DE3937764C1 - Folding roof drive for convertible car - has sliding bridge bar locatable from setting cylinder at certain position of main guide bar - Google Patents

Folding roof drive for convertible car - has sliding bridge bar locatable from setting cylinder at certain position of main guide bar

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DE3937764C1 DE19893937764 DE3937764A DE3937764C1 DE 3937764 C1 DE3937764 C1 DE 3937764C1 DE 19893937764 DE19893937764 DE 19893937764 DE 3937764 A DE3937764 A DE 3937764A DE 3937764 C1 DE3937764 C1 DE 3937764C1
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsvorrichtung, insbe­ sondere für ein Kraftfahrzeug-Faltverdeck, mit den im Oberbegriff des Patentanspruches 1 angegebenen Merkma­ len.
Eine derartige Antriebsvorrichtung ist bereits durch die DE 38 30 393 C1 bekannt, die zum Öffnen und Schließen eines Kraftfahrzeug-Faltverdecks an beiden hinteren Fahrzeugseiten je einen mit einem Säulenelement des Faltverdecks zusammenwirkenden Hydraulikzylinder vor­ sieht. Das Faltverdeck ist in ein hinteres, von einem Verdeckkastendeckel verschließbares Aufnahmefach einzu­ bringen. In Schließstellung des Faltverdecks stützt sich ein den Verdeckstoff straffender Spannbügel an der Außenseite des geschlossenen Verdeckkastendeckels ab. Damit der Verdeckkastendeckel vor dem Öffnen des ge­ schlossenen Faltverdecks in eine das Aufnahmefach freigebende Öffnungsstellung geschwenkt werden kann, wird zunächst der Spannbügel von einem Hydraulikzylinder aus dem Schwenkbereich des Verdeckkastendeckels in eine aufrechte Stellung hochgeschwenkt. Um für das Ver­ schwenken des Spannbügels den für das Öffnen und Schlie­ ßen des Faltverdecks vorgesehenen Hydraulikzylinder verwenden zu können, ist ein aufwendiger Freigangmecha­ nismus mit zwei Sperreinrichtungen vorgesehen. Ist das Säulenelement und dadurch das mit dem Säulenelement gekoppelte Faltverdeck in Schließstellung von der zugeordneten Sperreinrichtung festgehalten, so kann die andere Sperreinrichtung über den Hydraulikzylinder gelöst und der Spannbügel unter Zwischenschaltung von Übertragungselementen von dem Hydraulikzylinder ver­ schwenkt werden. Die beiden Sperreinrichtungen erfordern kompliziert gestaltete Formteile, die an eine Kulissen­ führung anzupassen sind, so daß die Antriebsvorrichtung aufwendig und teuer zu fertigen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Antriebs­ vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 anzugeben, die auf einfache Weise eine zumindest in einer Bewegungsphase unabhängige Verstellung von zwei verlagerbaren Bauteilen über einen gemeinsamen Stell­ zylinder ermöglicht.
Diese Aufgabe ist durch die im Kennzeichen des Patentan­ spruches 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegen­ stand von Unteransprüchen.
Besonders vorteilhaft ist, daß der Stellzylinder nicht nur wie üblich an einem Ende mit einem zu verstellenden Bauteil verbunden ist, sondern auch an seinem anderen Ende mit einem verstellbaren zweiten Bauteil zusammenwirkt. Die Bewegung des ersten Bauteiles kann vor oder nach der Bewegung des zweiten Bauteiles oder gleichzeitig er­ folgen. In einem Verstellbereich, in dem beispielsweise das zweite Bauteil unabhängig von dem ersten Bauteil über den Stellzylinder verstellt werden soll, ist lediglich das andere Bauteil, bei dem angegebenen Beispiel das erste Bauteil, festzuhalten. Dies kann in einfacher Weise durch einen Anschlag oder durch ein anderes Halteglied erfolgen. Stützt sich beispielsweise das andere Ende des Stellzylinders an einem schwenkbaren Stützglied ab, so kann ein Festhalten des Stützgliedes bei einer vorgegebenen Belastungsrichtung des Stellzy­ linders dadurch erfolgen, daß der Stellzylinder bei dieser Belastungsrichtung das Stützglied oder das zweite Bauteil gegen einen Anschlag belastet. Die Bewegung des zweiten Bauteiles kann dadurch eingeleitet werden, daß in einem Verstellweg des ersten Bauteiles das Stützglied so zwangsweise von diesem ersten Bauteil verschwenkt wird, daß sich für die Kraft des Stellzylinders ein Hebelarm einstellt, durch den eine Weiterverlagerung des Stützgliedes durch die Kraft des Stellzylinders auch dann erfolgen kann, wenn das erste Bauteil beispiels­ weise an einem Anschlag anliegt oder auf andere Weise festgehalten ist. Ebenso kann eine durch den Stellzy­ linder bewirkte Bewegung des zweiten Bauteiles auch in der Weise erfolgen, daß ein verstellbares Halteglied aus dem Verstellweg des Stützgliedes oder des zweiten Bauteiles verlagert wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht von der Antriebsvorrichtung, mit in das hintere Aufnahmefach eingeschwenktem Faltverdeck,
Fig. 2 eine Fig. 1 entsprechende Ansicht in Schließstellung des Faltverdecks und
Fig. 3 eine Fig. 2 entsprechende Ansicht mit aus dem Schwenkbereich des Verdeckkastendeckels hochgeschwenkten Spannbügel.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist die An­ triebsvorrichtung zum Öffnen und Schließen eines Kraft­ fahrzeug-Faltverdecks an einer hinteren Fahrzeugseite oder an beiden hinteren Fahrzeugseiten je eine nach­ folgend beschriebene Antriebsvorrichtung vorgesehen. Um die Einzelteile in den Figuren erkennen zu können, sind diese vorwiegend durch ausgezogene Linien dargestellt, unabhängig davon, ob diese Teile in der betreffenden Ansicht sichtbar oder unsichtbar sind. Das Kraftfahr­ zeug-Faltverdeck ist zur Längsachse symmetrisch ausge­ bildet, so daß auf die zu seitlichen Bauteilen gegen­ überliegenden Teile des Faltverdecks nicht einzugehen ist.
Die Antriebsvorrichtung weist einen Stellzylinder 1 auf, mit dem ein erstes verlagerbares Bauteil und ein zweites verlagerbares Bauteil verstellbar sind. Bei dem Ausführungsbeispiel ist der Stellzylinder 1 ein Hydrau­ likzylinder und das erste verlagerbare Bauteil ein in Schließstellung des Faltverdecks aufrechtstehender Hauptlenker 2, der ein hinteres Säulenelement des Faltverdecks bildet. Ebenso ist es auch möglich, daß der Stellzylinder 1 als Pneumatikzylinder ausgebildet ist. In der Figur ist der Hauptlenker 2 um eine karosserie­ feste Querachse 3 zusammen mit dem Faltverdeck und einem hinteren Spannbügel 4 in eine etwa horizontale Lage in ein hinteres Aufnahmefach 5 eingeschwenkt. Das Aufnah­ mefach 5 ist von einem nicht dargestellten Verdeck­ kastendeckel zu verschließen, der um eine hintere Querachse in eine das Aufnahmefach 5 freigebende Stel­ lung hochschwenkbar ist. Der Spannbügel 4 stellt bei dem Ausführungsbeispiel ein zweites verlagerbares Bauteil dar, daß von dem Stellzylinder 1 in der nachfolgend beschriebenen Weise verstellbar ist. Ein Ende des Stellzylinders 1 wirkt über ein durch zwei miteinander kämmende Stirnräder 6 und 6′ gebildetes Zahnradge­ triebe mit dem Hauptlenker 2 zusammen. Das im Teil­ kreisdurchesser kleinere Stirnrad 6′ ist mit der Querachse 3 des Hauptlenkers 2 fluchtend mit dem Haupt­ lenker 2 verbunden. Das bei dem Ausführungsbeispiel untere, größere Stirnrad 6 weist einen nach unten gerichteten Hebelarm 7 auf, an dem um eine Querachse 8 schwenkbar das eine Ende des Stellzylinders 1 angelenkt ist. Die Achse 9 des Stirnrads 6 liegt bei dem Ausführungsbeispiel unter der Querachse 3 des Stirn­ rads 6′ und ist zu dieser Querachse 3 parallel. Beide Achsen 3 und 9 sind an einem Lagerbock 10 ausge­ bildet, der mit der Fahrzeugkarosserie verbunden ist. Das andere Ende des Stellzylinders 1 ist mit einem Hebelarm eines Stützgliedes 11 verbunden, das an dem karosseriefesten Lagerbock 10 um eine quer verlaufende Achse 12 schwenkbar ist. Um das Faltverdeck schließen zu können, ist zunächst der nicht dargestellte Verdeck­ kastendeckel von Hand oder beispielsweise über einen weiteren Stellzylinder an der oberen Öffnung des Auf­ nahmefaches 5 nach oben wegzuschwenken. Wird nun der Stellzylinder 1 druckbelastet, so fährt die das eine Ende des Stellzylinders 1 bildende Kolbenstange 13 in axialer Richtung aus, so daß sich der Stellzylinder 1 verlängert. Da die Anlenkstelle des Stellzylinders 1 an dem Stützglied 11 liefert als die Schwenkachse 12 des Stützgliedes 11 liegt, wird das Stützglied 11 im Gegen­ uhrzeigersinn belastet. Eine Schwenkbewegung des Stütz­ gliedes 11 im Gegenuhrzeigersinn ist jedoch nicht möglich, da ein durch einen Anschlag 14 gebildetes Halteglied eine derartige Schwenkbewegung verhindert. Das Halteglied könnte auch verstellbar sein und das Stützglied festhalten, wenn es in den Verstellbereich des Stützgliedes verlagert ist. Ebenso ist es auch möglich, daß das Stützglied nicht schwenkbar sondern verschiebbar ist. Der Stellzylinder 1 stützt sich an dem von dem Anschlag 14 festgehaltenen Stützglied 11 ab und verschwenkt beim Ausfahren der Kolbenstange 13 die Stirnräder 6 und 6′, wodurch sich der Hauptlenker 2 aufrichtet und das Faltverdeck geschlossen wird. Bei dem Ausführungsbeispiel ist der Hauptlenker 2 in seinem oberen Bereich mit einem hinteren, nicht dargestellten Dachlenker gelenkig verbunden, der hinten mit einer Hauptsäule 15 in ebenfalls nicht dargestellter Weise gelenkig verbunden ist. Die im unteren Bereich hinter der Querachse 3 um eine weitere Querachse 16 schwenkbare Hauptsäule 15 bildet mit dem hinteren Dachlenker und dem Hauptlenker 2 ein Gelenkparallelogramm. Durch das Hochschwenken des Hauptlenkers 2 beim Schließen des Faltverdecks wird somit auch die Hauptsäule 15 in eine aufrechte Lage geschwenkt, in der der Hauptlenker 2 und die Hauptsäule 15 eine hintere Verdecksäule bilden.
Ist das Faltverdeck gemäß Fig. 2 in Schließstellung gebracht, so liegt bei dem Ausführungsbeispiel der Hebelarm 7 des größeren Stirnradsegments 6 an einem Anschlag 17 an. Dieser Anschlag 17 kann auch entfallen, da bei geschlossenem Faltverdeck ein vorderer Spriegel des Verdeckgestänges an einem oberen Windlaufelement der Windschutzscheibe anliegt, der ebenfalls einen Anschlag bildet, der die Schließstellung des Faltverdecks fest­ legt. Wie man aus der Figur erkennt, hat sich der Spannbügel 4 beim Schließen des Faltverdecks nach oben und etwas nach vorne verlagert ohne seine horizontale Lage wesentlich zu verändern. An einem Hebelarm des Stützgliedes 11 ist ein Ende einer Schubstange 18 angelenkt, die mit ihrem anderen Ende mit einem Hebelarm eines verstellbaren Sicherungshebels 19 um eine Quer­ achse 20 schwenkbar verbunden ist. Der Sicherungshebel 19 ist im Abstand von einer karosseriefesten Schwenk­ achse 21 eines Stützhebels 22 um eine an dem Stützhebel 22 ausgebildete Achse 23 schwenkbar. Ein in Schließ­ stellung nach vorne gerichteter Arm 24 des Spannbügels 4 ist mit einem nach oben gerichteten Hebelarm des Stütz­ hebels 22 um eine Querachse 25 schwenkbar verbunden. Ein Anheben des Spannbügels 4 aus der in Fig. 1 dargestell­ ten Lage in die in Fig. 2 erkennbare hochgestellte Lage wird über einen Schlepphebel 26 erreicht, der mit seinem oberen Ende um eine Querachse 27 an einem unteren, nach hinten gerichteten Hebelarm der Hauptsäule 15 und mit seinem unteren Ende im Abstand von der Schwenkachse 21 des Stützhebels 22 mit dem Stützhebel 22 um eine Quer­ achse 28 schwenkbar verbunden ist. Bei diesem Anheben des Spannbügels 4 wird durch die Schwenkbewegung des Stützhebels 22 der Sicherungshebel 19 ebenfalls ange­ hoben und in die in der Figur dargestellte Lage ver­ schwenkt. In dieser Lage ist ein am Lagerbock 10 be­ festigter Sicherungszapfen 29 in einen einseitig offe­ nen, um die Achse 23 kreisbogenabschnittförmigen Schlitz 30 in einem nach vorne gerichteten Hebelarm des Siche­ rungshebels 19 eingetreten. Der Sicherungszapfen könnte auch mit einem von dem einen Ende des Stellzylinders 1 bewegten Element, beispielsweise mit dem Stirnradsegment 6, verbunden sein. Wie man aus der Figur erkennt, ist das Stützglied 11 von der Schubstange 18 kurz vor dem Schließen des Faltverdecks von dem Anschlag 14 weg zwangsweise über die Achse 12 des Stützgliedes 11 verschwenkt worden. In dieser Stellung des Stützgliedes 11 bildet die Kraft des Stellzylinders 1 einen Hebelarm zur Achse 12, so daß das Stützglied 11 im Uhrzeigersinn verschwenken kann, während das Stirnradsegment 6 an dem Anschlag 17 anliegt und dadurch das Faltverdeck ge­ schlossen hält.
Diese Schwenkbewegung des Stützgliedes 11 überträgt sich auf den Spannbügel 4, der dadurch aus dem Schwenkbereich des Verdeckkastendeckels in die in Fig. 3 dargestellte Lage hochschwenkt. Wie man beispielsweise aus dieser Figur erkennt, wird die Schwenkbewegung des Spannbügels 4 über den Stützhebel 22 und einen Steuerhebel 31 bewirkt. Der Steuerhebel 31 ist hierzu mit einem End­ bereich hinter der Anlenkstelle 25 des Stützhebels 22 um die Achse 32 schwenkbar mit dem Arm 24 des Spannbügels 4 und mit seinem anderen Endbereich im Abstand von der Schwenkachse 21 mit dem Stützhebel 22 um die Querachse 33 jeweils schwenkbar verbunden. Wie man der Figur weiter entnimmt, wird beim Hochschwenken des Spannbügels 4 auch der Sicherungshebel 19 in die dargestellte Lage verschwenkt, in der der Sicherungszapfen 29 am innen­ liegenden Endabschnitt des Schlitzes 30 anliegt. Der Sicherungszapfen 29 begrenzt dadurch den Schwenkbereich des Spannbügels 4 und legt seine hochgestellte Lage fest, in der der Spannbügel 4 aus dem Schwenkbereich des nicht dargestellten Verdeckkastendeckels verlagert ist. In dieser hochgeschwenkten Stellung des Spannbügels 4 kann der Verdeckkastendeckel in seine das Aufnahmefach 5 verschließende Normalstellung heruntergeschwenkt werden. Wird nachfolgend der Stellzylinder 1 so aktiviert, daß die Kolbenstange 13 des Stellzylinders 1 einfährt und sich der Stellzylinder 1 verkürzt, so werden das Stütz­ glied 11, die Schubstange 18, der Sicherungshebel 19, der Steuerhebel 31 und der Spannbügel 4 in die in Fig. 2 dargestellte Lage verlagert, die der für den Fahrbetrieb des Fahrzeugs vorgesehenen Schließstellung entspricht, wenn der auf dem Verdeckkastendeckel heruntergeschwenkte Spannbügel 4 über eine nicht dargestellte Schließein­ richtung mit dem Verdeckkastendeckel oder der Fahr­ zeugkarosserie verbunden ist. Beim Herunterklappen des Spannbügels 4 aus der in Fig. 3 dargestellten Stellung bleibt das übrige Faltverdeck geschlossen, da der mit dem Schlitz 30 zusammenwirkende Sicherungszapfen 29 den Stützhebel 22 und damit die Hauptsäule 15, den Haupt­ lenker 2 und die Stirnräder 6 und 6′ festhält.
Ein Öffnen des Faltverdecks erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, nach der zunächst der Spannbügel 4 von dem Stellzylinder 1 und anschließend der Verdeckkastendeckel manuell oder über eine Verstelleinrichtung hochzuklappen ist, damit das Faltverdeck durch den Stellzylinder 1 in das Aufnahmefach eingebracht werden kann, das dann von dem Verdeckkastendeckel zu verschließen ist.
Die Erfindung wurde anhand einer zum Öffnen und Schlie­ ßen eines Fahrzeug-Faltverdecks vorgesehen Antriebs­ vorrichtung erläutert. Sie ist jedoch keineswegs auf diese Anwendung beschränkt zu sehen. Der Erfindung liegt vielmehr ein Erfindungsgedanke zugrunde, nach dem mit einem einzigen Stellzylinder zwei verlagerbare Bauteile auch unabhängig voneinander zu verstellen sind. Da jeweils ein Ende des Stellzylinders mit einem der verlagerbaren Bauteile direkt oder über Zwischenglieder verbunden ist, kann eine von dem anderen Bauteil unab­ hängige Bewegung eines Bauteiles über das zugeordnete Ende des Stellzylinders dann erfolgen, wenn das andere Bauteil festgehalten ist. Dieser Gedanke ist auch auf andere Anwendungsfälle übertragbar, bei denen in ähn­ licher Weise zwei verlagerbare Bauteile von einem gemeinsamen Stellzylinder zu verstellen sind. Sollte der Stellzylinder ausfallen, so ist eine manuelle Betätigung erleichtert, da der Betätiger zwangsweise den korrekten Bewegungsablauf einhält und die Öffnungsbewegung des Spannbügels von dem mit dem Endbereich des Schlitzes zusammenwirkenden Sicherungszapfen begrenzt ist. Der Verdeckbezug kann sich auf diese Weise nicht einklemmen. Wird das Faltverdeck mit nur einem Zylinder an einer Fahrzeugseite angetrieben, so kann auf der anderen Fahrzeugseite beispielsweise eine Gasfeder verwendet werden. Diese kann zwischen einem nach oben gerichteten Schenkel des Sicherungshebels und dem Stützhebel ange­ ordnet sein, um ein leichteres Verstellen zu bewirken.

Claims (16)

1. Antriebsvorrichtung, insbesondere für ein Kraft­ fahrzeug-Faltverdeck, mit einem Stellzylinder, der mit einem Ende mit einem ersten verlagerbaren Bauteil zusammenwirkt, und einem zweiten verlager­ baren Bauteil, das in einer Stellung des ersten Bauteiles unabhängig von diesem Bauteil von dem Stellzylinder verlagerbar ist, dadurch gekenn­ zeichnet, daß sich das andere Ende des Stellzy­ linders (1) an einem verstellbaren Stützglied (11) abstützt, das beim Verstellen das zweite Bauteil (Spannbügel 4) verlagert und in einem Verstell­ bereich des ersten Bauteiles (Hauptlenker 2) von einem Halteglied (Anschlag 14) festgehalten ist.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, für ein Kraftfahrzeug-Faltverdeck, das zusammen mit einem hinteren Spannbügel in ein hinteres, vom einem Verdeckkastendeckel verschließbares Aufnahmefach einzubringen ist, mit einem hinteren Säulenelement des Faltverdecks, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Bauteil (Hauptlenker 2) das Säulenelement und das zweite Bauteil der Spannbügel (4) ist und das Stützglied (11) bei geschlossenem Faltverdeck von dem Stellzylinder (1) verstellbar ist.
3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützglied (11) zumindest bei einer Anfangsschließbewegung des Faltverdecks von dem Halteglied (Anschlag 14) festgehalten ist.
4. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützglied (11) an der Fahrzeugkarosserie verstellbar ist.
5. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützglied (11) um eine Achse (12) schwenkbar ist und der Stellzy­ linder (1) an einem Hebelarm des Stützgliedes (11) gelenkig befestigt ist.
6. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteglied durch einen Anschlag (14) gebildet ist.
7. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützglied (11) verschiebbar ist und das verstellbare Halteglied das Stützglied festhält, wenn es in den Verschie­ beweg des Stützgliedes verlagert ist.
8. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Stützglied (11) ein Ende einer Schubstange (18) angelenkt ist, die mit dem anderen Ende mit einem verstellbaren Sicherungshebel (19) gelenkig verbunden ist.
9. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherungshebel (19) im Abstand von der Schwenkachse (21) eines Stützhebels (22) um eine an dem Stützhebel (22) ausgebildete Achse (23) schwenkbar ist und ein in Schließstellung des Faltverdecks nach vorne ge­ richteter Arm (24) des Spannbügels (4) mit einem nach oben gerichteten Hebelarm des Stützhebels (22) und die Schubstange (18) mit einem Hebelarm des Sicherungshebels (19) jeweils gelenkig verbunden sind.
10. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Schwenkbewegung des Spannbügels (4) steuernder Steuerhebel (31) mit einem Endbereich im Abstand von der Anlenkstelle (25) des Stützhebels (22) mit dem Arm (24) des Spannbügels (4) und mit seinem anderen Endbereich im Abstand von der Schwenkachse (21) des Stützhe­ bels (22) mit dem Stützhebel (22) jeweils gelenkig verbunden ist.
11. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Hebelarm des Sicherungshebels (19) ein einseitig offener, um die Achse (23) des Sicherungshebels (19) kreisbogenab­ schnittförmiger Schlitz (30) ausgebildet ist, in den bei geschlossenem Faltverdeck ein ortsfester oder ein von einem Stirnradsegment axial abstehen­ der Sicherungszapfen (29) eingreift, der ein Verschwenken des Stützhebels (22) und damit ein Öffnen des Faltverdecks verhindert, wenn der Spannbügel (4) aus der Schließstellung hochge­ schwenkt ist.
12. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherungszapfen (29) bei hochgeschwenktem Spannbügel (4) am inneren Endab­ schnitt des Schlitzes (30) anliegt und den Schwenk­ bereich des in Schließstellung des Faltverdecks etwa horizontalen Spannbügels (4) nach oben be­ grenzt.
13. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Säulenelement ein in Schließstellung des Faltverdecks aufrecht stehender Hauptlenker (2) ist, der im unteren Bereich um eine Querachse (3) schwenkbar ist, und daß der Stellzylinder (1) über ein Zahnradgetriebe (Stirnräder 6 und 6′) mit dem Hauptlenker (2) zusammenwirkt.
14. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Zahnradgetriebe durch zwei miteinander kämmende Stirnräder (6 und 6′) gebildet ist, die um parallele Achsen (3 bzw. 9) schwenkbar sind.
15. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das im Teilkreisdurchmesser kleinere Stirnrad (6′) mit der Querachse (3) des Hauptlenkers (2) fluchtend mit dem Hauptlenker (2) verbunden ist und an einem unteren Hebelarm des unteren größeren Stirnrads (6) das eine Ende des Stellzylinders (1) angelenkt ist.
16. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, mit einer im Bereich des Säulenelements ange­ ordneten, in Schließstellung des Faltverdecks aufrecht stehenden Hauptsäule, die unten um eine Querachse schwenkbar befestigt ist, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Hauptsäule (15) in ihrem oberen Bereich über einen Dachlenker gelenkig mit dem Säulenelement (Hauptlenker 2) verbunden ist und an einem unteren Hebelarm der Hauptsäule (15) ein Schlepphebel (26) angelenkt ist, der mit seinem anderen Ende im Abstand von der Schwenkachse (21) des Stützhebels (22) mit dem Stützhebel (22) gelenkig verbunden ist.
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