DE3831020A1 - Kaemmaschine - Google Patents
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Description
Die Erfindung richtet sich auf eine Kämm-Maschine ins
besondere zum Kämmen von Baumwolle, mit einer mit we
nigstens einem Kämm-Segment versehenen Kämmwalze, mit
Zuführeinrichtungen für den zu kämmenden Faserbart und
mit einer Ober- und einer Unterzange zum Halten des
Faserbartes während des Eingriffes des Kämm-Segments,
wobei Ober- und/oder Unterzange um eine über dem
Kreiskamm liegende Achse vor- und rückwärts schwenkbar
gelagert sind.
Eine Bauart mit einer derart pendelnd aufgehängten
Zangenanordnung wird als Bauart nach Nasmith bezeich
net. Eine derartige Konstruktion wird z. B. in der
DE-PS 11 61 185 abgehandelt.
Ungeachtet dieser speziellen Bauart sind herkömmlichen
Kämm-Maschinen in der Regel so ausgelegt, daß der dem
Faserbart zuführende Teil der Maschine hin- und herbe
wegt wird, um im Wechselspiel ein Eingreifen des Kämm
segments und darauffolgend das Zu- bzw. Abführen des
Faserbarts taktweise zu ermöglichen. Durch diese Hin
und Herbewegung einer relativ großen, trägen Masse
wird die Arbeitsgeschwindigkeit der Kämmaschine we
sentlich begrenzt.
Bei Woll-Kämmaschinen ist es bereits bekannt, den
Kämmaschinenkopf schwenkbar zu lagern, wobei dort je
doch die Abzugswalzen hin- und hergefahren werden müs
sen, da der Schwenklagerpunkt des Kämmaschinen-Kopfes
relativ weit im Bereich der Zuführanordnung liegt und
dementsprechend aus Raumgründen die Abzugswalzen weg
gefahren werden müssen, wenn das Kämmsegment in den
Faserbart eingreifen soll.
Aus der US-PS 39 22 757 ist eine exzentrische Lagerung
des Kämmsegments zur Erzielung einer gewünschten Ein
griffsgeometrie bekannt. Der Kämmkopf mit der Zangen
anordnung wird jedoch in herkömmlicher Weise hin- und
herbewegt.
Aus der DE-OS 28 45 245 ist eine Kämmaschine mit orts
festen Abzugswalzen, jedoch hin- und herschwingen der
Zange bekannt. In dieser Druckschrift wird bereits auf
das Problem hingewiesen, daß die Leistungsfähigkeit
herkömmlicher Kämmaschinen durch die aufgrund des in
termitierenden Betriebes auftretende Schwingungserre
gung begrenzt sei, deren Größe wesentlich von den Mas
sebeschleunigungskräften der schwingend bewegten Zange
abhängig sei. Zur Lösung dieser Problematik wird dort
eine zweite Antriebskurbel für die Unterzangenplatte
vorgeschlagen.
Aus der DE-OS 29 40 366 ist eine Flachkämm-Maschine
mit einer durch ein Gelenkgetriebe angetriebenen Zan
genanordnung bekannt, die an einem Hängependel befe
stigt ist, dessen Schwenklagerpunkt etwas vor dem
Drehpunkt des Kämmsegments zwischen diesem und den
Abzugswalzen angeordnet ist.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, den Antrieb für Ober- und Unterzange so auszu
gestalten, daß dieser unter weitestgehendem Verzicht
auf hin- und herbewegte Massen realisiert wird, wobei
eine solche Bewegungskinematik erreichbar sein soll,
daß mit ortsfest gelagerten Abzugswalzen und einer
konstruktiv einfachen Zuführeinrichtung gearbeitet
werden kann, wobei durch Minimierung der bewegten Mas
sen und des Synchronisationsaufwandes bei konstruktiv
einfacher Realisierbarkeit eine hohe Arbeitsgeschwin
digkeit erzielbar sein soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
der Antrieb für die Schwenkbewegung von Ober- und/oder
Unterzange direkt über einen Nockenantrieb von dem An
trieb der Kämmwalze abgeleitet ist.
Hierdurch wird erreicht, daß ohne aufwendigen Getrie
bezug bei einer Minimierung der bewegten Massen eine
Übertragung der Drehbewegung bzw. einer Umsetzung die
ser Bewegung in die Öffnungs- und Schließbewegung der
Zangenanordnung erfolgt.
Vorteilhafterweise ist vorgesehen, daß der Nockenan
trieb eine Nockenscheibe und eine federbeaufschlagten,
ein drehbar gelagertes Tastrad tragenden Schwenkhebel
umfaßt. Dabei ist die Nockenscheibe günstigerweise auf
der die Kämmwalze tragenden Welle angeordnet. Hier
durch wird eine sehr gedrungene Bauart realisierbar,
welche kurze und verlustarme Übertragungswege ermög
licht.
Das freie Ende des Schwenkhebels kann an dem Unterzan
genträger angreifen, der um eine Achse vor und ober
halb der Drehachse der Kämmwalze schwenkbar gelagert
ist. Eine derartige Schwenklagerposition ist aus dem
Stand der Technik an sich bekannt. Demgegenüber ist
aber neu, die Ableitung und Übertragung der Antriebs
kraft für die Schwenkbewegung des Unterzangenträgers.
Günstigerweise ist nach einem weiteren Merkmal der Er
findung die Oberzange an einem Oberzangenträger befe
stigt, der um ein Schwenklager an dem Unterzangenträ
ger schwenkbar gelagert ist. Dabei ist vorteilhafter
weise mit dem Oberzangenträger ein Führungsansatz ver
bunden, der über eine Nockenführung geführt ist. Durch
diese Geometrie wird erreicht, daß mit einer Schwenk
bewegung, die auf den Unterzangenträger über den
Schwenkhebel übertragen wird, auch eine koordinierte,
relative Schwenkbewegung des Oberzangenträgers mit dem
Unterzangenträger und gleichzeitig relativ zu diesem
verursacht wird, so daß hierdurch eine pendelnde Hin
und Herbewegung der Zangenanordnung und gleichzeitig
eine Schließbewegung derselben erreicht wird. Diese
Konstruktion ermöglicht es also, die Abzugswalzen
ortsfest zu lagern und gleichwohl einen sicheren Abzug
des Faserbartes zu gewährleisten, wobei ein problemlo
ser Eingriff des Kämmsegments in der Kämmphase möglich
ist. Durch die vorgesehene Nockenführung des Führungs
ansatzes kann eine ganz spezifische Relativbewegung
der Ober- und Unterzange unter Anpassung an die spe
zielle Kämmaufgabe realisiert werden.
Eine einfache Möglichkeit der Realisierung besteht da
rin, daß der Führungsansatz einen Führungsbolzen auf
weist, der in eine in einer Führungsplatte ausgebilde
te, sich bogenförmig erstreckende Führungsnut ein
greift. Zur Erzielung der gewünschten Führungswirkung
muß die Führungsplatte naturgemäß maschinengestellsei
tig festgelegt sein.
Um eine freie Übertragung der Schwenkbewegung des
Schwenkhebels zu ermöglichen, ist vorgesehen, daß das
freie Ende des Schwenkhebels ein sich parallel zu des
sen Längsachse erstreckendes Langloch aufweist, in
welches mit Längsspiel ein Führungskörper der mit dem
Unterzangenträger verbundenen Welle eingreift. Zur Er
zielung eines definierten Anpreßdruckes von Oberzange
und Unterzange relativ zueinander im Fließzustand ist
vorgesehen, daß der Führungsansatz relativ zum Ober
zangenträger um eine Achse schwenkbar gelagert ist,
und zwischen diesen eine Feder angeordnet ist, die so
dimensioniert ist, daß bei der Bewegungsübertragung
zwischen den Endstellungen eine quasi starre Winkel
verbindung ausgebildet wird, während in dem dem
Schließzustand der Zangenanordnung entsprechenden End
zustand die Feder zur Erzielung der erforderlichen
Schließkraft elastisch ausgelenkt wird.
Vorteilhafterweise ist die Feder als Blattfeder ausge
bildet und in Schlitze des Oberzangenträgers bzw. des
Führungsansatzes eingesetzt. Auf diese Weise kann be
sonders einfach die gewünschte Federcharakteristik
realisiert werden.
Die Feder des Nockenantriebes, welche auf das untere
freie Ende des Schwenkhebels wirkt, ist vorzugsweise
als Zugfeder, insbesondere als Schraubenfeder ausge
bildet.
Zur Erzielung einer möglichst einfach aufgebauten und
gleichwohl wirksamen Zuführung des Faserbartes ist
vorgesehen, daß eine Zuführwalze an dem Unterzangen
träger drehbar gelagert ist, daß mit der Zuführwalze
drehfest verbunden und hierzu konzentrisch angeordnet
wenigstens ein Zahnrad angeordnet ist, welches bei der
Schwenkbewegung des Unterzangenträgers in Eingriff
steht mit einem ortsfesten, maschinengestellseitig
festgelegten Zahnsegment, und daß zwischen Zahnrad und
Zuführwalze in an sich bekannter Weise ein Freilauf
angeordnet ist, dessen Freilaufrichtung so gewählt
ist, daß die Freilaufwirkung bei der der Zuführbewe
gung der Zuführwalze entgegengesetzten Bewegung wirk
sam wird. Als Freilauf im weitesten Sinn des Wortes
kann auch eine Zahnklinkenanordnung o. dgl. eingesetzt
werden.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfin
dung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines
bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Aufsicht auf den erfindungs
wesentlichen Teil einer erfindungsgemäßen Kämm
maschine
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 1 und
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie B-B in Fig. 1.
Eine in der Zeichnung dargestellte Kämmaschine umfaßt
eine Kämmwalze 1 mit einem Kämmsegment 2 mit einer nur
schematisch angedeuteten, aus der DE-PS 30 07 245 an
sich bekannten Sägezahngarnitur 3 sowie mit einem Aus
gleichsgewicht 4, welches durch Schrauben 5 an dem
Grundkörper der Kämmwalze 1 befestigt ist. Die Kämm
walze 1 ist über eine Kämmwalzenwelle 6 in den Seiten
wänden 7 bzw. 8 der Kämmaschine mittels Kugellager 9
drehbar gelagert.
Auf der Walzenwelle 6 sitzt eine Nockenscheibe 10,
welche einen sich progressiv zwischen einem maximalen
Radius R max und einem minimalen Radius R min verändern
den Radius R aufweist.
Beaufschlagt durch die Kraft einer Zugfeder 11, welche
an dem Ende 12 eines ersten Hebelarms 13 eines um eine
Achse 14 über ein Kugellager 15 schwenkbar gelagerten
Schwenkhebels 16 angreift, liegt der Nockenscheibe 10
ein Tastrad 17 an, welches an dem zweiten Hebelarm 18
des Schwenkhebels 16 um eine Achse 19 schwenkbar ge
lagert ist. Der Schwenkhebel 16 dient in Verbindung
mit dem Tastrad 17 und der Nockenscheibe 10 zur koor
diniert mit der Drehbewegung der Kämmwalze 1 erfolgen
den Übertragung einer Antriebsbewegung auf den wie
nachfolgend beschrieben oberhalb der Kämmwalze 1 pen
delnd aufgehängten Zangenmechanismus.
Wie in Fig. 1 und 2 im einzelnen zu ersehen ist, ist
oberhalb der Drehachse 20 der Kämmwalze 1 in Richtung
auf die in herkömmlicher Weise vor der Zangenanordnung
vorgesehenen Abzugswalzen 21 um eine Achse 22 ein Un
terzangenträger 23 schwenkbar gelagert. Die Unterzange
24 ist an dem Unterzangenträger 23, wie aus Fig. 2
ersichtlich, befestigt und kann dementsprechend um die
Achse 22 eine Schwenkbewegung ausführen, wie dies in
Fig. 3 dargestellt ist.
Eine Oberzange 25 ist an dem vorderen Ende 26 eines
Oberzangenträgers 27 befestigt, der über U-Schenkel
27′ um eine Welle 29 am Unterzangenträger 23 schwenk
bar gelagert ist.
Der Unterzangenträger 23 ist im Querschnitt U-förmig
ausgebildet, wobei in dessen seitlichen U-Schenkeln 28
die Unterzange 23 befestigt und die Welle 29 schwenk
bar gelagert ist, welche einen in Fig. 3 sichtbaren
Gleitkörperansatz 30 aufweist, der außerhalb eines
Schenkels 28 liegt. Dieser Gleitkörperansatz 30 greift
in eine korrespondierende Längsausnehmung 31 an dem
zweiten Hebelabschnitt 18 des Schwenkhebels 16 in
Längsrichtung mit Spiel ein. Dementsprechend kann eine
Schwenkbewegung des Schwenkhebels 16, insbesondere des
Schwenkhebelabschnitts 18, auf den Oberzangenträger 27
übertragen werden.
Am rückwärtigen oberen Ende des Oberzangenträgers 27
ist über eine Welle 32 ein Führungsansatz 33 angeord
net, welcher in seiner Winkelposition relativ zum
Oberzangenträger 27 durch eine Blattfeder 34 festge
legt wird, welche tangential zu der Schwenkachse 35
der Welle 32 liegt und dementsprechend eine feste,
jedoch federelastisch nachgiebige Verbindung zwischen
dem Führungsansatz 33 und dem Unterzangenträger 23
herstellt.
Am freien äußeren Ende 36 des Führungsansatzes 33 ist
mittels einer Schraube 37 ein Führungszapfen 38 befe
stigt, welcher in eine Führungsausnehmung 39 ein
greift. Die Führungsausnehmung 39 ist in einer bei 40
ortsfest mit dem Maschinengestell verbundenen Füh
rungskulisse 41 ausgebildet und erstreckt sich etwa
kreisabschnittförmig um einen Krümmungsmittelpunkt,
der etwas unterhalb der Schwenkachse 35 liegt.
Aus dem Vorstehenden wird deutlich, daß die gesamte
Zangenanordnung um die ortsfesten, maschinenseitigen
Schwenkachsen 14 gebildet durch das Kugellager 15 und
22 gebildet durch das Kugellager 42 schwenkbar gela
gert sind und über die Nockenscheibe 10 synchron mit
der Klämmwalze 1 angetrieben werden.
Bei der in Fig. 2 und in Fig. 3 durchgezogen einge
zeichneten Schließstellung der Zangen 24 bzw. 25 liegt
die Nockenscheibe 10 mit ihrem maximalen Radius R max
an dem Tastrad 17 an und drückt dieses zusammen mit
dem Schwenkhebelabschnitt 18 in die in Fig. 2 und 3
dargestellte maximale äußere Position, wobei über die
Welle 29 und den Führungsansatz 33 bzw. die Führungs
ausnehmung 39 der Oberzangenträger 27 mit der Oberzan
ge 25 relativ zur Unterzange 24 bzw. zum Unterzangen
träger 23 verschwenkt werden.
In der eingezeichneten Endposition entsprechend dem
Schließzustand der Zangen 24, 25 liegen die Vorder
kanten 43 bzw. 44 von Oberzange 25 bzw. Unterzange 24
unter Druck aneinander an, wobei dieser Anpreßdruck
dadurch erzeugt wird, daß die Blattfeder 34 über die
Berührungsposition der Kanten 43, 44 hinaus deformiert
wird. Hierdurch wird ein sicheres Festlegen des Faser
bartes erreicht.
Wenn die Kämmwalzenwelle 6 sich in Richtung des
Pfeils 45 weiterdreht und damit sich auch die Nocken
scheibe 10 entsprechend weiterdreht, gelangt der Be
reich des minimalen Radiusses R min zur Anlage an dem
Tastrad 17, welches über die Zugfeder 11 gegen die
Nockenscheibe 10 gedrückt wird. Hierdurch wird der
Schwenkhebel 16 und damit der Hebelansatz 18 in Rich
tung des Pfeiles 46 verschwenkt, wodurch der Unterzan
genträger 23 um die Schwenkachse 22 in Richtung des
Pfeils 47 in Fig. 2 nach links verschwenkt wird, so
daß die Unterzange 24 eine Bewegung in Richtung nach
oben auf die Abzugswalzen 21 zu macht. Gleichzeitig
wird der Oberzangenträger 27 um die durch die Welle 29
gebildete Schwenkachse 48 in Richtung des Pfeils 49
nach vorne und nach oben verschwenkt, so daß die Zange
24, 25 die in Fig. 3 gestrichelt eingezeichnete ge
öffnete Position vor den Abzugswalzen 21 einnimmt und
der Faserbart, welcher sich zwischen den geschlossenen
Zangen 24, 25 befand, und der in der Zeichnung nicht
eingezeichnet ist, den Abzugswalzen 21 zugeführt wird,
so daß diese in besonders vorteilhafter Weise ortsfe
ste Drehachsen 50, 51 aufweisen können und nicht
ihrerseits synchron mit der Kämmwalze auf die Zangen
anordnung zubewegt werden müssen.
An dem Oberzangenträger 27 ist eine Transportwalze 52
um eine Drehachse 54 drehbar gelagert. Bei der
Schwenkbewegung des Oberzangenträgers 27 in Richtung
des Pfeils 49 wird auch die Drehachse 54 dieser Tran
sportwalze 52 entsprechend verlagert. Hierdurch wird
ein am äußeren Ende der Transportwalze 52 angeordnetes
Zahnrad 55 an einem maschinengestellseitig ortsfesten
Zahnsegment 56, wie in Fig. 3 dargestellt, entlangge
führt und dementsprechend in Richtung des Pfeils 57
drehangetrieben. Zwischen dem Zahnrad 55 und der Tran
sportwalze 52 ist ein Freilauf 58 angeordnet, welcher
dafür sorgt, daß bei der Rückbewegung der Zange in die
Schließstellung die Transportwalze 52 entgegen der
Pfeilrichtung 57 nicht angetrieben wird. Auf diese
Weise kann auch der Antrieb der Transportwalze 52,
welche den Weitertransport des gekämmten Teil des Fa
serbartes bewerkstelligt, problemlos von der Drehung
der Haupt-Welle 6 der Kämmwalze 1 abgeleitet werden.
Claims (12)
1. Kämmaschine, insbesondere zum Kämmen von Baumwolle,
mit einer mit wenigstens einem Kämm-Segment versehenen
Kämmwalze, mit Zuführeinrichtungen für den zu kämmen
den Faserbart und mit einer Ober- und einer Unterzange
zum Halten des Faserbartes während des Eingriffes des
Kämm-Segments, wobei Ober- und/oder Unterzange um eine
über dem Kreiskamm liegende Achse vor- und rückwärts
schwenkbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß
der Antrieb für die Schwenkbewegung von Ober- und/oder
Unterzange (25 bzw. 24) direkt über einen Nockenan
trieb von dem Antrieb der Kämmwalze (1) abgeleitet
ist.
2. Kämmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Nockenantrieb eine Nockenscheibe (10) und
einen federbeaufschlagten, ein drehbar gelagertes
Tastrad (17) tragenden Schwenkhebel (16) umfaßt.
3. Kämmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Nockenscheibe auf der die Kämmwalze (1)
tragenden Welle (6) angeordnet ist.
4. Kämmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das freie Ende (18) des Schwenkhebels (16) an
dem Unterzangenträger (23) angreift, der um eine Achse
vor und oberhalb der Drehachse (20) der Kämmwalze (10)
schwenkbar gelagert ist.
5. Kämmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß das freie Ende (18) des Schwenkhebels (16)
ein sich parallel zu dessen Längsachse erstreckendes
Langloch (31) aufweist, in welches mit Längsspiel ein
Gleitkörperansatz (30) der mit dem Unterzangenträger
verbundenen Welle (29) eingreift.
6. Kämmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Oberzange (25) an einem Oberzangenträ
ger (27) befestigt ist, der um ein Schwenklager an dem
Unterzangenträger (23) schwenkbar gelagert ist.
7. Kämmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß mit dem Oberzangenträger (27) ein Führungsan
satz (33) verbunden ist, der über eine Nockenführung
geführt ist.
8. Kämmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß der Führungsansatz (33) einen Führungszap
fen (38) aufweist, der in eine in einer Führungsplat
te (41) ausgebildete, sich bogenförmig erstreckende
Führungsausnehmung (39) eingreift.
9. Kämmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß der Führungsansatz (33) relativ zum Oberzan
genträger (27) um eine Achse schwenkbar gelagert ist,
und zwischen diesen eine Feder (34) angeordnet ist,
die so dimensioniert ist, daß bei der Bewegungsüber
tragung zwischen den Endstellungen eine quasi starre
Winkelverbindung ausgebildet wird, während in dem dem
Schließzustand der Zangenanordnung entsprechenden End
zustand die Feder (34) zur Erzielung der erforderli
chen Schließkraft elastisch ausgelenkt wird.
10. Kämmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß die Feder (34) als Blattfeder ausgebildet ist
und in Schlitze des Oberzangenträgers (27) bzw. des
Führungsansatzes (33) eingesetzt ist.
11. Kämmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Feder des Nockenantriebs als auf das un
tere freie Ende (12) des Schwenkhebels (16) wirkende
Zugfeder (11) ausgebildet ist.
12. Kämmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß eine Zuführwalze (52) an dem Unterzangenträ
ger (23)drehbar gelagert ist, daß mit der Zuführwal
ze (52) drehfest verbunden und hierzu konzentrisch
angeordnet wenigstens ein Zahnrad (55) vorgesehen ist,
welches bei einer Schwenkbewegung des Unterzangenträ
gers (23) in Eingriff steht mit einem ortsfesten, ma
schinengestellseitig festgelegten Zahnsegment (56),
und daß zwischen Zahnrad (55) und Zuführwalze (52) ein
Freilauf angeordnet ist, dessen Freilaufrichtung so
gewählt ist, daß die Freilaufwirkung bei der der Zu
führbewegung der Zuführwalze (52) entgegengesetzten
Bewegung wirksam wird.
Priority Applications (5)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE3831020A1 true DE3831020A1 (de) | 1990-03-15 |
Family
ID=6362810
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| EP (1) | EP0358913A3 (de) |
| JP (1) | JPH02112418A (de) |
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