DE3912700C1 - Rotary spray coater - has atomiser ring with solvent channels, and includes annular air inlets - Google Patents

Rotary spray coater - has atomiser ring with solvent channels, and includes annular air inlets

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Adolf Harald 6050 Offenbach De Sonnleitner
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Apson Lackiertechnik GmbH
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Ransburg Gema GmbH
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Description

Die Erfindung betrifft einen Rotationszerstäuber gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Ein solcher Rotationszerstäuber ist aus der DE-PS 30 00 002 C2 bekannt. Sein Rotationskörper enthält einen Ringraum, der auf zwei axial nacheinander angeordnete Ringkammern aufgeteilt ist, die über einen Ringspalt miteinander verbunden sind, welcher zwischen der Nabe und einem Träger gebildet ist. Ein weiterer Ringspalt ist zwischen dem Träger und dem hinteren Ende einer trichterförmig nach vorne hin erweiterten Innenumfangsfläche eines Zerstäuberringes gebildet. Eine Farbleitung für Farbe, normalerweise Lack, erstreckt sich durch den Träger hindurch in die vordere der beiden Ringkammern zur Abgabe von Farbe auf die Rückseite der Nabe, von welcher die Farbe auf eine Vorderfläche des Zerstäuberringes strömt und an deren Außenkante abgeschleudert wird. Eine Lösemittelleitung führt durch den Träger hindurch und endet in der hinteren Ringkammer, von welcher ein Teil des Lösemittels durch den Ringspalt zwischen Nabe und Träger in die vordere Ringkammer strömt. Durch die Nabe führt axial eine Durchgangsbohrung, in welcher die Nabe mit einem Endabschnitt einer Welle verbunden ist. Das vordere Ende der axialen Durchgangsbohrung der Nabe bildet in der Vorderfläche der Nabe eine axiale Vertiefung, deren Grund durch das vordere Ende der Welle gebildet ist und deren Durchmesser so groß ist wie der Durchmesser der Welle plus dem zweifachen Durchmesser von Bohrungen, welche sich längs der Welle von der hinteren Ringkammer durch die Nabe bis in die Vertiefung in der Vorderfläche erstrecken. Über diese achsparallelen Bohrungen fließt ein Teil des Lösemittels auf die Vorderfläche der Nabe. Dabei kann wegen der Fliehkraft kein Lösemittel auf die vordere Stirnfläche der Welle, oder einer in sie stirnseitig eingeschraubten Schraube, fließen, so daß diese Stirnfläche nicht durch Lösemittel gereinigt werden kann. Um die Vorderfläche der Nabe auch im Rotationszentrum im Bereich der Welle reinigen zu können, hat man entsprechend der DE-OS 30 01 209 A1 auch schon versucht, den Durchmesser der axialen Vertiefung in der Vorderfläche der Nabe dadurch kleiner zu machen, daß man stromaufwärts der axialen Vertiefung ein Kanülenlabyrinth anordnet, durch welches während des Lackiervorganges Lack und während des Reinigungsvorganges Lösemittel hindurchgeleitet wird. Die Kanülen des Kanülenlabyrinths erfordern besondere Maßnahmen für die Herstellung, ferner neigen sie leicht zu Verstopfungen, und sie erfordern eine Umlenkung des Farbstromes radial entgegen der Fliehkraft des Rotationskörpers. Daraus können sich Funktionsschwierigkeiten und schlechtere Beschichtungsqualitäten ergeben. Ferner ist aus der DE-OS 36 27 345 A1 ein Rotationszerstäuber mit einer Nabe bekannt, die eine trichterartig nach vorne erweiterte zentrale Durchgangsöffnung hat, in deren hinteres Ende Farbe aus einer Düse injiziert wird, die ortsfest in einem Träger befestigt ist, relativ zu welchem sich der Rotationskörper mit der Nabe dreht. Dies erfordert einen verhältnismäßig großen Durchmesser der axialen Durchgangsbohrung der Nabe, so daß die vordere Stirnfläche eines Wellenverbindungsstückes mit Farbpartikeln verschmutzen kann, welches die Nabe mit einer Welle verbindet. Bei allen Rotationszerstäubern besteht die Schwierigkeit, daß im Zentrum des trichterartigen Stromes von zerstäubten Farbpartikeln ein Unterdruck entsteht, durch welchen einige Farbpartikel auf die Vorderfläche der Nabe gesaugt werden und dort ablagern. Diese auf der Vorderfläche der Nabe abgelagerten Farbpartikel müssen bei einem Farbwechsel und während Beschichtungspausen durch Lösemittel entfernt werden. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, daß im Ringraum des Rotationskörpers sich ebenfalls Farbpartikel an den Wänden absetzen, welche beim Farbwechsel und in Beschichtungspausen durch Lösemittel entfernt werden müssen. Bei der Lackierung von Gegenständen wie z.B. Autokarosserien entstehen bei einem Farbwechsel, beispielsweise bei einem Wechsel von rotem Lack auf weißen Lack, Farbfehler in der Lackschicht des beschichteten Gegenstandes, wenn beim Farbwechsel auch geringste Reste des vorher verwendeten Lackes in irgendeinem Abschnitt des Rotationszerstäubers vorhanden sind. Ferner ist es aus dem DE-Gebrauchsmuster G 86 07 841.0 bekannt, die kegelstumpfförmig nach vorne größer werdende Außenumfangsfläche des Zerstäuberringes des Rotationskörpers durch einen im Querschnitt ringförmigen Lösemittelstrahl zu reinigen, dessen Strahlzentrum im wesentlichen auf die axiale Mitte der Außenumfangsfläche auftrifft und dessen mit Bezug auf das Strahlzentrum divergierenden Strahlbereiche auf die vorderen und hinteren axialen Hälften der Außenumfangsfläche auftreffen. Die DE-OS 37 20 200 A1 zeigt einen Rotationszerstäuber, bei welchem Reinigungsflüssigkeit aus einer Leitung durch einen Ringkanal in einer Nabe zur Nabenvorderseite "geschossen" werden kann.
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, einen Rotationszerstäuber zu schaffen, mit welchem eine gute Beschichtungsqualität erzeugt werden kann und mit welchem in sehr kurzer Zeit von einer Farbsorte auf eine andere Farbsorte gewechselt werden kann, ohne daß im Rotationszentrum auf der Vorderfläche der Nabe Farbablagerungen entstehen, welche sich nachteilig auf die Beschichtungsqualität auswirken würden. Ferner soll gemäß der Erfindung auch vermieden werden, daß an anderen Stellen des Rotationszerstäubers störende Farbablagerungen entstehen können, welche sich nachteilig auf die Beschichtungsqualität oder die für einen Farbwechsel erforderliche Zeit auswirken würden.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist, daß der Durchmesser der axialen Vertiefung in der Vorderfläche der Nabe sehr klein gemacht werden kann.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Zeichnungen anhand einer bevorzugten Ausführungsform als Beispiel beschrieben. In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Rotationszerstäuber nach der Erfindung, aus welchem insbesondere eine Farbleitung und eine Lösemittelleitung ersichtlich sind,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Rotations­ zerstäuber nach Fig. 1 in einer anderen, um eine Rotationsachse gedrehten Schnitt­ ebene, aus welcher eine Luftleitung ersichtlich ist.
In den Zeichnungen ist der untere linke Teil nicht im Axialschnitt, sondern in der Seitenansicht dargestellt. Der in den Zeichnungen dargestellte Rotationszerstäuber enthält einen Rotationskörper 11, der aus einem Zerstäuberring 12 und einer diesen Zerstäuberring 12 mit einem Endabschnitt 13 einer Welle 14 verbindenden Nabe 15 besteht. Im Rotationskörper 11 ist koaxial zur Rotationsachse 16 ein Ringraum 18 gebildet. Die Wände des Ringraumes 18 sind durch eine Innenumfangsfläche 19 des Zerstäuberringes 12, eine mit radialem Abstand innerhalb von dieser gelegenen Außenumfangsfläche 20 der Nabe 15, eine Rückfläche 22 der Nabe 15 am vorderen Ringraumende 23 und einen Anschlußring 24 eines Trägers 25 am hinteren Ringraumende 26 gebildet. Die Welle 14 erstreckt sich durch eine vordere Stirnwand 28 des Trägers 25 und durch dessen Anschlußring 24 und ist relativ zu diesen beiden Teilen drehbar. Eine Farbleitung 30 in Form eines Kanals und eine Lösemittelleitung 31 ebenfalls in Form eines Kanals erstrecken sich durch den Anschlußring 24 und münden in den Ringraum 18, indem sie jeweils in der vorderen Stirnfläche 29 des Anschlußringes 24 enden, die sich im Ringraum 18 befindet. Die Nabe 15 ist am vorderen Ringraumende 23 mit dem Zerstäuberring 12 durch Stege 32 im wesentlichen radial verbunden. Die Stege 32 bilden zwischen sich Durchgänge 33, über welche Farbe aus dem Ringraum 18 in eine Ringkammer 34 und dann durch einen Ringschlitz 35 strömen kann, welcher am radial äußeren Ende der Ringkammer 34 zwischen der Nabe 15 und dem Zerstäuberring 12 gebildet ist. Nach dem Ringschlitz 35 fließt die Farbe auf eine Vorderfläche 36 des Zerstäuberringes 12, welche sich von dem Ringschlitz 35 glockenförmig nach außen und nach vorne bis zu einer ringförmigen Abschleuderkante 37 erstreckt, an welcher die Farbe infolge der Zentrifugalkraft des rotierenden Zerstäuberringes 12 zerstäubt und abgeschleudert wird. Der soeben beschriebene Weg der Farbe von der Farbleitung 30 bis zur Abschleuderkante 37 kann dadurch gereinigt werden, daß Lösemittel anstelle von Farbe zugeführt wird. Radial innerhalb der Stege 32 und Durchgänge 33 erstrecken sich vom vorderen Ringraumende 23 mehrere Lösemittelkanäle 40 geradlinig in eine axiale Vertiefung 42 in der Vorderfläche 43 der Nabe 15. Die Vorderfläche 43 der Nabe 15 erstreckt sich vom Ringschlitz 35 an ihrem radial äußeren Ende trichterartig zurückgehend radial nach innen und geht dann bogenförmig in die Vertiefung 42 über. Der Grund 44 der axialen Vertiefung 42 ist hohlkugelförmig. In ihm enden die Auslässe 45 der Lösemittelkanäle 40. Die Auslässe 45 grenzen in der Rotationsachse 16 aneinander an und erstrecken sich bis zur zylindrischen Mantelwand 46 der axialen Vertiefung 42, so daß der Durchmesser der axialen Vertiefung 42 maximal so groß ist wie der Durchmesser von zwei Lösemittelkanälen 40. Bei der dargestellten Ausführungsform ist der Durchmesser der axialen Vertiefung 42 im Bereich ihrer zylindrischen Mantelwand 46 kleiner als der Durchmesser von zwei Lösemittelkanälen 40, weil die Lösemittelkanäle sich nicht axial, sondern geradlinig schräg zur Rotationsachse 16 von ihren Einlässen 48 am vorderen Ringraumende 23 bis zu dem Grund 44 der axialen Vertiefung 42 erstrecken. Der Grund 44 liegt axial weiter vorne als die Einlässe 48 der Lösemittelkanäle 40. Die trichterförmige Vorderfläche 43 der Nabe 15 verläuft am Ringschlitz 35 ungefähr in der gleichen Richtung von der Rotationsachse 16 weg wie die Vorderfläche 36 des Zerstäuberringes 12, ist jedoch am Ringschlitz 35 mit Bezug auf letztere axial nach hinten zurückversetzt. Anstatt eines Ringschlitzes 35 könnte auch eine Vielzahl von Bohrungen vorgesehen sein, die auf dem mittleren Durchmesser des Ringschlitzes kreisförmig angeordnet sind.
Die Einlässe 48 der Lösemittelkanäle 40 befinden sich in einem Übergangseck 50 zwischen der Außenumfangsfläche 20 und der Rückfläche 22 der Nabe 15 am vorderen Ringraumende 23. Die Einlässe 48 erstrecken sich von der Außenumfangsfläche 20 der Nabe 15 im wesentlichen radial so weit auf der Rückfläche 22 der Nabe 43, daß der sich auf der Rückfläche 22 der Nabe erstreckende Teil der Einlässe 48 der Lösemittelkanäle 40 dem Auslaß 51 der Lösemittelleitung 31 in Längsrichtung des Ringraumes 18 im wesentlichen gegenüberliegt, um das vom Auslaß 51 der Lösemittelleitung 31 abgegebene Lösemittel aufzufangen und entgegen der Fliehkraft des rotierenden Rotationskörpers 11 durch die Lösemittelkanäle 40 in die axiale Vertiefung 42 auf der Nabenvorderfläche 43 zu leiten. Die Lösemittelkanäle 40 erstrecken sich vom Ringraum 18 unter einem Winkel von 45° oder vorzugsweise einem kleineren Winkel zur Rotationsachse 16 geradlinig nach vorne und schräg nach innen zu dieser Rotationsachse 16 hin. Je kleiner dieser Winkel ist, desto besser sind die Strömungsverhältnisse.
Der Grund 44 der axialen Vertiefung 42 ist durch einen Abschnitt 52 der Nabe 15 gebildet, der axial zwischen der Vertiefung 42 und der Welle 14 liegt, die entgegengesetzt zur Vertiefung 42 in ein Sackloch 53 der Nabe 15 ragt. Das Sackloch 53 und der in sie hineinragende Endabschnitt 13 der Welle 14 sind komplementär zueinander kegelstumpfförmig ausgebildet. Der innerste Abschnitt des Sackloches 53 ist mit einem zylindrischen Innengewinde 54 versehen, in welches ein komplementäres Außengewinde 55 der Welle 14 eingeschraubt ist. Die Welle 14 ist mit einer radial durch sie hindurchgehenden Bohrung 56 versehen, in welche ein Arretierungsstift durch eine weitere Bohrung (nicht dargestellt) gesteckt werden kann, welch letztere im Anschlußring 24 gebildet ist. Dadurch kann die Welle 14 arretiert werden, um den Rotationskörper 11 auf das Außengewinde 55 der Welle 14 zu schrauben oder von dieser Welle abzuschrauben.
Der den Auslaß 51 bildende Endabschnitt 60 der Lösemittelleitung 31 ist entsprechend einem Pfeil 61 schräg nach innen gegen die Außenumfangsfläche 20 der Nabe 15 gerichtet. Diese Außenumfangsfläche 20 ist von der vorderen Stirnfläche 29 des Anschlußringes 24 an kegelstumpfförmig nach vorne hin bis zu dem Übergangseck 50 verjüngt, so daß das vom Auslaß 51 der Lösemittelleitung 31 zugeführte Lösemittel auf der Außenumfangsfläche 20 der Nabe 15 entlangströmt und durch die Kegelstumpfform entgegen der Fliehkraft radial nach innen in Richtung zur Rotationsachse 16 hin geführt wird, bis es dann von der Mantelwand 62 der Lösemittelkanäle 40 an deren Einlaß 48 aufgefangen und schräg nach vorne zur Rotationsachse 16 hin durch die Lösemittelkanäle 40 entgegen der Fliehkraft gefördert wird.
Das Übergangseck 50 ist durch eine Ringnut in der Rückfläche 22 der Nabe 15 gebildet. Diese das Eck 50 bildende Ringnut erstreckt sich in der Breite von der Außenumfangsfläche 20 der Nabe 15 bis über einen angrenzenden Bereich der Rückfläche 22 dieser Nabe 15.
In einer axialen Durchgangsbohrung 73 des Anschlußringes 24, durch welche sich die Welle 14 erstreckt, ist zwischen dem Anschlußring 24 und einem hinteren Abschnitt 74 der Nabe 15 ein erster Ringspalt 75 gebildet. In diesen ersten Ringspalt 75 mündet im wesentlichen radial von außen nach innen ein zweiter Auslaß 76 der Lösemittelleitung 31. In der Durchgangsbohrung 73 ist gegenüber dem hinteren Abschnitt 74 der Nabe 15 im ersten Ringspalt 75 eine wendelartige oder gewindeartige Innenumfangsnut 77 im Anschlußring 24 gebildet, welche Lösemittel aus dem ersten Ringspalt 75 in das hintere Ende 26 des Ringraumes 18 fördert.
Der Endabschnitt 64 der Farbleitung 30 ist entsprechend einem Pfeil 65 schräg nach außen gegen die Innenumfangsfläche 19 des Zerstäuberringes 12 gerichtet. Diese Innenumfangsfläche 19 ist ungefähr von der vorderen Stirnfläche 29 des Anschlußringes 24 bis zu den Stegen 32 kegelstumpfförmig oder trichterartig gleichförmig erweitert. An die Innenumfangsfläche 19 schließt sich eine kegelstumpfförmige Innenumfangsfläche 68 an, deren Kegelwinkel größer ist als der von der erstgenannten Innenumfangsfläche 19. An die Innenumfangsfläche 68 schließt sich eine kegelstumpfförmige Innenumfangsfläche 69 des Zerstäuberringes 12 an, deren Öffnungswinkel größer ist als der der zweiten Innenumfangsfläche 68. Die dritte Innenumfangsfläche 69 erstreckt sich bis zur Vorderfläche 36 des Zerstäuberringes 12. Dadurch fließt die von der Farbleitung 30 zugeführte Farbe, also insbesondere Lack, unmittelbar nach Verlassen seines Auslasses 70 in Richtung des Pfeiles 65 auf die erste Innenumfangsfläche 19 und die anschließenden Innenumfangsflächen 68 und 69 bis zur Vorderfläche 36 des Zerstäuberringes 12.
Gemäß Fig. 2 führt durch den Anschlußring 24 auch eine Luftleitung 80, die aus einem Kanal 81, einer sich daran anschließenden ringförmigen Verteilerkammer 82, einer Vielzahl von Auslaßkanälen 83 von der Verteilerkammer 82 in die Durchgangsbohrung 73 des Anschlußringes 24, einem ringförmigen Luftauslaß 84 und einem sich axial stromabwärts daran anschließenden zweiten Ringspalt 85 besteht. Der zweite Ringspalt 85 ist zwischen dem Anschlußring 24 und einem hinteren Endteil 86 der Nabe 15 gebildet. Dadurch kann Luft der Luftleitung 80 über den zweiten Ringspalt 85 längs eines Pfeiles 87 in Form eines im Querschnitt ringförmigen Luftstroms in die Ringkammer 18 einströmen. Dieser Luftstrom aus dem zweiten Ringspalt 85 in Richtung des Pfeiles 87 strömt in Längsrichtung über die Innenumfangsfläche 19 des Zerstäuberringes 12. Dieser Luftstrom aus dem zweiten Ringspalt 85 wird von dem in Richtung des in Fig. 1 gezeigten Pfeiles 65 strömenden Farbstrom durchschossen, so daß der Farbstrom sich zwischen den Luftstrom des zweiten Ringspaltes 85 und die Innenumfangsfläche 19 drängt und auf dieser Innenumfangsfläche 19 entlangströmt. Dabei verhindert der Ringluftstrom des zweiten Ringspaltes 85, daß Farbpartikel des Farbstromes auf andere Flächen des Ringraumes 18 gelangen können als auf die Innenumfangsfläche 19. Der im Querschnitt ringförmige Lufstrom des zweiten Ringspaltes 85 bildet somit für den Farbluftstrom auf der Innenumfangsfläche 19 des Zerstäuberringes 12 eine Innenhülle.
Die Luft, welche von den Luftauslaßkanälen 83 in die Durchgangsbohrung 73 gelangt, strömt über den ersten Ringspalt 75, der zwischen der Nabe 15 und dem Anschlußring 24 gebildet ist, ebenfalls in Form eines ringförmigen Luftstromes in Richtung eines in Fig. 2 gezeigten Pfeiles 90 in das hintere Ende 26 des Ringraumes 18 und von dort koaxial über die Außenumfangsfläche 20 nach vorne in die Lösemittelkanäle 40. Das aus den Auslässen 51 der Lösemittelleitung 31 längs des Pfeiles 61 von Fig. 1 ausströmende Lösemittel durchschießt den ringförmigen Luftstrom des ersten Ringspaltes 75 und drängt sich unter diesen Luftstrom auf die Außenumfangsfläche 20 der Nabe 15. Der im Querschnitt ringförmige Luftstrom aus dem ersten Ringspalt 75 bildet eine Außenhülle auf dem Lösemittel, welches auf der Außenumfangsfläche 20 der Nabe 15 nach vorne in die Lösemittelkanäle 40 strömt. Der Luftstrom des ersten Ringspaltes 75 drängt das Lösemittel gegen die Außenumfangsfläche 20 und in die Lösemittelkanäle 40. Außerdem verhindert der im Querschnitt ringförmige Luftstrom des ersten Ringspaltes 75, daß Farbe auf die Außenumfangsfläche gelangen kann. Der erste Ringspalt 75 befindet sich somit radial innerhalb des zweiten Ringspaltes 85. Die Luftströme von beiden Ringspalten 75 und 85 verhindern auch eine Verschmutzung der vorderen Stirnfläche 29 im Ringraum 18. Wenn Farbe über die Farbleitung 30 zugeführt wird, wird kein Lösemittel über die Lösemittelleitung 31 zugeführt. Die Luft wird während der Zufuhr von Farbe mit einem wesentlich niedrigeren Druck zugeführt als während der Zufuhr von Lösemittel. Vorzugsweise wird gemäß der Erfindung während der Zufuhr von Farbe die Luft mit einem Druck zwischen 0,2 bar bis 1 bar zugeführt, und die Luft wird während der Zufuhr von Lösemittel mit einem Druck im Bereich von 3 bar bis 6 bar zugeführt. Die Luftverteilerkammer 82 und deren ringförmiger Luftauslaß 84 sind zwischen dem Anschlußring 24 und einem auf ihn aufgeschraubten zweiten Ring 91 gebildet. Zwischen diesem zweiten Ring 91 und dem hinteren Ende 86 der Nabe 15 ist ein im wesentlichen radial nach außen führender dritter Ringspalt 92 gebildet, über welchen Luft in einen Zwischenraum 93 und über eine Öffnung 94 an dessen hinterem Ende in die umgebende Atmosphäre entweichen kann. Der Zwischenraum 93 ist zwischen einer inneren, im wesentlich kegelstumpfförmigen Wand 95, welche die Innenumfangsfläche 19 des Zerstäuberinges 12 bildet, und einer sie mit radialem Abstand umgebenden, im wesentlichen in gleicher Weise kegelstumpfförmigen äußeren Wand 96 des Zerstäuberringes 12 gebildet. Am vorderen Ende des Zwischenraumes 93 befindet sich in der äußeren Wand 96 mindestens eine Durchgangsbohrung 97 zum Ablassen von Lösemittel aus dem Zwischenraum 93 nach dem Reinigen des Rotationskörpers 11 mit Lösemittel.
In der vorderen Stirnwand 28 des Trägers 25 befinden sich eine Vielzahl von Auslässen 100 zur Abgabe von Lösemittel auf das hintere Ende 101 der Außenumfangsfläche 102 der äußeren Wand 96 längs eines Pfeiles 103. Das Lösemittel der Auslässe 100 strömt in axialer Richtung über die gesamte Länge der Außenumfangsfläche 102. Ein im Querschnitt ringförmiger Luftstrom längs eines Pfeiles 105 aus einer Vielzahl von Luftauslässen 106 in der vorderen Stirnwand 28 drückt das Lösemittel der Lösemittelauslässe 100 auf die Außenumfangsfläche 102 der äußeren Wand 96 und unterdrückt ein Abschleudern des Lösemittels von dieser Außenumfangsfläche 102.

Claims (14)

1. Rotationszerstäuber,
mit einem Rotationskörper (11), der einen Zerstäuberring (12), eine diesen Zerstäuberring mit einem Endabschnitt (13) einer Welle (14) verbindende Nabe (15) und einen koaxial zur Rotationsachse (16) angeordneten Ringraum (18) aufweist, dessen Wände im wesentlichen durch eine Innenumfangsfläche (19) des Zerstäuberrings (12), eine mit radialem Abstand innerhalb von dieser gelegenen Außenumfangsfläche (20) der Nabe (15), eine Rückfläche (22) der Nabe (15) am vorderen Ringraumende (23) und einen Träger (25) am hinteren Ringraumende (26) gebildet sind, wobei sich die Welle (14) durch den Träger hindurcherstreckt und relativ zum Träger (25) drehbar ist;
mit mindestens einer Farbleitung (30) und mit mindestens einer Lösemittelleitung (31), die sich durch den Träger (24, 25) erstrecken und in den Ringraum (18) münden;
mit mindenstens einem Farbdurchgang (33) vom Ringraum (18) zur Vorderfläche (36) des Zerstäuberrings (12);
mit mindestens einem Lösemittelkanal (40) vom Ringraum (18) zu einer axialen Vertiefung (42) in der Vorderfläche (43) der Nabe (15), dadurch gekennzeichnet,
daß der Lösemittelkanal (40) vom Ringraum (18) zu der axialen Vertiefung (42) in der Vorderfläche (43) der Nabe (15) sich schräg zur Rotationsachse (16) hin durch die Nabe (15) erstreckt,
daß der Einlaß (48) des Lösemittelkanals (40) in einem Übergangseck (50) zwischen der Außenumfangsfläche (20) und der Rückfläche (22) der Nabe (15) am vorderen Ringraumende (23) liegt und sich von der Außenumfangs­ fläche (20) der Nabe (15) im wesentlichen radial so weit auf der Rückfläche (22) der Nabe (15) erstreckt,
daß der sich auf der Rückfläche (22) erstreckende Teil des Einlasses (48) des Lösemittelkanals (40) dem Aus­ laß (51) der Lösemittelleitung (31) in Längsrichtung des Ringraumes (18) im wesentlichen gegenüberliegt, um das vom Auslaß (51) der Lösemittelleitung (31) abgegebene Lösemittel aufzufangen und entgegen der Fliehkraft des rotierenden Rotationskörpers (11) durch den Lösemittelkanal (40) in die axiale Vertiefung (42) auf der Nabenvorderfläche (43) zu leiten,
daß ein erster Luftringeinlaß (75) am hinteren Ringraumende (26) zur Erzeugung eines ringförmigen ersten Luftstromes vorgesehen ist, welcher in Richtung vom hinteren Ringraumende (26) zum vorderen Ringraumende (23) auf der Außenumfangsfläche (20) der Nabe (15) entlangströmt und vom Lösemittel in Richtung vom Auslaß (51) der Lösemittelleitung (31) zur Außenumfangsfläche (20) der Nabe (15) am hinteren Ringraumende (26) durchschossen wird, so daß der erste Ringluftstrom das Lösemittel auf der Außenumfangs­ fläche (20) der Nabe (15) einhüllt und es gegen diese Außenumfangsfläche und in den Lösemittelkanal (40) drängt.
2. Rotationszerstäuber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der axialen Vertiefung (42), die in der Vorderfläche (43) der Nabe (15) gebildet ist, am Grund (44) der Vertiefung höchstens so groß ist wie der zweifache Durchmesser eines der Lösemittelkanäle (40).
3. Rotationszerstäuber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Grund (44) der Vertiefung (42) durch einen Abschnitt (52) der Nabe (15) gebildet ist, der axial zwischen der Vertiefung (42) und der Welle (14) liegt, die entgegengesetzt zur Vertiefung (42) in ein Sackloch (53) der Nabe (15) ragt.
4. Rotationszerstäuber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der den Auslaß (51) bildende Endabschnitt (60) der Lösemittelleitung (31) schräg gegen die Außenumfangsfläche (20) der Nabe (15) gerichtet ist.
5. Rotationszerstäuber nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenumfangsfläche (20) der Nabe (15) in Richtung vom hinteren Ringraumende (26) zum vorderen Ringraumende (23) bis zum Einlaß (48) des Lösemittelkanals (40) kegelstumpfförmig verjüngt ist.
6. Rotationszerstäuber nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Endabschnitt (64) der Farbleitung (30) schräg gegen die Innenumfangsfläche (19) des Zerstäuberringes (12) gerichtet ist.
7. Rotationszerstäuber nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenumfangsfläche (19) des Zerstäuberringes (12) in Richtung vom hinteren Ringraumende (26) zum vorderen Ringraumende (23) trichterartig erweitert ist.
8. Rotationszerstäuber nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Übergangseck (50) durch eine Ringnut vertieft ist, deren Breite sich von der Außenumfangsfläche (20) bis über einen angrenzenden Bereich der Rückfläche (22) der Nabe (15) erstreckt.
9. Rotationszerstäuber nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Luftringeinlaß (75) durch einen ersten Zwischenraum zwischen dem Träger (25, 24) und der Nabe (15) gebildet ist.
10. Rotationszerstäuber nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch einen zweiten Luftringeinlaß (85) am hinteren Ringraumende (26) zur Erzeugung eines im Querschnitt ringförmigen zweiten Luftstromes, welcher in Richtung vom hinteren Ringraumende (26) zum vorderen Ringraumende (23) auf der Innenumfangsfläche (19) des Zerstäuberringes (12) entlangströmt und von der Farbe in Richtung vom Auslaß (70) der Farbleitung (30) zur Innenumfangsfläche (19) des Zerstäuberringes (12) am hinteren Ringraumende (26) durchschossen wird, so daß der zweite Ringluftstrom die Farbe auf der Innenumfangsfläche (19) des Zerstäuberringes (12) bedeckt.
11. Rotationszerstäuber nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Luftringeinlaß (85) durch einen zweiten Zwischenraum zwischem dem Träger (25, 24) und dem Zerstäuberring (12) gebildet ist.
12. Rotationszerstäuber nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Auslaß (76) der Lösemittelleitung (31) in den ersten Zwischenraum (75) zwischen dem Träger (25, 24) und der Nabe (15) mündet, und daß der Träger (24, 25) im ersten Zwischenraum (75) gegenüber der Nabe (15) mit einer gewindeartigen Innenumfangsnut (77) versehen ist, welche Lösemittel aus dem ersten Zwischenraum (75) in den Ringraum (18) fördert.
13. Rotationszerstäuber nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (25) einen Lösemittelauslaß (100) aufweist zur Abgabe eines im Querschnitt ringförmigen Lösemittelstromes im wesentlichen in axialer Richtung auf den axial hinteren Endabschnitt (101) der Außenumfangsfläche (102) des Zerstäuberringes (12), wobei der Lösemittelstrom unter einem Winkel von weniger als 45° auf den Endabschnitt (101) auftrifft, den Zerstäuberring (12) einhüllt und auf dem Zerstäuberring entlangströmt.
14. Rotationszerstäuber nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (25) einen Auslaß (106) zur Abgabe eines im Querschnitt ringförmigen Luftstromes aufweist, welcher den Lösemittelstrom gegen die Außenumfangsfläche (102) des Zerstäuberringes (12) drängt.
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