DE3834304C1 - Device for adjusting at least one front barrel end of a weapon having at least three barrels - Google Patents
Device for adjusting at least one front barrel end of a weapon having at least three barrelsInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A21/00—Barrels; Gun tubes; Muzzle attachments; Barrel mounting means
- F41A21/06—Plural barrels
- F41A21/08—Barrel junctions
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Justierung zumin
des eines vorderen Laufendes bei einer zumindest dreiläufigen
Waffe nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Mehrläufige Gewehre werden bei der Jagd eingesetzt. Besonders
interessant sind dabei sog. Bockdrillinge, bei denen es sich um ein
Gewehr mit zwei Büchsen- und einem darüber liegenden Flinten
lauf handelt.
Der zweite Büchsenlauf mit meist kleinerem Kaliber ist seit
lich befestigt.
Ein derartiges Gewehr wird von der Jägerschaft als nahezu
ideal erachtet, da für viele Jagdsituationen die Idealpatrone
zur Verfügung steht. Leider ist bei Bockdrillingen ein Wechsel
der Patronenlaborierung oder nur des Patronenfabrikats nur
sehr eingeschränkt möglich, da beim Wechsel meistens große
Treffpunktlageveränderungen auftreten, was als äußerst nach
teilhaft empfunden wird.
Alle Läufe sind bei üblicher Bauart fest verlötet. Die Abstän
de werden durch Stege und Laufschienen überbrückt. Bei der
Verlötung sind großes Können und zahlreiche Schießversuche
erforderlich, um zu erreichen, daß beide Schüsse die gleiche
Trefferlage aufweisen. Aus diesem Grund sind solche Waffen
teuer. Weiterhin hat sich gezeigt, daß über mehrere Jahre hin
weg eine Verlagerung der Treffer eines Laufes, vor allem
auch durch eine festzustellende Materialermüdung oder ähn
liche Einflüsse, an Häufigkeit zunehmen.
Aus der DE-AS 20 31 542 ist ein zweiläufiges Jagdgewehr bekannt
geworden, welches eine Einstelleinrichtung zur Justierung eines
zweiten Laufes zeigt. Die Einstelleinrichtung umfaßt zwei Hülsen,
wobei die erste mit dem Hauptlauf verbundene Hülse einen nach
unten weisenden Steg 15 mit einer vorderen Schrägfläche 17 auf
weist, welcher in eine entsprechende Ausnehmung eines Veran
kerungsblockes zur Abstandseinstellung zwischen den beiden
Läufen eingreift.
Der in die Ausnehmung ragende Ansatz kann dort unterschiedlich
tief eintauchen, wodurch der Relativabstand zwischen den beiden
Läufen einstellbar ist. Eine endgültige Fixierung erfolgt über
zwei seitliche auf den Ansatz entgegengesetzt einwirkende
Schrauben, wobei eine von vorne eindrehbare mit einem Kegel
versehene und mit der geneigten Fläche am Ansatz zusammenwir
kende Schraube zur Abstandseinstellung entgegen der Kraft einer
vorgesehenen Feder dient.
Diese Einrichtung jedoch ist nur für zweiläufige Gewehre geeignet,
da bereits bei einem dreiläufigen Gewehr der notwendige Bauraum
zur Verwendung eines derartigen Einstellmechanismus fehlt. Da
rüber hinaus wird die Fixierung des in die Ausnehmung im Ver
ankerungsblock eintauchenden Ansatzes nur kraftschlüssig vor
genommen. Denn die zur Fixierung dienenden beiden Schrauben
enden greifen gegenüberliegend an den planparallelen Flächen des
in die Ausnehmung eintauchenden Ansatzes an. Bedenkt man da
bei, daß bei Abgabe eines Schusses Druckwellen bis zu mehreren
Tausend bar auftreten können, so wird deutlich, daß, wie auch
Untersuchungen gezeigt haben, Schwingungen in erheblicher Grö
ßenordnung auftreten können. Derartige Schwingungen führen aber
u. U., wie evtl. auch bei einem Fallenlassen des Gewehres, zu
einer reibschlüssigen Verstellung des in die Ausnehmung im
Verankerungsblock eintauchenden Ansatzes und damit zu einer
unerwünschten Distanzverstellung der beiden Läufe.
Darüber hinaus ist der in die Ausnehmung im Verankerungsblock
eintauchende Ansatz der jeweils zweiten Hülse des anderen Laufes
nicht nur translatorisch in der Tiefe der Ausnehmung, sondern
auch quer dazu, d.h. also in Richtung der beiden gegensinnig
auf den Ansatz einwirkenden Schrauben verstellbar. Dazu ist die
Breite der Ausnehmung deutlich größer als die Breite des darin
eintauchenden Ansatzes. Dies bedingt aber zum anderen auch, daß
die Querausrichtung gewisse Verwindungen zwischen beiden Lau
fenden zuläßt, zumindest wenn beide Schraubenpaare nicht genau
achsenparallel verstellt werden, was ebenfalls nachteilhaft ist.
Aus der DE 28 16 128 A1 ist für ein dreiläufiges Gewehr bei
spielsweise nur zu entnehmen, daß hier über drei in Umfangs
richtung verteilte Bohrungen in der jeweils dort vorgesehenen
einen Lauf aufnehmenden Hülse Schrauben direkt mit ihrem
Schraubenende zur Verstellung auf den Lauf einwirken. Diese seit
langem bekannte Lösung ist aber äußerst nachteilhaft. Sind die
Schrauben fest angezogen, verspannen sie den Lauf und beein
trächtigen sein Schwingungsverhalten; sind sie nur leicht an
gezogen, schlagen sie aus, mit der weiteren Folge, daß die
Schußleistung sich verschlechtert bzw. die Justierung wieder
zunichte gemacht wird.
Eine Einrichtung zur Feststellung der beiden
vorderen Laufenden an einer doppelläufigen Waffe ist aus der
DE-34 15 852 A1 bekannt geworden. Das jeweils zu justierende
Laufende ist hier spielfrei am Mündungsbereich in einer Hülse
gelagert, die mit einem Ansatz versehen ist, der in eine entspre
chende Ausnehmung an einem mit dem nicht verstellbaren Lauf
zusammenhängenden Verankerungsblock ragt. Zwischen den
beiden Laufenden sind zwei parallel zueinander angeordnete
Schrauben angeordnet. Durch Verdrehen der Schrauben kann
der Abstand der Laufenden vorstellt und durch Betätigung der
jeweils zweiten Schrauben der eingestellte Abstand gesichert
werden.
Schließlich ist noch ein Querverstellmechanismus vorgesehen,
um das einstellbare Laufende auch in Querrichtung verstellen
zu können, wozu wiederum zwei Drehknöpfe erforderlich sind,
einen zum Verstellen und einen zum Sichern. Hierdurch ist der
gesamte Verstellmechanismus aufwendig und erfordert vor allem
einen ausreichend großen Abstand zwischen den beiden Läufen,
um hier die mehreren Verstell- und Drehknöpfe unterzubringen
und um genügend Raum zu schaffen, um hier mit den Fingern
die Knöpfe verdrehen zu können. Schließlich ist ein derartiger
Einstellmechanismus bei beispielsweise einer dreiläufigen Waffe
wie einem Bockdrilling, völlig ungeeignet, da hier nicht der
erforderliche Einbauraum zwischen den drei Läufen zur Ver
fügung steht.
Eine zumindest doppelläufige Waffe ist aus der Veröffentli
chung "Der Büchsenmacher" Heft 3/1988, Seite 99, bekannt
geworden. Ein Zusammenschuß der beiden neben dem Flinten
lauf vorgesehenen Büchsenläufe wird hier durch einen justier
baren sog. Hornet-Lauf an der Mündung mittels selbstsichern
der Inbusschrauben ermöglicht. Der Aufbau und die Justier
einrichtung ist ähnlich wie in der DE-28 43 363 C2. Der zu
justierende Lauf liegt dabei in einem Trägerrohr, wobei die
radiale Justiereinrichtung im Mündungsbereich vor
gesehen ist, und zwei senkrecht aufeinander stehende Justier
schrauben aufweist, über die gegenüber einer jeweils gegen
überliegend im Trägerrohr angeordnete Federeinrichtung der
Lauf gegenüber der Zentralachse des Trägerrohres relativ ver
stellt werden kann.
Diese Justiereinrichtung weist aber mehrere Nachteile auf.
Die Art der Verstellung läßt sich zum einen nicht in vorhan
dene Waffen nachträglich einbauen, da immer ein in einem
feststehenden Trägerrohr unter Spiel eingebauter separater Lauf
vorgesehen sein muß.
Zudem können sich die direkt an dem zu verstellenden Lauf
aufliegenden Stellschrauben durch die starken Schwingungen
bei der Schußabgabe etwas deformieren wodurch jeweils wie
der eine Neujustierung nach einer größeren Schußzahl erfor
derlich wird. Auch bei einem sog. Bockdrilling ist neben der
entgegen der Laufrichtung betrachteten dreieckförmigen Anord
nung der drei Läufe zusätzlich noch zwischen den beiden
Buchsenläufen noch eine zusätzliche Materialausbauchung not
wendig, um hier die notwendigen Stellschrauben zur Justie
rung des zumindest einen Laufes unterzubringen. Dadurch wird
auch das optische Aussehen nachteilig beeinflußt. Schließlich
wird auch das Waffengewicht durch das Trägerrohr insgesamt
erhöht, was gerade heute zunehmend als nachteilig empfun
den wird.
Eine Einstellvorrichtung für ein Gewehr mit zwei übereinander
angeordneten Kugelläufen ist grundsätzlich auch noch aus der
DE-35 24 535 C2 bekannt geworden, die zweigeteilt ist und aus
einer ersten und zweiten Einstelleinrichtung besteht, wobei
die erste in der Nähe der halben Lauflänge zur Vornahme
der Höhenverstellung und die zweite im Mündungsbereich zur
Seitenverstellung angeordnet ist. Auch hier ist der Verstell
mechanismus bei einer dreiläufigen Waffe nicht anwendbar,
wobei zusätzlich der Abstand der Läufe relativ groß bemessen
sein muß, um nicht nur die Verstellmittel als solche unter
zubringen, sondern auch den Freiraum zur Betätigung der
Stellschrauben zu schaffen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, aus
gehend von dem eingangs zitierten Stand der Technik, eine
Einrichtung zur Justierung zumindest eines Laufendes bei zumindest einer
dreiläufigen Waffe zu schaffen, bei
der die Läufe bei geringen Radialabständen zueinander prob
lemlos dauerhaft eingestellt oder auch rejustiert werden kön
nen, ohne daß bei der Schußabgabe entstehende Schwingungen
die einmal eingestellte Justierung beeinträchtigen oder in Mit
leidenschaft ziehen können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im kenn
zeichnenden Teil des Anspruches 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Durch die vorliegende Erfindung ist es erstmals gelungen,
eine aus nur zwei wesentlichen Teilen bestehende Einrichtung
zum Justieren zu schaffen, die alle angegebenen Mängeln bei
herkömmlichen dreiläufigen Waffen,
wie beispielsweise Bockdrillingen, beseitigt. Der Einstellme
chanismus ist dabei robust und stellt vor allem sicher, daß
nach einem Wechsel der Patronenlaborierung eine Treffpunktlage
veränderung unproblematisch korrigiert werden kann.
Die Erfindung ist
nachfolgend anhand eines von Zeichnungen dar
gestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Dabei zeigen im einzelnen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Mündung eines
Bockdrillings der erfindungsgemäßen Ausführung;
Fig. 2a eine Seitenansicht zu Fig. 1;
Fig. 2b einen vergrößerten Ausschnitt des Mündungsbe
reiches gemäß Fig. 2a;
Fig. 3 eine Schnittdarstellung entlang der Linie III-
III in Fig. 2;
Fig. 4 eine perspektivische Explosionsdarstellung der
beiden Hauptteile der Justiereinrichtung;
Fig. 5 eine schematische Darstellung der Wirkungsweise
der Erfindung.
Fig. 6 eine teilweise Darstellung einer vereinfachten
Ausführungsform für eine Zentrierung eines Ver
ankerungszapfens
Fig. 7 eine gegenüber Fig. 6 vorgenommene Abwandlung.
Im nachfolgenden wird die Einstellvorrichtung anhand eines
dreiläufigen Gewehres eines sog. Bockdrillings mit insgesamt
drei Läufen näher erörtert.
Der Bockdrilling umfaßt in seinem Mündungsbereich einen im
folgenden als Verankerungsblock 1 bezeichneten Mündungsblock
in dem eine Ausnehmung 2 sowie drei Gewindebohrungen 3 A
bis 3 C eingebracht sind. Zur Einstellvorrichtung gehören fer
ner eine Führungshülse 4 mit einem angesetzten Ankerzapfen
5 sowie drei Gewindestifte oder Schrauben 6 A bis 6 C.
Der Verankerungsblock 1 ist mit den Läufen 7 und 8 an den
Berührungsflächen fest verlötet. Er ist einseitig mit den Lauf
mündungen bündig. Der obere größere Lauf 7 dient dabei
herkömmlicherweise für Schrotpatronen während der untere
Lauf 8 zum Abschuß einer Geschoßpatrone vorgesehen ist.
Ferner ist noch ein weiterer seitlich versetzt liegender Lauf
11 zum Abschuß kleinerer Geschoßpatronen vorgesehen, der
mittels der noch zu erörternden Einstelljustiereinrichtung ein
stell- und ausrichtbar ist.
Der Verankerungsblock 1 ragt gegenüberliegend zu den Lauf
mündungen in die Zwischenräume zwischen den Läufen, und
zwar entgegengesetzt zu der Schußrichtung.
Zur Außenabdeckung zwischen dem Lauf 7 und 11 ist eine
seitliche Laufschiene 9 sowie eine zwischen den beiden unte
ren Läufen 11 und 8 eine weitere Laufschiene 10 vorgesehen,
die nicht ganz bis zur Mündung reicht, sondern um die Länge
des Mündungs- bzw. Verankerungsblockes gekürzt ist, so daß
sie an diesem Block stirnseitig anschließen. Die Laufschienen
9 und 10 sind mit dem Flintenlauf 7 bzw. dem Büchsenlauf 8
fest verlötet. Mit dem für die Verstellung vorgesehenen kleinen
Büchsenlauf 11 sind die Laufschienen 9 und 10 nur auf ca.
2/3 ihrer Länge fest verlötet, so daß auf jeden Fall eine aus
reichende Möglichkeit der Justierung des verbleibenden bis
zu seiner Mündung frei verlaufenden Büchsenlaufens 11 ver
bleibt. Dazu sind im mündungsseitigen Bereich vorzugsweise
mit 1/3 ihrer Länge die Schienen etwas ausgenommen so daß diese
zu dem einzustellenden Büchsenlauf 11 den keilförmigen Spalt
12 und 13 aufweisen, der sich entgegen der Schußrichtung
verjüngt und mit beginnender Verlötung verschwindet.
Der für die Verstellung vorgesehene Lauf 11 wird von der
schon erwähnten Führungshülse 4 ringförmig umschlossen. Die
Passung ist spielfrei aber leichtgängig Der Außendurchmes
ser der Führungshülse 4 ist deutlich kleiner als der Durch
messer der entsprechenden Auskehlung 14 im Mündungs- bzw.
Verankerungsblock 1. Durch diese Maßnahme läßt sich der
Lauf 11 in der quer zur Laufrichtung ausgerichteten X-Y-
Ebene aus seiner mittigen Ruhelage drücken, in die er nor
malerweise zurückfedert. Der maximale Verstellweg ist abhängig
von der Größe des Spieles 12 und 13, d. h. des Spaltes
12 und 13 bzw. von der Größe der Durchmesserdifferenz der
Führungshülse 4 und der Einkehlung 14.
Um ein möglichst gefälliges Aussehen der gesamten Anordnung
zu erreichen weist der Lauf 11 eine ringförmige Abstufung 15
auf. Die Tiefe dieser Abstufung entspricht der Wandungs
stärke der Führungshülse 4. Dadurch kann der Außendurch
messer des Laufes 11 und der Außendurchmesser der Führungs
hülse 4 gleichgehalten werden, um an dieser Stelle unschöne
Stufenübergänge zu vermeiden.
Zwischen der Abstufung 15 und der Führungshülse 4 ist ein
leichtes Spiel 18 vorgesehen, wodurch Spannungen bei Wärme
ausdehnung vermieden werden können wie sie üblicherweise
durch mehrere hintereinander abgegebene Schüsse hervorge
rufen werden.
An der Führungshülse 4 ist der Ankerzapfen 5 mit zwei Druck
flächen bzw. Anschlägen oder Ansätzen 17, 18 sowie zwei
Wölbungsflächen 19, 20 angearbeitet. Der Ankerzapfen 5 ragt
in die Ausnehmung 2 des Verankerungsblockes 1 hinein. Seine
Axiallänge entspricht in etwa der Axiallänge der Ausnehmung 2
parallel zur Laufrichtung, so daß der in die Ausnehmung 2
eingesetzte Ankerzapfen in Laufrichtung unverschiebbar in
der Ausnehmung selbst gehalten ist. Die Wölbungsflächen 19,
20 liegen an den zugehörigen Anlageflächen 21 und 22 im
Verankerungs- bzw. Mündungsblock 1 spielfrei an. Die An
lageflächen begrenzen die Ausnehmung 2 in Laufrichtung und
sind zwischen dem oberen und unteren Lauf 7 und 8 in Paral
lellage ausgerichtet, so daß die Ausnehmung 2 auf den dritten
Lauf 11 zu weist.
Die Anschläge 17 und 18 im Übergangsbereich von der Füh
rungshülse 4 zu dem in die Ausnehmung 2 einfügbaren Ein
stecksockel 5 sind in Querschnittdarstellung quer zur Lauf
richtung in etwa parallel zu einer jeweils durch das Zentrum
des Laufes 7 und 11 bzw. des Laufe 8 und 11 hindurchgeleg
ten Geraden ±30°, vorzugsweise ±20°, ±15°, ±10° oder
weniger ausgerichtet. Dadurch liegt die jeweils quer durch
den verbleibenden Zwischenraum zwischen den zugeordneten
Läufen in entsprechende Bohrungen eindrehbar sitzenden
Schrauben 6 B bzw. 6 C gewährleistet, daß die Schrauben 6 B und 6 C
jeweils senkrecht zur entsprechenden Anschlag- bzw. Druckfläche
17 und 18 ausgerichtet sind und darauf aufliegen. Die dritte
Schraube 6 A ist in Axialrichtung, d.h. in unmittelbarer Ver
längerung des Einstecksockels 5′ und damit letztlich zumindest na
hezu auf die Zentralachse des Laufes 11 zu ausgerichtet und liegt an
der rechtwinkeligen stirnseitigen Begrenzungswand 23 des Ein
stecksockels 5′ des Ankerzapfens 5 nahezu vollflächig an.
lnsgesamt ist die Anordnung des Verankerungs- bzw. Mündungs
blockes 1 derart, daß die zwischen zwei benachbarten Läufen
liegende Begrenzungswand jeweils gegenüber einer an den
Läufen anliegenden Tangente tieferliegend verläuft und sich
somit auch optisch zurücktretend optimal anpaßt.
Werden die Schrauben 6 A, 6 B und 6 C angezogen, so üben sie
auf entsprechend der in Fig. 5 gezeigten Art und Weise
Druck auf den Ankerzapfen 5 aus und fixieren diesen im Mün
dungs- bzw. Verankerungsblock 1. Durch die besondere Form
gebung der Wölbungsflächen 19 und 20 mit nach außen weisen
der balliger, d. h. konvexer Krümmungsfläche wird erreicht,
daß der Ankerzapfen bzw. die an dem Einstecksockel 5′ aus
gebildeten beiden gegenüberliegenden Wölbungsflächen 19 und
20 auch dann spielfrei an den entsprechenden Anlageflächen
21 und 22 der Ausnehmung 2 anliegen, wenn die Führungs
hülse 4 in Y-Richtung um den gedachten Mittelpunkt M nach
oben bzw. unten verschwenkt wird.
Eine Verschwenkung in Y-Richtung wird erreicht durch Lösen
der Schraube 6 C und Nachziehen der Schraube 6 B bzw. um
gekehrt. Die Schraube 6 A bleibt dabei unverändert. Dabei
schwenkt der Ankerzapfen 5 um den Drehpunkt M.
Eine Verstellung in X-Richtung wird durch gleichmäßiges Lö
sen der Schrauben 6 B und 6 C und Nachziehen der Schraube
6 A bzw. in umgekehrter Richtung durch Lösen der Schraube
6 A und Nachziehen der beiden Schrauben 6 B und 6 C erreicht.
Dabei gleitet der Ankerzapfen 5 mit den Wölbungsflächen 19,
20 an den Anlageflächen 21 und 22 entlang.
Durch die winkelig zueinander wirkenden Gewindestifte bzw.
Schrauben 6 A bis 6 C wird erreicht, daß beim Lösen einer
Schraube und nachfolgendem Anziehen einer anderen Schraube
der Ankerzapfen 5 immer in Richtung der gelösten Schraube
abgleitet und dann bei dieser zur Anlage kommt. Dadurch wird
immer eine absolut sichere Fixierung des Ankerzapfens 5 mit
anhangender Führungshülse 4 gewährleistet, die in sich den
Lauf 11 zentrierend aufnimmt.
In den Fig. 6 und 7 ist eine vereinfachte Ausführung des
Einstecksockels 5′ gezeigt. Anstelle der seitlichen Wölbungen
19 und 20, die auf den Anlageflächen 21 und 22 der Ausneh
mung 2 gleiten, wird hier eine an der hinteren Begrenzungs
wand 23 in Form einer zumindest mittelbar zwischen dem hin
teren Schraubelement 6 A und dem Einstecksockel 5′ wirkende
Formschlußverbindung verwirklicht. Dazu ist die Begrenzungs
wand 23 des Einstecksockels 5′ mit einer halbkugelförmigen
Vertiefung 27 versehen, in die ihrerseits die mit einer halb
kugelförmigen Wölbung 29 versehene Schraube eingreift.
Hierdurch wird auch eine Zentrierung des Einstecksockels 5′
in Längsrichtung des Laufes in der Ausnehmung 2 gewährlei
stet, so daß bei dieser Ausführungsform das Längsmaß des
Einstecksockels 5′ kürzer sein kann als die Länge der Aus
nehmung 2.
Die halbkugelförmige Wölbung 29 kann auch ein vom Schraub
element 6 A getrennt ausgebildetes separat gefertigtes Über
tragungsglied sein. Auch eine separate Vollkugel kommt als
Zentrierelement in Betracht, wenn die andere in Fig. 6 nicht
gezeigte Kugelhälfte in eine entsprechende kugelförmige Aus
nehmung an der Stirnseite der Schraube 6 A eingreifen kann.
Eine Zentrierung wäre auch bei Verwendung eines in Form
eines Halbzylinders ausgebildeten Zentrierelementes möglich,
auf dessen planer Rückseite die in der Schnittdarstellung gemäß
Fig. 6 vorgesehene Schraube 6 A einwirkt. Bei dieser Aus
führungsform wurde die Länge des Einstecksockels 5′ bevorzugt
der Länge der Ausnehmung 2 entsprechen, da hier keine
Zentrierung in Längsrichtung des Laufes gegeben wäre.
Allerdings mußte hier der Halbzylinder durch die Schraube
6 A zentriert werden, z. B. über einen Verbindungsstift, der
in axial ausgerichteten Sackbohrungen zwischen der Schraube
6 A und dem Halbzylinder wirkt.
In Fig. 7 wird die Halbkugelform durch eine Zentrierbohrung
31 mit einem bevorzugten Winkel von ca. 60° ersetzt. Der
Gewindestift 6 A ist entsprechend mit einer Zentrierspitze 33
versehen. Die Spitze des Gewindestiftes 6 A liegt in einer Aus
senkung frei, so daß sich eine ringförmige Auflage zum Ein
steckzapfen 5′ ergibt. Dies soll nur zur allgemeinen Verdeut
lichung dienen, um zu zeigen, daß auch andere Formschluß
verbindungen 25 zwischen Schraubelement 6 A und dem Anker
zapfen 5 möglich sind.
Bei Versuchen hat sich gezeigt, daß die Gewindestifte 6 A bis
6 C fest angezogen werden können und der Lauf 11 dadurch
absolut sicher fixiert und gehalten ist. Eine Deformierung der
Justierschraube durch die Laufschwingungen bei der Schußab
gabe tritt nicht auf.
Bei Waffen mit mehr als drei Läufen, also beispielsweise mit
mehr als zwei Büchsenläufen neben einem Flintenlauf, müssen
lediglich mehrere der vorstehend anhand der Zeichnungen er
läuterten Einstellvorrichtungen eingebaut werden.
Dies kann beispielsweise auch in Längsrichtung des Laufes
hintereinander erfolgen.
Claims (14)
1. Einrichtung zur Justierung zumindest eines vorderen Laufendes
bei einer zumindest dreiläufigen Waffe mit einem Einstellmecha
nismus zur Verstellung zumindest eines Laufes (11) in zwei Rich
tungen quer zur Längsrichtung des Laufes (11), wozu der zu ju
stierende Lauf (11) im Bereich seines Einstellmechanismus gegen
über den anderen Läufen (8, 7) unverlötet ist und eine Führungs
hülse (4) zur spielfrei gleitenden Lagerung des zumindest einen
zu justierenden Laufes (11) umfaßt, die wiederum mit einem äuße
ren wegragenden Ansatz (5) nach Art eines Einstecksockels (5′)
versehen ist, der in Längsrichtung in einer Ausnehmung (2) in
einem mit einem weiteren Lauf (7, 9) fest verbundenen Veranke
rungsblock (1) mit entsprechend der vorgenommenen Justierung un
terschiedlicher Eintauchtiefe ragt und mittels zumindest dreier
Schrauben (6 A, 6 B, 6 C) feststellbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß dieser Ansatz in Form eines Ankerzapfens (5) ausgebildet ist,
dessen den Ankerabschnitt überragender Einstecksockel (5′) in der
Ausnehmung (2) zusätzlich zu der Translationsbewegung in Rich
tung der Ausnehmung (2) mittels einer eine Abstützung bildenden
Zentriereinrichtung (19, 20; 25) in einer Ebene senkrecht zum
Lauf (11) verschwenkbar ist, und daß die zumindest drei im Ver
ankerungsblock (1) eingedrehten und verstellbaren Schraubelemen
te (6 A, 6 B, 6 C) in einer Querschnittsdarstellung quer zur Längs
richtung des Laufes (11) nach Art eines Y liegend so angeordnet
sind, daß zwischen deren Stirnseiten der Ankerzapfen (5) justier
bar eingespannt gehalten ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Bohrung (3 A) zur Aufnahme des einen Gewindestiftes (6 A) in
Verlängerung des Einstecksockels (5′) des Verankerungszapfens
(5) liegt, wobei die Stirnseite des Gewindestiftes (6 A) zumindest
mittelbar auf die rückwärtige Begrenzungswand (23) des
Einstecksockels (5′) wirkt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Bohrungen (3 B, 3 C) und die beiden darin
einstellbar sitzenden und am Ankerbereich angreifenden Schraubelemente (6 B, 6 C) in etwa in
einem Winkel von 90° bis 150°, vorzugsweise 110° bis 130° zu
einander ausgerichtet sind.
4 . Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß am Ankerzapfen (5) in Querschnitt
darstellung zur Längsrichtung des Laufes (11) winkelig zu
einander ausgerichtete Anschlagflächen (17, 18) ausgebildet
sind, die zumindest in etwa senkrecht zur jeweiligen Bohr
achse der Bohrungen (3 B, 3 C) ausgerichtet sind.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die seitlich sichtbaren Begrenzungen des
Verankerungsblockes (1) in der Ebene der die vorgesehenen
Läufe (7, 8, 11) verbindenden Laufschienen (9, 10) liegen.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Länge des Einstecksockels (5′) in
Axialrichtung des Laufes (11) der Länge der Ausnehmung
(2) entspricht.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verankerungsblock (1) eine längliche
Auskehlung (14) aufweist, die im Durchmesser um den gewünsch
ten Stellbereich größer ist als der Durchmesser der Führungs
hülse (4).
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die üblichen Laufschienen (9, 10) nur
an den unverstellbaren Läufen (7, 8) auf der ganzen Länge
befestigt sind, und an dem zumindest einen justierbaren Lauf
(11) nur in einem hinteren Bereich fest verbunden sind und
zum Mündungsbereich hin einen sich vergrößernden Spalt zu
dem zumindest einen justierbaren Lauf (11) bilden, wobei der
sich vergrößerende Spalt (12, 13) im Bereich der Mündung
dem Abstand der Führungshülse (4) zur Auskehlung (14) am
Verankerungsblock (1) entspricht.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zentrierung aus zwei seitlich gegen
überliegend jeweils über die Dicke des Einstecksockels (5′)
überstehenden wulstartigen konvexen Verdickungen (Wölbungs
flächen 19, 20) besteht, die an den die Ausnehmung (2) ge
genüberliegend begrenzenden Anlageflächen (21, 22) des Ver
ankerungsblockes (1) unter Ermöglichung einer Verschwenkbe
wegung einerseits und einer Translationsbewegung andererseits
in Richtung der Ausnehmung (2) anliegen.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zentrierung aus einer zwischen dem
Einstecksockel (5′) und dem darauf zumindest mittelbar ein
wirkenden Schraubelementes (6 A) zumindest mittelbar wirksa
men Formschlußverbindung (25) besteht.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Formschlußverbindung (25) aus einer zumindest halb
kugelförmigen Vertiefung an der Begrenzungswand (23) bzw.
der Stirnseite des Schraubelementes (6 A) besteht, in die eine
am jeweils anderen Teil (6 A, 23) ausgebildete bzw. daran
abgestützte halbkugelförmige Wölbung (29) eingreift.
12. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die hintere Begrenzungswand (23) mit einer in Längsrich
tung verlaufenden halbzylinderförmigen Ausnehmung versehen
ist, in die ein eine Formschlußverbindung (25) bewirkender
Halbzylinder eingreift, der an seiner rückwärtigen Seite
durch das hintere Schraubelement (6 A) druckbeaufschlagbar
zentriert ist.
13. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß in der hinteren Begrenzungswand (23) eine Zentrierboh
rung (31) eingebracht ist, in der eine an der Stirnseite des
Schraubelementes (6 A) ausgebildete oder daran abgestützte
Zentrierspitze (33) eingreift.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, 7, 8 oder
10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer eine Siche
rung auch gegen ein Axialverschieben des Einstecksockels (5′)
in Laufrichtung unterbindenden Zentriereinrichtung (25; 27 bis
33) die Länge des Einstecksockels (5′) in Laufrichtung kürzer
ist als die Ausnehmung (2).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883834304 DE3834304C1 (en) | 1988-10-08 | 1988-10-08 | Device for adjusting at least one front barrel end of a weapon having at least three barrels |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883834304 DE3834304C1 (en) | 1988-10-08 | 1988-10-08 | Device for adjusting at least one front barrel end of a weapon having at least three barrels |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3834304C1 true DE3834304C1 (en) | 1990-02-08 |
Family
ID=6364685
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883834304 Expired - Lifetime DE3834304C1 (en) | 1988-10-08 | 1988-10-08 | Device for adjusting at least one front barrel end of a weapon having at least three barrels |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3834304C1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0690282A3 (de) * | 1994-06-30 | 1996-09-11 | Blaser Horst Jagdwaffen | Zweiläufiges Gewehr |
| EP1102024A1 (de) * | 1999-11-20 | 2001-05-23 | Blaser Jagdwaffen GmbH | Verfahren zur Höhen- und Seitenverstellung der Läufe einer dreiläufigen Waffe und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
| EP2916095A1 (de) * | 2014-03-06 | 2015-09-09 | L&O Hunting Group GmbH | Laufhalterung und Laufbündel mit mindestens einer derartigen Laufhalterung |
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-
1988
- 1988-10-08 DE DE19883834304 patent/DE3834304C1/de not_active Expired - Lifetime
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