DE3831292A1 - Zahnspange und verfahren zum herstellen einer zahnspange - Google Patents

Zahnspange und verfahren zum herstellen einer zahnspange

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DE3831292A1 DE19883831292 DE3831292A DE3831292A1 DE 3831292 A1 DE3831292 A1 DE 3831292A1 DE 19883831292 DE19883831292 DE 19883831292 DE 3831292 A DE3831292 A DE 3831292A DE 3831292 A1 DE3831292 A1 DE 3831292A1
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Robert Kalteis
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KALTEIS, ROBERT, 85591 VATERSTETTEN, DE
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C7/00Orthodontics, i.e. obtaining or maintaining the desired position of teeth, e.g. by straightening, evening, regulating, separating, or by correcting malocclusions

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Description

Zum Herstellen von Zahnspangen für die Kiefer- und Zahn­ korrektur wird an einem Gipsmodell des Unter- oder Ober­ kiefers zunächst eine Kieferplatte aus Kunststoff gebil­ det, wobei in die Kieferplatte die Enden von Drahtbügeln eingeformt werden. Die Drahtbügel werden über die be­ treffende Zahnreihe gebogen und so geformt, daß sie an der Außenseite der Zahnreihe an einem oder mehreren Zähnen anliegen.
Das Fertigen und Anpassen der Zahnspange ist zeitaufwen­ dig. Um die Herstellungszeit zur Verkürzen, kann man an­ stelle der früher üblichen Kunststoffe schnellhärtende Kunststoffe, zum Beispiel UV-härtendes Acrylharz verwen­ den, um die Kieferplatte zu bilden.
Sorgfalt und beträchtlicher Zeitaufwand sind erforder­ lich, um die Drahtbügel so zu biegen, daß sie zur Er­ zielung der gewünschten Zahnkorrektur an den richtigen Stellen der Zähne anliegen.
Die Zahnspange mit den an den Zähnen anliegenden Draht­ bügeln hat den Nachteil, daß die Drähte aufgrund ihres kleinen Durchmessers als störend empfunden werden. Nach­ teilig ist ferner, daß die Drahtbügel auch bei sorg­ fältiger Formung praktisch nur punktförmig an den Zäh­ nen anliegen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrund, ein Verfahren zum Herstellen einer Zahnspange anzugeben, mit dem die Zahnspange bei hoher Paßgenauigkeit in kurzer Zeit her­ gestellt werden kann. Außerdem soll eine Zahnspange ge­ schaffen werden, die sich bequem tragen läßt und eine weitestgehend gleichmäßige Andrückkraft auf die zu korrigierenden Zähne aufbringt.
Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen ange­ gebene Erfindung gelöst.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst eine Kieferplatte hergestellt, wobei die Enden der Drahtbügel in die Kieferplatte eingeformt werden. Die Drahtbügel werden so geformt, daß ihre äußeren Enden über die betreffende Zahnreihe nach außen über­ stehen und sich vor der betreffenden Zahnreihe be­ finden. Dann wird beispielsweise ein UV-härtendes Acrylharz auf die äußeren Drahtenden aufgebracht wobei das noch weiche Acrylharz außen an den Zäh­ nen anliegt. Durch Einwirkung von UV-Licht wird das Acrylharz gehärtet, so daß sich auch im fertigen Zustand der Spange eine flächige Berührung zwischen Zähnen und Andrückelement der Zahnspange ergibt.
Die Zahnspange läßt sich in relativ kurzer Zeit herstellen und gewährleistet dennoch einen guten Sitz der Spange beim Tragen. Wegen der hohen Paß­ genauigkeit des aus Kunststoff bestehenden An­ drückelements ist eine gezielte und wirksame Zahn­ korrektur möglich.
In einer besonders günstigen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß in die Kieferplat­ te ein Scharnier eingeformt ist, welches die En­ den eines Drahtbügels oder eines Drahtbügel-Paares schwenkbar lagert. Dieses Scharnier gestattet ein Verschwenken des von ihm gelagerten Drahtbü­ gels, so daß sich der Drahtbügel von der betref­ fenden Zahnreihe abhebt. Somit läßt sich das An­ drückelement mühelos an dem Drahtbügel anformen. Es besteht außerdem die Möglichkeit, daß der Draht­ bügel mit oder ohne angeformten Andrückelement ausgewechselt werden kann. Ferner läßt sich die relative Lage des Drahtbügels bezüglich der Kie­ ferplatte verstellen, indem der Drahtbügel in eine bestimmte Lage bezüglich der Kieferplatte gebracht und dann beispielsweise fixiert wird.
Das Scharnier kann zum Beispiel ein dünnes Metall­ röhrchen sein, welches unbeweglich in dem Mate­ rial der Kieferplatte eingebettet ist. Gegebenen­ falls sind an dem Röhrchen noch Verankerungsdräh­ te angelötet. Die Enden des Metallröhrchens wer­ den beim Vergießen des Materials für die Kiefer­ platte entweder freigehalten, oder werden nach dem Aushärten des Materials der Kieferplatte mit Hilfe eines geeigneten Werkzeugs freigelegt, so daß die Enden des Drahtbügels eingesetzt werden können.
Der für ein Scharnier in der Kieferplatte vorge­ sehene Drahtbügel kann vorzugsweise aus einem Paar von Halbbügeln bestehen, wobei das Andrück­ element dann an die von dem Scharnier fernen En­ den der Teilbügel angeformt wird.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Er­ findung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Gipsmodell eines Unterkiefer-Ge­ bisses mit zugehöriger Zahnspange,
Fig. 2 eine vergrößerte Teilansicht der Zahn­ spange nach Fig. 1, und
Fig. 3 eine Vorderansicht des Gipsmodells nach Fig. 1 mit eingesetzter Zahnspange.
In Fig. 1 ist ein Gipsmodell 1 mit einer Reihe von Zähnen 2 des Unterkiefers dargestellt. Mit Hilfe dieses Gipsmodells 1 wird eine Zahnspange 3 gefer­ tigt. Die Zahnspange 3 besitzt eine aus UV-härtba­ rem Acrylharz bestehende Kieferplatte 4. Seitlich sind in die Kieferplatte zwei Drahtbügel-Hälften 5 und 6 eingeformt. Die äußeren Enden der Drahtbü­ gel-Hälften 5 und 6 tragen ein ebenfalls aus UV- härtbaren Acrylharz bestehendes Andrückelement 7, welches hier vornehmlich die Aufgabe hat, die Zahn­ spange 3 im Gebiß zu halten.
Im vorderen Bereich der hier als Teilplatte ausge­ bildeten Kieferplatte 4 ist ein Scharnier 8 einge­ formt. Das Scharnier 8 besteht aus einem dünnen Metallröhrchen. In die beiden offenen Enden des Me­ tallröhrchens sind zwei Drahtbügel-Hälften 9 und 10 eingesetzt.
Die äußeren Enden der Drahtbügel-Hälften 9 und 10 sind von einem Andrückelement 11 überbrückt. Die Drahtbügel-Hälften 9 und 10 sind so geformt, daß sie sich zusammen mit dem sie verbindenden Andrück­ element 11 um die Längsachse des Scharniers 8 ver­ schwenken lassen.
Fig. 2 zeigt den vorderen Bereich der Zahnspange im einzelnen. Das Scharnier 8 ist mit Hilfe von Veran­ kerungs-Drähten 12 und 13 in die Kieferplatte 4 ein­ geformt. Die äußeren Enden der Drahtbügel-Hälften 9 und 10 sitzen fest in dem Andrückelement 11.
Bei der Herstellung der Zahnspange wird in das Gips­ modell 1 zur Bildung der Kieferplatte 4 UV-härtbares Acrylharz eingebracht, und die vorgeformten Drahtbü­ gelteile 5, 6 sowie das Scharnier 8 werden in das noch weiche Acrylharz eingesetzt. Dann wird durch Bestrahlen mit einer UV-Lampe das Material der Kie­ ferplatte 4 ausgehärtet.
Die äußeren Enden der Drahtbügel-Hälften 5 und 6 befinden sich dann auf der Außenseite der Zahnreihe 2. Dort wird dann ebenfalls UV-härtbares Acrylharz in Form eines schmalen Streifens aufgebracht.
Die offenen Enden des als Röhrchen ausgebildeten Scharniers 8 werden freigelegt, und es werden die Enden der Drahtbügel-Hälften 9 und 10 eingesetzt. Die mittleren Bereiche der Drahtbügel-Hälften 9 und 10 befinden sich im Bereich von Zahnlücken. Die äußeren Enden der Drahtbügel-Hälften 9 und 10 befinden sich außen vor der Zahnreihe 2, und zwar, wie Fig. 3 zeigt, vor den mittleren Schneidezäh­ nen.
Dann wird ein Streifen UV-härtbarer Acrylharz auf die vorderen Schneidezähne aufgebracht, derart, daß die äußeren Enden der Drahtbügel-Hälften 9 und 10 überbrückt werden. Das auf der Außenseite der Zahn­ reihe 2 befindliche Acrylharz wird dann mit Hilfe einer UV-Lampe ausgehärtet (die Aushärtezeit be­ trägt nur wenige Minuten). Dadurch bilden sich starre Andrückelemente 7 und 11. Das Andrückelement 11 läßt sich um die Drehachse des Scharniers 8 ver­ schwenken.
Die Drahtbügel bzw. Teil-Bügel 5, 6, 9 und 10 lassen sich vorfertigen. Sie werden dann bei der Fertigung der Zahnspange ebenso wie das Scharnier 8 als vorge­ fertigte Teile verwendet. Vor dem Anformen des An­ drückelements 11 braucht dann lediglich darauf ge­ achtet zu werden, daß sich die Drahtbügel 9, 10 über die betreffende Zahnreihe verschwenken lassen. Bei eingesetzter Zahnspange mit fertigem Andrückelement läßt sich dieses dann nicht mehr verschwenken, da es eng an der Außenseite der Zähne anliegt.
Die Drahtbügel können mit Scharnier derart verschiebbar gelagert sein, daß durch entsprechendes Verschieben der im Scharnier steckenden Enden der Drahtbügel Spangen unterschiedlicher Breite gebildet werden, die beispiels­ weise entweder nur einen oder auch mehrere Zähne über­ greifen.

Claims (5)

1. Verfahren zum Herstellen einer Zahnspange, die eine Kieferplatte aus Kunststoff mit mindestens einem in die Kieferplatte eingeformten Drahtbügel aufweist, bei dem an einem Modell die Kieferplatte mit eingelas­ senem Drahtbügel geformt wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Außenseite der Zahnreihe am überstehenden Ende des oder der Drahtbügel aus schnellhärtendem Kunststoff ein Andrückelement gebildet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der schnellhärtende Kunststoff ein UV-härtendes Kunstharz, zum Beispiel Acrylharz, ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Kieferplatte ein Scharnier zum schwenkba­ ren Halten des Drahtbügels eingeformt wird.
4. Zahnspange mit einer Kieferplatte (4) und min­ destens einem darin eingelassenen Drahtbügel (5, 6; 9, 10), gekennzeichnet durch ein auf der Außenseite der Zahn­ reihe (2) an überstehende Drahtbügelenden angeformtes Andrückelement (7, 11) aus schnellhärtendem Kunst­ stoff.
5. Zahnspange nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch ein den Drahtbügel (5, 6; 9, 10) schwenkbar lagerndes, in die Kieferplatte (4) einge­ formtes Scharnier (8).
DE19883831292 1988-09-14 1988-09-14 Zahnspange und verfahren zum herstellen einer zahnspange Granted DE3831292A1 (de)

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DE9003264U1 (de) * 1990-03-21 1990-05-23 Schmidt, Harald, 6250 Limburg Kieferorthopädische Nivellierplatte
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