DE388025C - Vorrichtung zum Entschlaemmen von Klaerbecken unter Verwendung eines Kolbens - Google Patents

Vorrichtung zum Entschlaemmen von Klaerbecken unter Verwendung eines Kolbens

Info

Publication number
DE388025C
DE388025C DEK62783D DEK0062783D DE388025C DE 388025 C DE388025 C DE 388025C DE K62783 D DEK62783 D DE K62783D DE K0062783 D DEK0062783 D DE K0062783D DE 388025 C DE388025 C DE 388025C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
sludge
roof
mud
desludging
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK62783D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Borsig GmbH
Original Assignee
Borsig GmbH
Publication date
Priority to DEK62783D priority Critical patent/DE388025C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE388025C publication Critical patent/DE388025C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D21/00Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation
    • B01D21/24Feed or discharge mechanisms for settling tanks

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Entschlämmen von Klärbecken unter Verwendung eines Kolbens.
  • Die Erfindung bezieth sich auf eine Vorrichtung zum Enschlämmen von Klärbecken unter Verwendung eines den abgesetzten Schlamm hinausdrängenden Kolbens. Bei der Entsehlämmung der Klärbecken, in denen sich der mit den Abwässern mitgeführte Schlamm absetzt, ist es ein Haupterfordernis, daß das Entschlämmen während des Betriebes stattfinden kann und hierbei der Klärprozeß nicht gestört wird.
  • Es ist daher vorgeschlagen worden, die Klärbecken unten zu verjüngen uni an der tiefsten Stelle der Ver jüngung eincn nach oben offene wagerechten oder wenig geneigten Schlammkanal anzuordnen, in welchem sich der herabsinkende und an den schrägen Flächen herabgleitende Schlamm sammelt. Dieser Kanal kann mit Hilfe von jalousieartig angeordneten Verschlußklappen oder durch einen VErschlußbalken nach oben abgeschlossen werden, so daß er vom eigentlichen Klärbecken getrennt ist.
  • Der auf diese Weise vom Klärbecken abgetrennte Schlamm wird mit Hilfe eines im Schlamuikanal verschieblich angeordneten Kolbens, auf den einseitig die im Klärbecken entstehende Wassersäule drückt, hinausgeschoben.
  • Tst dies geschehen, so führt man den Kolben wieder zurück und bringt durch öffnen der Rinne diese wieder mit dem Klärbehälter in Verbindung.
  • Diese Art der Entschlämmung hat zunächst den Nachteil, daß verhältnismäßig tiefe Klärbecken angelegt werden müssen, da die Wandungen des verjüngten Teiles ziemlich steil abfallen müssen, um den sich absetzenden Schlamm herabgleiten zu lassen.
  • Abgeshen hiervon wird zummindesten durch das Öffnen des jalousieartigen Abschlußorganes der Klärprozeß nicht unwesentilich gestört, und außerdem kann von außen niemals beurteilt werden, ob der in der Schlammrinne befindliche Schlamm die richtige Beschaffenheit hat, ob er also weder zu flüssig, noch zu fest ist. Im ersteren Falle nämlich wird mit dem Schlamm zuviel Wasser mit herausgedrückt, was zur Folge hat, daß die weitere Verarbeitung des Schlammes bzw. seine Weiterförderung Sehwierigkeiten bereitet. Im letzteren Falle, d. h. wenn der Schlamm zu dick ist, versagt unter Umständen die Fördervorrichtung ganz, da dann der Druck der auf dem verschiehliehen Kolben lastenden Wassersäule nicht ausreicht, um den Schlamm herauszudrücken.
  • Es ist nun les weiteren bereits vorgeschlagen worden, die Klärbecken trichterförmig nach unten in einen senkerchten Schlammkanal übergehen zu lassen und ein kolbenartiges Abschlußgliced zu verwenden, das in den Schlammkanal von oben eingeführt wird und unter dem Druck der auf ihm lastenden Flüssigkeitssäule den Schlamm vor sich herträgt.
  • Abgesehen davon, daß durch diese Bauart iie Anlage noch tiefer in den Boden ausbaut als die zuerst erwähnte, bleiben die anderen Nachteile bestehen, da einesteils von außen nicht heurteilt werden kann, wie die Konsistenz des sich abgesetzt habenden Schlammes ist, andernteils das Einbringen und vor allen Dingen das Zurückziehen des Abschlußorganes Störunben des Klärvorganges hervorrufen muß.
  • Der Zweck der Erfindung ist es nun, alle diese Nachteile zu vermeiden, und zwar geschiebt dies dadurch, daß der Kolben an sein als dachförmige Verschlußbalken ausgebildeten Verschlußkörpern aufgehängt und in bezug auf sein spezifisches Gewicht derart abgestimmt ist, daß er im Wasser untersinkt, auf dem Schlamm aber schwimmt, wobei sich die dachförmigen Verschlußbalken mit dein entsprechend gestalteten Balkenrost zu einer geschlossenen Flüssigkeit und Schlamm trennenden Platte ergänzen.
  • Hierdurch wird es ermöglicht, verhältnismäßig flache, sich nach unten nicht verjüngende Klärbecken zu verwenden. Abgesehen hiervon aber verursacht weder das Einführen noch das Herausziehen des Kolbens Störungen des Klärvorganges, und außerdem wird stets ein Schlamm von genau gleicher Konsistenz ausgekehrt. ohne daß es notwendig wäre, besonders auf die Zusammensetzung des Schlammes und seine Dichtigkeit zu achten, da der Kolben sich selbsttätig schließt, sobald er an diejenigen Schichten gelangt, die die gweünschte Konsistenz haben.
  • Infogedessen wird auch lie Weiterferarbeitung des Schlammes wesentlich erleichtert, und es wird an Zeit und Arbeit gespart.
  • Schließlich kommt noch hinzu, daß, da der Kolben Idie gesamte Fläche des Beckens ausnimmt, auch der gesamte Wasserdruck auf den Kolben wirkt und demzufolge der Schlamm schon ziemlich dick sein kann, trotzdem aber einwandsfrei und störungslos herausgedrängt wird.
  • Wie aus Abb. I, 3 und 4 ersichtlich, schließen sich unter größter Raum ausnutzung unterhalb der Becken a die zur Aufnahme des Schlammes in beliebiger Anzahl angeordneten Schlammkammern b mit senkrechten Wänden an. Die niedersikenden Schlammteilchen können die angenommene Richtung heibehalten und sich unmittelbar auf der ganzen Grundfläche der Schlammkammern gleichmäßig absetzen, ohne den für die Klär- oder Durchlfußzone bestimmten Beckenquerschnitt zu verkleinern.
  • Die Größe bzw. Tiefe der einzelnen Schlammkammern richtet sich nach der Beschaffenhcit des Schlammes und wird derart bemessen. daß Ider entfallende Schlamm so lange liegen kann, bis er die zur Förderung wirtschaftlich geeignetste Dichtigkeit erreicht hat.
  • Die Sohle jeder Schlammkammer erhält an einer oder methreren Stellen verschließbare Ablaßstutzen d, die auch mit einer gemeinschaftlichen Absaugevorrichtung in Verbindung gebracht werden können und das Ablassen oder Absaugen der untersten und ältesten Schlammschicht gestatten. Es kann also jede Schlammkammer ganz unabhängig von den anderen nach Bedarf entschlammt werden, was besonders für den vorderen Teil des Klärbeckens infolge der dort am stärksten auftretenden Schlammablage rung von größter Wichtigkeit ist.
  • Zur Trennung un<d zum Abschluß der aus einer Schlammkammer auszustoßenden ältesten, mithin spezifisch schwersten Schlammschicht dient nun als Hauptgegenstand -der Erfindung ein dem Grundriß der Kammer angepaßter, senkrecht zu bewegender Kolben k, dessen spezifisches Gewicht genau, der zu entfernenden Schlammschicht entspricht und der sich infolgedessen selbsttätig über dieser Schicht einstellt und schwimmend verhält.
  • Der Kolbenkörper selbst ist zum ungehinderten Durchlassen von Wasser und leichteren Schlammschichten rostartig ausgebildet. Quer zu den Rostspalten o sind über dem Rahmen des Kolbenkörpers zwei gegenüberliegende Wellen w drehbar verlagert, an denen durch die Hebel h die Verschlußbalken t zum Öffnen und Schließen der Spalten an beiden Enden aufgehängt sind.
  • Außerdem sitzen auf den beiden Wellen in der Mitte noch je ein Hebel mit den Gegengewichten g, an die ein Seil, das mit einem beliebigen Windewerk verbunden ist, angreift.
  • Beim Anziehen des Seiles bzw. in hängenclem Zustand Ides Kolbens (Abb. 4) werden diese und gleichzeitig sämtlich auf den Wellen sitzende Hebel mit den Verschlußbalken hochgezogen und Dadurch Idie Rostspalben o geöffnet, während beim Aufsetzen des Kolbens und herabgelassenem Hängeseil (Abb. 3) durch den Druck der Gegengewichte nach unten die Spalten von den Balken selbsttätig geschlossen werden.
  • In normalem Zustand hängt der Kolben über dem Wasserspiegel mit geöffneten Spalten. Zum Entschlammen einer Schlammkammer wird der Kolben mit einer die Klärwirkung nicht störenden Geschwindigkeit so tief abgelassen, bis er infolge seines spezifischen Gewichtes auf der gewünschten gleichschweren Schlammschicht sitzenbleiht und sich dort schwimmend verhält. Durch weiteres Nach lassen des Seiles werden die Verschlußbalken mittels der Gegengewichte selbsttätig nach unten gedrückt und die Spalten geschlossen.
  • In geschlossenem Zustand bildet der Kolben einen vollständigen Abschluß des zu entfernenden Schlammes und verhindert somit ein Durchbrechen von leichteren Schichten oder gar Wasser.
  • Beim Absaugen oder Ablassen des Schlammes unterhalb des Kolbens senkt sich dieser infolge seines spezifischen Gewichtes selbsttätig mit der Oberfläche der entsprechenden Schicht und gewährt hierdurch in jeder Stellung bis zur Sohle einen - zuverlässigen Abschluß.
  • Nach Beseitigung des Schlammes und Abstellen der. Saugwirkung werden beim Anziehen des Seiles zunächst die Spalten geöffnet und dadurch ein Druckausgleich herbeigeführt.
  • Der Kolben kann jetzt bequem mit der zulässigen Geschwindingkeit durch den überstehenden Beckeninhalt hochgezogen und zum Entschlammen einer weiteren Kammer benutzt werden.

Claims (1)

  1. Der während der Entschlammungsperiode auf Ider Oberfläche des Kolbens etwa abgelagerte Schlamm wird durch die dachförmige Ausbildung der Verschluß- und Rostbalken p beim Anheben von den stark geneigten Rutschflächen zur Kammersohle weitergeleitet PATENT-ANSPRUCH: Vorrictung zum Entschlämmen von Klärbecken unter Verwendung eines Kolbens, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben an seinen als dachförmige Verschlußbalken (t) ausgebildeten Verschlußkörperu aufgehängt und in bezug auf sein spezifisches Gewicht derart abfgestimmt ist, daß er im Wasser untersinkt, auf dem Schlamm aber schwimmt, wobei sich die dachförmigen Verschlußbalken (t) mit dem entsprechend gestalteten Balkenrost zu einer geschlossenen, Flüssigkeit und Schlamm trennenden Platte ergänzen.
DEK62783D Vorrichtung zum Entschlaemmen von Klaerbecken unter Verwendung eines Kolbens Expired DE388025C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK62783D DE388025C (de) Vorrichtung zum Entschlaemmen von Klaerbecken unter Verwendung eines Kolbens

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK62783D DE388025C (de) Vorrichtung zum Entschlaemmen von Klaerbecken unter Verwendung eines Kolbens

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE388025C true DE388025C (de) 1924-01-08

Family

ID=7230778

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK62783D Expired DE388025C (de) Vorrichtung zum Entschlaemmen von Klaerbecken unter Verwendung eines Kolbens

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE388025C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3239326A1 (de) * 1982-10-23 1984-05-03 Transnuklear Gmbh, 6450 Hanau Vorrichtung zum abtrennen von feststoffen aus schlaemmen und suspensionen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3239326A1 (de) * 1982-10-23 1984-05-03 Transnuklear Gmbh, 6450 Hanau Vorrichtung zum abtrennen von feststoffen aus schlaemmen und suspensionen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2920978C2 (de) Vorrichtung zur anaeroben Abwasserreinigung
DE1930773A1 (de) Reinigungsvorrichtung fuer einen Spuelabort
DE102010003633A1 (de) Vorrichtung zum Klären von Abwasser von Sediment
EP0732457A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Wiederverwertung von Grauwasser
DE1703841C3 (de) Absetzbehälter zum Reinigen von Flüssigkeiten
DE1253674B (de) Klaervorrichtung zum Abtrennen nichtloeslicher Verunreinigungen aus einer Fluessigkeit
DE543898C (de) Trennbehaelter fuer ineinander unloesliche Fluessigkeiten
EP0037855A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Trennen der Komponenten eines Flüssigkeitsgemisches unterschiedlicher spezifischer Gewichte
DE388025C (de) Vorrichtung zum Entschlaemmen von Klaerbecken unter Verwendung eines Kolbens
DE2819459A1 (de) Gegenstromdekantieren
DE3107899C2 (de)
DE219827C (de)
DE339025C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Dickschlamm anorganischer Zusammensetzung aus den nach unten sich verjuengenden Klaertaschen von Klaerteichen
DE105404C (de)
DE79937C (de)
DE135541C (de)
DE298758C (de)
DE617533C (de) Sinkkasten
DE207992C (de)
DE600612C (de) Reinigungseinrichtung fuer Siebe in einem von einem Hauptkanal abzweigenden Seitenkanal
DE8121718U1 (de) Vorrichtung zum trennen zweier fluessigkeiten unterschiedlicher dichte
AT216973B (de) Verfahren zum selbsttätigen zeitweiligen Öffnen und Schließen des Grundablasses von Absetzanlagen und Absetzanlage zur Durchführung des Verfahrens
DE66034C (de) Wasserklärapparat. (1
DE281129C (de)
DE530282C (de) Stromapparat