DE3921777C2 - Dichtungselement - Google Patents

Dichtungselement

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Description

Die Erfindung betrifft ein Dichtungselement in Form eines Dichtungsbandes auf Schaumstoffbasis. Ein solches Dichtungselement dient zur Abdichtung von Fugen, insbesondere von Bauwerksfugen. Das Dichtungsband besteht aus min­ destens einer durchlaufenden Lage lediglich elastisch rückstellfähigen geschlos­ senzelligen Schaumstoffs und einer durchlaufenden Lage zufolge Tränkung verzögert rückstellfähigen offenzelligen Schaumstoffs.
Aus der DE-PS 35 44 277 ist ein Dichtungsband bekannt, das aus mehreren La­ gen offenzelligen Schaumstoffs besteht, der zufolge Tränkung verzögert elas­ tisch rückstellfähig ist. Bei diesem bekannten Dichtungsband sind die Lagen durch je eine über die Länge sich erstreckende zwischengelegte Folie getrennt. Es ist weiterhin aus dieser Druckschrift bekannt, die Stirnenden der Folien im Querschnitt T-förmig auszugestalten. Die T-Schenkel übergreifen hierbei die fugenrandseitigen Randkanten der Lagen. Um einen Längenvorrat der Folie im komprimierten Zustand unterzubringen, wird in dieser Patentschrift auch vor­ geschlagen, die Folie in Rückstellrichtung der Schaumstofflagen wellenartig verlaufend anzuordnen.
Weiterhin ist in einer nicht vorveröffentlichten Gebrauchsmusteranmeldung der Anmelderin (vgl. DE 87 15 499 U1) ein Dichtungsband beschrieben, das aus mehreren Lagen Schaumstoff besteht, wobei mindestens eine durchlaufende Lage aus lediglich elastisch rückstellfähigem geschlossenzelligen Schaumstoff besteht und eine weitere durchlaufende Lage aus offenzelligem Schaumstoff besteht, der zufolge einer Tränkung verzögert rückstellfähig ist.
Aus der EP 317 833 A1 ist ein Dichtungselement in Form eines Dichtungsban­ des auf Schaumstoffbasis, zur Abdichtung von Fugen, bekannt, das aus einer durchlaufenden Lage lediglich elastisch rückstellfähigen, geschlossenzelligen Schaumstoffs und einer durchlaufenden Lage zufolge Tränkung verzögert rückstellfähigen offenzelligen Schaumstoffs besteht.
Das zunächst genannte Dichtungsband hat sich grundsätzlich gut bewährt, auch im Hinblick auf eine Dichtigkeit gegen Feuchtigkeit bzw. Wasser, auf­ grund der zwischengelegten Folie. Eine gewisse Verbesserungsbedürftigkeit wird noch bei Einsatzzwecken für besonders große Fugen gesehen, bzw. auch für Fugen, die starken Temperaturschwankungen unterworfen sind und daraus resultierenden starken Schwankungen in der Fugenbreite. Bei tiefen Tempera­ turen weist die Fuge gewöhnlich ihre größte Breite auf. Der getränkte offenzel­ lige Schaumstoff verliert jedoch mit abnehmender Temperatur an Elastizität. Es kann vorkommen, dass bei tiefen Temperaturen nicht mehr die gewünschte Anlage unter Vorspannung an den Fugenrändern gegeben ist. Andererseits ist bei hohen Temperaturen, wenn die Fuge gewöhnlich ihre geringste Breite auf­ weist, zu beobachten, dass der durchgehend elastisch rückstellfähige Schaum­ stoff schmalseitig aus der Fuge herauswächst, zufolge hoher Kompression.
Ausgehend von dem vorstehend aufgeführten Stand der Technik stellt sich der Erfindung die Aufgabe, ein Dichtungselement in Form eines Dichtungsbandes anzugeben, das bei möglichst gleichbleibend guten Dichteigenschaften, auch hinsichtlich einer Feuchtigkeitsdichtigkeit, verbesserte Eigenschaften bei großen Fugen und bei durch Temperaturschwankungen in der Breite stark veränderli­ chen Fugen aufweist.
Diese Aufgabe ist bei den in den Ansprüchen 1 und 2 angegebenen Gegenstän­ den gelöst.
Die beiden Lagen offenzelligen Schaumstoffs sind im Querschnitt derart U- förmig umgriffen, dass ein Schenkelabschnitt im Einbauzustand an der jeweili­ gen Fugenwand zur Anlage gelangt und die Lagen offenzelligen Schaumstoffs gegenüberliegend zu dem T-Steg der so angeordneten folienartigen Schicht an­ geordnet sind. Die in Überbrückungsrichtung der Fuge hintereinander ange­ ordneten Streifen offenzelligen Schaumstoffs, mit dazwischen befindlicher Lage lediglich elastisch rückstellfähigen geschlossenzelligen Schaumstoffs können auch zwei folienartige Schichten aufweisen, die mit der Lage geschlossenzelli­ gen Schaumstoffs dichtend verbunden sind, wobei eine U-förmige Umgreifung des offenzelligen Schaumstoffs gegeben ist und auch hier jeweils ein Schenkel der U-förmigen Umgreifung im Einbauzustand an der jeweiligen Fugenwand zur Anlage kommt.
Die Lage geschlossenzelligen Schaumstoffs stellt auch bei tiefen Temperaturen noch einen den Vorrat des Gesamtdichtungsbandes dar. Selbst wenn die Lage offenzel­ ligen Schaumstoffs zufolge sehr niedriger Temperaturen nicht oder nicht mehr in ausreichendem Maße flexibel ist, kann eine weitere Komprimierung des Dichtungsbandes aufgrund der Lage geschlossenzelligen Schaumstoffs erfol­ gen, ohne daß eine Schädigung des Dichtungsbandes auf­ tritt. Die folienartige Schicht hat in erster Linie die Aufgabe, die gewünschte Feuchtigkeitsdichtigkeit zu ergeben. Die Dicke der Schicht ist von untergeordneter Bedeutung. Geschlossenzelliger Schaumstoff ist bekannt­ lich bis zu weit tieferen Temperaturen hin flexibel als getränkter offenzelliger Schaumstoff, was jedenfalls dann zutrifft, wenn eine übliche Tränkung vorgenommen wird. Gleichzeitig ist bei dem Dichtungsband eine optima­ le Dichtigkeit gegen ein Durchdringen von Wasser oder Feuchtigkeit - von oben - gegeben. Das Dichtungsband wird gewöhnlich so in eine Fuge eingesetzt, daß die Öffnung der U-förmigen folienartigen Schicht nach oben weist bzw. der Seite zugewandt ist, von welcher ein Eindringen der Feuchtigkeit zu erwarten ist. Die folien­ artige Schicht besteht bevorzugt aus geschlossenzelligem Schaumstoff. Darüber hinaus kann die folienartige Schicht in einer weiteren Ausführungsform aus einer bekannten feuchtigkeitsdichten Folie bestehen. Weiter bevorzugt ist es, daß die Lage geschlossenzelligen Schaumstoffs einstückig mit der folienartigen Schicht ausgebildet ist. Alternativ hierzu kann die folienartige Schicht mit der Lage geschlossenzelligem Schaumstoffs verklebt sein. Eine weitere Ausführungsform der Erfin­ dung geht dahin, daß die Lage geschlossenzelligen Schaum­ stoffs aus einem einstückigen T-förmig gefalteten Schaumstoff besteht. Der senkrechte T-Balken ist hierbei dop­ pellagig ausgebildet und der waagerechte T-Balken durch einlagige freie Randbereiche des Schaumstoffstreifens gebildet. Darüber hinaus schließen sich an den Rändern noch senkrecht verlaufende weitere Abschnitte an, zur U-förmigen Umfassung der Lagen offenzelligen Schaum­ stoffs, wie weiter unten noch im einzelnen beschrieben. Bautechnisch vorteilhaft läßt sich so die folienartige Schicht und die Lage geschlossenzelligen Schaumstoffs einteilig herstellen und zusammen mit den Lagen verzö­ gert rückstellfähigen offenzelligen Schaumstoff zu dem Dichtungselement kombinieren. Zunächst kann ein Element zwei durchgehende Lagen offenzelligen Schaumstoffes aufnehmen, die gegenüberliegend zu dem senkrecht verlau­ fenden T-Balken - in einem Querschnitt - angeordnet sind. Sodann ist es in einer Ausgestaltung möglich, daß das Dichtungsband zwei T-förmig gefaltete Schaumstoffstrei­ fen mit vier Lagen offenzelligen Schaumstoffs aufweist, wobei die T-förmigen Schaumstoffstreifen so angeordnet sind, daß die waagerechten T-Schenkel aneinander anlie­ gen. Weiter bevorzugt können die einander zugewandten Flächen der waagerecht verlaufenden T-Schenkel auch miteinander verklebt sein. Der U-Schenkel oder der Ab­ schnitt der Schicht geschlossenzelligen Schaumstoffs, der die Lage des getränkten Schaumstoffes außen über­ greift, verklebt sich beim Einbau in die Fuge mit der Fugenwand. Gewöhnlich werden beim Einbau derartiger Dichtungsbänder die Fugenwände mit einem Klebstoff (Primer) vorbehandelt. Zufolge der verzögerten Rückstel­ lung der Lagen getränkten offenzelligen Schaumstoffs wird der der Fugenwand zugewandte Schenkel der in U-Form angeordneten Schicht geschlossenzelligen Schaumstoffs gegen die Klebeschicht gedrückt und so fest mit der Fugenwand verklebt. Wenn bei tiefen Temperaturen die Fuge wächst bzw. relativ groß geworden ist, und gegebenenfalls die Elastizität der Lage offenzelligen getränk­ ten Schaumstoffs nachgelassen hat, kann das Dichtungs­ band in der Breite gleichwohl mitwachsen, da aus der Lage geschlossenzelligen Schaumstoffs ein Dehnvorrat gewonnen werden kann. Insbesondere bei der beschriebenen Ausführung der gefalteten Lage ergibt sich hierbei al­ lein schon durch die Faltung ein Dehnvorrat. Desgleichen wirkt bei hohen Temperaturen und bei entsprechend abneh­ mender Breite der Fuge die Lage geschlossenzelligen Schaumstoffs als zusätzlicher elastischer Puffer. In Ausgestaltung des Erfindungsgedankes bei Kombinierung mit einer Folie ist vorgesehen, daß der Schenkelbereich der Folie, der mit der Lage geschlossenzelligen Schaum­ stoffs verklebt ist, mit der Breitseite derselben ver­ klebt ist, die sich senkrecht zur Komprimierungsrichtung des Dichtungsbandes erstreckt. Die Verklebung mit der Breitseite ermöglicht es, den U-Schenkel mit einer aus­ reichend großen Länge auszubilden, um zu einer zuverläs­ sigen Verklebung zu gelangen. Die Erfindung schlägt auch vor, daß die Lage offenzelligen, getränkten Schaumstoffs aus zwei Teillagen besteht und daß der einer Stoßfuge zwischen den beiden Teillagen zugeordnete Rand einer Teillage von der Folie überdeckt ist. Hierbei ist der Rand der gegenüberliegenden Teillage nicht von einer Folie überdeckt. Die gegenüberliegende Teillage bzw. genauer deren schmalseitiger Rand wirkt beispielsweise als Gegenhalt für die mit der entsprechenden Schmalseite der anderen Teillage nicht verklebten Folie, im kompri­ mierten Zustand, wie dies weiter unten noch im einzelnen ausgeführt ist. Dadurch, daß eine Stoßfuge zwischen den beiden Teillagen ausgebildet ist und sich die Folie im Bereich dieser Stoßfuge erstreckt, ist auch gleichzeitig eine sehr geschützte Lage für die Folie gegeben. In einer Querschnittsdarstellung ist die Lage geschlossenze­ lligen Schaumstoffs in dem Dichtungsband etwa mittig angeordnet und ist breitflächenseitig jeweils von einer Lage bzw. zwei Teillagen offenzelligen, getränkten Schaumstoffs überdeckt. Die Schmalseiten bzw. im Falle der Teillagen die äußeren Schmalseiten der Lagen weisen jeweils zu der oberen bzw. unteren Öffnung der Fuge, während die Breitflächenseiten den Fugenwänden zugewandt sind. Der dem Basisteil des U entsprechende Abschnitt der Folie, die den Rand einer Lage offenzelligen, ge­ tränkten Schaumstoffs umgibt, wie weiter oben im einzel­ nen beschrieben, kann im komprimierten Zustand des Dich­ tungsbandes eine Faltung aufweisen. Die Faltung dient als Ausdehnungsvorrat bei der verzögerten Rückstellung. Bezüglich dieser Faltung ist die weiter oben auch be­ reits erwähnte Stoßfuge im Falle von zwei Teillagen vorteilhaft. Im einzelnen ist auch bevorzugt, daß die Stoßfuge zwischen zwei Teillagen etwa mittig bezüglich der Breite des Dichtungsbandes ausgebildet ist.
Nachstehend ist die Erfindung noch weiter im einzelnen anhand der beigefügten Zeichnung erläutert, die jedoch lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellt. Hierbei zeigt:
Fig. 1 ein Dichtungsband einer ersten Ausführungs­ form, welches zur Verdeutlichung der einzelnen Elemente in Form einer Explosionsdarstellung wiedergegeben sind;
Fig. 2 das Dichtungsband gemäß Fig. 1, im Quer­ schnitt, im verpackten Zustand;
Fig. 3 ein in eine Fuge eingebautes Dichtungsband gemäß Fig. 1 bzw. Fig. 2;
Fig. 4 ein Dichtungsband in einer alternativen Ausfüh­ rungsform, in einer Darstellung gemäß Fig. 1;
Fig. 5 das Dichtungsband gemäß Fig. 4, im Quer­ schnitt, im verpackten Zustand und
Fig. 6 ein in eine Fuge eingebautes Dichtungsband gemäß Fig. 4 bzw. Fig. 5.
Dargestellt und beschrieben ist ein Dichtungsband 1, das aus mehreren Lagen 2, 3 und 4 aus offenzelligem bzw. geschlossenzelligem Schaumstoff besteht. Das Dichtungs­ band 1 dient zum Einbau in Fugen 5, wie dies beispiels­ weise in den Fig. 3 und 6 dargestellt ist.
Die Lagen 2, 3 und 4 erstrecken sich in einer Längsrich­ tung L einer Fuge 5 bzw. des Dichtungsbandes 1.
Die Lage 3 besteht bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 3 aus einem teilweise gefalteten, geschlos­ senzelligen Schaumstoffstreifen. Die Lage 3 ist insge­ samt T-förmig gefaltet, wobei der in der Zeichnung und im gewöhnlichen Einbauzustand senkrechte T-Balken aus einer Doppellage besteht, gebildet aus zwei Seitenberei­ chen 3a und 3b. Die Falzlinie 3c erstreckt sich etwa auf der Ebene der oberen Stirnflächen 2' und 4' der Lagen 2, 4 offenzelligen Schaumstoffes. Der waagerechte T-Balken wird durch die Abschnitte 3d und 3e gebildet. An diesen Abschnitten 3d und 3e setzen weitere Abschnit­ te 3f und 3g an, die nach oben bzw. nach unten, wie aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich, geknickt sind, derart, daß sich insgesamt eine U-förmige Einfassung der Lagen 2, 4 aus offenzelligem Schaumstoff ergibt.
Die Abschnitte 3f und 3g sind an ihrer Innenfläche, die den Bereichen 3a bzw. 3b zugewandt sind, mit den Lagen 2, 4 verklebt.
Wie sich weiter aus den Fig. 1 bis 3 ergibt, sind jeweils zwei T-förmige Lagen geschlossenzelligen Schaum­ stoffes 3, 3' vorgesehen, die spiegelbildlich zueinander angeordnet sind, mit entsprechend spiegelbildlich zuein­ ander angeordneten Lagen offenzelligen Schaumstoffes 2a und 4a. Die Falzlinien 3c und 3c' sind jeweils nach außen gewandt.
Die den waagerechten T-Schenkel bildenden Abschnitte 3d und 3e sind bevorzugt jeweils an ihren einander zugewand­ ten Seiten miteinander verklebt, so daß sich eine Ein­ heit eines Dichtungsbandes 1 ergibt.
Beim Einsatz eines solchen Dichtungsbandes 1 ergibt sich insbesondere bei großen Temperaturunterschieden eine Vorteilhaftigkeit. Selbst wenn die Lagen 2, 4, 2a, 4a aus offenzelligem Schaumstoff zufolge sehr niedriger Tempera­ turen nicht oder nicht mehr im ausreichenden Maße flexi­ bel sind, kann eine weitere Komprimierung des Dichtungs­ bandes 1 aufgrund der Lage 3 geschlossenzelligen Schaum­ stoffes erfolgen - in Querrichtung bezüglich der Fig. 1 bis 3 -, ohne daß eine Schädigung des Dichtungsbandes 1 auftritt. Die Lage 3 geschlossenzelligen Schaumstoffs ist bekanntlich bis zu weit tieferen Temperaturen hin flexibel als offenzelliger, getränkter Schaumstoff. Gleichzeitig ist bei dem Dichtungsband 1 eine optimale Dichtigkeit gegen ein Durchdringen von Wasser oder Feuch­ tigkeit - von oben - gegeben. Das Dichtungsband 1 wird gewöhnlich so in eine Fuge 5 eingesetzt, wie in der Zeichnung auch dargestellt, daß die Öffnung der U-förmi­ gen Lage 3 geschlossenzelligen Schaumstoffs nach oben weist. Die flächenseitige Verklebung der Abschnitte 3f und 3g - innenseitig - mit den Lagen 2, 4 geschlossenze­ lligen Schaumstoffs ergibt eine sehr feste und dauerhaf­ te Verbindung zwischen diesen Lagen. Es ist nicht mög­ lich, daß an dieser Stelle Feuchtigkeit oder Wasser durchdringt.
Gewöhnlich werden beim Einbau derartiger Dichtungsbänder die Fugenwände mit einem Klebstoff (Primer) vorbehan­ delt. Zufolge der verzögerten Rückstellung des Dichtungs­ bandes 1 aufgrund der Lagen 2, 4 und 2a, 4a getränkten offenzelligen Schaumstoffs werden die der Fugenwand zuge­ wandten Bereiche 3e, 3f gegen die Klebeschicht gedrückt und so fest mit der Fugenwand verklebt. Wenn bei tiefen Temperaturen die Fuge 5 wächst bzw. relativ groß gewor­ den ist, und gegebenenfalls die Elastizität der Lagen 2, 4, 2a, 4a nachgelassen hat, kann das Dichtungsband 1 in der Breite gleichwohl mitwachsen. Aufgrund der Faltung der Lage 3 ist ein Dehnvorrat gegeben. Desgleichen wirkt bei hohen Temperaturen und bei entsprechend abnehmender Breite der Fuge 5 die Lage 3 geschlossenzelligen Schaum­ stoffs als zusätzlicher elastischer Puffer.
Die Lagen geschlossenzelligen Schaumstoffs können bei­ spielsweise aus einem Polyethylen-, einem Polyurethan-, einem Polyvinylchlorid- oder einem Polyester-Schaumstoff bestehen. Die Lagen aus offenzelligem, getränktem Schaum­ stoff können beispielsweise mit Chlorparafin imprägniert sein. Im einzelnen wird hierzu auf die DE-PS 15 69 052 verwiesen.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 4 bis 6 ist anstelle der durchgehenden Lage 3 geschlossenzel­ ligen Schaumstoffs eine mittlere Lage 6 geschlossenzel­ ligen Schaumstoffs angeordnet, welche jeweils breitseitig mit einer Folie 7 verbunden ist. Die mittlere Lage 6 zusammen mit der Folie 7 entspricht der Lage 3 bzw. 3' des vorbeschriebenen Ausführungsbeispiels. Gleiche Ele­ mente sind mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Vorste­ hende Ausführungen und nachstehende Ausführugen sind für beide Ausführungsformen zutreffend, soweit sich nicht anhand der konkreten Beschreibung Abweichungen ergeben.
Die Lagen 2, 6 und 4 gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 bis 6 erstrecken sich in Längsrichtung L einer Fuge 5 bzw. des Dichtungsbandes 1 derart, daß die Schmal­ seiten 2', 6', 4' bzw. 2", 6" und 4" jeweils zu den Fugenöffnungen hinweisen. Die Breitseiten 8, 9 sind den Fugenwänden 10 im Einbauzustand zugewandt. Im einzelnen besteht das Dichtungsband 1 gemäß den Fig. 4 bis 6 aus einer mittleren Lage 6 geschlossenzelligen, elasti­ schen Schaumstoffes und seitlich angeordneten Lagen 2, 4 offenzelligen, getränkten verzögert rückstellfähigen Schaumstoffes.
Die Lagen 2, 4 bestehen jeweils aus zwei Teillagen 2a, 2b und 4a, 4b. Die Teillagen 2a und 4a sind an ihren in der Zeichnung unteren Stirnflächen 2", 4" von einer Folie 7 überdeckt. Die Folie 7 ist U-förmig bezüglich einer Teillage 2a und 4a angeordnet. Ein Schenkel 7' der Folie 7 ist mit der Breitfläche 9 der Lage 6 verklebt. Im Einbauzustand (vgl. Fig. 6) ist der Schenkel 7" der Folie 7 mit der Fugenwand 10 verklebt. Im Bereich der Stirnfläche 4" der Teillage 4a ist die Folie 7 in eine Faltung 11 gelegt. Diese Faltung 11 dient als Dehnungs­ vorrat, um bei der verzögerten elastischen Rückstellung mitwachsen können.
Wie ersichtlich, sind die beiden Teillagen 4b und 2b nicht randseitig mit einer Folie überdeckt. Im Transportzustand gemäß Fig. 5 bzw. im eingebauten Zustand gemäß Fig. 6 liegen die Teillagen 4a und 4b bzw. 2a und 2b jeweils unter Ausbildung einer Stoßfuge 12 aneinander an. Diese Stoßfuge 12 dient auch gleichzeitig zur Lagesi­ cherung der Folie 7 im Bereich der Stirnflächen 4" bzw. 2" der Teillagen 2a und 4a.
Es ist weiter aus den Fig. 4 bis 6 ersichtlich, daß die Stoßfugen 12 etwa mittig bezüglich der Breitseite 9 der Lage 6 ausgebildet sind.
In den Fig. 2 und 5 ist die Versandform des Dichtungs­ bandes 1 dargestellt. Das Dichtungsband 1 ist zwischen zwei Leisten 13 gehalten, die so beschichtet sind, daß sich der komprimierte Dichtungsstreifen 1 nach Lösen von Umreifungen 14, welche die Verpackung sichern, abnehmen läßt. Als Leisten sind Bretter geeignet. Eine die Umrei­ fung 14 sichernde Klammer trägt das Bezugszeichen 15.
Bei dem Dichtungsstreifen 1 gemäß beiden Ausführungsfor­ men ergibt sich nach dem Lösen der Umreifungen 14 und dem Abnehmen der Leisten 13 der vorteilhafte Effekt, daß sich die mittlere Lage 3 bzw. 6 aus lediglich elastisch rückstellfähigem, geschlossenzelligen Schaumstoff so­ gleich zurückstellt, während die Lagen 2 und 4 sich nur verzögert, gewöhnlich erst innerhalb von einigen Stunden zurückstellen. Bei relativ großen Fugen kann also trotz sehr starker Komprimierung der Lagen 2 und 4 sogleich eine wesentliche Ausfüllung der Fugen 5 erreicht werden.
Aus Fig. 6 ist noch ersichtlich, daß die U-Form der Folien 7 im Einbauzustand nach oben geöffnet sind. Etwa von oben eindringende Feuchtigkeit oder gar Wasser kann über die Ebene E der Folienbasis nicht vordringen. Ent­ sprechendes gilt bezüglich der Ebene E in Fig. 3 im Hinblick auf die Lage 3 geschlossenzelligen Schaum­ stoffs. Durch die Verklebung der Schenkel 7' mit der Lage 6 und der Schenkel 7" mit den Fugenwänden 10 ist ein sicherer Feuchtigkeitsschutz gegeben, da durch die mittlere Lage 6 keinerlei Feuchtigkeit hindurchdringen kann, eben wegen der Geschlossenzelligkeit des Schaum­ stoffs.

Claims (11)

1. Dichtungselement in Form eines Dichtungsbandes zur Abdichtung von Bauwerksfugen (5) mit zwei Lagen (2, 4) zufolge Tränkung verzögert rück­ stellfähigen, offenzelligen Schaumstoffs, die in Überbrückungsrichtung der Fuge (5) hintereinander angeordnet sind, und einer folienartigen Schicht (3, 7) lediglich elastisch rückstellfähigen, geschlossenzelligen Schaumstoffs, die im Einbauzustand die Fuge (5) dichtend überbrückt und im Querschnitt T- förmig ausgebildet ist, wobei die folienartige Schicht (3, 7) die beiden Lagen (2, 4) offenzelligen Schaumstoffs derart U-förmig umgreift, dass jeweils ein Schenkel der U-förmigen Umgreifung im Einbauzustand an der jeweiligen Fugenwand zur Anlage gelangt und die Lagen (2, 4) offenzelligen Schaum­ stoffs gegenüberliegend zu dem T-Steg angeordnet sind.
2. Dichtungselement in Form eines Dichtungsbandes zur Abdichtung von Bauwerksfugen (5) mit zwei Lagen (2, 4) zufolge Tränkung verzögert rück­ stellfähigen offenzelligen Schaumstoffs, die in Überbrückungrichtung der Fuge (5) hintereinander angeordnet sind, und einer dazwischen befindli­ chen Lage (6) lediglich elastisch rückstellfähigen geschlossenzelligen Schaumstoffs und zwei folienartigen Schichten (7), die mit der Lage (6) ge­ schlossenzelligen Schaumstoffs dichtend verbunden sind, wobei die beiden Lagen (2, 4) offenzelligen Schaumstoffs von den folienartigen Schichten (7) derart U-förmig umgriffen sind, dass jeweils ein Schenkel der U-förmigen Umgreifung im Einbauzustand an der jeweiligen Fugenwand zur Anlage gelangt.
3. Dichtungselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten (3) aus geschlossenzelligen Schaumstoff bestehen.
4. Dichtungselement nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die folienartigen Schichten (3, 7) mit der Lage geschlossen­ zelligen Schaumstoffs (3, 6) verklebt sind.
5. Dichtungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die foli­ enartige Schicht (3) aus einem T-förmig gefalteten Schaumstoffstreifen be­ steht, wobei der T-Steg doppellagig ausgebildet ist.
6. Dichtungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei folienartige Schichten in Form von zwei T-förmig gefalteten Schaum­ stoffstreifen und vier Lagen offenzelligen Schaumstoffs vorgesehen sind, wobei die folienartigen Schichten derart angeordnet sind, dass deren T- Flansche einander zugewandt sind.
7. Dichtungselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die T- Flansche (3d, 3e) miteinander verklebt sind.
8. Dichtungselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Lage (2, 4) offenzelligen Schaumstoffs aus zwei Teillagen (2a, 2b, 4a, 4b) besteht und dass der einer Stoßfuge (11) zwischen den beiden Teillagen (2 a, 2b, 4a, 4b) zugeordnete Rand (4") einer Teillage (2a, 4a) von der foli­ enartigen Schicht (7) überdeckt ist.
9. Dichtungselement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die La­ ge (3) geschlossenzelligen Schaumstoffs breitflächenseitig je von zwei Teillagen (4a, 4b, 2a, 2b) überdeckt ist.
10. Dichtungselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Basisteil der U-förmigen folienartigen Schicht entsprechende Folienabschnitt im komprimierten Zustand des Dichtungsbandes (1) eine Faltung (10) aufweist.
11. Dichtungselement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoßfuge (11) etwa mittig bezüglich der Breite des Dichtungsbandes (1) ausgebildet ist.
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