DE3900783A1 - Hubeinrichtung fuer schwimmende lasten bei seegang - Google Patents
Hubeinrichtung fuer schwimmende lasten bei seegangInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66D—CAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
- B66D1/00—Rope, cable, or chain winding mechanisms; Capstans
- B66D1/28—Other constructional details
- B66D1/40—Control devices
- B66D1/48—Control devices automatic
- B66D1/52—Control devices automatic for varying rope or cable tension, e.g. when recovering craft from water
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Description
Die Erfindung betrifft eine Hubeinrichtung für schwimmende
Lasten bei Seegang gemäß dem Oberbegriff des Patentan
spruchs 1.
Für derartige Hubeinrichtungen, mit denen eine Last von
einem Schiff oder von Land aus gehoben und gesenkt werden
soll, um die Last vom Wasser bzw. Land aufzunehmen bzw.
abzusetzen, besteht die Schwierigkeit für den Antrieb
insbesondere darin, daß Aufnahme und Absetzen stoßfrei
erfolgen müssen. Es ist deshalb bekannt, den Antrieb so
zu trennen, daß einerseits ein Antrieb mit hohem Dreh
moment zum Hieven und Fieren der Last dient, während
andererseits ein schnellaufender Antrieb mit kleinem
Drehmoment das Seil straff hält, während die Last im
Wasser schwimmt. So muß das Seil von der Trommel abge
wickelt werden, wenn die Last von einem Wellenberg in ein
Wellental hinabtaucht, während das Seil schnell aufge
wickelt werden muß, wenn die Last zurück auf den Wellen
berg gelangt. Hierzu sind verschiedene Einrichtungen be
kannt (DE-PS 34 18 026, DE-OS 36 43 114).
Bei der vorliegenden Erfindung geht es darum, das Anhängen
der Last am Lasthaken des Seils zu erleichtern. Wird bei
spielsweise der Lasthaken zu einem in einem Boot stehenden
Arbeiter abgesenkt und von diesem erfaßt, so kann mit Hand
nicht die erforderliche Kraft aufgebracht werden, um Seil
von der Windentrommel abzuziehen, wenn dieses zum Anhängen
der Last erforderlich ist, weil die Reibungs- und Träg
heitskräfte der Seiltrommel usw. zu hoch sind. Falls in
diesem Moment das Boot in ein Wellental eintaucht oder das
die Hubwinde tragende Schiff von einer Welle hochgehoben
wird, so wird dem Arbeiter der Lasthaken sogar aus der
Hand gerissen. Um dies zu vermeiden, kann die Windenbe
dienung den Lasthaken unter Schlappseilbildung so weit ab
senken, daß ein gefahrloses Einhängen möglich ist. Eine solche Schlapp
seilbildung bringt aber ebenfalls Gefahren mit sich und
sollte vermieden werden.
Somit liegt die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe
darin, die Hubeinrichtung der eingangs geschilderten Art
so auszubilden, daß das Einhängen bzw. Lösen der Last
erleichtert und gefahrlos möglich ist.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Für den Abziehbetrieb wird erfindungsgemäß von dem zusätz
lichen Motor auf die Seiltrommel ein Drehmoment in Richtung
Fieren des Seils aufgebracht. Der Antrieb versucht somit
Seil von der Hubwindentrommel abzuziehen. Beträgt bei
spielsweise die zum Abziehen des Seils von der Trommel
aufzubringende Kraft 1500 N, wobei aber von Hand am Last
haken nur 300 N aufgebracht werden können, so muß von dem
zusätzlichen Motor eine Kraft von 1200 N auf das Seil in
Abziehrichtung ausgeübt werden. Der Antrieb muß also ein
dieser Kraft entsprechendes Drehmoment liefern.
Der zusätzliche Motor ist vorzugsweise unmittelbar an der
Seiltrommel angeflanscht. Es kann aber auch eine Seil
straffhaltevorrichtung mit einer zusätzlichen Trommel
vorgesehen sein, über die das Seil mit mehreren Umschlin
gungen geführt ist. Dann muß der Reibeingriff zwischen
dem Seil und der Trommel so groß sein, daß das Drehmoment
des Antriebs auf das Seil übertragen werden kann. Deshalb
wird die Trommel von dem Seil vorzugsweise mehrfach um
schlungen.
Auf diese Weise ist es möglich, daß das Seil von der
Bedienungsperson mit geringer Kraft von der Hubwinde abge
zogen werden kann, falls dies bei der Bedienung erforder
lich ist.
Aus dem Zusammenhang geht hervor, daß die zusätzliche
Trommel mit ihrem Antrieb nicht ausschließlich für schwim
mende Lasten eingesetzt werden muß. Vielmehr ist der Einsatz
immer dann vorteilhaft, wenn das Seil mit kleinen Kräften
von einer Bedienungsperson manipuliert werden soll und
dabei das Seil straff gehalten werden muß.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend
anhand der Zeichnung näher erläutert, in der eine Hubein
richtung schematisch dargestellt ist.
Das Seil 1 ist auf eine Seiltrommel 2 aufgewickelt, die
von einer als Motor beim Hieven bzw. als Pumpe beim Fieren
der Last arbeitenden hydrostatischen Maschine 3 angetrie
ben ist, deren Verbindung zu einer Druckmittelquelle bzw.
einem Tank über ein Wegeventil 4 erfolgt.
Die Druckmittelquelle ist eine von einem Elektromotor 5
angetriebene hydrostatische Maschine 6 mit verstellbarem
Volumen und beispielsweise mit einer Druckregeleinrichtung,
mit der es möglich ist, daß der Schwenkwinkel der Pumpe
über Null hinaus in die andere Richtung betätigt wird.
Über die Pumpenverstellung erfolgt somit die Geschwindig
keitsregelung eines Seegangsfolgemotors 8. Über die Druck
regelung erfolgt das Einstellen einer konstanten Zugkraft.
Das Seil 1 läuft in mehreren Umschlingungen um eine zu
sätzliche Trommel 10 und endet in einem nicht dargestellten
Lasthaken. Die Trommel 10 ist mit einer hydrostatischen
Maschine 12 verbunden. Die Maschinen 8 und 12 sind über
je ein Wegeventil 14, 15 mit der Verstellmaschine 6 ver
bunden. Die Maschine 12 ist mit einer hydraulischen Ver
stellung 20 mit einem bekannten Druckregler 21 versehen,
der an die Druckleitung 22 der Maschine 8 angeschlossen ist.
Der Seegangsfolgemotor 8 ist über einen Freilauf F mit
der Seiltrommel 2 gekuppelt und zwischen dem Lastmotor 3
und der Trommel 2 befindet sich eine Kupplung K. Die Wege
ventile 14 bzw. 15 ermöglichen in der gezeigten Stellung
einen Kurzschlußbetrieb der Motoren 8 und 12. Die Ge
schwindigkeitsregelung der Antriebe erfolgt über die
Pumpenverstellung 6.
Die Betriebsweise ist folgende: Für den abziehbetrieb ist
der Lastmotor 3 durch Öffnen der Kupplung K abgekuppelt.
Der Seegangsfolgemotor 8 ist über das Wegeventil 15 an
die Pumpe 6 angeschlossen und treibt die Seiltrommel 2 in
Richtung Hieven des Seils 1 an. Zusammen mit dem Frei
lauf F verhindert somit der Motor 8 bei Seegang die
Schlappseilbildung und hält das Seil 1 straff. Bei Bedarf
wird das Wegeventil 14 umgeschaltet und der Motor 12
treibt die Trommel 10 in Richtung Fieren des Seils an.
Der Motor 12 zieht gegen die Ladewinde. Die Kraft am
Lasthaken des Seils wird entsprechend dem Drehmoment des
Motors 12 reduziert. Das Seil kann leicht manipuliert
werden.
Der Motor 12 liefert somit ein Drehmoment in Abziehrich
tung des Seils, das so groß ist, daß nunmehr das Abziehen
des Seils mit der geringen manuell aufzubringenden Kraft
möglich ist. Wird dagegen das Seil losgelassen, so soll
der Seegangsfolgemotor 8 das Seil wieder auf die Trommel 2
aufwickeln, wobei er auch ohne die Handkraft das im Ab
wickelsinn wirkende Drehmoment des Motors 12 überwinden
muß. Um dies zu erleichtern, wird für diesen Betriebsfall
das von dem Motor 12 aufgebrachte Drehmoment verringert.
In der dargestellten Ausführungsform erfolgt dies druck
abhängig, indem der in der Druckleitung 22 für den See
gangsfolgemotor 8 wirkende Arbeitsdruck auf den Druck
regler 21 des Motors 12 geführt wird. Wird nämlich das
Seil losgelassen, so fehlt die von Hand ausgeübte Kraft
und damit fällt der Druck in der Leitung 22. Der Druck
regler 21 verstellt deshalb den Motor 12 auf ein geringeres
Fördervolumen, so daß er auf ein kleineres Drehmoment um
geschaltet wird. Der Seegangsfolgemotor 8 treibt nun die
Maschine 12 als Pumpe an und wickelt das Seil 1 wieder
auf, wobei dies gegen das geringe Drehmoment des Motors 12
erfolgen kann.
In einer geänderten, nicht dargestellten Ausführungsform
kann auch der Druck in der zur Maschine 12 führenden Lei
tung 23 abgegriffen werden und kann ein Druckreduzierventil
bei Druckabfall ansprechen, um den Druck des dem Motor 12
zugeführten Arbeitsmittels zu verringern und damit das
Drehmoment des Motors 12 zu verkleinern.
Zum Umschalten in den Seegangsfolgebetrieb wird das
Ventil 14 zurückgeschaltet, so daß der Antrieb 12 in den
Kurzschlußbetrieb kommt. Die Kupplung K bleibt gelöst
und der Seegangsfolgemotor 8 arbeitet entsprechend der
Belastung in "Hieven" und "Fieren". Größe und Richtung
der Seilgeschwindigkeit wird von der Relativbewegung der
Seegangsfolge bestimmt.
Im Lade- und Seegangsfolgebetrieb arbeitet der Motor 12
ebenfalls im Kurzschluß und läuft leer mit. Der Seegangs
folgemotor 8 arbeitet in Richtung Hieven. Für den Lade
windenbetrieb arbeiten der Seegangsfolgemotor 8 und der
Motor 12 im Kurzschluß und laufen leer mit. Der Last
motor 3 betätigt die Seiltrommel 2.
In einer vereinfachten Ausführungsform entfällt die Trom
mel 10 und der Motor 12 ist unmittelbar an der Seiltrommel
2 angeflanscht, wie aus der gestrichelten Darstellung
erkennbar ist. Der Anschluß des Motors 12 über das Wege
ventil 14 und die Pumpe 6 bleibt unverändert. Die Maschine
12 kann auch durch einen Elektromotor ersetzt werden.
Auch bei einem elektrischen Antrieb läßt sich eine Dreh
momentumschaltung realisieren, um einerseits das Abziehen
des Seils von Hand zu erleichtern und andererseits das
Aufwickeln des Seils entgegen dem vom Motor 12 aufge
brachten Drehmoment zu ermöglichen. Dies kann durch eine
entsprechende Ansteuerung des Elektromotors oder durch
eine eine Umschaltung bewirkende Bauweise des Motors er
reicht werden.
Claims (13)
1. Hubeinrichtung für schwimmende Lasten bei Seegang
mit einem Antrieb der Seiltrommel zum Hieven und Fieren
der Last sowie zum Aufrechterhalten einer Seilspannung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Seil
trommel (2) von einem Motor (12) in Abziehrichtung des
Seils (1) angetrieben ist.
2. Hubeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Motor (12) ein
konstantes Drehmoment in Abziehrichtung des Seils liefert.
3. Hubeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Motor (12) eine
Seiltrommel (10) antreibt, über die das Seil (1) zwischen
der Windentrommel (2) und dem Lasthaken reibschlüssig
geführt ist.
4. Hubeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Motor (12) un
mittelbar die Windentrommel (2) antreibt.
5. Hubeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Motor
(12) ein Elektromotor ist.
6. Hubeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Motor
(12) eine hydrostatische Maschine ist.
7. Hubeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Dreh
moment des Motors (12) abhängig von der Seilkraft ver
änderlich ist.
8. Hubeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Motor (12) ein ver
stellbares Schluckvolumen aufweist und zwischen einem
beim Fieren des Seils wirkenden größeren Drehmoment und
einem beim Hieven des Seils wirkenden kleineren Drehmoment
umschaltbar ist.
9. Hubeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Umschaltung abhängig
vom Arbeitsmitteldruck über die Druckregelung der Maschine
(12) erfolgt.
10. Hubeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Seil
trommel (2) von einer hydrostatischen Maschine (3) als
Lastmotor und von einer hydrostatischen Maschine als
Seegangsfolgemotor (8) angetrieben ist.
11. Hubeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß im Lade- und Seegangs
folgebetrieb der Motor (12) im Kurzschlußbetrieb ist.
12. Hubeinrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, daß im Abziehbetrieb der
Lastmotor (3) abgekuppelt ist, der Seegangsfolgemotor
die Seiltrommel (2) in Richtung Hieven antreibt und der
Motor (12) eingeschaltet ist und gegen den Seegangsfolge
motor (8) zieht.
13. Hubeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Motoren
(3, 8, 12) an eine hydrostatische Maschine (6) mit ver
änderlichem Förder- bzw. Schluckvolumen und mit einer
über Null schwenkbaren Druckregeleinrichtung angeschlossen
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893900783 DE3900783A1 (de) | 1988-04-14 | 1989-01-12 | Hubeinrichtung fuer schwimmende lasten bei seegang |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3812446 | 1988-04-14 | ||
| DE19893900783 DE3900783A1 (de) | 1988-04-14 | 1989-01-12 | Hubeinrichtung fuer schwimmende lasten bei seegang |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3900783A1 true DE3900783A1 (de) | 1989-10-26 |
Family
ID=25866978
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893900783 Withdrawn DE3900783A1 (de) | 1988-04-14 | 1989-01-12 | Hubeinrichtung fuer schwimmende lasten bei seegang |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3900783A1 (de) |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |