DE3830141C1 - Method and apparatus for working the growth between the rows of young standing maize plants in maize-cultivation areas - Google Patents

Method and apparatus for working the growth between the rows of young standing maize plants in maize-cultivation areas

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DE3830141C1 DE19883830141 DE3830141A DE3830141C1 DE 3830141 C1 DE3830141 C1 DE 3830141C1 DE 19883830141 DE19883830141 DE 19883830141 DE 3830141 A DE3830141 A DE 3830141A DE 3830141 C1 DE3830141 C1 DE 3830141C1
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bearbeiten des Bewuchses zwischen den in Reihen stehenden jungen Maispflanzen auf Maisanbauflächen, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Derzeit sind zwei Anbaumethoden für Mais bekannt. Einmal wird das Feld direkt vor dem Maisanbau gepflügt und weiterbearbeitet, z.B. geeggt, wonach die Maiskörner in Reihen in das Feld eingebracht werden. Bei dieser Anbaumethode ist eine hohe Verunkrautung gegeben, so daß die jungen Maispflanzen in ihrem Wachstum durch überwucherndes Unkraut behindert werden, so daß eine Unkrautbekämpfung durch Pflanzenschutzmittel zwingend erforderlich ist. Nachteilig ist auch, daß die Ackerkrume längere Zeit offen daliegt und der Erosion von Wind und Wasser ausgesetzt ist, was zu beträchtlichen Schäden führt. Im Extremfall können der Samen bzw. die jungen Pflanzen ausgeschwemmt bzw. verweht werden. Bei der zweiten Methode wird das Feld nicht gepflügt und es werden z.B. in einen Grasbewuchs parallele Bahnen eingefräst, in die die Maiskörner abgelegt werden, wobei vorher der Grasbewuchs totgespritzt wird. Wenn nicht gespritzt wird, werden die jungen Maispflanzen überwuchert und ersticken, so daß zur Bekämpfung des Bewuchses zumindest zu einem späteren Zeitpunkt Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden müssen, die den Bewuchs zwischen den Maispflanzen niedrig halten bzw. absterben lassen, wobei jedoch durch das Wurzelwerk eine Erosion verhindert wird. Da der Einsatz der Pflanzenschutzmittel mehr oder weniger flächendeckend notwendig ist, entstehen einerseits hohe Kosten, andererseits ist der flächendeckende Einsatz von Pflanzenschutzmitteln aus ökologischen Gründen unerwünscht, da die Gefahr besteht, daß das Grundwasser und der Boden verunreinigt wird.
Ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der US-PS 30 82 829 bekannt. Hierbei wird der Zwischenraum zwischen den in Reihen stehenden jungen Maispflanzen durch ein rotierendes, mit radial angeordneten Schraubenfedern versehenes Jätgerät bearbeitet, wobei der Boden gelockert und die Pflanzen mit ihren Wurzeln ausgerissen werden. Durch die zwangsweise Bodenlockerung wird der Bodenerosion Vorschub geleistet.
Aus der US-PS 37 57 500 ist ein Rasenmäher in Form eines Traktors mit zentralem Mähwerk bekannt, dem zur Vergrößerung des in einer Fahrtrichtung gemähten Streifens eine Anhängvorrichtung mit zwei seitlichen, in ihrem Abstand zueinander verstellbaren Mähwerken zugeordnet ist. Die zusätzlichen Mähwerke weisen Einzelgehäuse auf mit einer Ausgabeöffnung, durch die das Mähgut in einem schmalen Streifen abgelegt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bearbeiten des Bewuchses zwischen mit in Reihen stehenden jungen Maispflanzen auf Maisanbauflächen anzugeben, das einerseits eine Bodenerosion verhindert, andererseits den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unnötig macht oder auf ein Mindestmaß reduziert und das es dennoch ermöglicht, daß die jungen Maispflanzen ohne Behinderung wachsen können.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 2 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen der Vorrichtung unter Bezug auf schematische Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Vorrichtung mit Einzelmähwerken in Form von Drehmessern in Draufsicht,
Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 in Seitenansicht,
Fig. 3 eine Vorrichtung als Spindelmähwerke ausgestatteten Einzelmähwerken in Seitenansicht.
Die Vorrichtung weist einen Trägerbalken 1 auf, der auf nicht dargestellte Weise mit einem selbstfahrenden Geräteträger oder direkt über ein Gestänge mit einem Traktor verbunden werden kann. Auf dem Trägerbalken 1 sind entlang seiner Längsachse verschiebbare Halter 2 angeordnet. Die Halter 2 können auf beliebige bekannte Weise ausgeführt sein, z.B. als den Trägerbalken 1 umfassende zylindrische Büchsen 3 (Fig. 1) oder als um eine Drehachse schwenkbare, aus zwei Teilen bestehende Klammern, die durch einen bekannten Schnellverschluß geschlossen und gespannt werden können (in Fig. 2 angedeutet). Der Trägerbalken 1 kann auch einen unrunden Querschnitt (siehe Fig. 3) aufweisen, derart, daß die Halter 2, die einen entsprechenden Vorsprung aufweisen, gegen eine Drehbewegung um den Trägerbalken 1 gesichert sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel wie es in Fig. 2 dargestellt ist, sind am Halter 2 mit ihren einen Enden parallele Lenker 5 angelenkt, deren andere Enden mit einer Hohlbuchse 6 gelenkig verbunden sind. Innerhalb der Hohlbuchse 6, die eine im wesentlichen senkrechte Ausrichtung hat, ist ein Stab 7 höhenverstellbar und arretierbar angeordnet. Am unteren Ende des Stabes 7 ist ein Stützrad 8 angeordnet. Zur Höhenverstellung des Stabes 7 und damit des Stützrades 8 kann der Stab 7 ein Außengewinde und die Hohlbuchse 6 ein Innengewinde aufweisen. Zur Verstellung des Stabes 7 mit Außengewinde innerhalb des Innengewindes der Hohlbuchse 6, kann der Stab 7 an seinem freien Ende eine Handkurbel 9 (vgl. Fig. 3) aufweisen. An der Hohlbuchse 6 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel in Fig. 2 ein Träger 10 eines Schutzgehäuses 11 befestigt. Das Schutzgehäuse 11 weist zwei paralle Seitenwände 12 und eine vorzugsweise ausschwenkbare Rückwand 13 und einen mit den Seitenwänden 12 verbundenen Deckel 14 auf. Nach vorn und nach unten ist das Schutzgehäuse 11 offen. Die Seitenwände 12 weisen nach vorn gerichtete Vorsprünge 15 auf, deren Funktion unten beschrieben wird.
Innerhalb des Schutzgehäuses 11, im offenen Bodenbereich, sind vorzugsweise zwei Drehmesser 16 auf aus dem Schutzgehäuse 11 geführten Drehachsen 17 angeordnet. Am aus dem Schutzgehäuse 11 herausgeführten Ende der Drehachsen 17 sind Riemenscheiben 18 gegebenenfalls auswechselbar befestigt.
Bei der Aussaat von Mais werden üblicherweise gleichzeitig vier Reihen gesät. Die Vorrichtung gemäß Fig. 1 weist entsprechend drei innere Einzelmähwerke 19 mit zwei Drehmessern 16 und außen liegende Einzelmähwerke 20 mit einem einzigen Drehmesser 16 auf. Die Einzelmähwerke 19 und 20 werden entsprechend dem Abstand der Maispflanzenreihen, die bei einer Fahrt der Maissämaschine gesät worden sind, ausgerichtet. Da die Fahrt der Sämaschine bei der nächsten Aussaat von vier Reihen nicht absolut parallel zu der ersten Fahrtstrecke sein kann, sind an den Rändern nur Einzelmähwerke 20 mit einem Drehmesser 16 vorgesehen, damit gegebenenfalls bei geringerem Seitenabstand nicht die Maispflanzen der nächsten, während einer anderen Fahrt der Sämaschine gesäten Reihe gemäht werden.
Sofern zwei Drehmesser 16 in einem Schutzgehäuse 11 angeordnet sind, kann dies derart erfolgen, daß sich die Drehmesser 16 während ihrer Drehbewegungen nicht berühren oder sie können sich auf ihrer Drehbewegung teilweise überlappen. Bei letzterem muß sichergestellt werden, beispielsweise durch eine Zahnradverzahnung (nicht dargestellt), die die Drehachsen 16 verbindet, daß die Drehmesser 16 gegeneinander versetzt angeordnet sind (z.B. um 90°).
Um die Riemenscheiben 18 ist ein Treibriemen 21 derart geschlungen, daß die in einem Schutzgehäuse 11 angeordneten Drehmesser 16 eine gegensinnige Laufrichtung aufweisen. Der Treibriemen 21 ist über zwei Spannungsscheiben 22 (Fig. 1) geführt, die zur Aufrechterhaltung der Spannung des Treibriemens 21 dienen. Eine der Drehachsen 17 bzw. deren Riemenscheibe 18 ist über eine nicht dargestellte Transmission mit dem Antrieb des nicht dargestellten Geräteträgers oder Traktors kuppelbar verbunden.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Halter 2 nicht um den Trägerbalken 1 drehbar. Um das Einzelmähwerk 19 bzw. 20 in der Höhe zum Boden verstellen zu können, ist der obere Lenker 5′ als Locheisen ausgeführt, der z.B. mittels einer beliebigen Stiftverbindung am Halter 2 befestigt werden kann. Mit dieser Höhenverstellung wird die gewünschte Höhe der Einzelmähwerke 19, 20 voreingestellt, so daß nicht die ganze Belastung auf die Stützräder 8 übertragen wird, wie das bei beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 der Fall ist. Bei dem Einzelmähwerk 19, 20 gemäß Fig. 3 handelt es sich um Spindelmähwerke 24, deren jeweilige Achsen 23 parallel zum Trägerbalken 1 angeordnet sind. Auch hier werden die Einzelmähwerke über Riemenscheiben und Treibriemen gemeinsam von einem mit dem Antriebsfahrzeug kuppelbaren Antrieb angetrieben.
Für Leerfahrten kann der Trägerbalken 1 anhebbar sein, so daß alle Einzelmähwerke 19, 20 in einem größeren Abstand zum Boden angeordnet sind oder es können die Einzelmähwerke 19, 20 mit ihrem Halter 2 oder gegebenenfalls am Halter 2 nach oben hin verschwenkbar angeordnet sein.
Wenn der Mais gleichzeitig in vier Reihen in eine Grasnarbe eingefräst gesät worden ist, wächst die Grasnarbe zunächst bedeutend schneller als die junge Maispflanze. Um diese jungen Maispflanzen nicht durch das Gras überwuchern zu lassen und ihnen Luft zum Wachsen zu geben, wird gemäß der Erfindung der Zwischenraum zwischen den Maispflanzenreihen gemäht, wobei vorzugsweise das Mähgut so gleichmäßig über die Mähfläche abgelegt wird, daß durch das absterbende Mähgut der Bewuchs darunter mindestens verzögert wird, wenn nicht sogar ganz unterbleibt, d.h. abstirbt. Um beim Mähen die jungen Maispflanzen einerseits zu schützen, andererseits möglichst viel von dem zum mähenden Gras den Drehmessern 16 bzw. den Spindelmähwerken 24 zuzuführen, sind die Vorsprünge 15 vorgesehen. Sie sind etwas gebogen (siehe Fig. 1) ausgeführt und kragen auch seitlich etwas vor, damit zusätzliches Mähgut den Drehmessern bzw. den Spindelmähwerken zugeleitet werden kann. Diese Vorsprünge 15 können wie dargestellt ein Teil der Seitenwände 12 sein oder in Form von gebogenen Blattfedern oder auf sonstige beliebige Weise gestaltet sein.
Im Falle des Einsatzes von Drehmessern 16 können diese Strömungskanten 25 aufweisen, so daß innerhalb des Schutzgehäuses 11 eine nach hinten gerichtete Strömung mittels zusätzlicher nicht dargestellter Leitbleche derart erzielt wird, daß das Mähgut durch in der Rückwand 13 ausgeführte Ausgabeöffnungen flächendeckend zwischen den Maispflanzenreihen abgelegt wird.
Sofern der Unkrautwuchs in den Maispflanzenreihen so stark ist, daß die Gefahr besteht, daß er das Wachstum der Maispflanzen behindert, kann die Vorrichtung noch Sprühdüsen zum Verspritzen von Pflanzenschutzmitteln in einem sehr schmalen Streifen aufweisen, so daß der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln - sofern notwendig - dadurch minimiert ist.
Die Abstände der Pflanzenreihen sind durch die üblichen Sämaschinen vorgegeben. Die Breite der Schutzgehäuse 11 ist etwas geringer als der Reihenabstand. Wenn gleichzeitig mehr als vier Reihen gesät werden, muß die Anzahl der Einzelmähwerke 20 entsprechend erhöht werden. Es versteht sich von selbst, daß auch bei der Verwendung von Spindelmähwerken 24 die außen liegenden Einzelmähwerke 20 etwa halb so groß sind wie die inneren Einzelmähwerke 19.

Claims (9)

1. Verfahren zum Bearbeiten des Bewuchses zwischen den in Reihen stehenden jungen Maispflanzen auf Maisanbauflächen, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewuchs im Zwischenraum zwischen den Maispflanzenreihen gemäht wird und daß das Mähgut den Zwischenraum überdeckend abgelegt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere im Seitenabstand verstellbare Einzelmähwerke (19, 20) an einem an einem Antriebsfahrzeug befestigten bzw. ankuppelbaren Trägerbalken (1) angeordnet sind, daß Stützräder (8) vorgesehen sind und daß in einem Schutzgehäuse (11) der jeweiligen Einzelmähwerke (19, 20) eine derartig gestaltete Ausgabeöffnung für das Mähgut vorgesehen ist, daß es flächig über die durch das jeweilige Einzelmähwerk (19, 20) gemähte Fläche ausgebreitet wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle Einzelmähwerke (19, 20) durch eine Transmission von einem gemeinsamen Antrieb angetrieben werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelmähwerke (19, 20) höhenverstellbar angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelmähwerke (19, 20) in einem Schutzgehäuse (11) angeordnete Drehmesser (16) mit Strömungsflügeln (25) in der Art von Rasenmähern sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens teilweise in einem Schutzgehäuse (11) zwei gegensinnig laufende Drehmesser (16) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelmähwerke (19, 20) Spindelmähwerke (24) sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Schutzgehäuse (11) mit einem oder mehreren Einzelmähwerken (19, 20) mindestens ein Stützrad (8) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an den in Fahrtrichtung vorderen Seitenwänden (12) des Schutzgehäuses (11) vorkragende, als Leitbleche dienende Vorsprünge (15) angeordnet sind.
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