DE3823428A1 - Ampulle aus kunststoff - Google Patents
Ampulle aus kunststoffInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ampulle aus Kunststoff
mit einem angeformten, ohne Werkzeuge vom Ampullenkör
per trennbaren Ampullenkopf, wobei im Bereich der
Trennstelle die Dicke der Wand reduziert ist.
Bei den bekannten Ampullen dieser Art ist zwischen
dem Ampullenkopf und dem Ampullenkörper ein Abschnitt
vorhanden, der bei der Herstellung der Ampulle sehr
stark gereckt wird, um die Wandstärke so weit zu
reduzieren, daß sie beim Drehen des Ampullenkopfes
relativ zum Ampullenkörper im Bereich dieses Abschnit
tes abgerissen werden kann. Man spricht deshalb bei
diesen Ampullen auch von solchen mit einem Twist-Off-Ver
schluß. Oberhalb eines relativ kleinen Innendurchmes
sers des gereckten Abschnittes treten bei diesen
Ampullen Schwierigkeiten beim Öffnen auf. Zum einen
erreicht das für das Abdrehen erforderliche Drehmoment
einen Wert, der nicht mehr ohne weiteres aufgebracht
werden kann. Zum anderen wird der Rand der entstehenden
Öffnung infolge der Bildung von fransenartigen Material
partien unsauber.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Ampulle der eingangs genannten Art zu schaffen, die
es ermöglicht, größere Öffnungsdurchmesser als bisher
realisieren zu können. Diese Aufgabe löst eine Ampulle
mit den Merkmalen des Anspruches 1.
Zum Trennen des Ampullenkopfes vom Ampullenkörper
braucht ersterer nicht mehr um die Längsaschse des
Ampullenkörpers gedreht zu werden. Vielmehr genügt
es, den Ampullenkopf zur Seite hin zu kippen. Dabei
wird die Wand im Grunde der Einschnürung abgerissen.
Der Kraftbedarf für das Kippen des Ampullenkopfes
läßt sich auch bei relativ großem Öffnungsdurchmesser
gut aufbringen, zumal man nicht darauf beschränkt
ist, den Ampullenkopf mit zwei Fingern zu erfassen.
Man kann ihn beispielsweise auch mit dem Handballen
belasten. Ferner erhält man unabhängig vom Öffnungs
durchmesser, also auch bei relativ großen Öffnungs
durchmessern, einen sauberen Rand. Dies dürfte darauf
zurückzuführen sein, daß die Zone reduzierter Wandstär
ke sehr schmal ist.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Einschnürung sind
Gegenstand der Ansprüche 2, 3, 6 und 7.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform schließen sich
beidseitig an die Einschnürung Abschnitte gemäß Anspruch
4 an.
Der Ampullenkopf weist vorzugweise die Merkmale der
Ansprüche 5 und 8 bis 10 auf.
Die vorstehend und auch im nachfolgenden verwendete
Bezeichnung "Ampulle" umfaßt alle flaschenartigen
Behältnisse mit angeformtem Verschlußteil.
Im folgenden ist die Erfindung an Hand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels im einzel
nen erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels
aus einer ersten Blickrichtung
Fig. 2 eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels
aus einer um 90° in Umfangsrichtung versetzten
Blickrichtung.
Eine aus Kunststoff bestehende Ampulle 1 weist einen
zylindrischen Ampullenkörper 2 auf, der an seinem
einen Ende durch einen Boden 3 verschlossen ist.
Sein anderes Ende wird durch einen ebenfalls zylin
drischen, im Durchmesser jedoch reduzierten Endabschnitt
2′ gebildet, dessen Wandstärke gleich derjenigen
des übrigen Teils des Ampullenkörpers 2 ist. Sein
Außendurchmesser beträgt aber nur 50% des Außendurch
messers des übrigen Teils des Ampullenkörpers 2.
Der Übergang zum Endabschnitt 2′ ist, wie die Fig.
1 und 2 zeigen, konisch ausgeführt.
An den Endabschnitt 2′ des Ampullenkörpers 2 schließt
sich eine Einschnürung 4 an, an die sich wiederum
der Ampullenkopf 5 anschließt. Letzterer hat den
gleichen Außendurchmesser wie der Endabschnitt 2′
und ist an dem dem Ampullenkörper 2 abgekehrten Ende
durch eine kugelschalenförmige Materialpartie ver
schlossen. Von der Zylinderform weicht der Ampullen
kopf 5 nur in so weit ab, als in axialem Abstand
von der Einschnürung 4 einander gegenüberliegend
zwei spiegelbildlich gleich ausgebildete Mulden 6
für den Eingriff der den Ampullenkopf 5 erfassenden
Finger vorgesehen sind. Die Mulden 6 haben die Form
von quer zur Längsrichtung der Ampulle 1 verlaufenden
Rinnen. In dieser Richtung erstrecken sich angeformte
Rippen 7, die parallel und im Abstand nebeneinander
angeordnet sind sowie über den Grund der Mulde 6
überstehen, um die beiden Mulden 6 griffiger zu machen.
Die axiale Länge des Ampullenkopfes 5 ist etwa zwei-
bis dreimal so groß wie ihr Außendurchmesser.
Die Einschnürung 4 hat, wie die Fig. 1 und 2 zeigen,
die Form einer Ringnut mit keilförmigem Querschnittspro
fil, wodurch der Grund der Einschnürung 4 eine äußerst
geringe axiale Erstreckung hat. Nur im Bereich dieses
Grundes ist die Stärke der Wand auf einen geringen
Wert reduziert. Die beiden Flanken der Einschnürung
4 schließen im Ausführungsbeispiel einen Winkel von
45° ein. Dabei ist im Ausführungsbeispiel der Winkel
zwischen der Flanke auf der Seite des Ampullenkopfes
5 und einer Radialebene 15°, woraus sich für den
Winkel zwischen der anderen Flanke und der Radialebene
ein Wert von 30° ergibt. Es ist aber selbstverständ
lich auch möglich, beide Winkel gleich groß zu wählen
oder den Winkel auf der Seite des Ampullenkopfes
5 größer als denjenigen auf der anderen Seite zu
machen.
Zum Öffnen der Ampulle 1 wird der Ampullenkopf 5
zur Seite hin gekippt. Der Ampullenkopf 5 kann dabei
mit den Fingern erfaßt werden. Es genügt aber auch,
ihn, beispielsweise mit dem Handballen, zur Seite
zu drücken. Die axiale Länge des Ampullenkopfes 5
ist dabei völlig ausreichend, um die erforderliche
Kraft aufbringen zu können. Das Kippen des Ampullenkop
fes 5, das durch die Keilform des Querschnittsprofils
der Einschnürung 4 begünstigt wird, hat zur Folge,
daß Kunststoff im Bereich des Grundes der Einschnürung
4, welcher die Solltrennstelle definiert, abgerissen
wird. Dieses Abreißen ist, da die Zone verminderter
Wandstärke eine sehr geringe axiale Erstreckung hat,
möglich, ohne daß dabei fransenartige Materialpartien
längs des Öffnungsrandes entstehen, der nach dem
Abtrennen des Ampullenkopfes 5 vorhanden ist.
Wegen des relativ großen Innendurchmessers dieser
Öffnung läßt sich nunmehr der Inhalt der Ampulle
1 dem Ampullenkörper 2 problemlos entnehmen.
Die Herstellung der Ampulle 1 und das Einbringen
des Inhaltes kann nach einem der bekannten Verfahren
erfolgen.
Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten sowie
auch die nur allein aus der Zeichnung entnehmbaren
Merkmale sind als weitere Ausgestaltungen Bestandteile
der Erfindung, auch wenn sie nicht besonders hervor
gehoben und insbesondere nicht in den Ansprüchen
erwähnt sind.
Claims (9)
1. Ampulle aus Kunststoff mit einem angeformten,
ohne Werkzeug vom Ampullenkörper trennbaren Ampul
lenkopf, wobei im Bereich der Trennstelle die
Dicke der Wand reduziert ist, dadurch gekennzeich
net, daß
- a) ein den Übergang vom Ampullenkörper (2) zum Ampullenkopf (5) bildender Abschnitt in Form einer sich radial nach innen keilförmig verjün genden Einschnürung (4) ausgebildet ist,
- b) der Grund dieser Einschnürung (4) die Trennstelle bildet,
- c) die verringerte Wandstärke auf die die Trennstelle bildende Ringzone beschränkt ist.
2. Ampulle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Winkel, den die beiden Flanken der Einschnü
rung (4) einschließen, höchstens 90°, vorzugsweise
höchstens 75°, beträgt.
3. Ampulle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die eine Flanke der Einschnürung (4) mit einer
Radialebene einen Winkel von 15°, die andere einen
Winkel von 30° einschließt.
4. Ampulle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die sich beidseitig an die
Einschnürung (4) anschließenden Abschnitte (2′, 5)
einen gleichen Durchmesser haben.
5. Ampulle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ampullenkopf (5) den gleichen Durchmesser
wie der sich an die Einschnürung anschließende
Abschnitt hat.
6. Ampulle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einschnürung (4) an ihrem
Grund auf einen Durchmesser reduziert ist, der
zwischen 50% und 80% des Durchmessers der sich
anschließenden Abschnitte (2′, 5) beträgt und
vorzugsweise bei 65% liegt.
7. Ampulle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der sich an die Einschnürung
(4) anschließende Abschnitt (2′, 5) einen Durchmesser
hat, der höchstens um 60%, vorzugsweise um etwa
50%, kleiner ist als der Außendurchmesser des
Ampullenkörpers (2).
8. Ampulle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ampullenkopf einander
gegenüberliegend je eine sich in Querrichtung
erstreckende Mulde (6) aufweist.
9. Ampulle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grund der Mulden (6) mit im Abstand nebenein
ander liegenden und sich in Querrichtung erstrecken
den, über den Muldengrund nach außen überstehenden
Rippen (7) versehen ist.
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