DE3841871A1 - Verfahren zum bohren von loechern in mauerwerk oder beton - Google Patents
Verfahren zum bohren von loechern in mauerwerk oder betonInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bohren von
Löchern in Mauerwerk oder Beton.
Bei einem zum Stande der Technik gehörenden Verfahren
zum Bohren von Löchern benutzt man Bohrer mit einer
zentralen Durchgangsöffnung, die über ein Zwischenstück
mit dem sich drehenden Schaft einer Bohr-, Schlagbohr
oder Kernbohrmaschine verbindbar sind. Das
Zwischenstück ist unter Bildung eines Hohlraumes
drehbar und dicht in einer Hülse gelagert und mit einer
zentralen Sackbohrung versehen, die von dem
bohrerseitigen Ende ausgeht und sich bis in die Nähe
des maschinenseitigen Endes des Zwischenstückes
erstreckt. Ferner ist das Zwischenstück im Bereich der
Hülse mit Durchtrittsöffnungen versehen, die die
Durchgangsöffnung des Bohrers mit dem Hohlraum
verbinden. In den Hohlraum mündet ein durch die Wandung
der Hülse geführter Anschlußstutzen, der mit einer
Druckwasserquelle verbunden wird.
Beim Bohren tritt das über den Anschlußstutzen und den
Hohlraum zugeführte Druckwasser über die Bohrung des
Zwischenstückes in die Durchgangsöffnung des Bohrers
ein und fließt längs der Innenwandung des Mantels des
Bohrers in das Bohrloch, aus dem es entlang der
Auswanderung des Bohrmantels nach oben austritt.
Dabei wird das anfallende Bohrklein mitgerissen und
ständig aus dem Bohrloch entfernt. Gleichzeitig erfolgt
eine ständige Wasserkühlung der Schneidkanten und
-flächen des Bohrers.
Das bekannte Verfahren ist mit dem Nachteil behaftet,
daß verhältnismäßig große Wassermengen erforderlich
sind, die aus dem Bohrloch austreten und zu
Verschmutzungen des Arbeitsplatzes führen, die man zwar
auf einem Neubau in Kauf nehmen kann, nicht aber, wenn
Arbeiten in bereits bewohnten Gebäudeteilen
durchgeführt werden müssen. Dies ist häufig der Fall,
wenn nachträglich Mauerdurchbrüche, z.B. für neu zu
verlegende Heizungsrohre und dergleichen erstellt
werden müssen, die meist nicht nur durch die Trennwän
de, sondern auch durch die Betondecken geführt werden
müssen. Um Verschmutzungen so weit wie möglich zu
vermeiden, hat man daher Auffangbehälter
konstruiert, die an der Unterseite einer Betondecke an
der Stelle angebracht werden, an der von oben die
Durchgangsbohrung durchgeführt wird. Auch bei dieser
umständlichen Methode, die zusätzliche Arbeitskräfte
erfordert, lassen sich Verschmutzungen nicht vermeiden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, derartige
Bohrungen so durchzuführen, daß Verschmutzungen durch
Staub und Wasser weitgehend vermieden werden.
Ausgehend von einem Verfahren der eingangs
beschriebenen Art besteht die Erfindung darin, daß der
Anschlußstutzen an eine Unterdruckquelle, vorzugsweise
einen Staubsauger angeschlossen wird und das beim
Bohren anfallende Bohrklein trocken durch Absaugen
entfernt wird.
Der besondere Vorteil dieses Verfahrens ist darin zu
sehen, daß auf die Verwendung von Wasser verzichtet
werden kann, dessen Einsatz bisher für erforderlich
gehalten wurde, um eine ausreichende Kühlung der
Schneiden des Bohrers zu gewährleisten. Vorliegende
Versuchsergebnisse haben gezeigt, daß beim Absaugen des
Bohrkleins mittels eines Staubsaugers nicht nur das im
Bohrloch anfallende Bohrklein schnell entfernt wird,
sondern daß die Kühlung durch den ständigen Luftstrom
im Bereich des in das Mauerwerk eingedrungenen Bohrers
völlig ausreichend ist. Ein weiterer Vorteil ergibt
sich beim Bohren mit einer Schlagbohrmaschine, bei der
das zu bohrende Material durch ständiges Schlagen
weniger abgerieben als abgesplittert wird. Dieses
Absplittern wird dann erheblich beeinträchtigt, wenn
die Bohrstelle und damit das zu entfernende Material
feucht ist, was sich bei der bekannten Methode nicht
vermeiden läßt.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich Bohrlö
cher bis zu einem Durchmesser von 600 mm ohne
Schwierigkeiten herstellen.
Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens mit den Merkmalen der
Ansprüche 2 bis 5.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung schematisch dargestellt.
Die Figur zeigt einen Längsschnitt durch das
Zwischenstück und den Bohrer in schematischer
Darstellung. Der mit (2) bezeichnete Bohrer, z.B. ein
Diamantbohrer oder ein Hartmetall-Schlagbohrer ist auf
das untere mit einem Gewinde versehene Ende des
Zwischenstückes (1) aufgeschraubt. Der Bohrer selbst
hat die Form eines Hohlzylinders (3), dessen untere
Kante (4) die Schneidkante bildet, die in das
Mauerwerk (5) eindringt. Mit (6) ist ein ringförmiges
Anschlußstück bezeichnet, das mit einem Innengewinde
versehen und auf das Außengewinde am unteren Ende des
Zwischenstückes (1) aufschraubbar ist. Das im
Querschnitt runde Zwischenstück ist mit einem zentralen
Sackbohrloch (7) versehen, das von dem bohrerseitigen
Ende ausgeht und sich bis in die Nähe des
maschinenseitigen Endes erstreckt. In dem auf der
Zeichnung oberen Abschnitt ist das Zwischenstück unter
Bildung eines Hohlraumes (8) drehbar und dicht in einer
Hülse (9) gelagert, die mit einem Anschlußstutzen (10)
versehen ist, über den der Hohlraum mit einer
Unterdruckquelle, z.B. einem Staubsauger verbunden
werden kann. Mit (11) sind Durchtrittsöffnungen in der
Wandung des Zwischenstückes (1) bezeichnet, über die
der Hohlraum (8) mit der zentralen Bohrung (7) und
damit mit dem Innenraum des Hohlbohrers verbunden ist.
Das maschinenseitige Ende des Zwischenstückes ist bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit einem sechs
kantigen Dorn (12) versehen, der in üblicher Weise
in das Bohrfutter einer Bohrmaschine einspannbar ist.
Zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens
wird zunächst das Kupplungsstück eines
Staubsaugerschlauches mit dem Anschlußstutzen (10)
verbunden und der Dorn (12) in das Futter einer
Bohrmaschine eingespannt. Während des Bohrvorganges
wird das sich am Boden des Bohrloches bildende
Bohrklein (13) ständig aus dem Bohrloch abgesaugt und
gelangt über den Hohlraum des Bohrers, die zentrale
Bohrung des Zwischenstückes (1), den Hohlraum (8) in
den Abscheideraum des Staubsaugers. Gleichzeitig wird
eine entsprechende Luftmenge von außen in das Bohrloch
gesaugt, die für die erforderliche Kühlung der
Schneidkanten sorgt. Es tritt während des Bohrens keine
Belästigung durch aufwirbelnden Staub auf. Da auch kein
Wasser benutzt wird, werden die dadurch verursachten
Verunreinigungen vollständig vermieden. Das Verfahren
läßt es zu, daß Bohrungen auch in bewohnten Räumen
durchgeführt werden können.
Claims (5)
1. Verfahren zum Bohren von Löchern in Mauerwerk oder
Beton mittels eines Bohrers, der eine zentrale
Durchgangsöffnung aufweist und über ein Zwischenstück
mit dem sich drehenden Schaft einer Bohr-, Schlagbohr
oder Kernbohrmaschine verbindbar ist, wobei das
Zwischenstück unter Bildung eines Hohlraumes drehbar
und dicht in einer Hülse gelagert, mit einer von seinem
bohrerseitigen Ende ausgehenden zentralen Sackbohrung
versehen ist, die sich bis in die Nähe seines
maschinenseitigen Endes erstreckt und
Durchtrittsöffnungen im Bereich der Hülse enthält, die
die Durchgangsöffnung des Bohrers mit dem Hohlraum
verbinden, in den ein durch die Wandung der Hülse
geführter Anschlußstutzen mündet, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anschlußstutzen an eine
Unterdruckquelle, vorzugsweise einen Staubsauger
angeschlossen und das beim Bohren anfallende Bohrklein
trocken durch Absaugen entfernt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
bestehend aus einem Bohrer mit einer zentralen
Durchgangsöffnung, der über ein Zwischenstück mit dem
sich drehenden Schaft einer Bohr-, Schlagbohr- oder
Kernbohrmaschine verbunden ist, wobei das
Zwischenstück unter Bildung eines Hohlraumes drehbar
und dicht in einer Hülse gelagert und mit einer
zentralen Bohrung versehen ist, die sich von dem
bohrerseitigen Ende ausgehend bis in die Nähe des
maschinenseitigen Endes erstreckt und
Durchtrittsöffnungen im Bereich der Hülse enthält, die
die Durchgangsöffnung des Bohrers mit dem Hohlraum
verbinden, dadurch gekennzeichnet, daß das
Zwischenstück an seinem unteren Ende mit einem
Gewinde zum Einschrauben des Bohrers versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das maschinenseitige Ende des Zwischenstückes mit
einem vorzugsweise sechskantigen Dorn zum Einspannen in
das Bohrfutter einer Bohr- oder Schlagbohrmaschine
versehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das maschinenseitige Ende des Zwischenstückes eine
konusförmige Vertiefung zum Einsetzen des konusförmigen
Endes des Schaftes einer Kernlochbohrmaschine enthält.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anschlußstutzen ein
Kupplungsstück zum Anschluß des Zwischenstückes an die
Kupplung eines Staubsaugerschlauches enthält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3841871A DE3841871A1 (de) | 1988-12-13 | 1988-12-13 | Verfahren zum bohren von loechern in mauerwerk oder beton |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3841871A DE3841871A1 (de) | 1988-12-13 | 1988-12-13 | Verfahren zum bohren von loechern in mauerwerk oder beton |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3841871A1 true DE3841871A1 (de) | 1990-06-21 |
Family
ID=6369019
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3841871A Withdrawn DE3841871A1 (de) | 1988-12-13 | 1988-12-13 | Verfahren zum bohren von loechern in mauerwerk oder beton |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3841871A1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1988
- 1988-12-13 DE DE3841871A patent/DE3841871A1/de not_active Withdrawn
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