DE3940316A1 - Waessrige dispersionen von vernetzten polymermikroteilchen - Google Patents
Waessrige dispersionen von vernetzten polymermikroteilchenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft wäßrige Dispersionen von vernetzten Poly
mermikroteilchen, deren Verwendung, ein Verfahren zu deren Her
stellung sowie Beschichtungszusammensetzungen diese Dispersionen
enthaltend.
Die Reduzierung des Anteils an organischen Lösungsmitteln in
Beschichtungszusammensetzungen wird allgemein angestrebt.
Insbesondere auf dem Gebiet der Automobillackierung, aber auch
in anderen Bereichen, besteht ein großes Interesse an wäßrigen
Lacksystemen.
Der Einsatz von wäßrigen Lacksystemen zieht eine Reihe von Pro
blemen nach sich, die mit den chemischen und physikalischen
Eigenschaften des Wassers zusammenhängen. So ist z. B. die Rheo
logie (Viskositätsverlauf während der Applikation, Pseudoplasti
zität, Thixotropie, Verlauf- und Ablaufeigenschaften) konven
tioneller Lacksysteme mit relativ einfachen Mitteln über das
Abdunstverhalten der verwendeten organischen Lösungsmittel bzw.
Lösungsmittelgemische gezielt zu steuern. Diese Möglichkeiten
können bei wäßrigen Systemen nur in sehr eingeschränktem Umfang
bzw. gar nicht genutzt werden.
Es ist aber gerade bei der Herstellung qualitativ hochwertiger
Mehrschichtlackierungen, insbesondere Metalleffektlackierungen,
eine Steuerung der rheologischen Eigenschaften der eingesetzten
Beschichtungszusammensetzungen von äußerst großer Wichtigkeit.
So wirkt sich z. B. ein steiler Viskositätsanstieg nach der
Applikation sehr günstig auf die Orientierung und Fixierung der
Metallpigmentteilchen in Metalleffekt-Basislacken aus.
Problematisch ist jedoch die Verträglichkeit der Metallpigment
teilchen mit den wäßrigen Bindemittelsystemen, da es sich ins
besondere bei Verwendung von Aluminiumteilchen als Metallpigment
um eine amphoteres Metall handelt, welches leicht unter Wasser
stoffentwicklung angegriffen wird.
Aber auch bei anderen Beschichtungsverfahren, insbesondere bei
durch Spritzapplikation aufgetragenen Überzügen, hängt die Qua
lität der erhaltenen Beschichtungen in starkem Maße von den
rheologischen Eigenschaften der verwendeten Beschichtungszusam
mensetzungen ab.
Es ist bekannt, daß die rheologischen Eigenschaften von wäßrigen
Beschichtungszusammensetzungen durch Zugabe von vernetzten Poly
mermikroteilchen beeinflußt werden können.
EP-A-00 38 127 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer
Mehrlagenbeschichtung auf einer Untergrundoberfläche, in welcher
die Base-Coat-Zusammensetzung auf einer Dispersion vernetzter
Polymermikropartikel beruht, die in einem wäßrigen Medium her
gestellt wurde. Die aus Polymerisaten von Alkylestern von Acryl-
oder Methacrylsäuren bestehenden Polymermikropartikel wurden
dabei hergestellt durch Dispersionspolymerisation in Wasser und
einem weiteren organischen Lösungsmittel in Gegenwart eines be
stimmten polymeren Stabilisators.
EP-A-03 20 689 beschreibt eine stabile, nicht-wäßrige Dispersion
von Mikropartikeln, hergestellt aus einem Aminoplastharz und
einem OH-Gruppen enthaltenden Material in einem vorzugsweise
unpolaren Lösungsmittel, in Gegenwart einer organischen Sulfon
säure und eines Stabilisators.
EP-A-01 03 174 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von wäß
rigen Dispersionen von vernetzten Polyurethan-Ionomeren durch
Umsetzen von Isocyanat-Gruppen tragenen Präpolymeren mit poly
funktionellen Verbindungen. Das Verfahren ist dadurch gekenn
zeichnet, daß man Salzgruppen eingebaut enthaltende Polyurethan-
Präpolymere mit aliphatisch und/oder cycloaliphatisch gebundenen
Isocyanat-Endgruppen in einem wassermischbaren organischen Lö
sungsmittel mit polyfunktionellen Polyisocyanaten vermischt, die
erhaltene Lösung in Wasser dispergiert und das organische Lö
sungsmittel abdampft.
US-44 08 008 und US-42 93 679 beschreiben ebenfalls Verfahren
zur Herstellung von Polymermikroteilchen aus Polyisocycanat,
jedoch findet sich in diesen Druckschriften kein Hinweis darauf,
daß die dort offenbarten Dispersionen in wäßrigen Beschichtungs
zusammensetzungen einsetzbar sind.
Allen diesen Verfahren liegen im Prinzip zwei verschiedene Me
thoden zur Teilchenbildung zugrunde:
- 1) Mit Hilfe von Tensiden, die oberhalb einer bestimmten Kon zentration Micellen bilden, werden mit wasserunlöslichen Monomeren Teilchen erzeugt, in denen die Polymerisaton initiiert wird. Dieses Verfahren der Emulsionspolymeri sation ist schon lange bekannt und wird im großtechnischen Maßstab zur Herstellung von Kunststoffdispersionen ver schiedenster Art angewendet. Um vernetzte Teilchen zu er halten, werden Monomere verwendet, die mehr als eine poly merisierbare Doppelbindung enthalten. Mit diesem Verfahren können jedoch nur Polymere hergestellt werden, deren Ketten ausschließlich aus Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen be stehen. Gezielte Modifizierungen können nur an den Seiten ketten durch Auswahl der entsprechenden Monomere erfolgen. Ein weiterer Nachteil dieser Verfahren ist die Tatsache, daß zur Teilchenbildung die Verwendung von Tensiden uner läßlich ist. Die zur Micellenbildung befähigten Tenside sind wasserlösliche, niedrigmolekulare Substanzen, die außerdem meistens Elektrolyte darstellen. Da diese nicht aus den Dispersionen entfernt werden können, bringen sie oft Nachteile mit sich, wie beispielsweise bei der Wasser empfindlichkeit und im Quellvermögen.
- 2) Es wird in organischer Phase ein Polymeres hergestellt, das ionische Gruppen enthält und dadurch beim Überführen in Wasser spontan Teilchen bildet, deren Größe von dem Gehalt an ionischen Gruppen abhängt. Durch Einbau bestimmter funk tioneller Gruppen und Hinzufügen von entsprechenden mehr funktionellen Reaktionspartnern werden die Teilchen in den vernetzten Zustand überführt. Es sind jedoch nur sehr weni ge Reaktionen bekannt, die in wäßriger Phase unterhalb der Siedetemperatur des Wassers ablaufen, ohne das Stabilisie rungssystem der Dispersion zu beeinträchtigen. Ionisch sta bilisierte Dispersionen verändern ihren Stabilitätsstatus bei Zugabe von Elektrolyten, Säuren und Basen. Das bedeu tet, daß sowohl Zugabe von Säuren als auch von Basen die Eigenschaften einer Dispersion stark verändert, bis hin zu vollständiger Koagulation in Abhängigkeit von der Polari tät.
US-38 70 684 beschreibt Versuche zur Herstellung von Disper
sionen vernetzter, Harnstoffgruppen-haltiger Polymermikroteil
chen, bei denen in wäßriger Phase dispergierte, endständige Iso
cyanatgruppen aufweisende Polyurethan-Ionomere mit Polyaminen
vernetzt werden. Dieses Verfahren führt jedoch nur zu instabi
len, sedimentierenden Dispersionen.
In DE-OS 36 06 512 und DE-OS 36 06 513 wird ein Verfahren be
schrieben, bei dem wasserlösliche Polyesterharze in wäßriger
Phase mit Polyisocyanaten unter Bildung von vernetzten Teilchen
umgesetzt werden. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß es sehr
empfindlich und schwer reproduzierbar ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, mit einem mög
lichst einfach durchzuführenden Verfahren mit leicht zur Verfü
gung stehenden Ausgangskomponenten, stabile, vorzugsweise wäßri
ge Dispersionen von vernetzten Polymermikroteilchen herzustel
len, deren Eigenschaften auf die verschiedensten Anwendungs
zwecke, insbesondere bei der Formulierung von Beschichtungs
zusammensetzungen, optimal abgestimmt werden können.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß man wäßrige Dispersionen
von vernetzten Polymerteilchen herstellen kann, indem man ein
sowohl anionische Gruppen, bevorzugt Carboxylatgruppen, als auch
Hydroxylgruppen tragendes Polymeres mit einem Aminoplastharz in
einem ganz oder teilweise wassermischbaren Lösungsmittel löst,
diese Lösung in Wasser überführt und bei Temperaturen zwischen
50 und 100°C reagieren läßt und anschließend das organische Lö
sungsmittel abdestilliert. Dies ist überraschend, da zu erwarten
war, daß die Vernetzungsreaktion ohne Katalyse einer starken
Säure in einem wäßrigen System mit pH-Werten von über 7 bei Tem
peraturen unter 100°C nicht ablaufen kann. Säuren würden an
ionisch stabilisierte Dispersionen zur Koagulation bringen.
Desweiteren wurde überraschend gefunden, daß Metallpigmentteil
chen, insbesondere Aluminiumpigmentteilchen, bei der Verwendung
der erfindungsgemäßen wäßrigen Dispersionen als Rheologiehilfs
mittel und/oder Bindemittelkomponente nicht unter Wasserstoff
entwicklung angegriffen werden.
Gemäß der Erfindung wurde die Aufgabe gelöst durch wäßrige Dis
persionen von vernetzten Polymermikroteilchen, hergestellt in
wäßrigem Medium aus einem gegebenenfalls in einem organischen
Lösungsmittel gelösten, mindestens zwei Hydroxylgruppen tragen
den Polymer, das über eine zur Bildung einer stabilen wäßrigen
Dispersion ausreichende Anzahl ionischer Gruppen verfügt, als
Komponente (A) und einer weiteren Komponente (B) bei erhöhter
Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß Komponente (A) ein Poly
esterpolyol, Polyurethan oder Polyacrylat mit einer Säurezahl
von 10 bis 100 ist und Komponente (B) ein Aminoplastharz ist,
das aus Molekülen besteht, die mindestens zwei reaktive Gruppen,
bestehend aus Hydroxyl- und/oder Amino- und/oder Ethergruppen,
enthalten, daß das Gewichtsverhältnis von Komponente (A) zu Kom
ponente (B) zwischen 30 : 70 und 95 : 5 beträgt und daß die Dis
persion in Wasser und/oder einem organischen Lösungsmittel oder
Gemischen davon stabil und anwendbar ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird in zwei Stufen durchgeführt.
Die erste Stufe besteht in der Herstellung der Komponente (A),
einem Hydroxylgruppen-haltigen Polymeren, das außerdem eine zur
Bildung stabiler Dispersionen in Wasser ausreichende Menge an
Säuregruppen enthält.
Gemäß der Erfindung werden insbesondere Polyesterpolyole, Poly
urethane oder Polyacrylate verwendet.
Die Ermittlung der für die Bildung einer stabilen Dispersion
optimalen Konzentration an ionischen Gruppen in der Komponente
(A) ist vom Durchschnittsfachmann mit Hilfe einfacher Routine
untersuchungen durchführbar. Die zur Bildung einer stabilen Dis
persion in der Regel notwendige Konzentration an ionischen Grup
pen liegt zwischen 0,1 und 3 Milliäquivalenten pro Gramm Kom
ponente (A).
Die Neutralisierung von zur Salzbildung befähigten Gruppen mit
Hilfe von Basen erfolgt vorzugsweise kurz vor der Dispergierung
bzw. während der Dispergierung des aus den Komponenten (A) und
(B) bestehenden Gemisches in dem wäßrigen Dispergiermedium, in
welchem das organische Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch
der Komponente (A) enthalten ist.
Als zur Salzbildung befähigte Gruppen kommen vor allem Carbon
säure- und Sulfonsäuregruppen in Betracht. Diese Gruppen werden
vorzugsweise mit einem Amin neutralisiert.
Geeignete Amine zur Neutralisation der zur Anionenbildung be
fähigten Gruppen sind insbesondere tertiäre Amine, wie Tri
methylamin, Triethylamin, Dimethylanilin, Diethylanilin, Tri
phenylamin, Morpholin-Derivate und ganz besonders bevorzugt
tertiäre, Hydroxylgruppen-haltige Amine wie N,N-Dimethylethanol
amin.
Der Gehalt an ionischen Gruppen, der durch gezielte Neutrali
sation der zur Salzbildung geeigneten Gruppierungen eingestellt
wird, ist ein wichtiger Parameter, über den die Größe der ent
stehenden vernetzten Polymermikroteilchen gesteuert werden kann.
Die Komponente (A) besteht vorzugsweise aus einem oder mehreren,
mindestens zwei Hydroxylgruppen enthaltenden Polyesterpolyol(en).
Beispiele geeigneter Polyesterpolyole sind die an sich bekannten
Umsetzungsprodukte von mehrwertigen Polyolen mit Polycarbon
säuren bzw. Polycarbonsäureanhydriden.
Zur Herstellung der Polyesterpolyole geeignete Polyole sind z. B.
Ethylenglykol, 1,2- und 1,3-Propandiol, 1,3- und 1,4-Butandiol,
die isomeren Pentandiole, Hexandiole oder Octandiole (z. B.
2-Ethyl-1,3-hexandiol)trimethylolpropan), Neopentylglykol, Gly
cerin, Bishydroxymethylcyclohexan, Erythrit, Mesoerythrit, Ara
bit, Adonit, Xylit, Mannit, Sorbit, Dulcit, Hexantriol oder
(poly-)Pentaerythritol.
Die zur Herstellung der Polyesterpolyole geeigneten Polycarbon
säuren bestehen in erster Linie aus niedermolekularen Polycar
bonsäuren oder ihren Anyhdriden, soweit diese Anhydride existie
ren, mit 2 bis 18 C-Atomen im Molekül. Di- und Tricarbonsäuren
werden bevorzugt eingesetzt. Die Polycarbonsäuren und/oder die
Anhydride können einzeln oder im Gemisch eingesetzt werden.
Geeignete Carbonsäuren sind beispielsweise Oxalsäure, Bernstein
säure, Fumarsäure, Phthalsäure, Isophthalsäure, Terephthtal
säure, Tetrahydrophthalsäure, Hexahydrophthtalsäure, Adipin
säure, Acelainsäure, Sebacinsäure, Maleinsäure, Glutarsäure,
Hexachlorheptandicarbonsäure, Tetrachlorphthalsäure und Tri
mellithsäure. Geeignet sind auch verschiedene Fettsäuren, wie
z. B. Sojafettsäure, Isononansäure etc. Anstelle dieser Säuren
können auch deren Anhydride, soweit diese existieren, eingesetzt
werden. Es können auch Polyesterpolyole als Komponente (A) ein
gesetzt werden, die durch Polymerisation von Lactonen herge
stellt worden sind.
Die Komponente (A) wird so ausgewählt, daß ihre Säurezahl zwi
schen 5 und 168, vorzugsweise zwischen 20 und 50 beträgt.
Wegen der Handhabbarkeit ist es in den meisten Fällen notwendig,
die Komponente (A) (Prapolymer) in einem organischen Lösungs
mittel oder einem Lösungsmittelgemisch zu lösen. Als Lösungs
mittel sind insbesondere solche auszuwählen, die so flüchtig
sind, daß sie aus der wäßrigen Dispersion durch Destillation
wieder entfernt werden können. Besonders geeignet sind hierbei
Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon, Methylamylketon,
Dimethoxyethan, Tetrahydrofuran, Dioxan oder Gemische daraus.
Größere Mengen an Hydroxylgruppen-haltigen Lösungsmiteln können
sich nachteilig auswirken. Als Komponente (A) können auch Mi
schungen mit nur OH-Gruppen tragenden Polymeren verwendet wer
den. Das Verhältnis kann vom Durchschnittsfachmann leicht er
mittelt werden.
Als Komponente (B) können im Prinzip alle Aminoplastharze ver
wendet werden, die in Kombination mit Hydroxylgruppen tragenden
Harzen (Komponenten (A)) zur Herstellung von Einbrennlacken ge
eignet sind. Neben den vorzugsweise verwendeten wasserunlös
lichen Typen können auch wasserlösliche Typen eingesetzt werden.
Neben anderen Aminoplasten haben sich insbesondere Melaminharze
und modifizierte Melaminharze bewährt, die mindestens zwei re
aktive Gruppen pro Molekül besitzen. Unter diesen reaktiven
Gruppen sind insbesondere Hydroxylgruppen und/oder Aminogruppen
und/oder Ethergruppen (Melamin-Methylol-Verbindungen) zu ver
stehen.
Das Verfahren zur Herstellung der vernetzten Polymermikroteil
chen wird so durchgeführt, daß zunächst die Komponente (A) in
einem organischen Lösungsmittel mit der Komponente (B) gemischt
wird. Das Mischungsverhältnis von Komponente (A) zu Komponente
(B) kann zwischen 30 : 70 und 95 : 5, vorzugsweise zwischen 60 : 40
und 80 : 20 betragen und richtet sich insbesondere nach dem
Verwendungszweck der Dispersion. Diese Mischung wird in die wäß
rige Phase überführt, indem als erstes durch Neutralisation mit
einer wasserlöslichen Base die Säuregruppen in Anionen umgewan
delt werden. Dabei sinkt die Teilchengröße mit zunehmendem Neu
tralisationsgrad. Es ist jedoch nicht sinnvoll, einen Neutrali
sationsgrad von 100% zu überschreiten, da die Vernetzungsreak
tion bei höheren pH-Werten verlangsamt wird. Andererseits ist
jedoch zu berücksichtigen, daß die Stabilität der Dispersion
beeinträchtigt werden kann, wenn mit zu niedrigem Neutralisa
tionsgrad gearbeitet wird. Dem Fachmann ist es jedoch leicht
möglich, durch Vorversuche den geeigneten Neutralisationsgrad-
Bereich eines Systems zu bestimmen. Oft ist es von Vorteil, das
Neutralisationsmittel als wäßrige Lösung zuzugeben.
Der Festkörpergehalt während der Vernetzungsreaktion ist so zu
wählen, daß die Viskosität die Rührbarkeit nicht beeinträchtigt.
Mit fortschreitender Vernetzung nimmt die Viskosität jedoch ab,
so daß zu Beginn der Reaktion an die untere Grenze der Rührbar
keit gegangen werden kann. Das Fortschreiten der Reaktion kann
durch die Entwicklung der Viskosität, gemessen in vorwiegend
organischem Medium, verfolgt werden. Am Anfang steigt die Vis
kosität mit zunehmendem Molekulargewicht bis zu einem Maximum,
um dann mit zunehmendem Gehalt an vernetzten Teilchen wieder
abzufallen. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Trübung im organischen
Medium feststellbar. Die Reaktion ist folglich abgeschlossen,
wenn die Viskosität in vorwiegend organischer Phase nicht mehr
fällt, und die Trübung nicht mehr stärker wird. Dennoch kann die
Reaktion an jeder Stelle durch Abkühlen vorzeitig abgebrochen
werden. Die Reaktionstemperatur, bei der die Vernetzungsreak
tionen durchgeführt werden können, beträgt zwischen 50 und
100°C, vorzugsweise zwischen 70 und 90°C. Es ist jedoch auch
jederzeit möglich, die Reaktion auch bei höheren Temperaturen
und unter Druck durchzuführen. Nach Beendigung der Reaktion wird
die erhaltene Dispersion mit dem Amin oder einer wäßrigen Lösung
des Amins zu 100% neutralisiert und das noch vorhandene organi
sche Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch abdestilliert.
Hierzu kann gegebenenfalls das Anlegen eines Vakuums erforder
lich sein.
Die so erhaltenen wäßrigen Dispersionen zeichnen sich durch eine
hohe Stabilität und einen Festkörpergehalt von 10 bis 50 Gew.-%,
vorzugsweise 30 bis 40 Gew.-% aus.
Die so erhaltenen Polymerteilchen können auch, z. B. gemäß EP-A-
29 637, in nicht-wäßrige Dispersionen überführt werden.
Zur Überführung der vernetzten Polymermikroteilchen in organi
sche Phase wird die erhaltene Dispersion mit einem Alkohol (z. B.
Butanol), einem organischen Lösungsmittel (z. B. Xylol) sowie
gegebenenfalls Wasser vermischt. Durch Zugabe einer geeigneten
Säure (z. B. Maleinsäure) oder deren wäßrigen Lösung erfolgt eine
Rückprotonierung der Säuregruppen, was zur Zerstörung des sta
bilisierenden Systems und damit zur Koagulation führt. Nach Ab
trennung der wäßrigen Phase und Entfernung von Wasserresten aus
der organischen Phase durch Vakuumdestillation erhält man eine
bei Raumtemperatur hochviskose, nichtwäßrige und stabile Disper
sion von vernetzten Polymermikroteilchen in einem organischen
Lösungsmittel.
Die Erfindung betrifft weiterhin die Verwendung der Disper
sionen, insbesondere der wäßrigen Dispersionen als Rheologie
mittel und Bindemittelkomponente in Lacken, vorzugsweise in Me
talleffektlacken.
Hier wurde überraschenderweise festgestellt, daß bei Verwendung
der erfindungsgemäßen Dispersionen die Gefahr der Wasserstoff
bildung und des sich-Auflösens der Metallpigmentteilchen nicht
gegeben ist. Dies betrifft insbesondere amphotere Metalle, wie
beispielsweise Aluminium oder Aluminium-Legierungen (z. B. Alu
miniumbronze), welche den Lacken als Metallpigment zur Erzielung
eines Metalleffektes zugesetzt werden können. Bei Verwendung der
erfindungsgemäßen Dispersionen unterbleibt jegliche Wasserstoff
entwicklung in den Lacken, obwohl der pH-Wert der Dispersionen
(pH 8) dazu geeignet wäre, die Aluminiumpigmentteilchen unter
Wasserstoffentwicklung anzugreifen.
Die Erfindung betrifft ferner Beschichtungszusammensetzungen,
bestehend aus einer Dispersion von vernetzten Polymermikroteil
chen, hergestellt in Wasser aus einem gegebenenfalls in einem
organischen Lösungsmittel gelösten, mindestens zwei Hydroxyl
gruppen tragenden Polymer, das über eine zur Bildung einer sta
bilen wäßrigen Dispersion ausreichende Anzahl ionischer Gruppen
verfügt, als Komponente (A) und einer weiteren Komponente (B)
bei erhöhter Temperatur, in einem Medium, das noch weiteres
filmbildendes Material, Pigmente und weitere übliche Additive
enthalten kann und sich insbesondere zur Herstellung von
schützenden und/oder dekorativen Überzügen eignet, welche da
durch gekennzeichnet ist, daß Komponente (A) ein Polyester
polyol, Polyurethan oder Polyacrylat mit einer Säurezahl von 10
bis 100 ist und Komponente (B) ein Aminoplastharz ist, das aus
Molekülen besteht, die mindestens zwei reaktive Gruppen be
sitzen. Bei diesen reaktiven Gruppen handelt es sich um Hy
droxyl- und/oder Amino- und/oder Ethergruppen. In der Dispersion
beträgt das Gewichtsverhältnis von Komponente (A) zu Komponente
(B) zwischen 30 : 70 und 95 : 5. Die Dispersion selbst ist in
Wasser und/oder einem organischen Lösungsmittel oder Gemischen
davon stabil und anwendbar.
Die oben beschriebenen Beschichtungszusammensetzungen werden
bevorzugt in Verfahren zur Herstellung von mehrschichtigen Über
zügen auf Substratoberflächen verwendet, bei welchen
- 1) als Basis-Beschichtungszusammensetzung eine wäßrige Disper sion aufgebracht wird,
- 2) aus der in Stufe (1) aufgebrachten Zusammensetzung ein Polymerfilm auf der Substratoberfläche gebildet wird,
- 3) auf der so erhaltenen Basisschicht eine geeignete trans parente Deckschicht-Zusammensetzung aufgebracht wird und anschließend
- 4) die Basisschicht zusammen mit der Deckschicht eingebrannt wird.
Als Deckschicht-Zusammensetzungen sind grundsätzlich alle be
kannten nicht oder nur transparent pigmentierten Überzugsmittel
geeignet. Hierbei kann es sich um konventionelle lösungsmittel
haltige Klarlacke, wasserverdünnbare Klarlacke oder Pulverklar
lacke handeln.
Als zu beschichtende Substrate kommen vor allem vorbehandelte
Metallsubstrate in Frage; es können aber auch nicht vorbehan
delte Metalle und beliebige andere Substrate, wie z. B. Holz oder
Kunststoffe, unter Verwendung der erfindungsgemäßen Basis-Be
schichtungszusammensetzungen mit einer mehrschichigen schützen
den und/oder dekorativen Beschichtung überzogen werden.
In den nachfolgenden Beispielen wird die Erfindung näher er
läutert, ohne darauf beschränkt zu sein.
Die Mengenangaben in den nachfolgenden Beispielen sind Gewichts
angaben. Die Messung der Viskosität erfolgte bei 20°C in einem
DIN-Becher (4 mm). Bei dem verwendeten Wasser handelte es sich
um vollentsalztes Wasser.
In einem Vierhalskolben, der mit einem Rührer, einem Thermometer
und Füllkörperkolonne ausgerüstet ist, werden 1911,6 Teile 1,6-
Hexandiol zusammen mit 525,6 Teilen Adipinsäure zum Schmelzen
gebracht. Anschließend werden unter Rühren 896,4 Teile Isophthal
säure zugegeben und die Temperatur so gesteigert, daß die Kolon
nenkopftemperatur 100°C nicht überschreitet. Bei einer maxima
len Temperatur des Reaktionsgemisches von 220°C wird so lange
weiterverestert, bis eine Säurezahl von 3 erreicht ist. Nach
Abkühlen auf 170°C werden 691,2 Teile Trimellithsäureanhydrid
zugegeben und bei 170°C weiterverestert, bis eine Säurezahl von
28 erreicht ist. Nach Abkühlen auf 100°C werden 1200 Teile Me
thylisobutylketon zugegeben. Die erhaltene Polyesterharzlösung
besitzt einen Festkörpergehalt von 75%.
In einer Apparatur gemäß Beispiel 1 werden 670 Teile Trimethylol
propan, 354 Teile 1,6-Hexandiol, 1400 Teile einer isomerisierten
Sojafettsäure und 592 Teile Phthalsäureanhydrid zum Schmelzen
gebracht. Anschließend wird unter Rühren die Temperatur so ge
steigert, daß die Kolonnenkopftemperatur 100°C nicht über
schreitet. Bei einer maximalen Temperatur des Reaktionsgemisches
von 220°C wird so lange weiterverestert, bis eine Säurezahl von
3 erreicht ist. Nach dem Abkühlen auf 170°C werden 384 Teile
Trimellithsäureanhydrid zugegeben und bei 170°C weiterver
estert, bis eine Säurezahl von 34 erreicht ist. Nach dem Abküh
len auf 110°C werden 1076 Teile Methylisobutylketon zugegeben.
Festkörpergehalt: 77%.
In einer Apparatur gemäß Beispiel 1 werden 643,2 Teile Tri
methylolpropan, 472 Teile 1,6-Hexandiol, 758,4 Teile Isononan
säure und 592 Teile Phthalsäureanhydrid zum Schmelzen gebracht.
Anschließend wird unter Rühren die Temperatur so gesteigert, daß
die Kolonnenkopftemperatur 100°C nicht überschreitet. Bei einer
maximalen Temperatur des Reaktionsgemisches von 220°C wird so
lange weiterverestert, bis eine Säurezahl von 3 erreicht ist.
Nach dem Abkühlen auf 170°C werden 460,8 Teile Trimellithsäure
anhydrid zugegeben und bei 170°C weiterverestert, bis eine
Säurezahl von 33 erreicht ist. Nach dem Abkühlen auf 100°C wer
den 903,5 Teile Methylisobutylketon zugegeben. Festkörpergehalt:
73,8%.
In einer Apparatur gemäß Beispiel 1 werden 1664 Teile Neopentyl
glykol zum Schmelzen gebracht. Anschließend werden unter Rühren
1328 Teile Isophthalsäure zugegeben und die Temperatur so ge
steigert, daß die Kolonnenkopftemperatur 100°C nicht über
schreitet. Bei einer maximalen Temperatur des Reaktionsgemisches
von 220°C wird so lange weiterverestert, bis eine Säurezahl von
3 erreicht ist. Nach Abkühlen auf 170°C werden 768 Teile Tri
mellithsäureanhydrid zugegeben und bei 170°C weiterverestert,
bis eine Säurezahl von 33 erreicht ist. Nach Abkühlen auf 100°C
werden 1442 Teile Methylisobutylketon zugegeben. Festkörperge
halt: 70%.
In einer Apparatur gemäß Beispiel 1 werden 1699,2 Teile 1,6-
Hexandiol zum Schmelzen gebracht. Anschließend werden unter Rüh
ren 1195,2 Teile Isophthalsäure zugegeben und die Temperatur so
gesteigert, daß die Kolonnenkopftemperatur 100°C nicht über
schreitet. Bei einer maximalen Temperatur des Reaktionsgemisches
von 220°C wird so lange weiterverestert, bis eine Säurezahl von
3 erreicht ist. Nach Abkühlen auf 170°C werden 345,6 Teile Tri
mellithsäureanhydrid und 684 Teile Admerginsäure (Addukt von Ma
leinsäureanhydrid an konjugiert-ungesättigte Fettsäuren) zugege
ben und bei 215°C weiterverestert, bis eine Säurezahl von 27
erreicht ist. Nach Abkühlen auf 100°C werden 1529,5 Teile Me
thylisobutylketon zugegeben. Festkörpergehalt: 70%.
In einem heizbaren Rührgefäß, das mit einem Thermometer, einem
Rückflußkühler, bzw. einer Destillationsbrücke, ausgerüstet ist,
werden 1050 Teile der Polyesterharzlösung von Beispiel 1 zusam
men mit 482 Teilen Setamine US 132 (Melaminharz in Butanol) ein
gewogen und auf 40°C aufgeheizt. Unter Rühren und weiterem Auf
heizen werden 567,8 Teile einer 5%igen wäßrigen Lösung von N,N-
Dimethylaminoethanol (entspricht einer 80%igen Neutralisation
der Säuregruppen) innerhalb 10 min zugegeben. Nach Ende der Zu
gabe beträgt die Temperatur 35°C. Jetzt werden, ebenfalls unter
weiterem Aufheizen, 1521,6 Teile vollentsalzten Wassers inner
halb 15 min zugegeben. Bei Ende der Zugabe beträgt die Tempera
tur 55°C. Es wird weiter geheizt auf 85°C, jedoch wird vorher
eine Probe entnommen zur Bestimmung des Viskosität und des pH-
Wertes. Der pH-Wert beträgt 7,78. Zur Bestimmung der Viskosität
wird die Probe zunächst mit N,N-Dimethylaminoethanol auf einen
Neutralisationsgrad von 100% gebracht, und mit Butylglykol 1 : 1
verdünnt. Die Viskosität der klaren Lösung beträgt 14 sec.
Nach 30 min sind die 85°C erreicht, und es wird erneut eine
Probe entnommen. Die Viskosität der immer noch klaren Lösung ist
auf 27 sec gestiegen. Nach weiteren 30 min bei 85°C wird erneut
eine Probe gezogen. Beim Verdünnen der Probe mit Butylglykol
(100% neutralisiert) erhält man eine trübe Lösung mit einer
Viskosität von 19 sec. Die Temperatur von 85°C wird noch weiter
gehalten bis die Viskosität der neutralisierten Lösung in Butyl
glykol nicht mehr niedriger wird. Nach 3 h sind 14 sec erreicht.
Jetzt wird die erhaltene Dispersion mit N,N-Dimethylaminoethanol
zu 100% neutralisiert und im Vakuum das Methylisobutylketon
abdestilliert. Man erhält eine stabile Dispersion mit einem
Festkörpergehalt von 35%, einem pH-Wert von 8,15 und einer Vis
kosität von 21 sec.
In einem Rührgefäß gemäß Beispiel 6 werden 1050 Teile der Poly
esterharzlösung von Beispiel 1 zusammen mit 421,8 Teilen Cymel
1158 (butyliertes, NH-Gruppen enthaltendes Harz in Butanol) ein
gewogen und auf 40°C aufgeheizt. Unter Rühren und weiterem Auf
heizen wurden 567,8 Teile einer 5%igen, wäßrigen Lösung von
N,N-Dimethylaminoethanol (entspricht einer 80%igen Neutralisa
tion der Säuregruppen) innerhalb 10 min zugegeben. Nach Ende der
Zugabe beträgt die Temperatur 35°C. Jetzt werden, ebenfalls
unter weiterem Aufheizen, 1521,6 Teile vollentsalzten Wassers
innerhalb 15 min zugegeben. Bei Ende der Zugabe beträgt die Tem
peratur 54°C. Es wird weiter geheizt auf 85°C, jedoch wird
vorher eine Probe entnommen zur Bestimmung der Viskosität und
des pH-Wertes. Der pH-Wert beträgt 7,78. Zur Bestimmung der Vis
kosität wird die Probe zunächst mit N,N-Dimethylaminoethanol auf
einen Neutralisationsgrad von 100% gebracht, und mit Butylgly
kol 1 : 1 verdünnt. Die Viskosität der klaren Lösung beträgt
14 sec. Nach 30 min sind die 85°C erreicht, und es wird erneut
eine Probe entnommen. Die Viskosität der immer noch klaren Lö
sung ist auf 28 sec gestiegen. Nach weiteren 30 min bei 85°C
wird erneut eine Probe gezogen. Beim Verdünnen der Probe mit
Butylglykol (100% neutralisiert) erhält man eine trübe Lösung
mit einer Viskosität von 20 sec. Die Temperatur von 85°C wird
noch weiter gehalten bis die Viskosität der neutralisierten Lö
sung in Butylglykol nicht mehr niedriger wird. Nach 3 h sind 15 sec
erreicht. Jetzt wird die erhaltene Dispersion mit N,N-Di
methylaminoethanol 100%ig neutralisiert und im Vakuum das Me
thylisobutylketon abdestilliert. Man erhält eine stabile Disper
sion mit einem Festkörpergehalt von 35%, einem pH-Wert von 8,48
und einer Viskosität von 20 sec.
In einem Rührgefäß gemäß Beispiel 6 wurden 1050 Teile der Poly
esterharzlösung von Beispiel 1 zusammen mit 613,6 Teilen
Maprenal MF 650 (nicht plastifiziertes, isobutylverethertes
Melamin-Formaldehyd-Harz in Isobutanol) eingewogen und auf 40°C
aufgeheizt. Unter Rühren und weiterem Aufheizen werden 567,8
Teile einer 5-%igen, wäßrigen Lösung von N,N-Dimethylamino
ethanol (entspricht einer 80-%igen Neutralisiation der Säure
gruppen) innerhalb 10 min zugegeben. Nach Ende der Zugabe be
trägt die Temperatur 35°C. Jetzt werden, ebenfalls unter wei
terem Aufheizen, 1521,6 Teile vollentsalzten Wassers innerhalb
15 min zugegeben. Bei Ende der Zugabe beträgt die Temperatur
55°C. Es wird weiter geheizt auf 85°C, jedoch wird vorher eine
Probe entnommen zur Bestimmung der Viskosität und des pH-Wertes.
Der pH-Wert beträgt 7,87. Zur Bestimmung der Viskosität wird die
Probe zunächst mit N,N-Dimethylaminoethanol auf einen Neutrali
sationsgrad von 100% gebracht, und mit Butylglykol 1 : 1 ver
dünnt. Die Viskosität der klaren Lösung beträgt 13 sec. Nach
30 min sind die 85°C erreicht, und es wird erneut eine Probe
entnommen. Die Viskosität der immer noch klaren Lösung ist auf
27 sec gestiegen. Nach weiteren 30 min bei 85°C wird erneut
eine Probe gezogen. Beim Verdünnen der Probe mit Butylglykol
(100% neutralisiert) erhält man eine trübe Lösung mit einer
Viskosität von 21 sec. Die Temperatur von 85°C wird noch weiter
gehalten bis die Viskosität der neutralisierten Lösung in Butyl
glykol nicht mehr niedriger wird. Nach 3 h sind 16 sec erreicht.
Jetzt wird die erhaltene Dispersion mit N,N-Dimethylaminoethanol
100%ig neutralisiert und im Vakuum das Methylisobutylketon ab
destilliert. Man erhält eine stabile Dispersion mit einem Fest
körpergehalt von 33%, einem pH-Wert von 8,19 und einer Viskosi
tät von 21 sec.
In einem Rührgefäß gemäß Beispiel 6 werden 1050 Teile der Poly
esterharzlösung von Beispiel 2 zusammen mit 495 Teilen Setamine
US 132 (Melaminharz in Butanol) eingewogen und auf 40°C aufge
heizt. Unter Rühren und weiterem Aufheizen werden 687,5 Teile
einer 5%igen wäßrigen Lösung von N,N-Dimethylaminoethanol (ent
spricht einer 80%igen Neutralisation der Säuregruppen) inner
halb 10 min zugegeben. Nach Ende der Zugabe beträgt die Tempera
tur 48°C. Jetzt werden, ebenfalls unter weiterem Aufheizen,
1457,5 Teile vollentsalzten Wassers innerhalb 15 min zugegeben.
Bei Ende der Zugabe beträgt die Temperatur 68°C. Es wird weiter
geheizt auf 85°C, jedoch wird vorher eine Probe entnommen zur
Bestimmung der Viskosität und des pH-Wertes. Der pH-Wert beträgt
7,78. Zur Bestimmung der Viskosität wird die Probe zunächst mit
N,N-Dimethylaminoethanol auf einen Neutralisationsgrad von 100%
gebracht und mit Butylglykol 1 : 1 verdünnt. Die Viskosität der
klaren Lösung beträgt 13 sec. Nach 30 min sind die 85°C er
reicht, und es wird erneut eine Probe entnommen. Die Viskosität
der bereits leicht trüben Lösung ist auf 16 sec gestiegen. Nach
weiteren 30 min bei 85°C wird erneut eine Probe gezogen. Beim
Verdünnen der Probe mit Butylglykol (100% neutralisiert) erhält
man eine trübe Lösung mit einer Viskosität von 15 sec. Die Tem
peratur von 85°C wird noch weiter gehalten bis die Viskosität
der neutralisierten Lösung in Butylglykol nicht mehr niedriger
wird. Nach 3 h sind 14 sec erreicht. Jetzt wird die erhaltene
Dispersion mit N,N-Dimethylaminoethanol 100%ig neutralisiert
und im Vakuum das Methylisobutylketon abdestilliert. Man erhält
eine stabile Dispersion mit einem Festkörpergehalt von 34%,
einem pH-Wert von 8,37 und einer Viskosität von 21 sec.
In einem Rührgefäß gemäß Beispiel 6, das mit einem Thermometer,
einem Rückflußkühler bzw. einer Destillationsbrücke ausgerüstet
ist, werden 1070 Teile der Harzlösung von Beispiel 1 zusammen
mit 483,5 Teilen Setamine US132 (Melaminharz in Butanol) einge
wogen und auf 40°C aufgeheizt. Unter Rühren und weiterem Auf
heizen werden 653,4 Teile einer 5%igen, wäßrigen Lösung von
N,N-Dimethylaminoethanol (entspricht einer 80%igen Neutralisa
tion der Säuregruppen) innerhalb 10 min zugegeben. Nach Ende der
Zugabe beträgt die Temperatur 40°C. Jetzt werden, ebenfalls
unter weiterem Aufheizen, 1441,6 Teile vollentsalzten Wassers
innerhalb 15 min zugegeben. Bei Ende der Zugabe beträgt die Tem
peratur 44°C. Es wird weiter geheizt auf 85°C, jedoch wird
vorher eine Probe entnommen zur Bestimmung der Viskosität und
des pH-Wertes. Der pH-Wert beträgt 7,68. Zur Bestimmung der Vis
kosität wird die Probe zunächst mit N,N-Dimethylaminoethanol auf
einen Neutralisationsgrad von 100% gebracht und mit Butylglykol
1 : 1 verdünnt. Die Viskosität der klaren Lösung beträgt 13 sec.
Nach 30 min sind die 85°C erreicht, und es wird erneut eine Pro
be entnommen. Die Viskosität der immer noch klaren Lösung ist
auf 55 sec gestiegen. Nach weiteren 30 min bei 85°C wird erneut
eine Probe gezogen. Beim Verdünnen der Probe mit Butylglykol
(100% neutralisiert) erhält man eine trübe Lösung mit einer
Viskosität von 35 sec. Die Temperatur von 85°C wird noch weiter
gehalten bis die Viskosität der neutralisierten Lösung in Butyl
glykol nicht mehr niedriger wird. Nach 3 h sind 17 sec erreicht.
Jetzt wird die erhaltene Dispersion mit N,N-Dimethylaminoethanol
100%ig neutralisiert und im Vakuum das Methylisobutylketon ab
destilliert. Man erhält eine stabile Dispersion mit einem Fest
körpergehalt von 35%, einem pH-Wert von 8,45 und einer Viskosi
tät von 48 sec.
In einem Rührgefäß gemäß Beispiel 6 werden 1100 Teile der Poly
esterharzlösung von Beispiel 4 zusammen mit 597 Teilen Setamine
US132 (Melaminharz in Butanol) eingewogen und auf 40°C aufge
heizt. Unter Rühren und weiterem Aufheizen werden 626 Teile
einer 5%igen, wäßrigen Lösung von N,N-Dimethylaminoethanol
(entspricht einer 75 %igen Neutralisation der Säuregruppe) in
nerhalb 10 min zugegeben. Nach Ende der Zugabe beträgt die Tem
peratur 35°C. Jetzt werden, ebenfalls unter weiterem Aufheizen,
1590 Teile vollentsalzten Wassers innerhalb 15 min zugegeben.
Bei Ende der Zugabe beträgt die Temperatur 55°C. Es wird weiter
geheizt auf 85°C, jedoch wird vorher eine Probe entnommen zur
Bestimmung der Viskosität und des pH-Wertes. Der pH-Wert beträgt
7,74. Zur Bestimmung der Viskosität wird die Probe zunächst mit
N,N-Dimethylaminoethanol auf einen Neutralisationsgrad von 100%
gebracht, und mit Butylglykol 1 : 1 verdünnt. Die Viskosität der
klaren Lösung beträgt 14 sec. Nach 30 min sind die 85°C er
reicht, und es wird erneut eine Probe entnommen. Die Viskosität
der immer noch klaren Lösung ist auf 27 sec gestiegen. Nach wei
teren 30 min bei 85°C wird erneut eine Probe gezogen. Beim Ver
dünnen der Probe mit Butylglykol (100% neutralisiert) erhält
man eine trübe Lösung mit einer Viskosität von 18 sec. Die Tem
peratur von 85°C wird noch weiter gehalten bis die Viskosität
der neutralisierten Lösung in Butylglykol nicht mehr niedriger
wird. Nach 3 h sind 14 sec erreicht. Jetzt wird die erhaltene
Dispersion mit N,N-Dimethylaminoethanol 100%ig neutralisiert
und im Vakuum das Methylisobutylketon abdestilliert. Man erhält
eine stabile Dispersion mit einem Festkörpergehalt von 32%,
einem pH-Wert von 8,15 und einer Viskosität von 19 sec.
In einem Rührgefäß gemäß Beispiel 6 werden 950 Teile der Poly
esterharzlösung von Beispiel 2 zusammen mit 635,5 Teilen Cymel
1158 (butyliertes, NH-Gruppen enthaltendes Harz in Butanol) ein
gewogen und auf 40°C aufgeheizt. Unter Rühren und weiterem Auf
heizen werden 672.8 Teile einer 5%igen, wäßrigen Lösung von
N,N-Dimethylaminoethanol (entspricht einer 80%igen Neutralisa
tion der Säuregruppen) innerhalb 10 min zugegeben. Nach Ende der
Zugabe beträgt die Temperatur 48°C. Jetzt werden, ebenfalls
unter weiterem Aufheizen, 1689,9 Teile vollentsalzten Wassers
innerhalb 15 min zugegeben. Bei Ende der Zugabe beträgt die Tem
peratur 68°C. Es wird weiter geheizt auf 85°C, jedoch wird
vorher eine Probe entnommen zur Bestimmung der Viskosität und
des pH-Wertes. Der pH-Wert beträgt 7,52. Zur Bestimmung der
Viskosität wird die Probe zunächst mit N,N-Dimethylaminoethanol
auf einen Neutralisationsgrad von 100% gebracht und mit Butyl
glykol 1 : 1 verdünnt. Die Viskosität der klaren Lösung beträgt
13 sec. Nach 30 min sind die 85°C erreicht, und es wird erneut
eine Probe entnommen. Die Viskosität der bereits leicht trüben
Lösung ist auf 14 sec gestiegen. Nach weiteren 30 min bei 85°C
wird erneut eine Probe gezogen. Beim Verdünnen der Probe mit
Butylglykol (100% neutralisiert) erhält man eine trübe Lösung
mit einer Viskosität von 15 sec. Die Temperatur von 85°C wird
noch weiter gehalten bis die Viskosität der neutralisierten Lö
sung in Butylglykol nicht mehr niedriger wird. Nach 3 h sind 13 sec
erreicht. Jetzt wird die erhaltene Dispersion mit N,N-Di
methylaminoethanol 100%ig neutralisiert und im Vakuum das
Methylisobutylketon abdestilliert. Man erhält eine stabile Bis
persion mit einem Festkörpergehalt von 31%, einem pH-Wert von
8,52 und einer Viskosität von 21 sec.
In einem Rührgefäß gemäß Beispiel 6 werden 1100 Teile der Poly
esterharzlösung von Beispiel 1 zusammen mit 392,9 Teilen Cymel
327 (hochmethyliertes Melamin-Formaldehyd-Harz in Isobutanol)
eingewogen und auf 40°C aufgeheizt. Unter Rühren und weiterem
Aufheizen werden 446 Teile einer 5%igen, wäßrigen Lösung von
N,N-Dimethylaminoethanol (entspricht einer 60%igen Neutralisa
tion der Säuregruppen) innerhalb 10 min zugegeben. Nach Ende der
Zugabe beträgt die Temperatur 40°C. Jetzt werden, ebenfalls
unter weiterem Aufheizen, 1742,8 Teile vollentsalzten Wassers
innerhalb 15 min zugegeben. Bei Ende der Zugabe beträgt die Tem
peratur 45°C. Es wird weiter geheizt auf 85°C, jedoch wird
vorher eine Probe entnommen zur Bestimmung der Viskosität und
des pH-Wertes. Der pH-Wert beträgt 7,10. Zur Bestimmung der Vis
kosität wird die Probe zunächst mit N,N-Dimethylaminoethanol auf
einen Neutralisationsgrad von 100% gebracht, und mit Butylgly
kol 1 : 1 verdünnt. Die Viskosität der klaren Lösung beträgt
13 sec. Nach 30 min sind die 85°C erreicht, und es wird erneut
eine Probe entnommen. Die Viskosität der schwach trüben Lösung
ist auf 18 sec gestiegen. Nach weiteren 30 min bei 85°C wird
erneut eine Probe gezogen. Beim Verdünnen der Probe mit Butyl
glykol (100% neutralisiert) erhält man eine trübe Lösung mit
einer Viskosität von 14 sec. Die Temperatur von 85°C wird noch
weiter gehalten bis die Viskosität der neutralisierten Lösung in
Butylglykol nicht mehr niedriger wird. Nach 3 h sind 13 sec er
reicht. Jetzt wird die erhaltene Dispersion mit N,N-Dimethyl
aminoethanol 100%ig neutralisiert und im Vakuum das Methyliso
butylketon abdestilliert. Man erhält eine stabile Dispersion mit
einem Festkörpergehalt von 36%, einem pH-Wert von 8,65 und
einer Viskosität von 12 sec.
In einem Rührgefäß gemäß Beispiel 6 werden 1200 Teile der Poly
esterharzlösung von Beispiel 5 zusammen mit 404 Teilen Cymel 327
(hochmethyliertes Melamin-Formaldehyd-Harz in Isobutanol) einge
wogen und auf 40°C aufgeheizt. Unter Rühren und weiterem Auf
heizen werden 486,2 Teile einer 5%igen, wäßrigen Lösung von
N,N-Dimethylaminoethanol (entspricht einer 80%igen Neutralisa
tion der Säuregruppen) innerhalb 10 min zugegeben. Nach Ende der
Zugabe beträgt die Temperatur 35°C. Jetzt werden, ebenfalls
unter weiterem Aufheizen, 1764,7 Teile vollentsalzten Wassers
innerhalb 15 min zugegeben. Bei Ende der Zugabe beträgt die Tem
peratur 55°C. Es wird weiter geheizt auf 85°C, jedoch wird
vorher eine Probe entnommen zur Bestimmung der Viskosität und
des pH-Wertes. Der pH-Wert beträgt 7,98. Zur Bestimmung der Vis
kosität wird die Probe zunächst mit N,N-Dimethylaminoethanol auf
einen Neutralisationsgrad von 100% gebracht und mit Butylglykol
1 : 1 verdünnt. Die Viskosität der klaren Lösung beträgt 13 sec.
Nach 30 min sind die 85°C erreicht, und es wird erneut eine
Probe entnommen. Die Viskosität der immer noch klaren Lösung ist
auf 15 sec gestiegen. Nach weiteren 30 min bei 85°C wird erneut
eine Probe gezogen. Beim Verdünnen der Probe mit Butylglykol
(100% neutralisiert) erhält man eine trübe Lösung mit einer
Viskosität von 20 sec. Die Temperatur von 85°C wird noch weiter
gehalten bis die Viskosität der neutralisierten Lösung in Butyl
glykol nicht mehr niedriger wird. Nach 3 h sind 15 sec erreicht.
Jetzt wird die erhaltene Dispersion mit N,N-Dimethylaminoethanol
100%ig neutralisiert und im Vakuum das Methylisobutylketon ab
destilliert. Man erhält eine stabile Dispersion mit einem Fest
körpergehalt von 35%, einem pH-Wert von 8,85 und einer Viskosi
tät von 21 sec.
In einem heizbaren Rührgefäß, das mit einem Thermometer, einem
Rückflußkühler bzw. einer Destillationsbrücke und einem Boden
ablaßventil ausgerüstet ist, werden 2615 Teile der Dispersion
von Beispiel 11 zusammen mit 800 Teilen vollentsalztem Wasser
vorgelegt. Dazu werden 990 Teile Xylol und 810 Teile n-Butanol
gegeben und unter Rühren vermischt. Zu der Mischung werden unter
Rühren 29 Teile Maleinsäure, gelöst in 56 Teilen Wasser, gege
ben. Nach 20 min intensiver Durchmischung wird der Rührer abge
stellt und gewartet, bis die Phasentrennung abgeschlossen ist.
Nach 45 min wird die untere Phase, die vorwiegend aus Wasser
besteht, abgelassen (2650 ml). Nach Aufheizen auf 60°C wird das
restliche Wasser im Vakuum abdestilliert. Man erhält eine bei
Raumtemperatur hochviskose, nichtwäßrige, stabile Dispersion von
vernetzten Polymermikroteilchen mit einem Festkörpergehalt von
40%.
56 Gew.-Teile der in Beispiel 9 beschriebenen Dispersion werden
unter Rühren mit 23 Gew.-Teilen Verdickerdispersion versetzt.
Als Verdicker wird Latekoll D (Verdicker auf Acrylester-Meth
acrylsäure-Basis mit 25%igem Festkörpergehalt) verwendet, das
mit Wasser auf einen Festkörpergehalt von 3% verdünnt, und mit
Dimethylethanolamin auf einen pH-Wert von 7,0 eingestellt worden
ist.
In einem getrennten Gefäß werden 4,5 Gew.-Teile einer handelsüb
lichen non-leafing Aluminiumbronze mit einem Aluminiumanteil von
65% mit 5 Gew.-Teilen Butylglykol angeteigt und in üblicher
Weise aufgeschlossen.
Diese Aluminiumschlämme wird zu der oben beschriebenen Disper
sion unter Rühren zugegeben. Nach Einstellen des pH-Wertes auf
8,0 mit einer wäßrigen 10%igen Dimethylethanolaminlösung (ca.
0,6 Gew.-Teile) wird mit Wasser (ca. 10 Gew.-Teile) auf eine
Viskosität von 40 sec eingestellt. Der Festkörpergehalt beträgt
23%.
Der so erhaltene Basislack wird auf ein mit Füller in üblicher
Weise beschichtetes Stahlblech gespritzt und 5 Minuten bei 50°C
getrocknet. Dann wird mit einem handelsüblichen Einbrennlack auf
Basis Polyacrylat/Melaminharz überspritzt und 30 Minuten bei
130°C eingebrannt. Die so erhaltene Beschichtung zeigt eine
hohe Brillanz und einen gleichmäßigen, ausgeprägten Metallic
effekt.
Claims (17)
1. Wäßrige Dispersion von vernetzten Polymermikroteilchen,
hergestellt in wäßrigem Medium aus einem gegebenenfalls in einem
organischen Lösungsmittel gelösten, mindestens zwei Hydroxyl
gruppen tragenden Polymer, das über eine zur Bildung einer sta
bilen wäßrigen Dispersion ausreichende Anzahl ionischer Gruppen
verfügt, als Komponente (A) und einer weiteren Komponente (B)
bei erhöhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß Komponente
(A) ein Polyesterpolyol, Polyurethan oder Polyacrylat mit einer
Säurezahl von 5 bis 168 ist und Komponente (B) ein Aminoplast
harz ist, das aus Molekülen besteht, die mindestens zwei reak
tive Gruppen, bestehend aus Hydroxyl- und/oder Amino- und/oder
Ethergruppen, enthalten, daß das Gewichtsverhältnis von Kompo
nente (A) zu Komponente (B) zwischen 30 : 70 und 95 : 5 beträgt
und daß die Dispersion in Wasser und/oder einem organischen Lö
sungsmittel oder Gemischen davon stabil und anwendbar ist.
2. Dispersion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Säurezahl 20 bis 50 beträgt.
3. Dispersion nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß als Komponente (A) ein Polyesterpolyol eingesetzt wird.
4. Dispersion nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß als Komponente (B) Melaminharze eingesetzt werden.
5. Dispersion nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gewichtsverhältnis von Komponente (A) zu Komponente (B)
zwischen 60 : 40 und 80 : 20 beträgt.
6. Dispersion nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Lösung der Komponente (A) in einem organischen Lö
sungsmittel oder Lösungsmittelgemisch die Komponente (B) gege
ben, mit einer wäßrigen Lösung eines Amins zu 70 bis 90%, vor
zugsweise 80% neutralisiert wird und das erhaltene Gemisch auf
50 bis 100°C, vorzugsweise 70 bis 90°C, bis zur Viskositäts
konstanz erhitzt und mit dem Amin zu 100% neutralisiert wird.
7. Dispersion nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das organische Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch nach
der vollständigen Neutralisation abdestilliert wird.
8. Verfahren zur Herstellung von wäßrigen Dispersionen von
vernetzten Polymermikroteilchen in wäßrigem Medium aus einem
gegebenenfalls in einem organischen Lösungsmittel gelösten, min
destens zwei Hydroxylgruppen tragenden Polymer, das über eine
zur Bildung einer stabilen wäßrigen Dispersion ausreichende An
zahl ionischer Gruppen verfügt, als Komponente (A) und einer
weiteren Komponente (B) bei erhöhter Temperatur, dadurch gekenn
zeichnet, daß Komponente (A) ein Polyesterpolyol, Polyurethan
oder Polyacrylat mit einer Säurezahl von 5 bis 168 ist und Kom
ponente (B) ein Aminoplastharz ist, das aus Molekülen besteht,
die mindestens zwei reaktive Gruppen, bestehend aus Hydroxyl-
und/oder Amino- und/oder Ethergruppen, enthalten, daß das Ge
wichtsverhältnis von Komponente (A) zu Komponente (B) zwischen
30 : 70 und 95 : 5 beträgt und daß die Dispersion in Wasser
und/oder einem organischen Lösungsmittel oder Gemischen davon
stabil anwendbar ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Säurezahl 20 bis 50 beträgt.
10. Verfahren nach Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet,
daß als Komponente (A) ein Polyesterpolyol eingesetzt wird.
11. Verfahren nach Ansprüchen 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß als Komponente (B) Melaminharze eingesetzt werden.
12. Verfahren nach Ansprüchen 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gewichtsverhältnis von Komponente (A) zu Komponente (B)
zwischen 60 : 40 und 80 : 20 beträgt.
13. Verfahren nach Ansprüchen 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Lösung der Komponente (A) in einem organischen Lö
sungsmittel oder Lösungsmittelgemisch die Komponente (B) gegeben
wird, mit einer wäßrigen Lösung eines Amins zu 70 bis 90%, vor
zugsweise 80%, neutralisiert wird, das erhaltene Gemisch auf 50
bis 100°C, vorzugsweise 70 bis 90°C, bis zur Viskositätskon
stanz erhitzt und mit dem Amin zu 100% neutralisiert wird.
14. Verfahren nach Ansprüchen 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß das organische Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch nach
der vollständigen Neutralisation abdestilliert wird.
15. Beschichtungszusammensetzung, bestehend aus einer Disper
sion von vernetzten Polymermikroteilchen, hergestellt in Wasser
aus einem gegebenenfalls in einem organischen Lösungsmittel ge
lösten, mindestens zwei Hydroxylgruppen tragenden Polymer, das
über eine zur Bildung einer stabilen wäßrigen Dispersion aus
reichende Anzahl ionischer Gruppen verfügt, als Komponente (A)
und einer weiteren Komponente (B) bei erhöhter Temperatur, in
einem Medium, das noch weiteres filmbildendes Material, Pigmente
und weitere übliche Additive enthalten kann und sich insbeson
dere zur Herstellung von schützenden und/oder dekorativen Über
zügen eignet, dadurch gekennzeichnet, daß Komponente (A) ein
Polyesterpolyol, Polyurethan oder Polyacrylat mit einer Säure
zahl von 5 bis 168 ist und Komponente (B) ein Aminoplastharz
ist, das aus Molekülen besteht, die mindestens zwei reaktive
Gruppen, bestehend aus Hydroxyl- und/oder Amino- und/oder
Ethergruppen, enthalten und daß das Gewichtsverhältnis von Kom
ponente (A) zur Komponente (B) zwischen 40 : 60 und 95 : 5 be
trägt.
16. Beschichtungszusammensetzung nach Anspruch 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß sie Metallpigmentteilchen, insbesondere Alu
miniumpigmentteilchen, enthält.
17. Verwendung der Dispersionen nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 7 als Rheologiehilfsmittel und/oder Bindemittel
komponente in Beschichtungszusammensetzungen.
Priority Applications (13)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3940316A DE3940316A1 (de) | 1989-12-06 | 1989-12-06 | Waessrige dispersionen von vernetzten polymermikroteilchen |
| DE59007657T DE59007657D1 (de) | 1989-12-06 | 1990-12-04 | Wässrige dispersionen von vernetzten polymermikroteilchen. |
| CA002070807A CA2070807C (en) | 1989-12-06 | 1990-12-04 | Aqueous dispersions of cross-linked polymer microparticles |
| AU68943/91A AU652729B2 (en) | 1989-12-06 | 1990-12-04 | Aqueous dispersions of cross-linked polymer microparticles |
| ES91900211T ES2064076T3 (es) | 1989-12-06 | 1990-12-04 | Dispersiones acuosas de microparticulas reticuladas de polimeros. |
| KR1019920701340A KR0165687B1 (ko) | 1989-12-06 | 1990-12-04 | 가교결합된 중합체 미세입자들의 수성 분산액 |
| EP91900211A EP0502934B1 (de) | 1989-12-06 | 1990-12-04 | Wässrige dispersionen von vernetzten polymermikroteilchen |
| US07/910,080 US5412023A (en) | 1989-12-06 | 1990-12-04 | Aqueous dispersions of cross-linked polymer microparticles |
| SU5052553A RU2104290C1 (ru) | 1989-12-06 | 1990-12-04 | Водная дисперсия сшитых микрочастиц полимера, способ ее получения, состав для покрытия |
| PCT/EP1990/002096 WO1991008269A1 (de) | 1989-12-06 | 1990-12-04 | Wässrige dispersionen von vernetzten polymermikroteilchen |
| BR909007898A BR9007898A (pt) | 1989-12-06 | 1990-12-04 | Dispersoes aquosas de microparticulas reticuladas de polimero |
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