DE3930817A1 - Vorrichtung zum mischen und ausgeben von praeparaten - Google Patents

Vorrichtung zum mischen und ausgeben von praeparaten

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DE3930817A1
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chamber
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DE3930817A
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Ronald Martin Randklev
Curtis Robert Nordrum
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Minnesota Mining and Manufacturing Co
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    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mi­ schen und Ausgeben von Präparaten und insbesondere eine fle­ xible Einkammer-Mischampulle, die während des Mischens von einer komplementär konfigurierten starren Kapsel abgestützt wird.
Aus der Literatur zur Speicherung und Vermischung unter­ schiedlicher Materialien sind zahlreiche Vorrichtungen be­ kannt, mit denen vordosierte Gemischbestandteile genau und bequem vermischt werden sollen. Hierbei handelt es sich oft um das Speichern bzw. Lagern und Vermischen von Dentalmateri­ alien. Derartige Lager- und Mischbehälter in Zylinder- oder Kapselform sind bspw. in den US-PSn 15 30 212, 35 43 967, 35 95 439, 39 64 643 und 45 15 267 offenbart, während die US- PSn 28 74 830, 29 16 197 und 35 39 794 Speicher- und Mischbe­ hälter einer etwas anderen Gestaltung zeigen.
Eine Anzahl der Lager- und Mischbehälter - einschl. einiger der in den oben angegebenen US-Patentschriften offenbarten - bestehen aus zwei oder mehr zunächst separaten Abteilen, die jeweils einen der Bestandteile der gewünschten Endzusammen­ setzung enthalten. In vielen Fällen werden diese Bestandteile miteinander vermischt, indem man eine Dichtung zwischen den Abteilen vor dem Vermischen oder als Ergebnis einer Schüttel­ bewegung aufreißt. Derartige Vorrichtungen sind zu kompli­ ziert aufgebaut; außerdem kann der Verschluß zwischen den Ab­ teilen verfrüht unbeabsichtigt aufreißen.
Gelegentlich erfolgt das Vermischen von zwei oder mehr Be­ standteilen, indem diese unmittelbar in eine verhältnismäßig starre Kapsel eingebracht werden, die zum Einsatz in einer herkömmlichen Dental-Amalgamiervorrichtung geeignet ist. In diesen Fällen werden die Bestandteile dosiert in die Kapsel eingebracht; sodann wird die Kapsel verschlossen und in die Amalgamiervorrichtung eingesetzt, die dann eingeschaltet wird, die Kapsel schüttelt und die Bestandteile vermischt. Der vermischte Inhalt wird mit einem Spachtel oder dergl. aus der Kapsel entfernt und an die Einsatzstelle verbracht. Wie einzusehen ist, muß der Zahnarzt oder seine Helferin hierzu jeden Bestandteil genau dosieren und dann die Kapsel, soll sie erneut verwendet werden, sorgfältig reinigen und ggf. auch sterilisieren. Weiterhin läßt die Mischung in der Kapsel sich nicht bequem an die Einsatzstelle bringen, ohne zunächst auf ein weiteres Instrument übertragen zu werden.
Die vorliegende Erfindung schafft eine Anordnung zum Mischen und Ausgeben eines Präparats und weist eine Ampulle mit Wan­ dungen auf, die eine Kammer zur Aufnahme einer bestimmten Menge des Präparats bilden und eine Auslaßöffnung enthalten. Die Anordnung weist weiterhin eine Kapsel mit Mitteln auf, die ein Abteil bilden, das allgemein komplementär zu der Am­ pulle ausgebildet ist und diese sie im wesentlichen umgebend aufnimmt. Mindestens bestimmte Teile der Ampullenwandungen sind flexibel und wahlweise seitlich bewegbar, um mindestens einen Teil der Menge des Präparats durch die Auslaßöffnung auszudrücken.
Die Ampulle ist vorzugsweise eine Einweg- bzw. Wegwerfampulle und wird mit einem einzigen vordosierten reaktionsfähigen Be­ standteil geliefert; weitere Bestandteile werden unmittelbar vor dem Vermischen zugegeben. Demgegenüber ist die Kapsel wiederverwendbar und hat starre Wände, die die dünnen Wandun­ gen der Ampulle während des Mischens schützen. Die Ampulle läßt sich zusammendrücken, um die vermischten Bestandteile unmittelbar auf eine Auftragsstelle zu drücken, und kann dann entsorgt werden, während die Kapsel sauber bleibt und für den nächsten Mischvorgang bereit ist.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch eine Ampulle mit Stopfen nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfin­ dung;
Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch ein Ausgaberöhrchen für den wahlweisen Einsatz mit der Ampulle der Fig. 1 nach dem Entfernen des Stopfens;
Fig. 3 ist ein Längsschnitt durch eine Kapsel zur komple­ mentären Aufnahme der Ampulle in Fig. 1;
Fig. 4 ist ein Längsschnitt durch eine der der Fig. 3 ent­ sprechende Kapsel mit eingesetzter Ampulle nach Fig. 1, wobei jedoch der Stopfen entfernt und ein Stößel durch eine Öffnung in der Kapsel eingeführt worden ist, um die Ampulle zu komprimieren und ihren Inhalt durch eine Ringöffnung am anderen Ampullenende auszudrücken;
Fig. 5 ist eine verkleinerte, teilweise weggebrochene Sei­ tenrißdarstellung einer Ausgabevorrichtung mit einem Stößel der in Fig. 4 gezeigten Art, um die in Fig. 1 gezeigte Ampulle einzudrücken;
Fig. 6 ist eine verkleinerte Längsschnittdarstellung einer weiteren Ausgabevorrichtung zum Komprimieren der Am­ pulle und Ausdrücken des Inhalts auf eine Auftrags­ stelle;
Fig. 7 ist eine Längsschnittdarstellung einer Einwegampulle nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 8 ist eine Längsschnittdarstellung einer Einwegampulle und einer Kappe nach einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 9 ist eine Schnittdarstellung einer nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung aufgebauten Ampulle;
Fig. 10 ist eine Draufsicht auf die Ampulle der Fig. 9 und zeigt zwei anfänglich getrennte Kammerteile zur Auf­ nahme unterschiedlicher Gemischbestandteile;
Fig. 11 ist eine der Fig. 9 ähnliche Schnittdarstellung, wo­ bei jedoch eine folienartige Abdeckung auf die beiden Ampullenteile gelegt ist, um ein Verschütten von deren Inhalt zu verhindern;
Fig. 12 ist eine Schnittdarstellung der Ampulle der Fig. 9 bis 11 nach dem Drehen eines der Ampullenteile um 180° zum Ausrichten der Ampullenteile aufeinander;
Fig. 13 ist eine der Fig. 12 ähnliche Darstellung, wobei je­ doch die Abdeckung entfernt worden, um ein Vermischen der Gemischbestandteile zu erlauben;
Fig. 14 ist eine Längsschnittdarstellung der Ampulle der Fig. 13 mit einer umgebenden Kapsel zum Einsetzen in die Amalgamiervorrichtung;
Fig. 15 ist ein Längsschnitt durch ein weiteres Ausgaberöhr­ chen, das in diesem Fall an die Ampulle der Fig. 14 angesetzt werden kann, um den Ampulleninhalt präzise auf der Auftragsstelle plazieren zu können;
Fig. 16 ist eine verkleinerte, teilweise weggebrochene und teilgeschnitte Darstellung einer Ausgabevorrichtung mit eingesetzter Ampulle und Kapsel nach Fig. 14 zum erleicherten Ausgeben des Mischungsinhalts; und
Fig. 17 ist eine teilweise geschnitte Darstellung der Ampulle und Kapsel der Fig. 16, wobei der Stößel die Ampulle eindrückt, um das Ausgeben des Mischungsinhalts zu be­ ginnen.
Eine Vorrichtung 30 zur Aufnahme und Lagerung sowie zum Ver­ mischen und Ausgeben von Präparaten wie Dentalmaterialien ist in den Fig. 1 bis 5 gezeigt und weist generell eine Ampulle 32, eine Kapsel 34 und eine Ausgabemechanik 36 auf. Vorzugs­ weise wird die Ampulle 32, wie in Fig. 1 gezeigt, mit einem einzigen vordosierten Mischungsbestandteil geliefert; weitere reaktionsfähige Komponenten werden unmittelbar vor dem Mi­ schen zugegeben.
Insbesondere weist die Ampulle 32 einheitliche flexible Wan­ dungen bzw. Wandungsteile 38 auf, die allgemein oval geformt sind und eine Innenkammer 40 bilden. Ein Ende der Ampulle 32 verjüngt sich zu einem angenähert zylindrischen vorstehenden Hals, der eine Auslaßöffnung 42 enthält, die anfänglich mit einem reibschlüssig eingesetzten Stopfen 44 (Fig. 1) oder einer anderen entsprechenden Einrichtung verschlossen wird. Der Stopfen 44 wird entfernt, um weitere reaktionsfähige Kom­ ponenten oder Mischungsbestandteile in die Kammer 40 mit einem Tropfer oder einer Spritze einzugeben. Alternativ kann der Stopfen 44 so aufgebaut sein, daß die Nadel einer Injek­ tionsspritze ihn unmittelbar durchstoßen kann, um weitere reaktionsfähige Mischungsbesandteile in die Kammer 40 einzu­ bringen.
Die Kapsel 34, wie sie in Fig. 3 und 4 dargestellt ist, weist einen ersten Kapselteil 46 und einen zweiten Kapselteil 48 auf, wobei letzterer eine kreisrunde Endöffnung 50 (Fig. 3) hat. Die Kapselteile 46, 48 sind jeweils mit einer flanschar­ tigen Erweiterung 52 bzw. 54 ausgeführt, die ineinanderge­ steckt werden können und dann durch einen leichten Reibschluß bzw. Preßsitz ineinandergehalten werden. Alternativ können die Erweiterungen 52, 54 mit einem Innen- bzw. Außengewinde versehen sein, so daß sich die Kapselteile 46, 48 nach Wunsch aneinandersetzen und voneinander trennen lassen.
Die Kapselteile 46, 48 weisen Innenteile auf, die ein allge­ mein ovales Abteil 56 bilden, das komplementär zu der norma­ len Außengestalt der Ampulle 32 gestaltet ist. Nachdem die gewünschten Komponenten in die Kammer 40 der Ampulle 32 gege­ ben worden sind, wird die Kapsel 34 an den Erweiterungen 52, 54 geteilt, damit die Ampulle 32 in die Kammer auf die in Fig. 4 gezeigte eingesetzt werden kann derart, daß der Am­ pullenhals mit der Auslaßöffnung 42 durch die Öffnung 50 hin­ durch vorsteht.
Danach wird die Kapsel 34 in die Haltemechanik einer herkömm­ lichen Dental-Amalgamiervorrichtung eingesetzt und diese ein­ geschaltet, um die Kapsel 34 hin- und herzuschütteln und den Inhalt der Ampulle 32 durchzumischen. Danach können die Kap­ selteile 46, 48 getrennt, die Ampulle 32 herausgenommen und der durchmischte Ampulleninhalt aus der Kammer 40 entweder mit einem Handinstrument entnommen oder durch Zusammenpressen der flexiblen Wandteile 39 der Ampulle zwischen Daumen und Zeigefinger herausgedrückt werden.
Alternativ kann man den durchmischten Ampulleninhalt aus der Ampulle 32 mittels eines Kolbens oder Stößels 64 ausdrücken, wie er in den Fig. 4 und 5 gezeigt ist. Der Stößel 64 hat eine abgerundete Spitze 66, um beim Eindrücken der Ampulle 32 ein Aufreißen der flexiblen Wandteile 38 möglichst zu verhin­ dern. Wie die Fig. 4 zeigt, kann die Ampulle 32 dabei in der Kapsel 34 verbleiben, die sie während des Ausgebens sicher abstützt. Der erste Kapselteil 46 hat an dem der Öffnung 50 gegenüberliegende Ende eine kreisrunde Öffnung 68, durch die der Stößel 64 in die Kammer 56 eingeführt und an die Ampulle 32 angesetzt werden kann.
Vorzugsweise bildet der Kolben 64 einen Teil der Ausgabeme­ chanik 36, wie in Fig. 5 gezeigt, und hat am der Spitze 66 entgegengesetzten Ende einen vergrößerten Daumenknopf 70. Weiterhin weist die Ausgabevorrichtung 36 einen allgemein zylindrischen Körper bzw. Tubus 72 mit einer seitlichen Öff­ nung 74 zur Aufnahme der Ampulle 32 auf. Während die Ausgabe­ mechanik 36 in der Fig. 5 nur zur Aufnahme der Ampulle 32 konstruiert ist, ist einzusehen, daß der Körper 72 auch zur Aufnahme der Kapsel 34 mit eingesetzter Ampulle 32 bemessen sein kann.
Ein Ausgaberöhrchen 76, wie es in Fig. 2 gezeigt ist, wird wahlweise auf den Hals der Ampulle 32 mit der Auslaßöffnung 42 aufgesetzt, um den Gemischinhalt der Ampulle 32 direkt auf die Auftragsstelle zu richten. Das Ausgaberöhrchen 76 hat einen zentralen Innenkanal 78 sowie einen kappenartigen Be­ reich 80 mit einer internen Ringnut 82. Wenn der Stopfen 44 aus der Ampulle 32 entfernt worden ist, kann das Ausgabe­ röhrchen 76 auf die Ampulle 32 aufgesetzt bzw. aufgerastet werden und wird von der auswärts vorstehenden Lippe 84 (Fig. 4) auf dem äußeren Rand der Auslaßöffnung 42 in der Sollage gehalten.
Die erfindungsgemäße Einwegampulle 32 kann aus einem einer Vielzahl von flexiblen Werkstoffen wie Polyethylen, Polypro­ pylen oder einem unter der Bezeichnung "Surlyn" von der Fa. DuPont angebotenen Material bestehen. Andere preisgünstige flexible Materialien, die undurchlässig sind und weder mit dem Präparat noch dessen Bestandteilen reagieren, lassen sich ebenfalls einsetzen. Demgegenüber ist die Kapsel 34 wieder­ verwendbar und wird vorzugsweise aus etwas starreren Werk­ stoffen wie Acrylnitril-Butadien-Styrol ("ABS") durch spa­ nende Formgebung oder Spritzgießen hergestellt.
Die Ampulle 32 ist dicht in das Abteil 56 der Kapsel 34 ein­ gesetzt, um Schäden an den dünnen flexiblen Wandteilen 38 während des Mischens zu verhindern. Insbesondere ist die äußere Gestaltung der Ampulle 32 mit der des Abteils 56 im wesentlichen identisch, so daß die Ampulle 32 sich in der Kapsel 34 nicht längs oder seitlich verschieben kann; weiter­ hin sind die gegenüberliegenden Endabschnitte der Ampulle 32 und des Abteils 56 komplementär etwa halbkugelig gestaltet. Sollen Ampullen 32 unterschiedlicher Größen verwendet werden, lassen sich passende Kapseln 34 unterschiedlicher passender Wanddicke vorsehen, so daß injedem Fall die Ampulle von der Kapsel 34 komplementär aufgenommen wird, während letztere in der Halterung einer herkömmlichen Amalgamiervorrichtung fest­ gehalten wird.
Die Fig. 6 zeigt eine alternative Ausführungsform der Erfin­ dung mit einer Ausgabevorrichtung 136, deren mittiger Körper 172 dem der Vorrichtung 36 der Fig. 5 entspricht. Ein Kolben bzw. Stößel 164 ist mit einer Konstruktion 172 zwecks Bewe­ gung beim Druck auf einen Daumenknopf 170 verbunden. In der in Fig. 6 gezeigten Vorrichtung 136 weist der Stößel 164 je­ doch ein Paar auswärts vorstehender Führungs- bzw. Abstands­ ringe 165 auf, die ihn stabil und so führen, daß die Längs­ achse des letzteren in die Längsachse eines die Ampullen auf­ nehmenden Tubus der Konstruktion 172 fällt.
Die Ausgabevorrichtungen 36, 136 sind jeweils so aufgebaut, daß der Stößel 64, 164 beim Vorlauf mittig auf das äußerste Ende der Ampulle 32 aufläuft. Auf diese Weise können die flexiblen Wandteile 38 der Ampulle 32 ohne Schaden eingefal­ tet werden und läßt im wesentlichen der gesamte Inhalt der Ampullenkammer 40 sich am anderen Ende durch die Auslaßöff­ nung 42 ohne Verlust herausdrücken, während der Stößel 64, 164 in der Längsachse der Ampulle 32 vorgeschoben wird.
Eine Variante der in der Fig. 1 gezeigten Ampulle 32 ist in der Fig. 7 mit dem Bezugszeichen 132 gekennzeichnet. In die­ sem Fall besteht die Ampullle 132 aus zwei Ampullenteilen 133, 135, die anfänglich eine einfachdosierte Komponente ent­ halten können. Die Teile 133, 135 werden nach Wunsch ge­ trennt, um weitere reaktionsfähige Komponenten hinzuzufügen, und dann mit einem externen Band (nicht gezeigt) verschlossen und in das Abteil 56 der Kapsel 34 eingesetzt, in der - in einer Dental-Amalgamiervorrichtung gehaltert - das Mischen stattfindet.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in der Fig. 8 gezeigt. In diesem Fall weist sie eine einheitliche Kapsel 234 auf, die mit einem vorstehenden Hals 237 mit angeformtem Verschluß 239 ausgebildet ist. Der Hals 237 wird abgeschnit­ ten, um den Verschluß 239 zu öffnen und andere reaktionsfä­ hige Stoffe der zuvor dosiert in die Ampulle 232 eingebrach­ ten Komponente hinzuzufügen. Nachdem der Hals 237 abgeschnit­ ten worden ist, wird eine Kappe 241 in die Öffnung einge­ setzt, um ein Auslaufen des Inhalts beim Mischen zu verhin­ dern.
Weitere Ausführungsformen der Erfindung sind in den Fig. 9 - 17 gezeigt und weisen eine Ampulle 332 mit einem ersten Teil 33 und einem zweiten Teil 335 auf, die am ehesten aus den Darstellungen der Fig. 9 und 10 verständlich sind. Die Ampul­ lenteile 333, 335 haben auswärts vorstehende ringförmige Flansche 343, 345, die über ein Scharnierteil 347 zusammenhän­ gen. Weiterhin läuft der erste Ampullenteil 333 zu einem auswärts vorstehenden Hals 337 aus, der anfänglich von einem angeformten Verschluß 339 abgedeckt wird.
Beide Ampullenteile 333, 335 stellen daher anfänglich sepa­ rate Kammerteile 349, 351 dar, die jeweils eine der Komponen­ ten des gewünschten Präparats enthalten. Nachdem diese Kom­ ponenten in die Kammerteile 349, 351 eingebracht worden sind, wird eine flexible Abdeckfolie 386 flach auf die Flansche 343, 345 aufgelegt, um die Kammerteile 349, 351 zu verschlie­ ßen und ein Auslaufen der Kammerinhalte zu verhindern.
Vorteilhafterweise sind die Oberseiten der Flansche 343, 345 mit einem Auftrag eines druckempfindlichen Klebstoffs verse­ hen, der für den Einsatz zusammen mit der Zusammensetzung der Ampulle 332 geeignet ist. Der Klebstoff hält die Abdeckfolie 386 in der Solllage und verhindert ein Entweichen des Inhalts aus den Kammerteilen 349, 351. Wahlweise kann an die Abdeck­ folie 386 eine Zuglasche 388 rechtwinklig aufwärts vorstehend angeformt sein und dient als bequemes Mittel, um die Abdeck­ folie bei Bedarf 386 zu entfernen.
Um einen Verlust des Inhalts der Ampulle 332 zu verhindern, ist es erwünscht, den zweiten Ampullenteil 335 um das Schar­ nier 347 um 180° in die in der Fig. 2 gezeigte Konfiguration zu schwenken. Zu diesem Zeitpunkt, wenn die Ampullenteile 333, 335 noch geringfügig beabstandet gehalten werden, kann die Zuglasche 388 ergriffen und mit ihr die Abdeckfolie 386 von den Flanschen 343, 345 abgezogen werden, damit die an­ fänglich in die Kammerteile 349, 351 gefüllten Komponenten vermischt werden können. Danach werden die Flansche 343, 345 von dem erwähnten druckempfindlichen Klebstoff flach aufein­ andergehalten, wie es die Fig. 13 zeigt, um ein versehent­ liches Entweichen des Ampulleninhalts zu verhindern.
Danach wird die Ampulle 332 in eine allgemein starre Kapsel 334 (Fig. 14) eingesetzt, die im wesentlichen der Kapsel 34 entspricht, aber in den Flanschen 352, 354 Gewindeabschnitte 353, 355 aufweist, die das Verbinden und Trennen der Kapsel­ teile 346, 348 erleichtern. Weiterhin wird darauf hingewie­ sen, daß die Flansche 343, 345 der Ampulle 332 zwischen einem Absatz im Kapselflansch 354 und der Stirnfläche des Kapsel­ flansches 352 so festgelegt sind, daß die Flansche 352, 354 die Ampullenflansche 343, 345 während des nachfolgenden Mi­ schens dicht abschließend aufeinanderhalten.
Ein Ausgaberöhrchen 376 - vergl. Fig. 15 - entspricht dem in Fig. 2 gezeigten Röhrchen 76. Das Ausgaberöhrchen 376 der Fig. 15 weist jedoch ein zum Außengewinde 379 auf dem Hals 337 der Ampulle 332 passendes Innengewinde 377 auf, so daß das Ausgaberöhrchen 376 sich bei Bedarf ohne Schwierigkeiten auf die Ampulle 332 aufsetzen läßt.
Die in der Fig. 16 gezeigte Ausgabevorrichtung 336 entspricht angenähert der in Fig. 5 gezeigten Vorrichtung 36. Die Ausga­ bevorrichtung 336 weist jedoch eine Konstruktion 372 mit einem Innentubus auf, der so bemessen ist, daß er die Kapsel 334 mit eingesetzter Ampulle 332 aufnehmen kann, so daß letz­ tere vor dem Ausgeben nicht aus der Kapsel 334 herausgenommen zu werden braucht. Wie die Fig. 17 zeigt, hat die Ausgabevor­ richtung 336 einen Stößel 364, der mit einem Finger herabge­ drückt werden kann, um die abgerundete Spitze 366 des Stößels 364 durch eine Öffnung 368 in der Kapsel 334 zu schieben. Die Spitze 366 wird dabei entlang der Längsachse der Ampulle 332 geführt, so daß die flexiblen Wandteile 338 zum Hals 337 der Ampulle 332 hin eingefaltet werden und im wesentlichen der gesamte Ampulleninhalt ausgedrückt wird.
Wie aus dem Vorgehenden ersichtlich, wirkt die kostengünstig zu erstellende erfindungsgemäße Ampulle als Wegwerf-Einsatz für die Kapsel, so daß letztere nicht nach jedem Gebrauch ge­ reinigt zu werden braucht. Die starre Kapsel dient weiterhin zur sicheren Abstützung der Ampulle während des Mischens, so daß die flexiblen Wandungen nicht reißen. Zusammensetzungen, Mittel und Präparate unterschiedlicher Art - von Flüssigkei­ ten bis viskosen Pasten und dergl. - lassen sich mittels der vorliegenden Erfindung vorbereiten und dann mittels der oben offenbarten Ausgabevorrichtungen bequem und kontrolliert un­ mittelbar auf die Auftragsstelle ausgeben.

Claims (6)

1. Vorrichtung zum Mischen und Ausgeben von Präparaten, gekennzeichnet durch
eine Ampulle, deren Wandungen eine Kammer zur Auf­ nahme einer bestimmten Menge eines Präparats bilden und eine Auslaßöffnung enthalten, und
eine Kapsel mit ein innenliegendes Abteil bildenden Einrichtungen, das in der Gestalt zu der der Ampulle komple­ mentär ist, die Ampulle herausnehmbar aufnimmt und sie im wesentlichen umschließt,
wobei mindestens Teile der Ampullenwandungen flexibel und wahlweise seitlich bewegbar sind, um mindestens einen Teil des Präparats durch die Auslaßöffnung auszudrücken.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Kapsel an einer von der Auslaßöffnung entfernten Stelle eine Öffnung enthält, durch die ein Stößel zur Ampulle und allgemein zur Auslaßöffnung hin vorgeschoben werden kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Ampulle einen auswärts vorstehenden Hals hat, der die Auslaßöffnung umfaßt und an den ein Verschluß angeformt ist, der die Kammer anfänglich verschließt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Ampulle einen ersten und einen zweiten Ampullenteil aufweist, die einteilig miteinan­ der so verbunden sind, daß sie sich relativ zueinander ver­ schwenken lassen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der erste und der zweite Am­ pullenteil jeweils einen auswärts vorstehenden Flansch auf­ weisen, die sich aufeinanderlegen, wenn der zweite relativ zum ersten Ampullenteil verschwenkt wird, wobei die Kapsel eine Ausnehmung zur Aufnahme der Flansche enthält.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeich­ net durch einen Verschluß, der anfänglich lösbar mit den Flanschen verbunden ist.
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