DE4008429A1 - Dosiereinrichtung fuer ein wasseraktivierbares mittel - Google Patents

Dosiereinrichtung fuer ein wasseraktivierbares mittel

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Description

Die Erfindung betrifft eine Dosiereinrichtung für ein durch Wasser aktivierbares Mittel, mit einem Behälter und einem im Behälter befindlichen Trägerkörper für das wasseraktivierbare Mittel.
Eine derartige Dosiereinrichtung ist als sog. WC-Stein bekannt. Bei dieser bekannten Dosiereinrichtung ist der Behälter mit Öffnungen netz- bzw. gitterförmig ausgebildet, um den Trägerkörper für das wasseraktivierbare Mittel, bei dem es sich bspw. um einen wasseraktivierbaren Duftstoff handelt, im Behälter auswechselbar anordnen zu können. Dort besteht der Trägerkörper für das wasseraktivierbare Mittel üblicherweise aus einem wasserlöslichen Granulat, so daß der Trägerkörper nach einer entsprechenden Anzahl Spülvorgänge selbst verbraucht ist. Diese bekannte Dosiereinrichtung weist den Mangel auf, daß jeweils nur genau während eines Spülvorgangs das wasseraktivierbare Mittel durch Teilauflösung des Trägerkörpers abgegeben und gleichzeitig mit dem Spülwasser in die Kanalisation verschwindet. Die eigentlich gewünschte Wirkung des wasseraktivierbaren Mittels nach einem Spülvorgang ist dort nur minimal. Sie liegt größenordnungsmäßig bei 10%, während ca. 90% des wasseraktivierbaren Mittels ohne eigentlich richtig wirksam zu werden, in der Kanalisation verschwindet.
Deshalb liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Dosiereinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher die Wirkung des wasseraktivierbaren Mittels in bezug auf einen Spülvorgang zeitlich verzögert wirksam ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Behälter ein bestimmtes Wasseraufnahmevolumen, einen Wassereinlaß und mindestens eine Wasserauslaßöffnung aufweist, und daß der Träger für das wasseraktivierbare Mittel als mit einem eine Porosität ergebenden Füllstoff gefülltes Röhrchen ausgebildet ist. Durch die Ausbildung des Behälters mit einem bestimmten Wasseraufnahmevolumen und mindestens einer Wasserauslaßöffnung wird der Behälter bei jedem einzelnen Spülvorgang mit einer genau definierten Wassermenge gefüllt, die nach Abschluß des Spülvorgangs innerhalb einer bestimmten Zeitspanne aus dem Behälter entleert wird. Mit dieser zeitlich verzögerten Entleerung des Behälters wird eine entsprechende Quantität des wasseraktivierbaren Mittels vom Träger abgegeben. Das bedeutet jedoch, daß bei der erfindungsgemäßen Dosiereinrichtung das wasseraktivierbare Mittel nicht größtenteils sofort mit dem Spülwasser in die Kanalisation verschwindet, sondern daß das wasseraktivierbare Mittel nach Abschluß des Spülvorgangs innerhalb einer bestimmten Zeitspanne, die durch die mindestens eine Wasserauslaßöffnung im Behälter bestimmt ist, aus dem Behälter abgegeben wird. Dadurch kann das wasseraktivierbare Mittel erheblich besser wirksam werden als bei den bekannten Dosiereinrichtungen der eingangs genannten Art. Die Ausbildung des Trägers als Röhrchen, das mit einem geeigneten Füllstoff gefüllt ist, um für das wasseraktivierbare Mittel einen Speicher mit einer entsprechenden Porosität zu bilden, ist einfach herstellbar, so daß sich eine Dosiereinrichtung geringer Herstellungskosten und optimaler Wirksamkeit ergibt. Durch die einfache Ausbildung des Trägers für das wasseraktivierbare Mittel sind auch dessen Herstellungskosten gering, was sich auf die Nachbestückung der Dosiereinrichtung positiv auswirkt.
Das Röhrchen des Trägers für das wasseraktivierbare Mittel besteht vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial, und der Füllstoff, mit dem das Röhrchen unter Ausbildung einer passenden Porosität gefüllt ist, kann Watte oder ein Fasermaterial sein. Selbstverständlich wäre es auch möglich, als Füllstoff ein beliebiges anderes geeignetes Material zu verwenden, um für das wasseraktivierbare Mittel im röhrchenförmigen Träger einen geeigneten Speicher mit einer passenden Porosität zu erzielen.
Der im Röhrchen befindliche Füllstoff ist vorzugsweise mit einem das wasseraktivierbare Mittel bildenden Duftstoff und/oder Reinigungsmittel und/oder Desinfektionsmittel o. dgl. getränkt. Durch die zeitlich verzögerte Abgabe einer relativ genau dosierten Menge des wasseraktivierbaren Mittels nach einem Spülvorgang ergibt sich der Vorteil, daß sowohl ein zur Anwendung gelangender Duftstoff als auch ein zur Anwendung gelangendes Reinigungs- bzw. Desinfektionsmittel erheblich besser, d. h. optimaler wirksam ist als bei den bekannten Dosiereinrichtungen, bei denen größenordnungsmäßig um 90% des wasseraktivierbaren Mittels quasi unwirksam während des Spülvorgangs in die Kanalisation ausgeleitet werden. Infolge der vergleichsweise guten Wirksamkeit des wasseraktivierbaren Mittels ist es in weiterer vorteilhafter Weise möglich, das wasseraktivierbare Mittel in einer relativ geringen Konzentration anzuwenden, wodurch sich der weitere erhebliche Vorteil einer Umweltentlastung bzw. Umweltfreundlichkeit ergibt.
Eine Ausbildung der erfindungsgemäßen Dosiereinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter in seinem Innenraum definierten Wasseraufnahmevolumen zur Aufnahme des Trägers ein Aufnahmeabteil aufweist. In diesem Aufnahmeabteil kann wenigstens ein Träger für das wasseraktivierbare Mittel definiert angeordnet werden, so daß sich gleichsam jederzeit, d. h. bei jedem Spülvorgang gleiche Verhältnisse bezüglich der Abgabe des wasseraktivierbaren Mittels ergeben.
Der Behälter der erfindungsgemäßen Dosiereinrichtung kann in seinem Innern mindestens ein Wasserlenkorgan aufweisen, wobei der Träger für das wasseraktivierbare Mittel in der durch das mindestens eine Wasserlenkorgan gelenkten Wasserströmungsbahn angeordnet ist. Dabei kann das/jedes Wasserlenkorgan als Zwischenboden ausgebildet sein, um während eines Spülvorgangs in den Innenraum des Behälters eingeströmtes Wasser geeignet umzulenken und hierdurch die Ausströmung der durch den Behälter genau definierten Wassermenge weiterzuverzögern, und hierdurch die Wirksamkeit des wasseraktivierbaren Mittels weiter zu verbessern. Mit Hilfe des mindestens einen als Zwischenboden ausgebildeten Wasserlenkorgans ergibt sich gleichsam eine Kaskadenströmung durch das Innere des Behälters hindurch.
Eine einfache Ausbildung der Dosiereinrichtung, die mit relativ geringen Herstellungskosten realisierbar ist, ergibt sich, wenn der Behälter der Dosiereinrichtung von einem Vorderteil und einem Rückenteil gebildet ist, die aus Kunststoffmaterial bestehen und mittels eines Filmscharniers miteinander verbunden sind. Ein derartiger Behälter kann in einem einzigen Formarbeitsgang innerhalb relativ kurzer Taktzeiten hergestellt werden, wobei durch die einteilige Ausbildung des Behälters in vorteilhafter Weise auch der Manipulationsaufwand zum Zusammenbau des Behälters gering ist.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Dosiereinrichtung. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht einer ersten Ausführungsform der Dosiereinrichtung in Blickrichtung von oben,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II in Fig. 1 durch die Dosiereinrichtung,
Fig. 3 eine räumliche Darstellung einer zweiten Ausführungsform der Dosiereinrichtung mit geöffnetem Behälter,
Fig. 4 eine räumliche Darstellung der Dosiereinrichtung gemäß Fig. 3 im geschlossenen Zustand von vorne,
Fig. 5 die Dosiereinrichtung gemäß Fig. 3 und 4 von der Rückseite gesehen,
Fig. 6 eine räumliche Darstellung einer dritten Ausführungsform der Dosiereinrichtung im geöffneten Zustand mit einem von der Dosiereinrichtung beabstandeten Träger für das wasseraktivierbare Mittel, und
Fig. 7 eine räumliche Darstellung der Dosiereinrichtung gemäß Fig. 6 im geschlossenen Zustand, d. h. in der Gebrauchsstellung.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine erste Ausführungsform der Dosiereinrichtung 10 für ein durch Wasser aktivierbares Mittel. Die Dosiereinrichtung 10 weist einen Behälter 12 mit einem Wassereinlaß 14 und mit mindestens einer Wasserauslaßöffnung 16 auf. Die Wasserauslaßöffnung 16 ist vorzugsweise an der tiefsten Stelle des Behälters 12 vorgesehen, um eine sichere Entleerung des Behälters 12 zu gewährleisten. Der Behälter 12 weist in seinem Innenraum 18 ein Aufnahmeabteil 20 für mindestens einen Träger 22 auf. Der Träger 22 ist zur Speicherung eines wasseraktivierbaren Mittels vorgesehen, bei dem es sich um einen Duftstoff und/oder um ein Reinigungsmittel und/oder um ein Desinfektionsmittel o. dgl. handelt. Der Träger 22 weist ein Röhrchen 24 auf, das mit einem Füllstoff 26 gefüllt ist. Durch den Füllstoff 26, bei dem es sich um Watte, Fasermaterial d. dgl. handelt, ergibt sich im Inneren des Röhrchens 24 ein offenporiges Volumen, das zur Aufnahme und Speicherung des bereits erwähnten wasseraktivierbaren Mittels dient.
Mit der Bezugsziffer 28 sind Rippen bezeichnet, die in den Innenraum 18 des Behälters 12 ragen und das Aufnahmeabteil 20 für den Träger 22 festlegen. Das Aufnahmeabteil 20 weist einen Boden 30 auf, der in einem Abstand über dem mit der Wasserauslaßöffnung 16 ausgebildeten Boden 32 angeordnet ist, so daß bei einem Spülvorgang zuerst der gesamte Innenraum 18 mit Wasser gefüllt wird, das dann durch die Wasserauslaßöffnung 16 ausrinnt. Hierbei sinkt der Wasserspiegel im Innenraum 18 ab, wobei zuerst der Träger 22 über dem Wasserspiegel angeordnet ist, wenn dieser unter den Boden 30 des Aufnahmeabteils 20 absinkt. Gleichzeitig wird im Träger 22 festgehaltenes Wasser mit wasseraktivierbarem Mittel in das verbleibende Wasservolumen eingeleitet und mit diesem durch die Wasserauslaßöffnung 16 aus dem Behälter 12 ausgeleitet. Dadurch ergibt sich eine zeitlich verzögerte Abgabe einer mehr oder weniger genau dosierten Menge des im Träger 22 gespeicherten wasseraktivierbaren Mittels nach Abschluß des Spülvorgangs, so daß das wasseraktivierbare Mittel gut wirksam werden kann.
Aus den Fig. 3 bis 5 ist eine zweite Ausführungsform der Dosiereinrichtung 10 ersichtlich, bei welcher der Behälter 12 ein Vorderteil 34 und ein Rückenteil 36 aufweist, die miteinander mittels eines Filmscharniers 38 verbunden sind. Auf diese Weise ergibt sich ein einfach ausgebildeter Behälter. Am Boden des Rückenteils 36 sind eine Anzahl Wasserauslaßöffnungen 16 ausgebildet. Das Vorderteil 34 weist Schlitze 40 auf, durch welche im Betriebszustand der Dosiereinrichtung 10 der Wassereinlaß 14 gegeben ist, wie er aus den Fig. 4 und 5 zu ersehen ist.
Im Innenraum 18 des Behälters 12 bzw. im Inneren des Rückenteiles 36 ist ein Wasserlenkorgan 42 angeordnet, das streifenförmig ausgebildet und mit Ausnehmungen 44 versehen ist. Auf dem streifenförmigen Wasserlenkorgan 42 liegt ein Träger 22 für ein wasseraktivierbares Mittel, bei dem es sich um einen Duftstoff und/oder um ein Reinigungsmittel und/oder um ein Desinfektionsmittel o. dgl. handelt. Der Träger 22 ist ähnlich ausgebildet wird der in den Fig. 1 und 2 dargestellte und weiter oben in Verbindung mit den Fig. 1 und 2 beschriebene Träger 22, so daß es sich erübrigt, diesen noch einmal detailliert zu beschreiben.
Von der Rückseite des Rückenteiles 36 steht ein Befestigungsorgan 46 (siehe Fig. 5) weg, bei dem es sich bspw. um eine Saugkappe aus einem elastisch nachgiebigen Material handelt. Selbstverständlich könnte es sich bei dem Befestigungsorgan 46 auch um mindestens einen Befestigungshaken handeln.
Die Fig. 6 und 7 zeigen eine dritten Ausführungsform der Dosiereinrichtung 10, deren Behälter 12 aus einem Vorderteil 34 und einem Rückenteil 36 ausgebildet ist, die miteinander mittels eines Filmscharniers 38 verbunden sind. Im Inneren des Behälters 12 bzw. seines Rückenteiles 36 sind mehrere streifenförmige Wasserlenkorgane 42 angeordnet, durch welche das durch den Wassereinlaß 14 (siehe Fig. 7) in den Behälter 12 eingeleitete Wasser kaskadenförmig umgelenkt wird, um zeitlich verzögert durch die Wasserauslaßöffnungen 16 den Behälter 12 wieder zu verlassen. Mit der Bezugsziffer 22 ist in Fig. 6 ein vom Behälter 12 räumlich getrennter Träger bezeichnet, der gleich ausgebildet ist wie der in den Fig. 1 und 2 gezeichnete und weiter oben in Verbindung mit diesen Figuren beschriebene Träger 22. Der Träger 22 kann auf einem der Wasserlenkorgane 42 liegend angeordnet werden, wobei es zweckmäßig ist, den Träger 22 am mittleren Wasserlenkorgan 42 zu lagern.

Claims (7)

1. Dosiereinrichtung für ein durch Wasser aktivierbares Mittel, mit einem Behälter (12) und einem im Behälter (12) befindlichen Träger (22) für das wasseraktivierbare Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (12) ein bestimmtes Wasseraufnahmevolumen, einen Wassereinlaß (14) und mindestens eine Wasserauslaßöffnung (16) aufweist, und daß der Träger (22) für das wasseraktivierbare Mittel als mit einem eine Porosität ergebenden Füllstoff (26) gefülltes Röhrchen (24) ausgebildet ist.
2. Dosiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Röhrchen (24) aus einem Kunststoffmaterial besteht und daß der Füllstoff (26) Watte oder ein Fasermaterial ist.
3. Dosiereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der im Röhrchen (24) befindliche Füllstoff (26) mit einem das wasseraktivierbare Mittel bildenden Duftstoff und/oder Reinigungsmittel und/oder Desinfektionsmittel getränkt ist.
4. Dosiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (12) in seinem Innenraum (18) zur Aufnahme des Trägers (22) ein Aufnahmeabteil (20) aufweist.
5. Dosiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (12) in seinem Innenraum (18) mindestens ein Wasserlenkorgan (42) aufweist, wobei der Träger (22) in der durch das mindestens eine Wasserlenkorgan (42) gelenkten Wasserströmungsbahn angeordnet ist.
6. Dosiereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das/jedes Wasserlenkorgan (42) als Zwischenboden ausgebildet ist.
7. Dosiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (12) von einem Vorderteil (34) und einem Rückenteil (36) gebildet ist, die aus Kunststoffmaterial bestehen und mittels eines Filmscharnieres (38) miteinander verbunden sind.
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