeleinrichtung und die Stapel
einrichtung auf der Basis des Bestimmungsergebnisses der
Adreßblockbestimmungseinrichtung (28) gesteuert werden.
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