DE4016264C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine faseroptische Mehrpunktleuchte zur Beleuchtung des Arbeitsfeldes von Mikroskopen, mit einem zylinderförmigen Kopf eines zylinderförmigen Gehäuses, in dem die aus einen Lichtleitfaseranschlußkabel einlaufenden Lichtleitfasern in Bündel aufgeteilt und zu einer quer zur optischen Achse der Mehrpunktleuchten liegenden ringförmigen Lichtaustrittsfläche geführt sind, wobei Einrichtungen vorgesehen sind, so daß die Austrittsrichtung der Teillichtbündel und damit der Schnittpunkt der Symmetrieachse der Teillichtbündel mit der optischen Achse auf der optischen Achse verschiebbar ist.
Bei faseroptischen Mehrpunktleuchten mit einem zylinderförmigen Kopf wird das Licht eines Lichtprojektors über eine Faserleitung ringförmig um das Mikroskopobjektiv aufgeteilt, wobei zwei unterschiedliche Aufteilungsarten bekannt sind, nämlich entweder ein geschlossener Ringspalt von Fasern, welcher das Licht auf die Arbeitsebene des Mikroskops wirft, oder aber anstelle eines geschlossenen Faserspaltes eine Vielzahl von Austritts-Lichtpunkten, die rings um das Mikroskopobjektiv verteilt angeordnet sind. Bei beiden Systenem streut das Licht mit einem Lichtaustrittswinkel der Faser (typisch ±30°) von der Lichtaustrittsstelle (Ringspalt oder Lichtpunkt) über den Arbeitsbereich des Mikroskops. Hierdurch wird eine wesentlich größere Fläche beleuchtet, als für die mikroskopische Arbeit im Fokusbereich des Mikroskops erforderlich ist. Lichtleitersysteme in derartigen Anordnungen stellen somit nur einen kleinen Teil des erzeugten Lichtstromes dem Anwendungsfall zur Verfügung.
Bei Vorsehen einer Fokussieroptik, um das Licht stärker auf den auszuleuchtenden relativ kleinen Arbeitsbereich zu bündeln, ergibt sich die Schwierigkeit, daß faseroptische Mehrpunktleuchten mit einem fokussierten Lichtstrahl zwar einen hohen optischen Wirkungsgrad haben, sich aber nur in dem einmal konstruktiv festgesetzten Arbeitsabstand einsetzen lassen. Bei einer Veränderung des Arbeitsabstandes, wie er bei Mikroskopen sehr häufig durch Vorsatzteile erforderlich ist, wäre jedesmal auch ein entsprechend vorbereitetes, auf diesen Arbeitsabstand abgestimmtes fokussiertes System erforderlich.
Zur Vermeidung dieser Schwierigkeiten ist in der Deutschen Offenlegungsschrift DE 32 00 938 A1 auch bereits eine faseroptische Mehrpunktleuchte mit variabler Brennweite vorgeschlagen worden. Die Brennweitenveränderung, also die Veränderung der Austrittsrichtung der Teillichtbündel, so daß sie sich an unterschiedlichen Punkten der optischen Achse des Systems schneiden, wodurch bei einem Mikroskop die Lage dieses Schnittpunktes, d. h. des Ausleuchtungsfeldes, entsprechend der veränderten eingestellten Vergrößerung und damit im veränderten Objektabstand variiert werden kann, erfolgt dabei durch eine Verschiebung der Enden der Lichtleiter.
Diese Art der Veränderung der Brennweite durch Verschiebung der Enden der Lichtleiter hat jedoch den Nachteil, daß genau so viele Fokussierungselemente vorgesehen und radial verschoben werden müssen, wie Teillichtleiterbündel, wenn eine solche zusätzliche Fokussierung vorgesehen werden soll. Darüber hinaus ergibt sich auch noch die weitere Schwierigkeit, daß durch das ständige Hin- und Herbiegen der Lichtleiterenden die Gefahr besteht, daß diese beschädigt werden und damit ein aufwendiger Austausch der Lichtleiter in periodischen Abständen notwendig ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine faseroptische Mehrpunktleuchte der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß sich ein wartungsfreies System ergibt, bei dem auch eine zusätzliche Fokussierung leichter zu realisieren ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß als Einrichtungen eine Anzahl von jeweils einem Segment der ringförmigen Lichtaustrittsfläche zugeordneten Fokussierungselementen vorgesehen ist, wobei zur Veränderung der Austrittsrichtung bzw. der Lage des Schnittpunktes der Symetrieachse der Teillichtbündel mit der optischen Achse die Fokussierungselemente gegenüber den ortsfestliegenden Enden der Lichtleiter radial bezüglich der optischen Achse verschiebbar sind.
Die Fokussierungselemente können dabei im Falle einer faseroptischen Mehrpunktleuchte mit geschlossenem Faserspalt kurze Zylinderlinsen sein und im Falle einer faseroptische Mehrpunktleuchte mit einer Vielzahl von beabstandeten Austritts-Lichtpunkten jeweils Einzellinsen, insbesondere Kugellinsen. In letzterem Fall läßt sich exakt jedem Lichtaustrittspunkt eine Kugellinse zuordnen, so daß überhaupt keine Verluste auftreten, während infolge der radialen Verschiebbarkeit bei einem geschlossenen Faserspalt die Zylinderlinsen ja einen kurzen Abstand voneinander aufweisen müssen. Das in diesen Abstandsbereich abgestrahlte Licht wird von der Fokussierung nicht miterfaßt. Demzufolge ist die erfindungsgemäße Fokussieranordnung bevorzugt für faseroptische Mehrpunktleuchten mit einer Vielzahl von einzelnen beabstandeten Lichtpunkten geeignet, jedoch durchaus auch mit Vorteil für faseroptische Mehrpunktleuchten mit geschlossenem Faserspalt einsetzbar.
Der Erfindung der fokussierten faseroptischen Mehrpunktleuchte mit Schnittpunktveränderung liegt dabei folgender Gedanke zugrunde. Die Lichtaustrittsrichtung jedes einzelnen Lichtpunktes der Mehrpunktleuchte (entsprechendes gilt für die einzelnen Abschnitte des Austrittsspaltes bei einem geschlossenen Faserspalt) wird über ein mechanisches System verändert. Erfolgt die Veränderung an allen Lichtaustrittsoptiken in gleicher Weise, so wandert der Schnittpunkt aller Lichtke­ gel auf der optischen Achse des Mikroskops entlang und der Schnittpunkt der Lichtbündel läßt sich somit auf jeden Ar­ beitsabstand des Mikroskops einstellen.
Die Ausbildung der Fokussierungsoptik kann dabei in Weiter­ bildung der Erfindung so getroffen sein, daß die unter der Wirkung von sie nach außen drückenden Federn stehenden Fo­ kussierungselemente durch einen äußeren, axial bewegbaren Verstellkegelring radial verschiebbar sind, wobei dieser Verstellkegelring bevorzugt Teil eines auf das Gehäuse aufschraubbaren Schraubrings sein kann. Durch einfa­ ches Verdrehen dieses Schraubrings verändert sich seine axiale Stellung und damit die axiale Stellung des Verstell­ kegelrings, was wiederum die bereits angesprochene radiale Verstellung der Fokussierungselemente zur Folge hat.
Um Abschattungsprobleme zwischen dem Verstellkegelring und den Fokussierungselementen zu vermeiden, kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung zwischen jedem Fokussierungs­ element und dem Verstellkegelring jeweils eine Zwischenku­ gel angeordnet sein, wobei schließlich mit Vorteil die Fo­ kussierungselemente sowie ggfs. die Zwischenkugeln in ra­ dialen Führungen des Gehäuses angeordnet sein kön­ nen.
Anstelle der radialen Verstellung der Fokussierungselemente könnte selbstverständlich auch eine radiale Verstellung der Enden der Lichtleiter vorgesehen sein, da eine solche ra­ diale Verstellung der Lichtleiterenden letztendlich in gleicher Weise zu einer Verschwenkung der Lichtkegel führt und damit zu einer Veränderung der Schnittpunkte aller Lichtkegel auf der optischen Achse des Mikroskops.
Schließlich liegt es auch noch im Rahmen der Erfindung, daß jedes Fokussierungselement zusammen mit dem (den) zugehöri­ gen Lichtleiterende(n) in einer festen Verbindung steht und beide Elemente gemeinsam um eine zur Ebene aus optischer Achse und Strahlrichtung senkrechte Achse schwenkbar sind, wobei die Ausbildung bevorzugt so getroffen sein kann, daß die Enden der Lichtleiter und die Fokussierungselemente je­ weils in Exzenterscheiben gehaltert sind.
Durch diese Ausbildung, bei der die Verstellung aller Ex­ zenterscheiben wiederum durch den bereits vorstehend ange­ sprochenen Verstellkegelring erfolgen könnte, ergibt sich trotz starrer Zuordnung zwischen Fokussierungselement und Lichtleiter wiederum die für das erfindungsgemäße Verstell­ prinzip entscheidende Verschwenkung des Austrittskegels in den einzelnen Lichtleitern und damit die Möglichkeit einer gezielten Veränderung des Schnittpunktes aller Lichtaus­ trittskegel auf der optischen Achse, um die Beleuchtung stets optimal an den gewünschten Objektabstand anpassen zu können.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Aus­ führungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen axialen Teilschnitt durch eine faseroptische Mehrpunktleuchte mit einzelnen Lichtaustritts­ punkten und radial verstellbaren Kugellinsen als Fokussierungselement in einer ersten Arbeits­ stellung und
Fig. 2 einen der Fig. 1 entsprechenden Teilschnitt durch die faseroptische Mehrpunktleuchte in einer anderen Einstellung der Arbeitsdistanz.
Die faseroptische Mehrpunktleuchte gemäß den Fig. 1 und 2 umfaßt ein Zylinderförmiges Gehäuse 1, in welchem auf einem Kreisring verteilt eine Vielzahl von Lichtleitern 2 eingebettet sind, die eine entsprechende Vielzahl von Austritts-Lichtpunkten 3 bilden. Zur Fokussierung des Austrittslichtbündels jedes Lichtleiters 2 ist diesem als Fokussierungselement 4 eine Kugellinse zugeordnet, die unter der Wirkung einer sie nach außen drückenden Feder 9 steht. Die Kugellinse stützt sich über eine Zwischenkugel 5, die Abschattungseffekte vermeidet, an einem Verstellkegelring 6 ab, der Teil eines Schraubrings 7 ist. Durch Aufschrauben des Schraubrings 7 auf das vordere Ende des Ringlichtgehäuses 1 läßt sich der axiale Abstand verändern, so daß die Kugellinse zwischen der minimalen Einstellung gemäß Fig. 1 und der maximalen Einstellung gemäß Fig. 2 verschiebbar ist.
Die Kugellinsen und die Zwischenkugeln 5 werden dabei be­ vorzugt in radialen Führungen 8 des Gehäuses 1 ge­ führt.

Claims (7)

1. Faseroptische Mehrpunktleuchte zur Beleuchtung des Arbeitsfeldes von Mikroskopen, mit einem zylinderförmigen Kopf eines zylinderförmigen Gehäuses, in dem die aus einem Lichtleitfaseranschlußkabel einlaufenden Lichtleitfasern in Bündel aufgeteilt und zu einer quer zur optischen Achse der Mehrpunktleuchte liegenden ringförmigen Lichtaustrittsfläche geführt sind, wobei Einrichtungen vorgesehen sind, so daß die Austrittsrichtung der Teillichtbündel und damit der Schnittpunkt der Symmetrieachse der Teillichtbündel mit der optischen Achse auf der optischen Achse verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß als Einrichtungen eine Anzahl von jeweils einem Segment der ringförmigen Lichtaustrittsfläche zugeordneten Fokussierungselementen (4) vorgesehen ist, wobei zur Veränderung der Austrittsrichtung bzw. der Lage des Schnittpunktes der Symmetrieachse der Teillichtbündel mit der optischen Achse die Fokussierungselemente (4) gegenüber den ortsfest liegenden Enden der Lichtleiter (2) radial bezüglich der optischen Achse verschiebbar sind.
2. Faseroptische Mehrpunktleuchte nach Anspruch 1 mit einem ge­ schlossenem Faserspalt, dadurch gekennzeichnet, daß die Fokussierungselemente (4) kurze Zylinderlinsen sind.
3. Faseroptische Mehrpunktleuchte nach Anspruch 1 mit einer Vielzahl von beabstandeten Austritts-Lichtpunkten, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Austrittslichtpunkt (3) eine Kugellinse (4) als Fokussierungselement zugeordnet ist.
4. Faseroptische Mehrpunktleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die unter der Wirkung von sie nach außen drückenden Federn stehenden Fokus­ sierungselemente (4) durch einen äußeren, axial bewegbaren Verstellkegelring (6) radial verschiebbar sind.
5. Faseroptische Mehrpunktleuchte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellkegelring (6) Teil eines auf das Gehäuse (1) aufschraubbaren Schraubrings (7) ist.
6. Faseroptische Mehrpunktleuchte nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jedem Fokussierungselement (4) und dem Verstellkegelring (6) jeweils eine Zwischenkugel (5) angeordnet ist.
7. Faseroptische Mehrpunktleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fokussierungselemente (4) sowie ggfs. die Zwischenkugeln (5) in radialen Führungen (8) des Gehäuses (1) angeordnet sind.
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