DE3930267A1 - Plasmaschweissbrenner - Google Patents

Plasmaschweissbrenner

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Description

Die Erfindung betrifft einen Plasmaschweißbrenner gemäß dem Ober­ begriff von Anspruch 1.
Bei bekannten Plasmaschweißbrennern der genannten Art besteht un­ ter anderem das Problem einer stark begrenzten Lebensdauer infol­ ge von Dichtigkeitsproblemen insbesondere des Anoden-Kühlfluid­ kreislaufs. Die thermisch erheblich belastete Anode ist mit Dicht­ ringen ausgestattet, die ein großes Unsicherheitsrisiko dar­ stellen und die Grenzbelastbarkeit des Brenners stark beschränken. Außerdem bestehen bei bekannten Plasmaschweißbrennern vielfach Strahlstabilitätsprobleme, die unter anderem mit thermisch beding­ ten Verformungen des Brenneraufbaues zusammenhängen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Augabe zugrunde, einen Plas­ maschweißbrenner der genannten Art mit relativ einfachen Maßnah­ men so auszubilden, daß er unter Vermeidung der geschilderten Nachteile thermisch hoch belastbar ist und bei großer Strahlstabi­ lität sowie Betriebssicherheit eine hohe Abschmelzleistung auf­ weist.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe zeichnet sich ein Plasmaschweiß­ brenner der im Oberbegriff von Anspruch 1 genannten Art durch die im Kennzeichen dieses Anspruchs aufgeführten Merkmale aus. Die hermetisch dichte, dichtungsfreie Kammer der Anode stellt sicher, daß Undichtigkeitsprobleme von vornherein vermieden werden und auch nicht bei hoher thermischer Belastung auftreten können. Wegen der hermetischen Abdichtung ist es auch möglich, die Kühlkammer rela­ tiv großvolumig auszubilden, so daß sich eine hohe Kühlwirksamkeit ergibt. Dieses ist auch in Verbindung mit der Ausbildung als Wär­ meabfuhrschild wichtig, da hierdurch die Werkstückabstrahlungswär­ me vom eigentlichen Brenneraufbau abgehalten und bereits brenner­ stirnseitig abgeleitet wird. Infolge geringerer thermischer Bren­ nerbelastung wird somit eine dauerhafte Strahlstabilität begün­ stigt, die wesentlich von einem geometrisch konstanten Brennerauf­ bau abhängt. Der erfindungsgemäße Plasmaschweißbrenner ermöglicht somit eine Steigerung der Brennerleistung bei gleichzeitiger Ver­ besserung der Betriebssicherheit und des Betriebsergebnisses. Da Dichtringe oder andere Dichtelemente im heißen Anodenbereich völ­ lig fehlen, werden auch der Wartungsaufwand drastisch verkleinert und die Montage- sowie Demontagevorgänge erheblich erleichtert.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform gemäß Anspruch 2 bildet nur ein relativ einfacher, preiswerter, stirnseitiger Ano­ deneinsatz das eigentliche Verschleißteil der Anode. Der Anoden­ einsatz ist im Einbauzustand mit dem Anodenkörper thermisch sowie elektrisch gekoppelt, ohne selbst von Kühlfluid durchströmt zu sein. Entsprechende Anschlüsse fehlen somit. Der Anodeneinsatz ist einfach und schnell montierbar und demontierbar. Wegen der se­ paraten Ausbildung des Anodeneinsatzes kann dessen Material auch von demjenigen des Anodenkörpers unterschiedlich sein, was hin­ sichtlich der verschiedenen Betriebserfordernisse im unmittelba­ ren Strahlbereich und im übrigen Anodenbereich förderlich sein kann.
Die Weiterbildungen der Ansprüche 3 und 4 ermöglichen eine beson­ ders einfache wie wirksame lösbare Halterung des Anodeneinsatzes an dem Anodenkörper.
Die Weiterbildung von Anspruch 5 erlaubt eine relativ einfache und dennoch hermetisch abgedichtete, dichtringfreie Ausbildung der Anodenkühlkammer. Da diese vor dem Aufbringen des Anodendec­ kels frei zugänglich ist, kann sie bezüglich ihrer Großvolumig­ keit weitgehend beliebig gewählt und den jeweiligen Betriebserfor­ dernissen angepaßt werden.
Die weitere Ausgestaltung gemäß Anspruch 6 stellt sicher, daß auch im thermisch weniger belasteten anodenrückseitigen Bereich keinerlei Dichtungsprobleme auftreten können, weil die Versor­ gungsleitungen mit dem Anodendeckel verlötet oder verschweißt sind. Somit stellt die gesamte Anode mit den Versorgungsleitungen eine zusammenhängende, dichtringfreie Baueinheit dar.
Sehr vorteilhaft ist auch die Weiterbildung von Anspruch 7, weil der formstabile Isolierkörperdemgesamten Brenner einen geome­ trisch stabilen Aufbau verleiht, somit eine sehr große, dauerhafte Strahlstabilität gewährleistet. Dieses wird durch das brenner­ stirnseitige Wärmeabfuhrschild der Anode und außerdem durch die Hitzebeständigkeit des Isolierkörpers begünstigt. Er sorgt für einen formstabilen Zusammenhalt der verschiedenen Brennerteile. Dennoch ist mit Hilfe der Schnellverbindungsmittel eine schnelle Brennermontage sowie -demontage möglich.
Die Weiterbildung von Anspruch 8 hat sich besonders bewährt, weil hierdurch der Isolierkörper einen hochgradig stabilen Aufbau er­ hält, der auch durch die restlichen thermischen Belastungen in keiner Weise nachteilig beeinflußt wird. Außerdem ist ein solcher Isolierkörper gasdicht, was bezüglich der verschiedenen Versor­ gungskanäle vorteilhaft sein kann.
Mit der Weiterbildung von Anspruch 9 läßt sich eine einfache Zu­ führung sowie Verteilung von Schutzgas erzielen. Die Schutzgaskam­ mer bildet ein Gasreservoir, aus dem das Schutzgas schnell und gleichmäßig verteilt der Brennervorderseite zugeführt werden kann, um dort einen wirksamen Schutzgasmantel für die Schweißzone zu bilden.
Die Weiterbildung von Anspruch 10 ermöglicht mit Hilfe der Kera­ mikhülse einen wirksamen thermischen Schutz der rückseitigen Bren­ nerteile, wie des Isolierkörpers. In weiterer Ausgestaltung gemäß Anspruch 11 kann dabei der die Keramikhülse umgebende Isolierring eine rückseitige Lichtbogenbildung zwischen dem Anodendeckel und dem Kathodenkörper verhindern.
Mit der Weiterbildung von Anspruch 12 ist es möglich, den Katho­ denkörper und verschiedene Versorgungsleitungen sicher zu fixie­ ren. Der vorzugsweise ebenfalls aus kohlefaserverstärktem Poly­ tetrafluoräthylen bestehende Isolierkörperdeckel bildet zusammen mit dem Isolierkörper und dessen Boden ein im wesentlich allsei­ tig geschlossenes, formstabiles sowie hitzebeständiges Gebilde, das für eine geometrisch stabile Halterung des Kathodennadelhal­ ters mit der Kathodennadel sowie der Anode sorgt.
Die Weiterbildung von Anspruch 13 ermöglicht im Schweißbereich einen mantelartig allseitig geschlossenen Schutzgasaustritt über den Ringkanal, der infolge der separaten Ausbildung des Anodenein­ satzes einfach und den jeweiligen Betriebserfordernissen entspre­ chend ausgebildet werden kann.
Mit der weiteren Ausgestaltung von Anspruch 14 kann, sofern mit Schweißpulver gearbeitet werden soll, eine Zufuhr desselben durch den Anodenkörper und den Anodeneinsatz erfolgen. Die Zufuhr des Schweißpulvers erfolgt in an sich bekannter Weise mit einem För­ dergas. Statt mit Schweißpulver kann der Plasmaschweißbrenner auch mit extern zugeführten Schweißstäben bzw. -drähten betrieben werden, beispielsweise im Rahmen eines Fügeschweißens. Insbesonde­ re dient der Plasmaschweißbrenner jedoch zum Pulverauftrags­ schweißen zwecks Herstellung abriebfester Verschleißflächen bei­ spielsweise an Ventilen. Um eine gleichmäßige Schweißpulverzufuhr zu gewährleisten, empfiehlt sich die zumindest zweiseitige Zufuhr gemäß Anspruch 15.
Mit der Weiterbildung von Anspruch 16 ergibt sich eine sehr gün­ stige Handhabung des Plasmaschweißbrenners, weil alle Einzelteile mit Hilfe der Schnellverbindungsmittel leicht und schnell montier­ bar sowie demontierbar sind. Die genannten Schnellverbindungsmit­ tel sind ausgesprochen einfach und betriebssicher.
Eine betriebsmäßige Reihenschaltung der Kühlfluid-Kreisläufe gemäß Anspruch 17 ist besonders einfach und völlig ausreichend. Der Plasmaschweißbrenner benötigt dadurch nur zwei äußere Kühlfluid- Versorgungsleitungen. Diese können gemäß der weiteren Ausbildung von Anspruch 18 vorzugsweise gleichzeitig als elektrische Versor­ gungsleitungen dienen, was den Gesamtaufbau des Brenners weiter vereinfacht.
Die Ausgestaltung von Anspruch 19 begünstigt die Brennerhandhabung und beschleunigt die Montage- sowie Demontagevorgänge.
Die Erfindung wird nachfolgend an zeichnerisch dargestellten Aus­ führungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 den Plasmaschweißbrenner nach der vorliegenden Erfindung in einem schematischen Längsschnitt gemäß einer ersten Schnittebene und
Fig. 2 den Plasmaschweißbrenner aus Fig. 1 in einem schemati­ schen Längsschnitt gemäß einer zweiten Schnittebene.
Gemäß den Fig. 1 und 2 weist der Plasmaschweißbrenner eine brennervorderseitige Anode 10 auf, die im vorliegenden Fall aus einem Anodenkörper 12 und einem hiermit rückseitig bei 15 verlöte­ ten oder verschweißten Anodendeckel 14 besteht. Im Inneren des Anodenkörpers befindet sich eine ringförmige Anodenkühlkammer 16, die im Betrieb von einem Kühlfluid, wie Kühlwasser, durchströmt ist und an ihren Enden mit rückseitigen Kühlfluid-Versorgungslei­ tungen 20, 22 für die Zufuhr und Abfuhr von Kühlfluid verbunden ist. Die das Kühlfluid rückführende Versorgungsleitung 22 ist in Fig. 1 mit einem gestrichelten Pfeil angedeutet, da sie in die­ ser Figur unmittelbar hinter der Versorgungsleitung 20 für die Zufuhr von Kühlfluid angeordnet ist. Diese Versorgungsleitungen 20, 22 sind mit dem Anodendeckel 14 verlötet oder verschweißt, so daß dann, wenn dieser mit dem Anodenkörper 12 verlötet oder ver­ schweißt ist, eine bis auf die Versorgungsleitungen 20, 22 nach außen hermetisch abgedichtete Anodenkühlkammer 16 vorliegt.
Der thermisch sowie elektrisch leitende Anodenkörper 12, der bei­ spielsweise aus Kupfer besteht, bildet mit der Brennervorderseite ein im vorliegenden Fall kegelstumpfförmiges großflächiges Wärme­ abfuhrschild 18, das die rückwärtigen Brennerteile thermisch schützt und gleichzeitig die Abstrahlungswärme eines zu bearbei­ tenden Werkstücks wirksam ableitet. Die hochwirksame Kühlung des Anodenkörpers 12 sorgt somit für eine Wärmeabfuhr aus einem zen­ tralen Plasmastrahlbereich und aus dem peripheren Werkstück-Wärme­ abstrahlungsbereich.
Die den Anodenkörper 12 sowie den Anodendeckel 14 aufweisende Ano­ de weist ferner im vorliegenden Fall einen zentralen, vorderseiti­ gen Anodeneinsatz 24 auf, der im Zentrum eine Strahldurchtritts­ öffnung 26 für den in Pfeilrichtung S austretenden Plasmastrahl besitzt. Der Anodeneinsatz 24, der beispielsweise aus Messing bestehen kann, stellt ein austauschbares Brennerverschleißteil dar und befindet sich in der unmittelbaren Ionisations- und Plas­ mastrahlzone. Er ist im vorliegenden Fall in eine zentrale Öff­ nung (nicht näher bezeichnet) des Anodenkörpers 12 vorderseitig eingedrückt und über eine Sprengringhalterung 28 lösbar fixiert. Durch den körperlichen Kontakt zwischen dem Anodeneinsatz 24 und dem Anodenkörper 12 ergibt sich eine thermische sowie elektrische Kopplung. Wenn es erwünscht ist, kann auch auf die Sprengringhal­ terung 28 verzichtet werden, wenn andere Fixierungsmaßnahmen vor­ gesehen werden, wie eine ausreichende Preßsitzhalterung.
An der Brennervorderseite befindet sich zwischen dem Anodenein­ satz 24 und dem Anodenkörper 12 ein nach vorne geöffneter Ringka­ nal 30, aus dem im Schweißbetrieb ein die Schweißzone umschlie­ ßender Schutzgasmantel austritt.
Gemäß Fig. 2 durchdringt ein Schweißpulverkanal 32, der rücksei­ tig mit einer Versorgungsleitung 34 für Schweißpulver und Förder­ gas verbunden ist, den Anodenkörper 12 und den Anodeneinsatz 24, um im zentralen Strahlaustrittsbereich zu münden. Im Schweißbe­ trieb wird das Schweißpulver vom Fördergas zur Schweißzone zwecks Durchführung einer Pulverauftragsschweißung getrieben.
Aus Fig. 2 ist ferner ersichtlich, daß der Ringkanal 30 über Schutzgaskanäle 36 mit Schutzgas versorgt wird. In Fig. 2 ist nur einer von mehreren umfangsmäßig verteilten Schutzgaskanälen 36 dargestellt, die mit einer ringförmigen Schutzgaskammer 58 verbunden sind.
Eine vorderseitig kegelförmig angespitzte Kathodennadel 38 ist rückseitig in einem Kathodennadelhalter 40 gehalten, der seiner­ seits in einem Kathodenkörper 42 lösbar fixiert ist. Dieser kann wie die Anode ebenfalls aus Kupfer bestehen und enthält wie der Anodenkörper eine ringförmige Kathodenkühlkammer 44. Diese ist im Betrieb von einem Kühlfluid, wie Kühlwasser, durchströmt und ge­ mäß Fig. 2 mit rückseitigen Versorgungsleitungen 46, 48 für Kühlfluid verbunden. Diese können ähnlich wie bei der Anode mit dem Kathodenkörper verlötet oder verschweißt sein. Auch die Katho­ denkühlkammer ist somit hermetisch nach außen abgedichtet, so daß keinerlei Dichtigkeitsprobleme auftreten.
Ein formstabiler sowie hitzebeständiger, topfförmiger Isolierkör­ per 50 aus kohlefaserverstärktem Polytetrafluoräthylen (PTFE) be­ sitzt einen Isolierkörperboden 51, der einen zentralen Durchlaß aufweist und im montierten Zustand peripher am Anodendeckel 14 anliegt. Umlaufende Ränder des Anodendeckels 14 einerseits und des Isolierkörpers 50 andererseits werden von lösbaren Schnellver­ bindungsmitteln 54 zusammengehalten. Diese können beispielsweise aus klauenförmigen Halbschalen bestehen, die durch verschraubbare Rohrschellen zusammengehalten werden. Ein brennerrückseitiger Iso­ lierkörperdeckel 52, der ebenfalls aus kohlefaserverstärktem Poly­ tetrafluoräthylen bestehen kann, verschließt den Isolierkörper 50 und kann hieran durch Schnellverbindungsmittel 56 gehalten sein, die den Schnellverbindungsmitteln 54 entsprechen.
Zwischen dem Isolierkörperboden 51 und dem Anodendeckel 14 befin­ det sich eine ringförmige Schutzgaskammer 58, die rückseitig mit einer Versorgungsleitung 60 für Schutzgas und vorderseitig mit den umfangsmäßig verteilten Schutzgaskanälen 36 und damit dem Ringkanal 30 verbunden ist.
Gemäß Fig. 1 ist ferner eine Versorgungsleitung 62 für Plasmagas vorhanden, die über einen Plasmagasaustritt 64 mit einem die Ka­ thodennadel 38 umgebenden Ringkanal (nicht näher bezeichnet) ver­ bunden ist. Im vorliegenden Fall gelangt das Plasmagas durch die Wandungen des Isolierkörpers 50 und des Isolierkörperbodens 51 zum zentralen Brennerbereich. Stattdessen kann das Plasmagas auch durch Kanäle des Kathodenkörpers 42 zugeführt werden. Dieses Plas­ magas strömt dann zu einer Ionisationszone I zwischen dem vorde­ ren Bereich der Kathodennadel 38 sowie dem Anodeneinsatz 24 und von dort als Plasmastrahl durch die Strahldurchtrittsöffnung 26 in Pfeilrichtung S zu einem nicht dargestellten, anodisch betrie­ benen Werkstück.
Zwischen der Rückseite des Anodeneinsatzes 24 sowie der Vordersei­ te des im Isolierkörper 50 gehaltenen Kathodenkörpers 42 befindet sich eine die Kathodennadel 38 mit Abstand umgebende Keramikhülse 66, die die rückwärtigen Brennerteile, insbesondere den Isolier­ körperboden 51 thermisch schützt. Ein Isolierring 68 umgibt die Keramikhülse 66 und befindet sich zwischen dem Anodendeckel 14 so­ wie dem inneren Begrenzungsrand des Isolierkörperbodens 51. Der Isolierring 68 verhindert eine Lichtbogenausbildung zwischen dem Anodendeckel 14 und dem Kathodenkörper (42).
In nicht näher dargestellter Weise sind die Anodenkühlkammer 16 und die Kathodenkühlkammer 44 strömungsmäßig in Reihe geschaltet. Zu diesem Zweck sind die das Kühlfluid aus der Anodenkühlkammer 16 zurückführende Versorgungsleitung 22 und die die Kathodenkühl­ kammer 44 speisende Versorgungsleitung 46 strömungsmäßig verbun­ den, jedoch elektrisch isoliert, um einen Kurzschluß zwischen der Anode und der Kathode zu vermeiden. Extern sind nur die Kühlfluid- Versorgungsleitungen 22 und 48 an eine geeignete Kühlfluidquelle anzuschließen.
An der Brennerrückseite sind insgesamt sechs Versorgungsleitungen extern anzuschließen, nämlich die beiden Kühlfluid-Versorgungslei­ tungen 22, 48, ferner zwei diametrale (nicht dargestellt) Versor­ gungsleitungen 34 für Schweißpulver und Fördergas und die beiden Versorgungsleitungen 60, 62 für Schutzgas sowie Plasmagas. Für diesen Zweck sind die entsprechenden Versorgungsleitungen mit nicht dargestellten Schnellanschlußmitteln versehen, die eine Schnellkopplung mit geeigneten Versorgungsanschlüssen gewährlei­ sten.
Der Isolierkörper 50 sorgt in Verbindung mit dem Isolierkörperdec­ kel 52 für eine einwandfreie Führung sowie Fixierung der hindurch­ zuführenden Versorgungsleitungen. Dadurch ergibt sich ein kompak­ ter, schützender Gesamtaufbau, der auch für eine geometrisch sta­ bile Lagefixierung der Anode sowie Kathode sorgt. Trotz des robu­ sten und integrierten Brenneraufbaues lassen sich dessen Einzel­ teile sehr leicht montieren sowie demontieren. Die Brennerver­ schleißteile, nämlich der Anodeneinsatz 24 und die Kathodennadel 38, können jederzeit schnell und einfach ausgetauscht bzw. nachge­ stellt werden. Da Dichtigkeitsprobleme völlig entfallen und geome­ trisch stabile Bauverhältnisse vorliegen, kann der Plasmaschweiß­ brenner unter Berücksichtigung der hochwirksamen Wärmeabfuhr dau­ erhaft und strahlstabil auch in extremen Betriebssituationen ein­ gesetzt werden.

Claims (19)

1. Plasmaschweißbrenner mit einer Kathode mit einer zentralen Ka­ thodennadel, die rückseitig mit einem fluiddurchströmten, wie wassergekühlten Kathodenkörper verbunden ist, ferner mit einer Anode mit einem die Kathodennadel mit einem Abstand umgeben­ den sowie fluiddurchströmten, wie wassergekühlten, und die Brennervorderseite bildenden Anodenkörper und mit Versorgungs­ kanälen zumindest für Plasmagas, Schutzgas und Kühlfluid, wo­ bei von einer Ionisationszone zwischen der Kathodennadel sowie der Anode im Schweißbetrieb ein Transferlichtbogen durch die Anode zu einem elektrisch anodischen Werkstück austritt, dadurch gekennzeichnet, daß der thermisch gut leitfähig ausgebildete Anodenkörper (12) eine bis auf die Versorgungskanäle (22, 26) für Kühlfluid nach außen hermetisch geschlossene ringförmige Anodenkühlkammer (16) enthält und in Form eines die Werkstück-Abstrahlungswärme ableitenden, die übrigen Brennerteile thermisch schützenden großflächigen Wärmeabfuhrschildes (18) an der Brennervorder­ seite ausgebildet ist.
2. Brenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anode zweiteilig ausgebildet ist und im zentralen Strahlaustrittsbe­ reich einen in den Anodenkörper (12) vorderseitig lösbar ein­ setzbaren, mit dem Anodenkörper thermisch sowie elektrisch ver­ bindbaren, der Kathodennadel (38) direkt benachbarten und mit dieser die Ionisationszone (I) bildenden Anodeneinsatz (24) mit einer zentralen Strahldurchtrittsöffnung (26) aufweist.
3. Brenner nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ano­ deneinsatz (24) als hochbelastetes Brenneraustauschteil in den Anodenkörper (12) eindrückbar, wie einpreßbar, ausgebildet ist.
4. Brenner nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine lösbare Sprengringhalterung (28) zwischen dem Anodeneinsatz (24) und dem Anodenkörper (12).
5. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich­ net, daß der Anodenkörper (12) rückseitig mit einem die Anoden­ kühlkammer (16) verschließenden Anodendeckel (14) fluiddicht verlö­ tet oder verschweißt ist.
6. Brenner nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ano­ dendeckel (14) mit zwei rückseitig vorstehenden Kühlfluid-Ver­ sorgungsleitungen (20, 22) verlötet oder verschweißt ist.
7. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch einen den Kathodenkörper (42) aufnehmenden, formstabilen sowie hitzebeständigen und topfförmigen Isolierkörper (50), aus dem vorderseitig die Kathodennadel (38) vorsteht und an den der Anodendeckel (14) des Anodenkörpers (12) vorzugsweise über Schnellverbin­ dungsmittel (54) lösbar anflanschbar ist.
8. Brenner nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Iso­ lierkörper (50) aus kohlefaserverstärktem Polytetrafluoräthylen (PTFE) besteht.
9. Brenner nach Anspruch 7 oder 8, gekennzeichnet durch einen mit einer zentralen Öffnung versehenen Isolierkörperboden (51) des Isolierkörpers (50) und durch eine zwischen diesem sowie dem Anodendeckel (14) begrenzte ringförmige Schutzgaskammer (58), die mit einer rückseitigen Schutzgas-Versorgungsleitung (60) und mit einem oder mehreren zur Brennervorderseite führenden Schutzgaskanälen (36) verbunden ist.
10. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine an eine vorderseitige Ionisationszone (I) angrenzende und die Kathodennadel (38) mit Abstand umgebende Keramikhülse (66) zwischen dem Kathodenkörper (42) und dem Anodeneinsatz (24).
11. Brenner nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch einen die Kera­ mikhülse (66) umgebenden und eine Lichtbogenbildung zwischen dem Kathodenkörper (42) sowie dem Anodendeckel (14) verhindern­ den Isolierring (68) zwischen dem Anodendeckel und einem inne­ ren Begrenzungsrand des Isolierkörperbodens (51).
12. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch einen brennerrückseitig an den Isolierkörper (50) über Schnellverbindungsmittel (56) lösbar anflanschbaren Isolierkör­ perdeckel (52) zum Fixieren des Kathodenkörpers (42) mit der in einem Kathodennadelhalter (40) gehaltenen Kathodennadel (38) und zum Durchführen sowie Fixieren der anoden- und kathodensei­ tigen Versorgungsleitungen (20, 22, 24, 46, 48, 60, 62).
13. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet durch einen zwischen dem Anodeneinsatz (24) sowie dem Anoden­ körper (12) befindlichen, zur Brennervorderseite geöffneten Ringkanal (30), in den wenigstens ein Schutzgaskanal (36) mündet.
14. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch wenigstens einen, den Anodenkörper (12) und den Anoden­ einsatz (24) durchdringenden Schweißpulverkanal (32).
15. Brenner nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Ano­ dendeckel (14) mit zwei rückseitig diametral vorstehenden Schweißpulver-Versorgungskanälen (34) verlötet oder ver­ schweißt ist.
16. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeich­ net, daß die Schnellverbindungsmittel (54, 56) zum Anflanschen des Anodendeckels (14) und/oder des Isolierkörperdeckels (52) an den Isolierkörper (50) halbschalenförmige Klauen mit diese umschließenden und zusammendrückenden, verspannbaren Rohrschel­ len aufweisen.
17. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 16, gekennzeichnet durch eine strömungsmäßige Reihenschaltung der Anodenkühlkam­ mer (16) und einer ringförmigen Kathodenkühlkammer (44) mit einer brennerrückseitigen elektrischen Isolierung dazwischen.
18. Brenner nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die äu­ ßeren Versorgungsleitungen (22, 48) für Kühlfluid gleichzeitig als elektrisch anodische und kathodische Versorgungsleitungen ausgebildet sind.
19. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 18, gekennzeichnet durch Schnellverbindungsanschlüsse aller äußeren Versorgungs­ leitungen (20, 48, 34, 60, 62) für Kühlfluid, Schweißpulver mit Fördergas, Schutzgas und Plasmagas.
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