DE3840268C1 - Air blow-out device for ventilation and air-conditioning installations - Google Patents
Air blow-out device for ventilation and air-conditioning installationsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Luftausblasvorrichtung für
Lüftungs- und Klimaanlagen in Räumen unter Verwendung
eines Wirbelerzeugers, der durch eine hohlzylindrische
und/oder hohlkegelstumpfförmige Ausblaswirbelkammer
gebildet ist, wobei in der Austrittsebene der Ausblas
wirbelkammer ein Diffusor angeordnet ist, dessen Ein
trittsdurchmesser kleiner oder gleich dem inneren Durch
messer der Ausblaswirbelkammer ist und auf der Achse
eine Düse und/oder ein Gleichrichter axial verstellbar
angeordnet ist bzw. sind, wobei der Außendurchmesser
der Düse mindestens so groß wie der Eintrittsdurch
messer des Diffusors ist.
Eine Luftausblasvorrichtung der aufgezeigten Gattung
ist aus der DE-OS 36 42 056 bekannt. Hierbei wird über
ein Zuluftrohr, das an einen Luftförderer, z. B. einen
Ventilator, angeschlossen ist, dem Wirbelerzeuger Warm-
oder Kaltluft zugeführt. Im Wirbelerzeuger ist ein spe
zieller Drallerzeuger in Form eines verstellbaren Luft
lenkelementerings angeordnet. Durch Verstellen der
Luftlenkelemente kann die Drallstärke und damit die
Strahlrichtung des austretenden Luftstrahls vom Hori
zontal- bis zum Vertikalstrahl verändert werden. Da
durch ist es möglich, im Heizfall die Warmluft ohne
Drall von der Raumdecke vertikal in den Aufenthaltsbe
reich eines Raumes zu blasen. Im Kühlfall wird durch
Verstellen der Luftlenkelemente der austretende Luft
strahl so stark verdrallt, daß die Kaltluft horizontal
in den Raum geblasen und vor Erreichen des Aufenthalts
bereichs intensiv mit Raumluft durchmischt wird.
Nachteilig bei den bekannten Luftausblasvorrichtungen
ist der komplizierte Aufbau des Drallerzeugers und die
große Volumenstromänderung infolge der erheblichen Be
einflussung der Druckverluste durch die Dralländerung.
Außerdem sind zur Förderung der Luft vom Luftförderer
zum Wirbelerzeuger entsprechende Förderleitungen er
forderlich.
Aus der europäischen Patentanmeldung 01 57 999 ist
eine Luftausblasvorrichtung mit einem zum Ansaugen
und Fördern der Luft dienenden Gebläse bekannt. Der
vom Gebläse erzeugte Luftstrom wird einer um eine
vertikale Achse drehbar angeordneten Auslaßdüse zu
geführt, die vorzugsweise nebeneinander angeordnete
Lamellen aufweist. Dadurch soll ein sich fächerförmig
verbreitender Luftstrom erreicht werden. Die durch
das Gebläse entstehende Drallströmung wird durch die
Anordnung der Auslaßdüse, insbesondere in Form der
nebeneinander angeordneten Lamellen, zielgerichtet
aufgehoben. Die Regelung des austretenden Luftstroms
wird neben der Luftgeschwindigkeit und Einstellung
der Auslaßdüse primär durch Änderung der Drehge
schwindigkeit der Auslaßdüse erreicht.
Nachteilig hierbei sind neben dem baulichen Aufwand
die laufenden Betriebskosten und eine Störanfällig
keit sowie die erforderliche Regelung oder Einstel
lung der Drehgeschwindigkeit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer
Luftausblasvorrichtung der aufgezeigten Gattung die
Luftführungs- und Regelungseigenschaften bei Wegfall
des zur Drallerzeugung erforderlichen zusätzlichen
baulichen Aufwands zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß auf der dem Diffusor gegenüberliegenden Seite
der Ausblaswirbelkammer ein Ventilator mit zugeordne
tem Ansaugstutzen angeordnet ist, wobei dem Ventilator
oder dem Diffusor Strömungswiderstände vor- und/oder
nachgeschaltet sein können.
Erfindungsgemäß wird der physikalische Effekt der Druck
erhöhung, der in einem Ventilator auf der Erzeugung einer
Drallströmung beruht, genutzt, wodurch auf einen spezi
ellen Drallerzeuger verzichtet werden kann. Nach der
Euler'schen Hauptgleichung ist die Druckerhöhung in
einer Strömungsarbeitsmaschine von der Umfangskomponente
der absoluten Austrittsgeschwindigkeit des Förderme
diums abhängig. Die durch diese Umfangskomponente be
dingte Drallstärke der geförderten Luft ist ausreichend,
um alle gewünschten Eigenschaften eines Drallstrahles
zum Zweck der Belüftung und Klimatisierung von Räumen
zu verwirklichen, wenn dem Ventilator ein Diffusor
nachgeschaltet ist.
Falls die Drallstärke erhöht werden soll, kann dem
Ventilator ein fester oder variabler Strömungswider
stand zwecks Steigerung der Druckerhöhung vor- oder
nachgebaut werden, wobei die Strömungswiderstände in
Form von Drosseln, Streben oder Rohrleitungen ausge
bildet sein können.
Es besteht die Möglichkeit, dem Ventilator Einrich
tungen zur Aufbereitung der zu fördernden Luft vorzu
schalten, z. B. einen Wärmetauscher und/oder einen Be
feuchter. An den Wärmetauscher können eine Kühlmittel
leitung und eine Heizmittelleitung angeschlossen sein.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Düse
dem Diffusor nachgeschaltet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeich
nung dargestellt und werden nachfolgend näher beschrie
ben. Es zeigt
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine Luftaus
blasvorrichtung mit einem stetigen Übergang
des Gehäuses der Ausblaswirbelkammer in den
Diffusor;
Fig. 2 wie Fig. 1, jedoch mit zylindrischem Ge
häuse der Ausblaswirbelkammer;
Fig. 3 wie Fig. 1, jedoch mit in axialer Richtung
verstellbarem Gleichrichter;
Fig. 4 wie Fig. 3, jedoch mit veränderter Stellung
des Gleichrichters;
Fig. 5 wie Fig. 2, jedoch mit in axialer Richtung
verstellbarer Düse;
Fig. 6 wie Fig. 5, jedoch mit veränderter Stellung
der Düse;
Fig. 7 wie Fig. 1, jedoch mit einer dem Diffusor
nachgeschalteten in axialer Richtung ver
stellbaren Düse und
Fig. 8 wie Fig. 1, jedoch mit einem dem Ventilator
vorgeschalteten Wärmetauscher und einem
Kombinationsbauteil, bestehend aus Gleich
richter und Düse.
Die in Fig. 1 dargestellte Luftausblasvorrichtung be
steht aus einer Ausblaswirbelkammer 12 mit einem An
saugstutzen 11 für den Ventilator 1, der in radialer,
diagonaler oder axialer Bauart ausgeführt sein kann.
Die vom Ventilator 1 angesaugte Raumluft 3 erfährt im
Laufrad einen Drall, der von der totalen Druckerhöhung
des Ventilators 1 abhängt. Die axiale Drallströmung
hinter dem Ventilator 1 kann mit Hilfe eines Diffusors 2
verlustfrei in eine radiale Abströmung 4 der geförderten
Luft umgelenkt werden.
Die Drallstärke des Ventilators 1 kann abhängig von
der konstruktiven Ausführung bei geringer Druckerhöhung
so schwach sein, daß sich trotz der Diffusorwirkung
keine radiale, sondern eine axiale Abströmung der geför
derten Luft einstellt. Eine radiale Abströmung 4 wird
dann erreicht, wenn man dem Ventilator 1 oder dem
Diffusor 2 Strömungswiderstände, z. B. in Form von
Lochblechen oder Drosseln, zum Zweck der Drallerhöhung
vor- oder nachschaltet. Gestaltet man die Strömungs
widerstände variabel, so wird mit einfachsten Mitteln
eine stetige Steuerung der Strahlrichtung vom Axial-
zum Radialstrahl mit variabler Drallstärke möglich.
Die Ausführung nach Fig. 2 unterscheidet sich zur
Ausführung nach Fig. 1 nur durch das zylindrische Ge
häuse der Ausblaswirbelkammer 12.
Ist die Drallstärke des Ventilators 1 aufgrund der
Einbausituation der Luftausblasvorrichtung als konstante
Größe vorgegeben, so lassen sich variable Strahlforma
tionen der geförderten Luft dadurch erreichen, daß ge
mäß Fig. 3 und 4 ein auf der Achse 13 der Luftausblas
vorrichtung verschiebbarer Gleichrichter 5 dem Venti
lator 1 nachgeschaltet ist. Der Gleichrichter 5, der
die von Turboarbeitsmaschinen bekannte Funktion eines
Nachleitrades hat, hebt die Drallstärke der Luftströmung
ganz oder teilweise auf. Wird der Gleichrichter 5 in
die Austrittsebene des Diffusors 2 positioniert, so er
fährt die gesamte Luftströmung die Gleichrichterwirkung
und der Luftstrahl wird axial mit einer großen verti
kalen Geschwindigkeit in den Raum einströmen.
Wird der Gleichrichter 5 in eine Stellung zwischen
Diffusor 2 und Ventilator 1 gemäß Fig. 4 gebracht, so
wird nur ein Teil der Drallströmung gleichgerichtet,
der andere Teil bleibt drallbehaftet. Hierdurch wird
es möglich, die Drallstärke der geförderten Luft zwi
schen einem maximalen und einem minimalen Wert zu
variieren. Der Luftstrahl kann somit stetig vom Axial
strahl mit großer vertikaler Eindringtiefe im Heizfall
bis zum Radialstrahl mit großer Drallstärke und hoher
Induktion im Kühlfall gesteuert werden. In den Zwischen
stellungen des Gleichrichters 5 ergeben sich für die
Lüftungstechnik interessante Strahlformationen, die
durch eine symmetrische Verdrängungsströmung mit in
allen Richtungen wirkenden Geschwindigkeitskomponenten
oder durch eine Aufteilung des Gesamtstrahls in einen
horizontalen und vertikalen Teilstrahl gekennzeichnet
sind.
An die Stelle des Gleichrichters 5 kann auch eine Düse 7
gesetzt werden. Der Austrittsdurchmesser der Düse 7
ist kleiner oder gleich dem Eintrittsdurchmesser des
Diffusors 2. Die Düse bewirkt eine Beschleunigung der
axialen Geschwindigkeitskomponente des Drallstrahls und
hebt außerdem in der untersten Düsenposition nach Fig. 6
die Wirkung des Diffusors 2 auf. Durch Verschieben der
Düse zwischen dem Diffusor 2 und dem Ventilator 1 auf
der Achse 13 der Ausblasvorrichtung gemäß Fig. 5 kann
ebenfalls die Strahlrichtung beliebig variiert werden.
Die Düse 7 der vorstehend beschriebenen Art kann auch
zum Zweck der Strahllenkung in Strömungsrichtung gesehen
hinter dem Diffusor 2 verstellbar angeordnet werden.
Sind im Heizfall besonders hohe Eindringtiefen des Warm
luftstrahls gefordert, so ist eine Kombination 6 der
zuletzt genannten Maßnahmen aus Gleichrichter 5 und Düse 7
nach Fig. 8 sinnvoll. In diesem Fall vereinigt man alle
vorher genannten Eigenschaften in einem Bauteil. Nach
Fig. 8 ist dem Ventilator 1 ein Wärmetauscher 10 vorge
schaltet, an dem eine Kühlmittelleitung 8 und eine Heiz
mittelleitung 9 angeschlossen sind.
Aufstellung der Bezugszeichen
1 Ventilator
2 Diffusor
3 Raumluft
4 Abströmung radial
5 Gleichrichter
6 Kombinationsbauteil (Gleichrichter + Düse)
7 Düse
8 Kühlmittelleitung
9 Heizmittelleitung
10 Wärmetauscher
11 Ansaugstutzen für 1
12 Ausblaswirbelkammer
13 Achse
2 Diffusor
3 Raumluft
4 Abströmung radial
5 Gleichrichter
6 Kombinationsbauteil (Gleichrichter + Düse)
7 Düse
8 Kühlmittelleitung
9 Heizmittelleitung
10 Wärmetauscher
11 Ansaugstutzen für 1
12 Ausblaswirbelkammer
13 Achse
Claims (8)
1. Luftausblasvorrichtung für Lüftungs- und Klimaan
lagen in Räumen unter Verwendung eines Wirbeler
zeugers, der durch eine hohlzylindrische und/oder
hohlkegelstumpfförmige Ausblaswirbelkammer gebildet
ist, wobei in der Austrittsebene der Ausblaswirbel
kammer ein Diffusor angeordnet ist, dessen Eintritts
durchmesser kleiner oder gleich dem inneren Durch
messer der Ausblaswirbelkammer ist und auf der Achse
eine Düse und/oder ein Gleichrichter axial verstell
bar angeordnet ist bzw. sind, wobei der Außendurch
messer der Düse mindestens so groß wie der Eintritts
durchmesser des Diffusors ist, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der dem Diffusor (2) gegenüberliegenden Seite
der Ausblaswirbelkammer (12) ein Ventilator (1) mit
zugeordnetem Ansaugstutzen (11) angeordnet ist.
2. Luftausblasvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß dem Ventilator (1) oder dem Diffusor
(2) Strömungswiderstände vor- und/oder nachgeschaltet
sind.
3. Luftausblasvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Strömungswiderstände in
Form von Drosseln, Streben oder Rohrleitungen aus
gebildet sind.
4. Luftausblasvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Ventila
tor (1) Einrichtungen zur Aufbereitung der zu för
dernden Luft vorgeschaltet sind.
5. Luftausblasvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß dem Ventilator (1) ein Wärme
tauscher (10) vorgeschaltet ist.
6. Luftausblasvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß dem Ventilator (1) ein Befeuchter
vorgeschaltet ist.
7. Luftausblasvorrichtung nach einem der Ansprüche
4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Wärme
tauscher (10) eine Kühlmittelleitung (8) und eine
Heizmittelleitung (9) angeschlossen sind.
8. Luftausblasvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (7)
dem Diffusor (2) nachgeschaltet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883840268 DE3840268C1 (en) | 1988-11-30 | 1988-11-30 | Air blow-out device for ventilation and air-conditioning installations |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883840268 DE3840268C1 (en) | 1988-11-30 | 1988-11-30 | Air blow-out device for ventilation and air-conditioning installations |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3840268C1 true DE3840268C1 (en) | 1990-02-01 |
Family
ID=6368119
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883840268 Expired - Lifetime DE3840268C1 (en) | 1988-11-30 | 1988-11-30 | Air blow-out device for ventilation and air-conditioning installations |
Country Status (1)
| Country | Link |
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|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of patent without earlier publication of application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8365 | Fully valid after opposition proceedings | ||
| 8380 | Miscellaneous part iii |
Free format text: PATENT UNBESCHRAENKT AUFRECHTERHALTEN ES WIRD EINE NEUE PATENTSCHRIFT GEDRUCKT |
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: ERWIN MUELLER GMBH, 49808 LINGEN, DE |
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |