DE3830657C2 - Vorrichtung zur Beeinflussung des keramischen Massestromes in Schneckenpressen mit Kompressionskammer - Google Patents
Vorrichtung zur Beeinflussung des keramischen Massestromes in Schneckenpressen mit KompressionskammerInfo
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- B28B3/20—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor wherein the material is extruded
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beeinflussung des
keramischen Massestromes in Schneckenpressen mit Kompressionskammer.
Unter "Kompressionskammer" ist die konische Erweiterung mit
anschließender konischer Verengung des zylindrischen Preßkanals
der Schneckenstrangpresse zu verstehen.
Derartige Schneckenpressen werden für die Fertigung von stranggezogenen
Bauteilen, insbesondere aus oxid- oder sonderkeramischen
Rohstoffen für die Elektroindustrie, für die Katalysatorenfertigung
oder die Herstellung ähnlicher Produkte in der
technischen Keramik eingesetzt.
Für die Fertigung von derartigen Erzeugnissen sind zwei gegensätzliche
Herstellungsverfahren bekannt.
Zum einen werden die keramischen Formteile auf periodisch
arbeitenden Stempelpressen aus entsprechend aufbereiteten
pulverförmigen Rohstoffen unter hohem Druck ausgepreßt.
Im Gegensatz hierzu gewinnt jedoch das kontinuierliche
steifplastische Verpressen von oxid- und sonderkeramischen
Massen, die durch geeignete Zusätze plastifiziert wurden,
in Schneckenpressen immer größere Bedeutung.
Bedingt durch die zu verpressenden Massen, die keine all
seitig gleichmäßige Druckverteilung ermöglichen, sowie der
durch die Preßschnecke verursachten ungleichmäßigen Strö
mung der Masse können unterschiedliche Verdichtungen und
unerwünschte Texturen in der Masse auftreten.
Eine Vorrichtung, die eine gleichmäßigere Verdichtung beim
Strangpressen in Schneckenpressen bewirken soll, ist bei
spielsweise in dem SU-Urheberschein 6 74 913 beschrieben.
Hierbei ist nach der Preßschnecke in der Kompressionskammer
ein über Speichen befestigtes Einsatzstück angeordnet. Durch
die konische Ausbildung desselben, wobei die Neigung des
Einsatzstückes zum Pressenaustritt gerichtet ist, soll der
zentrale durch die Preßschnecke geringer verdichtete Masse
strom eine zusätzliche Verdichtung erfahren und somit eine
Qualitätsverbesserung des Endproduktes erreicht werden.
Diese für das Verpressen von Betonmassen vorgesehene Lösung
setzt eine relativ weiche fließfähige Konsistenz der Masse
voraus und ist somit auf das Verpressen von steifplastischen
keramischen Massen nicht übertragbar.
Zur Verminderung der Nachteile unterschiedlicher Kompressionen
in einer Schneckenstrangpresse schlägt die DE 10 69 052 vor, in
der Kompressionskammer einer derartigen Presse eine in axialer
Richtung zur Förderschnecke schwingende, siebartig gelochte
Platte nachzuschalten. Es wird weiterhin vorgeschlagen, daß die
Schnecke selbst in entgegengesetzter Richtung zu der gelochten
Platte axial schwingt. Die DD 22 522 schlägt zur Lösung des
Kompressionsproblems in Schneckenstrangpressen vor, der Förderschnecke
einen Innenschwinger aus einer aus Drähten oder Stäben
gebildeten Gitterplatte nachzuschalten, der im Betrieb eine hin-
und herschwingende Drehbewegung ausführt. Die Preßschnecke wird
hierbei über eine Hohlwelle und der Innenschwinger mittels einer
weiteren, in dieser Hohlwelle gelagerten Welle angetrieben. Ein
Nachteil der beiden zuletzt beschriebenen Anordnungen besteht
darin, daß die zu verarbeitende Masse in die Lager der sich
bewegenden oder schwingenden Bauteile der Schneckenstrangpresse
eindringen kann und diese blockiert werden oder festfressen.
Ziel der Erfindung ist es, durch Beeinflussung des Masse
stromes hinsichtlich seiner Fördergeschwindigkeit eine
gleichmäßigere Verdichtung der Masse über den Querschnitt
sowie eine Verringerung von Texturen zu erreichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, über eine gezielte
Veränderung des freien Durchflußquerschnittes in der Kom
pressionskammer die Fördergeschwindigkeit des Massestromes,
bezogen auf dessen Querschnitt, zu beeinflussen und damit
gleichzeitig auftretende durch die Preßschnecke bedingte
Texturen zu minimieren.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
- a) in der radialen Teilungsebene der Kompressionskammer zwei gegeneinander verstellbare Platten mit unterschiedlich ausgebildeten Durchbrüchen angeordnet sind,
- b) der freie Querschnitt der Platten mittels Verstellung derselben veränderbar ist,
- c) eine der Platten mit einer Getriebestufe ausgerüstet ist,
- d) die Durchbrüche einen Winkel, vorzugsweise zwischen 10 und 15°, aufweisen können, so daß die Durchbrüche beider Platten einen Winkel von 20 bis 30° bilden, und
- e) in einer Kompressionskammer mit einer zweiten radialen Teilungsebene ein zweites Paar Platten angeordnet sein kann
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der
vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der folgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen und der dazugehörigen
Figuren.
Dabei zeigt
Fig. 1 die schematische Anordnung der Vorrichtung in einer
Schneckenpresse;
Fig. 2 eine Schneckenpresse mit je einer Vorrichtung in jeder
radialen Teilungsebene;
Fig. 3 Einzelheit A nach Fig. 1;
Fig. 4 Einzelheit B nach Fig. 2;
Fig. 5 die Stellung der Platten mit maximaler Öffnung
der Durchbrüche;
Fig. 6 die Stellung der Platten mit minimaler Öffnung
der Durchbrüche.
Wie in Fig. 1 und 2 schematisch dargestellt, weist die
Schneckenpresse 1 unmittelbar nach der Preßschnecke 2 eine
konische Erweiterung auf, die die Kompressionskammer 3 bil
det. In bekannter Weise verringert sich nach der maximalen
Erweiterung die Kompressionskammer 3 wieder bis auf den
Durchmesser des Preßkanals 4. Es kann aber auch, wie aus
Fig. 2 ersichtlich, nach der maximalen Erweiterung der Kom
pressionskammer 3 ein Beruhigungsabschnitt 5 zwischengeschal
tet sein. Die radiale Teilung der Kompressionskammer 3 ist
jeweils in den Bereich der maximalen Erweiterung gelegt,wo
bei über Flansche 6; 6′ und Schrauben 7 eine sichere Ver
bindung der einzelnen Abschnitte der Kompressionskammer 3
erfolgt. Im Bereich dieser Verbindungsstelle sind zwei Plat
ten 8; 8′ angeordnet, die sich mit ihrem äußeren Rand an den
Flanschen 6; 6′ abstützen (Fig. 3).
Die Lagerung der Platte 8′ ist dabei drehbar ausgebildet.
Durch die geschliffene Ausführung der anliegenden Seiten von
Platte 8, 8′ ist auch ein Verstellen der Platte 8′ bei mit
Masse gefüller Kompressionskammer 3 möglich. Hierzu besitzt
die Platte 8′ einen über die Flansche 6; 6′ hinaus verlän
gerten Ansatz 9 mit Schneckenradverzahnung, die ihrerseits
mit der Schnecke 10 eine Getriebestufe bildet, so daß die
Platte 8′ über Schnecke 10 (Fig. 4) von außen verstellbar
ist.
Fig. 5 zeigt die Anordnung der Durchbrüche 11 in den Plat
ten 8; 8′. In der hier dargestellten Lage der Platten 8; 8′
weisen die Durchbrüche 11 den maximalen freien Querschnitt
auf. Zum besseren Verständnis ist hierbei der freie Durch
gang durch eine Schraffur verdeutlicht.
Die Anordnung der Durchbrüche 11 ist dabei so gewählt, daß
jeweils der innere und der äußere Bereich der Platten 8; 8′,
auch bei Verdrehen der Platte 8′, die gleiche freie Durch
gangsfläche beibehält. Demgegenüber wird im mittleren Ab
schnitt durch die teilweise Abdeckung der auf den Teilkrei
sen 12; 12′; 12′′ angeordneten Durchbrüchen 11 der freie
Durchgang verändert, so daß eine stufenlose Einstellung der
freien Durchgangsfläche im mittleren Abschnitt möglich ist.
Die maximale Veränderung der Durchgangsfläche ist in Fig. 6
dargestellt.
Mit dieser Variabilität der freien Durchgangsfläche wird
zum einen die durch die Preßschnecke 2 auftretende Schneck
entextur aufgebrochen und andererseits eine zielgerichtete
Beeinflussung der Geschwindigkeit des Massestromes erreicht.
Damit ist es möglich, die dem Massestrom eigene, über den
Querschnitt unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten, die
im mittleren Bereich gegenüber den äußeren Bereichen er
höht ist, in Abhängigkeit von der zu verpressenden Masse
optimal über den gesamten Querschnitt des Massestromes zu
vergleichmäßigen.
Als vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn die Durch
brüche 11 unter einem Winkel von etwa 10 bis 15° eingebracht
werden und die Platten 8; 8′ so angeordnet werden, daß die
Durchbrüche 11 gegeneinander angestellt einen spitzen Win
kel von 20 bis 30° bilden.
Bezugszeichenliste
1 Schneckenpresse
2 Preßschnecke
3 Kompressionskammer
4 Preßkanal
5 Beruhigungsabschnitt
6; 6′ Flansch
7 Schraube
8; 8′ Platte
9 Ansatz
10 Schnecke
11 Durchbruch
12; 12′; 12′′ Teilkreis
2 Preßschnecke
3 Kompressionskammer
4 Preßkanal
5 Beruhigungsabschnitt
6; 6′ Flansch
7 Schraube
8; 8′ Platte
9 Ansatz
10 Schnecke
11 Durchbruch
12; 12′; 12′′ Teilkreis
Claims (1)
- Vorrichtung zur Beeinflussung des keramischen Massestromes in Schneckenpressen mit Kompressionskammer, enthaltend folgende Merkmale:
- a) in der radialen Teilungsebene der Kompressionskammer (3) sind zwei gegeneinander verstellbare Platten (8; 8′) mit unterschiedlich ausgebildeten Durchbrüchen (11) angeordnet;
- b) der freie Querschnitt der Platten (8; 8′) ist mittels Verstellung derselben veränderbar;
- c) eine der Platten (8; 8′) ist mit einer Getriebestufe ausgerüstet;
- d) die Durchbrüche (11) können einen Winkel, vorzugsweise zwischen 10 bis 15°, aufweisen, so daß die Durchbrüche (11) beider Platten (8; 8′) einen Winkel von 20 bis 30° bilden;
- e) in einer Kompressionskammer (3) mit einer zweiten radialen Teilungsebene kann ein zweites Paar Platten (8; 8′) angeordnet sein.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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| Country | Link |
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| MX338498B (es) * | 2011-04-28 | 2016-04-20 | Sumitomo Chemical Co | Aparato para moldeo por extrusion y metodo de fabricacion para un cuerpo moldeado con forma de panal, crudo, utilizando el mismo. |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Also Published As
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|---|---|
| DD267948A1 (de) | 1989-05-17 |
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