DE3885678T2 - Regelstabeinheit mit verbesserter Fächeranordnung. - Google Patents

Regelstabeinheit mit verbesserter Fächeranordnung.

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Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf Druckwasserreaktoren und mehr im einzelnen auf einen Tragstern zur Halterung und einstellbaren Positionierung von Stabbündeln.
  • Wie im Stand der Technik bekannt ist, verwenden herkömmliche Druckwasserreaktoren Steuerstäbe, die innerhalb des Reaktorbehälters mit gegenseitigen Abständen etwa parallel angeordnet sind, so daß sie teleskopartig mit Bezug auf die Brennelemente axial verschiebbar sind. Die Steuerstäbe enthalten Materialien, die als Neutronengifte bekannt sind, die Neutronen absorbieren und dadurch den Neutronenflußpegel innerhalb des Reaktorkerns dämpfen. Die Einstellung der Positionen der Steuerstäbe relativ zu den betreffenden zugeordneten Brennelementen steuert und regelt die Reaktivität und dementsprechend den Ausgangsleistungspegel des Reaktors. Typischerweise sind die Steuerstäbe in Bündeln angeordnet, und die Stäbe jedes Bündels sind an einem Tragstern befestigt, der wiederum mit einem Mechanismus verbunden ist, der zum Anheben oder Absenken des zugeordneten Stabbündels betätigbar ist.
  • Gewisse fortgeschrittene Konstruktionen von Druckwasserreaktoren verwenden sowohl Steuerstabbündel (RCC) als auch Wasserverdrängerstabbündel (WDRC), und außerdem sogenannte graue Stabbündel, die im Aufbau ähnlich den RCCs sind, weshalb hier beide kollektiv als RCCs bezeichnet sind. Bei einer solchen Reaktorkonstruktion sind insgesamt über 2800 Reaktorsteuerstäbe und Wasserverdrängerstäbe in 185 Bündeln angeordnet, wobei jedem Bündel ein Tragstern zugeordnet ist, an welchem die Stäbe des Bündels einzeln befestigt sind.
  • Bei einem typischen Druckwasserreaktor fortgeschrittener Bauart sind an fortschreitend höheren Stellen innerhalb des Reaktorbehälters eine untere Gefäßbaugruppe, eine innere Gefäßbaugruppe und eine Rohranordnung, die jeweils eine etwa zylindrische Konfiguration haben, und eine obere Abschlußkuppel angeordnet. Die untere Gefäßbaugruppe enthält in paralleler Anordnung eine Vielzahl von Brennelementen, die an ihren beiderseitigen Enden durch eine untere Kerntragplatte und eine obere Kerntragplatte gehaltert sind, wovon die letztere mit den unteren Rändern der zylindrischen Seitenwand der inneren Gefäßbaugruppe verschweißt ist. Innerhalb der inneren Gefäßbaugruppe ist eine große Anzahl von Stabführungen mit geringen gegenseitigen Abständen und in einer Anordnung montiert, die sich im wesentlichen über den gesamten Querschnittsbereich der inneren Gefäßbaugruppe erstreckt. Die Stabführungen gehören einer ersten bzw. einer zweiten Bauart an und beherbergen Reaktorsteuerstabbündel (RCC) bzw. Wasserverdrängerstabbündel (WDRC); diese Bündel, die teleskopartig in den zugeordneten Führungen aufgenommen sind, sind im wesentlichen mit Bezug auf die zugeordneten Brennelemente fluchtend ausgerichtet.
  • Eines der Hauptziele der fortgeschrittenen Konstruktionen von Druckwasserreaktoren ist das Erreichen einer beträchtlichen Verbesserung hinsichtlich des Brennstoffausnutzungsgrads, was zu geringeren Gesamtbrennstoffkosten führt. Entsprechend diesem Ziel wirken die Wasserverdrängerstabbündel (WDRCs) als mechanische Moderatorsteuerung, und sämtliche WDRCs sind am Beginn eines neuen Brennstoffzyklus vollständig in die betreffenden Brennelemente und folglich in den Reaktorkern eingefahren. Ein Brennstoffzyklus dauert typischerweise etwa 18 Monate, wonach der Brennstoff erneuert werden muß. Da sich der Überschußreaktivitätspegel über dem Zyklus vermindert, werden die WDRCs gruppenweise fortschreitend aus dem Reaktorkern herausgezogen, so daß im Reaktor der gleiche Reaktivitätspegel aufrechterhalten werden kann, obwohl der Reaktivitätspegel der Brennelemente sich durch den Verbrauch im Verlaufe der Zeit verringert. Umgekehrt werden die Steuerstabbündel bewegt, und zwar wiederum in Form axialer Verschiebung und daher teleskopartig mit Bezug auf die zugeordneten Brennelemente, um die Reaktivität und dementsprechend den Ausgangsleistungspegel des Reaktors kontinuierlich zu steuern, beispielsweise in Abhängigkeit vom Lastbedarf, was in zu herkömmlichen Reaktorregelungen analoger Weise erfolgt.
  • Die Rohranordnung umfaßt eine untere Rohrplatte und eine obere Rohrplatte. Die Stabführungen sind an ihren unteren und oberen Enden an der oberen Kerntragplatte bzw. der unteren Rohrplatte in ihrer Position befestigt. Innerhalb der Rohranordnung und zwischen miteinander fluchtenden Öffnungen in der unteren und der oberen Rohrplatte ist eine Vielzahl von Rohren parallel axial verlaufend montiert, die jeweils mit den Stabführungen fluchten. In den verbleibenden Bereichen der Rohrplatten ist eine Anzahl von Strömungsbohrungen vorgesehen, und zwar an bezüglich der den Rohren zugeordneten Öffnungen versetzten Stellen, durch welche die Reaktorkernauslaßströmung hindurchpassiert, während sie bei ihrer aufwärts gerichteten Strömung durch die innere Gefäßbaugruppe austritt. Die Reaktorkernauslaßströmung oder ein größerer Teil hiervon biegt aus der axialen Strömungsrichtung in eine Radialrichtung ab, um durch radial auswärts orientierte Auslaßmundstücke hindurch zu strömen, die in Strömungsverbindung mit der Rohranordnung stehen.
  • In ähnlicher Weise parallel axialer und fluchtender Weise sind die Rohre der Rohranordnung mit entsprechenden Strömungshülsen verbunden, die sich über einen vorgegebenen Höhenbereich innerhalb der Kuppel erstrecken, und die ihrerseits fluchtend und in enger Nähe mit entsprechenden oberen Verlängerungen verlaufen, die durch die tragende Wand der Kuppel verlaufen und an ihren freien Enden außerhalb und vertikal oberhalb der Kuppel entsprechende Verstellmechanismen tragen, wie oben erwähnt. Die Verstellmechanismen haben entsprechende Antriebsstangen, die durch die oberen Verlängerungen, die Strömungshülsen und die Rohre der Rohranordnung hindurchverlaufen und mit den zugehörigen Tragsternen verbunden sind, an denen die Bündel der RCC-Stäbe und der WDRC-Stäbe montiert sind, und sie dienen zur Einstellung ihrer Höhenpositionen innerhalb der inneren Gefäßbaugruppe und dementsprechend des Höhenpegels, auf welche die Stäbe in die untere Gefäßbaugruppe hinein und folglich in die zugeordneten Brennelemente abgesenkt werden, um die Reaktivität im Reaktorkern zu steuern.
  • Ein kritisches Konstruktionskriterium bei solchen Reaktoren ist die Vermeidung von Schwingungen der Reaktoreinbauten, die durch die Reaktorkernauslaßströmung induziert werden kann, wenn sie durch die Reaktoreinbauten hindurch strömt. Ein wesentlicher Faktor zur Erreichung dieses Kriteriums liegt darin, die Reaktorkernauslaßströmung durch die gesamte innere Gefäßbaugruppe in axialer Richtung und folglich in parallelem axialem Verlauf mit Bezug auf die Stabbündel und die zugeordneten Stabführungen zu halten. Dies wird teilweise dadurch erreicht, daß die Wassereinlaß- und Wasserauslaßmundstücke in einer Höhenposition angeordnet werden, die etwa derjenigen der Rohranordnung entspricht, und folglich oberhalb der inneren Gefäßbaugruppe liegt, welche die Stabführungen und die zugeordneten Stabbündel beherbergt, wie oben erwähnt. Zusätzlich sind als Strömungsformer bekannte Konstruktionselemente in dem Behälter eingebaut, um die Aufrechterhaltung des gewünschten axialen Strömungsverlauf innerhalb der inneren Kernbaugruppe zu unterstützen.
  • Wie zuvor erwähnt, findet bei einem Druckwasserreaktor der Bauart, bei welcher Stabbündeltragsterne mit der verbesserten Armkonfiguration nach der vorliegenden Erfindung zum Einsatz vorgesehen sind, eine große Anzahl von Steuerstäben oder Teilstäben Anwendung, die typischerweise in der als Reaktorsteuerstabbündel (RCC) bezeichneten Anordnung angeordnet sind, und zusätzlich eine große Anzahl von Wasserverdrängerstäben, die in ähnlicher Weise in Wasserverdrängerstabbündeln (WDRC) angeordnet sind, wobei eine Anordnung von 185 derartiger Bündeln, die insgesamt 2800 Stäbe enthalten (d. h. die Gesamtheit von Reaktorsteuerstäben und Wasserverdrängerstäben), in paralleler axialer Anordnung innerhalb der inneren Gefäßbaugruppe des Reaktorbehälters montiert ist. Die Stäbe jedes Bündels sind mit ihren oberen Enden mit einer entsprechenden Tragstern verbunden, und das am Tragstern montierte Bündel ist teleskopartig in einer entsprechenden Stabführung aufgenommen. Der Tragstern ist über eine Antriebsstange mit einem entsprechenden Verstellmechanismus verbunden, der ein wahlweise Anheben vor der Absenken des Stabbündels mit Bezug auf eine zugeordnete Gruppe von Brennelementen ermöglicht, um die Reaktivität und folglich den Ausgangsleistungspegel des Reaktors zu steuern.
  • Während die Konstruktion solcher fortgeschrittener Reaktoren auf die Erzielung einer im wesentlichen axialen Reaktorkernauslaßströmung gerichtet ist, insbesondere durch die oberen Einbauten und daher an den Stabführungen und den zugehörigen Stabbündeln vorbei, hat man festgestellt, daß die Konfiguration der herkömmlichen Tragsternarme, welche die Stäbe halten, unerwünschten Schwingungen ausgesetzt; insbesondere ist die herkömmliche Konfiguration der etwa radial verlaufenden Arme nicht optimal, und dies erfüllt nicht das Konstruktionskriterium der Schwingungsvermeidung.
  • Mehr im einzelnen weist die Tragsternkonfiguration typischerweise eine mittige Nabe von etwa zylindrischer Gestalt auf, die parallel axial mit Bezug auf die Vertikalachse des Reaktorbehälters verläuft. Die Armbaugruppen sind mit der mittigen Nabe verbunden und verlaufen radial von dieser aus, und die Armbaugruppen haben unterschiedliche Konfigurationen, aber weisen grundsätzlich vertikal orientierte Arme auf, die Metallplatten mit etwa parallelen, ebenen Hauptflächen umfassen, welche zwei oder mehr zylindrische Stabhalterungen miteinander und mit der Nabe verbinden. Die Stabhalterungen verlaufen ebenfalls parallel axial mit Bezug auf die Nabe. Die Reaktorkernauslaßströmung verläuft daher entlang der Arme in paralleler Weise, entsprechend dem allgemeinen Konstruktionskriterium der Aufrechterhaltung einer parallelen Axialströmung.
  • Jeder Tragstern und folglich seine zugeordneten Armbaugruppen müssen eine beträchtliche mechanische Festigkeit haben. Beispielsweise trägt ein Steuerstabtragstern typischerweise insgesamt acht Steuerstäbe, die mit gleichen Winkelabständen um die mittige Nabe an vier radial wegragenden Armunterbaugruppen angeordnet sind; das Gesamtgewicht des Steuerstabbündels mit acht Stäben beträgt etwa 90 kg bis 113 kg. Ein typisches Wasserverdrängerstabbündel kann bis zu 24 Wasserverdrängerstäbe umfassen, die in abwechselnden Gruppen von zwei und vier Stäben an entsprechenden von insgesamt acht Armbaugruppen montiert sind, wobei jede der vier Stabbaugruppen sowohl ein radial verlaufendes Armelement als auch zwei querverlaufende Armelemente aufweist, welch letztere die zylindrischen Halterungen an ihren äußeren Enden tragen. Das Gesamtgewicht eines Wasserverdrängerstabbündels in dieser Konfiguration beträgt etwa 318 kg bis 363 kg. Die Tragsterne müssen nicht nur das reine Gewicht der betreffenden Stabbündel tragen, sondern zusätzlich auch die Kräfte aufnehmen, die durch die umgebende, verhältnismäßig schnellströmende Reaktorkernauslaßströmung, die über sie hinüberströmt, und durch die Stabhöheneinstellfunktionen auf die Stabbündel ausgeübt werden.
  • Folglich muß die Konstruktion der Tragsterne eine wesentliche mechanische Tragfunktion erfüllen, während sie gleichzeitig die Empfindlichkeit gegen strömungsinduzierte Schwingungen verringern soll. In der europäischen Patentanmeldung Nr. 86 309 594.9, die am 16. Juni 1987 als Offenlegungsschrift EP-A-1 0225 805 veröffentlicht worden ist, ist festgestellt worden, daß diese beiden Erfordernisse erfüllt werden können, indem der Hinterkante jedes Arms, d. h. der stromabwärtigen Kante mit Bezug auf die Kühlmittelströmungsrichtung an dem Arm vorbei, eine im wesentlichen rechteckige Querschnittsform gegeben wird, d. h. mit anderen Worten, sie flach ausgebildet wird.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist erkannt worden, daß innerhalb eines kleinen Bereichs axialer Stellen des Tragsterns, an welchen die Arme durch entsprechende hierfür vorgesehene Kanäle in den Tragplatten innerhalb der Stabführungen hindurchverlaufen, die so erzeugten Strömungsdrosselungen zu einer beträchtlichen strömungsinduzierten zufälligen Beanspruchung der Arme führen, die auf den Armen geordnet werden und zu einer wechselnden bzw. schwingenden Belastung führen (die eine Seitenkraft und/oder ein Drehmoment sein kann), die auf den Tragstern und die daran gehalterten Steuerstäbe sowie auch auf den zugehörigen Antriebsmechanismus übertragen wird. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist festgestellt worden, daß ein Hauptfaktor bei der Entstehung des Phänomens der wechselnden bzw. schwingenden Belastung die typische symmetrische Konfiguration des Vorderkantenquerschnitts der Arme ist. Beispielsweise hat die Armvorderkantenkonfiguration, wie es typisch ist und herkömmlichen Konstruktionskriterien entspricht, einen halbkreisförmigen oder sonstigen symmetrischen Querschnitt. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist jedoch festgestellt worden, daß die geeignete Konfiguration für den Querschnitt der Armvorderkante nichtsymmetrisch sein sollte, um dadurch die Wechsel- bzw. Schwingungsbelastung auszuschalten und entsprechend die Schwingungsbelastungen zu vermeiden. Auf der Basis verschiedener Betriebsparameter ist eine Anzahl verschiedener nichtsymmetrischer Querschnitte verfügbar, wie nachstehend mehr im einzelnen beschrieben ist.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachstehend lediglich beispielshalber unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen beschrieben, in welchen zeigen:
  • Fig. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht der Druckwasserreaktorbauart, bei welcher ein Stabbündeltragstern nach der Erfindung eingesetzt werden kann,
  • Fig. 2 einen vereinfachten, bzw. schematischen Querschnitt längs der Linie 2-2 in Fig. 1, der die relativ dichte Packung von Wasserverdrängerstab- und Steuerstabbündeln zusammen mit ihren zugeordneten Stabführungen innerhalb der inneren Gefäßbaugruppe des Reaktorbehälters nach Fig. 1 zeigt,
  • Fig. 3 eine Draufsicht eines RCC-Tragsterns,
  • Fig. 4 eine teilweise geschnittene Ansicht des RCC-Tragsterns nach Fig. 3 entlang der Linie 4-4 in Fig. 3,
  • Fig. 5 eine Draufsicht eines WDRC-Tragsterns,
  • Fig. 6 eine teilweise geschnittene Ansicht des WDRC-Tragsterns nach Fig. 5 entlang der Linie 6-6 in Fig. 5,
  • die Fig. 7A und 7B eine Draufsicht bzw. eine Seitenansicht einer Radialarmbaugruppe,
  • Fig. 8 eine Ansicht einer der Stabhalterungen eines Tragsterns,
  • Fig. 9 einen Vertikalschnitt durch einen Abschnitt eines Tragsternarms mit herkömmlicher halbkreisförmiger Vorderkantenquerschnittskonfiguration zur Darstellung der Strömungsbedingungen,
  • Fig. 10 eine perspektivische, abgebrochene und teilweise verdeckte Ansicht einer RCC-Stabführung mit innerer Tragplatte,
  • die Fig. 11 und 12 Vertikalschnittdarstellungen des Tragsternarmabschnitts nach Fig. 9 in aufeinanderfolgenden Höhenpositionen mit Bezug auf bzw. beim Durchgang durch einen entsprechenden Schlitz in einer inneren Stabführungstragplatte, wie in Fig. 10, und
  • die Fig. 13A bis 13D Vertikalschnitte durch Abschnitte von Tragsternarmen mit unterschiedlichen nichtsymmetrischen Vorderkantenquerschnittskonfigurationen gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung.
  • Der in Fig. 1 dargestellte Druckwasserreaktor 10 weist einen Reaktorbehälter 12 mit einer oberen Kuppel bzw. Deckelbaugruppe 12a, zylindrischen Seitenwänden 12b, und einem unteren Abschlußteil 12c auf, das den Boden des Reaktors 10 bildet. Radial orientierte Einlaßmundstücke 11 und Auslaßmundstücke 13 (von denen in Fig. 1 jeweils nur eines sichtbar ist) sind in der Seitenwand 12b angrenzend an deren obere ringförmige Endfläche 12d gebildet. Während die zylindrische Seitenwand 12b mit dem unteren Abschluß 12c einstückig verbunden sein kann, beispielsweise durch Schweißen, ist die Deckelbaugruppe 12a abnehmbar mit der Endfläche 12d der Seitenwand 12b verbunden. Die Seitenwand 12b bildet einen inneren, etwa ringförmigen Tragsims 12e zum Abstützen verschiedener Einbauten, wie später noch beschrieben wird. Das untere Abschlußteil 12c enthält eine am Boden montierte Instrumentierung 14, wie schematisch dargestellt ist.
  • Die untere Gefäßbaugruppe 16 umfaßt eine etwa zylindrische Seitenwand 17, die mit ihrem unteren Ende an einer unteren Kerntragplatte 18 befestigt ist, die auf einer Abstützung 18b aufgenommen ist. Die zylindrische Seitenwand 17 weist an ihrem oberen Ende einen Tragring 17a auf, der auf dem ringförmigen Tragsims 12e aufliegt, um so die Baugruppe 16 innerhalb des Reaktorbehälters 12 zu haltern. Die Seitenwand 17 ist in der Nähe der Einlaßmundstücke 11 massiv, hat aber eine Öffnung 17b mit einem darin eingebauten Düsenring 17c, der mit dem Auslaßmundstück 13 fluchtet und abnehmbar daran befestigt ist. Eine obere Kerntragplatte 19 ist auf einem Auflager 17d abgestützt, das an der Innenfläche der zylindrischen Seitenwand 17 an einer etwa der halben axialen Höhe derselben entsprechenden Position befestigt ist. Innerhalb der unteren Gefäßbaugruppe 16 sind Brennelemente 20 mittels unterer Halter 22, die von der unteren Kerntragplatte 18 getragen werden, und mittels zapfenartiger Halter 23 montiert, die von der oberen Kerntragplatte 19 gehalten werden und durch diese hindurchverlaufen. Strömungsöffnungen 18a und 19a (von denen nur zwei dargestellt sind) in der unteren Kerntragplatte 18 und der oberen Kerntragplatte 19 ermöglichen den Durchtritt von Reaktorkühlmittel in die untere Gefäßbaugruppe 16 und das Hindurchströmen im Wärmeaustausch mit den Brennelementen 20 und von da aus das Weiterströmen in die innere Gefäßbaugruppe 24. Innerhalb der Seitenwand 17 verläuft ein neutronenreflektierender Schild 21 um den Reaktorkernbereich herum.
  • Die innere Gefäßbaugruppe 24 weist eine zylindrische Seitenwand 26 auf, die an ihrem unteren Ende einstückig mit der oberen Kerntragplatte 19 verbunden ist und an deren oberem Ende ein Tragring 26a befestigt ist, der auf einer ringförmigen Niederhaltefeder 27 sitzt und zusammen mit dem Tragring 17a der Seitenwand 17 auf dem Tragsims 17e abgestützt ist. Die Seitenwand 26 weist außerdem eine mit der Öffnung 17b und dem Auslaßmundstück 13 fluchtende Öffnung 26b auf. Innerhalb der inneren Gefäßbaugruppe 24 und dichtgepackt innerhalb der zylindrischen Seitenwand 26 befindet sich eine Vielzahl von Stabführungen, die mit kleinen Abständen parallel zueinander angeordnet sind; zur einfacheren Darstellung sind nur zwei solche Stabführungen in Fig. 1 gezeigt, nämlich eine Stabführung 28, die ein Bündel von Strahlungssteuerstäben 30 (RCC) beherbergt, und eine Stabführung 32, die ein Bündel von Wasserverdrängerstäben 34 (WDRC) beherbergt. Die Stäbe jedes RCC-Bündels 30 und jedes WDRC-Bündels 34 sind einzeln mit den betreffenden Tragsternen 100 und 120 verbunden. An den oberen und unteren Enden der Stabführung 28 sind Montagemittel 36 und 37 vorgesehen, und entsprechende Montagemittel 38 und 39 sind an den oberen und unteren Enden der Stabführung 32 vorgesehen, wobei die unteren Montagemittel 37 und 39 zur Verbindung der betreffenden Stabführungen 28 und 32 mit der oberen Kerntragplatte 19 und die oberen Montagemittel 36 und 38 zur Verbindung der betreffenden Stabführungen 28 und 32 mit einer unteren Rohrplatte 52 einer Rohrbaugruppe 50 dienen.
  • Die Rohrbaugruppe 50 weist zusätzlich zur unteren Rohrplatte 52 eine obere Rohrplatte 54 und eine Mehrzahl paralleler, mit gegenseitigen Abständen angeordneten Rohren 56 und 57 auf, die axial fluchtend mit Öffnungen in der unteren und der oberen Rohrplatte 52 bzw. 54 verlaufen, mit denen die Rohre 56 und 57 verbunden sind. Mehr im einzelnen sind die Rohre 56 und 57 an Ansätzen 58 und 59 befestigt, die in entsprechenden Aussparungen der unteren Rohrplatte 52 aufgenommen und mit dieser verbunden sind. Ähnliche Elemente verbinden die oberen Enden der Rohre 56 und 57 mit der oberen Rohrplatte 54.
  • Bei der dargestellten Anordnung ragen nur die Ansätze 58 von der unteren Rohrplatte 52 abwärts vor und sind mit entsprechenden Montagemitteln 36 für die oberen Enden der RCC- Stabführungen 28 verbunden. Die oberen Montagemittel 38, die den WDRC-Stabführungen 32 zugeordnet sind, können über flexible Verbindungen (nicht dargestellt) mit den Montagemitteln 36 der RCC-Stabführungen 28 verbunden sein. Alternativ können die WDRC-Stabführungen 32 unabhängig mit der unteren Rohrplatte 52 verbunden sein, wobei in diesem Fall die Ansätze 59 ebenfalls von der Platte 52 nach unten vorstehen, um die WDRC-Montagemittel 38 zu erfassen und seitlich abzustützen.
  • Innerhalb der Deckelbaugruppe 12a des Behälters 12 und von der oberen Rohrplatte 54 nach oben ragend sind Strömungshülsen 60 und 61 angeordnet, die axial mit den Rohren 56 und 57 fluchten und mit diesen verbunden sind. Eine entsprechende Anzahl von Deckelfortsätzen 62 und 63 ist axial fluchtend mit den Strömungshülsen 60, 61 angeordnet, wobei die unteren Enden 62a und 63a der Deckelfortsätze konisch oder glockenförmig ausgebildet sind, um den Zusammenbau zu erleichtern und insbesondere die Antriebsstangen (in Fig. 1 nicht dargestellt) in den Deckelverlängerungen 62, 63 zu führen, wenn die Deckelbaugruppe 12a auf die Stirnfläche 12d der Behälterseitenwand 12b abgesenkt wird, wie später noch unter Bezug auf die Fig. 9A und 9B erläutert wird. Die erweiterten Enden 62a, 63a nehmen auch die entsprechenden oberen Enden 60a, 61a der Strömungshülsen 60, 61 auf, wenn die Anordnung zusammengebaut ist, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Die Deckelfortsätze 62, 63 verlaufen durch den oberen Wandbereich der Deckelbaugruppe 12a hindurch und sind dort eingedichtet. Steuerstabbündel-(RCC)-Antriebsmechanismen 64 und Wasserverdrängerstabbündel-(WDRC)-Antriebsmechanismen 66 sind den betreffenden Deckelfortsätzen 62, 63, Strömungshülsen 60, 61, und Rohren 56, 57 zugeordnet, die wiederum entsprechenden Bündeln von Strahlungssteuerstäben 30 und Wasserverdrängerstäben 34 zugeordnet sind. Die RCC-Antriebsmechanismen (CRDMs) 64 können von irgendeiner geeigneten bekannten Bauart sein, und ebenso auch die Antriebsmechanismen (DRDMs) 66 für die Wasserverdrängerstabbündel (WDRCs) 34, die ähnlich den im US-Patent Nr. 4 439 054 der Anmelderin beschriebenen Antriebsmechanismen ausgebildet sein können.
  • Die den CRDMs 64 und den DRDMs 66 zugeordneten Antriebsstangen verlaufen zu den betreffenden Bündeln der Strahlungssteuerstäbe 30 und Wasserverdrängerstabe 34 und sind an ihren unteren Enden mit Tragsternen 100 bzw. 120 verbunden. Die CRDMs 64 und DRDMs 66 bewirken also über die zugehörigen Antriebsstangen das Absenken oder Anheben der RCCs 30 und WDRCs 34 durch entsprechende Öffnungen (nicht dargestellt) in der oberen Kerntragplatte 19 telekopartig in die zugeordneten Brennelemente 20 bzw. aus diesen heraus. Wie in Fig. 1 angedeutet ist, beträgt die innere Höhe D1 der unteren Gefäßbaugruppe 16 etwa 4,5 m, die aktive Länge D2 der Brennelemente 20 etwa 3,8 m, die innere Höhe D3 etwa 4,4 m und der Bewegungsweg D4 der Stabbündel 30 und 34 und demzufolge der CRDM- und der DRDM-Antriebsstangen etwa 3,7 m.
  • Die RCCs 30 werden im Vergleich zu den WDRCs 34 verhältnismäßig häufig in ihrer Position verstellt, um den gewünschten Ausgangsleistungspegel des Reaktors zu erhalten. Die WDRCs 34 werden beim Beginn jedes Brennstoffzyklus vollständig in die untere Gefäßbaugruppe 16 eingefahren, und die WDRCs 32 werden dann über ihre entsprechenden Antriebsstangen (nicht dargestellt) und die RDMs 66 wahlweise herausgezogen, während die Überschußreaktivität über den Brennstoffzyklus erschöpft wird. Dies erfolgt typischerweise durch gleichzeitiges Bewegen einer Gruppe von vier WDRCs 34 aus ihren vollständig eingefahrenen Positionen in eine vollständig angehobene Position innerhalb der entsprechenden WDRC-Führungen 32 in Form eines kontinuierlichen und gesteuerten Herausziehvorgangs. Mehr im einzelnen werden die vier WDRCs 34 einer gegebenen Gruppe so ausgewählt, daß eine symmetrische Leistungsverteilung im Reaktorkern aufrechterhalten bleibt, wenn die Gruppe herausgezogen wird. Typischerweise verbleiben sämtliche WDRCs 34 während etwa 60% bis 70% des ungefähr 18 Monate dauernden Brennstoffzyklus vollständig in den Brennelementen 20 eingefahren. Dann werden Gruppen hiervon wahlweise und aufeinanderfolgend in die voll heraus gezogene Position bewegt, während die Überschußreaktivität erschöpft wird, um so einen geforderten Reaktivitätsnennpegel aufrechtzuerhalten, der den gewünschten Ausgangsleistungspegel unter der Steuerung der variabel einstellbaren RCCs 30 aufrechterhalten kann.
  • Das Reaktorkühlmittel bzw. Wasser tritt durch die Einlaßmundstücke, beispielsweise das Mundstück 11, in den Behälter 10 ein und strömt von dort aus abwärts durch die Ringkammer zwischen der zylindrischen Seitenwand 12b des Behälters 12 und der zylindrischen Seitenwand 17 der unteren Gefäßbaugruppe 16 und kehrt sodann die Strömungsrichtung um, um durch die Strömungsöffnungen 18a in der unteren Kerntragplatte 18 in die untere Gefäßbaugruppe 16 und durch diese nach oben zu strömen und dann aus der letzteren durch die Strömungsöffnungen 19a in der oberen Kerntragplatte 19 auszutreten und in die innere Gefäßbaugruppe 24 einzuströmen, wobei die parallele axiale Strömung durch diese weitergeht und schließlich nach oben durch Strömungsöffnungen 52a in der unteren Rohrplatte 52 austritt. Infolgedessen werden parallele Axialströmungsbedingungen sowohl in der unteren als auch in der inneren Gefäßbaugruppe 16 und 24 aufrechterhalten. Innerhalb der Rohranordnung 50 wird die Strömung grundsätzlich um 90º umgelenkt, um radial durch die Auslaßmundstücke, beispielsweise das Mundstück 13, auszutreten. Der Druck des Umlaufwassers bzw. Reaktorkühlmittels innerhalb des Behälters 10 liegt typischerweise im Bereich von etwa 153 Atmosphären und erzeugt die Antriebsenergie bzw. den Arbeitsmitteldruck für die DRDMs 66 zum Anheben der DRDM-Antriebstangen aus einer vollständig eingefahrenen in eine vollständig herausgezogene Position. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, sind die Tragsterne 100 und 120 ständig einer aus dem Reaktorkern kommenden Strömung von Reaktorkühlmittel ausgesetzt.
  • Fig. 2 stellt einen schematischen Querschnitt der inneren schematischen Darstellung der dichten Packung der Anordnungen von Steuerstabbündeln (RCCs) 30 und Wasserverdrängerstabbündeln (WDRCs) innerhalb der inneren Gefäßbaugruppe 24 dient. Zur leichteren Darstellung ist nur die Seitenwand 26 der inneren Gefäßbaugruppe 24 dargestellt, während die Seitenwände 16 und 12b weggelassen sind, und die RCC- und WDRC- Stabführungen 28 und 32, welche die entsprechenden RCC- und WDRC-Stäbe beherbergen, sind nur im Umriß dargestellt. Wie aus den Fig. 1 und 2 leicht ersichtlich ist, sind die RCC- Bündel 30 und die WDRC-Bündel 34 in ineinandergreifenden Anordnungen im wesentlichen über den gesamten Querschnittsbereich der inneren Gefäßbaugruppe 24 angeordnet. Die dichte Packung der betreffenden Stabbündel und der zugeordneten Tragsterne erfordert deshalb eine sorgfältige Auslegung, um sicherzustellen, daß nicht nur eine parallele Strömung durchgehend aufrechterhalten wird, sondern daß auch strömungsinduzierte Schwingungen und diese begleitende schädliche Kraftwirkungen im möglichen Maße vermieden werden.
  • In Fig. 1A sind drei vertikale Bänke 40, 42 und 44 aus modularen Formkörpern dargestellt, von denen die mittlere Bank 42 in Fig. 2 sichtbar ist; da die Bänke 40, 42 und 44 mit Ausnahme ihrer unterschiedlichen Höhen identisch sind, veranschaulicht die Darstellung in Fig. 2 auch die Bänke 40 und 44 sowie außerdem Draufsicht und Untersicht jeder dieser Bänke. Im einzelnen haben die modularen Formkörper zwei verschiedene Konfigurationen, die bei 70 bzw. 80 dargestellt sind und symmetrisch um Quadratdiagonalen D1 und D3, sowie D2 und D4 und folglich in alternierender Folge in 45º-Winkelsegmenten angeordnet sind. Befestigungselemente 90 befestigen die Formkörper 70 und 80 an der Seitenwand 26, wobei ihre äußeren Ränder 70' und 80' bogenförmige Segmente aufweisen, die dem Innenumfang der Seitenwand 26 angepaßt sind, und die Innenränder 70'' und 80'' solche Konfigurationen haben, daß sie mit der Peripherie der ineinandergreifenden Anordnungen der RCC- und WDRC-Stabführungen 28 und 32 zusammenpassen.
  • Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Draufsicht bzw. Ansicht eines RCC-Tragsterns 100, der eine etwa zylindrische mittige Nabe 102 mit einem mit Innengewinde versehenen oberen Endteil 103 zur Verbindung mit einer Antriebsstange (nicht dargestellt) aufweist, die, wie oben beschrieben, zu einem RCC- Antriebsmechanismus 64 zum vertikalen Verstellen der Position des Tragsterns 100 und seiner zugeordneten Steuerstäbe (nicht dargestellt) innerhalb der RCC-Stabführung 28 verläuft. Es sind Aussparungen 102a vorgesehen, die es ermöglichen, eine metallene Schutzhülse (nicht dargestellt) welche die Verbindung zwischen der Antriebsstange (nicht dargestellt) und der Nabe 102 umschließt und überdeckt, in ihrer Position mittels in die Aussparungen 102a eingreifenden Eindrückungen zu sichern. Armbaugruppen 106 sind mit ihren inneren Enden an der Nabe 102 befestigt und ragen von dieser radial in um je 900 versetzter Anordnung weg. Jede Armbaugruppe 106 weist zwei zylindrische Halterungen 108 mit jeweils einer Bohrung 109 mit einem Innengewindeabschnitt 110 zur schraubenden Aufnahme eines mit Außengewinde versehenen oberen Endteils eines Steuerstabs (nicht dargestellt) auf, der an dem Tragstern 100 zu haltern ist.
  • Die Fig. 5 und 6 zeigen einen WDRC-Tragstern 120, der in gleicher Weise wie der RCC-Tragstern 100 eine etwa zylindrische Nabe 122 mit einem mit Innengewinde versehenen oberen Endteil 161 zur schraubenden Aufnahme einer Antriebsstange aufweist, die mit einem der entsprechenden WDRC-Steuermechanismen 66 verbunden ist. Die Nabe 122 hat darin gebildete Ausnehmungen 122a für den gleichen Zweck, wie er oben mit Bezug auf die Ausnehmungen 102a in der Nabe 102 (Fig. 3 und 4) erläutert ist. Mit der Nabe 122 sind zwei Typen von Armbaugruppen 126, 127 verbunden und ragen davon radial in abwechselnder Anordnung mit gleichen gegenseitigen Winkelabständen weg. Die Armbaugruppen 126 sind im wesentlichen ähnlich den RCC-Armbaugruppen 106, die in den Fig. 3 und 4 dargestellt sind, indem sie radial in um je 90º versetzter Anordnung von der Nabe 122 wegragen und jeweils zwei radial versetzt angeordnete WDRC-Stabhalterungen 128 aufweisen. Jede Armbaugruppe 127 weist einstückige Querarme 125 auf, die als erste und zweite entgegengesetzt orientierte Paare 125A und 125B von den radial verlaufenden ebenen Armabschnitten 123' und 124' der Baugruppe 127 wegragen, wobei jeder Querarm an seinem distalen Ende eine WDRC-Stabhalterung 128 trägt. Wie am besten aus Fig. 5 ersichtlich ist, ragen vier Armbaugruppen 127 des zweiten Typs radial von der Nabe 122 in um je 90º versetzter Konfiguration weg, wobei jede zwischen einem benachbarten Paar der in um je 90º versetzter Konfiguration angeordneten Armbaugruppen 106 in der oben erwähnten alternierenden Folge angeordnet ist. Jeder der WDRC-Stabhalterungen 128 weist eine Gewindebohrung 129 an ihrem unteren Ende zur schraubenden Aufnahme eines mit Außengewinde versehenen oberen Endteils eines entsprechenden WDRC-Stabs auf.
  • Die Konfiguration der Armbaugruppen 106 und 126 wird nunmehr unter besonderer Bezugnahme auf die Fig. 7a, 7b und 7c mehr im einzelnen beschrieben, die eine Armbaugruppe 130 zeigen, die für irgendeine der Armbaugruppen 106 und 126 in den Fig. 3 bis 6 repräsentativ ist. Die Armbaugruppe 130 weist erste und zweite ebene Armelemente 132 und 134 auf, wobei das letztere die radial innere und die radial äußere Stabhalterung 138 miteinander verbinden und das erstere die innere Stabhalterung 138 mit der Nabe des zugehörigen Tragsterns, beispielsweise der Nabe 102 nach den Fig. 3 und 4 und der Nabe 122 nach den Fig. 5 und 6 verbindet. Das erste ebene Armelement 132 ist außerdem so bearbeitet, daß es an seinen radial inneren und radial äußeren Längskanten Flansche 133 und 133' verringerter Dicke und obere und untere abgestufte Teile 135 und 135' aufweist. Die Bezeichnung als "ebenes Armelement" bzw. "ebener Armelementteil" ist hier als Beschreibung einer plattenartigen Konstruktion, typischerweise aus Metall, mit parallelen ebenen Hauptflächen im wesentlichen gemäß der Darstellung zu verstehen.
  • Unter gleichzeitiger Bezugnahme auf die Fig. 7a, 7b und Fig. 8 weist die beispielshafte Stabhalterung 138 einen Aufnahmeschlitz 140 zur Aufnahme des Flansches 133 und obere und untere ausgesparte Bereiche 142 zur Aufnahme der entsprechenden oberen und unteren abgestuften Teile 135 (135') des Flansches 132 auf. Das beispielhafte zweite ebene Armelement 134 weist natürlich entsprechende Flansche an seinen Längskanten zur Verbindung der inneren und äußeren Stabhalterungen 138 auf.
  • Die Armbaugruppe 130 nach den Fig. 7a und 7b entspricht, wie ersichtlich, im wesentlichen identisch der RCC-Armbaugruppe 106 nach den Fig. 3 und 4 und der WDRC-Armbaugruppe 126 nach den Fig. 5 und 6. Demgemäß weisen die Armbaugruppen 106 und 126 entsprechende erste und zweite ebene Armelemente 112 und 114 bzw. 123 und 124 auf, die jeweils längsverlaufende Flansche entsprechend dem Flansch 133 in Fig. 7b zur Verbindung der zugehörigen Armbaugruppe 106 und 126 mit der betreffenden RCC-Tragsternnabe 102 und WDRC-Tragsternnabe 122 aufweisen. Diese Konstruktion ist für den RCC-Tragstern 100 in Fig. 4 durch den Aufnahmeschlitz 111 in der Nabe 102 und den darin aufgenommenen Flansch 115 dargestellt, und ist für den WDRC-Tragstern 120 in Fig. 6 durch den Aufnahmeschlitz 121 in der Nabe 122 und den Flansch 131 dargestellt, der dem darin aufgenommenen ersten ebenen Armelement 123 zugeordnet ist.
  • Der zweite Typ der Armbaugruppe 127 des WDRC-Tragsterns 120 entspricht, wie in Fig. 6 sichtbar ist, im wesentlichen der ersten Armbaugruppe 126, indem sie erste und zweite ebene Armelementteile 123' und 124' aufweist, die einstückig ausgebildet sind und radial von der Nabe 122 wegragen, wobei der erste Teil 123' einen längsverlaufenden Flansch 131' aufweist, der in einem entsprechenden Aufnahmeschlitz 121' in der Nabe 122 aufgenommen ist. Die Baugruppe 127 weist außerdem ein erstes und ein zweites Paar 125A bzw. 125b dritter ebener Armelemente 125 auf, die einstückig mit dem ersten und zweiten Armelementteil 123' und 124' ausgebildet sind und quer davon wegragen, wobei das erste Paar 125A zwischen den Teilen 123' und 124' gebildet und das zweite Paar 125B an der äußeren längsverlaufenden Kante des zweiten Armelementteils 124' gebildet ist. Jedes der Elemente 125 trägt eine Stabhalterung 128 an seiner äußeren längsverlaufenden Kante. Es ist klar, daß die dritten bzw. querverlaufenden ebenen Armelemente 125 an ihren äußeren längsverlaufenden Kanten ähnliche Flanschkonstruktionen zum Anbringen der entsprechenden Stabhalterungen 128 haben können.
  • Beim Zusammenbau der RCC- und WDRC-Tragsterne 102 und 120 werden die innersten ebenen Armelement 112 und 123, 123' vorzugsweise mit dem in die entsprechenden Aufnahmeschlitze 111, 121 und 121' der zugehörigen Naben 102 und 120 eingesetzten Flansche 115, 131 und 131' positioniert und dann in ihrer Position an ihren oberen und unteren Extremitäten punktgeschweißt, wie durch die Schweißpunkte 116 in Fig. 3 und 119 in Fig. 6 angedeutet ist. Danach werden die Verbindungen über ihre gesamten Längen hartgelötet.
  • Betrachtet man nun wiederum die dichtgepackten Anordnungen von RCC- und WDRC-Stabbündeln, wie in Fig. 2 dargestellt, ist ersichtlich, daß die ebenen Armelemente 112 und 113 des RCC- Tragsterns 100 und die ebenen Armelemente bzw. damit einstückigen Teile 123, 124, 123', 124' und 125 des WDRC-Tragsterns 120 insgesamt eine wesentliche geradlinige Länge von ebenen bzw. plattenartigen Elementen darstellt, die parallelen Strömungsbedingungen ausgesetzt sind. Die Reaktorkernauslaßströmung kann hinter der Hinterkante jedes solchen Armelements, d. h. hinter seiner stromabwärtigen Kante mit Bezug auf die Strömungsrichtung des Reaktorkühlmittels, eine sogenannte Wirbelstraße erzeugen. Die sich ergebende wirbelbedingte Schwingung kann von ausreichender Größe sein, um beträchtlichen Verschleiß und abgekürzte Standzeit zu verursachen. Das Phänomen einer eingetauchten zweidimensionalen Schwingung aufgrund einer solchen Wirbelstraße, die sich hinter der stromabwärtigen Kante eines ebenen Elements bildet, bei dem parallele Strömungsbedingungen herrschen, ist sowohl experimentell als auch theoretisch erforscht worden. (Siehe: Blevins, R.D., FLOW-INDUCED VIBRATION, Van Nostrand Reinhold Co., 1977, Seite 18; R. Brepson et al., "Vibrations Induced by Von Karman Vortex Trail in Guide Vane Bends", FLOW-INDUCED STRUCTURAL VIBRATIONS, veröffentlicht durch Symposium Karlsruhe (Deutschland), 14. bis 16. August 1972, und herausgegeben von Eduard Naudascher, erschienen im Springer-Verlag, 1974. Siehe auch Tebes, G.H., et al. "Hydroelastic Vibrations of Flat Plates Related to Trailing Edge Geometry", Transactions of the ASME, JOURNAL OF BASIC ENGINEERING, Dezember 1961).
  • Für ein Armelement (z. B. irgendeines der Armelemente 112, 114 oder 123 bis 125) mit einer Höhe von etwa 5 Zoll und einer Dicke von 0,23 Zoll kann bei den sich im normalen Betrieb eines Reaktors der hier beschriebenen Bauart einstellenden Strömungsbedingungen die Wirbelablösungsfrequenz eines Arms folgendermaßen berechnet werden:
  • fs = S U/D (1)
  • wobei fs = Wirbelablösungsfrequenz (Hz)
  • S = Strouhal-Zahl
  • U = Strömungsgeschwindigkeit am Arm (Zoll/s)
  • D = charakteristische Länge, Armdicke (Zoll)
  • Die Strouhal-Zahl kann vom Volumen der Reynoldszahl (Re) abhängig sein. Die Re kann wie folgt berechnet werden:
  • Re = UDρ/u (2)
  • wobei
  • R = Reynoldszahl
  • U = Strömungsgeschwindigkeit am Arm (Zoll/s)
  • ρ = Strömungsmitteldichte 6,11E-5 (lbfs²/Zoll&sup4;)
  • u = Strömungsmittelviskosität, 1,14E-8 (lbfs(Zoll²)
  • D = charakteristische Länge, Armdicke (Zoll)
  • folglich ist die Reynoldszahl:
  • Re = 6,35 E 5 (3)
  • Eine vernünftig anwendbare Strouhal-Zahl kann aus Belvins entnommen werden als
  • S 0,20 (4)
  • Aufgrund dessen beträgt die berechnete erwartete Ablösungsfrequenz bei Betriebsbedingungen:
  • fs = (0,20) (372)/(0,31) = 240 Hz (5)
  • Die so berechnete Ablösungsfrequenz (d. h. fs = 240 Hz) ist recht hoch im Vergleich zu den niedrigsten natürlichen Frequenzen der umgebenden Bauteile, typischerweise fn < 100 Hz. Man hat erkannt, daß der Primärwirbelablösungsverlauf während des Betriebsübergangs des Reaktors aus einem Abschaltzustand, in welchem die Strömung 0 beträgt oder niedrig ist, auf einen vollen Strömungszustand, wie er im normalen Betrieb herrscht, durch den spezifischen Frequenzbereich dieser Bauteile hindurch geht. Dies steht im Gegensatz zum normalen gewünschten Zustand, der darin besteht, daß die Wirbelablösefrequenz kleiner als 0,8-fache der niedrigsten natürlichen Resonanzfrequenz in der Konstruktion sein soll. Wegen Veränderungen der Betriebsbedingungen und den zugeordneten unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeitswerten besteht die Möglichkeit, daß die Ablösefrequenz (Fs) mit einer der spezifischen natürlichen Frequenzen (fn) zusammenfällt. Deshalb ist es wünschenswert, die Größe der ablösungsfördernden Wirkungen auf den Tragstern durch eine entsprechende Konfiguration der Hinterkante zu verringern, um ein solches erzwungenes Verhalten abzuschwächen.
  • Während die vorstehenden Fundstellen zeigen, daß eine Anzahl verschiedener Hinterkantenkonfigurationen ebener Platten in parallelen Strömungsbedingungen verfügbar ist, um die Größe der ablösungsfördernden Wirkungen auf solche Konstruktionen zu verringern, berücksichtigt die theoretische Analyse nicht die Beanspruchungsbedingungen, denen die Tragsterne innerhalb eines Druckbehälters eines Reaktorsystems ausgesetzt sind. Insbesondere müssen, wie oben erwähnt, die Tragsterne nicht nur ein beträchtliches statisches Gewicht tragen, sondern müssen in der Lage sein, zusätzlichen kinetischen Kräften standzuhalten, und zwar sowohl in Bezug auf Höheneinstellvorgänge, insbesondere im Hinblick auf die Notwendigkeit sicherer schneller Verschiebebewegung der RCC-Stabbündel, wenn ein schnelles Abschalten des Reaktors erforderlich ist, als auch hinsichtlich strömungsinduzierter Kräfte. Diese Konstruktionsbedingungen müssen außerdem in einem begrenzten verfügbaren axialen Raum erreicht werden.
  • Herkömmliche Armelementkonstruktionen, die grundsätzlich hydrostatische Strömungsbedingungen berücksichtigen, beruhen auf der Annahme, daß eine Hinterkantenkonfiguration, die einen allmählichen Übergang von den parallelen ebenen Oberflächen bewirken, eine Verbesserung der Strömungseigenschaften bringt (z. B. Hinterkantenquerschnittskonfigurationen im Bereich von halbkreisförmig bis zu mehr allmählich verjüngten Formen). Tatsächlich ist festgestellt worden, daß die konischen oder gekrümmten Flächen den Bereich der Strömungsablösung verlängern und den einem turbulenten Wirbel, der sich in der Strömung beim Passieren über das Armelement bildet, ausgesetzten Flächenbereich vergrößern. Darüberhinaus haben verjüngte oder eingezogene Hinterkantenkonfigurationen, welche das Strömungsablösungsproblem vermindern, eine verringerte Menge von Konstruktionsmaterial im Querschnitt der Hinterkante, was den Arm bei gegebener Höhe und Dicke schwächt bzw. erfordert, daß die Längsabmessung des Armelements (d. h. die axiale Höhe) vergrößert wird, um ausreichende mechanische Festigkeit zu erhalten. Eine Schwächung der Armelemente ist nicht annehmbar, und die Alternative der Steigerung der Höhe ist im Hinblick auf die entsprechende Vergrößerung der Höhe der inneren Gefäßbaugruppe nicht praktikabel, die dann zur Anpassung an die Vergrößerung der Armhöhe erforderlich wäre, da sich hieraus eine entsprechende wesentliche Vergrößerung der Kosten des Behälters ergeben würde.
  • Im Gegensatz zu den üblichen Halbkreisquerschnitt-Hinterkantenkonstruktionen bekannter Armelemente und gemäß der vorliegenden Erfindung ist festgestellt worden, daß eine Rechteckquerschnitt-Hinterkantenkonfiguration der Armelemente der Stab tragenden Tragsterne, nahezu das Optimum darstellt, wenn man Wirbel in der Strömung und Ablösefrequenzbetrachtungen zusammen mit der geforderten mechanischen Festigkeit der Armelemente und der zugehörigen Tragsterne und dem begrenzten verfügbaren Raum berücksichtigt. Die wesentlichen und bestimmenden Faktoren sind die Abschwächung der Ablösungswirkung, um das Schwingungsverhalten der Konstruktion zu verringern, während die maximale Festigkeit der Armelemente einer gegebenen Größe beibehalten wird, und diese Ergebnisse in einer Konstruktion zu erreichen, die im Interesse gedämpfter Kosten leicht herzustellen ist. Die rechteckige oder im wesentlichen rechteckige Querschnittskonfiguration der Hinterkante wird erwiesenermaßen diesen Konstruktions- und Betriebskriterien gerecht und erscheint überraschend und unerwartet, da sie von herkömmlichen Konstruktionen abweicht. Darüberhinaus trägt die Rechteckquerschnitt-Hinterkantenkonfiguration zu leichter Herstellbarkeit der Armelemente und damit zu niedrigeren Kosten derselben bei, im Gegensatz zu den herkömmlichen halbkreisförmigen und/oder sonst verjüngten Hinterkantenquerschnittskonfigurationen, wie sie bisher angewendet worden sind.
  • Demgemäß haben die Armelemente 132 und 134 der repräsentativen Baugruppe 130 nach den Fig. 7a und 7c Hinterkanten 132b bzw. 134b mit Rechteckquerschnitt, während die übliche halbkreisförmige Vorder- bzw. stromaufwärtige Kante 132a bzw. 134a beibehalten wird. Entsprechend haben die Armelemente 112, 112', 114, 114', 123, 123', 124, 124' und 125 in den Fig. 4 und 6 halbkreisförmige Vorderkanten 112a, 112a', 114a, 114a', 123a, 123a', 124a, 124a' und 125a, und rechteckquerschnittförmige Hinterkanten 112b, 112b', 114b, 114b', 123b, 123b', 124b, 124b' und 125b.
  • Jedoch ist darauf hinzuweisen, daß gemäß der vorliegenden Erfindung die Vorderkanten speziell nicht symmetrische Querschnittskonfigurationen haben, beispielsweise solche nach den Fig. 13a, bis 13d oder Varianten hiervon, wie nunmehr eingehender erläutert wird, um Wechsel- bzw. Schwingungsbeanspruchungen zu vermeiden, denen herkömmliche Tragsternarme aufgrund strömungsinduzierter Effekte ausgesetzt sind. Insbesondere zeigt Fig. 9 im Teilquerschnitt einen Abschnitt eines Arms 134 wie in Fig. 7c mit einer Vorderkante 134a mit halbkreisförmigem Querschnitt. Die halbkreisförmige Konfiguration erscheint fast die naheliegende Gestaltung bei der herrschenden parallelen Axialströmung F zu sein, welcher der Arm 134 ausgesetzt ist, wobei die Strömung gleichmäßig um den Arm 134 mit Bezug zu der Symmetrieebene 136 aufgeteilt wird, welche die halbkreisförmige Vorderkante 134a längs einer Strömungsstagnationslinie 138 schneidet. Diese Konfiguration führt also mindestens unter idealen Bedingungen zu keiner seitlichen Nettobeanspruchung des Arms 134, stellt also ein anscheinend naheliegendes wünschenswertes Merkmal dar. Es ist natürlich klar, daß in der zweidimensionalen Darstellung der Fig. 9 die Strömungsstagnationslinie 138 nur als ein einziger Punkt und die Symmetrieebene 136 als Linie erscheint.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die anscheinend wünschenswerte Ausbildung einer symmetrischen Querschnittskonfiguration der Vorderkante eines Tragsternarms, sei es in Form eines halbkreisförmigen Querschnitts nach Fig. 9 oder in anderer Weise, tatsächlich nicht wünschenswert. Dieses Ergebnis wird unter Bezugnahme auf die Fig. 10, 11 und 12 erläutert. In Fig. 10 ist in abgebrochener und teilweise verdeckter Darstellung eine perspektivische Ansicht eines Abschnitts der RCC-Stabführung 28 (siehe Fig. 1), die ein RCC-Stabbündel aufnimmt, und ihres zugehörigen Tragsterns 100 (siehe Fig. 3 und 4) dargestellt, und zwar im Schnitt zwischen den oberen und unteren Haltemitteln 36 und 37. Innerhalb der Seitenwand der RCC-Stabführung 28 sind in beabstandeten Höhenpositionen horizontal orientierte Tragplatten 150 angeordnet, deren außenumfängliche Konfiguration der inneren Oberfläche der Seitenwand der RCC-Stabführung 28 entspricht. Die Tragplatte 150 weist eine innere Öffnung 152 zur Aufnahme einer hindurchgehenden Axialbewegung einer zylindrischen Stabhalterung 108 und des zugehörigen Stabs, und eine geschlitzte Öffnung 154 zur Aufnahme eines entsprechenden Armabschnitts, z. B. des Arms 134 (Fig. 7a, 7b und 7c) des zugehörigen RCC- Tragsterns 100 auf. Wie man sieht, befindet sich der RCC- Tragstern 100 zeitweise innerhalb der Tragplatten 150 während der erforderlichen Vertikalbewegung für die normale Betriebssteuerung der Reaktorausgangsleistung.
  • Die abgebrochenen Vertikalschnitte nach den Fig. 11 und 12 zeigen den Zustand des Arms 134 bei aufeinanderfolgenden Phasen seiner Vertikalbewegung, während er durch den Schlitz 154 einer zugeordneten Tragplatte 150 hindurchpassiert. Wie in Fig. 11 gezeigt ist, verändert sich die normalerweise parallele Axialströmung, die symmetrisch verteilt ist, solange sich der Arm 134 im freien Raum befindet (d. h. nicht innerhalb einer Tragplatte 150), und in Fig. 9 dargestellt ist, sich beträchtlich, wenn der Arm 134 sich innerhalb des Schlitzes 154 in einer Tragplatte 150 befindet. Insbesondere das Vorhandensein des Arms 134 in dem Schlitz 154 erzeugt eine beträchtliche Strömungsdrosselung innerhalb des normalerweise offenen bzw. freien Querschnitts des Schlitzes 154 in der Tragplatte 150. Die auftreffende Strömung F&sub1; muß trotzdem weitergehen, mit dem Ergebnis, daß eine viel größere Strömungsgeschwindigkeit durch den nun verengten Schlitz 154 auftritt, bevor sie nun als Auslaßströmung F&sub0; austritt.
  • An einem kleinen Teil der Höhenpositionen des Arms 134 erzeugt die Strömungsdrosselung eine Schwingung des Arms 134 und des zugeordneten Tragsterns. Dieser Effekt ist vermutlich am stärksten ausgeprägt, wenn die Vorderkante 134a des Arms 134 sich innerhalb des Schlitzes 154 der Tragplatte 150 befindet, wie in Fig. 12 dargestellt ist. Wie dort gezeigt ist, steht der Strömung F&sub1;, wenn sie in den Einlaß des Schlitzes 154 eintritt, die Vorderkante 134a des Arms 134 entgegen. Aufgrund der symmetrischen Konfiguration der Vorderkante 14a (d. h. halbkreisförmig oder sonstwie gestaltet) kann der Strömungsverlauf um die Vorderkante, aus dem die Auslaßströmung F&sub0; hervorgeht, von einer Seite des Arms auf die andere Seite und folglich relativ zur Symmetrieebene 136 wechseln. Vermutlich tritt der Strömungswechselmechanismus in der folgenden Weise auf.
  • Aufgrund der turbulenten Strömungsbedingung, wie in Ft in Fig. 12 dargestellt ist, gelangt ein größerer Teil der Einlaßströmung F&sub1; zu einer Seite des Arms 134, wobei der Strömungsdurchsatz auf dieser Seite sich allmählich sich aufbaut, bzw. zunimmt und dadurch zunächst die seitliche Belastung (d. h. in einer zur Symmetrieebene PL/SYM senkrechten Richtung) zunimmt und dadurch den Arm von der betreffenden Seitenwand des Schlitzes 154 weg drückt und den dortigen Spalt vergrößert, wodurch sich gleichzeitig die Gesamtströmung auf dieser Seite vergrößert. Die gesteigerte Geschwindigkeit der Strömung durch diese nun weiter geöffnete Seite erzeugt jedoch eine Abnahme des entsprechenden Drucks auf dieser Seite des Arms; gleichzeitig beginnt auf der anderen Seite des Arms, d. h. auf der Seite, auf welcher die Strömung nun stärker gedrosselt bzw. blockiert ist, sich ein höherer statischer Druck zu entwickeln. Das Ergebnis besteht darin, daß der Arm seitwärts zu der anderen Schlitzseite hin gedrückt wird, wo der Strömungsdurchsatz höher ist. Danach wiederholt sich der Vorgang. Demgemäß wird eine wechselnde bzw. schwingende seitliche Belastung des Arms 134 erzeugt, die entsprechend auf den Tragstern und dessen Nabe sowie auch auf die vom Tragstern gehalterten Steuerstäbe und das Antriebssystem für die Tragsterne übertragen wird. Die sich ergebende mechanische Schwingung ist natürlich für die mechanische Integrität sowohl der direkt beeinflußten Bauteile wie auch der zugehörigen Bauteile potentiell schädlich.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist erkannt worden, daß ein Hauptfaktor bei der Auslösung des Wechsel- bzw. Schwingungsbelastungsphänomens der symmetrische Querschnitt der Schaufelvorderkante ist. Wie oben erwähnt, ermöglicht diese Symmetrie den Aufbau statischer Kräfte auf der einen Seite des Arms, auf welcher die entsprechende Strömung verringert worden ist, weil die vorderste Linie bzw. Kante 160 (d. h. die Strömungstagnationslinie) sich in der geometrischen Symmetrieebene 136 des Arms 134 befindet und die Strömung F&sub1; eine im wesentlichen frontale Fläche auf dieser Armseite erfährt.
  • Die vorliegende Erfindung bewirkt daher einen Versatz der Strömungsstagnationslinie auf der Armvorderkante von der Symmetrieebene 136A, 136B, 136C, 136D weg. Die Fig. 13A bis 13D zeigen beispielhaft solche Querschnittskonfigurationen, die jeweils die statische Strömungslinie 160A, 160B, 160C, 160D von der Symmetrieebene 136A, 136B, 136C, 136D des Arms als geometrisches Ganzes (d. h. mit Bezug auf ihre ebenen Hauptflächen) weg versetzen. Mehr im einzelnen, der Arm 134A nach Fig. 13A weist an der Vorderkante 161A einen Querschnitt mit nichtsymmetrischer konvexer Konfiguration auf. Die Querschnittskonfiguration der Vorderkante 161B des Arms 134B in Fig. 13B bildet einen einzigen spitzen Winkel mit Bezug auf eine von dessen ebenen Hauptflächen, d. h. auf die linke ebene Hauptfläche, wie in Fig. 13B gezeigt ist, wobei die Strömungstagnationslinie 160B um die Maximaldistanz von der Symmetrieebene 136B weg versetzt ist. Die Querschnittskonfiguration der Vorderkante 161C des Armelements 134C in Fig. 13C ist konvex, wie auch in Fig. 13A, aber ist durch einen doppelten spitzen Winkel relativ zu der betreffenden Linie 160C von der Symmetrieebene 136C definiert. Schließlich ist die Querschnittskonfiguration der Vorderkante des Armelements 134D nach Fig. 13D durch einen stumpf abgeschnittenen spitzen Winkel mit Bezug auf eine der ebenen Hauptflächen, d. h. auf die rechte Hauptfläche in Fig. 13D gebildet; die Strömungstagnationslinie 160D ist wiederum von der Symmetrieebene 136D weg versetzt, aber in geringerem Maß als in Fig. 13D. Wie aus den Fig. 13A bis 13B hervorgeht, kann das Maß des Versatzes der Strömungstagnationslinie 160A bis 160D aus der Symmetrieebene 136A bis 136D durch die Konfiguration des Vorderkantenquerschnitts in dem gewünschten Maß eingestellt werden. Jede der Konfigurationen nach den Fig. 13A bis 13D oder Varianten hiervon, welche das oben genannte Kriterium erfüllen, wenn sie als Vorderkantengeometrie eines Tragsternarms eingesetzt sind, dienen zur Abschwächung der seitlichen Schwingungsbelastung des Arms und der sich ergebenden darauf wirkenden Wechsel- bzw. Schwingungsbelastungen und der daraus entstehenden Schwingung.
  • Mit Bezug auf die Draufsichten des RCC-Tragsterns 100 in Fig. 3 und des WDRC-Tragsterns 120 in Fig. 5 ist klar, daß die Arme in der grundsätzlichen diametralen Anordnung um die betreffenden mittigen Naben 102 und 122 symmetrisch verteilt sind. Zur leichteren Bezugnahme bezieht sich die folgende Diskussion auf die RCC-Konfiguration nach Fig. 3, aber es ist klar, daß sie ebenso auf die WDRC-Tragsternkonfiguration nach Fig. 5 anwendbar ist.
  • Eine nichtsymmetrische Armkonfiguration, wie sie in einer der Fig. 13A bis 13D dargestellt ist, kann an jedem der vier Arme des RCC-Tragsterns 106 eingesetzt werden, um ein Nettodrehmoment in einer gegebenen Richtung, beispielsweise im Gegenuhrzeigersinn auf den mit dem Tragstern verbundenen Antriebsstab zu erzeugen; im Ergebnis würden alle ebenen Flächen der Tragsternarme bei gleicher Situation gegen die entsprechende angrenzende Seitenwand des Schlitzes 154 in der Tragplatte 150 gedrängt, wobei diese Elemente in den Fig. 10 bis 12 dargestellt sind. Alternativ können die Versätze der nichtsymmetrischen Vorderkantenkonfigurationen aufeinanderfolgender Paare von winkelmäßig versetzten Armelementen mit Bezug auf die jeweilige Symmetrieebene fortschreitend um die mittige Nabe 102 herum entgegengesetzt gewählt sein, um so eine seitliche Diagonalbelastung auf die mittige Nabe des Tragsterns zu erzeugen. Die nichtsymmetrische Konfiguration der Tragsternarmvorderkanten in irgendeiner solchen Anordnung dient zur Eliminierung der Wechsel- bzw. Schwingungsbewegung der Arme und überwindet deshalb die daraus resultierende Schwingungsbelastung und die damit zusammenhängenden schädlichen Effekte, die bei herkömmlicher symmetrischer Vorderkantenkonfiguration der Tragsternarme entstehen. Die jeweils gewählte Konfiguration wird am besten unter Berücksichtigung der Umgebungsfaktoren innerhalb eines gegebenen Druckbehälters gewählt. Beispielsweise ist die Konfiguration nach Fig. 13B mit Bezug auf die Erzeugung nichtsymmetrischer seitlicher Belastung optimal, ist aber vom Gesichtspunkt der Biegefestigkeit der Armvorderkante weniger wünschenswert. Die Konfigurationen nach den Fig. 13A und 13D ergeben größere Festigkeit als diejenige nach Fig. 13B, aber wegen des verringerten Versatzes haben sie eine entsprechend verringerte Fähigkeit zur Eliminierung des Strömungsschwingungsproblems. Die Konfiguration nach Fig. 13C hat Strömungs- und Festigkeitseigenschaften, die zwischen denen der Fig. 13A und 13B liegen. Die Konfiguration nach Fig. 13D ist am leichtesten herzustellen, während diejenigen nach den Fig. 13B und 13C etwas schwieriger, aber immer noch einfacher als die nach Fig. 13A ist. Alle haben die gemeinsame Charakteristik, daß sie Verbesserungen über die herkömmliche halbkreisförmige Querschnittskonfiguration herkömmlicher Tragsternarme bringen.

Claims (7)

1. Tragsternbaugruppe (100; 120; 130) zur Halterung von Stabgruppen (30, 34) in einem Druckwasserreaktorbehälter (12), in welchem eine vorgegebene Axialrichtung der Kernauslaßströmung festgelegt ist, mit: einer Nabe (102; 122) länglicher Konfiguration, die eine Mittelachse definiert und für eine Positionierung in dem Reaktorbehälter (12) in zu der vorgegebenen Axialrichtung der Kernauslaßströmung paralleler axialer Orientierung vorgesehen ist, einer Mehrzahl von mit der Nabe (102; 122) verbundenen Flügelbaugruppen (106; 126, 127; 132, 134), wobei jede Flügelbaugruppe (106, 126, 127) Mittel (108; 128) zum Anbringen mindestens eines Stabs (30, 34) an jeder Flügelbaugruppe (106; 126, 127; 132, 134) und mindestens ein diese Stabanbringungsmittel (108; 128) und die Nabe (102; 122) miteinander verbindendes Flügelelement (112'; 123, 123'; 125; 132) aufweist, wobei das Flügelelement (112'; 123, 123'; 125; 132) etwa parallele ebene Hauptflächen aufweist und längs einer innenliegenden längsverlaufenden Kante (115; 131; 131'; 133) mit der Nabe (102; 122) verbunden ist, während die ebenen Flächen parallel zur Achse der Nabe (102; 122) verlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügelelemente (112'; 123, 123'; 125; 132) eine mit Bezug auf die Axialrichtung der Kühlmittelströmung (FI) querverlaufende vordere Kante und hinter Kante haben, von denen die Vorderkante (161A bis 161D) in einer zu den parallelen Hauptflächen senkrechten Ebene eine im wesentlichen gleichförmige Querschnittskonfiguration aufweist, die mit Bezug auf die Symmetrieebene nichtsymmetrisch ist.
2. Tragsternbaugruppe (100; 129; 130) nach Anspruch 1, wobei die Vorderkante (161A bis 161D) jedes Flügelelements eine Strömungsstagnationslinie (160A bis 160D) definiert, die gegenüber der Symmetrieebene (136A bis 136D) versetzt ist.
3. Tragsternbaugruppe (100; 120; 130) nach Anspruch 2, wobei die mehreren Flügelbaugruppen (106; 126, 127; 132, 134) in mit gleichen Winkelabständen um diese herum befindlichen Positionen radial von der Nabe (102, 122) wegragen, und wobei die entsprechenden Strömungsstagnationslinien (160A bis 160D) der radial verlaufenden Flügelelemente in gleicher Richtung mit Bezug auf die betreffenden Symmetrieebenen (136A bis 136D) versetzt sind.
4. Tragsternbaugruppe (100; 120; 130) nach Anspruch 2, wobei die mehreren Flügelbaugruppen (106; 126, 127; 132, 134) an mit gleichen Winkelabständen um diese herum befindlichen Positionen radial von der Nabe (102, 122) wegragen und die Symmetrieebene (136A bis 136D) jedes Flügelelements mit derjenigen eines entsprechenden, in diametral gegenüberliegende Richtung von der Nabe (102, 122) wegragenden Flügelelements verläuft, derart, daß aufeinanderfolgende Paare benachbarter beabstandeter Flügelelemente (112'; 123, 123'; 125, 132) und der betreffenden Strömungsstagnationslinien (160A bis 160D) der beabstandeten Flügelelemente (112', 123, 123'; 125; 132) jedes aufeinanderfolgenden Paars gemeinsam mit Bezug auf die betreffenden Symmetrieebenen, also relativ zu ihren jeweiligen Symmetrieebenen in entgegengesetzten Richtungen, versetzt sind.
5. Tragsternbaugruppe (100; 120; 130) nach Anspruch 1, wobei der Querschnitt der Vorderkante (161B) jedes Flügelelements (112'; 123, 123'; 125; 132) einen einfachen spitzen Winkel mit Bezug auf eine von deren ebenen Hauptflächen bildet.
6. Tragsternbaugruppe (100; 120; 130) nach Anspruch 1, wobei der Querschnitt der Vorderkante (161C) jedes Flügelelements (112'; 123, 123'; 125, 132) zweifach spitze Winkel mit Bezug auf die betreffenden ebenen Flächen bildet.
7. Tragsternbaugruppe (100; 120; 130) nach Anspruch 1, wobei der Querschnitt der Vorderkante (161D) jedes Flügelelements (112'; 123, 123'; 125; 132) einen stumpf abgeschnittenen spitzen Winkel mit Bezug auf eine der ebenen Hauptflächen bildet.
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