DE3917404A1 - Einrichtung zur schmier- und kuehlmittelversorgung einer unter last schaltbaren kupplung eines kraftfahrzeuggetriebes - Google Patents

Einrichtung zur schmier- und kuehlmittelversorgung einer unter last schaltbaren kupplung eines kraftfahrzeuggetriebes

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Description

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Schmier- und Kühlmittelvorsorgung einer unter Last schaltbaren Kupplung eines Kraftfahrzeuggetriebes mit einer von einer Pumpe über ein Druckminderungsventil geführten Schmiermittelleitung.
Unter Last schaltbare Kupplungen, insbesondere Lamellen­ kupplungen, von Kraftfahrzeuggetrieben benötigen häufig eine Kühlung, und zwar während des Einrückens der Kupplung, weil dabei durch das anfängliche Rutschen der Lamellen aneinander eine beträchtliche Erwärmung auftritt. Da es sich bei einer solchen Kupplung um eine Konstruktion mit drehenden bzw. beweglichen Teilen handelt, ist auch eine Schmiermittelver­ sorgung erforderlich, wobei aber das Schmiermittel mit ver­ gleichsweise geringem Druck und in kleiner Menge, aber dauernd zugeführt werden muß, wogegen für die Kühlung kurzzeitig größere Kühlmittelmengen, die in der Regel durch Druckerhöhung erreicht werden, notwendig sind. Bisher sind für das Schmiermittel einerseits und das Kühlmittel anderseits getrennte Zuleitungen von der Pumpe her vorgesehen, wobei aber der Anschluß dieser Leitungen an einen drehenden Teil der Kupplung den technischen Aufwand und gegebenenfalls die Baulänge der Kupplung erhöht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, bei der für eine ausreichende Schmier- und Kühlmittelversorgung der Kupplung gesorgt ist, obwohl mit nur einer Zuleitung zu einem der drehenden Kupplungsteile das Auslangen gefunden wird.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Schmiermittelleitung und eine ebenfalls von der Pumpe gespeiste, das Druckminderungsventil aber umgehende und durch ein lediglich beim Einrücken der Kupplung öffnendes Schaltventil gesperrte Druckleitung zu einer gemeinsamen Zuleitung vereint sind, die sich innerhalb eines der drehenden Kupplungsteile, vorzugsweise der Kupplungswelle, in Leitungen für das Schmier- und Kühlmittel gabelt, wobei im Gabelungsbereich die Leitung für das Schmier­ mittel ein durch eine Feder im Öffnungssinn und die Leitung für das Kühlmittel ein durch eine Feder im Schließsinn belastetes Ventil, vorzugsweise Kugelventil, aufweisen und die im Öffnungs­ sinn wirkende Feder schwächer als die andere Feder bemessen ist.
Bei geschlossener bzw. eingerückter oder geöffneter Kupplung ist die Druckleitung gesperrt und es fließt über die gemeinsame Zu­ leitung nur Schmiermittel, d. h. ein hydraulisches Mittel mit vergleichsweise geringem Druck in die Kupplung und gegebenen­ falls zu nachgeordneten Schmierstellen, wobei die Leitung für das Kühlmittel durch das mit der stärkeren Feder belastete Ventil verschlossen bleibt. Sobald aber die Kupplung betätigt, also die geöffnete Kupplung eingerückt wird, öffnet das Schalt­ ventil und es kommt zu einer beträchtlichen Druckerhöhung in der gemeinsamen Zuleitung, so daß das der Leitung für das Schmier­ mittel zugeordnete Ventil zugedrückt, das im Schließsinn belastete Ventil für die Schmiermittelleitung gegen die Feder­ kraft geöffnet wird und das hydraulische Mittel in die Leitung für das Kühlmittel einströmt. Ist der Einrückvorgang beendet, schließt das Schaltventil und es wird der Anfangszustand, also reine Schmiermittelversorgung, wieder hergestellt. Es versteht sich von selbst, daß die erfindungsgemäße Einrichtung auch für Doppelkupplungen mit Vorteil anwendbar ist, insbesondere für solche, bei denen wechselweise stets eine Kupplung geöffnet und die andere geschlossen bzw. eingerückt ist.
In weiterer Ausbildung der Erfindung besitzt das der Leitung für das Schmiermittel zugehörige Ventil eine über eine Drosselstelle führende Umgehungsleitung. Durch diese Umgehungsleitung wird sichergestellt, daß die Schmierung während der Kühlphase nicht unterbrochen wird und daß nach dem Schließen des der Kühlmittel­ leitung zugeordneten Ventils das Ventil für die Schmiermittel­ leitung durch zuverlässigen Druckabbau in der Zuleitung wieder öffnet.
Eine besonders zweckmäßige Konstruktion wird dadurch erreicht, daß die beiden Ventile im Gabelungsbereich der Zuleitung koaxial zur Kupplungswelle angeordnet sind. Auf diese Weise werden ungünstige Fliehkrafteinflüsse auf die Ventilkörper bzw. Ventil­ kugeln vermieden.
Um eine einfache Betätigungsmöglichkeit für das Schaltventil zu erzielen und zu gewährleisten, daß das Schaltventil immer nur kurzzeitig öffnet, ist das Schaltventil als Magnetventil ausgebildet und über ein Zeitrelais in die Offenstellung um­ schaltbar.
Von der Schmiermittelleitung können vor der Einmündung der Druckleitung selbstverständlich auch Leitungen für Schmier­ stellen anderer Konstruktionsteile des Kraftfahrzeuges abzweigen. Um zu verhindern, daß dann diese Zweigleitungen beim Kühlvorgang mit zu hohem Druck beaufschlagt werden, ist in der Schmiermittelleitung vor der Einmündung der Druckleitung ein Rückschlagventil eingebaut.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel einen Teil einer unter Last schaltbaren Kupplung im Axialschnitt und die zugehörige Hydraulikeinrichtung im Schema.
Von einer unter Last schaltbaren Kupplung eines Kraftfahrzeug­ getriebes ist nur die Kupplungswelle 1 dargestellt, die eine Leitungsbohrung 2 zur Schmiermittelversorgung und eine Leitungsbohrung 3 für das Kühlmittel der Kupplung aufweist. Eine Pumpe 4 fördert über ein Druckminderungsventil 5 dauernd Schmieröl in die Schmiermittelleitung 6, die einerseits zur Kupplung, anderseits zu anderen Schmierstellen führt. Von der Pumpe 4 wird eine das Druckminderungsventil 6 umgehende Druckleitung 7 gespeist, die durch ein Schaltventil 8 gesperrt ist und nur fallweise geöffnet wird. Die Schmiermittelleitung 6 und die Druckleitung 7 sind zu einer gemeinsamen Zuleitung 9 zur Kupplungswelle 1 vereint, wobei sich die Zuleitung 9 innerhalb der Kupplungswelle 1 in die beiden Leitungsbohrungen 2 und 3 gabelt.
Im Gabelungsbereich weist die Leitungsbohrung 2 für das Schmiermittel ein durch eine Feder 10 im Öffnungssinn belastetes Kugelventil 11 auf, während die Leitungsbohrung 3 mit einem durch eine Feder 12 im Schließsinn belasteten Kugelventil 13 versehen ist. Das Kugelventil 11 besitzt eine über eine Drosselstelle 14 geführte Umgehungsleitung 15. In der Schmier­ mittelleitung 6 ist vor der Einmündung der Druckleitung 7 ein Rückschlagventil 16 eingebaut.
Das Schaltventil 8 ist als Magnetventil ausgebildet und über ein Zeitrelais 17 aus der dargestellten Sperrstellung in die Offenstellung umschaltbar, wobei das Zeitrelais 17 von einer elektronischen Steuereinrichtung 18 angesteuert wird, sobald eine Betätigung eines Kupplungspedals und/oder eines Schalthebels od. dgl. im Einrücksinn der Kupplung erfolgt.
In der dargestellten Stellung ist lediglich die Schmiermittel­ versorgung aus der gemeinsamen Zuleitung 9 in die Leitungs­ bohrung 2 gewährleistet, es wird also nur Schmieröl mit vergleichsweise geringem Druck und dementsprechend in geringer Menge über das Kugelventil 11 zugeführt. Erfolgt aber eine Kupplungsbetätigung im Einrücksinn, öffnet das Schaltventil 8 und es gelangt Schmieröl mit entsprechend hohem Druck bzw. in größerer Menge durch die Zuleitung 9 zu den Kugelventilen 11, 13, so daß das Ventil 11, das eine wesentlich schwächere Feder 10 aufweist, auf seinen Sitz gedrückt und das Kugelventil 13 gegen die Kraft der Feder 12 geöffnet wird, also nunmehr als Kühlmittel dienendes Schmieröl in die Leitungsbohrung 3 strömt.
Das Rückschlagventil 16 verhindert eine Beaufschlagung der übrigen Schmierstellen mit zu hohem Druck. Die Schmierölver­ sorgung der Kupplung ist aber durch die Umgehungsleitung 15 auch während der Kühlphase gesichert. Nach einer bestimmten Zeit­ spanne, die durch das Zeitrelais 17 vorgegeben ist, schließt das Schaltventil 8 wieder, und es ergibt sich die dargestellte Stellung, zumal die Umgehungsleitung 15 für einen Druckabbau in der gemeinsamen Zuleitung 9 sorgt, bevor noch das Kugelventil 11 öffnen kann.

Claims (5)

1. Einrichtung zur Schmier- und Kühlmittelversorgung einer unter Last schaltbaren Kupplung eines Kraftfahrzeuggetriebes mit einer von einer Pumpe über ein Druckminderungsventil geführten Schmiermittelleitung, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmier­ mittelleitung (6) um eine ebenfalls von der Pumpe (4) gespeiste, das Druckminderungsventil (5) aber umgehende und durch ein lediglich beim Einrücken der Kupplung öffnendes Schaltventil (8) gesperrte Druckleitung (7) zu einer gemeinsamen Zuleitung (9) vereint sind, die sich innerhalb eines der drehenden Kupplungs­ teile, vorzugsweise der Kupplungswelle (1), in Leitungen (2, 3) für das Schmier- und Kühlmittel gabelt, wobei im Gabelungsbe­ reich die Leitung (2) für das Schmiermittel ein durch eine Feder (10) im Öffnungssinn und die Leitung (3) für das Kühlmittel ein durch eine Feder (12) im Schließsinn belastetes Ventil, vorzugs­ weise Kugelventil (11, 13), aufweisen und die im Öffnungssinn wirkende Feder (10) schwächer als die andere Feder (12) bemessen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das der Leitung (2) für das Schmiermittel zugehörige Ventil (11) eine über eine Drosselstelle (14) führende Umgehungsleitung (15) besitzt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ventile (11, 13) im Gabelungsbereich der Zuleitung (9) koaxial zur Kupplungswelle (1) angeordnet sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltventil als Magnetventil (8) ausgebildet und über ein Zeitrelais (17) in die Offenstellung umschaltbar ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Schmiermittelleitung (6) vor der Einmündung der Druckleitung (7) ein Rückschlagventil (16) eingebaut ist.
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