DE3934007A1 - Zweidraht-fernmesseinrichtung - Google Patents
Zweidraht-fernmesseinrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft generell eine Fernmeßanordnung,
in der ein Gleichstromsignal, das durch eine auf
eine interessierende Variable ansprechende Sendestation über
eine Zweidrahtleitung zu einer Empfangsstation mit einer
Gleichspannungs-Versorgungsquelle übertragen wird, deren
Ausgangssignal zur Erzeugung einer Betriebsversorgung für
die Sendestation über die gleiche Leitung zu dieser übertragen
wird, und speziell eine Anordnung dieser Art, welche
eine relativ große Versorgung für die Sendestation zu
liefern vermag.
Eine Zweidraht-Fernmeßanordnung eignet sich speziell in
einer Regelschleife für industrielle Prozesse, in der ein in
einer Sendestation durch ein Thermoelement oder einen
anderen Sensor für die zu messende Prozeßvariable erfaßter
Wert in ein Gleichstromsignal überführt wird, das über eine
Zweidrahtleitung in eine entfernte Empfangsstation zur
Ansteuerung von Indikatoren, Aufzeichnungsgeräten, Reglern
oder anderen Instrumenten in der Prozeßregelschleife
übertragen wird. Anordnungen dieser Art sind in den US-PS
40 84 155, 41 58 765 und 46 92 328 beschrieben.
Ein wesentlicher Vorteil einer Zweidraht-Fernmeßanordnung
ist darin zu sehen, daß die gleiche Leitung nicht nur zur
Übertragung des Stromsignals von der Sendestation zur
Empfangsstation, sondern auch zur Übertragung der Betriebsversorgung
von der Empfangsstation zur Sendestation dient,
wodurch die Notwendigkeit für gesonderte Leitungen in
Fernregelanordnungen entfällt. Ein Stromausgangssignal hält
dabei auch die Anfälligkeit der Anordnung auf Rauschspannungsspitzen
minimal und eliminiert Leitungsausfallprobleme.
Für eine Prozeßregel-Fernmeßanordnung gibt die nationale
US-Norm ANSI-MC 12.1 - 1975 und ISA-S 50.1, "Compatibility
of Analog Signals für Electronic Industrial process Instruments"
an, daß das Norm-Ausgangssignal (einer Sendestation)
ein Gleichstrom im Bereich von 4 mA bis 20 mA (Abschnitt 3.2
der Norm) und das Norm-Spannungssignal (des Empfängers) eine
Gleichspannung von 1 bis 5 V (Abschnitt 3.3.2 der Norm) sein
soll. Diese Normen werden generell von der Industrie für
eine industrielle Prozeßregelung angenommen und praktiziert.
Es hat sich auch gezeigt, daß bekannte Fernmeßanordnungen dieser
Art in bestimmten Fällen keine angemessene Betriebsversorgung
für Sendestationen liefern. Ist beispielsweise die
Sendestation ein differentieller Druckwandler (D-P-Wandler),
der mit einer eine Quadratwurzel ziehenden Anordnung
zusammenarbeitet, so werden die Versorgungsgrößenanforderungen
dieser Komponenten bei kleinen Eingangspegeln nicht
erfüllt, wenn die Anordnung im gewöhnichen Gleichstrombereich
von 4 bis 20 mA arbeitet. Soll ein Mikroprozessor in
einer Sendestation vorhanden sein, so kann dies aus Versorgungsgründen
nicht realisierbar sein. Es ist bekannt, in
einer Zweidraht-Fernmeßanordnung eine lineare Regelung der
Versorgungsspannung für die Sendestation durchzuführen.
Derartige lineare Regler begrenzen den Leistungsverbrauch
der Sender-Steuerschaltung und reduzieren deren Treibermöglichkeiten.
Ein Zweidrahtsender ist typischerweise für eine
minimale Spannungsversorgung mit festgelegten Bedingungen
ausgelegt, wobei ein linearer Zusammenhang zwischen der
Betriebsspannung und der Ansteuermöglichkeit einer Widerstandslast
realisiert ist. Beispielsweise kann ein Betrieb
bei 12,5 V und 0 Ohm oder auch ein Betrieb bei 24 V und 500
Ohm festgelegt werden. Die interne Sendersteuerelektronik
ist notwendigerweise auf einen Stromverbrauch von weniger
als 3,8 mA in einem Betriebsbereich der Anordnung von 4 bis
20 mA begrenzt. Je kleiner daher die minimale Betriebsspannung
ist, um so kleiner muß der Lastwiderstand sein.
Aufgrund derartiger Leistungsbegrenzungen kann es in vielen
Fällen notwendig sein, die Fernmeßanordnung nicht als
Zweidrahtanordnung, sondern als Vierdrahtanordnung auszubilden.
Derartige zusätzliche Leitungen dienen zur Zuführung
der entsprechenden Betriebsversorgung zur Sendestation,
wodurch die wesentlichen Vorteile einer Zweidrahtanordnung
verlorengehen.
Für jede Zweidrahtschleife ist der Leistungsverbrauch der
Sendersteuerelektronik durch die externe Versorgungsspannung
(die Quelle der gesamten in der Schleife verbrauchten
Leistung) und den minimalen Betriebsstrom in der Schleife
(4 mA) begrenzt. Beispielsweise ist der Leistungsverbrauch
der Steuerelektronik aller Standard-Zweidrahtsender auf
4 mA · Versorgungsspannung V beschränkt.
Erfordert die Steuerelektronik im Sender eine der Versorgungsspannung
gleiche Spannung, so können 4 mA als Maximalstrom
verbraucht werden. In einer Situation, in der die Steuerelektronik
jedoch eine kleinere Spannung als die Versorgungsspannung
benötigt, kann ein höherer Stromverbrauch
erreicht werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Anordnung der in Rede stehenden Art anzugeben, bei welcher
der Sendersteuerelektronik mehr Leistung zugeführt wird,
wenn diese Steuerelektronik durch eine Schaltung realisiert
wird, welche in bezug auf die verfügbare Spannung eine
relativ kleine Spannung benötigt, wobei der Leistungsverbrauch
insbesondere nicht auf einen kleinen Wert von
4 mA · Spannung V beschränkt ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Zweidraht-Fernmeldeeinrichtung
der eingangs genannten Art erfindungsgemäß durch die
Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung sieht also eine Zweidraht-Fernmeßanordnung
vor, in der die gleiche Leistung ein Gleichstromsignal von
einer Sendestation zu einer Empfangsstation führt, wobei der
Sendestation eine Betriebsversorgung mit im wesentlichen
konstantem Wert zugeführt wird, der selbst bei kleinen
Signalpegeln ausreicht, um relativ komplexe Sendestationen,
wie etwa magnetische Flußmesser, auf Felder ansprechende
Multiplexer oder Sender auf Mikroprozessor-Basis zu versorgen.
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung wird bei einer
Zweidraht-Fermeßanordnung der vorgenannten Art die der
Sendestaton zugeführte Versorgungsgröße durch einen
Schaltregler geregelt, der zwei Versorgungseingangsanschlüssen
sowohl in einem Zustand mit hoher Spannung und kleinem
Strom als auch in einem Zustand mit kleiner Spannung und
hohem Strom eine im wesentlichen konstante Versorgungsgröße
zuführt.
Die erfindungsgemäße Zweidraht-Fernmeßanordnung ist dabei
relativ einfach und billig aufgebaut und arbeitet dennoch
effizient und zuverlässig.
In der erfindungsgemäßen Zweidraht-Fernmeßanordnung liefert
also eine mit Gleichspannung versorgte Sendestation, welche
auf eine Prozeßvariable oder eine andere Variable anspricht,
ein Gleichstromsignal als Funktion dieser Variablen, das
über eine Zweidrahtleitung zu einer Empfangsstation übertragen
wird, in der eine Gleichspannungsquelle über einen
Lastwiderstand an die Leitung angeschlossen ist. An diesem
Widerstand wird ein Ausgangssignal in einem vorgegebenen
Strombereich zur Ansteuerung eines Indikators oder eines
anderen Instrumentes erzeugt. Die gleiche Leitung liefert
die Betriebsgröße für die Versorgungseingangsanschlüsse der
Sendestation über einen Abwärts-Schaltregler, welcher sowohl
im Zustand hoher Spannung und kleinem Strom als auch im
Zustand kleiner Spannung und hohem Strom eine konstante
Betriebsgröße liefert, wodurch mehr Leistung für die
Sendestation zur Verfügung steht und ihre Lastansteuerfähigkeit
erhöht wird.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von
Unteransprüchen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den Figuren
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Schaltbild einer erfindungsgemäßen Zweidraht-
Fernmeßanordnung,
Fig. 2 ein Schaltbild der grundlegenden Elemente eines in
der Anordnung enthaltenen Abwärts-Schaltreglers
und
Fig. 3 ein vereinfachtes Schaltbild für den generellen
Fall der zur Verfügung stehenden Leistung, wenn in
der Anordnung eines lineare Schaltregelung durchgeführt
wird.
Fig. 1 zeigt die grundlegenden Elemente einer Zweidraht-
Fernmeßanordnung gemäß der Erfindung, welche eine durch eine
Prozeßvariable oder eine andere Variable angesteuerte, mit
Gleichspannung versorgte Sendestation enthält, wobei die
Variable durch einen Sensor 10 gemessen wird. Die Sendestation
ist durch eine Zweidrahtleitung W₁ und W₂ mit einer
entfernten Empfangsstation verbunden, in der eine durch eine
Batterie 11 gebildete Versorgungsgleichspannungsquelle mit
einem Lastwiderstand 12 in Reihe geschaltet ist, über den
ein Ausgangssignal im Standard-Strombereich (beispielsweise
4 bis 20 mA Gleichstrom) fließt. Die am Lastwiderstand 12
abfallende Spannung wird in einen Empfänger 13 eingespeist,
bei dem es sich um einen Indikator für die Prozeßvariable,
ein Aufzeichnungsgerät, einen Regler oder ein anderes Gerät
für eine Prozeßregelung handeln kann. Die Zweidrahtleitung
W₁ und W₂ ist an Anschlüssen T₄ und T₅ mit der Sendestation
verbunden.
Der Sensor 10 kann ein Thermoelement, ein differentieller
Druckwandler oder eine andere Einrichtung zur Messung der
Prozeßvariablen sein. Diese Variable kann die Strömungsgeschwindigkeit,
die Temperatur oder der Druck sein, woraus
ein proportionales Analogsignal erzeugt wird. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel wird dieses Analogsignal in eine
durch einen Mikroprozessor gesteuerte Schaltung 14 eingespeist.
Das durch die durch einen Mikroprozessor gesteuerte Schaltung
14 gelieferte Ausgangssignal an dem Anschluß T₁ wird in
einen Eingang eines Differenzverstärkers 15 eingespeist, in
dessen anderen Eingang eine an einem Rückkopplungswiderstand
R FB abfallende Rückkoppelspannung eingespeist wird. Das
Ausgangssignal des Verstärkers 15 moduliert einen Ausgangstransistor
16, der zwischen den Leitungen W₁ und W₂ in Serie
zum Widerstand R FB liegt.
Die durch einen Mikroprozessor gesteuerte Schaltung 14
besitzt Versorgungseingangsanschlüsse T₂ und T₃, wobei der
Anschluß T₃ über den Widerstand R FB an einem Anschluß T₅ mit
der Leitung W₂ verbunden ist. Der Anschluß T₂ ist über einen
Schaltregler 17 an einem Anschluß T₄ mit der Leitung W₁
verbunden. Der Regler 17 dient zur Einführung einer relativ
großen Versorgungsgröße zu der durch einen Mikroprozessor
gesteuerten Schaltung 14 mit konstantem Pegel, welcher
sowohl bei hoher Spannung und kleinem Strom als auch bei
kleiner Spannung und hohem Strom im wesentlichen unverändert
bleibt.
Die Spannung zwischen den Anschlüssen T₂ und T₃ ist gleich
V 2-3, während die Spannung zwischen den Anschlüssen T₄
und T₅ gleich V 4-5 ist. Der in den Regler 17 fließende Strom
ist mit I ps bezeichnet, während der vom Regler 17 in die
durch einen Mikroprozessor gesteuerte Schaltung 14 fließende
Strom mit I dc bezeichnet ist. Die Spannung V 2-3 ist durch
Versorgungsgrößenspezifikationen der in der durch einen
Mikroprozessor gesteuerten Schaltung 14 verwendeten Komponenten
festgelegt. Typischerweise handelt es sich bei der
Spannung V 2-3 um eine Gleichspannung von 5 V.
Erfindungsgemäß soll ein Strom I dc erzeugt werden, welcher
größer als der Strom I ps bei der geregelten Gleichspannung
von 5 V ist, um den Strombedarf der durch einen Mikroprozessor
gesteuerten Schaltung 14 zu befriedigen. Dies wird durch
den Schaltregler 17 realisiert, wenn die Spannung V 2-3
kleiner als die Spannung V 4-5 ist, wie dies im folgenden
noch erläutert wird.
Für diesen Zweck geeignete Schaltregler sind in den folgenden
Druckschriften erläutert:
- A. 1987 "Switchmode (A Designers Guide for Switching Power Supply Circuits and Components)" der Firma Motorola Corporation.
- B. "Applications Handbook (1987-1988)" der Firma Unirode Corporation.
- C. "Linear and Interface Circuit Applications 1985" (Section C-Switching Power Design) der Firma Texas Instruments.
Der Regler 17 enthält einen Schalttransistor 18, der mit
einer vorgegebenen Frequenz durchgeschaltet und gesperrt
wird. Während des Intervalls der Durchschaltung des Schalters
18 wird die Eingangsspannung in den Eingang eines durch eine
Induktivität 19 und eine Kapazität 20 gebildeten LC-Filters
eingespeist, wodurch der Strom zunimmt. Ist der Schalter
gesperrt, so hält die in der Induktivität 19 gespeicherte
Energie den Stromfluß zur Last über eine "Fang"-Diode 21
aufrecht.
Der Regler wird durch eine generell durch einen Block 22
dargestellte Steuerschaltung überwacht und gesteuert. Diese
Steuerschaltung enthält einen einen Impulsbreitenmodulator
speisenden Oszillator, einen Fehlerverstärker und eine
Präzisionsspannungsreferenz. Der Fehlerverstärker vergleicht
die Eigenreferenzspannung mit einem Abtastwert der
Spannung vom Filter. Bei zunehmender Last sinkt die Ausgangsspannung.
Der Fehlerverstärker tastet diesen Abfall ab
und hält den Pulsbreitenmodulator für eine längere Zeitperiode
wirksam, wodurch breitere Steuerimpulse zum Schalttransistor
18 geliefert werden.
Die Breite des Impulses legt fest, wie lange der Transistorschalter
einen Stromfluß ermöglicht, d. h. wieviel Strom zum
Ausgang geliefert wird. Nimmt die Last ab, so werden dem
Schalttransistor schmalere Steuerimpulse zugeführt, bis die
Ausgangsspannung auf einem konstanten Wert bleibt.
Schaltregler stehen in drei grundsätzlichen Ausführungsformen
zur Verfügung:
- (1) Abwärts- bzw. "Gegenwirkungs"-Regler,
- (2) Aufwärts- bzw. "Anhebungs"-Regler,
- (3) invertierender Regler.
Erfindungsgemäß wird ein Abwärtsregler verwendet, dessen
Funktion im folgenden anhand von Fig. 2 beschrieben wird.
Der Transistorschalter 18 liegt in Serie mit der Induktivität
19 zwischen einer Eingangsgleichspannung V₁ und einer
Ausgangsgleichspannung V₀, wobei die Diode 21 auf der
Eingangsseite der Induktivität und die Kapazität 20 auf
deren Ausgangsseite liegt.
Der Transistorschalter 18 in der Gegenwirkungsschaltung
zerhackt die Eingangsgleichspannung, um einen Impuls mit
variabler Breite in das einfache, durch die Induktivität 19
und die Kapazität 20 gebildete mittelnde Filter einzuspeisen.
Ist der Schalter 18 geschlossen, so liegt die Eingangsspannung
an diesem Filter, und es fließt Strom über die
Induktivität 21 zur Last. Ist der Schalter 18 offen, so hält
die im Feld der Induktivität gespeicherte Energie den
Stromfluß durch die Last aufrecht.
In dieser Gegenwirkungsschaltung ist der Spitzenschaltstrom
proportional zum Laststrom. Die Ausgangsspannung V₀ ist
gleich dem Produkt aus Eingangsspannung V₁ und dem Tastverhältnis.
Im Abwärtsschaltregler ist daher die Ausgangsspannung
immer kleiner als die Eingangsspannung.
In einem linearen Serien- oder Nebenschlußregler ist
aufgrund des kontinuierlichen Betriebes die Verlustleistung
relativ groß. Typischerweise ist der Wirkungsgrad eines
linearen Reglers kleiner als 50%. Ist die Differenz
zwischen Eingangs- und Ausgangsspannung groß, so fällt der
resultierende Wirkungsgrad wesentlich unter 40%. Im
Gegensatz dazu besitzt ein Schaltregler mit einem durchgeschalteten
und gesperrten Transistorschalter für Reglung
typische, 60% übersteigende, Wirkungsgrade.
Ein Schaltregler hat aus drei Gründen einen weit höheren
Wirkungsgrad als ein linearer Regler. Da der Schalttransistor
entweder ein- oder ausgeschaltet wird, führt dies
erstens während des größten Teils des Betriebs entweder zu
einem kleinen Strom oder zu einer kleinen Spannung. Zweitens
ist in einem weiten Bereich von Eingangsspannungen ein gutes
Regelverhalten realisierbar, wobei drittens in weiten
Bereichen des Laststroms ein hoher Wirkungsgrad erreicht
werden kann.
Diese Eigenschaften werden im folgenden anhand von Fig. 3
weiter erläutert, in der ein Element 23 den Sender repräsentiert,
welcher durch eine Batterie 11 (24 V) über die
Zweidrahtleitung W₁ und W₂ und den dazu in Serie liegenden
Lastwiderstand R mit einer Spannung V T versorgt wird. Die
Verlustleistung (PD) des Senders 23 ist durch folgende
Gleichungen gegeben:
| PD = 24 I - RI ² | |
| = V TI (Verlustleistung des Senders) | |
| bei I = 4 mA, PD | = 96 mW - R (16 µW/Ohm) |
| = 0 R 6 K Ohm | |
| bei I = 20 mA PD | = 480 mW - R (400 µW/Ohm) |
| = 0 R 1,2 k Ohm | |
| = V T = 24 - 20 (10-3) R |
Für eine lineare Regelung ist die für die Elektronik des
Senders verfügbare maximale Leistung (PE) durch folgende
Gleichung gegeben:
PE = 4 mA V T bei 20 mA
= 4 mA [24 - 20 (10-3) · R]
= 96 mW - (80 µW/Ohm) · R
= 4 mA [24 - 20 (10-3) · R]
= 96 mW - (80 µW/Ohm) · R
Für enen Schaltregler ist die für die Elektronik des
Senders zur Verfügung stehende maximale Leistung (PE) durch
folgende Gleichung gegeben:
PE = α PD MIN = α {96 MW - R (16 µW/Ohm)};
worin α den Wirkungsgrad des Schaltreglers bedeutet und
PE = . 75 {96 MW - R (16 µW/Ohm)} bei α = 75%
gilt.
In einer praktischen Ausführungsform ist die für die
elektronische Schaltung im Sender der Zweidraht-Fernmeßanordnung
erforderliche Betriebsgleichspannung gleich +5 V.
Gemäß Fig. 1 ist der von der Spannungsquelle 11 gezogene
Strom gleich I PS , der die vom Regler 17 gespeiste Schaltung
14 durchfließende Strom gleich I DC , der den Signalausgangstransistor
16 durchfließende Strom gleich I CTL und der den
Widerstand R FB durchfließende Strom I OUT gleich 4 bis 20 mA.
Es sei nun angenommen, daß anstelle eines Schaltreglers in
Fig. 1 ein linearer Regler verwendet wird. Bei linearer
Regelung ist in der Anordnung dann wesentlich, daß der Strom
I DC , d. h. der Verluststrom in der mit einer Gleichspannung
von +5 V gespeisten Schaltung 14 immer gleich oder geringfügig
kleiner als der Versorgungsstrom I PS . Da darüber hinaus
I PS+I CTL+I OUT (der Senderausgangsstrom im Bereich von 4
bis 20 mA) gilt, darf die Größe des die Elektronik im Sender
durchfließenden Stroms I DC 4 mA nicht übersteigen.
Typische Werte für einen linearen Regler sind:
Eingangsgrößen
I OUT (minimum) = 3,8 mA
V +/- (minimum) = 12,5 V
I OUT (minimum) = 3,8 mA
V +/- (minimum) = 12,5 V
I DC (maximum) -3,8 mA bis +5 V Gleichspannung
Für die Regelelektronik verfügbare Leistung = 19 mW.
Maximaler Schleifenlastwiderstand bei 24 V Gleichspannung
und 20,8 mA
Enthält jedoch die erfindungsgemäße Anordnung einen Schaltregler
17 gemäß Fig. 1, um der Elektronik des Senders eine
konstante Versorgungsgröße zuzuführen, so ist der Hauptgesichtspunkt,
daß die Minimalverlustleistung des Reglers so
beschaffen ist, daß die der Elektronik zugeführte Versorgungsgröße
lediglich geringfügig kleiner als die durch die
Versorgungsquelle gelieferte Versorgungsgröße ist.
Der durch die Senderelektronik verbrauchte Strom I DC kann
daher größer als der Versorgungsstrom I PS sein. Typische
Werte für den Schaltregler sind die folgenden:
Eingangsgrößen
I OUT (minimum) = 3,8 mA
Reglerwirkungsgrad (minimum) = 75%
Schleifenwiderstand (maximal) = 550 Ohm
I OUT (minimum) = 3,8 mA
Reglerwirkungsgrad (minimum) = 75%
Schleifenwiderstand (maximal) = 550 Ohm
V +/- (minimum) = 6,5 V
Die für die Elektronik des Senders zur Verfügung stehende
Versorgungsgröße ist durch folgende Beziehungen gegeben:
- a) I OUT = 3,8 mA R FB = 100 Ohm, V bei Eingangsversorgungsspannung = 21,53 V.
- b) I OUT = 20,8 mA R FB = 100 Ohm, V bei Eingangsversorgungsspannung = 10,48 V.
Ein Vergleich einer linearen Regelung mit einer Schaltregelung
gemäß der Erfindung ergibt folgendes:
- I. Der Schaltregler in der Zweidraht-Fernmeßanordnung
gewährleistet für die Elektronik des Sensors bei einer
Lastimpedanz von 550 Ohm, die mit einer Gleichversorgungsspannung
von 24 V gespeist wird und in einem
Strombereich von 3,8 bis 20,8 mA arbeitet, eine wesentlich
größere Leistung.
Der Linearregler erzeugt eine Leistung von 19 mW, während der Schaltregler eine Leistung von 61,35 mW liefert, was zu einer Erhöhung der verfügbaren Leistung um 222% führt. - II. Der Schaltregler vermag einen weit größeren Lastwiderstand zu speisen, wenn die Zweidraht-Fernmeßanordnung aus einer Versorgungsspannungsquelle mit 24 V gespeist wird. Ein linearer Regler mit einer minimalen Spannung V +/- von 12,5 V ist gleich einer Last von 552 Ohm. Ein Schaltregler mit einer minimalen Spannung V +/- von 6,5 V ist gleich einer Last von 841 Ohm. Dies stellt eine Erhöhung der Ansteuermöglichkeiten um 50% dar.
Claims (8)
1. Zweidraht-Fernmeßeinrichtung mit:
- (a) einer mit Gleichstrom versorgten Sendestation mit an eine interne elektronische Schaltung angeschlossenen Stromversorgungs-Eingangsanschlüssen (T₂, T₃), welche von einer interessierenden Variablen angesteuert ist, um als Funktion dieser Variablen ein Versorgungsgleichstrom- Ausgangssignal in einem vorgegebenen Strombereich zu erzeugen,
- (b) einer Zweidrahtleitung (W₁, W₂) deren eines Ende zur Übertragung des Versorgungsstroms mit dem Ausgang der Sendestation verbunden ist,
- (c) einer von der Sendestation entfernten Empfangsstation mit einer Gleichspannungsversorgungsquelle (11) und einem dazu in Reihe liegenden Lastwiderstand (12), welche zur Aufnahme des Versorgungsstroms und zur gleichzeitigen Stromversorgung der Sendestation mit dem anderen Ende der Leitung (W₁, W₂) verbunden sind,
- (d) einem die Stromversorgungs-Eingangsanschlüsse (T₂, T₃) der Sendestation mit dem einen Ende der Leitung (W₁, W₂) verbindenden Schaltregler (17), welcher der internen Schaltung einen Strom zuführt, der größer als der Versorgungsstrom ist.
2. Fernmeßanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Regler (17) ein Abwärtsregler ist.
3. Fernmeßanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Regler (17) einen Schalttransistor (18)
enthält, welcher mit einer vorgegebenen Frequenz durchgeschaltet
und gesperrt wird, um von der Gleichspannungsversorgungsquelle
(11) Spannung zu einem LC-Filter (19
bis 21) zu liefern.
4. Fernmeßanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Variable eine durch einen
Sensor (10) gemessene Prozeßvariable ist.
5. Fernmeßanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (10) ein Analogsignal
erzeugt, das in eine durch einen Mikroprozessor
gesteuerte Schaltung (14) in der Sendestation eingespeist
wird, deren Ausgang den Versorgungsstrom liefert.
6. Fernmeßanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Versorgungsstrom in einen
an das eine Ende der Leitung (W₁, W₂) angekoppelten
Ausgangstransistor (16) eingespeist wird.
7. Fernmeßanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (10) ein differentieller
Druckwandler ist.
8. Fernmeßanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Regler (17) sowohl im
Zustand hoher Spannung und kleinem Strom als auch im
Zustand kleiner Spannung und hohem Strom eine konstante
Versorgung erzeugt.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US33122989A | 1989-03-31 | 1989-03-31 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE3934007C2 DE3934007C2 (de) | 1996-10-31 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893934007 Expired - Lifetime DE3934007C2 (de) | 1989-03-31 | 1989-10-11 | Schaltungsanordnung zur Übertragung von Meßwertsignalen von einer Sendestation zu einer Empfangsstation |
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| DE (1) | DE3934007C2 (de) |
| FR (1) | FR2645308A1 (de) |
| GB (1) | GB2229897A (de) |
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