DE3941750A1 - Zuteiler fuer rostfeuerung - Google Patents
Zuteiler fuer rostfeuerungInfo
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- F23L1/02—Passages or apertures for delivering primary air for combustion by discharging the air below the fire
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Description
Die Erfindung betrifft einen Zuteiler für Rostfeuerungen,
bestehend aus einem insbesondere rückseitig
rollengelagerten und vorne über eine Stützrolle gehenden
kastenartigen vorne abgeschrägten Schieber, etwa von der
Breite des Ofenraums, dessen Länge die seiner Breite
überschreitet.
Solche Zuteiler sind bekannt und finden Einsatz
insbesondere bei der Müllverbrennung, der kombinierten
Müll- und Schlammverbrennung und allgemein bei schwierig
ausbrennenden, aber auch bei nicht-festen Brennstoffen.
Solche Zuteiler sind bewegliche Schieber, die innen hohl
ausgebildet sind. Sie sind in der Lage, den noch nicht
verbrannten oder meist teilverbrannten Brennstoff
vorzuschieben, d. h. meist auf die darunter befindliche
Stufe zu schieben. Bei diesem Vorgang erfährt das zu
verbrennende Material auch eine Bewegung ähnlich einer
Schürbewegung.
Solche Zuteiler sind in Stufenrosten unmittelbar über einem
feststehenden Rost, den sie bestreichen, angeordnet. Sie
können aber auch unmittelbar unter der Aufgabeklappe
unterhalb einer Aufgabevorrichtung oder versetzt unterhalb
einer Schlammaufgabe oder dergleichen angeordnet sein.
Die Zuteiler können auch gekühlt sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem
Stufenrost oder bei Rostfeuerungen allgemein, die
Verbrennungsintensität zu steigern und dabei eine
gewöhnliche Roststufe bzw. eine Stufenschwenkroststufe
ersetzen.
Überraschend wurde gefunden, daß man eine solche
Verbrennungsstufe durch eine Stufe mit Zuteiler ersetzen
kann und diesen dabei mit Luftdüsen ausstattet.
Erreicht wird dies erfindungsgemäß überraschend dadurch,
daß der gegebenenfalls luftgekühlte Zuteiler in seinem dem
Feuerraum zugekehrten Bereich Reihen von
Luftaustrittsöffnungen trägt.
In einem sehr frühen Stadium wird somit das zu verbrennende
Material entweder bereits verbrannt (Verbrennungsmedium),
zumindest aber durch den Druck der Preßluft in den
Schwebezustand versetzt und in Richtung Hauptfeuerraum
verteil. Diese neue Funktion ist völlig überraschend, da
es sich bei dem Zuteiler des Standes der Technik ja um
einen reinen Schieber handelt und der Umfunktionierung
gemäß der Erfindung das Vorurteil der Fachwelt, ihm eine
nichteigene Funktion zuzuschreiben, entgegenstand.
Vorzugsweise sind die Luftaustrittsöffnungen als Preßluft
beaufschlagte stirnseitig angeordnete sogenannte
Verwirbelungsdüsen ausgebildet.
Stirnseitig bedeutet, "auf der dem Feuerraum zugewandten
schräg nach vorne verlaufenden Seite". Der Schieber hat
vorne keine senkrechten, sondern einen leicht nach vorne
gerichteten Abschluß, beispielsweise unter 120° zu seiner
oberen Begrenzungsfläche.
Da solche Zuteiler für andere Verwendungszwecke,
beispielsweise für das Erschmelzen von Basalt oder
dergleichen die Form eines kreisrunden Kolbens hatten und
der Fachmann in dieser Richtung einen Zuteiler versteht,
oder ihn als maschinengeführtes schaufelartiges Gebilde
versteht, ist der Gedanke, gerade den Zuteiler mit
Luftaustrittsdüsen zu versehen, ein an sich auf dem
Fachgebiet völlig abwegiger Gedanke.
Zweckmäßig sind die Düsen in hochwarmfestes Keramikmaterial
eingebettet. Sie können auch (siehe beispielsweise
PCT/EP88/00 113 - 8 89 01 824.8) in schlackenabweisendes
Keramikmaterial eingebettet sein. Die Keramikauflage kann
aus schlackenabweisendem Siliziumcarbid bestehen. Die
Keramikauflage kann aufgestampft sein. (Die Keramikauflage
kann im Formkasten aufgestampft sein.)
Die Oberseite des Zuteilers kann aus Sicromal bzw.
Keramikmaterial hergestellt sein.
Der Düsendurchmesser kann 2 bis 10 mm betragen.
Zweckmäßig ist der Zuteiler mit einem fest verbundenen
Luftzuführungsrohr versehen, an das ein hitzebeständiger
Metallschlauch als Verbindung zur Druckluftquelle
angeschlossen ist.
Der Zuteiler kann im vorderen stirnseitigen Bereich gerippt
sein. Die Rippen können eigene Körper sein und mit der
Nachbarrippe verbunden, insbesondere verschweißt sein.
Zweckmäßig ist die obere und die untere Düsenreihe je mit
einer einzigen Düse pro Rippe, die mittlere Reihe mit je
zwei Düsen pro Rippen ausgestattet.
Luft kann aus einem im Zuteilerinnenraum befindlichen
Luftverteilerrohr über je ein Zuführungsrohr rückseitig
einem der Verteileraußenseite folgenden kastenartigen
Beaufschlagungssammler zugeführt werden.
Jeder Zuteilungsrippenausbildung kann ein eigener solcher
Beaufschlagungssammler zugeordnet sein, der die Düsen
speist.
Die Unterteilung des Zuteilers wird vorgenommen, da Stahl,
das Träger- und Grundmaterial des Zuteilers, einen anderen
Wärmeausdehnungskoeffizienten als das Keramikmaterial hat,
und da durch die unterschiedliche Erwärmung des Zuteilers
dieser sich während des Betriebes sonst unberechenbar
verwinden und damit verklemmen würde.
In Weiterbildung der Erfindung kann auch das am Zuteiler
feste Rohr ein Teleskoprohr sein.
Der Zuteiler kann so geführt und gelagert sein, daß er sich
berührungsfrei über die ihm zugeordnete bzw. von ihm
bestrichene düsenbestückte feste Roststufe bewegt.
Vorzugsweise kann er über an einer festen Tragschiene oben
und unten angreifende an ihm feste Führungsrollen in seinem
hinteren Bereich, über eine Stützrolle in seinem vorderen
feuerraumseitigen Bereich laufen und vermittels eines an
seiner Unterseite angreifenden Antriebsritzels, das in
Bolzenstangen oder eine Zahnstange greift, angetrieben sein.
Zwischen Roststufe und darunter befindlichen Zuteiler kann
ein Abstreifer zwischengeschaltet sein, der die
Zuteileroberseite bei dessen Bewegung in und aus seiner
vorgeschobenen Stellung bestreicht. In der festen
Roststufe, der sog. Wirbelkomponentenstufe, können im
Nasenbereich Ausblasdüsen zusätzlich vorgesehen sein.
Die Zuteilerdüsen gemäß der Erfindung, die bei so hohen
Geschwindigkeiten austragen, haben die Wirkung, daß das
Feuerbett aufgerissen und verwirbelt wird. Die dynamische
Energie wird eingesetzt, um eine Schürbewegung bzw.
Schürwirkung zu erzielen: dabei wird das Feuerbett
ausgerissen, wie obenerwähnt und in relativ kurzer Zeit an
allen Stellen aufgewirbelt.
Eine weitere Funktion des Zuteilers ist, schwere Teile
vorzuschieben. Durch diese Kombination mit den Wirbeldüsen
der festen Roststufe (Wirbelkomponentenstufe) ist eine
Umwälzung/Umschichtung möglich. Das Umschichten erfolgt
ebenfalls automatisch. Ebenfalls ergibt sich durch das
Aufreißen des Materials eine gewisse Materialzerkleinerung
(große Stücke oder Brücken zerfallen in kleinere Stücke).
Die neue Roststufe, die keine Stufenschwenkroststufe mehr
zu sein braucht, baut nun wesentlich kleiner als
beispielsweise eine Stufenschwenkrostanordnung. Die
Verschleißfestigkeit aufgrund der Bestampfung durch die
Massen ist ganz erheblich. Im Vergleich zu metallischen
Rosten wird der Vorsprung in der Technik augenscheinlich,
da bei metallischen Rosten Chrom und Nickel durch Abrieb in
den Rauchgasweg gelangen. Bei der Maßnahme nach der
Erfindung dagegen wird eine große Fläche mit SiC-Beton
bestampft. Keinerlei Abzehrung tritt an metallischen Teilen
ein, genauso wenig wie eine Verzunderung. Die Wärmeleitung
ist ebenfalls geringer, verglichen mit der von Stahl.
Auf den Roststab bzw. den Zuteiler selbst können auch 50
bis 60 mm Isoliermaterial, beispielsweise eine
Feuerleichtmasse aufgetragen und hierauf erst die
Bestampfung vorgenommen werden. Dies hat den weiteren
Vorteil, daß der Rost absolut dicht wird. Eine Beschädigung
des Rostes ist nicht zu befürchten, da der Zuteiler wie ein
Kragarm oben über die Rollen fährt. Der Ritzelantrieb kann
außer mit Zahnstangen so erfolgen, daß an einer langen am
Zuteiler festen Stange Querbolzen, die sog. Bolzenstangen,
sitzen, in die die Zähne des Ritzels eingreifen.
Der Winkel zwischen den Düsenachsen (aus dem
Nasenabschnitt) des Zuteilers und den Düsen des festen
Rostes (Flachrost) beträgt annähernd 90° (plus 20°).
Die leichte Brennstofffraktion wird also in der Schwebe, die
schwere Brennstofffraktion von Stufe zu Stufe auf dem Rost
verbrannt.
Es ist völlig ungewöhnlich, einen Stufenrost ausschließlich
aus Aufgabeeinrichtung, zwei festen Rosten, über die je ein
Zuteiler schiebt, sowie einem abschließenden Ausbrennrost
aufzubauen, wobei allein durch die Luft aus dem zweiten
festen Flachrost und Zuteiler sich die Schür- und
Aufreißwirkung ergibt.
Ungewöhnlich ist auch vor allem, Luft über den Zuteiler
zuzuführen. Der Zuteiler hat gleichzeitig die Funktion
einer Transporteinrichtung auf dem Rost mit Wirbeldüsen und
übernimmt die Funktion der beweglichen Roste bzw.
beweglichen Roststäbe.
Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung sollen nun
mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert
werden. Diese zeigt in
Fig. 1 schematisch eine Rostanordnung gemäß der Erfindung;
Fig. 2 eine Einzelheit aus Fig. 1 mit Wirbelstufe,
Zuteiler, Luftzuführung und Abstreifer;
Fig. 3 einen Längssschnitt durch einen Zuteiler;
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 3;
Fig. 5 eine modifizierte Einzelheit zu Fig. 4 und
Fig. 6 einen Schnitt quer durch den Zuteiler.
Fig. 1 zeigt eine Rostanordnung so, wie sie in einem
Feuerraum steht. Dargestellt sind eine Aufgabe 1, das
Ofengerüst 2 (angedeutet), ein oberer Zuteiler, eine feste
Roststufe 50, der erfindungsgemäß ausgebildete Zuteiler 10,
eine weitere feste Roststufe 52 unterhalb des Zuteilers
sowie ein stößelbeaufschlagter Ausbrennrost 5.
Der Zuteiler 10 befindet sich unterhalb der festen
Roststufe 50 und oberhalb der festen Roststufe 52; er ist
in seinem hinteren Bereich über Rollen beispielsweise auf
U-Eisen geführt, im vorderen Bereich schiebt er sich über
eine Stützrolle.
Eine Fahrschiene 11 ist fest angebracht. Führungsrollen 13
sind fest am Zuteiler über Pendelachsen gelagert. Der
Zuteiler 10 fährt also längs der festen Fahrschiene 11 und
gleitet im vorderen Bereich über einen Düsenrost 52. Die
Bewegung erfolgt über ein Antriebsritzel 15, das mit einer
in Fig. 1 nicht dargestellten Zahnstange oder Bolzenstange
in Eingriff steht. Der Zuteiler 10 ist nach unten offen.
Zur besseren Gewichtsaufnahme ruht der Zuteiler vorne auf
einer Stützrolle 19.
Luft vom Netz 44 geht über eine Zuleitung 18 und über eine
Schlauchzuführung 16, wobei Stellung 20 (Gelenkkopf) die
zurückgezogene Stellung 20′ die vorgeschobene Stellung des
Zuteilers erkennbar macht. Die Luft strömt dann im Zuteiler
über eine Luftzuführung 12 in ein querliegendes
Luftverteilerrohr 22. Der Betriebsdruck der Preßluft
beträgt an dieser Stelle je nach Einsatzbedingungen ca.
6000 bis 80 000 Pa. In weiter unten zu beschreibender
Weise werden die Düsenreihen 24 vom Luftverteilerrohr 22
beaufschlagt. Der Zuteiler 3 ist hinsichtlich der Führung
(Fahrschiene, Rollen) gleich, jedoch ohne jede
Luftzuführung ausgebildet. Unter der festen Roststufe 50
und oberhalb des Zuteilers 10 befindet sich ein Abstreifer
21, der frei mit seiner Achse 23 am Ofengehäuse (nicht
dargestellt) hängt und der beim Vor- und Zurückfahren des
Zuteilers 10 diesen säubert. Der Zuteiler besteht aus einem
vorne bestampften Blech. Eine besondere Wirkung hat der
Abstreifer 21, wenn er den Zuteiler beim Zurückziehen
säubert. Aus der festen Roststufe tritt über 25 zugeführte
Luft bei 27 bzw. über Düsen 29 aus.
Der als Wirbelstufe ausgebildete feste Rost 52 verfügt über
weiter unten zu beschreibende Düsen, die nach oben
ausblasen sowie eine nach vorne ausblasende Düsenreihe 29.
Im Ausführungsbeispiel ist die Achse der Düsenreihen 29
unter einem spitzen Winkel unter 45°, beispielsweise 30°,
gerichtet und bläst über die vordere Nase 31 des festen
Rostes aus. Die Düsen der festen Roststufe (Wirbelstufe,
auch Wirbelkomponente genannt) sind bestampft. Der Zuteiler
schwebt mit seiner Zuteilernase aufgrund der geschilderten
Führung oberhalb der festen Roststufe.
In Fig. 2 haben die gleichen Bezugszeichen die gleiche
Bedeutung wie in Fig. 1.
Zumindest in seinem vorderen Bereich 46 ist der als
Luftverteiler ausgebildete Zuteiler 10 gerippt ausgebildet
und trägt Einzelrippen 46, die eng nebeneinander angeordnet
und dicht verbunden sind. Der hin und her bewegliche
Zuteiler 10 ist einteilig mit seinem Luftverteilerstück
ausgebildet. Die Oberseite 38 des Zuteilers besteht aus
Sicromal- bzw. Keramikmaterial. Die dem Feuerraum
zugewandte Seite der Zuteilerrippen besteht aus
hochhitzebeständigem Keramikmaterial 32. Der Zuteiler
schiebt in die Wirbelkomponentenstufe 40 aus, in die
ebenfalls Luft über die nach oben gerichteten Düsen
geblasen wird. Zuteiler und Wirbelkomponentenstufe können
von einer gemeinsamen Luftversorgung bei nahezu gleichen
Druckverhältnissen beaufschlagt werden. Die Düsen bzw.
Düsenreihen 57 des festen Düsenrostes 52 werden über
Luftzuführungsrohre versorgt, die in Luftverteilerkästen 59
austragen. Die zusätzliche Düsenreihe 55 an Stirnseite der
vorne abgeschrägten Wirbelkomponentenstufe 52 (fester Rost)
kann eine eigene Luftversorgung haben oder kann wahlweise
vom Luftverteilerkasten 59′ mitversorgt werden.
Die Reinigung des Zuteilers erfolgt wieder über den lose
gelagerten Abstreifer 21 in der mit Bezug auf Fig. 1
beschriebenen Weise.
Im Bereich des Luftverteilerkopfes des Zuteilers ist dieser
mit Keramikmasse 32 absolut dicht bestampft, genauso wie
die Flachroste so bestampft sind, daß sie für die Aufnahme
des Problemguts (zum Teil flüssig) absolut dicht sind. Da
der Zuteiler berührungsfrei unter einem Abstand von
beispielsweise 5 mm über die Düsen 57 der
Wirbelkomponentenstufe 40 gleitet, werden weder die Düsen
noch die Keramikmasse beschädigt.
Die vorbeschriebene Konstruktion 34 ist genauer in den
Fig. 3 und 4 ersichtlich. Im Schnitt erkennt man die
drei Düsenreihen mit den Düsen 28 und den vorderen
Düseneinsätzen 26, die nur den definierten Auslaß
freigeben. Die Düseneinsätze bestehen aus besonders
beständigem Material. Die Luftzuführung erfolgt über das
feststehende Rohr 12 in das in Richtung der Breite des
Verteilers liegende im Zuteiler angeordnete
Luftverteilerrohr 22. Die Luft geht dann über kurze
Verbindungsstutzen 48 in jeder Rippe zugeordnete
Beaufschlagungssammler 30 bzw. 30′. Fig. 4 zeigt einen
Schnitt längs der Ebene A-A in Fig. 3 durch zwei solcher
Rippen 46. In Fig. 4 sind die Einzeldüsen 28 zu sehen.
Die Beaufschlagungssammler folgen der Form der aus der
Waagerechten in die Schräge (nach vorne) umgelenkten Rippen
und haben die Form eines Rohrknies. Fig. 4 ist ein Schnitt
durch mittlere Düsenreihen, da man zwei Düsen 28 pro Rippe
erkennt. Das Keramikmaterial um die Rippen herum kann
aufgestampft sein, zwischen den Rippen befindet sich ein
hochfeuerfestes Dehnungskompensationsmaterial 62. Da sich
das Stahlmaterial des Sammlers 30, 30′ unterschiedlich
stark zur Keramikmasse 32, 32 ausdehnt, leistet das
Kompensationsmaterial 62 gute Dienste.
Durch die Beaufschlagungssammler 30, 30′ ist ein
gleichmäßiger Druck für die Düsen gewährleistet.
Als Austrittsgeschwindigkeit der Luft aus den Düsen 28
werden je nach Anwendungsfall 60 bis 140 m/s, insbesondere
100 bis 120 m/s, angestrebt. Der gewünschte Wert läßt sich
durch entsprechende Variationen von Luftmenge, Druck,
Düsenquerschnitt und Düsenanzahl erreichen.
In Weiterbildung der Erfindung können die Achsen der Düsen
28 anstatt parallel (wie im gezeigten Ausführungsbeispiel)
unter einem Winkel zueinander, der nach den Bedürfnissen
festlegbar ist, angeordnet sein. Beispielsweise können die
oberen und unteren Düsenreihen im Winkel gegen die die
Achse enthaltende Ebene der mittleren Düsenreihen gerichtet
sein.
Bei Anordnung der Düsenreihen im Winkel von 60° zueinander
ergibt sich hierbei der Vorteil, daß alle Düsen zu jeder
benachbarten Düse immer gleich weit entfernt sind, und die
Toträume, die nicht von den Luftkegeln erreicht werden und
in denen keine Verwirbelung auftritt, möglichst klein
werden.
Alternativ können die Düsen zum Ausblasen von
angereicherter Luft, beispielsweise mit Sauerstoff
angereicherter Luft, von Brüden oder Dampf, evtl, auch zur
Abgasrückführung eingerichtet sein.
Fig. 5 zeigt eine modifizierte Düse. Das Düsenrohr 50 ist
in den Sammler 30′ eingeschweißt. Ein Düsenkopf 52 aus
1.4828 Sicromalstahl (etwa 2% C, 20% Cr, 12% Ni, 4% Si
sowie Ti, Mb und dem Rest Eisen) ist bei 54 mittels zweier
relativ kurzer Heftnähte 54 angeheftet. Die Heftnähte sind
beispielweise nur 1 cm lang, damit bei unterschiedlicher
Wärmedehnung zwischen Düsenkopf 52 und Düsenrohr 50 die
Verbindung nicht reißt. Der Düsenkopf sitzt mit Passung
(H 7/s 6) auf dem Düsenrohr. Der Düsenkopf 52 ist außen
etwa 5 mm tief und beispielsweise 45° abgeflacht. Dies hat
den Vorteil, daß durch Einstampfen der SiC-Masse (46 in
Fig. 4) der Düsenkopf weitestgehend gegen Wärmeeinstrahlung
geschützt ist. Vom Innenquerschnitt 56 des Düsenkopfs (dem
des Rohres) verjüngt sich der Düsenkopf innen bei 58 in den
geraden Düsenauslaß 60 bei einem Durchmesser von
beispielsweise 20 mm und bei 56 auf ca. 6 mm beim
Düsenauslaß 60. Der Düsenkopf hat eine Länge von
beispielsweise 40 mm und ist bis zu 20 mm auf das Düsenrohr
aufgeschoben.
Fig. 6 zeigt den unten offenen Verteiler 10
quergeschnitten. Der Verteiler 10 besteht aus seitlichen
längs tragenden Zuteilerrahmen 64 und mehreren
Versteifungsprofilen 65 und zeigt zwei Trägerprofile 66, an
denen beispielsweise Bolzenstangen 67 sitzen, die mit den
erwähnten Ritzeln 15 in Eingriff stehen. Anstatt der
diskret Bolzen 67 aufweisenden Stange kann auch eine
Planstange vorgesehen sein. Ein Elektromotor 68 treibt über
ein Untersetzergetriebe 69 die Ritzel 15 an. Die Abstützung
erfolgt beispielsweise über Galgen 70, die Lagerung über
Lager 71 und absenkbare Stützen 72.
Claims (17)
1. Zuteiler für Rostfeuerungen, bestehend aus einem
insbesondere im hinteren Abschnitt rollengelagerten und
vorne über eine Stützrolle gehenden kastenartigen, vorne
abgeschrägten Schieber etwa von der Breite des
Ofenraums, dessen Länge die seiner Breite überschreitet,
dadurch gekennzeichnet, daß der gegebenenfalls
luftgekühlte Zuteiler (10) in seinem dem Feuerraum
zugekehrten Bereich Reihen (28) von
Luftaustrittsöffnungen (24) trägt.
2. Zuteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Luftaustrittsöffnungen (24, 24) als
preßluftbeaufschlagte stirnseitig angeordnete Düsen
ausgebildet sind.
3. Zuteiler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Düsen in hochwarmfesten Keramikmaterial eingebettet
sind.
4. Zuteiler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Durchmesser der Düsen (28) 2 bis 10 mm beträgt.
5. Zuteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsgeschwindigkeit
ca. 60-140 m/s, insbesondere 100-120 m/s, wodurch eine
intensive Verwirbelung erreicht wird, beträgt.
6. Zuteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Keramikmaterial (32)
schlackenabweisend ist und insbesondere aus
Siliciumcarbid besteht.
7. Zuteiler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Keramikauflage (32) aufgestampft ist.
8. Zuteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch ein mit dem Zuteiler fest
verbundenes Luftzuführungsrohr (12), an das ein
hitzebeständiger Metallschlauch (18) als Verbindung zur
Druckluftquelle (44) angeschlossen ist.
9. Zuteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen alternativ zum
Ausblasen von angereicherter Luft, Brüden oder Dampf
eingerichtet sind.
10. Zuteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß er (10) im vorderen
stirnseitigen Bereich (42) durch eng benachbarte Rippen
(46) gebildet ist.
11. Zuteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß er in seinem vorderen
düsenbesetzten Bereich oben und unten Düsenreihen mit
je einer einzigen Düse pro Rippe (46), in der Mitte
eine Reihe mit je zwei Düsen (28) pro Rippe zur
Herbeiführung einer äußerst flexiblen
Düsenluftaufteilung trägt, womit eine sehr flexible
Düsenaufteilung erreicht wird.
12. Zuteiler nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Luft aus einem im
Zuteilerinnenraum befindlichen Luftverteilerrohr (22)
über je einen Verbindungsstutzen (48) rückseitig einem
der Zuteileraußenseite folgenden kastenartigen
Beaufschlagungssammler (30, 30′) zugeführt ist.
13. Zuteiler nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Zuteilerrippenausbildung (46) ein eigener solcher
Beaufschlagungssammler (34) zugeordnet ist, der die
Düsen (28) speist.
14. Zuteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß er (10) berührungsfrei über
die ihm zugeordnete düsenbestückte feste Roststufe (52)
geführt ist.
15. Zuteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß er über an einer festen
Fahrschiene (11) oben und unten angreifende an ihm
feste Führungsrollen (13) in seinem hinteren Bereich,
über eine Stützrolle (19) in seinem vorderen
feuerraumseitigen Bereich läuft und vermittels eines an
seiner Unterseite angreifenden Antriebsritzels (15),
das in Bolzenstangen (67; 67 . . .) oder eine Zahnstange
greift, angetrieben ist.
16. Zuteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen, insbesondere im Bereich des
Luftaustritts einer darüber befindlichen Roststufe (50)
lose gelagerten Abstreifer (21), der die
Zuteileroberseite bei seiner Bewegung in und aus der
Stellung (10′) bestreicht.
17. Zuteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß im vorderen abgeschrägten
Bereich (dem sog. Nasenbereich) die aus festen
Roststäben bestehende bestampfte Wirbelkomponentenstufe
(40; 52) Ausblasdüsen (55) trägt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893941750 DE3941750A1 (de) | 1988-12-20 | 1989-12-18 | Zuteiler fuer rostfeuerung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8815791U DE8815791U1 (de) | 1988-12-20 | 1988-12-20 | Zuteiler |
| DE19893941750 DE3941750A1 (de) | 1988-12-20 | 1989-12-18 | Zuteiler fuer rostfeuerung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3941750A1 true DE3941750A1 (de) | 1990-06-21 |
Family
ID=25888111
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893941750 Withdrawn DE3941750A1 (de) | 1988-12-20 | 1989-12-18 | Zuteiler fuer rostfeuerung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3941750A1 (de) |
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-
1989
- 1989-12-18 DE DE19893941750 patent/DE3941750A1/de not_active Withdrawn
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