DE3908582A1 - Vorrichtung zum verschliessen von flaschen - Google Patents

Vorrichtung zum verschliessen von flaschen

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verschließen von Flaschen mit einem die Flaschen auf einer teilkreisförmigen Bahn bewegenden Rotor, einer Bördeleinrichtung, sowie mit dem Rotor verbundene, die Flaschen in Rotation um ihre eigene Achse versetzende und die Flaschen in und außer Eingriff mit der Bördeleinrichtung bringende Flaschengreifer.
Allgemein bekannt sind Flaschenverschließvorrichtungen mit Schließköpfen. Diese Vorrichtungen weisen einen die Flaschen über einen Teil einer Kreisbahn transportierenden Rotor auf.
In diesen Rotor werden die auf einem Flaschentransport ankom­ menden Flaschen über einen Einlaufstern eingeschleust und über einen Auslaufstern wieder dem Flaschentransport zugeführt. Die im Rotor sich befindenden Flaschen werden über die Schließköpfe dadurch verschlossen, daß sich diese auf den Kopf der Flasche absenken und eine über die Flaschenöffnung geschobene Kappe an den Flaschenkopf andrücken, bzw. den unteren Rand der Kappe unter einem am Kopf der Flasche vorgesehenen Wulst umbördeln. Bei dieser Vorrichtung muß demnach eine der Flaschenaufnahme­ kapazität des Rotors entsprechende Anzahl von Schließköpfen vorgesehen sein. Da diese Schließköpfe mit einer oder mehreren Anpreßrollen ausgestattet sind, weisen sie eine nicht unter­ schreitbare Mindestbaugröße auf, so daß die Vorrichtung nur mit einer beschränkten Anzahl von Schließköpfen an ihrem Umfang ausgestattet werden kann. Diese über den Umfang gleichmäßig verteilten Schließköpfe bestimmen die Teilung des Rotors. Von Nachteil hat sich dabei herausgestellt, daß aufgrund der Bau­ größe der Schließköpfe und die daraus resultierende große Tei­ lung des Rotors auch Kleinflaschen auf eine große Teilung ge­ bracht werden müssen, d.h. diese dem Flaschentransport über Vereinzelungseinrichtungen, z.B. Schnecken oder dergleichen, entnommen und auf Abstand zueinander gebracht werden und den Rotor deshalb mit einer hohen Geschwindigkeit durchlaufen müs­ sen. Diese bekannten Flaschenverschließvorrichtungen mit einer Vielzahl von Schließköpfen weisen außerdem den Nachteil auf, daß die Vorrichtung nur unter großem Aufwand auf eine andere Flaschenart umgestellt werden kann, da jeder einzelne Schließ­ kopf ausgewechselt werden muß. Auch die Justierung dieser Schließköpfe muß einzeln vorgenommen werden und ist daher um­ ständlich und vor allem zeitaufwendig.
Durch die EP-B1 14 173 ist eine weitere Flaschenverschließvor­ richtung bekannt, bei der die Flaschen mittels einer Verein­ zelungseinrichtung einem Flaschentransport entnommen und über einen Einlaufstern einem Rotor zugeführt werden. In diesem Rotor werden die Flaschen von Flaschengreifern erfaßt, die jeweils aus einem eine Flasche aufnehmenden Teller und einem den Kopf der Flasche haltenden Greifer bestehen. Über diesen Greifer wird die Flasche in Drehung versetzt, so daß eine im Bereich des Kopfes der Flasche angeordnete Andrückrolle den unteren Rand der Kappe umbördeln kann. Auch diese Vorrichtung weist den Nachteil auf, daß eine der Anzahl der sich im Rotor befindenden Flaschen entsprechende Anzahl von Andrückrollen vorgesehen sein muß. Auch hier ist eine Einstellung bzw. Zen­ trierung der Rollen umständlich und zeitaufwendig.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Flaschen­ verschließvorrichtung bereitzustellen, die schnell und einfach an verschiedene Flaschengeometrien anpaßbar ist, und deren Rotor eine kleine Teilung aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Bördeleinrichtung eine Bördelscheibe mit einer zur Rotorachse parallelen Achse aufweist, und daß die teilkreisförmige Bahn der Flaschen derart um die Bördelscheibe verläuft, daß die Bördelscheibe mit ihrem Rand an der unteren Kante der auf die Flaschen aufgesetzten Kappen angreift.
Die erfindungsgemäße Flaschenverschließvorrichtung weist einen Rotor auf, in den aus einem Flaschentransport über einen Ein­ laufstern die zu verschließenden Flaschen eingeschleust werden. Der Rotor transportiert diese Flaschen um die Bördeleinrichtung und führt die verschlossenen Flaschen über einen Auslaufstern wieder der Transporteinrichtung zu. Die Bördeleinrichtung ist als Bördelscheibe ausgebildet, und der Transport der Flaschen um die Bördelscheibe erfolgt derart, daß die untere Kante der auf den Kopf der Flasche aufgesetzten Kappe mit dem Rand der waagrechten Scheibe in Eingriff kommt und durch diesen umgebör­ delt wird. Dabei drehen sich die Flaschen um ihre eigene Achse, so daß jeder Punkt der umzubördelnden Kante der Kappe mehrmals in Eingriff mit der Bördelscheibe kommt, und somit allmählich umgebogen wird.
Die Bördelung der Kappen erfolgt somit durch ein Abrollen der Unterkante der Kappe an der zentral angeordneten Bördelscheibe, die die Kante allmählich umbiegt. Durch die Verwendung einer einzigen Bördelrolle als Bördeleinrichtung ist die erfindungs­ gemäße Flaschenverschließvorrichtung einfacher und preiswerter im Aufbau, außerdem kann die Bördeleinrichtung einfach und in kurzer Zeit eingestellt werden, da lediglich die Bördelscheibe zu justieren ist. Außerdem ist die Flaschenverschließvorrichtung sicher und schnell auf ein anderes Flaschenformat durch Aus­ wechseln der Bördelscheibe eingestellt. Da die Bördeleinrichtung als kompakte, zentral angeordnete Bördelscheibe ausgebildet ist und keinen Raum zwischen den Flaschen in Anspruch nimmt, kann der Rotor der Verschließvorrichtung mit einer kleinen Teilung versehen sein, so daß auch bei einem hohen Flaschen­ durchsatz oder bei Kleinstflaschen die Drehzahl des Rotors verhältnismäßig niedrig ist, und sich dadurch ein ruhiger Fla­ schendurchlauf bei geringer Lärmentwicklung und Materialbean­ spruchung ergibt.
Bei einer vorteilhaften und einfach auszubildenden Ausführungs­ form der Vorrichtung ist vorgesehen, daß der Radius der teil­ kreisförmigen Bahn der Flaschen gleich der Summe der Radien der Bördelscheibe und der auf den Kopf der Flaschen aufgesetzten Kappen ist.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Achse der Bördelscheibe exzentrisch zur Achse des Rotors angeordnet. Die Flaschen werden bei einer derartigen Anordnung vom Rotor derart um die Bördelscheibe geführt, daß sich der untere, umzubördelnde Rand der auf den Flaschenkopf aufgesetzten Kappe allmählich der Scheibe nähert, mit dem Rand der Scheibe in Eingriff kommt und von dieser allmählich umgebördelt wird. Durch die Drehbe­ wegung der Flasche erfolgt dieser Bewegungsablauf nahezu gleich­ mäßig über den ganzen Umfang der Kappe.
Die Eingriffstiefe der Bördelscheibe unter den am Kopf der Flasche vorgesehenen Wulst, unter den der untere Rand der Kappe gebördelt wird, wird vorteilhaft dadurch eingestellt, daß die Bördelscheibe bezüglich des Rotors radial verschieblich fest­ gelegt ist. Somit kann die Exzentrizität der Achse der Bördel­ scheibe bezüglich der Achse des Rotors verstellt werden, so daß die Kappen der Flaschen mehr oder weniger stark in Eingriff mit der Bördelscheibe kommen.
Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß die Bördel­ scheibe eine zu ihrem Rand hin abnehmende Dicke aufweist, und daß der Rand der Bördelscheibe nach Art einer stumpfen Schneide ausgebildet ist. Diese besondere Ausbildung der Bördelscheibe bewirkt ein allmähliches Umbiegen des unteren Randes der Ver­ schlußkappe, so daß das Material der Kappe gleichmäßig, aber nicht übermäßig beansprucht wird. Vorteilhaft ist die Bördel­ scheibe aus Metall und weist einen vergüteten Randbereich auf.
Bevorzugt ist die Bördelscheibe drehfest gegenüber dem Rotor gelagert, so daß bei der Bördelung die untere Kante der Ver­ schlußkappe an der Bördelrolle abrollt. Gemäß einer anderen Ausführungsform kann die Bördelscheibe auch frei drehbar am Rotor gelagert sein, so daß sie entsprechend der Drehgeschwin­ digkeit der Flaschen an deren Verschlußkappen abrollt.
Eine einfache Umstellung der Flaschenverschließvorrichtung auf Flaschen mit einem anderen Format wird vorteilhaft dadurch erreicht, daß die Bördelscheibe auswechselbar an der Vorrichtung festgelegt ist. Ferner erlaubt diese Festlegung auch einen einfachen und schnellen Scheibenwechsel zu Reparatur-, Inspek­ tions- oder Überholzwecken.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist der Flaschen­ greifer einen am Kopf der Flasche angreifenden Kappenzentrierer und eine die Flasche untergreifende, kurvengesteuerte Hubein­ richtung auf. Dieser vom Rotor angetriebene Flaschengreifer entnimmt die vom Einlaufstern ankommende Flasche dadurch, daß sie auf den Hubteller der Hubeinrichtung aufgesetzt und schließlich mittels des Kappenzentrierers am Kopf gehalten wird. Dabei wird die der Flasche bereits zu einem früheren Zeitpunkt aufgesetzte Kappe vom Kappenzentrierer zentriert und niedergehalten. Die kurvengesteuerte Hubeinrichtung weist zwei Positionen, nämlich eine Einlauf- bzw. Auslaufpositiom und eine Arbeitsposition auf. Dabei befindet sich der Hubteller der Hubeinrichtung in der Einlauf- bzw. Auslaufposition in einer unteren Lage, so daß eine Flasche mit Abstand zum Kappen­ zentrierer auf den Hubteller aufgesetzt werden kann. Unmittelbar danach bewegt sich der Hubteller entlang einer Kurvensteuerung in eine obere Lage, nämlich seine Arbeitsposition. Bei dieser Hubbewegung fährt der Kopf der Flasche mit seiner aufgesetzten Kappe unter den Kappenzentrierer und wird von diesem gehalten. Während des Bördelvorgangs kann sich somit der Kopf der Flasche am Kappenzentrierer abstützen.
Vorteilhaft weist der Kappenzentrierer einen drehbar gelagerten und durch eine Feder abgestützten Zentrierkopf auf. Dieser Zentrierkopf drückt die auf den Flaschenkopf aufgesetzte Kappe in Richtung der Flaschenöffnung, so daß sie beim Bördelvorgang nicht ausweichen kann. Die Drehbewegung der Flasche wird dadurch unterstützt, daß der Zentrierkopf im Kappenzentrierer drehbar gelagert ist. Die Höhentoleranz des Ringwulstes an der Flaschen­ mündung wird außerdem vorteilhaft dadurch ausgeglichen, daß der Zentrierkopf sich über eine Feder im Kappenzentrierer ab­ stützt, und somit über einen gewissen Bereich höhenverschieblich ist.
Flaschen mit unterschiedlicher Höhe können in die erfindungs­ gemäße Flaschenverschließvorrichtung deshalb eingesetzt werden, da der Kappenzentrierer höhenverstellbar am Rotor festgelegt ist. Durch einfaches Einstellen der Kappenzentrierer auf die Höhe der zu verschließenden Flaschen, bei gleichzeitiger Höhen­ verstellung der Bördelscheibe, wird die Vorrichtung an Flaschen mit anderen Formaten angepaßt.
Eine weitere Vereinfachung der Verstellung der Flaschenver­ schließvorrichtung wird dadurch erreicht, daß die Kappenzent­ rierer und die Bördelscheibe einen einstückigen, vom Rotor abnehmbaren Bördelkopf bilden. Soll nun die Flaschenverschließ­ vorrichtung auf ein anderes Format umgestellt werden, so muß lediglich der Bördelkopf vom Rotor abgenommen und gegen den, auf das Format der anderen Flaschen eingestellten Bördelkopf ausgetauscht werden. Dieser Bördelkopf weist eine bereits vor­ eingestellte Bördelscheibe und justierte Kappenzentrierer auf. Durch das Auswechseln eines einzigen Bauteils kann somit die Verschließvorrichtung in kürzester Zeit umgestellt werden.
Vorteilhaft ist die Höhe des Bördelkopfes mittels eines Handrads verstellbar. Über dieses Handrad kann nunmehr die Bördelscheibe exakt auf den Flaschenwulst eingestellt werden, unter den die untere Kante der Verschlußkappe gebördelt werden soll.
Eine Rotation der Flaschen um ihre eigene Achse wird dadurch erreicht, daß die Hubeinrichtung in ihrer Arbeitslage mit einem Keilriemenantrieb oder einem Zahnradantrieb verbunden ist. Über diesen Antrieb wird der Hubteller der Hubeinrichtung in Drehbewegung und somit die auf den Hubteller aufgesetzte Flasche in Drehung versetzt. Dieser Antrieb erfolgt jedoch nur, wenn die Hubeinrichtung sich in ihrer Arbeitsposition befindet. Ist sie dagegen in ihrer Einlauf- oder Auslaufposition, in der sie eine Flasche vom Einlaufstern aufnimmt, bzw. eine Flasche in den Auslaufstern abgibt, so ist sie vom Antrieb losgelöst.
Mit Vorteil ist die Drehzahl des Antriebs stufenlos einstellbar. Die Drehzahl kann demnach in Abhängigkeit vom z.B. Umfang der Verschlußkappe, vom Material der Verschlußkappe und von der Drehgeschwindigkeit des Rotors usw. auf einen für die Bördelung optimalen Wert eingestellt werden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung, ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung im einzelnen erläutert wird. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Flaschenverschließvorrichtung, teilweise aufgeschnitten;
Fig. 1a die Einzelheit Ia gemäß Fig. 1;
Fig. 1b die Einzelheit Ib gemäß Fig. 1;
Fig. 2 einen Schnitt II-II gemäß Fig. 1; und
Fig. 3 eine schematische Anordnung des Flaschenlaufs durch die Flaschenverschließvorrichtung.
Die Fig. 1 zeigt eine Flaschenverschließvorrichtung (1) mit einem Rotor (2), mehreren gleichmäßig über den Umfang verteilt, mit dem Rotor (2) verbundenen Flaschengreifern (3) und einer zentral angeordneten, eine Bördelscheibe (4) aufweisenden Bör­ deleinrichtung (5). Der Rotor (2) weist eine Rotorwelle (6) auf, die über einen nicht gezeigten Motor angetrieben wird. Die Rotorwelle (6) weist ihrerseits ein mit ihr drehfest ver­ bundenes Rotorgehäuse (7) auf, das über Kugellager (8) an einem Fundament (9) festgelegt ist. Am Rotorgehäuse (7) sind die jeweils aus einer Hubeinrichtung (10) und einem Kappenzentrierer (11) bestehenden Flaschengreifer (3) drehfest festgelegt. Zwi­ schen dem Kappenzentrierer (11) und der Hubeinrichtung (10) befindet sich eine Flasche (12), die auf einem Hubteller (13) aufliegt und an ihrem Kopf (14) von einem Zentrierkopf (15) des Kappenzentrierers (11) gehalten wird.
Außerdem weist die Rotorwelle (8) an ihrem oberen Ende einen Bördelkopf (16) auf, der im wesentlichen aus einem Kappenzent­ rierhalter (17) mit den daran festgelegten Kappenzentrierern (11) und der Bördelscheibe (4) besteht. Der Bördelkopf (16) ist mittels eines Handrads (18) am oberen Ende der Rotorwelle (6) festgelegt.
Gemäß der Einzelheit Ib in Fig. 1b besteht die Bördelscheibe (4) aus einem mit einer Hülse (19) einstückig verbundenen ring­ förmigen Teil (20). Die Hülse (19) ist ihrerseits mittels Kugel­ lager (21) mit einer Exzenterhülse (22) verbunden. Diese Ex­ zenterhülse (22) ist in eine zur Rotorachse (23) exzentrische Ausnehmung (24) einer auf dem Kappenzentrierhalter (17) drehbar gelagerten Stützhülse (25) eingesetzt.
Der ringförmige Teil (20) der Bördelscheibe (4) verjüngt sich radial nach außen, d.h. die Dicke des ringförmigen Teils (20) nimmt radial nach außen ab, wodurch ein Rand (26) nach Art einer stumpfen Schneide gebildet wird. Die Unterseite des ring­ förmigen Teils (20) ist im radial äußeren Bereich in Richtung auf die Oberseite des ringförmigen Teils (20) angewinkelt.
Wie ebenfalls in Fig. 1a, die einen Ausschnitt der Fig. 1 zeigt, wiedergegeben, liegt der Zentrierkopf (15) des Kappenzentrierers (11) auf einer auf den Kopf (14) der Flasche (12) aufgesetzten Kappe (27) auf und hält diese in Richtung der Flasche (12) nieder. Hierbei stützt sich der Zentrierkopf (15) indirekt an einer Feder (28) ab. Über diese Feder (28) werden auch Toleranz­ unterschiede in der Höhe des Ringwulstes an der Flaschenmündung 14 ausgeglichen.
Die Fig. 1b zeigt einen Ausschnitt der Fig. 1, in dem die Hubein­ richtung (10) in vergrößerter Darstellung wiedergegeben ist. Die Hubeinrichtung (10) besteht im wesentlichen aus einem mit dem Rotorgehäuse (7) verbundenen Halter (29), an dem gleichmäßig über dessen Umfang verteilt, die Gehäuse (30) der Hubeinrich­ tungen (10) festgelegt sind. In dem Gehäuse (30) ist entgegen der Kraft einer Feder (31) ein Stößel (32) mit dem am oberen Ende befestigten Hubteller (13) axial beweglich geführt. Das untere Ende des Stößels (32) weist eine Riemenscheibe (33) auf, die in Arbeitsstellung der Hubeinrichtung (10) mit einem Keilriemen (34) zusammenwirkt. Der Keilriemen (34) setzt über die Riemenscheibe (33) den Stößel (32) und somit den Hubteller (13) in Drehung.
Aus der in der Fig. 1b auf der linken Seite wiedergegebenen Arbeitsposition wird die Hubeinrichtung (10) über eine Steuer­ kurve (35) in eine Einlauf- bzw. Auslaufposition dadurch über­ führt, daß die Steuerkurve (35) den Stößel (32) über einen radial abstehenden und der Steuerkurve (35) folgenden Bolzen (36) mit einem Laufrad (37) nach unten auslenkt. In dieser, wie in der Fig. 1b rechts wiedergegebenen Lage ist die Riemen­ scheibe (33) des Stößels (32) außer Eingriff mit dem Keilriemen (34). Demnach rotiert die Hubeinrichtung (10) nur dann, wenn sie sich in ihrer Arbeitsposition befindet.
Der in Fig. 2 dargestellte Schnitt II-II durch die Flaschenver­ schließvorrichtung (1) zeigt im wesentlichen die unteren Enden von zwölf regelmäßig über den Umfang verteilt angeordneten Hubeinrichtungen (10), von denen sieben sich in einer Arbeits­ position und fünf sich in einer Einlauf- bzw. Auslaufposition befinden. Die sieben sich in Arbeitsposition befindenden Hub­ einrichtungen (10) sind miteinander über den Keilriemen (34) verbunden. Dieser Keilriemen greift jeweils in die Riemenscheibe (33) einer jeden dieser Hubeinrichtungen (10). Die sich in der Einlauf- bzw. Auslaufposition befindenden Hubeinrichtungen (10) sind außer Eingriff des Keilriemens (34) und axial über die am nicht gezeigten Laufrad (37) des Bolzens (36) angreifende Steuerkurve (35) axial in die Zeichenebene verschoben. Die Enden (38) des Keilriemens (34) sind miteinander über einen nicht gezeigten Antrieb verbunden, der in seiner Drehzahl stu­ fenlos einstellbar ist.
Der in Fig. 3 schematisch dargestellte Flaschenlauf zeigt einen Flaschentransport (39) aus dem die Flaschen (12) über einen Einlaufstern (40) und eine Leitkurve (41) in die Flaschenver­ schließvorrichtung (1) eingeführt werden. Weiterhin ist ein Auslaufstern (42) mit einer Leitkurve (43) wiedergegeben, der die Flaschen (12) der Flaschenverschließvorrichtung (1) entnimmt und diese dem Flaschentransport (39) wieder zuführt.
Nachfolgend wird im einzelnen der Verschließvorgang für einen Flaschenverschluß beschrieben. Auf eine über den Flaschentrans­ port (39, Fig. 3) ankommende Flasche (12) wird durch eine nicht gezeigte Zuführvorrichtung eine Kappe (27) aufgesetzt. Diese Flasche (12) wird dann, wie oben beschrieben, mittels des Ein­ laufsterns (40) dem Flaschengreifer (3) der Flaschenverschließ­ vorrichtung (1) zugeführt. Die Hubeinrichtung (10) des Flaschen­ greifers (3) befindet sich dabei in einer Einlaufposition, so daß die Flasche (12) zwischen dem Kappenzentrierer (11) und der Hubeinrichtung (10) auf dessen Hubteller (13) abgestellt werden kann. In dieser Einlaufposition wird die Hubeinrichtung (10) mittels der Steuerkurve (35), die an dem Laufrad (37) des Bolzens (38) angreift, dadurch nach unten gedrückt, daß der mit dem Stößel (32) verbundene Bolzen (36) den Stößel (32) und somit den Hubteller (13) entsprechend der Kurve der Steuerkurve (35) führt.
Nachdem die Flasche (12) zwischen dem Hubteller (13) und dem Kappenzentrierer (11) eingesetzt ist, bewegt sich die Hubein­ richtung (10) entlang der Steuerkurve (35) in ihre Arbeitspo­ sition und klemmt dabei die Flasche (12) zwischen dem Hubteller (13) und dem Zentrierkopf (15) fest. Neben einer stabilen Lage der Flasche (12) wird dadurch auch erzielt, daß die auf den Kopf (14) der Flasche (12) aufgesetzte Kappe (27) angepreßt wird. Sobald die Hubeinrichtung (10) die Arbeitsposition er­ reicht hat, wird die Flasche (12) im Flaschengreifer (3) durch die Kraft der Feder (28) des Kappenzentrierers (11) und die Feder (31) der Hubeinrichtung (10) frei gehalten.
Aufgrund der Drehbewegung des Rotors (2) kommt die Riemenscheibe (33) der Spindel (32) der Hubeinrichtung (10), unmittelbar nachdem die Hubeinrichtung (10) ihre Arbeitsposition erreicht hat, mit dem Keilriemen (34) in Eingriff, und wird durch diesen in Rotation versetzt. Diese Rotation der Hubeinrichtung (10) bewirkt eine Drehung der Flasche (12) um ihre eigene Achse (42). Der Rotor (2) bewegt die Flasche (12) auf einer Kreisbahn um die Achse (23) des Rotors (2). Der Radius dieser Kreisbahn entspricht dem Abstand der Achse (42) der Flasche (12) und der Rotorachse (23). Auf ihrer Kreisbahn kommt die untere Kante der Kappe (27) allmählich mit dem Rand (26) der Bördelscheibe (4) in Berührung. Dies wird dadurch erreicht, daß die Bördelscheibe (4) mit der Exzentrizität ε exzentrisch zur Achse (23) des Rotors (2) angeordnet ist. Diese exzentrische Anordnung der Scheibenachse (43) ist in Fig. 3 wiedergegeben, wo auch deutlich zu erkennen ist, wie die Kappe (27) bei ihrem Umlauf um die Bördelscheibe (4) allmählich mit deren Rand (26) in Eingriff kommt.
Durch das durch die Exzentrizität ε der beiden Achsen (23 und 43) bewirkte allmähliche Heranführen der unteren Kante der Kappe (27) and den Rand (26) der Bördelscheibe (4), wird ein kontinuierliches Umbiegen der Kante unter den Wulst (44) am Kopf (14) der Flasche (12) bewirkt. Durch die Drehung der Fla­ sche (12) kommt jeder Punkt der unteren Kante der Verschlußkappe (27) mehrmals mit der Bördelscheibe (4) in Eingriff, so daß die Kante gleichmäßig über ihren ganzen Umfang umgebördelt wird. Bei diesem Bördelvorgang kann die Scheibe (4) entweder drehfest gehalten oder drehbeweglich mit dem Rotor (2) verbunden sein. Im letzteren Falle wird die Bördelscheibe (4) über die Reibung mit der Kappe (27) und durch deren Drehbewegung eben­ falls in Drehung versetzt.
Nach dem Bördelvorgang kommt die Riemenscheibe (33) der Hubein­ richtung (10) außer Eingriff mit dem Keilriemen (34) und wird über die Steuerkurve (35) von ihrer Arbeitsposition in eine Auslaufposition gebracht, gemäß Fig. 2. Dadurch senkt sich der Hubteller (13) ab und der Flaschenkopf (14) mit aufgebördelter Kappe (27) wird aus dem Zentrierkopf (15) des Kappenzentrierers (11), wie in Fig. 1a rechts dargestellt, herausgezogen. Diese Darstellung läßt auch erkennen, wie sich der Kopf (14) der Flasche (12) aufgrund der Exzentrizität ε der Rotorachse (23) und der Scheibenachse (43) vom Rand (26) der Bördelscheibe (4) entfernt hat. Die Flasche (12) wird nunmehr über den Auslauf­ stern (42) aus dem Flaschengreifer (3) entfernt und wieder dem Flaschentransport (39), entsprechend dem in Fig. 3 dargestellten Schema zugeführt.
Der Betrag, mit dem der Rand (26) der Bördelscheibe (4) den Wulst (44) des Flaschenkopfes (14) untergreifen soll, wird vorteilhaft über eine Vorrichtung (45) dadurch eingestellt, daß mittels dieser Vorrichtung (45) die Exzenterhülse (22) in der exzentrischen Ausnehmung (24) der Stützhülse (25) verdreht wird, so daß sich der Abstand der Scheibenachse (43) zur Rotor­ achse (23), und somit die Exzentrizität ε, verändert. Mit der Vorrichtung (45) können z.B. Feineinstellungen der Bördelscheibe (4) vorgenommen werden bzw. kann die Bördelscheibe (4) an Fla­ schen (12) mit verschiedenformatigen Wülsten (44) angepaßt werden.
Soll die Flaschenverschließvorrichtung (1) an Flaschen (12) mit einem anderen Flaschenformat angepaßt werden, wird das Handrad (18) gelöst, die Klemmscheibe (46) entfernt und der Bördelkopf (16) vom oberen Ende des Rotors (2) abgezogen. Auf das freie Ende des Rotors (2) wird nun ein Bördelkopf (16) aufgesetzt, der an das Format der anderen Flaschen angepaßte Kappenzentrierer (11) und eine entsprechend angepaßte Bördel­ scheibe (4) aufweist.
Eine Umstellung auf einen anderen Kappendurchmesser erfolgt somit durch Wechsel eines einzigen Teiles, nämlich des Bördel­ kopfes (16) der Flaschenverschließvorrichtung (1). Neben dem Vorteil des schnellen Formatwechsels und der einfachen und schnellen Justierung weist die Flaschenverschließvorrichtung (1) außerdem den Vorteil auf, daß für jedes Format von zu ver­ schließenden Flaschen (12) nur ein einziger Bördelkopf (16) benötigt wird. Außerdem wird mit der zentralen Anordnung der Bördelscheibe (4) eine kleine, kompakte Bauweise der Flaschen­ verschließvorrichtung (1) erreicht, so daß, wie beispielsweise in Fig. 2 wiedergegeben wird, eine kleine Teilung des Rotors (2) erreicht werden kann, so daß auch kleine, mit hoher Ge­ schwindigkeit auf dem Flaschentransport (39) ankommende Flaschen (12) mit gleichbleibender Geschwindigkeit in der Flaschenver­ schließvorrichtung (1) verschlossen werden können. Der ruhige Flaschendurchlauf durch die Verschließvorrichtung (1) bewirkt eine sehr geringe Partikelabgabe und -verteilung. Außerdem ist hervorzuheben, daß oberhalb der Flasche (12) keine Antriebe vorgesehen sind, sondern die Flaschen (12) durch unten liegende Antriebe einerseits in Drehbewegung versetzt und andererseits auf einer Kreisbahn geführt werden, was besonders wichtig für die Arbeit unter LF ist.

Claims (16)

1. Vorrichtung zum Verschließen von Flaschen mit einem die Flaschen auf einer teilkreisförmigen Bahn bewegenden Rotor, einer Bördeleinrichtung, sowie mit dem Rotor verbundene, die Flaschen in Rotation um ihre eigene Achse versetzende und die Flaschen in und außer Eingriff mit der Bördelein­ richtung bringende Flaschengreifer, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bördeleinrichtung (5) eine Bördelscheibe (4) mit einer zur Rotorachse (23) parallelen Achse (43) aufweist,
und daß die teilkreisförmige Bahn der Flaschen (12) derart um die Bördelscheibe (4) verläuft, daß die Bördelscheibe (4) mit ihrem Rand (26) an der unteren Kante der auf die Flaschen (12) aufgesetzten Kappen (27) angreift.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Radius der teilkreisförmigen Bahn der Flaschen (12) gleich der Summe der Radien der Bördelscheibe (4) und des auf den Kopf (14) der Flaschen (12) aufgesetzten Kappen (27) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (43) der Bördelscheibe (4) exzentrisch zur Achse (23) des Rotors (2) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bördelscheibe (4) bezüglich des Rotors (2) radial verschieblich festgelegt ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bördelscheibe (4) eine zu ihrem Rand (26) hin abnehmende Dicke aufweist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand (26) der Bördel­ scheibe (4) nach Art einer stumpfen Schneide ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bördelscheibe (4) dreh­ fest gegenüber dem Rotor (2) gelagert ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bördelscheibe (4) aus­ wechselbar an der Vorrichtung (1) festgelegt ist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Flaschengreifer (3) einen am Kopf (14) der Flasche (12) angreifenden Kappen­ zentrierer (11) und eine die Flasche (12) untergreifende, kurvengesteuerte Hubeinrichtung (10) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Kappenzentrierer (11) einen drehbar gelagerten und durch eine Feder (28) abgestützten Zentrierkopf (15) auf­ weist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeich­ net, daß der Kappenzentrierer (11) höhenverstellbar am Rotor (2) festgelegt ist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappenzentrierer (11) und die Bördelscheibe (4) einen einstückigen, vom Rotor (2) abnehmbaren Bördelkopf (16) bilden.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Bördelkopf (16) mittels eines Handrads höhenverstellbar ist.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubeinrichtung (10) in ihrer Arbeitslage mit einem Keilriemenantrieb verbunden ist.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubeinrichtung (10) in ihrer Arbeitslage mit einem Zahnradantrieb verbunden ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeich­ net, daß die Drehzahl des Antriebs stufenlos einstellbar ist.
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