DE3904704C1 - Device for the mechanised, independent fitting of a new endless grinding belt onto a freely movable belt-grinding machine - Google Patents

Device for the mechanised, independent fitting of a new endless grinding belt onto a freely movable belt-grinding machine

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DE3904704C1 DE19893904704 DE3904704A DE3904704C1 DE 3904704 C1 DE3904704 C1 DE 3904704C1 DE 19893904704 DE19893904704 DE 19893904704 DE 3904704 A DE3904704 A DE 3904704A DE 3904704 C1 DE3904704 C1 DE 3904704C1
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    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B21/00Machines or devices using grinding or polishing belts; Accessories therefor
    • B24B21/18Accessories

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  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum mecha­ nisierten selbsttätigen Auflegen eines neuen endlosen Schleifbandes auf eine frei bewegliche Bandschleifmaschine nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, wie sie aus der DD-PS 2 40 512 als bekannt hervorgeht.
Unabhängig davon, ob die Bandschleifeinrichtung manuell oder von einem Roboter geführt wird, ist bei einem Dauer­ einsatz der Bandschleifeinrichtungen von den Schleifbän­ dern nur eine relativ kurze Standzeit zu erwarten. Zwar läßt sich deren Standzeit dadurch vergrößern, daß das Schleifband selber verlängert wird, daß eine härtere Kör­ nung und/oder eine bessere Körnerbindung mit dem Schleif­ band angewandt wird. Durch eine schleifbandseitige Stand­ zeiterhöhung kann also ein Schleifbandwechsel weniger häufig notwendig gemacht werden; gleichwohl ist bei­ spielsweise bei einem Anwendungsfall eines Verputzens von Schweißraupen an Fahrzeugkarosserien im Sichtbereich ein Schleifbandwechsel mindestens 10 bis 20 mal je Schicht unvermeidbar.
Die eingangs zitierte DD-PS 2 40 512 geht auf die Proble­ matik eines häufigen und raschen Schleifbandwechsels an Bandschleifmaschinen ein, insbesondere wenn die Band­ schleifmaschine im Dauereinsatz, z. B. im Robotereinsatz betrieben wird und aufgrund dessen das Schleifband relativ schnell stumpf wird. Diese Druckschrift zeigt eine Ein­ richtung zum automatischen Schleifbandwechsel an Band­ schleifmaschinen, bei der die einzelnen Schleifbänder in einem Magazin jeweils in einer der Bandschlaufenform der Bandschleifmaschine entsprechenden Form einzeln auf Rollen ausgespannt gehalten werden. Das Magazin ist im Prinzip trommelartig aufgebaut; auf dem Trommelumfang sind die Rollen zum Ausspannen der bevorrateten Schleifbänder, ra­ dial zur Trommelachse stehend, angeordnet, wobei eine der Rollen außerdem nach Art der Spannrolle parallel zur Trommelachse verfahrbar geführt und unter Federspannung gehalten ist. Bei einem notwendig werdenden Schleifband­ wechsel wird ein bevorratetes Schleifband durch eine Übergabeeinrichtung in der vorgegebenen Bandschlaufenform aus dem Magazin entnommen und in die Bandschleifmaschine übergeben. Dazu muß die Bandschleifmaschine parallel zum Magazin in der Weise aufgestellt werden, daß die das neue Schleifband haltenden Rollen des Magazins und die Band­ laufrollen der Bandschleifmaschine in derselben Bereitstellungs- und Aufspannebene, jedoch parallel neben­ einander liegen. Die Übergabeeinrichtung ist parallel zu der Bereitstellungs- und Aufspannebene quer verfahrbar. Wesentlicher Bestandteil der Übergabeeinrichtung sind zy­ lindrische Halbschalen, die der Form und der Lage der Be­ reitstellungsrollen des Magazins bzw. der Bandlaufrollen der Bandschleifmaschine entsprechen und die jeweils ge­ sondert mit einem Verdrehantrieb versehen sind. Zur Über­ nahme eines Schleifbandes von den Bereitstellungsrollen des Magazins sind die zylindrischen Halbschalen so einge­ schwenkt, daß sie jeweils lagegleich zu den vom bereitge­ stellten Schleifband nicht umschlungenen Umfangspartien der Bereitstellungsrollen liegen. In dieser Position wer­ den die zylindrischen Halbschalen in die Bandschlaufe des vom Magazin bereitgestellten Schleifbandes axial einge­ schoben; anschließend werden die zylindrischen Halbschalen gemeinsam mit den Bereitstellungsrollen des Magazins ge­ dreht, derart, daß die zylindrischen Halbschalen zwischen Schleifband und Rollenoberfläche in Umfangsrichtung einge­ zogen werden, bis beide Halbschalen auf der bandum­ schlungenen Umfangsseite der Bereitstellungsrollen liegen. Nun werden die zylindrischen Halbschalen der Überführungs­ einrichtung axial gemeinsam von den Bereitstellungsrollen abgezogen, wobei sie das Band in der bereitgestellten Bandschlaufenform mitnehmen. Die Überführungseinrichtung kann nun quer verschoben und über die Bandschleifmaschine verbracht werden, wo das gleiche Spiel umgekehrt abläuft und das Schleifband auf die Bandlaufrollen der Bandschleif­ maschine übergeben wird. Die bekannte Bandwechseleinrich­ tung erlaubt zwar einen automatischen Bandwechsel, jedoch ist sie sehr aufwendig aufgebaut, insbesondere was die Magazinierung bzw. formdefinierte Bereitstellung der Bän­ der anlangt. Es muß nämlich für jedes einzelne bevorratete Schleifband ein kompletter Satz von Bereitstellungsrollen innerhalb des Magazines vorgesehen werden. Die gesamte Druckschrift geht auch nicht auf die Problematik ein, wie die lose und form-undefiniert angelieferten Schleifbänder in das Magazin mit formdefinierter ausgespannter Band­ schlaufe eingebracht werden; offensichtlich wird hier ein manuelles und somit zeitraubendes Auflegen der einzelnen Schleifbänder auf die Bereitstellungsrollen des Magazins unterstellt. Der einzige Rationalisierungsvorteil der be­ kannten Bandwechseleinrichtung besteht also darin, den Vorgang des Bandwechsels an der Bandschleifmaschine zu mechanisieren, zu beschleunigen und personenunabhängig durchführen zu können. Die Handarbeit des Herstellens ei­ ner formdefinierten, rollengeführten Bandschlaufe für je­ des einzelne Schleifband bleibt jedoch bei der bekannten Bandwechseleinrichtung unvermeidbar.
Die DE-OS 15 77 447 zeigt eine Hilfsvorrichtung zum leich­ teren handhaben von besonders breiten Schleifbändern bei deren Auflegen auf die Bandlaufrollen einer Bandschleifma­ schine. Derartige, breite Schleifbänder werden in der Ober­ flächenbehandlung von breiten Holzplatten, beispielsweise in der Möbelindustrie in stationären Bandschleifmaschinen verwendet; die Arbeitsbreiten sind zum Teil über zwei Me­ ter groß. Die Hilfsvorrichtung zeigt ebenfalls zwei zy­ lindrische Halbschalen, die nach Form und gegenseitiger Lage den Bandführungsrollen der Bandschleifmaschine entsprechen, wovon jedoch die eine Halbschale der anderen angenähert und zu ihr geneigt werden kann. Außerdem können die beiden Halbschalen gemeinsam um eine mittig zwischen ihnen und parallel zu ihnen liegenden Schwenkachse aus einer horizontalen Ebene - überführen in die Bandschleif­ maschine - in eine vertikale Ebene - übernehmen aus einem Vorrat - geschwenkt werden. Die Schleifbänder werden nicht nur beim Stumpfwerden oder nach einem Bandriß, sondern häufiger noch - bei einem erforderlichen Wechsel der Kör­ nigkeit des Bandes gewechselt. Die gerade nicht benötigten oder neuen Bänder werden auf einem horizontal frei abragen­ den, voluminösen Rohr oder auf einer entsprechenden zylin­ drischen Halbschale hängend aufbewahrt, wobei der Rohrdurch­ messer bzw. der Schalendurchmesser etwa den Durchmesser einer Bandführungswalze der Bandschleifmaschine bzw. einer zylindrischen Halbschale der Hilfsvorrichtung entspricht. Die kranartig verfahrbare Hilfsvorrichtung fährt bei einem erforderlichen Bandwechsel mit den beiden zylindrischen Halbschalen, die in eine vertikale Ebene eingeschwenkt sind, in die hängende Bandschlaufe ein, wobei die Annähe­ rung oder Neigung der unteren Halbschale gegenüber der oberen ein solches Einfahren erleichtert. Das zu wechseln­ de Band kann dann leicht manuell von der Aufbewahrungs­ stange auf die Hilfsvorrichtung hinübergezogen werden. In diesem Stadium können dann die Halbschalen der Hilfsvor­ richtung gespreizt und in die erwähnte horizontale Ebene umgeschwenkt und zur Bandschleifmaschine gebracht werden, wo die Halbschalen deckungsgleich zu den Bandführungswal­ zen der Bandschleifmaschine ausgerichtet werden. Ausgehend von diesem Zustand kann das neue Band relativ einfach ma­ nuell von der Hilfsvorrichtung in die Bandschleifmaschine hinübergezogen werden, wofür jedoch mindestens zwei Ar­ beitskräfte nötig sind. Diese Vorrichtung erlaubt also nicht einen selbsttätigen Bandwechsel, sondern sie stellt lediglich eine Arbeitserleichterung beim manuellen Wech­ seln besonders breiter Schleifbänder dar.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine Einrichtung zum mechanisierten selbsttätigen Auflegen neuer endloser Schleifbänder auf eine frei bewegliche Bandschleifmaschine zu schaffen, die es erlaubt, die Schleifbänder aus einem formundefinierten Bereitstellungszustand heraus mechani­ siert und somit rationell auf die Bandführungsrollen der Bandschleifmaschine aufzulegen.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die kennzeich­ nenden Merkmale des Patentanspruchs 1 in Verbindung mit dessen Oberbegriff gelöst.
Zum Schleifbandwechsel muß zunächst das alte verschlissene Schleifband aus der Bandschleifmaschine entfernt werden. Es wird hierbei unterstellt, daß die Bandschleifmaschine eine Bandlaufregelwalze zur Einregulierung einer defi­ nierten Bandposition in Querrichtung und eine entsprechende Abtasteinrichtung für die tatsächliche Bandposition z. B. in Form einer Lichtschranke, einer Gabelluftschranke oder einer Tastrolle zur Ansteuerung der Bandlaufregelwalze aufweist. Durch Verstimmen der Abtasteinrichtung in eine Extremlage kann die Bandlaufregelwalze so in einer be­ stimmten Richtung verstellt werden, daß das Schleifband dadurch um mehr als die Bandbreite seitlich zur Bandauf­ lageseite hin axial verläuft und schließlich aus der Band­ schleifmaschine ausgeworfen wird. Ein Auswerfen des alten Schleifbandes ist also mit maschineneigenen Mitteln der Bandschleifmaschine relativ leicht realisierbar.
Zur Vorbereitung der Aufnahmebereitschaft der Bandschleif­ maschine für ein neues Schleifband wird die Verstimmung der Bandregelwalze beseitigt, so daß diese in ihre Normal­ position zurückkehrt; außerdem muß die Bandspannrolle zu­ rückgefahren werden. Auf den Auflegerollen der Auflegevor­ richtung, die mit ihren außenliegenden Mantellinien ke­ gelstumpfartig angeordnet sind, befindet sich auf deren Aufnahmeseite lose in Bereitschaft ein neues Schleifband. Durch Antreiben wenigstens einer der Auflegerollen "klet­ tert" das Schleifband axial über die Auflegerollen zur Übergabeseite hin. Bei diesem Übergang wird das Schleif­ band in eine mit der maschinenseitigen Bandlaufform über­ einstimmende Bandschlaufe gezogen, die ohne weiteres axial in die Bandschleifmaschine übergeben werden kann. Dieses "Aufklettern" in Richtung auf die größeren Rollendurchmes­ ser bzw. in Richtung zum größeren Abstand der Mantellinien hin geht ohne jegliches manuelles Zutun vor sich. Das lose an der Gruppe von Auflegerollen bereitgestellte Schleif­ band wird also mechanisiert und selbsttätig zu einer auf­ legebereiten Bandschlaufe ausgespannt. In dieser Schlau­ fenform erfolgt im übrigen auch die Übergabe in die Band­ schleifmaschine.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung können den Un­ teransprüchen entnommen werden. Im übrigen ist die Erfin­ dung anhand verschiedener in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele nachfolgend noch erläutert; dabei zeigen
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Band­ auflegeeinrichtung in horizontaler Anord­ nung mit Vorratsbaum zur Bevorratung mehre­ rer neuer Schleifbänder,
Fig. 2 den Zustand beim Auswerfen des alten ver­ schlissenen Schleifbandes aus einer roboter­ geführten Bandschleifmaschine,
Fig. 3 eine perspektivische Einzeldarstellung der Bandauflegeeinrichtung nach Fig. 1,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch die Einrichtung nach Fig. 3,
Fig. 5 einen Zustand bei der Überführung eines Schleif­ bandes von einer Auflegerolle auf eine Rolle der Bandschleifmaschine,
Fig. 6 eine in die Ebene abgewickelte Ansicht auf die Reibrollen zum abgeleiteten Antreiben der Auflegerolle von der Treibrolle der Bandschleifmaschine aus,
Fig. 7 einen Längsschnitt ähnlich wie Fig. 4 durch ein modifiziertes Ausführungsbeispiel einer Auflegeeinrichtung mit heb- und senkbaren Spannrollen,
Fig. 8 bis 10 Darstellungen verschiedener Weichstoffauflagen für die Auflegerollen,
Fig. 11 und 12 Seiten- (Fig. 11) und Stirnansicht (Fig. 12) auf ein anderes Ausführungsbeispiel ei­ nes Vorratsbaumes mit einer Förderschnecke als Fördermittel zum axialen Verschieben der bevorrateten Schleifbänder,
Fig. 13 einen Rollensatz kleiner konischer Rollen zum rückseitigen Raffen des Schleifbandes, um es an die Auflegerollen auf der ganzen Bandbreite anzuschmiegen,
Fig. 14 die Draufsicht auf ein weiteres Ausführungs­ beispiel einer Auflegeeinrichtung mit in Rollenabschnitten unterteilten Auflegerol­ len,
Fig. 15 eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit XV aus Fig. 14,
Fig. 16 eine Seitenansicht der Auflegeeinrichtung nach Fig. 14,
Fig. 17 eine einfache Lagerungsmöglichkeit einer gestuften Anordnung von Rollenabschnitten und
Fig. 18 eine perspektivische Einzeldarstellung einer Lagerbuchse für eine Lagerung gemäß Fig. 17.
In Fig. 2 ist eine mögliche Verwendungsform einer geeig­ neten Bandschleifmaschine 1 angedeutet. Und zwar ist diese Bandschleifmaschine für einen Robotereinsatz vorgesehen und demgemäß am äußeren Ende eines Roboterarmes 2 in der Weise befestigt, daß die Bandschleifmaschine 1 frei im Raum nach einem reproduzierbar wiederholbaren Bewegungsablauf bewegt werden kann. Die Bandschleifmaschine 1 weist eine motorisch antreibbare Antriebsrolle 8 sowie eine Führungs­ rolle 9 auf, die zweckmäßiger Weise im Abstand zur Antreib­ rolle 8 veränderbar ist und so auch die Funktion einer Spannrolle übernehmen kann. Zwischen den beiden Rollen 8 und 9 ist auf der Innenseite des Arbeitstrumes des Schleif­ bandes ein Druckstück 10 angebracht, welches innerhalb der Bandschleifmaschine 1 kardanisch aufgehängt ist. Mit die­ sem Druckstück 10 kann das Schleifband eben auf die zu bear­ beitende Oberfläche angedrückt werden. Bei der in Fig. 2 angedeuteten Bandschleifmaschine 1 ist die geringstmögliche Anzahl von Rollen vorgesehen. Selbstverständlich sind auch andere Anordnungsmuster von Rollen denkbar, was insbesondere dann zweckmäßig ist, wenn größere Bandlängen innerhalb der Bandschleifmaschine unter­ gebracht werden sollen, um eine größere Standzeit der Schleifbänder zu ermöglichen. In jedem Fall wird durch das Anordnungsmuster der Antriebs- und der Führungsrollen ein der Form und - innerhalb der Bandschleifmaschine 1 - auch der Lage nach definierte Bandschlaufe für das Schleifband festgelegt.
Zum Entfernen des alten, verschlissenen Schleifbandes 6 aus der Bandschleifmaschine 1 fährt der Roboterarm mit der Bandschleifmaschine 1 in den Abwurfbereich eines Abfall­ behälters 7. Durch Verstimmen der Bandregelwalze - diese Funktion kann ebenfalls durch die Führungsrolle 9 über­ nommen werden - kann das verschlissene Schleifband 6 seit­ lich in Richtung zur freien Seite der Rollen 8 und 9 ver­ schoben werden, bis es außer Kontakt mit den Rollen 8 und 9 gerät und in den Abfallbehälter 7 abfällt.
Um die Bandschleifmaschine 1 anschließend zur Aufnahme eines neuen Schleifbandes 5 bereit zu machen, muß zunächst die Führungsrolle 9 in eine aufnahmebereite Position überführt werden, was bedeutet, daß sie - soweit diese Führungsrolle 9 auch die Funktion einer Spannrolle übernimmt - der Antriebs­ rolle 8 angenähert werden muß und daß die Führungsrolle 9 außerdem - soweit sie die Funktion einer Querlagen-Regel­ walze übernimmt - in eine exakte Parallellage zur Antriebs­ rolle 8 überführt werden muß.
Die Auflegeeinrichtung 4 nach den Fig. 1 bis 6 besteht im wesentlichen aus einer ortsfest gehaltenen Gruppe von Auflegerollen 20 und 21, an die die Bandschleifmaschine 1 axial unmittelbar angenähert werden kann. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Auflegerollen 20 kegelig ausgebildet; zwei weitere Auflegerollen 21 sind zylindrisch ausgebildet. Die zuletzt genannten zylindrischen Auflege­ rollen 21 sind wesentlich kleiner als die kegeligen Auf­ legerollen 20; sie sind zwischen den beiden kegeligen Auf­ legerollen 20 angeordnet und nur in der Darstellung nach Fig. 4 erkennbar. Durch die beiden kleineren Auflegerol­ len 21 soll das Schleifband 5 über die Kanten des Druck­ stückes 10 hinweggehoben werden. Die Auflegerollen 20 und 21 sind in einer gemeinsamen Stuhlung 11 und 12 drehbar gelagert. Die Stuhlung 11 und 12 ist so ausgebildet und gehaltert, daß sie vollständig innerhalb der Hüllkontur der Gruppe von Auflegerollen 20 und 21 verbleibt, also diese Hüllkontur radial nach außen nicht überragt. Dadurch ist sichergestellt, daß die Stuhlung 11, 12 mit einem axial über die Auflegerollen 20, 21 hinweg geförderten Schleifband 5 nicht in Kollision gelangen kann. Die Auflegerollen 20 und 21 sind innerhalb der Stuhlung 11, 12 so angeordnet, daß durch die Auflegerollen 20 und 21 zumindest im Bereich der Überga­ beseite 26 der Auflegeeinrichtung eine Bandschlaufenform gebildet wird, die mit der Form der Bandschlaufe innerhalb der Bandschleifmaschine 1 zumindest weitgehend überein­ stimmt. Die Übergabeseite 26 der Auflegevorrichtung 4 ist diejenige Seite der Gruppe von Auflegerollen 2 0 und 21, die der Bandschleifmaschine 1 zugekehrt liegt. Die Aufle­ gerollen 20 und 21 sind innerhalb der Stuhlung 11 und 12 zeltartig angeordnet. Es muß, um einen axial gerichteten Fördereffekt auf das aufzulegende Schleifband 5 ausüben zu können, zumindest eine der Auflegerollen 20, 21 zumindest mit den Mantellinien zeltartig in Bezug auf die anderen Auflege­ rollen ausgerichtet sein. Bei dem in den Fig. 1, 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Achsen der Auf­ legerollen 20 zueinander geneigt; außerdem sind die Achsen der kleineren Auflegerollen 21 zur Ebene der beiden größe­ ren Auflegerollen 20 geneigt. Aufgrund der Konizität der größeren Auflegerollen 20 sind im übrigen außerdem noch die mit dem aufzulegenden Schleifband 5 in Berührung ge­ langenden Mantellinien zueinander zeltartig bzw. kegel­ stumpfartig angeordnet. Diese kegelstumpfartige Anordnung der Mantellinien unterschiedlicher Auflegerollen zueinan­ der ist ursächlich für einen axialen Fördereffekt der auf den Auflegerollen 20, 21 laufenden Schleifbänder 5.
Um auf der sich verjüngenden Seite der Gruppe von Aufle­ gerollen 20, 21 auf einfache Weise ein neues Schleifband 5 in Bereitschaft bringen zu können, ist die Stuhlung 11, 12 für die Lagerung der Auflegerollen 20, 21 lediglich auf der einen Seite der Auflegeeinrichtichtung, nämlich auf der Aufnahmeseite 25 der Auflegerollen 20, 21 lösbar mit einer feststehenden Unterlage verbunden. Die Auflageeinrichtung 4 ragt also in Richtung auf die Übergabeseite 26 hin frei von der sie halternden Einrichtung ab. Zur frei abragenden Halterung der Auflegerollen 20 und 21 bzw. ihrer Stuhlung 11 und 12 ist in der Auflegeeinrichtung 4 ein im wesent­ lichen axial verlaufender Tragarm 13 vorgesehen, der in lösbarer Weise mit der feststehenden Unterlage zusammen­ gesteckt werden kann. Bei dem in Fig. 3 und 4 dargestell­ ten Ausführungsbeispiel ist der Tragarm 13 als Vierkant­ rohr ausgebildet, so daß er in eine entsprechende Vierkant­ öffnung lagesichernd eingesteckt werden kann. Zur Begren­ zung der Einstecktiefe ist an dem Tragarm 13 ein Tiefenan­ schlag 18 in Form eines abstehenden Bundes angebracht. Um den einsteckbaren Teil des Tragarmes 13 in der Einstecköff­ nung sichern zu können, ist diese mit einer federbelaste­ ten Sperrklinke 19 versehen, die unter Umständen manuell nach innen gedrückt werden kann, so daß der Steckzapfen aus der entsprechenden Aufnahmeöffnung herausgezogen wer­ den kann.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Auflegeeinrichtung 4 mit den Auflegerollen 20 geneigt zur Schwerkraftrichtung angeordnet, so daß die Achsen der Auflegerollen 20, 21 ein eindeutiges Gefälle aufweisen. Durch dieses Gefälle wird ein Fördereffekt der Auflegerollen 20, 21 auf das aufzulegende Schleifband 5 in Richtung auf die Übergabeseite 26 hin begünstigt. Insbesondere wenn das Schleifband im Bereich der Aufnahmeseite 25 noch lose auf den Auflegerollen 20, 21 nur an ihrer Kante aufgrund einer ge­ wissen Eigensteifigkeit des Schleifbandes 5 aufliegt, kann sich der riemenartige Fördereffekt der Auflegerollen 20, 21 auf das Schleifband 5 noch nicht auswirken. In diesem Stadium kann die Schwerkraft zum axialen Befördern des Schleif­ bandes 5 in Richtung auf größere Durchmesser bzw. größere Umfangskonturen der Gruppe von Auslegerollen 20, 21 ausge­ nützt werden. Denkbar wäre es auch, anstelle einer ge­ neigten Anordnung der Auflegeeinrichtung oder zusätzlich zu einer solchen Neigung auch wenigstens eine bewegliche Spannrolle innerhalb der Gruppe von Auflegerollen 20, 21 anzu­ ordnen, wie es beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 ge­ zeigt ist, auf das weiter unten eingegangen werden soll. Der riemenartige Fördereffekt der Auflegerollen 20, 21 auf das Schleifband 5 ist umso größer, je besser sich das Schleif­ band 5 an die Auflegerollen 20, 21 anschmiegen kann und je weniger Schlupf zwischen Auflegerollen 20, 21 und Schleifband 5 vorkommt.
Weiter unten soll auf einen die Auflegeeinrichtung 4 hal­ ternden und einen gewissen Vorrat von Schleifbändern 5 auf­ nehmenden Vorratsbaum 3 bzw. 3′ noch näher eingegangen werden. An dieser Stelle sei lediglich erwähnt, daß der Vorratsbaum 3, 3′ mit Fördermitteln zum gleichzeitigen Ver­ schieben der auf ihm aufgereihten Schleifbänder 5 in Richtung zur Auflegeeinrichtung hin versehen ist. Es ist nun denkbar, diesen Vorratsbaum 3 bzw. 3′ Querschnitt annähernd der Kontur der schleifmaschinenseitig vorgegebenen Form der Bandschlaufe anzupassen. In einem solchen Fall könnten die Auflegerollen relativ kurz gestaltet sein, weil sie das Schleifband 5 nur in relativ geringem Ausmaß hinsicht­ lich der Schlaufenform zu verändern brauchen. Nachteilig an einer der späteren Bandschlaufenform angepaßten Quer­ schnittskontur des Vorratsbaumes 3, 3′ ist jedoch, daß die dar­ auf aufgereihten Schleifbänder 5 sorgfältig geführt werden müssen, so daß sie beim Weitertransport nicht in eine Schräglage gelangen und sich auf dem Vorratsbaum 3, 3′ verkan­ ten. Zu diesem Zweck können außer mehreren in die Ober­ fläche eingelassenen, axial gerichteten Förderriemen auch noch eine Vielzahl von Gleitrollen in die Oberfläche des Vorratsbaumes 3, 3′ eingelassen sein, was jedoch aufwendig wäre. Zweckmäßiger ist es, dem Vorratsbaum 3, 3′ eine wesentlich klei­ nere Querschnittskontur als der späteren Bandschlaufe zu geben, so daß die bevorrateten Schleifbänder 5 lose darauf aufgereiht und ohne die Gefahr einer Verkantung darauf verschoben werden können. Durch eine gewisse Eigenstei­ figkeit des Schleifbandes 5 wird dieses annähernd eine kreis­ runde oder - schwerkraftbedingt - eine ovale Form annehmen. Ausgehend von dieser in der Vorratslage befindlichen Band­ form muß das Schleifband 5 beim Auflegen in der Schlaufen­ form stark verändert werden. Aus diesem Grunde ist es zweckmäßiger, wenn die Auflegerolle 20, 21 relativ schlank, also mit einem Verhältnis ihrer Länge L zu ihrem - größten - Durchmesser D größer als eins sind. Die starke Veränderung der Bandschlaufenform wird auf einer relativ langen För­ derstrecke bewerkstelligt, die dementsprechend relativ lange und somit schlanke Auflegerollen erfordert.
Um einen riemenartigen Fördereffekt von den Auflegerollen 20, 21 auf das Schleifband 5 ausüben zu können, muß wenigstens eine der Auflegerolle 20, 21 der Auflegeeinrichtung 4 antreibbar sein. Eine Möglichkeit, die Auflegerollen 20 anzutreiben besteht darin, daß in die Auflegerollen ein Antrieb integriert ist. Und zwar kann im Innern des Mantels der Auflegerollen 20 ein Elektromotor mit einem drehzahlreduzierenden Getrie­ be untergebracht und verdrehfest gehalten werden. Derar­ tige konische oder zylindrische Rollen sind preisgünstig als Treibrollen von Rollbahnen auf dem Markt erhältlich.
Eine andere Möglichkeit zum Antreiben wenigstens einer der Auflegerolle 20, 21 besteht darin, diese Auflegerolle reibschlüs­ sig von der Antriebsrolle 8 der Bandschleifmaschine 1 aus anzutreiben. Für den Fall, daß das äußerste übergabesei­ tige Ende der Auflegerolle 20 am gesamten Umfang frei zu­ gänglich, also nicht durch irgendwelche Teile der Stuhlung überdeckt ist und unter der weiteren Voraussetzung, daß auch die Antriebsrolle 8 der Bandschleifmaschine 1 im Bereich der Auflegeseite am gesamten Umfang frei zugänglich, also ebenfalls nicht durch Teile einer entsprechenden Stuhlung überdeckt ist, kann ein reibschlüssiger Antrieb der Auf­ legerolle dadurch erfolgen, daß die Auflegerolle 20 un­ mittelbar axial an die Antriebsrolle 8 der Bandschleifma­ schine 1 angedrückt wird. Zweckmäßigerweise kann bei dieser Drehmitnahme der Auflegeroll 20 durch die Antriebsrolle 8 der Bandschleifmaschine 1 auch eine gegenseitige Zentrierung der Rollen erfolgen, so daß sie nicht fliehkraftbedingt außer Eingriff gelangen. Diese Lagerungsverhältnisse können je­ doch nicht in jedem Fall vorausgesetzt werden, weshalb sie in dem Ausführungsbeispiel auch nicht dargestellt sind. Vielmehr zeigt das Ausführungsbeispiel sowohl für die Auf­ legerolle 20 eine Stuhlung 11 als auch eine maschinensei­ tige Stuhlung 23 für die Antriebsrolle 8. Um auch in einem solchen Fall die Auflegerolle 20 von der Antriebsrolle 8 der Bandschleifmaschine 1 aus antreiben zu können, ist in der Auflegeeinrichtung 4 ein Reibrollenpaar 14 und 15 vor­ gesehen, welches die axiale Erstreckung der Stuhlung 11 und der Stuhlung 23 überbrückt. Zwar wäre es theoretisch denkbar, anstelle des Reibrollenpaars 14, 15 lediglich eine ein­ zige Reibrolle vorzusehen, dies hätte jedoch den Nachteil, daß die Auflegerolle 20 in der entgegengesetzten Drehrichtung wie die Antreibrolle 8 der Bandschleifmaschine 1 umlaufen würde. Durch eine paarweise Anordnung von Reibrollen 14 und 15, die gegenseitig im reibschlüssigen Eingriff stehen und von denen die eine Reibrolle 14 nur an der Antriebsrol­ le 8 und die andere Reibrolle 15 nur an der Auflegerolle 20 reibschlüssig anliegt, kommt in der Weise eine Drehrich­ tungsumkehr zustande, daß die antreibbare Auflegerolle 20 in der gleichen Drehrichtung umläuft wie die maschinensei­ tige Antriebsrolle 8. Die beiden Reibrollen 14 und 15 sind in einer Schwinge 22 gelagert, die ihrerseits auf der Stuh­ lung 11 für die Auflegerolle 20 befestigt und schwenkbar ist. Durch ein axiales Anlegen des Reibrollenpaares 14, 15 an die Stirnseite der Antriebsrolle 8 wird gleichzeitig auch das Reibrollenpaar 14, 15 an die Stirnseite der Auf­ legerolle 20 angedrückt. Die beiden Reibrollen 14 und 15 sind innerhalb der Schwinge 20 in einem solchen Abstand gelagert, daß sie unter gegenseitiger Vorspannung anein­ ander anliegen, so daß eine weitgehend schlupffreie reib­ schlüssige Mitnahme gewährleistet ist. Wie in Fig. 5 strichpunktiert angedeutet ist, kann nicht nur ein ein­ ziges Reibrollenpaar 14, 15 vorgesehen werden, sondern es können mehrere Reibrollenpaare tangential zum Umfang der Auflegerolle 20 vorgesehen werden.
Nachfolgend sei noch einmal auf die Problematik eines gu­ ten Anschmiegens des Schleifbandes 5 an die Auflegerollen 20, 21 eingegangen. Es wurde bereits erwähnt, daß dieses Anschmie­ gen durch eine Neigung der Auflegeeinrichtung 4 bzw. 4′ gegenüber der Horizontalrichtung begünstigt werden kann, indem durch das Antreiben wenigstens einer Auflegerolle 20 das lose vom Vorratsbaum 3 bzw. 3′ auf die Auflegeeinrichtung 4, 4′ abgeworfene Schleifband 5 während des Umlaufens in Rich­ tung auf die größeren Rollendurchmesser bzw. in Richtung auf die größere Rollenspreizung heruntergleitet, wobei notgedrungen das Schleifband 5 sich der Außenkontur der Grup­ pe von Auflegerollen 20, 21 angepaßt und sich mehr oder weniger gut an diese außenseitig anschmiegt. Gelegentlich haben jedoch die Schleifbänder 5 auch eine nicht zu vernachläßigende Eigen­ steifigkeit, so daß sie nur durch einen gewissen Zwang an die Auflegerollen 20, 21 angeschmiegt werden können. Zu diesem Zweck können einige der Auflegerollen 2 0, 21 auch als Spannrollen ausgebildet sein, wie dies in dem Ausführungsbeispiel ei­ ner Auflegeeinrichtung 4′ nach Fig. 7 gezeigt ist. Und zwar sind dort die beiden kleineren zylindrischen Auflege­ rollen 21′, die das aufzulegende Schleifband 5 über die Kanten des Druckstückes 10 der Bandschleifmaschine 1 drü­ berheben sollen, ebenso so lang ausgebildet wie die kege­ ligen Auflegerollen 20. Diese beiden zylindrischen Aufle­ gerollen 21′ sind außerdem in einer separaten Stuhlung 11′ und 12′ gelagert, die ihrerseits quer zu den kegeligen Auflegerollen 20 beweglich ist, so daß die zylindrischen Auf­ legerollen 21′ die Funktion von Spannrollen während des Auflegens des Schleifbandes 5 übernehmen können. Die bei­ den Stuhlungen 11′ und 12′ der Auflegerollen 21′ sind durch einen zwischen den beiden Auflegerollen 21′ liegen­ den Verbindungsträger 32 verbunden. Dieser Verbindungsträ­ ger 32 seinerseits ist mit dem Tragarm 13 für die Stuhlung 11 und 12 der kegeligen Auflegerollen 20 über ein Scheren­ gestänge 33 verbunden, deren Enden einerseits schwenkbar und andererseits in Langlöchern 34 längsbeweglich gelagert sind. Aufgrund dessen ist der Verbindungsträger 32 und mit ihm sind auch die beiden Auflegerollen 21′ quer zu den kegeligen Auflegerollen 20 beweglich und zwangsläufig ge­ führt. Die beiden Auflegerollen 21′ sind in Fig. 7 in der ausgefahrenen bzw. abgesenkten Position in vollen Linien dargestellt, die sie zu Beginn des Auflegens eines Schleif­ bandes 5 einnehmen. Diese Position sei Arbeitsstellung ge­ nannt. Außerdem ist eine angehobene bzw. zurückgezogene Position der Auflegerollen 21′ in Fig. 7 strichpunktiert angedeutet, die Bereitschaftsstellung genannt werden mag, weil in dieser Stellung die Auflegeeinrichtung 4′ bereit ist zur Aufnahme eines neu aufzulegenden Schleifbandes von der Aufnahmeseite 25 her. Selbstverständlich ist es ohne weiteres denkbar, daß zum Überführen der Auflegerollen 21' von der Arbeitsstellung in die Bereitschaftsstellung ein Hubantrieb in der Auflegeeinrichtung 4′ eingebaut wird. Praktisch ist dies jedoch nicht nötig, weil die Funktion eines solchen Hubantriebes durch das aufzulegende Schleif­ band 5 während des Auflegevorgangs übernommen werden kann. Und zwar werden während des Überganges des Schleifbandes 5 von der links in Fig. 7 dargestellten strichpunktiert angedeuteten Stellung in die rechts in Fig. 7 dargestell­ te Stellung die beiden Auflegerollen 2 1′ durch das Schleif­ band 5 angehoben. In der links dargestellten Stellung ist das Schleifband 5 im wesentlichen in Vertikalrichtung oval ausgespannt, wogegen es in der rechts dargestellten Stel­ lung im wesentlichen horizontal, also quer zur Zeichenebe­ ne zu einem Oval ausgespannt ist. Durch das "Aufklettern" des Schleifbandes 5 in Richtung zu den größeren Durchmes­ sern der kegeligen Auflegerollen 20 hin werden zwangsweise die beiden als Spannrollen fungierenden Auflegerollen 21′ zwangsweise nach oben mitgenommen. Im Bereich der Bereit­ schaftsstellung wird die Lage der angehobenen Auflegerol­ len 21′ durch einen elastisch, z. B. durch eine Blattfeder 36 gehaltenen Sperrzahn gegen Abfallen gesichert. Erst nachdem ein neues Schleifband 5 auf die Auflegeeinrichtung 4′ von der Aufnahmeseite 25 her aufgelegt worden ist, so daß das sich in einem vertikalen Oval erstreckende Schleif­ band 5 die beiden Auflegerollen 21′ untergreift, können die beiden Auflegerollen 21′ in die Arbeitsstellung abgesenkt werden. Hierzu kann der Sperrzahn 36 gelüftet werden, wozu beim dargestellten Ausführungsbeispiel ein Elektromagnet 37 vorgesehen ist, der den Sperrzahn 36 magnetisch nach hinten wegzieht. Dadurch fallen die beiden Auflegerollen 21′ in die Arbeitsstellung ab und schmiegen das Schleif­ band 5 auf einer relativ großen Breite an die Oberfläche der Auflegerollen 20, 21′ an, so daß sich ein guter axial gerich­ teter riemenartiger Fördereffekt während des Antreibens der Auflegerollen 20, 21′ ergibt. Naturgemäß wird das Schleifband 5 tendenziell mit seiner übergabeseitig liegenden Seitenkante sich strammer anlegen als im Bereich des aufnahmeseitig liegenden Randes; dort wird es tendenzell eher locker lie­ gen. Um dem entgegenzuwirken, kann der aufnahmeseitig lie­ gende Rand des Schleifbandes 5 durch von außen angreifende Rollen, Umlenkstangen oder dergleichen angedrückt werden. Denkbar wäre es auch, in längeren Trumen kleine konische Rollen 47 von der Länge der Bandbreite wechselseitig von außen und von innen an das Band 5 anzulegen, um am aufnahme­ seitigen Bandrand ein Zuviel an Bandlänge mit diesen Rol­ len 4 7 zu raffen, so daß das Schleifband 5 sich an die Auflegerollen 20, 21′ in voller Breite anschmiegen kann, wie dies in Fig. 13 angedeutet ist. Die kleinen konischen Rollen 47 müßten zu einem beweglichen Satz von Rollen 48 zusam­ mengefaßt werden, die rückseitig axial auf das Schleifband 5′ "aufgesteckt" werden und es zwischen sich einschließen. Der Rollensatz 48 müßte das axiale Verschieben des Schleif­ bandes 5 auf den Auflegerollen mitvollführen, was z. B. dadurch erfolgen kann, daß der Rollensatz 48 axial unter Federvorspannung gegenüber dem Schleifband 5 steht und ihm aufgrund dessen ständig folgt. Die kleinen konischen Rol­ len 47 müßten - zur Vermeidung von Schlupf und einer der Auflegebewegung entgegenwirkenden Schubkraft - in viele kleine schmale Scheiben 49 aufgelöst sein, die axial sich aneinander anschließen und die unabhängig voneinander ver­ drehbar sowie aus einem verschleißfesten Werkstoff z. B. aus Hartmetall hergestellt sind.
Der Vollständigkeit halber sei noch bemerkt, daß es nicht unbedingt nötig ist, daß die als Spannrollen fungierenden Auflegerollen 21′ exakt parallel geführt werden müssen; es ist ohne weiteres auch denkbar, daß der Hubbewegung eine Schwenkbewegung überlagert ist oder daß sogar die Bereit­ schaftsstellung und die Arbeitsstellung sich lagemäßig ausschließlich durch eine Schwenkbewegung voneinander un­ terscheiden, wobei der Schwenkmittelpunkt im Bereich der übergabeseitigen Rollenstirnseite liegt. Die Überlagerung einer translatorischen Hubbewegung und einer Schwenkbe­ wegung kann unter Verwendung des Scherengestänges 33 bei­ spielsweise dadurch realisiert werden, daß die Scherenarme rechts vom Zentralgelenk 38 in ihrer untereinander zwar gleichen Länge abweichend ausgebildet werden von der Länge der links vom Zentralgelenk 38 liegenden Scherenarme, die ebenfalls untereinander gleich lang ausgebildet werden müssen. Wenn z. B. die beiden in Fig. 7 rechts vom Zen­ tralgelenk 38 liegenden Scherenarme kürzer sind als die beiden links vom Zentralgelenk 38 liegenden Scherenarme, so wird beim Anheben der Auflegerollen 21′ von der Arbeitsstellung in Richtung zur Bereitschaftsstellung eine im Uhrzeigersinn gerichtete Schwenkbewegung der Hubbewe­ gung überlagert.
Im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 14 bis 16 sei nachfolgend noch einmal auf grundsätzliche Ge­ setzmäßigkeiten bei der Ausbildung und/oder Anordnung der Auflegerollen innerhalb der Auflegeeinrichtung 4; 4′; 4′′ eingegan­ gen, damit diese einen gewissen riemenartigen, axialen Fördereffekt auf das aufzulegende Schleifband 5 ausüben kön­ nen. Und zwar kommt es auf die Relativlage zwischen dem auflaufenden Trum des Schleifband 5 auf die jeweilige Auf­ legerolle zum einen und die Mantellinie im Auflaufpunkt zum anderen an. Beide Linien, nämlich das auflaufende Trum und die erwähnte Mantellinie, bilden gemeinsam eine Ebene; innerhalb dieser Ebene kann der Winkel zwischen den beiden erwähnten Linien bzw. Geraden gemessen werden, der nach­ folgend Auflaufwinkel 52 genannt sei. Und zwar soll derjenige Auflaufwinkel 52 betrachtet werden, der zwischen dem auflau­ fenden Trum und demjenigen Abschnitt der erwähnten Man­ tellinie liegt, der in Richtung zur Aufnahmeseite 25 der Auflegeeinrichtung 4; 4′; 4″ hinweist. Es sei erwähnt, daß bei ei­ ner Blickrichtung orthogonal zum auflaufenden Trum die Mantellinie im Auflaufpunkt mit der Lage der Rollenachse zusammenfällt. Der eben erwähnte bzw. definierte Auflauf­ winkel 52 hat Bedeutung für die nachfolgenden Betrach­ tungen; mit seiner Hilfe lassen sich unterschiedliche Fall­ gestaltungen unterscheiden und eine Selektion von geeig­ neten und ungeeigneten Fallgestaltungen treffen. Es soll ja stets ein Födereffekt auf das Schleifband 5 durch die Auflegerollen 20, 21, 21′, 50, 5051 in Richtung zur Übergabeseite 26 hin erzeugt werden. Nachdem der Fördereffekt auch von der Größe des Umschlingungswinkels der Auflegerollen 20, 21, 21′, 50, 50′, 51 abhängt, sind die stärker umschlungenen Auflegerollen 50 bzw. 50′ von dieser Gesetzmäßigkeit besonders betroffen; bei den schwächer umschlungenen Auflegerollen kann unter Umständen ein Ver­ stoß gegen die Bemessungsregel unter Umständen toleriert werden. Bei den stärker umschlungenen Auflegerollen sollte also darauf geachtet werden, daß bei zylindrischen oder bei konischen Auflegerollen, die mit ihrer Spitze zur Über­ gabeseite 26 hinweisen, der erwähnte Auflaufwinkel 52 größer als 90° ist. Dies würde für die konischen Auflegerollen 51 zutreffen, die jedoch nur relativ wenig umschlungen sind. Stärker umschlungen sind hingegen die Auflegerollen 50, die mit ihrer Konusspitze zur Aufnahmeseite 25 der Aufle­ geeinrichtung 4′ hinweisen. Bei einer solchen Lage und Ausbildung der Auflegerollen muß der Auflaufwinkel 52 gleich oder ebenfalls größer als 90° sein, um einen zur Übergabeseite 26 hingerichteten Fördereffekt auf das Schleifband 5 ausüben zu können.
Meist muß das neue Schleifband 5 ausgehend von einem rela­ tiv schmal zusammengedrückten Anlieferungszustand in ein gestrecktes Oval beim Übergeben ausgespannt werden. Aus diesem Grunde müssen die Auflegerollen 20, 21, 21′, 50, 50′, 51 im Bereich der Auf­ nahmeseite 25 einander sehr stark angenähert werden, woge­ gen sie im Bereich der Übergabeseite sehr weit auseinander liegen. Die oben erwähnte Gesetzmäßigkeit läßt jedoch bei Verwendung mit konischen Rollen mit zur Aufnahmeseite 25 hin spitz zulaufenden Kegeln allenfalls eine parallele Ausrichtung, nicht jedoch eine Spreizung in Richtung zur Übergabeseite 26 hin zu. Um trotzdem eine starke Aufwei­ tung des Schleifbandes 5 in Richtung zur Übergabeseite 26 hin zu erhalten, ist es zweckmäßig, die kegeligen Aufle­ gerollen 50 bzw. 50′ axial in mehrere unmittelbar anein­ anderschließende Rollenabschnitte 54, 54′ etwa gleicher Konizität und annähernd gleichen Durchmessers zu unter­ teilen. Diese jeweils für sich ebenfalls konischen Rol­ lenabschnitte 54 bzw. 54′ liegen mit ihren Mittelachsen 55 annähernd parallel zueinander, sind aber stufenweise zu­ einander in der gleichen radialen Richtung exzentrisch versetzt mit einem Exzentrizitätsmaß e bzw. e′. Die Rich­ tung der Exzentrizität entspricht etwa der winkelhalbie­ renden zwischen dem auf die entsprechende Auflegerolle 50 auflaufenden und dem ablaufenden Trum des Schleifbandes. Es ergibt sich dann an diesem mittleren Umschlingungsbe­ reich eine gemeinsame Mantellinie 60 für alle Rollenab­ schnitte 54 bzw. 54′. Zweckmäßigerweise kann bei der Anwen­ dung einer solchen Unterteilung der Auflegerollen 50, 50′ in mehrere Rollenabschnitte 54, 54′ auf benachbarte Auflegerollen die Untertei­ lung an den unterschiedlichen Auflegerollen axial zueinan­ der versetzt sein, so daß sich die sprunghaften Änderungen der Umschlingungslänge der Auflegerollen etwas ausgleichen; diese Ausgestaltungsmöglichkeit ist allerdings nicht darge­ stellt.
Bei dem in den Fig. 15 bis 16 dargestellten Ausführungs­ beispiel sind die Rollenabschnitte 54 dadurch exzentrisch zueinander gelagert, daß zwischen zwei benachbarten Rollen­ abschnitten 54 jeweils noch ein Haltearm 56 zwischen die beiden Rollenabschnitte 54 hineinragt, an welchem die Achsen der einzelnen Rollenabschnitte 54 mechanisch abgestützt sind. An dem Tragarm 13 sind also nicht nur die aufnahmeseitige Stuhlung 12″ und die übergabeseitige Stuhlung 11″ ange­ bracht, sondern der Tragarm 13 trägt außerdem noch ent­ sprechende Haltearme 56 im Bereich einer jeden Untertei­ lung der Auflegerolle 50 in Rollenabschnitte 54. Der Halte­ arm 56 ist jeweils abgekröpft und ragt in die entsprechend ausgesparte größere Stirnseite des einen der Rollenabschnit­ te 54 hinein. Dadurch kann der Übergangsspalt zwischen den beiden benachbarten Rollenabschnitten 54 schmaler gestaltet werden, als die Breite des Haltearmes 56, wie dies Fig. 15 deutlich zeigt.
An dem Ausführungsbeispiel nach dem Fig. 14 bis 16 ist im übrigen auch noch eine weitere Antriebsmöglichkeit der Auflegerollen 50 dargestellt. Und zwar sind diese Aufle­ gerollen 50 von einem innerhalb der Stuhlung 11″ und 12″ und innerhalb der Hüllkontur der Auflegevorrichtung 4′ ange­ ordneten Elektromotor 61 aus angetrieben. Über ein Redu­ ziergetriebe 62 treibt der Elektromotor 61 eine parallel zu den Mittenachsen 55 der Rollenabschnitte 54 und parallel zu dem Tragarm 13 verlaufende Welle 63 an, die in mehreren Lagern drehbar gelagert ist. Auf der Welle 63 sind mehrere Riemenscheiben 64 für einen Riemen 65 angeordnet, der beim dargestellten Ausführungsbeispiel ein Rundschnurriemen vorzugsweise aus elastischem Werkstoff ist. In die ein­ zelnen Rollenabschnitte 54 ist an entsprechender Axialpo­ sition jeweils eine im Querschnitt symmetrische Umfangs­ rille 66 eingearbeitet, die den Riemen 65 vollständig auf­ nehmen kann. Das Schleifband 5 wird also beim Auflegen durch den Riemen 65 nicht behindert.
Eine andere Möglichkeit zur einfachen exzentrischen Lage­ rung der verschiedenen Rollenabschnitte 54′ einer entspre­ chend unterteilten Auflegerolle 50′ zeigt das Ausführungs­ beispiel nach den Fig. 17 und 18. Und zwar ist hier den exzentrisch zueinander angeordneten Rollenabschnitten 54′ eine geradlinig durchlaufende gemeinsame Vierkantachse 57 zugeordnet. Auf dieser Vierkantachse 57 sind Lagerbuchsen 58 aufgereiht, von denen eine einzeln in Fig. 18 dargestellt ist. Es handelt sich bei dieser Lagerbuchse 58 um einen äußer­ lich zylindrischen Körper, in den eine Vierkantöffnung 59 entsprechend dem Querschnitt der Vierkantachse 57 schräg eingearbeitet ist. Durch das Aufreihen derartiger Lager­ buchsen 58 auf die Vierkantachse 57 ergibt sich eine ge­ stufte Anordnung von zylindrischen Lagerflächen mit einem gegenseitigen Exzentrizitätsmaß e′. Gemeinsam mit diesen Lagerbuchsen 58 können auch die Rollenabschnitte 54′ auf die Vierkantachse 57 aufgesteckt werden. Die Rollenabschnit­ te 54′ weisen ein Lager 67 an ihrer Innenseite auf, wel­ ches mit dem Außenumfang der Lagerbuchse 58 leichtgängig zusammenpaßt. Denkbar wäre es, anstelle der als Gleitlager dargestellten Konstruktion auch eine Nadellagerung oder eine sonstige Wälzlagerung vorzusehen.
Anstelle einer gestuften Anordnung mehrerer konischer Rollen­ abschnitte 54, 54′ können auch einheitlich durchgehende, konische Auflegerollen verwendet werden, deren Achsen pa­ rallel zueinander und zum Tragarm 13 ausgerichtet sind, die jedoch quer zum Tragarm 13 beweglich geführt sind, um durch diese Beweglichkeit die Bandschlaufe zu spreizen. Während der Aufnahme eines neuen Schleifbandes 5 aus dem Vorratsbaum 3, 3′ sind die beiden beweglich gelagerten Aufle­ gerollen einander stark angenähert, so daß sich ein Schleifband 5 behinderungsfrei auf die Auflegeeinrichtung überführen läßt. Anschließend werden die beiden Auflegerol­ len auseinandergefahren, so daß das Schleifband 5 durch die­ se Bewegung zu einer definierten Bandschlaufe ausgespannt wird und sich dabei an die Oberfläche der Auflegerollen anschmiegt. Zweckmäßigerweise werden die beiden bewegli­ chen Auflegerollen soweit auseinandergefahren, daß ihre übergabeseitigen Enden mit dem entsprechenden Rollen 8, 9 der Bandschleifmaschine 1 lagemäßig übereinstimmen. Aufgrund eines Antriebes der Auflegerollen kommt es dann ebenfalls zu dem bereits erwähnten riemenartigen Fördereffekt, durch den das Schleifband 5 zur Übergabeseite der Auflegevorrich­ tung hin transportiert und in eine Schlaufenform ausge­ spannt wird, die zur Übergabe des Schleifbandes 5 in die Bandschleifmaschine 1 geeignet ist. Diese hier nur erörterte und denkbare Ausgestaltungsvariante einer Auflegevorrich­ tung ist zeichnerisch nicht dargestellt. Die querbeweglichen Auflegerollen könnten - ähnlich wie bei der Darstellung nach Fig. 7 - mittels eines Scherenge­ stänges geführt werden, welches in keiner Position der geführten Auflegerolle deren vom Band 5 umschlungene Außenkon­ tur überragt. Allerdings müßte das Scherengestänge noch mit einem Betätigungsantrieb, beispielsweise in Form eines kleinen Pneumatikzylinders versehen werden.
Es sei nachfolgend noch einmal auf die Zielsetzung eines Anschmiegens des Schleifbandes 5 an die Auflegerollen ein­ gegangen. Und zwar kann ein solches Anschmiegen auch durch eine Weichstoffauflage begünstigt werden, wie dies die Fig. 8 bis 10 in verschiedenen Variationen zeigen. Die Fig. 8 zeigt eine Auflegerolle 20, bei der die Weich­ stoffauflage 39 in Form einer auf den Mantel der Aufle­ gerolle 20 aufgebrachten Moosgummischicht 45 mit einer geschlossenen Haut 46 ausgebildet ist. Durch die Zusam­ mendrückbarkeit der Weichstoffauflage 39 kommt eine gute Anschmiegung des Schleifbandes an die Auflegerolle 20 und somit ein guter riemenartiger, axialgerichteter Förderef­ fekt der Auflegerolle auf das Schleifband 5 zustande.
Bei den beiden anderen Ausführungsbeispielen nach Fig. 9 und 10 ist die Weichstoffauflage 40 bzw. 41 in der Weise anisotrop ausgebildet, daß sie bei radialer Zusammen­ drückung an ihrer Oberfläche eine zur Übergabeseite 26 hin gerichtete Bewegung erzeugt, die sich auf das auf ihr lau­ fende Schleifband 5 überträgt. Beim Ausführungsbeispiel der Auflegerolle 20 nach Fig. 9 ist die Weichstoffauflage durch eine Borstenauflage 40 geschaffen die nach Art eines gerichteten Rauhaarfelles oder eines Strohdaches gebildet ist. Durch eine Vielzahl von elasti­ schen zur Übergabeseite 26 hin gerichteten Borsten, Na­ deln, Zungen, schlanken Noppen oder dergleichen ergibt sich zusätzlich ein weiterer axial gerichteter Förder­ effekt auf das darüber laufende Schleifband 5. Eine Modifika­ tion zeigt Fig. 10; bei diesem Ausführungsbeispiel der Auflegerolle 20 ist die Weichstoffauflage 41 durch eine Vielzahl von Bandagen 43 gebildet, die sich in Umfangsrichtung erstrecken und axial eng benachbart liegen; die Bandagen 43 können nach Art eines Gewindeganges aufgewickelt und geklebt werden. Jede Bandage 43 weist einen elastischen Steg 44 auf, der im Querschnitt von der achssenkrechten Lage abweicht und zur Übergabeseite 26 hin geneigt ist. Auch hierdurch ergibt sich beim radialen Zu­ sammendrücken der Weichstoffauflage 41 eine axial gerich­ tete Oberflächenbewegung, die sich dem Schleifband 5 mit­ teilt.
Um nicht bei jedem Schleifbandwechsel die Auflegeeinrich­ tung 4, 4′, 4″ von ihrer Halterung lösen und ein neues Schleifband 5 im Bereich der Aufnahmeseite 25 auf die Auflegeeinrichtung 4, 4′, 4″ auflegen zu müssen, ist es zweckmäßig, die Auflegevor­ richtung mittelbar über den bereits erwähnten Vorratsbaum 3, 3′ an der feststehenden Unterlage zu haltern. Dieser frei von der Unterlage abragende Vorratsbaum 3 bzw. 3′ dient zum Aufreihen mehrerer bereitgelegter Schleifbänder 5. Am freien Ende des Vorratsbaumes 3 bzw. 3′ ist die Auflegeeinrichtung 4, 4′, 4″ in der geschilderten Weise lösbar befe­ stigt. Zwar ist es ohne weiteres denkbar, daß die aufge­ reihten und bereitgestellten Schleifbänder 5 bei einem erfor­ derlichen Schleifbandwechsel manuell von dort entnommen und aufnahmeseitig auf die Auflegeeinrichtung 4, 4′, 4″ aufgelegt werden. Zwar ist dann bei jedem Schleifbandwechsel ein kurzer Handgriff einer Bedienungsperson erforderlich, je­ doch könnte ein solcher Vorratsbaum konstruktiv besonders einfach z. B. in Form eines frei abkragenden Trägers in Rohr- oder Doppel-T-Profilform ausgebildet sein.
Um jedoch den Schleifbandwechsel vollautomatisch durch­ führen zu können, ist bei den dargestellten Ausführungs­ beispielen der Vorratsbaum 3 bzw. 3′ mit Fördermitteln zum gemeinsamen axialen Verschieben der auf ihm aufgereihten Schleifbänder 5 versehen. Bei einem Schleifbandwechsel werden durch die Fördermittel die aufgereihten Schleif­ bänder 5 um jeweils eine Schleifbandbreite weiterbeför­ dert, so daß das vorderste Schleifband 5 auf die Auflege­ einrichtung 4, 4′, 4″ abgeworden wird. Die übrigen aufgereihten Schleifbänder 5 verbleiben noch im Staubereich des Vor­ ratsbaumes 3, 3′. Bei dem in den Fig. 1 und 4 dargestellten bzw. angedeuteten Ausführungsbeispiel des Vorratsbaumes 3, 3′ sind die in ihm integrierten Fördermittel als Förderriemen 16 ausgebildet, die jeweils mit einem Trum in der Ober­ fläche des Vorratsbaumes 3 verlaufen. In den Endbereichen des Vorratsbaumes 3 sind Umlenkrollen 24 für die Förder­ riemen 16 angebracht. Eine der Umlenkrollen ist in der Weise antreibbar, das auf einen Impuls hin die Förderriemen um eine Schleifbandbreite bzw. um den Teilungs­ abstand bei der Bevorratung der aufgereihten Schleifbänder 5 weiterbewegt wird. Um ein sicheres Weiterbefördern der aufgereihten Schleifbänder 5 durch die Förderriemen 16 sicherzustellen, sind die Förderriemen 16 mit einer Viel­ zahl von abstehenden Mitnehmern 17 versehen, die in einem der Schleifbandbreite entsprechenden Teilungsabstand auf den Förderriemen 16 angebracht sind. Im einfachsten Fall ist lediglich ein einziger Förderriemen 16 in den Vorrats­ baum 3 integriert, wobei in diesem Fall der Förderriemen 16 die im oberen Scheitelpunkt des Vorratsbaumes 3 liegende Man­ tellinie bestreichen würde. Zweckmäßiger Weise werden je­ doch mehrere, symmetrisch zu dieser oberen Mantellinie liegende Förderriemen 16 den Vorratsbaum 3 integriert, so daß die Gefahr eines Verkantens der aufgereihten Schleif­ bänder 5 während des Transportes reduziert oder ganz ver­ mieden wird.
In den Fig. 11 und 12 ist eine andere Möglichkeit zur Gestaltung der Fördermittel gezeigt. Und zwar sind die Fördermittel dort als eine schraubenartige Förderschnecke 27 ausgebildet, die in jedem Schraubengang 31 je ein Schleifband 5 aufnehmen kann. Die Förderschnecke 27 ist aus einem Kernrohr 30 und einem radial von ihm abstehenden Schraubengang 31 aus Blech gebildet. Die Steigung des Schraubenganges 31 muß relativ groß sein, so daß sich brei­ te, vom Schleifband 5 frei zugängliche Lücken bzw. Zwischen­ räume zwischen den einzelnen Schraubengängen ergeben. Bei dem in Fig. 11 und 12 dargestellten Ausführungsbeispiel befindet sich das Schleifband 5 innerhalb eines Winkelbe­ reiches von etwa 180° innerhalb der Schraubengänge 31, wenngleich das Kernrohr 30 vom Schleifband 5 nur etwa auf einem Winkelbereich von 60° umschlungen wird. Bei Vorlie­ gen eines Winkels von 180° Eintauchstrecke des Schleifban­ des 5 in die Schraubengänge bedeutet das, daß die Steigung der Schraubengänge mindestens der doppelten Breite des Schleifbandes entsprechen muß. Dadurch wird deutlich, daß die Länge des Vorratsbaumes nur zu etwa 50% zum Speichern von Schleifbändern 5 ausgenutzt werden kann. Außerdem er­ gibt sich dadurch, daß der in Axialrichtung förderwirksame Angriffspunkt des Schraubenganges 31 an dem Schleifband 5 seitenversetzt zu dem Umschlingungsbereich des Schleifban­ des 5 am Kernrohr 30 liegt. Dadurch wird die Gefahr einer Seitenverkantung des Schleifbandes 5 hervorgerufen. Dieser Gefahr kann allerdings dadurch begegnet werden, daß sym­ metrisch zwei Förderschnecken 27 in dem Vorratsbaum 3′ vorgese­ hen werden, bei denen die Schraubengänge zueinander entge­ gengesetzt gewunden sind und die auch in entgegengesetzter Drehrichtung, wenn auch gleich schnell angetrieben werden. Bei dem in den Fig. 11 und 12 dargestellten Ausführungs­ beispiel ist allerdings lediglich eine einzige Förder­ schnecke 27 vorgesehen, die von einer rinnenartigen Um­ lenkschale 28 gehalten ist. Im Bereich der Abwurfseite des Förderbaumes 3′ in Richtung zu der nicht dargestellten Auflegeeinrichtung ist eine Haltewange 29 vorgesehen, in der das eine Ende der Förderschnecke 27 drehbar gelagert ist.

Claims (18)

1. Einrichtung zum mechanisierten selbsttätigen Auflegen eines neuen, endlosen Schleifbandes auf eine frei bewegliche Bandschleifmaschine, welche mit auf ihrer Bandauflageseite axial einseitig frei zugänglichen An­ triebs- und Führungsrollen und mit einem im Arbeitstrum des Schleifbandes angeordneten Druckstück bzw. einer Druckrolle versehen ist, durch welche Teile das aufgelegte endlose Schleifband in einer der Lage und Form nach defi­ nierte Bandschlaufe geführt ist, gekennzeichnet durch die Kombination fol­ gender Merkmale:
  • a) die Einrichtung (4; 4′; 4″) weist eine Gruppe zylindrischer oder kegeliger Auflegerollen (20, 21 bzw. 50; 50′, 51) auf, von denen wenigstens eine antreibbar ist;
  • b) die Auflegerollen (20, 21 bzw. 50; 50′, 51) sind in einer gemeinsamen Stuhlung (11, 12 bzw. 11′, 12′ bzw. 11″, 12″) drehbar gelagert, die die Hüllkontur der Gruppe von Auflegerollen (20, 21 bzw. 50; 50′, 51) radial nach außen nicht überragt;
  • c) die Auflegerollen (20, 21 bzw. 50; 50′, 51) sind innerhalb der Stuhlung (11, 12 bzw. 11′, 12′ bzw. 11″, 12″) so angeordnet, daß die den Auflegerollen (20, 21 bzw. 50; 50′, 51) auf der der Bandschleifmaschine (1) zugekehrt liegenden Übergabeseite (26) umschreibbare Hüllkontur etwa mit der Form der Bandschlaufe des Schleifbandes (5) in der Bandschleifmaschine (1) übereinstimmt;
  • d) wenigstens eine der Auflegerrollen (20, 21 bzw. 50; 50′, 51) ist ferner innerhalb der Stuhlung (11, 12) derart an­ geordnet, daß die der Hüllkontur der Gruppe von Auf­ legerollen (20, 21 bzw. 50; 50′, 51) radial zugekehrt liegenden Man­ tellinien der einen Auflegerolle (20 bzw. 50) in Richtung zu der von der Bandschleifmaschine (1) wegweisenden Auf­ nahmeseite (25) bezüglich der entsprechenden Mantel­ linie der anderen Auflegerollen (20, 21 bzw. 50; 50′, 51) kegelstumpf­ artig zusammenlaufen;
  • e) die Stuhlung (11, 12 bzw. 11′, 12′ bzw. 11″, 12″) für die Lagerung der Auflege­ rollen (20, 21 bzw. 50; 50′, 51) ist lediglich einseitig auf der Auf­ nahmeseite (25) der Auflegerollen (20, 21 bzw. 50; 50′, 51) über einen im wesentlichen axial verlaufenden Tragarm (13) lösbar mit einer feststehenden Unterlage verbunden.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflegerollen (20, 21) jeweils mit einem Verhältnis ihrer Länge (L) zu ihrem (größten) Durch­ messer (D) größer als eins ausgebildet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflegerollen (20, 21 bzw. 50; 50′, 51) derart ausge­ bildet und/oder innerhalb der Einrichtung, (4; 4′; 4″) und/oder relativ zueinander angeordnet sind, daß we­ nigstens bezüglich stärker umschlungener, beispielsweise zu mehr als 60° umschlungener Auflegerollen (20, 21 bzw. 50, 50′, 51) im Falle einer zylindrischen oder konischen Auf­ legerolle mit zur Übergabeseite hin weisender Konusspitze der Auflaufwinkel des jeweils auflaufenden Trums größer als 90° ist und daß im Falle einer konischen Auflegerolle (50, 50′) mit zur Aufnahmeseite (25) hinweisender Konus­ spitze der Auflaufwinkel (52) gleich oder größer als 90° ist, wobei der Auflaufwinkel (52) definiert ist als der Winkel zwischen dem zur Aufnahmeseite (25) der Einrichtung (4; 4′ 4″) hinweisende Teil der am Auflauf­ punkt befindlichen Mantellinie der Auflegerolle (20, 21 bzw. 50; 50′, 51) und dem auflaufenden Trum (52) des Schleif­ bandes (5).
4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der kegeligen Auflegerollen (50; 50′) axial in mehrere unmittelbar aneinander anschließende Rollen­ abschnitte (54; 54′) etwa gleicher Konizität und annähernd gleichen Durchmessers unterteilt ist, die alle mit ihren Mittelachsen (55) annähernd parallel zueinander, aber der­ art stufenweise zueinander in der gleichen radialen Rich­ tung exzentrisch versetzt (Maß e; e′) angeordnet sind, daß die Rollenabschnitte (54; 54′) etwa in der Mitte des Um­ schlingungsbereiches der Auflegerolle (50; 50′) eine ge­ meinsame Mantellinie (60) bilden.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Unterteilung mehrerer konischer Auflegerol­ len in Rollenabschnitte die Unterteilungen unterschied­ licher Auflegerollen axial zueinander versetzt sind.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der antreibbaren Auflegerolle(n) (20) durch einen in die Auflegerolle (20) integrierten, mit einem drehzahlreduzierenden Getriebe kombinierten Elektromotor gebildet ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der antreibbaren Auflegerolle (20) reib­ schlüssig von der Antriebsrolle (8) der Bandschleifmaschi­ ne (1) aus erfolgt (Fig. 5, 6).
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein tangential zum Umfang der antreibbaren Auflegerolle (20) stehendes, die axiale Erstreckung der Stuhlung (11) der Auflegerolle (20) und der schleifmaschi­ nenseitigen Antriebsrolle (8) überbrückendes Reibrollenpaar (14, 15) vorgesehen ist, welches stirnsei­ tig an die schleifmaschinenseitige Antriebsrolle (8) anleg­ bar ist und die Drehrichtung in der Weise umkehrt, daß die antreibbare Auflegerolle (20) in der gleichen Drehrichtung wie die schleifmaschinenseitige Antriebsrolle (8) umläuft.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der antreibbaren Auflegerolle (50) von einem innerhalb der Stuhlung (11″, 12″) und der Hüllkontur der Einrichtung (4″) angeordneten Elektromotor (61) über eine am Rollenumfang angreifenden Reibrolle oder über einen Riemen (65) erfolgt, wobei wenigstens zum Angriff des Riemens (65) an der Auflegerolle (50) in diese eine im Querschnitt symmetrische, den Riemen (65) vollständig auf­ nehmende Umfangsrille (66) eingearbeitet ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (4) in betriebsbereiter Lage derart in Relation zur Schwerkraftrichtung gehaltert ist, daß die mit dem Schleifband (5) in Berührung gelangenden Mantellinien der Auflegerollen (20, 21) in Richtung zu deren Überführungsseite (26) hin ein eindeutiges Gefälle haben.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Auflegevorrichtung (4) wenigstens eine Auflegerolle oder eine Spannrolle beweglich gehaltert ist, die zwischen einer zurückgezogenen Aufnahmestellung und einer ausgeschwenkten Überführungs- und Spannstellung hin und her bewegbar ist.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Auflegerollen (20) außenseitig mit einer Weichstoffauflage (39; 40; 41) ver­ sehen ist.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Weichstoffauflage durch eine Borstenauflage (40) nach Art eines gerichteten Rauhaarfells mit zur Übergabe­ seite (26) hin gerichteten elastischen Borsten, Nadeln, Zungen, schlanken Noppen oder dergleichen gebildet ist (Fig. 9).
14. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Weichstoffauflage (41) durch eine Vielzahl von in Umfangsrichtung sich erstreckender und axial eng benach­ barter Bandagen (43) elastischer Stege (44) gebildet ist, die im Querschnitt von der achssenkrechten Richtung zur Übergabeseite (26) hin geneigt sind (Fig. 10).
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (13) zur Halterung der Stuhlung (11, 12) für die Auflegerollen (20, 21) mittelbar über einen ein­ seitig gehaltenen, von der feststehenden Unterlage frei abragenden Vorratsbaum (3; 3′) für einen Vorrat von auf ihm aufreihbaren Schleifbändern (5) gehalten und am freien Ende des Vorratsbaumes (3; 3′) lösbar mit diesem befestigt ist.
16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbaum (3; 3′) mit Fördermitteln (16; 27) zum gemein­ samen axialen Verschieben der auf ihm aufgereihten Schleif­ bänder (5) versehen ist.
17. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördermittel als wenigstens eine schraubenartige Förderschnecke (27) ausgebildet sind, die in jedem Schrau­ bengang (31) je ein Schleifband (5) aufnehmen kann (Fig. 11, 12).
18. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördermittel als jeweils mit einem Trum in der Oberfläche des Vorratsbaumes (3) verlaufende Förderriemen (16) ausgebildet sind, die jeweils in einem der Schleif­ bandbreite entsprechenden Teilungsabstand mit abstehenden Mitnehmern (17) versehen sind (Fig. 4).
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