DE3938513A1 - Bewegliches dach und gebaeude mit einem solchen dach - Google Patents
Bewegliches dach und gebaeude mit einem solchen dachInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein bewegliches
Dach und auf ein Gebäude, das ein solches Dach besitzt.
Unter dem Begriff "bewegliches Dach" ist in der gesamten
Offenbarung ein Dach zu verstehen, das geöffnet und
geschlossen werden kann.
Bewegliche Dächer sind sehr wünschenswert, da sie dann,
wenn sie geöffnet sind, Sonnenlicht und frische Luft
einlassen und ein Gefühl von Freiheit vermitteln, während
sie dann, wenn sie geschlossen sind, den von ihnen
überdeckten Raum gegen schlechtes Wetter schützen. Aus
diesem Grunde sind verschiedene Bauarten von beweglichen
Dächern bereits früher vorgeschlagen und entwickelt
worden. Beim Betrieb eines bekannten Daches kann das Dach,
z.B. einfach seitlich, aus seiner Lage über eine
Innenfläche heraus verschoben werden.
In Fig. 1 ist ein übliches bewegliches Dach dargestellt,
das aus einem festen Dachteil 40 und einem beweglichen
Dachteil 42 besteht. Das bewegliche Dachteil 42 kann in
eine zurückgezogene Lage über dem festen Dachteil 40
bewegt werden, wobei der Innenraum 44 dann in Verbindung
mit der äußeren Umwelt steht; oder das bewegliche Dachteil
42 kann vorgeschoben werden, um den Innenraum 44 von der
äußeren Umwelt abzuschließen.
Andere Bauarten von üblichen beweglichen Dächern sind so
aufgebaut, daß sie wie ein Akkordeon zusammengefaltet
werden, wenn sie zurückgezogen sind.
Bei den obigen Bauarten von beweglichen Dächern, bei denen
der erwünschte Schutz vor der äußeren Umwelt oder eine
Verbindung mit ihr erreichbar sind, bestehen jedoch die
folgenden Probleme:
- 1. Wenn das bewegliche Dachteil einfach seitlich bewegt wird, wird ein Raum benötigt, um das bewegliche Dachteil auf der Außenseite des Gebäudes aufzubewahren, was einen Verlust an Raum bedeutet. Darüber hinaus müssen entsprechende Lagerpunkte des beweglichen Dachteiles gleichzeitig bewegt werden, insbesondere für ein Dach, das eine große Distanz überspannt.
- 2. Wenn die Bauart benutzt wird, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, kann sich das bewegliche Dachteil 42 in eine Lage oberhalb des festen Dachteiles 40 bewegen, so daß der Raum zum Aufbewahren des beweglichen Dachteiles 42 außerhalb des Gebäudes nicht notwendig ist. Das feste Dachteil 40 muß jedoch verstärkt werden, um eine erhebliche Festigkeit zu haben, damit es das bewegliche Dachteil 42 tragen kann. Da das bewegliche Dachteil 42 darüber hinaus von der Ausleger-Bauart ist, muß es sehr verstärkt werden, um eine erhebliche Steifigkeit zu haben, um sich selbst zu tragen. Die Kosten einer solchen Bauart sind daher sehr hoch. Wenn ein wie eine Ziehharmonika betätigbares Dach verwendet wird, ist zusätzlicher Raum zum Aufbewahren des Daches außerhalb des Gebäudes nicht notwendig. Es ist jedoch trotzdem notwendig, einen Aufbewahrungsraum oder ähnliches vorzusehen, um das gefaltete Dach innerhalb oder außerhalb des Gebäudes aufzubewahren. Der Antriebsmechanismus zum Bewegen des beweglichen Dachteiles ist darüber hinaus schwer an die äußere Formgebung des Daches anzupassen.
- 4. Die bisher bekannten Dächer können keine Dom-Form aufweisen; sie müssen vielmehr z.B. flache Formen haben, wenn diese Dächer über Innenräumen geschlossen sind. Die mögliche Formgebung solcher Dächer ist daher begrenzt.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
bewegliches Dach vorzusehen, das bewegliche Dachteile hat,
für die ein Aufbewahrungsraum wirksam innerhalb des
Gebäudes selbst angeordnet ist, das aber alle üblichen
Funktionen von beweglichen Dächern aufweist, nämlich das
Hereinlassen von Sonnenlicht und frischer Luft in das
Gebäude und Vermitteln eines Gefühles der Freiheit, wobei
gleichzeitig das Innere von den Wirkungen schlechten
Wetters geschützt werden soll; ferner soll das Dach eine
ausgezeichnete Steifigkeit haben und es soll möglich sein,
dem Dach eine dreidimensionale Form und ein
ausgezeichnetes Aussehen zu geben.
Nach der vorliegenden Erfindung hat das bewegliche Dach
eine Vielzahl von Sätzen, die jeweils feste Dachteile und
bewegliche Dachteile enthalten.
Die festen Dachteile sind fest auf vorgeschriebenen Orten
aufgebaut. Jedes der festen Dachteile hat eine Öffnung,
die sich im wesentlichen nach oben erstreckt, und eine im
wesentlichen kreisförmige Schienenbahn rund um die Öffnung
herum. Wenigstens ein Teil jedes festen Dachteiles
durchschneidet die Wand eines anderen festen Dachteiles
so, daß die Öffnungen teilweise zusammenfallen und auf
diese Weise eine Gesamtöffnung bilden.
Die beweglichen Dachteile sind beweglich auf den festen
Dachteilen angeordnet. Jedes der beweglichen Dachteile ist
radial innerhalb von kreisförmigen Schienenbahnen
angeordnet, die auf den jeweiligen festen Dachteilen
angeordnet sind. Jedes der beweglichen Dachteile hat eine
erste bogenförmige Kante, die an der entsprechenden ersten
kreisförmigen Schienenbahn angeordnet ist. Die Krümmung
der ersten bogenförmigen Kante entspricht der Krümmung der
ersten kreisförmigen Schienenbahn des festen Dachteiles
so, daß jedes bewegliche Dachteil in der Lage ist, sich
rund um die Achse der ersten Schienenbahn des
entsprechenden festen Dachteiles zu drehen, um auf diese
Weise am Öffnen und vollständigen Schließen der
Gesamtöffnung teilzunehmen.
Im einzelnen ist jedes der beweglichen Dachteile am festen
Dachteil über erste Verbindungsmittel verbunden und wird
mit Hilfe von ersten Antriebsmitteln in Bewegung gesetzt.
Jedes feste Dachteil besteht im einzelnen aus dem
Abschnitt einer Kugel, bei der ein Unterabschnitt entfernt
ist, so daß auf diese Weise eine Öffnung von im
wesentlichen kreisförmigem Ausmaß mit im wesentlichen
ebener Kante erzeugt wird, auf der eine erste Schienenbahn
angeordnet ist. Jedes bewegliche Dachteil ist
darüber hinaus im allgemeinen der Abschnitt des
Unterabschnitts einer Kugel.
Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
bestehen die Sätze von festen Dachteilen und beweglichen
Dachteilen im allgemeinen aus Abschnitten von Kugeln. Die
Kugeln haben leicht unterschiedliche Radien und sind
konzentrisch ineinander angeordnet.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung besteht jedes der beweglichen Dachteile aus
einem ersten beweglichen Dachteil und einem zweiten
beweglichen Dachteil. Die ersten und zweiten beweglichen
Dachteile desselben beweglichen Dachteiles sind
Unterabschnitte derselben Kugel. Jedes der beweglichen
Dachteile hat erste und zweite bogenförmige Kanten. Jedes
der ersten beweglichen Dachteile ist mit der ersten
bogenförmigen Kante beweglich auf der ersten Schienenbahn
des entsprechenden festen Dachteiles angeordnet. Jedes der
ersten beweglichen Dachteile hat auch eine zweite
bogenförmige Schienenbahn, die benachbart und längs der
zweiten bogenförmigen Kante ist. Jedes der zweiten
beweglichen Dachteile ist mit seiner ersten bogenförmigen
Kante beweglich auf der zweiten Schienenbahn des
entsprechenden beweglichen ersten Dachteiles angeordnet.
Das bewegliche Dach hat vorzugsweise eine Vielzahl von
Lagerbahnen, auf denen das zweite bewegliche Dachteil
bewegt werden kann, das von der entsprechenden zweiten
Schienenbahn überführt wird. Jede der Lagerbahnen ist
bogenförmig und ist auf dem jeweiligen festen Dachteil
angeordnet, und zwar so, daß sie in der Lage ist, bei
Ausrichtung mit dem entsprechenden zweiten Schienenteil
glatt einen kompletten Kreis zu bilden.
Jedes der zweiten beweglichen Dachteile ist vorzugsweise
über zweite Verbindungsmittel mit den ersten beweglichen
Dachteilen und mit den festen Dachteilen verbunden. Jedes
der zweiten beweglichen Dachteile wird mit Hilfe von
zweiten Antriebsmitteln in Bewegung versetzt.
Unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen werden
nun verschiedene bevorzugte Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung im einzelnen beschrieben.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht im Schnitt eines
beweglichen Daches nach dem Stand der Technik.
Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht eines
Stadions, das ein bewegliches Dach nach einem
ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung hat, wobei dieses Dach geöffnet ist.
Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht des Stadions
nach Fig. 2, wobei das Dach geschlossen ist.
Fig. 4 ist eine vereinfachte perspektivische Ansicht
des festen Dachteiles und des beweglichen
Dachteils bei einem beweglichen Dach nach
Fig. 2, wobei der Abschnitt der kugelförmigen
Fläche dargestellt ist, in der die Dachteile
liegen.
Fig. 5 ist eine vereinfachte perspektivische Ansicht
des anderen festen Dachteils und des anderen
beweglichen Dachteils bei einem beweglichen
Dach nach Fig. 2, wobei der Abschnitt der
Kugelfläche dargestellt ist, in der die
Dachteile liegen.
Fig. 6 ist eine vereinfachte Ansicht, die die
Bewegung des beweglichen Daches nach Fig. 2
zeigt und ferner den Abschnitt der
Kugelfläche, in der die Dachteile liegen.
Fig. 7 ist eine perspektivische Ansicht eines
Stadions, das ein bewegliches Dach nach einem
zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung hat, wobei das Dach geöffnet ist.
Fig. 8 ist eine perspektivische Ansicht des Stadions
nach Fig. 7, wobei das Dach geschlossen ist.
Fig. 9 ist eine vereinfachte Draufsicht des
beweglichen Daches nach Fig. 8.
Fig. 10 ist eine perspektivische Ansicht eines
Stadions, das ein bewegliches Dach nach einem
dritten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung hat, wobei das Dach geöffnet ist.
Fig. 11 ist eine perspektivische Ansicht eines
Stadions nach Fig. 10, wobei das Dach
geschlossen ist.
Fig. 12 ist eine vereinfachte perspektivische Ansicht
eines festen Dachteiles, eines ersten
beweglichen Dachteiles und eines zweiten
beweglichen Dachteiles, wobei diese Teile bei
einem beweglichen Dach nach Fig. 10 angewendet
werden.
Fig. 13 ist eine vereinfachte perspektivische Ansicht
des anderen festen Dachteiles, des anderen
ersten beweglichen Dachteiles und des anderen
zweiten beweglichen Dachteiles, wobei alle
diese Teile bei einem beweglichen Dach nach
Anspruch 10 verwendet werden.
Fig. 14 ist eine perspektivische Ansicht, die die
Schienenbahnen beim beweglichen Dach nach
Fig. 10 zeigt, auf denen sich die Dachteile
bewegen, wenn die zweite Schienenbahn und die
Lagerbahn sich nicht treffen.
Fig. 15 ist eine perspektivische Ansicht, die die
Schienenbahnen bei einem faltbaren Dach nach
Fig. 10 zeigt, auf denen sich die beweglichen
Dachteile bewegen, wobei der Zustand
dargestellt ist, daß die zweite Schienenbahn
und die Lagerbahn in Ausrichtung miteinander
sind.
Fig. 16 ist eine vereinfachte Seitenansicht des festen
Dachteils und des ersten und zweiten
beweglichen Dachteiles, wie sie bei dem
beweglichen Dach nach Fig. 10 verwendet
werden, wobei ein Abschnitt der Kugelfläche
dargestellt ist, in dem die Dachteile liegen.
Fig. 17 ist eine perspektivische Ansicht, die eine
Abwandlung der Schienenbahnen darstellt, auf
denen die Dachteile sich bei dem beweglichen
Dach nach Fig. 1 bewegen.
Fig. 18 ist eine perspektivische Ansicht eines
Stadions, die ein bewegliches Dach nach einem
vierten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung hat, wobei das Dach geöffnet ist.
Fig. 19 ist eine perspektivische Ansicht eines
Stadions nach Fig. 18, wobei das Dach
geschlossen ist.
Fig. 20 ist eine perspektivische Ansicht der festen
Dachteile, wie sie bei einem beweglichen Dach
nach Fig. 18 verwendet werden.
Fig. 21 ist eine vereinfachte Seitenansicht eines der
festen Dachteile in Fig. 18.
Fig. 22 ist eine vereinfachte Draufsicht auf das feste
Dachteil nach Fig. 21.
Fig. 23 ist eine vereinfachte Seitenansicht des
anderen festen Dachteiles nach Fig. 18.
Fig. 24 ist eine vereinfachte Draufsicht auf das feste
Dachteil nach Fig. 23.
Fig. 25 ist eine vereinfachte Draufsicht der festen
Dachteile nach Fig. 20.
Fig. 26 ist eine Erklärungs-Darstellung, die die
Bewegungsrichtung der beiden beweglichen
Dachteile 66 und 68 in Fig. 18 zeigt.
Fig. 27 ist eine vereinfachte Draufsicht auf eine
Abwandlung der Anordnung der festen Dachteile
gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung.
Fig. 28 ist eine vereinfachte Seitenansicht der
Abwandlung nach Fig. 27.
Fig. 29 ist eine perspektivische Ansicht eines
Stadions, das ein bewegliches Dach nach einer
fünften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung hat, wobei das Dach geöffnet ist.
Fig. 30 ist eine perspektivische Ansicht des Stadions
nach Fig. 29, wobei das Dach geschlossen ist.
Fig. 31 ist ein vereinfachtes Diagramm, das die
Bewegungsrichtung der in Fig. 29 dargestellten
beweglichen Dachteile zeigt.
In den Fig. 2 und 3 ist ein Stadion 50 dargestellt, das
mit einem beweglichen Dach nach einem ersten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ausgerüstet
ist. Das Stadion 50 umfaßt ein im wesentlichen
kreisförmiges Spielfeld 54 zum Austragen von -
beispielsweise - Baseballspielen sowie eine im allgemeinen
kreisförmige Zuschauergalerie 56, die rund um das
Spielfeld 54 angeordnet ist, sowie ein im allgemeinen
dom-förmiges, bewegliches Dach 52, das bewegliche
Dachteile 66 und 68 aufweist, die in ihrer geschlossenen
Stellung das gesamte Spielfeld 54 und die Zuschauergalerie
56 überdecken. Das Stadion 50 hat eine Vielzahl von
Ein- und Ausgängen 58. Um das Stadion herum ist ein Park
60 angelegt.
Das Dach 52 besitzt ein Paar von festen Dachteilen 62 und
64, die fest auf dem ebenen Grund aufgebaut sind und den
unteren Abschnitt des Daches 52 darstellen, sowie ein Paar
von beweglichen Dachteilen 66 und 68, die entlang von
Schienen bewegt werden können, die an den festen
Dachteilen 62 und 64 angeordnet sind und die den oberen
Teil des Daches bilden, wenn dieses Dach geschlossen ist.
Wie dies in Fig. 2 dargestellt ist, hat das bewegliche
Dach dann, wenn es offen ist, eine solche Form, daß die
festen Dachteile 62 und 64 (die ihrerseits jeweils
Abschnitte von Kugeln mit etwa gleichen Radien sind)
einander konzentrisch überlappen.
Um dies noch klarer darzustellen, sind die Formen der
festen Dachteile 62 und 64 in den Fig. 4 und 5
dargestellt. Wie am besten in Fig. 4 dargestellt, ist das
feste Dachteil 62 ein Abschnitt einer Kugel 70 mit einem
äußeren Radius R und einer Dicke T, wobei zwei
Unterabschnitte 72 und 74 der Kugel entfernt sind. Dabei
ist der Unterabschnitt 72 der größere Abschnitt der Kugel
70 und wird von einer Ebene 76 begrenzt, die durch die
Kugel 70 oberhalb deren Mittelpunkt hindurchgeht. Die
Ebene 76 in Fig. 4 fällt mit der Ebene des Erdbodens in
Fig. 2 zusammen. Der andere Unterabschnitt 74 der Kugel 70
wird durch eine Ebene 78 begrenzt, die nicht parallel ist
mit der Ebene 76, so daß auf diese Weise eine geneigte
Öffnung 82 gebildet wird, die sich nach oben öffnet und
einen kreisförmigen Rand 83 hat. Die Mittelachse der
kreisförmigen Öffnung 82 ist gegenüber der Mittelachse des
Abschnittes 72 geneigt.
Wie dies am besten in Fig. 5 dargestellt ist, ist das
andere feste Dachteil 64 ein Abschnitt einer Kugel 84 mit
einem äußeren Radius (R-T) und einer Dicke T, wobei zwei
Unterabschnitte der Kugel entfernt sind. Dabei ist der
Unterabschnitt 86 der größere Abschnitt der Kugel 84 und
wird durch eine Ebene 76 begrenzt, welche die Kugel 84
oberhalb ihres Mittelpunktes schneidet. Der andere
Unterabschnitt 88 der Kugel 84 wird durch die Ebene 80
bestimmt, die nicht mit der Ebene 76 parallel ist und die
eine geneigte Öffnung 92 schafft, die sich nach oben
öffnet und die einen kreisförmigen und ebenen Rand 93 hat.
Die Mittelachse der kreisförmigen Öffnung 92 ist gegenüber
der Achse, die senkrecht zum Mittelpunkt der Kugel 84
geht, geneigt.
Die Öffnungen 82 und 92 sind gleichmäßig gegeneinander
geneigt, so daß die jeweiligen Achsen, die senkrecht in
den Ebenen der Öffnungen 82 und 92 stehen, in demselben
Winkel gegenüber dem Erdboden geneigt sind. Die Höhen der
höchsten Punkte der Öffnungen 82 und 92 sind im
allgemeinen dieselben.
Bei der nun wieder betrachteten Fig. 2 überlappen die
festen Dachteile 62 und 64 einander konzentrisch. Das
feste Dachteil 64 mit dem kleineren Radius (R-T) wird im
wesentlichen umgeben und paßt in das größere feste
Dachteil 62 mit dem größeren Radius (R).
Die senkrechten Achsen der Öffnungen 82 und 92 sind in
einer senkrechten Ebene gegeneinander geneigt. Daher wird
oberhalb des Spielfeldes 54 eine vollständige Öffnung 94
dann gebildet, wenn die Öffnungen 82 und 92 (die, von oben
gesehen, eine im wesentlichen ovale Form haben und die,
von der Seite gesehen, eine V-Form haben) zusammenfallen.
Die Form jedes der beweglichen Dachteile 66 und 68 ist ein
Abschnitt einer Kugel, deren äußere Fläche eine
fortlaufend sanft gebogene Fläche mit der äußeren
Oberfläche jedes der entsprechenden festen Dachteile 62
und 64 dann bildet, wenn das Dach geschlossen ist.
Im einzelnen ist gemäß Fig. 4 das bewegliche Dachteil 66
ein Abschnitt des Unterabschnittes 74, wobei ein weiterer
Unterabschnitt, der durch die Ebene 100 begrenzt wird,
entfernt ist. Wie dies in ähnlicher Weise in Fig. 5
dargestellt ist, ist das bewegliche Dachteil 68, das im
wesentlichen dieselbe Form hat wie das bewegliche Dachteil
66, ein Abschnitt des Unterabschnittes 88 (wobei ein
weiterer Unterabschnitt, der durch die Ebene 104 begrenzt
ist, entfernt ist).
Das bewegliche Dachteil 66 hat erste und zweite
bogenförmige Kanten 102 und 110 und das bewegliche
Dachteil 68 hat erste und zweite gebogene Kanten 106 und
112. Die erste gebogene Kante 102 liegt dem Rand 83 der
Öffnung 82 gegenüber und die erste gebogene Kante 106
liegt dem Rand 93 der Öffnung 92 gegenüber. Die zweite
gebogene Kante 110 ist gegenüber dem Rand 83 der Öffnung
82 geneigt und die zweite gebogene Kante 112 ist gegenüber
dem Rand 93 der Öffnung 92 geneigt.
Das bewegliche Dachteil 66 ist über ein Verbindungsmittel
97 an der ersten bogenförmigen Kante 102 mit der Öffnung
82 des festen Dachteiles 62 verbunden. Das bewegliche
Dachteil 68 ist über Verbindungsmittel 99 an der ersten
bogenförmigen Kante 106 mit der Öffnung 92 des festen
Dachteiles 64 verbunden. Jedes der Verbindungsmittel 97
und 99, das jeweils die Bewegung der beweglichen Dachteile
66 und 68 ermöglicht, umfaßt eine Schiene, die am festen
Dachteil angeordnet ist, sowie eine Räder-Laufvorrichtung,
die am beweglichen Dachteil angeordnet ist.
Die kreisförmigen Schienenbahnen 96 und 98 sind jeweils an
den Rändern 83 und 93 der Öffnungen 82 und 92 angebracht
und ermöglichen eine kreisförmige Bewegung der beweglichen
Dachteile 66 und 68.
Die beweglichen Dachteile 66 und 68 haben jeweils nicht
dargestellte Räder-Laufvorrichtungen an ihren ersten
Kanten 102 bzw. 110.
Jede der Räder-Laufvorrichtungen der beweglichen Dachteile
66 und 68 kann entlang der kreisförmigen Schienenbahnen 96
oder 98 der festen Dachteile 62 oder 64 rollen. Die
beweglichen Dachteile 66 und 68 haben nicht dargestellte
Antriebsvorrichtungen, um die Räder-Laufvorrichtung
anzutreiben. Als Folge davon überdeckt jedes der
beweglichen Dachteile 66 und 68 wenigstens einen Abschnitt
der entsprechenden Öffnung 82 oder 92 und ist in der Lage,
sich längs der betreffenden Schienenbahn 96 oder 98 zu
bewegen.
Anstelle der Räder-Laufvorrichtung können zum Zwecke eines
sanfteren Laufes auch andere Vorrichtungen benutzt werden,
wie z.B. pneumatische oder magnetische
Schwebevorrichtungen.
Wie dies in Fig. 3 dargestellt ist, ragt das bewegliche
Dachteil 66, wenn es in der höchsten Lage auf dem festen
Dachteil 62 angeordnet ist, über die senkrechte
Mittelebene hinaus, die ihrerseits ein Paar von Punkten
108 einschließt, an denen sich der Rand 83 der Öffnung 82
und der Rand 93 der Öffnung 92 schneiden. In ähnlicher
Weise ragt das bewegliche Dachteil 68 über die senkrechte
Mittelebene hinaus, wenn es in der höchsten Lage auf dem
festen Dachteil 64 angeordnet ist. Dabei überlappt das
bewegliche Dachteil 66 das bewegliche Dachteil 68 leicht,
wenn beide beweglichen Dachteile 66 und 68 sich in ihren
jeweiligen Höchstlagen befinden und die zweiten
bogenförmigen Kanten 110 und 112 der beweglichen Dachteile
66 und 68 sind parallel zueinander.
Bei dem Zustand, wie er in Fig. 2 dargestellt ist,
befinden sich die beweglichen Dachteile 66 und 68 in ihren
jeweils untersten Stellungen. In diesem Zustand ist die
Gesamtöffnung 94, die durch die Öffnungen 82 und 92
gebildet wird, vollständig geöffnet, so daß das Spielfeld
54 und die Zuschauergalerie 56 mit der äußeren Umgebung in
Verbindung stehen. Da der innere Radius des beweglichen
Dachteiles 66 gleich ist dem Maß (R-T), überlappt das
bewegliche Dachteil 66 das feste Dachteil 64. Da der
äußere Radius des beweglichen Dachteiles 68 ebenfalls
gleich dem Maß (R-T) ist, wird das bewegliche Dachteil
68 unter dem festen Dachteil 62 verborgen.
Um die Gesamtöffnung 94 vollständig zu schließen, befinden
sich in Fig. 3 die beweglichen Dachteile 66 und 68 in
ihrer jeweils obersten Stellung. Das bewegliche Dachteil
66 wird längs der Schienenbahn 96 auf dem Rand 83 der
Öffnung 82 bewegt und das bewegliche Dachteil 68 wird
längs der Schienenbahn 98 am Rand 93 der Öffnung 92
bewegt. Da jedes bewegliche Dachteil 66 bzw. 68 der
Abschnitt einer Kugel ist, arbeiten sie in der Weise
zusammen, daß sie im wesentlichen den Abschnitt einer
kugelförmigen Fläche bilden, wenn die Gesamtöffnung 94
geschlossen wird.
Im geschlossenen Zustand sind die zweiten bogenförmigen
Kanten 110 und 122 der beweglichen Dachteile 66 und 68
miteinander überlappt, so daß das Innere des Stadions 50
vor einem rauhen Wetter bewahrt werden kann. Das gesamte
bewegliche Dach bildet dann im wesentlichen den Abschnitt
einer Kugel, die das Spielfeld 54 und die Zuschauergalerie
56 überwölbt.
Da die Schienenbahnen 96 und 98 unabhängig voneinander
sind und da die beweglichen Dachteile 66 und 68
verschiedene Radien haben, können die Dachteile 66 und 68
unabhängig voneinander bewegt werden.
Wenn die beweglichen Dachteile 66 und 68 folglich
gleichzeitig in dieselbe Richtung bewegt werden, um das
Dach zu öffnen, bewegen sich die überlappten zweiten
bogenförmigen Kanten schrittweise voneinander weg. Für die
Zuschauergalerie im Stadion erscheint eine solche Öffnung
zunächst als eine schmale Linie, die sich allmählich
verbreitert, so daß der sichtbare Ausschnitt des Himmels
langsam ansteigt, und zwar in einem parallelen, drehenden
Verhältnis.
Wenn die beweglichen Dachteile 66 und 68 in
entgegengesetzten Richtungen bewegt werden, verbreitert
sich eine im wesentlichen keilförmige Öffnung allmählich
zu einem vollen, ovalen Ausblick für die Stadiongalerie.
In einem Stadion 50, das ein bewegliches Dach 52 aufweist,
ist ein solches Dach bei schönem Wetter geöffnet, so daß
Sonne, frische Luft, ein Ausblick auf den Himmel und ein
Gefühl von Freiheit genossen werden können. Das Dach kann
aber auch geschlossen werden, so daß der Ablauf eines
Spieles unabhängig von schlechtem Wetter beobachtet werden
kann.
Da das gesamte bewegliche Dach 52 der Abschnitt einer
Kugel ist und da im einzelnen die festen Dachteile 62 und
64, die die beweglichen Dachteile 66 und 68 lagern,
ebenfalls Teile einer Kugel sind, hat das bewegliche Dach
52 in allen Stellungen der beweglichen Dachteile 62 und 64
eine ausreichende Festigkeit.
Die beweglichen Dachteile 66 und 68 können sanft entlang
von Schienenbahnen 96 und 98 bewegt werden, weil diese
Schienenbahn kreisförmig ist. Da die beweglichen Dachteile
66 und 68 darüber hinaus auch unabhängig voneinander bewegt
werden können, können zur Freude der Zuschauer
verschiedene Öffnungs- und Schließvorgänge eingestellt
werden.
Da die beweglichen Dachteile 66 und 68 jeweils die festen
Dachteile 64 und 62 überlappen, wenn das Dach offen ist,
ist es unnötig, einen zusätzlichen Raum zum Aufnehmen der
beweglichen Dachteile 66 und 68 vorzusehen, wie es bei
einem Dach nach dem Stand der Technik der Fall ist.
Das bewegliche Dach 52 hat die Form und den Aufbau eines
Domes, was bei einem Dach nach dem Stand der Technik
schwer zu erreichen war. Im Stadion 50 besteht kein
Unterschied zwischen der Wand und dem Dach. Die
beweglichen Dachteile 62 und 64, welche Teile des Daches
52 darstellen, bewegen sich nacheinander. Das Dach 52 hat
daher vom Standpunkt der Formgebung aus eine moderne Form.
Ein solches Dach wird vorzugsweise für ein Baseballstadion
oder für ein größeres Stadion für allgemeine Zwecke
verwendet, da das Dach die Form eines Domes mit einem sehr
hohen Mittel-Himmel aufweist.
Obwohl das Dach darüber hinaus relativ einfache
Bestandteile hat, vermitteln die Bewegungen der
beweglichen Dachteile 66 und 68 längs der Schienenbahnen
98 und 96 den Eindruck einer komplexen Bewegung. Die
Zuschauer empfangen auf diese Weise mehrere unerwartete
visuelle Eindrücke.
Gemäß der obigen Erklärung und in den Zeichnungen ist das
kleinere feste Dachteil 64 von dem größeren festen
Dachteil 62 umgeben. Um jedoch die baulichen Erfordernisse
zu vermindern, ist es auch möglich, den Bau des unteren
Abschnittes des kleineren festen Dachteiles 64 zu
unterlassen, der unter dem größeren festen Dachteil 62 und
dem Abschnitt der Schienenbahn 98 am Rand 93 verborgen
ist.
Die Fig. 7 und 8 stellen ein Stadion dar, das ein
bewegliches Dach 52 nach einem zweiten Ausführungsbeispiel
besitzt.
Beim ersten Ausführungsbeispiel war die Anzahl sowohl der
festen Dachteile als auch die Anzahl der beweglichen
Dachteile jeweils zwei. Beim zweiten Ausführungsbeispiel
ist jedoch die Zahl sowohl der festen Dachteile als auch
die Zahl der beweglichen Dachteile gleich drei.
Das bewegliche Dach 52 hat drei feste Dachteile 120, 122
und 124, die fest auf dem Erdboden aufgebaut sind, sowie
drei bewegliche Dachteile 126, 128 und 130.
Wenn das bewegliche Dach 52 offen ist, hat dieses Dach im
allgemeinen gemäß Fig. 7 eine solche Form, daß die festen
Dachteile 120, 122 und 124 (die jeweils Abschnitte von
Kugeln mit ungefähr gleichem Radius sind) konzentrisch
ineinanderliegen.
Im einzelnen ist die Form der festen Dachteile 120, 122
und 124 dieselbe wie die der festen Dachteile 52 in Fig. 4
nach dem ersten Ausführungsbeispiel. Wenn die Dicke der
festen Dachteile 120, 122 und 124 gleich T und der äußere
Radius des festen Dachteiles 120 gleich R ist, dann ist
der äußere Radius des Dachteiles 122 gleich R-T. Der
Radius des Dachteiles 124 ist R-2T. Als Folge davon
können die festen Dachteile ineinanderliegen.
Die festen Dachteile 120, 122 und 124 sind so angeordnet,
wie dies in Fig. 9 dargestellt ist. Die Mittelachsen der
Öffnungen 132, 134 und 136 sind gemäß der Draufsicht in
Fig. 9 radial nach außen in bezug auf das Dach in gleichen
Winkeln geneigt, und zwar um 120°.
Als Folge davon entsteht eine vollständige Öffnung 138 von
im wesentlichen dreieckiger Form durch das Zusammenfallen
der Öffnungen 132, 134 und 136.
Am untersten Umfangsabschnitt der festen Dachteile 120,
122 und 124 ist jeweils eine Eingangs- und Ausgangstür 58
eingebaut, so daß diese Türen einen Winkelabstand von 120°
voneinander haben. Jede dieser Türen 58 ist, wie dies am
besten in den Fig. 7 und 8 dargestellt ist, so angeordnet,
daß sie den jeweils untersten Abschnitten der Öffnungen
132, 134 und 136 gegenüberliegt, um auf diese Weise nicht
in den Bewegungsbereich der beweglichen Dachteile 126, 128
und 130 zu geraten.
Jedes der beweglichen Dachteile 126, 128 und 130 ist ein
Abschnitt einer Kugel, so daß dann, wenn das Dach
geschlossen ist, diese den Teil einer Kugel bilden, und
zwar kontinuierlich mit weichen Übergängen zu den äußeren
Oberflächen der entsprechenden festen Dachteile 120, 122
und 124. Im einzelnen ist der Radius jedes beweglichen
Dachteiles 126, 128 und 130 derselbe wie der des
entsprechenden festen Dachteiles 120, 122 und 124.
Jedes der beweglichen Dachteile 126, 128 und 130 hat
jeweils erste und zweite bogenförmige Kanten 152 und 155,
153 und 156, und 154 und 157. Die ersten bogenförmigen
Kanten 152, 153 und 154 liegen jeweils den entsprechenden
Rändern 146, 148 und 150 der jeweiligen Öffnungen 132, 134
und 136 gegenüber. Die zweiten bogenförmigen Kanten 155,
156 und 157 sind jeweils in gleicher Weise zu den
entsprechenden Rändern 146, 148 und 150 geneigt.
Die erste bogenförmige Kante 152 des beweglichen
Dachteiles 126 liegt der Öffnungen 132 des festen
Dachteiles mit Hilfe von Befestigungsmitteln 114
gegenüber. Die erste bogenförmige Kante 153 des
beweglichen Dachteiles 128 liegt der Öffnung 134 des
festen Dachteiles 122 mit Hilfe von Befestigungsmitteln
116 gegenüber. Die erste bogenförmige Kante 154 des
beweglichen Dachteiles 130 liegt der Öffnung 136 des
festen Dachteiles 124 mit Hilfe von Befestigungsmitteln
118 gegenüber. Jedes der Befestigungsmittel 114, 116 und
118 ermöglicht jeweils die Bewegung der beweglichen
Dachteile 126, 128 und 130 und besteht aus einer
Schienenbahn, die auf dem festen Dachteil ausgebildet ist,
sowie aus einer Rad-Laufvorrichtung, die auf dem
beweglichen Dachteil angeordnet ist.
Die kreisförmigen Schienenbahnen 140, 142 und 144 sind
jeweils auf den Rändern 146, 148 und 150 der Öffnungen
132, 134 und 136 angeordnet und ermöglichen eine
kreisförmige Bewegung der beweglichen Dachteile 126, 128
und 130.
Jedes der beweglichen Dachteile 126, 128 und 130 hat eine
nicht dargestellte Rad-Laufvorrichtung an der ersten
bogenförmigen Kante 152, 154 oder 156 in der Art, die
ähnlich mit den Verbindungsvorrichtungen nach dem ersten
Ausführungsbeispiel ist. Jedes der beweglichen Dachglieder
hat darüber hinaus eine nicht dargestellte
Antriebsvorrichtung, die ähnliche ausgebildet ist wie bei
dem ersten Ausführungsbeispiel, und die dazu dient, die
Räder anzutreiben. Jedes bewegliche Dachteil überdeckt
daher immer einen Abschnitt der betreffenden Öffnung,
während es sich längs der Schienenbahn um die senkrechte
Mittelachse dreht.
Wenn gemäß Fig. 8 jedes der beweglichen Dachteile 126, 128
und 130 in der jeweils entsprechenden obersten Lage der
Öffnungen 132, 134 und 136 angeordnet ist, ragt jede der
zweiten bogenförmigen Kanten 155, 156 und 157 der
beweglichen Dachteile 126, 128 und 130 über eine
gemeinsame senkrechte Mittelachse der festen Dachteile
120, 122 und 124 hinaus, und zwar auf den entsprechenden
unteren Abschnitt der jeweiligen Öffnung 132, 134 und 136.
An der gemeinsamen Mittelsenkrechten der festen Dachteile
120, 122 und 124 ist die zweite bogenförmige Kante 155 des
beweglichen Dachteiles 126 daher leicht überlappt mit der
zweiten bogenförmigen Kante 156 des beweglichen Dachteiles
128, welches seinerseits leicht überlappt ist mit der
zweiten bogenförmigen Kante 157 des beweglichen Dachteiles
130, und zwar dann, wenn die beweglichen Dachteile 126,
128 und 130 jeweils in ihrer höchsten Lage angeordnet sind.
Das bewegliche Dach nach dem oben beschriebenen zweiten
Ausführungsbeispiel wird in ähnlicher Weise angetrieben
wie das erste Ausführungsbeispiel. Wenn die beweglichen
Dachteile 126, 128 und 130 in dieselbe Richtung gedreht
werden, dann ist ihre Wirkung ähnliche wie die Wirkung des
Linsenverschlusses einer Kamera.
Das bewegliche Dach 52 hat dieselben Vorteile, wie sie für
das erste Ausführungsbeispiel beschrieben worden sind.
Jedes bewegliche Dachteil kann darüber hinaus kleiner und
leichter sein, da die Zahl der beweglichen Dachteile
erhöht ist.
In den Fig. 10 und 11 ist ein Stadion abgebildet, das ein
bewegliches Dach 52 nach einem dritten Ausführungsbeispiel
besitzt.
Das bewegliche Dach 52 nach diesem dritten
Ausführungsbeispiel hat zwei feste Dachteile 62 und 64,
zwei erste bewegliche Dachteile 66 und 68 und zwei zweite
bewegliche Dachteile 160 und 162. Die Zusammenstellung und
die Form der festen Dachteile 62 und 64 und die Beziehung
zwischen den festen Dachteilen 62 und 64 und den ersten
beweglichen Dachteilen 66 und 68 ist ähnlich wie beim
ersten Ausführungsbeispiel, so daß auf eine Beschreibung
dieser Teile hier verzichtet werden kann. Darüber hinaus
entsprechen die Schienen 96 und 98 den ersten Schienen 96
und 98, auf die weiter unten verwiesen wird. Das
bewegliche Dach nach der dritten Ausführungsform umfaßt
Verbindungsmittel 97 und 98 und eine Antriebsvorrichtung,
die ähnlich ist wie beim ersten Ausführungsbeispiel,
obwohl diese Teile nicht klar dargestellt sind. Die ersten
beweglichen Dachteile werden daher zu einer Drehung rund
um die entsprechenden Öffnungen herum angetrieben.
Fig. 12 zeigt eine Teilegruppe, die aus dem festen
Dachteil 62, dem ersten beweglichen Dachteil 66 und dem
zweiten beweglichen Dachteil 160 besteht. Fig. 13 zeigt
eine andere Teilegruppe, die aus dem festen Dachteil 64,
dem ersten beweglichen Dachteil 68 und dem zweiten
beweglichen Dachteil 162 besteht. Im Vergleich zum ersten
Ausführungsbeispiel ist der Neigungswinkel der Ebenen zur
Horizontalen, auf denen die Öffnungen 82 und 92 der festen
Dachteile 62 und 64 liegen, kleiner; die Flächen der
Öffnungen 82 und 92 sind daher größer.
Im Vergleich mit dem ersten Ausführungsbeispiel ist der
Neigungswinkel jeweils der zweiten bogenförmigen Kanten
110 und 112 zu den Schienenbahnen 96 und 98 kleiner und
die Längen der ersten bogenförmigen Kanten 102 und 106
sind größer.
Wie dies in Fig. 14 dargestellt ist, trifft sich die
äußere Fläche des ersten beweglichen Dachteiles 66 mit der
äußeren Fläche des festen Dachteiles 62 und die äußere
Fläche des ersten beweglichen Dachteiles 68 trifft sich
mit der äußeren Fläche des festen Dachteiles 64. Die Dicke
jedes ersten beweglichen Dachteiles 66 und 68 ist jedoch
doppelt so groß wie die jedes der festen Dachteile 62 und
64. Die Dicke T 1 der ersten beweglichen Dachteile 66 und
68 wird wie folgt ausgedrückt:
T 1 = T 2 + T 3 + α
wobei T 2 die Dicke der festen Dachteile 62 und 64 ist, T 3
die Dicke der zweiten beweglichen Dachteile 160 und 162
(dies wird später erklärt) und α eine positive Konstante
ist.
Die zweiten beweglichen Dachteile 160 und 162 sind jeweils
auf den zweiten bogenförmigen Kanten 110 und 112
angeordnet und werden längs dieser kreisförmigen zweiten
bogenförmigen Kanten 110 und 112 bewegt. Jedes der zweiten
beweglichen Dachteile 160 und 162 ist ebenfalls der
Abschnitt eines Kreises. Wie in Fig. 11 dargestellt, haben
die zweiten beweglichen Dachteile 160 und 162 ungefähr
dieselben Radien wie die Dachteile 62, 64, 66 und 68. Wie
dies in den Fig. 12 und 13 dargestellt ist, ist der äußere
Radius des zweiten beweglichen Dachteiles 160 jedoch
kleiner als der innere Radius des festen Dachteiles 62.
Der äußere Radius des zweiten beweglichen Dachteiles 162
ist kleiner als der innere Radius des festen Dachteiles
64. Wie in den Zeichnungen 14 und 15 dargestellt, bilden
die innere Oberfläche des zweiten beweglichen Dachteiles
160 und die innere Fläche des ersten beweglichen
Dachteiles 66 einen Abschnitt eines Kreises, wenn das
zweite bewegliche Dachteil 160 am ersten beweglichen
Dachteil anliegt. In ähnlicher Weise bilden die innere
Fläche des zweiten beweglichen Dachteiles 162 und die
innere Fläche des ersten beweglichen Dachteiles 68 den
Abschnitt einer Kugel, wenn das zweite bewegliche Dachteil
162 am ersten beweglichen Dachteil 68 anliegt.
Das zweite bewegliche Dachteil 160 hat erste und zweite
bogenförmige Kanten 170 und 172 und das zweite bewegliche
Dachteil 162 hat erste und zweite bogenförmige Kanten 171
und 173. Die ersten bogenförmigen Kanten 170 und 171
liegen jeweils den zweiten bogenförmigen Kanten 110 und
112 der ersten beweglichen Dachteile 66 und 68 gegenüber.
Die zweiten bogenförmigen Kanten 172 und 173 sind jeweils
zu den zweiten bogenförmigen Kanten 110 und 112 der ersten
beweglichen Dachteile 66 und 68 geneigt.
Die erste bogenförmige Kante 117 des zweiten beweglichen
Dachteiles 160 liegt der zweiten bogenförmigen Kante 110
des ersten beweglichen Dachteiles 66 über
Verbindungsmittel 175 gegenüber. Das zweite bewegliche
Dachteil 160 mit der ersten bogenförmigen Kante 170 kann
einer Trägerschienenbahn des festen Dachteiles 62, wenn
nötig, beweglich innerhalb des festen Dachteiles 62 über
Verbindungsmittel 175 gegenüberstehen. Die erste
bogenförmige Kante 171 des zweiten beweglichen Dachteiles
162 liegt der zweiten bogenförmigen Kante 112 des ersten
beweglichen Dachteiles 68 über Verbindungsmittel 177
gegenüber. Das zweite bewegliche Dachteil 162 mit der
ersten bogenförmigen Kante 171 kann, wenn nötig, einer
Lagerschiene des festen Dachteiles 64 beweglich innerhalb
des festen Dachteiles 64 über Verbindungsmittel 177
gegenüberstehen.
Jedes der Verbindungsmittel 175 und 177, die eine Bewegung
der zweiten beweglichen Dachteile 160 und 162 ermöglichen,
umfaßt eine zweite Schienenbahn, die am ersten beweglichen
Dachteil ausgebildet ist, sowie eine Tragschienenbahn, die
innerhalb des festen Dachteiles ausgebildet ist, und eine
Räder-Laufvorrichtung (nicht dargestellt), die am zweiten
beweglichen Dachteil ausgebildet ist.
Wie dies in der Fig. 14 dargestellt ist, weisen die ersten
beweglichen Dachteile 66 und 68 jeweils zweite
Schienenbahnen 164 und 166 auf, die entlang der zweiten,
bogenförmigen Kanten 110 und 112 ausgebildet sind. Die
zweiten Schienenbahnen 164 und 166 sind ähnlich den ersten
Schienenbahnen 96 und 98. Die zweiten Schienenbahnen 164
und 166 sind radial einwärts der zweiten bogenförmigen
Kanten 110 und 112 angeordnet, so daß sie auf diese Weise
von den ersten Schienenbahnen 94 und 98 parallel entfernt
sind. An den Enden der zweiten bogenförmigen Kanten 110
und 112 sind die zweiten Schienenbahnen 164 und 166
ausgebildet, um eine Verbindung mit den Schienentragbahnen
174 und 176 herzustellen, wie dies weiter unten
beschrieben werden wird.
Jedes der zweiten beweglichen Dachteile enthält einen
zweiten Antriebsmechanismus (nicht dargestellt) zum
Antreiben der betreffenden Laufräder. Auf diese Weise
können die zweiten beweglichen Dachteile in Bewegung
versetzt werden.
Die Fig. 11 und 16 zeigen, daß die zweiten beweglichen
Dachteile jeweils auf Schienen 164 und 166 angeordnet
sind. Wenn das erste bewegliche Dachteil 66 sich in seiner
obersten Stellung auf dem festen Dachteil 62 befindet und
das zweite bewegliche Dachteil 160 in der obersten Lage
auf dem ersten beweglichen Dachteil 66 ist, dann ragt das
zweite bewegliche Dachteil 160 über eine senkrechte
Mittelebene des Daches 52 so hinaus, daß die zweite
bogenförmige Kante parallel zur senkrechten Mittelebene
ist.
Wenn das erste bewegliche Dachteil 68 in seiner obersten
Lage auf dem festen Dachteil 64 ist und das zweite
bewegliche Teil 162 sich in seiner obersten Lage auf dem
ersten beweglichen Teil 68 befindet, dann ragt das zweite
bewegliche Dachteil 162 über die senkrechte Mittellinie so
hinaus, daß die zweite bogenförmige Kante 173 parallel zur
senkrechten Mittelebene liegt. Die zweite bogenförmige
Kante des zweiten beweglichen Teiles 160 überlappt daher
leicht die zweite bogenförmige Kante 172 des zweiten
beweglichen Dachteiles 162, um das Innere des Stadions vor
Wettereinflüssen zu schützen.
Wie dies am besten in den Fig. 12 und 13 gezeigt ist,
haben die festen Dachteile 62 und 64 weiterhin jeweils
Lagerbahnen 174 und 176, damit die zweiten beweglichen
Dachteile 160 und 162 sich längs dieser Lagerbahnen 174
und 176 bewegen können, die in den festen Dachteilen 62
und 64 verborgen sind. Wenn das erste bewegliche Dachteil
66 sich in seiner untersten Stellung auf der Schienenbahn
96 befindet, ist das Ende der Lagerbahn 174 mit dem Ende
der zweiten Schienenbahn 164 ausgerichtet, wie dies in
Fig. 15 dargestellt ist. Als Folge davon bilden die zweite
Schienenbahn 164 und die Trägerbahn 174 eine vollständige
kreisförmige Schienenbahn, auf der sich das zweite
bewegliche Dachteil 160 bewegen kann.
Wenn das erste bewegliche Dachteil 68 sich in seiner
untersten Lage auf der ersten Schienenbahn 98 befindet,
ist das Ende der Lagerbahn 176 in ähnlicher Weise mit dem
Ende der zweiten Schienenbahn 166 ausgerichtet. Als Folge
davon bilden die zweite Schienenbahn 166 und die Lagerbahn
176 einen vollständigen Kreis, auf dem sich das zweite
bewegliche Dachteil 162 bewegen kann.
Wegen der Existenz der Lagerbahn 174 ist der äußere Radius
des festen Dachteiles 64, der in dem festen Lagerteil 62
angeordnet ist, geringfügig kleiner als die Differenz
zwischen dem inneren Radius des festen Dachteiles 62 und
der Dicke der Lagerbahn 174. Als Folge davon können die
festen Dachteile 62 und 64 konzentrisch ineinanderliegen.
Das domförmige, bewegliche Dach, das in seiner
geschlossenen Stellung in seinem Inneren das Spielfeld 54
und die Zuschauergalerie 56 umgibt, ist in Fig. 11
dargestellt.
Um das bewegliche Dach 52 zu schließen, werden zuerst die
zweiten beweglichen Dachteile 160 und 162 in ihre jeweils
obersten Stellungen gebracht, d.h. in die mittleren
Stellungen der zweiten Schienenbahnen 164 und 166. Die
ersten beweglichen Dachteile 66 und 68 werden als nächstes
(bei feststehenden beweglichen Dachteilen 160 und 162) in
ihre jeweils obersten Stellungen auf den ersten
Schienenbahnen 96 und 98 gebracht.
Da die ersten bogenförmigen Kanten 102 und 106 der ersten
beweglichen Dachteile 66 und 68 eine Länge haben, die
größer ist als die Hälfte der ersten Schienenbahnen 96 und
98, überlappen sich die Enden der ersten beweglichen
Dachteile 66 und 68. Darüber hinaus überlappen sich die
zweiten bogenförmigen Kanten 170 und 172, so daß die
vollständige Öffnung 94 mit Hilfe der ersten und zweiten
beweglichen Dachteile 66, 68, 160 und 162 geschlossen ist.
Da die festen Dachteile 62 und 64, wie oben erwähnt,
voneinander entfernt sind, sind auch die zweiten
bogenförmigen Kanten 170 und 172 voneinander entfernt. Es
wird daher ein nicht dargestelltes Packungsglied
vorgesehen, d.h. ein vorhangähnliches Packungsglied an der
äußeren zweiten bogenförmigen Kante 170, wobei dieses
Packungsglied auf die innere zweite bogenförmige Kante 170
vorsteht, um den Raum einzunehmen, der verbleibt, wenn die
zweiten bogenförmigen Kanten 170 und 172 einander
überlappen. Andererseits könnte aber auch die Dicke der
Biegung einer der zweiten beweglichen Dachteile 160 und
162 nahe der zweiten bogenförmigen Kanten 170 und 172
verändert werden, um diesen Raum zu überbrücken.
Um das bewegliche Dach 52 zu öffnen, werden die ersten
beweglichen Dachteile 66 und 68 zunächst in ihre untersten
Stellungen gebracht (während die zweiten beweglichen
Dachteile 160 und 162 stationär bleiben), d.h. in die
Mittellagen der ersten Schienenbahnen 96 und 98. Da die
festen Dachteile 62 und 64 jeweils Abschnitte von Kugeln
sind, die verschiedene Radien haben, überlappt sich das
erste bewegliche Dachteil 66 mit dem festen Dachteil 64
und das erste bewegliche Dachteil 68 gleitet unter das
feste Dachteil 62.
Entsprechend ist die Gesamtöffnung 94 nun nahezu
vollständig offen. Als nächstes werden die zweiten
beweglichen Dachteile 160 und 162 jeweils längs der
zweiten Schienenbahnen 164 und 166 bewegt und auf die
Lagerbahnen 174 und 176 überführt (siehe Fig. 15). Danach
werden die zweiten beweglichen Dachteile 160 und 162
jeweils längs der Lagerbahnen bewegt, so daß sie in ihre
untersten Stellungen geraten, d.h. in die Mittellagen der
Lagerbahnen 174 und 176 (siehe Fig. 16). Wie dies in
Fig. 10 dargestellt ist, sind die zweiten beweglichen
Dachteile 160 und 162 jeweils unter den Wänden der festen
Dachteile 62 und 64 dann verborgen, wenn die zweiten
beweglichen Dachteile 160 und 162 sich in ihren untersten
Lagen befinden. Da das feste Dachteil 64 radial einwärts
von der Lagerbahn 176 angeordnet ist, können die zweiten
Dachteile 160 und 162 unabhängig voneinander bewegt werden.
Als Folge davon kann die Gesamtöffnung 94 voll geöffnet
werden, so daß das Spielfeld 54 und die Zuschauergalerie
56 der äußeren Umgebung ausgesetzt sind.
Das bewegliche Dach 52 wird durch eine Umkehr der
einzelnen Schritte des obigen Öffnungsvorganges
geschlossen. Das heißt, daß zunächst die zweiten
beweglichen Dachteile 160 und 162 jeweils längs der
Lagerbahnen 174 und 176 bewegt werden und daß sie auf die
zweiten Schienenbahnen 164 und 166 überführt werden. Als
nächstes werden die beweglichen Dachteile 160 und 162
jeweils längs der zweiten Schienenbahnen bewegt, um zu den
untersten Stellungen der zweiten Schienenbahnen 164 und
166 zu gelangen. Danach werden die ersten beweglichen
Dachteile 66 und 68 auf den ersten Schienenbahnen 96 und
98 herumgedreht (während die zweiten beweglichen Dachteile
160 und 162 stationär sind), um auf diese Weise in die
untersten Stellungen der ersten Schienenbahnen 96 und 98
zu gelangen.
Bei dem beschriebenen dritten Ausführungsbeispiel können
die folgenden Vorteile ebenso erreicht werden, wie die
Vorteile beim ersten Ausführungsbeispiel.
Da die zweiten beweglichen Dachteile sich auf den ersten
beweglichen Dachteilen oder auf den festen Dachteilen
bewegen, hat die Gesamtöffnung 94 eine größere Ausdehnung
als dann, wenn nur weniger bewegliche Dachteile vorhanden
waren.
Die zweiten beweglichen Dachteile, die auf den ersten
beweglichen Dachteilen angeordnet sind, wenn das Dach
geschlossen ist, werden zur Aufbewahrung unter die festen
Dachteile 62 und 64 durch andere Schienenbahnen
(Lagerschienenbahnen) bewegt. Die Zuschauer im Stadion
erfahren auf diese Weise eine unerwartete visuelle Freude,
nämlich die funktionelle und dynamische Schönheit dann,
wenn das Dach geöffnet oder geschlossen wird.
Gemäß Fig. 17 kann das feste Dachteil 62 mit Ausnahme des
Abschnittes oberhalb der Lagerschiene 74 eine Dicke haben,
die gleich der Summe der Dicken der ersten Schienenbahn 96
und der Lagerbahn 174 ist, um das Gewicht der beweglichen
Dachteile 66 und 160 aufzunehmen. Das feste Dachteil 64
mit Ausnahme des Abschnittes über der Lagerbahn 176 kann
eine Dicke haben, die gleich ist der Summe der Dicken der
ersten Schienenbahn 98 und der Lagerbahn 176, um das
Gewicht der beweglichen Dachteile 68 und 162 aufzunehmen.
Als Folge davon wird auch die Festigkeit des Daches
verbessert. In diesem Fall ist die Dicke der festen
Dachteile 64 und 66 dieselbe, wie die Dicke der ersten
beweglichen Dachteile 66 und 68. Es ist daher vorteilhaft,
die Zahl der Schienen zu erhöhen, die für die ersten
Schienenbahnen 96 und 98 verwendet werden.
Da die äußeren Radien der ersten beweglichen Dachteile 66
und 68 bei dem dritten Ausführungsbeispiel sich von denen
der zweiten beweglichen Dachteile 160 und 162
unterscheiden, entstehen Abstände zwischen den äußeren
Flächen der ersten beweglichen Dachteile 66 und 68 und der
zweiten beweglichen Dachteile 160 und 162. Es ist daher
vorteilhaft, daß nicht dargestellte Leisten seitlich von
den zweiten bogenförmigen Kanten 110 und 112 abstehen,
wobei diese Leisten eine Dicke haben, die sich stufenweise
von den zweiten bogenförmigen Kanten 110 und 112 bis zu
ihren körperabgewandten Enden verkleinert, damit diese
Abstände in ihren Ausmaßen auf ein vernachlässigbares Maß
verkleinert werden.
Die Fig. 18 und 19 zeigen ein Stadion 50 mit einem
beweglichen Dach 52 nach einem vierten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung.
Bei der Erklärung des vierten Ausführungsbeispiels werden
Teile, die ähnlich sind mit den Teilen des ersten
Ausführungsbeispiels, ähnlich beziffert und die
Beschreibung solcher Teile entfällt. Das bewegliche Dach
hat Verbindungs- und Antriebsmittel, die ähnlich sind wie
beim ersten Ausführungsbeispiel, obwohl sie nicht klar
dargestellt sind.
Wie dies in den Fig. 21 bis 24 gezeigt ist, sind die
Formen der festen Dachteile 66 und 68 ähnlich denen beim
ersten Ausführungsbeispiel. Die Anordnungen der festen
Dachteile 66 und 68 sind jedoch unterschiedlich. Der
innere und der äußere Radius des festen Dachteiles 66 sind
jeweils gleich mit denen beim festen Dachteil 68.
Wie in Fig. 25 gezeigt, sind die festen Dachteile 62 und
64 nicht konzentrisch ineinander angeordnet. Die Wand des
festen Dachteiles 66 durchschneidet einen Abschnitt der
Wand des anderen festen Dachteiles 68 und die Wand des
festen Dachteiles 68 durchschneidet einen Abschnitt der
Wand des festen Dachteiles 66. Als Folge davon ergibt sich
die Gesamtöffnung 94 durch das Zusammenfallen der
Öffnungen 82 und 92.
Die Schienenbahnen 96 und 98 sind jeweils auf den Rändern
83 und 93 vorgesehen mit Ausnahme der Abschnitte, an denen
sich die festen Dachteile überschneiden.
Die beweglichen Dachteile 66 und 68, die jeweils längs der
Schienenbahnen 96 und 98 gleiten, haben im wesentlichen
dieselbe Form wie beim ersten Ausführungsbeispiel. Jede
der zweiten bogenförmigen Kanten 110 und 112 hat jedoch
einen L-förmigen Schlitz an seinem längsseitigen
Mittelabschnitt. Wie in Fig. 19 dargestellt, sind die
zweiten bogenförmigen Kanten 110 und 112 einschließlich
der Schlitze 180 axial symmetrisch zueinander, so daß die
zweiten bogenförmigen Kanten 110 und 112 aneinander
anliegen, um die gesamte Öffnung 94 dann abzuschließen,
wenn das Dach 52 geschlossen wird.
Wie dies in den Fig. 18, 19 und 26 dargestellt ist, werden
die beweglichen Dachteile 66 und 68, von oben gesehen im
Uhrzeigersinn, längs der Schienenbahnen 96 und 98 bewegt,
um das bewegliche Dach zu schließen. Um dieses Dach zu
öffnen, werden die beweglichen Dachteile 66 und 68, von
oben gesehen, im Gegenuhrzeigersinn bewegt.
Da jede Schienenbahn 96 und 98 nicht endlos ist, sondern
Enden hat, ist es möglich, Lagebegrenzungs-Vorrichtungen
an den Enden aufzustellen, um diese mit den beweglichen
Dachteilen 66 und 68 in Eingriff zu bringen.
Wie dies am besten in Fig. 19 dargestellt ist, gibt es
Höhenunterschiede zwischen den beweglichen Dachteilen 66
und 68, die so groß sind wie die Dicke der beweglichen
Dachteile 66 und 68 an den beiden Punkten 183, wo die
Schienenbahnen 96 und 98 kreuzen. Die zweiten
bogenförmigen Kanten 110 und 112 treffen sich
infolgedessen nicht mit ihren seitlichen Kanten, wenn das
Dach 52 geschlossen ist. Es entstehen, mit anderen Worten,
Abstände zu den beweglichen Dachteilen 66 und 68 zwischen
den äußeren Umfangsflächen der beweglichen Dachteile 66
und 68 an ihren seitlichen Enden. Vorzugsweise werden
daher Leisten angebracht, die sich von den zweiten
bogenförmigen Kanten 102 und 104 forterstrecken und die
sich überlappen, um das Innere des Stadions vor
Wettereinflüssen zu bewahren.
Wenn eine Befestigungsvorrichtung vorgesehen ist, die die
beweglichen Dachteile 66 und 68 in ihrer Lage befestigen
kann, wenn das Dach 52 geschlossen ist, dann wird das Dach
eine verbesserte Steifigkeit und Festigkeit erlangen.
Das bewegliche Dach nach dem vierten Ausführungsbeispiel
hat dieselben Vorteile, wie sie für das erste
Ausführungsbeispiel beschrieben worden sind. Darüber hinaus
können beide beweglichen Dachteile im selben Maß und in
derselben Form hergestellt werden, so daß das Dach zu
niedrigeren Kosten gebaut werden kann.
Die festen Dachteile 62 und 66 sind in den Fig. 18, 19, 20
und 25 leicht exzentrisch dargestellt. Eine Abwandlung des
Daches 52, in der die festen Dachteile 62 und 64 extrem
exzentrisch angeordnet sind, ist in den Fig. 27 und 28
dargestellt. In dieser Abwandlung sind zwei Räume zwischen
den festen Dachteilen 62 und 64 oder zwischen der äußeren
Wand und der inneren Wand vorgesehen. Die Räume 184 können
als Korridore des Stadions verwendet werden. Die Zuschauer
gelangen von einem Paar von Eingangs- und Ausgangstüren
durch die Korridore 184 zu einer Vielzahl von inneren
Türen 186, um in die Galerie 56 des Stadions 50
hineinzukommen. Über den Korridoren 184 überbrücken
einfache feste Dächer (nicht dargestellt) die festen
Dachteile 62 und 64, wobei jedes der einfachen festen
Dächer ein Profil hat, das sich allgemein an die äußeren
Flächen der festen Dachteile 62 und 64 anpaßt.
Wie dies am besten in Fig. 28 dargestellt ist, werden die
festen Dachteile 62 und 64 durch Längsträger 188
überbrückt, um ihnen Steifigkeit und Festigkeit zu geben.
In den Fig. 29 und 30 ist ein Stadion 50 dargestellt, das
ein bewegliches Dach nach einem fünften
Ausführungsbeispiel besitzt. Bei der Erklärung des fünften
Ausführungsbeispiels werden Bestandteile, die ähnlich den
Bestandteilen nach dem zweiten Ausführungsbeispiel sind,
ähnlich benummert und die Beschreibung solcher
Bestandteile entfällt daher. Das bewegliche Dach umfaßt
Verbindungs- und Antriebsmittel, die ähnlich sind denen
beim zweiten Ausführungsbeispiel, obwohl sie nicht klar
dargestellt sind.
Gemäß Fig. 29 umfaßt das bewegliche Dach 52 drei feste
Dachteile 120, 122 und 124, die leicht exzentrisch
zueinander in vorgeschriebener Weise angeordnet sind, so
daß eine Gesamtöffnung 138 als Ergebnis des
Übereinanderliegens der Öffnungen 132, 134 und 136
entsteht. Die festen Dachteile 120, 122 und 124 sind in
einem Winkelabstand von 120° zueinander angeordnet.
Die beweglichen Dachteile 126, 128 und 130 sind drehbar
jeweils auf den festen Dachteilen 120, 122 und 124
angeordnet. Wenn das Dach 52 geöffnet ist, überlappt das
bewegliche Dachteil 126 das feste Dachteil 124, das
bewegliche Dachteil 128 überlappt das feste Dachteil 120
und das bewegliche Dachteil 130 überlappt das feste
Dachteil 122.
Die zweiten bogenförmigen Kanten 152, 154 und 156 haben
jeweils Schlitze 190, 192 und 194, von denen jeder
einzelne die anderen beiden gleichzeitig erfassen kann.
Mit anderen Worten, befinden sie sich im Eingriff
miteinander, wenn das Dach gemäß Fig. 30 geschlossen ist.
In den Fig. 29 und 30 bezeichnet die Bezugsziffer 202 eine
Vielzahl von Dachfenstern für die Zuschauergalerie 56 und
für die Korridore, wobei diese Dachfenster in ähnlicher
Weise aufgebaut sind, wie die Abwandlung nach dem vierten
Ausführungsbeispiel.
Um das Dach zu schließen, werden die beweglichen Dachteile
126, 128 und 130 jeweils, von oben gesehen, im
Gegenuhrzeigersinn längs der Schienenbahnen 140, 142 und
144 bewegt, und zwar von den untersten Stellungen der
Schienenbahnen 140, 142 und 144 aus (siehe Fig. 29 und
31). Die beweglichen Dachteile 126, 128 und 130 bewegen
sich in gleicher Drehgeschwindigkeit, und zwar so, daß sie
ihr axiales symmetrisches Verhältnis zueinander
beibehalten.
Wenn sich die beweglichen Dachteile 126, 128 und 130
überlappen und die Schlitze 190, 192 und 194 miteinander
in Eingriff sind, wie dies in Fig. 30 gezeigt ist, ist das
Dach 52 wie ein Nadelrad geschlossen und die Bewegungen
der beweglichen Dachteile 126, 128 und 130 werden gestoppt.
Das bewegliche Dach 52 wird durch Umkehr der Schritte des
Öffnungsvorganges geschlossen. Die beweglichen Dachteile
126, 128 und 130 werden, von oben gesehen, im
Gegenuhrzeigersinn bewegt. Das bedeutet, daß die
beweglichen Dachteile sich wie ein Kameraverschluß bewegen.
Das bewegliche Dach 52 hat die Vorteile, die ähnlich sind
jenen, wie sie für das vierte Ausführungsbeispiel
beschrieben worden sind. Jedes der beweglichen Dachteile
kann darüber hinaus kompakt und leichtgewichtig sein, da
die Zahl der beweglichen Dachteile erhöht ist. Als
Ergebnis davon können die Schienenbahnen und das zu diesen
Schienenbahnen gehörende Zubehör vereinfacht werden.
Claims (8)
1. Bewegliches Dach, dadurch
gekennzeichnet, daß
- - eine Vielzahl von Sätzen vorhanden ist, die jeweils aus festen Dachteilen (40) und beweglichen Dachteilen (42) bestehen;
- - die festen Dachteile an bestimmten Orten fest aufgebaut sind, wobei jedes feste Dachteil (40) eine sich im wesentlichen nach oben öffnende Öffnung (82, 92) aufweist sowie eine im wesentlichen kreisförmige Schienenbahn (83, 93) rund um die Öffnung;
- - wenigstens ein Teil von jedem festen Dachteil im wesentlichen eine Wand des anderen festen Dachteils so überschneidet, daß die Öffnungen sich teilweise überdecken und auf diese Weise eine Gesamtöffnung (94) bilden;
- - die beweglichen Dachteile (42) beweglich auf den festen Dachteilen (40) angeordnet sind, wobei jedes bewegliche Dachteil (42) radial innerhalb der kreisförmigen Schienenbahnen (83, 84) angeordnet ist, die auf den entsprechenden festen Dachteilen (40) angeordnet sind, wobei jedes bewegliche Dachteil (42) eine erste bogenförmige Kante (102, 110) hat, die an der entsprechenden kreisförmigen Schienenbahn angeordnet ist, wobei die Biegung der ersten bogenförmigen Kante der Biegung der kreisförmigen ersten Schienenbahn des festen Dachteiles (40) entspricht, so daß jedes bewegliche Dachteil (42) in der Lage ist, sich um die Achse der ersten Schienenbahn des entsprechenden festen Dachteiles (40) zu drehen, um auf diese Weise am Öffnen und Schließen der Gesamtöffnung (94) teilzunehmen.
2. Bewegliches Dach nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes feste
Dachteil (40) der Abschnitt einer Kugel (70) ist, bei
der ein Unterabschnitt entfernt ist, um auf diese Weise
eine Öffnung zu schaffen, die im wesentlichen
kreisförmig ist und einen im wesentlichen ebenen Rand
aufweist, auf dem die erste Schienenbahn angeordnet
ist, wobei jedes der beweglichen Dachteile dabei im
wesentlichen ein Abschnitt des erwähnten
Kugelabschnittes ist.
3. Bewegliches Dach nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sätze, die die
festen Dachteile (40) und die beweglichen Dachteile
(42) aufweisen, im wesentlichen Abschnitte von Kugeln
(70) sind, wobei die Kugeln leicht unterschiedliche
Radien haben und wobei die Kugeln ferner konzentrisch
ineinander angeordnet sind.
4. Bewegliches Dach nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes
bewegliche Dachteil aus einem ersten beweglichen
Dachteil (66) und einem zweiten beweglichen Dachteil
(68) besteht, wobei die ersten und zweiten beweglichen
Dachteile desselben beweglichen Dachteiles (42)
Unterabschnitte derselben Kugel sind und wobei jedes
bewegliche Dachteil (66, 68) erste und zweite
bogenförmige Kanten (102, 106, 110, 112) aufweist,
wobei jedes erste bewegliche Dachteil (66) mit der
ersten bogenförmigen Kante (102) beweglich auf der
ersten Schienenbahn des entsprechenden festen
Dachteiles angeordnet ist und wobei jedes erste
bewegliche Dachteil eine zweite bogenförmige
Schienenbahn benachbart und längs der zweiten
bogenförmigen Kante aufweist, wobei jedes zweite
bewegliche Dachteil (68) mit seiner ersten
bogenförmigen Kante beweglich auf der zweiten
Schienenbahn des entsprechenden ersten Dachteiles
angeordnet ist.
5. Bewegliches Dach nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes der zweiten
beweglichen Dachteile in der Lage ist, auf eine
entsprechende Lagerbahn überführt und dort bewegt zu
werden, wobei die Lagerbahnen bogenförmig sind und auf
dem jeweiligen festen Dachteil so angeordnet sind, daß
sie in der Lage sind, mit der entsprechenden zweiten
Schienenbahn glatt einen kompletten Kreis zu bilden.
6. Bewegliches Dach nach einem der Ansprüche 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes der
beweglichen Dachteile über entsprechende erste
Verbindungsmittel mit den festen Dachteilen verbunden
ist und durch erste Antriebsmittel in Bewegung versetzt
werden kann.
7. Bewegliches Dach nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes der zweiten
beweglichen Dachteile über zweite Verbindungsmittel mit
den ersten beweglichen Dachteilen und den festen
Dachteilen verbunden ist und durch zweite
Antriebsmittel in Bewegung versetzt werden kann.
8. Gebäude, das ein bewegliches Dach nach den Ansprüchen 1
bis 7 aufweist.
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