DE3935252A1 - Brennkraftbetriebene bohrvorrichtung - Google Patents
Brennkraftbetriebene bohrvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schlagbohrvorrichtung und insbesonde
re ein Schlagbohrwerkzeug zum Bohren von unterirdischen Bohrlö
chern.
Nach der Erfindung wird eine Schlagbohrvorrichtung mit einem
Werkzeug zum Einbringen einer Bohrung in unterirdische Gesteins
formationen bereitgestellt, die sich dadurch auszeichnet, daß ein
Bohrwerkzeuggehäuse oder ein Bohrkronengehäuse an einem unteren
Ende eines Bohrstrangs angebracht ist, eine Mehrzahl von
Bohrstangen mit Stoßzähnen an ihren unteren Enden derart
angeordnet ist, daß diese nach unten in Form von konzentrischen
Reihen durch einzelne Bohrungen in einem unteren Ende des
Gehäuses verlängert sind, daß konzentrische Reihen von Bohrstan
gen vertikal bezüglich einander derart versetzt sind, daß
wenigstens eine innere Reihe der Bohrstangen zu einer größeren
Tiefe in die Gesteinsformation als die äußeren Reihen der
Bohrstangen reicht und daß wenigstens eine äußere Reihe der
Bohrstangen divergierend durch das untere Ende des Gehäuses
verlaufen, wobei eine Bohrstangen-Antriebseinrichtung vorgesehen
ist, die den jeweils konzentrischen Reihen von Bohrstangen eine
Stoßkraft erteilt.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachstehenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform nach der Erfindung unter Bezugnahme auf die
beigefügte Zeichnung. Darin zeigt:
Fig. 1 eine Teilschnittansicht einer Bohrvorrichtung
nach der Erfindung, die zum Erdbohren eingesetzt
wird und in typischer Weise von der Bodenfläche
der Vorrichtung aus gesteuert wird, wie dies
schematisch angedeutet ist,
Fig. 2 eine Schnittansicht der Bohrvorrichtung nach
Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 eine Detailschnittansicht zur Verdeutlichung
einer Anordnung einer Mehrzahl von beweglichen
Zahnanordnungen, die in Fig. 2 gezeigt sind,
Fig. 4 eine Schnittansicht längs der Linie 4-4 in
Fig. 3,
Fig. 5 eine Ausschnittsansicht zur Verdeutlichung eines
Teils der beiden konzentrischen Ventilteller,
der Verbrennungskammern und der Kolben, die in
Fig. 2 gezeigt sind und die zum Antreiben der
beweglichen Zahnanordnungen dienen,
Fig. 6 eine Schnittansicht längs der Linie 6-6 in
Fig. 2, wobei die Kraftstoffeinlaß- und -auslaß
leitungen schematisch angedeutet sind,
Fig. 7 eine perspektivische Ausschnittsansicht eines
Einlaßventils,
Fig. 8 eine perspektivische Ansicht des Einlaßventils
nach Fig. 7 in Verbindung mit einem Teil einer
der Verbrennungskammern und einer Nockenlaufbahn
und
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht eines Auslaßventils
und einer Nockenlaufbahn.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 der Zeichnung wird eine
bevorzugte Ausführungsform einer Bohrvorrichtung nach der
Erfindung erörtert, die insgesamt mit 10 bezeichnet ist. Sie ist
in ihrer Arbeitsstellung dargestellt, in der sie ein Bohrloch B
in eine unterirdische Gesteinsformation einbringt, wie dies
beispielsweise beim Bohren für eine Gas- oder Ölquelle erforder
lich ist. Diese Bohrvorrichtung 10 ist hängend an einem üblichen
Bohrgestänge 12 angebracht. Das Bohrgestänge 12 ist rohrförmig
ausgelegt und ermöglicht auf an sich bekannte Weise die Zirkula
tion eines Bohrfluids durch einen hohlen Innenraum 14 und um
eine Nabelschnur 16, die durch den hohlen Innenraum 14 des
Bohrgestänges 12 nach unten geht. Die Nabelschnur kann mit
mehreren Kammern ausgerüstet sein und kann derart ausgelegt
sein, daß sie für das Turbo-Bohren und ähnliche Betriebsweisen
geeignet ist, wozu sie eine Mehrzahl von elektrischen Kabeln und
Förderleitungen haben kann, wie dies angedeutet ist und die sich
von der Oberfläche nach unten zu der Bohrvorrichtung 10 erstrec
ken. Typischerweise können die Steuereinrichtungen an der Ober
fläche, die zum Betreiben der Vorrichtung erforderlich sind, zu
Darstellungszwecken beispielsweise einen Kraftstoffbehälter 20
und eine Kraftstoffpumpe 22 mit einer Rheostatsteuerung 23
aufweisen, um Kraftstoff über eine Kraftstoffleitung 24 zu der
Bohrvorrichtung zu pumpen. Ferner können eine geeignete elektri
sche Stromquelle 26 und ein Rheostat 27 vorgesehen sein, die
beide zum Betreiben eines Elektromotors M (siehe Fig. 5) dienen
und die sequentiell die Zündkerzen S auf eine angegebene Weise
zünden. Ferner ist ein Kompressor 25 vorgesehen, um Druckluft
über die Leitung 29 den Brennkammern zuzuführen. Auch ist eine
Abgasleitung 30 vorhanden, um die Abgase aus den Brennkammern
abzuleiten.
Wie in Fig. 2 gezeigt ist, hat die Bohrvorrichtung 10 die Form
einer Bohrkrone mit einem Zahngehäuse oder einem Körper 34 und
einem oberen, mit Gewinde versehenen Ende oder einem Teil 32 für
eine Gewindeverbindung mit dem unteren Ende des Bohrgestänges 12,
und das hohle Innere 14 des Bohrgestänges ist durchgehend über
die gesamte Länge des Körpers 34 hinweg vorgesehen, um eine
Verbindung mit dem Bohrloch am unteren Austrittsende 14 herzu
stellen.
Das Gehäuse oder der Körper 34 ist vorzugsweise ein massiver
Block aus Stahl oder einem anderen widerstandsfähigen Material,
der mit einer Reihe von Bohrungen 35 an seinem unteren Ende
versehen ist, die derart angeordnet sind, daß die konzentrischen
Reihen von beweglichen Bohrzähnen 36 aufgenommen werden können,
die in die einzelnen Hülsen oder Laufbuchsen 37 in der jeweili
gen Bohrung 35 eingesetzt sind. Bei der in Fig. 2 gezeigten
bevorzugten Ausführungsform sind vier konzentrische Reihen von
Zähnen 36 vorgesehen, die in Form einer inneren Reihe 40 ange
ordnet sind, die eine Reihe von Zähnen 36 hat, die in Umfangs
richtung in Abstand zueinander angeordnet sind und schräg
verlaufen oder radial nach innen unter einem kleinen Neigungs
winkel bezüglich der Mittelachse des Körpers 34 abgesetzt sind.
Eine zweite Reihe 41 ist mit Zähnen versehen, die längs einzel
nen Achsen parallel zu der Längsachse angeordnet sind. In der
Reihe 42 sind die Zähne 46 so angeordnet, daß sie radial nach
unten und in Richtung nach außen unter einem kleinen Neigungs
winkel von der Längsachse des Körpers weg divergierend verlau
fen, während eine äußere Reihe 43 der Zähne 36 und einem größe
ren Winkel als jener der nächsten äußeren Reihe 42 fächerförmig
nach außen verläuft. Aus Übersichtlichkeitsgründen, aber nicht
zur Beschränkung, hat die innere Reihe 40 Zähne, die unter einem
Winkel in der Größenordnung von 10° nach innen geneigt sind,
während die äußeren Reihen 42 und 43 Zähne haben, die unter
einem Winkel von jeweils 10° und 20° nach außen angeordnet sind.
Ferner wird beispielsweise die Anzahl der Zähne in jeder Reihe
aufeinanderfolgend in radialer Richtung nach außen ausgehend von
der inneren Reihe 40 allmählich größer, so daß beispielsweise in
der Reihe 40 eine Reihe von acht Zähnen, in der Reihe 41 eine
Reihe von 16 Zähnen, in der Reihe 42 eine Reihe von 24 Zähnen
und in der äußersten Reihe 43 eine Reihe von 32 Zähnen vorgese
hen ist. Natürlich kann sich die Anzahl der Zähne in jeder Reihe
entsprechend der Größe der Krone und der Art der Gesteinsforma
tion ändern, indem ein Loch oder eine Bohrung eingebracht werden
soll.
Das obere Ende des Körpers 34 hat eine äußere zylindrische Wand
44, die in einem oberen, reduzierten Ende 45 endet, das mit
einem Sockelende 46 des Teils 32 über Lochschrauben 47 verbunden
ist. Eine innere zylindrische Wand 48 des Körpers ist in dicht
endem Eingriff mit der unteren Fläche 38 des Teils 32, wie dies
mit 49 gezeigt ist. Eine Mehrzahl von konzentrischen Ringen 50,
51 und 52 ist in regelmäßigen Abständen ausgehend von der
inneren Wand 45 nach außen zu der äußeren Wand 44 in fortschrei
tender Richtung angeordnet, welche ringförmige Brennkammern
bilden, um die Arbeitskolben 54 für jeden der Ringe der bewegli
chen Bohrzähne 36 aufzunehmen. Es ist noch zu erwähnen, daß die
äußere Wand 44 in zwei Abschnitte mit einem oberen Abschnitt
44′, der mit dem unteren Abschnitt 44′′ über Lochschrauben 55
verbunden ist, und einen unteren Abschnitt 4′ unterteilt, der
eine nach außen divergierend verlaufende Verlängerung oder einen
vorspringenden Rand 56 an seinem unteren Ende hat, der ein Teil
der Wand bildet, die die äußerste Reihe von Bohrungen 43 umgibt.
Die innere Wand 48 ist in ähnlicher Weise in einen oberen
Abschnitt 48′ und einen unteren Abschnitt 49′ unterteilt, die
dicht Ende an Ende aneinanderstoßend bei 58 miteinander verbun
den sind, und das untere Ende der Wand 49′ ist konisch ausgebil
det, um einen Teil des Gehäuses für die zu innerst liegende
Reihe von Bohrungen 40 zu bilden.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 2 bis 4 und die Auslegung und die
Anordnung jedes, beweglichen Bohrzahns 36 hat einen Zahnschaft
36 mit einer im allgemeinen zylindrischen Form eine untere
geneigte Endfläche 61, an der eine Zahnplatte 62 fest angebracht
ist. Die Platte 62 ist aus Wolframcarbid oder einem anderen
verschleißfesten Material hergestellt, und sie kann entfernt und
ausgetauscht werden, wenn sie verschlissen oder gebrochen ist.
Die Platte kann eine Vielzahl von unterschiedlichen Formen und
Größen haben, obgleich sie vorzugsweise eine im allgemeinen
elliptische Gestalt hat, so daß sie sich an die geneigte Fläche
des unteren Endes 61 anpassen kann und daß sie bezüglich der
Auslegung oder Zusammensetzung im Hinblick auf die Härte oder
die Dubtilität des durchzustoßenden Materials variiert werden
kann. Der Schaft 60 hat diametral gegenüberliegende Zahnführun
gen 64, die in radialen Nuten oder in Längsschlitzen 65 in der
Zahnhülse 37 laufen, so daß jeder Zahn an einer Drehbewegung
gehindert wird und es ermöglicht wird, daß der Zahn in der
gewünschten Orientierung ausgerichtet werden kann. Auch begren
zen die Führungen den nach unten gerichteten Hub des Zahns durch
die Schulter 65′ am unteren Ende der Nuten oder Längsschlitze 65.
Eine Rückholfeder 66 ist auf dem Zahnschaft 60 zwischen einem
oberen Halteflansch 68 und einer Schulter 6 angebracht, und sie
ist unter Kompression derart vorgesehen, daß sie im Grundzustand
den Zahn in eine Richtung drückt, in der er in Richtung nach
oben zu dem Arbeitskolben bzw. Beaufschlagungskolben 72 einge
fahren ist. Ein Paar Dichtungen 70 ist am unteren Ende des
Gehäuses oder der Hülse 37 für jeden Zahn angeordnet. Am oberen
Ende jedes Zahnschaftes 60 ist eine abnehmbare Stoß- bzw.
Schlagplatte 67 aus einem Material angeordnet, das ähnliche
Eigenschaften wie das Material hat, das für die Zahnplatte 62
verwendet wird, und die Stoßplatte 67 ist unter einem Winkel
bezüglich des Zahnschafts derart angeordnet, daß dieser in
axialer Verlängerung zu dem unteren Ende des Arbeitskolbens 54
ausgerichtet ist.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 2 und 5 ist eine brennkraftbetrie
bene Antriebseinrichtung an dem oberen Ende des Körpers 34
vorgesehen und weist Brennkammern in Form von konzentrischen,
ringförmigen oder ringähnlichen Bereichen 50, 51, 52 auf, die
oberhalb der Reihen 40 bis 43 der Zahnbohrkrone ausgerichtet
vorgesehen sind. Jeder Kolben 54 ist in Form eines im allgemei
nen ringähnlichen Teils ausgelegt, das in dem jeweils zugeord
neten Kammerbereich 50 bis 52 angeordnet ist und das bei der
Zündung auf einen einzigen Ring oder Teil des Rings des bewegli
chen Bohrzahns 36 stößt. In einer nachstehend nun näher be
schriebenen Weise können die einzelnen Kolben 54 so häufig wie
erforderlich aktiviert bzw. gezündet werden, um die optimale
Leistung zum Antreiben der Zähne 36 zu erhalten und die Zündung
der Kolben 54 bzw. die Aktivierung derselben kann in Abhängig
keit von den Eigenschaften des zu durchstoßenden Materials
verzögert oder beschleunigt werden. Wesentlich ist jedoch, daß
die Kolben 54 und ihre zugeordneten Aktivierungseinrichtungen,
welche noch nachstehend beschrieben werden, sequentiell ausge
hend von dem inneren Kreis 40 nach außen zu dem äußersten Kreis
43 aufeinanderfolgend gezündet bzw. aktiviert werden, so daß die
Bohrzähne 36 sequentiell ausgehend von der Mitte zur Außenseite
der Öffnung angetrieben und eingetrieben werden. Hierdurch
werden die abgeplatzten Teile des zu durchstoßenden Materials in
den Raum vorgeschoben, der durch die Abtragwirkung der Zähne des
nächstinnenliegenden, benachbarten Rings entleert wird. Insbe
sondere hat sich gezeigt, daß die von innen nach außen gerichte
te Abtragwirkung zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der
Bearbeitungsgeschwindigkeit beiträgt, mit welchen die Materiali
en durchstoßen werden können. Ferner läßt sich die Schlag- bzw.
Stoßkraft entsprechend der Kraftstoffmenge oder der Menge des
eingespeisten Kraftstoff/Luft-Gemisches variieren, um eine
genaue Steuerung der Einbringungsrate in die Materialien mit
unterschiedlicher Härte zu ermöglichen. Wiederum bezugnehmend
auf die Fig. 2, 3 und 5 ist jeder Kolbenstoßblock 72 Ende an
Ende aneinanderstoßend zu dem unteren Ende des Kolbens 54 ausge
richtet, und die Stoßplatten 73 und 74 sind lösbar an den
gegenüberliegenden Endflächen des Kolbens 54 und des Stoßblocks
72 jeweils angebracht. Jeder Kolben 54 kann jeweils unterschied
liche Formen annehmen, und wie in Fig. 5 gezeigt ist, umfaßt er
einen oberen Körperabschnitt 75 mit axial im Abstand angeordne
ten Dichtringen 76, 77, die sich um die inneren und äußeren
Seitenflächen zur Bildung einer Abdichtung bezüglich der Wand
des Zylinders erstrecken. Ein oberer Körperabschnitt 75 verläuft
über einen im Querschnitt schmal bemessenen Zwischenabschnitt 78
konisch nach unten und endet in einem erweiterten unteren
Körperabschnitt 79, wobei die Stoßplatte 73 lösbar am dem
unteren Ende des Körperabschnitts 79 angebracht ist. Entspre
chende Dichtringe 76, 77 sind axial im Abstand bezüglich einan
der zwischen dem unteren Körper 79 und den Wandflächen des
Zylinders angeordnet. Jeder Kolbenstoßblock 72 ist ringförmig
ausgestaltet und derart angeordnet, daß er von dem Kolben 54
nach unten verläuft, um in einer unteren Stoßplatte 80 zu enden,
die den oberen Stoßplatten 67 jeder Zahnanordnung gegenüber
liegt.
Das obere Ende jeder Brennkammer ist durch eine Zylinderwand 82
abgeschlossen. Hier sind mehrere Kraftstoffeinspritzventile 84
und Auslaßventile 86 angeordnet, die jeweils in den konzentri
schen Ringen oder Reihen von Kammern 50 bis 52 vorgesehen sind.
Jedes Einspritzventil 84 umfaßt einen Ventilschaft 88, der mit
einem erweiterten Ventilteil 89 versehen ist, das in Richtung
auf einen Ventilsitz 90 zu und von diesem weg bewegbar ist. Das
Ventilteil hat eine konische Fläche 89′ entsprechend dem Ventil
sitz und ist zwischen einer Offenstellung, die in Fig. 5 gezeigt
ist, und einer Schließstellung bewegbar, in der es gegen den
Sitz 90 anliegt. Ein gekrümmtes Blattfederteil 81 geht durch den
Ventilschaft und ist nach unten unter Bildung eines Preßsitzes
in Verbindung mit den Nuten 91 in der oberen Fläche der Zylin
derwand 82 gekrümmt, um im Grundzustand das Ventil nach oben in
eine Richtung zu drücken, in der es in Schließstellung ist. Das
obere Ende des Ventilschafts 88 liegt gegen eine Ventilsteuer
nocke 85 in Form einer nach unten vorspringenden Rippe auf einem
Ring oder einem ringförmigen Nockenteil 92 an, und eine nach
oben ragende Getriebeverzahnung 93 ist im Kämmeingriff mit den
Zähnen auf einem Zahnrand 94. Eine Zündkerze S ist in der
Zylinderwand 82 in der Nähe des jeweiligen Einspritzventils
vorgesehen und elektrisch mit einem Kontaktblock 98 verbunden,
der in einem Abstand unterhalb des Kontaktblocks 99 vorgesehen
ist, der elektrisch über eine Leitung 100 mit der Stromquelle 26
verbunden ist. Ein weiterer Kontaktblock 102 auf der Oberfläche
des Ventiltellers schließt die Schaltung zwischen den Kontakt
blöcken 99 und 98, wenn die Nocke 92 auf die nachstehend näher
beschriebene Weise derart gedreht wird, daß ein Zündfunke in
der Brennkammer unmittelbar unterhalb des Ventilteils 89 erzeugt
wird. Kraftstoff bzw. Brennstoff wird in jede Kammer über eine
Brennstoffeinspritzöffnung 104 eingespritzt, die über eine
Brennstoffleitung 24 in Verbindung mit der Brennstoffpumpe 22
auf der Oberfläche ist. Wie in den Fig. 2 und 8 gezeigt ist,
verläuft die Kraftstoffeinspritzöffnung 104 für die innere,
konzentrische Kammer radial durch die zylindrische Wand 80 und
steht in Verbindung mit dem Sitz 90. Zusätzliche Kraftstoffein
spritzöffnungen oder -leiten weisen radial durch die Brennkam
mern und die konzentrischen Ringe 50, 51 und 52 zu den jeweili
gen konzentrisch vorgesehenen Ventilen 84 nach außen, wie dies
schematisch in Fig. 6 gezeigt ist.
Obgleich das Auslaßventil 86 in nebeneinanderliegender Zuordnung
zu einem Einspritzventil 84 in den benachbarten Brennkammern in
Fig. 5 vorgesehen ist, läßt sich ferner Fig. 6 entnehmen, daß
die Auslaßventile 86 sich mit Einspritzventilen 84 in jeder
Reihe abwechseln. Die Ventile 86 sind in einem Abstand derart
angeordnet, daß bei der Zündung des Kraftstoffs in der Kammer
die Auslaßventile 86 mittels eines Antriebszahnrades 94 in eine
Offenstellung vorgeschoben werden, um die Verbrennungsgase über
die Öffnungen 87 in die Leitung 30 nach jedem Zündzyklus auszu
leiten, und anschließend werden die Auslaßventile in eine
Schließstellung zurückgebracht, so daß ein nächster Zünd- oder
Verbrennungsvorgang ablaufen kann. Wie aus Fig. 5 zu ersehen
ist, ist jedes Auslaßventil 86 im allgemeinen "Y"-förmig gestal
tet und hat obere, gegabelte Enden 106 und ein unteres Ventil
teil 108, das eine konische Fläche hat, die im Grundzustand
gegen den Ventilsitz 109 in der Zylinderwand 80 gedrückt wird.
Eine gekrümmt ausgebildete Blattfeder 110 ist bei dem Auslaßven
til auf die gleiche Weise wie die Blattfeder 81 bei dem Ein
spritzventil angeordnet und bewirkt, daß der Ventilschaft im
Grundzustand in Ventilschließrichtung gedrückt wird, so daß das
Ventil 108 mit dem Sitz 109 zusammenarbeitet. Eine Nockentrommel
92 umfaßt nach unten vorspringende Rippen oder Nocken 112 und
113, die radial im Abstand zueinander vorgesehen sind, wie dies
am besten aus Fig. 9 zu ersehen ist. Die Rippen 112, 113 verlau
fen in eine Umfangsrichtung derart geneigt, daß sie rampenförmi
ge Teile mit allmählich größer werdender Tiefe bilden, wodurch
bewirkt wird, daß das Auslaßventil 86 allmählich in eine Offen
stellung bewegt und dann allmählich in eine Schließstellung
während oder nach der jeweiligen Zündfolge zurückgebracht wird.
Ahnlich wie in Fig. 8 gezeigt ist ist die einzige Rippe oder
Nocke 85 ein rampenförmiges Teil mit einer im allgemeinen größer
werdenden Tiefe, das mittig zu dem Ring 92 angeordnet ist und,
wenn der Ring 92 mittels des Antriebszahnrades 94 gedreht wird,
wird dieser so bewegt, daß er mit einem Einspritzventilschaft 84
zusammenarbeitet, um die Druckkraft der Blattfeder 81 zu über
winden und das Ventil zu öffnen, so daß Kraftstoff über die
Kraftstoffleitung 24 vor der jeweiligen Zündfolge eingeleitet
wird. Das Ventil kehrt dann in die Schließstellung während jedes
Zündzyklus unter der Druckkraft der Blattfeder 81 zurück. Die
Auslaßleitung 30 gestattet das Abführen der verbrauchten Gase,
wenn sie durch ein Auslaßventil 86 an dem Ende jeder Zündfolge
freigelegt wird. Insbesondere verlaufen Auslaßöffnungen 87
radial von der Auslaßleitung über die Brennkammern nach außen,
wie dies in Fig. 6 gezeigt ist, und sind durch eine Zylinderwand
82 verlängert, so daß eine Verbindung mit einem Ventilsitz 109
hergestellt wird. Lager 115 sind zwischen den Seiten der Ventil
ringe 92 und den Zylinderwänden angeordnet. Vorzugsweise wird
das Antriebszahnrad 94 durch einen elektrischen Turbomotor M
angetrieben, der über die elektrischen Leitungen 100 von der
Stromquelle 26 aus versorgt wird.
Beim Arbeiten zirkuliert Bohrfluid auf übliche Weise durch die
Bohrung 14 und das untere Ende 14′ längs der Schneidfläche. Das
Bohrfluid dient auf an sich bekannte Weise als ein Kühlmittel
sowie dazu, das Umwälzen und das Abführen der abgeplatzten Teile
von dem Abtragsort nach oben zu einem gesonderten Sammelraum
oder einem Sammelbecken an der Oberfläche zu unterstützen.
Druckluft wird von dem Kompressor 28 über die Umwälzleitung 29
und in die Brennkammern über die Öffnungen 104 eingespeist.
Kraftstoff wird über die Leitungen 24 von dem Kraftstoffbehälter
20 über die Kraftstoffeinspritzöffnungen 104 in die jeweiligen
Brennkammern eingespritzt. Die Rheostatsteuerung 27 arbeitet, um
den Tieflochbohrmotor N zum Antreiben der Nockentrommeln 92 mit
einer vorbestimmten Drehzahl zu regulieren. Wenn die Nockentrom
meln sich drehen, schließt der Kontaktblock 102 die Schaltung
zwischen den äußeren Kontaktblöcken 98 und 99, wodurch ein
Funken erzeugt wird, mittels dem jeweils die Zündung in der
jeweiligen Kammer erfolgt. Das Einspritzventil 84 wird vor der
Zündung niedergedrückt, um Kraftstoff in die Kammer einzusprit
zen. Wenn die Nockentrommel 92 sich weiterdreht, wird bewirkt,
daß das Ventil 84 in seine Schließstellung zurückbewegt wird,
und es wird ein elektrischer Kontakt zur Zündung des Kraftstoff/
Luftgemisches hergestellt. Wenn dies gezündet wird, treibt der
in der Brennkammer aufgebaute Druck jeden Kolben 78 aufeinander
folgend gegen die Stoßblöcke 54 nach unten, so daß der oberen
Stoßplatte 71 an jeder Zahnbohrkrone in dem Kreis eine Treib
kraft erteilt wird. Die Zündfrequenz wird durch die Drehzahl der
Nockentrommeln 92 bei eingeschaltetem Motor M gesteuert, und die
Hubleistung wird größtenteils durch den Kraftstoffeinspritzdruck
reguliert, der durch die Kraftstoffpumpe 22 bestimmt ist.
Infolge der Zündfolge werden die Nockentrommeln 92 soweit
bewegt, daß sie mit den Auslaßventilen 86 zusammenarbeiten, um
die Ventile niederzudrücken oder zu öffnen, so daß die Abgase
entsprechend der voranstehenden Beschreibung ausgeleitet werden
können. Wenn in der jeweiligen Kammer eine Zündung erfolgt und
sich die Nockentrommel 92 dreht, bewegen sich die Rippen 112 und
113 auf der Nockenscheibe 92 zu einer solchen Position, daß das
Auslaßventil 86 geöffnet wird. Gleichzeitig führen Zahnfedern 66
die mit einer Stoßkraft beaufschlagten Zähne 62 in ihre Aus
gangsstellungen zurück, wodurch die Kolben in Richtung nach oben
in die Zündstellung gedrückt werden, so daß die Abgase über das
offene Auslaßventil 86 ausgetrieben werden. Die Zündfolge ist
derart gewählt, daß das Bohren und das Schneiden fortschreitend
ausgehend von der inneren Reihe in Richtung nach außen zu der zu
äußerst liegenden Reihe durchgeführt wird, so daß jede aufeinan
derfolgende Reihe einen Arbeitshub ausführen und eine Stoßbeauf
schlagung über die Zähne vornehmen kann. Diese sequentielle
Zündung bzw. Aktivierung läßt sich durch eine entsprechende
Anordnung von Kontaktstellen 98, 99 und 100 an den Zylinderwän
den und den Nockentrommeln wie dargestellt auf einfache Weise
verwirklichen.
Wie angegeben ist, hat jeder Zahnschaft 60 eine im allgemeinen
kreisförmige Gestalt, obgleich der Schaft auch oval oder ander
weitig gestaltet werden kann, vorausgesetzt, daß eine Dichtung
möglich ist, um das Eindringen von Bohrfluid und Abraum in die
einzelnen Führungen für die Zahnbohrkrone zu verhindern. Es
sollte noch erwähnt werden, daß die fächerförmige Anordnung der
Zähne in den Zahngehäusen derart getroffen ist, daß die inneren
Reihen progressiv niedriger als die äußeren Reihen liegen, so
daß das gesamte Bohrwerkzeuggehäuse 34 eine im allgemeinen
konvexe Gestalt in Bodenrichtung gesehen hat. Bei der darge
stellten bevorzugten Ausführungsform, die in Fig. 6 gezeigt ist,
umfaßt die Anzahl von Einspritz/Auslaßventilen jeweils zwei für
jedes Kolbensegment. Der innere Kammerring kann ein durchgehen
der Ring sein, und der nächste Ring kann zwei halbkreisförmige
Kammern umfassen. Der nächst äußere konzentrische Ring kann drei
Kammern umfassen, und der nächste und die darauffolgenden Ringe
können drei Kammerabschnitte umfassen. Die Anzahl der gesonder
ten, aktivierbaren Kammern hängt im allgemeinen von der Härte
oder der Dubtilität des zu durchstoßenden Materials ab, und in
einigen Fällen kann eine einzige Kammer in jedem Ring oder
Kreisring in Abhängigkeit von der Härte des Materials vorgesehen
sein. Ferner ist zu ersehen, daß die Anzahl der Zähne in einem
gegebenen Gehäuse verändert werden kann und daß auch die jewei
lige Winkelanordnung der Zähne 62 variiert werden kann. Die
Rückholfedern 66 der vorstehend beschriebenen Art üben eine
ausreichende Kraft auf, um die Zähne am Ende jeder Zündfolge
bzw. jedes Zündvorganges zurückzuziehen, obgleich natürlich auch
Druckluft als Unterstützung für die Rückholfedern eingesetzt
werden kann. Zum Zwecke der Darstellung kann jeder Zahnring alle
4 s aktiviert werden, wobei die Drehzahl jedes Ringes in der
Größenordnung von ein bis zwei Umdrehungen pro min liegt. Die
Eindringungsrate läßt sich durch eine schnellere Drehung erhö
hen, aber die Haupteinflußgröße ist die Hubgröße.
Claims (8)
1. Schlagbohrvorrichtung zum Bohren in unterirdische Gesteins
formationen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bohrwerkzeug
gehäuse (34) in einem unteren Ende eines Bohrgestänges (12)
angebracht ist, eine Mehrzahl von Bohrstangen (60), die an
ihren jeweiligen unteren Enden Stoßzähne (36) haben, in
einer nach unten weisenden Verlängerung in Form von
konzentrischen Reihen durch einzelne Bohrungen (35) in
einem unteren Ende des Gehäuses (34) angeordnet sind, die
konzentrischen Reihen der Bohrstangen (60) vertikal
bezüglich einander derart versetzt sind, daß wenigstens
eine innere Reihe (40) der Bohrstangen (60) zu einer
größeren Tiefe in der Gesteinsformation als die äußeren
Reihen (42, 43) der Bohrstangen (60) reichen und daß
wenigstens eine äußere Reihe (43) der Bohrstangen (60)
divergierend durch das untere Ende des Gehäuses (34) und
die Bohrstangenantriebseinrichtungen zur Beaufschlagung
jeder konzentrischen Reihe von Bohrstangen (60) mit einer
Stoßkraft verläuft.
2. Schlagbohrvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die konzentrischen Reihen der Bohrstangen (60)
unter unterschiedlich gewählten Auftreffwinkeln nach unten
verlaufen.
3. Schlagbohrvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die innere, konzentrische Reihe (40)
der Bohrstangen (60) in Richtung zu einer Mittelachse des
Bohrwerkzeuggehäuses (34) nach unten konvergierend
verläuft, und daß die äußeren konzentrischen Reihen (42,
43) der Bohrstangen (60) von der Mittelachse des Bohrwerk
zeuggehäuses (34) weg nach unten und außen divergierend
verlaufen.
4. Schlagbohrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß Stoßblöcke (67) oberhalb jeder
Bohrstange (60) angeordnet sind, und daß Kolbenteile (54)
oberhalb der Stoßblöcke (64) angebracht sind, um jede
Bohrstange (60) mit einer nach unten gerichteten Stoßkraft
zu beaufschlagen.
5. Schlagbohrvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Antriebseinrichtung ringförmige Brennkammern
(50, 51, 52, 53) jeweils den konzentrischen Reihen (40, 41,
42, 43) der Bohrstangen (60) zugeordnet sind, aufweist, die
Kolbenteile (54) und die zugeordneten Stoßblöcke (67) an
einer nach unten weisenden Verlängerung von den jeweiligen
Brennkammern (50, 51, 52, 53) angebracht sind, die
Antriebseinrichtung eine Einrichtung (104) zum Einleiten
eines zündfähigen Brennstoffgemisches in die jeweiligen
Brennkammern (50, 51, 52, 53) und eine Zündeinrichtung (S)
zum Zünden des Brennergemisches nach seiner jeweiligen
Einleitung umfaßt.
6. Schlagbohrvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß jede Kammer (50, 51, 52, 53) wenigstens ein
Brennstoffeinspritzventil (84) und ein Auslaßventil (86),
eine Steuereinrichtung (92) zum sequentiellen Öffnen und
Schließen der jeweiligen Einlaß- und Auslaßventile (84, 86)
in jeder Kammer (50, 51, 52, 53) und Zündeinrichtungen (98,
99, 102) umfaßt, die dem Öffnen der Einlaßventile (84) so
zugeordnet sind, daß die Zündeinrichtung (S), die dem
jeweiligen Einlaßventil (84) zugeordnet ist, in Koordina
tion mit der Öffnung jedes Einlaßventiles (84) aktiviert
wird, um sequentiell fortschreitend die Bohrstangen (60)
nach unten in die unterirdischen Gesteinsformationen in
Abhängigkeit von der Aktivierung der Zündeinrichtung (S)
zu treiben.
7. Schlagbohrvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß jedes Einlaß- und Auslaßventil (84, 86) einen nach
oben weisenden Ventilschaft (88) und ein ringförmiges
Nockenteil (92) aufweist, das drehbar oberhalb der
jeweiligen Brennkammern (50, 51, 52, 53) angeordnet ist,
und jedes Nockenteil (92) nach unten weisende Nocken (85,
112, 113) hat, die mit den Einlaß- und Auslaßventilteilen
(84, 86) zusammenarbeiten, um das Öffnen der Ventilteile
(84, 86) zur Zündung und Ausleitung des Brenngemisches aus
jeder Brennkammer (50, 51, 52, 53) aufeinanderfolgend zu
steuern.
8. Schlagbohrvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Nocken (85, 112, 113) auf jedem Nockenteil
(92) derart angeordnet sind, daß sukzessiv die Einlaßven
tile (84) während jedes Zündzyklus fortschreitend in radial
nach außen gerichteter Richtung ausgehend von einer inneren
Reihe (50) zu einer äußeren Reihe (53) aktiviert werden,
wodurch bewirkt wird, daß die Stoßzähne (36) in die
Gesteinsformation in Richtung radial nach außen eindringen,
während das Bohrgestänge (12) gedreht wird.
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