DE4016529C1 - Flowmeter for open duct - has flow sensor movable across channel to supply computer with flow speeds measured at several points - Google Patents

Flowmeter for open duct - has flow sensor movable across channel to supply computer with flow speeds measured at several points

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Description

Die Erfindung betrifft einen Durchflußmesser für offene Kanäle nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
In Rohrleitungen mit geschlossenem Querschnitt können Durchflußmessungen relativ leicht durchgeführt werden, wenn die Rohrleitung mit Flüssigkeit gefüllt ist, weil dann der Flüssigkeitsquerschnitt festliegt. Die Messung der Strömungsrate, also der Strömungsmenge pro Zeitein­ heit, beschränkt sich in diesem Fall auf eine Messung der Strömungsgeschwindigkeit an einer Stelle des Rohr­ querschnitts. Die Beziehung zwischen der Strömungsrate und der an einer bestimmten Stelle des Rohrquerschnitts gemessenen Strömungsgeschwindigkeit kann durch Mes­ sungen ermittelt werden. Bei dieser Beziehung handelt es sich um einen konstanten Proportionalitätsfaktor.
Schwierigkeiten ergeben sich dagegen bei der Durchfluß­ messung in offenen Kanälen, die jeweils bis zu unter­ schiedlichen Höhen gefüllt sind, d. h. bei denen der Flüssigkeitspegel sich verändern kann. In offenen Kanälen ändert sich mit dem Flüssigkeitspegel in der Regel auch das Strömungsprofil, insbesondere dann, wenn der Querschnitt über die Kanalbreite variiert. Selbst wenn der Kanal rechteckigen Querschnitt hat, ist eine Bestimmung der Strömungsrate unter ausschließlicher Messung einer Strömungsgeschwindigkeit an einer Refe­ renzposition nicht möglich. Es ist mindestens noch die Kenntnis des Pegelstandes erforderlich. Hat der Kanal aber keinen über die Kanalbreite gleichmäßigen Quer­ schnitt, dann ist die Bestimmung der Strömungsrate noch schwieriger, weil sich die Gestalt des Strömungsprofils in Abhängigkeit von der Pegelhöhe verändert. Außerdem ist zu berücksichtigen, daß sich an den Kanalwänden häufig Feststoffe ablagern, die den Kanalquerschnitt verändern, wodurch sich eine zusätzliche Einflußgröße ergibt, die für eine genaue Bestimmung der Durchfluß­ rate berücksichtigt werden muß.
Ein Durchflußmesser mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 ist bekannt aus DE 29 22 266 A1. Dieser Durchflußmesser weist eine Sonde auf, die ge­ steuert in vertikaler Richtung bewegt werden kann, bis sie den Flüssigkeitsspiegel erreicht. Entsprechend jeder Pegelhöhe ist zuvor der zugehörige Flüssigkeits­ querschnitt entsprechend der Kanalkontur ermittelt worden. Durch Messung der Sondenhöhe bei Erreichen des Flüssigkeitspegels wird der Flüssigkeitsquerschnitt ermittelt und dieser wird mit der von der Sonde gemessenen Strömungsgeschwindigkeit multipliziert, um den Durchfuß zu erhalten. Dabei bleibt offen, in welcher Höhe die Geschwindigkeitsmessung erfolgt. Der Flüssigkeitsquerschnitt kann nur dann hinreichend genau bestimmt werden, wenn der Kanalquerschnitt sich nicht infolge von Ablagerungen ändert. Die Strömungsge­ schwindigkeit, die oberflächennah oder an einer anderen Stelle gemessen ist, liefert bei wechselnden Pegelhöhen keinen Aufschluß über die tatsächliche Gesamt-Strömungs­ geschwindigkeit. Daher sind die Messungen notwendiger­ weise ungenau.
Aus DE-AS 16 73 453 ist ein Verfahren zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit in Flüssigkeiten bekannt, bei dem Schallsignale zwei an verschiedenen Orten be­ findlichen Schallempfängern zugeleitet werden, wobei die Differenz der Ankunftszeiten gleichphasiger Schall­ signale an beiden Schallempfängern ausgewertet wird. Beide Schallempfänger sind in Bahnen bewegbar, die in den Wänden des Kanals ausgebildet sind. Dieses Ver­ fahren erlaubt es, die Strömungsgeschwindigkeit auch bei unregelmäßigem Kanalquerschnitt zu ermitteln, in dem in vertikaler Richtung zahlreiche Messungen nach­ einander durchgeführt und die Meßwerte miteinander addiert werden. Jede Messung erfordert jedoch einen vollständigen Durchlauf der Schallempfänger entlang ihrer Bahnen, so daß Meßwerte immer nur in zeitlichen Intervallen zur Verfügung stehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Durch­ flußmesser der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art zu schaffen, der eine genaue Ermittlung der Strömungsrate bei unterschiedlichen Pegelhöhen und sogar bei zeitlich variierenden Kanalquerschnitten er­ möglicht.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den im Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Bei dem erfindungsgemäßen Durchflußmesser ist eine Sonde zur Messung der örtlichen Strömungsgeschwindig­ keit an einer Positioniervorrichtung angebracht. Die Sonde kann unter Steuerung durch einen Rechner von der Positioniervorrichtung an zahlreiche Stellen des Kanal­ querschnitts bewegt werden, so daß an diesen Stellen Meßwerte der örtlichen Strömungsgeschwindigkeit erfaßt werden können. Auf diese Weise kann mit der Sonde eine Netzmessung durchgeführt werden. Dies bedeutet, daß ein fiktives Netz aus zahlreichen Meßpunkten hergestellt wird, um das Strömungsprofil im eingetauchten Kanal­ querschnitt zu ermitteln. Das Strömungsprofil wird in Tabellenform im Rechner gespeichert. Nach bestimmten Kriterien, die in der Fachwelt bekannt sind, wird aus dem Strömungsprofil eine mittlere Strömungsgeschwindig­ keit errechnet. Im einfachsten Fall wird aus den zahl­ reichen erhaltenen Meßwerten ein arithmetischer Mittel­ wert gebildet. Außer der mittleren Strömungsgeschwin­ digkeit wird eine Bezugs-Strömungsgeschwindigkeit an einer Referenzposition gemessen. Auf diese Weise wird für die herrschenden Bedingungen eine Beziehung zwischen der Bezugs-Strömungsmessung und der mittleren Strömungsgeschwindigkeit errechnet.
Nach Durchführung dieser Operationen im Rechner wird die Sonde in einer Meßphase auf die Referenzposition eingestellt, in der sie nachfolgend stehenbleibt. Aus der in der Meßphase gemessenen Strömungsgeschwindigkeit an der Referenzposition wird mit dem ermittelten Um­ rechnungsfaktor die aktuelle Gesamt-Strömungsgeschwin­ digkeit errechnet. Aus dieser aktuellen Gesamt- Strömungsgeschwindigkeit kann dann unter Berücksichti­ gung der Querschnittsfläche des Kanals die Strömungs­ rate vom Rechner errechnet werden. Die Messung der Strömungsrate wird somit selbst bei einem offenen Kanal auf die Messung der Strömungsgeschwindigkeit an einer einzigen singulären Stelle, nämlich der Referenzposi­ tion, reduziert.
Der erfindungsgemäße Durchflußmesser ist für einen dauernden Einsatz an der Meßstelle bestimmt. Er dient nicht nur als Meßgerät für die anfängliche Messung des Strömungsprofils und zur Ermittlung einer günstigen Meßposition für die Sonde, sondern die Positioniervor­ richtung ist ständig installiert, so daß die Netzmes­ sung beliebig oft wiederholt werden kann. Eine Wieder­ holung der Netzmessung, d. h. der Bestimmung des Strömungsprofils, ist in jedem Fall dann erforderlich, wenn sich die Strömungsverhältnisse wesentlich ver­ ändert haben. Dies kann beispielsweise durch eine Ver­ änderung der Querschnittsfläche oder der Querschnitts­ form des Kanals durch Feststoffablagerungen an den Kanalwänden erfolgen oder auch durch Veränderung des Pegelstandes. Die Kalibrierphase, in der ein Um­ rechnungsfaktor zwischen der Bezugs-Strömungsgeschwin­ digkeit und der mittleren Strömungsgeschwindigkeit er­ mittelt wird, kann beispielsweise in regelmäßigen Zeit­ abständen wiederholt werden. Es ist aber auch möglich, die Kalibrierphase immer dann durchzuführen, wenn der aktuelle Strömungsmeßwert an der Referenzposition um ein vorbestimmtes Maß oder einen vorbestimmten Faktor von der in der in Kalibrierphase gemessenen Bezugs- Strömungsgeschwindigkeit abweicht. Ein anderes Krite­ rium für das erneute Durchführen einer Kalibrierphase besteht in der Pegelhöhe. Beispielsweise kann eine neue Kalibrierphase immer dann durchgeführt werden, wenn sich der Pegelstand um ein vorgegebenes Maß oder einen vorgegebenen Faktor verändert.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine von der Positioniervorrichtung bewegbare Tast­ einrichtung zur Abtastung des Wandprofils des Kanals vorgesehen. Auf diese Weise kann das jeweilige Wand­ profil in dem Rechner gespeichert werden, um unter Be­ rücksichtigung der gemessenen Pegelhöhe den für den Flüssigkeitsfluß zur Verfügung stehenden Kanalquer­ schnitt genau berechnen zu können. Die Tasteinrichtung kann beispielsweise einen berührungslos arbeitenden Ultraschall-Tastkopf oder auch einen mit Berührung arbeitenden mechanischen Tastkopf aufweisen.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung des Durchfluß­ messers,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung der Sonde mit integrierter Tasteinrichtung und
Fig. 3 eine Querschnittsdarstellung des Kanals mit eingezeichneten Meßpunkten und Strömungsprofil.
Gemäß Fig. 1 ist ein offener Kanal 10 vorgesehen, der beispielsweise aus einer Betonrinne besteht. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat der Kanal 10 rechteckigen Querschnitt, jedoch sind beliebige andere Querschnittsformen möglich.
Über dem Kanal 10 ist die Positioniervorrichtung 11 stationär befestigt. Die Positioniervorrichtung 11 weist eine den Kanal 10 überspannende Schiene 12 auf, längs der ein Schlitten 13 gesteuert bewegbar ist. Der Schlitten 13 trägt einen relativ zum Schlitten vertikal bewegbaren Stab 14, der an seinem unteren Ende eine Sonde 15 aufweist. Durch den Schlitten 13 und den Stab 14 kann die Sonde entlang zweier rechtwinklig zueinan­ der verlaufender Achsen bewegt werden, nämlich in hori­ zontaler und in vertikaler Richtung innerhalb derselben Querschnittsfläche des Kanals 10.
Die Schiene 12 ist an Lagerböcken 16, 17 auf den Kanal­ wänden befestigt. An dem Kanal 10 ist ein Motor 18 an­ gebracht, der über eine in der Schiene 12 verlaufende (nicht dargestellte) Spindel den Schlitten 13 entlang der Schiene antreibt. In gleicher Weise ist am Schlit­ ten 13 ein Antriebsmotor vorgesehen, der den Stab 14 in vertikaler Richtung antreibt. Endschalter an den Lager­ böcken 16, 17 und am Schlitten 13 dienen jeweils dazu, die Endstellung des Schlittens 13 bzw. des Stabes 14 festzustellen. Die Antriebe sind mit Weggebern ge­ koppelt, die die Position der Sonde 15 sowohl in hori­ zontaler Richtung als auch in vertikaler Richtung an­ geben. Diese Positionssignale werden an den Rechner 20 gegeben, der einen Bildschirm 21 sowie Tastaturen 22 enthält. Der Rechner 20 steuert die Antriebe für die Horizontal- und Vertikalbewegung in noch zu erläutern­ der Weise.
Die Sonde 15 ist eine bekannte magnetisch-induktive Strömungsmeßsonde. Sie enthält einen Elektromagneten, der um die Sonde herum ein Magnetfeld erzeugt. Eine elektrisch leitende Flüssigkeit, die in dem Kanal 10 strömt, erzeugt an Elektroden 23, die an gegenüber­ liegenden Seiten des elektrisch nichtleitenden Sonden­ gehäuses angebracht sind, eine elektrische Spannung, deren Größe von der Bewegungsgeschwindigkeit der in der strömenden Flüssigkeit enthaltenen elektrischen Ladungsträger bestimmt wird. Die Spannung zwischen den beiden Elektroden 23 wird verstärkt und als Meßgröße für die örtliche Strömungsgeschwindigkeit dem Rechner 20 zugeführt.
Die Sonde 15 enthält ferner eine Ultraschall-Tastein­ richtung 24, die imstande ist, bei trockenem Kanal das Profil der Kanalwände abzutasten, ähnlich einer Kopier­ einrichtung.
Über dem offenen Kanal ist ein Pegelmesser 25 ange­ bracht, der die Höhe des Flüssigkeitsstandes mißt. Dieser Pegelmesser ist im vorliegenden Fall ein Ultra­ schall-Pegelmesser. Das Ausgangssignal des Pegelmessers 25 wird ebenfalls dem Rechner 20 zugeführt.
In einer Kalibrierphase wird gemäß Fig. 3 die Positio­ niervorrichtung 11 vom Rechner 20 so gesteuert, daß die Strömungssonde 15 nacheinander auf zahlreiche Posi­ tionen eingestellt wird, die in Fig. 3 durch Punkte bezeichnet sind. In der quer zum Kanal 10 verlaufenden Meßebene wird also ein dichtes Raster oder Netz von Meßpunkten erzeugt. Die Strömungsgeschwindigkeiten an diesen Meßpunkten werden im Rechner 20 gespeichert. Die Stellen gleicher Strömungsgeschwindigkeit sind in Fig. 3 durch Strömungslinien gekennzeichnet. Diese Strö­ mungslinien werden vom Rechner berechnet und am Bild­ schirm 21 kann das betreffende Strömungsprofil ange­ zeigt werden. Ggf. erfolgt eine Interpolation zwischen den Meßpunkten, wenn die betreffende Strömungslinie zwischen zwei Meßpunkten hindurchgeht.
Der Rechner berechnet aus der Gesamtheit der in der Kalibrierphase ermittelten Geschwindigkeitsmessungen eine mittlere Geschwindigkeit vm. Außer der Strömungs­ linie für die mittlere Geschwindigkeit sind in Fig. 3 auch die Strömungslinien für die Geschwindigkeiten 1,2 × vm und 0,8 × vm sowie 0,6 × vm dargestellt.
Nach Durchführung der Netzmessung und Speicherung des Strömungsprofils wird an einer Referenzposition Pr eine Bezugs-Strömungsmessung vorgenommen. Als Referenzposi­ tion kann auch die Position eines der bei der Netz­ messung benutzten Meßpunkte benutzt werden, wobei na­ türlich keine zusätzliche Bezugs-Strömungsmessung er­ forderlich ist sondern der zuvor gewonnene Meßwert ver­ wertet werden kann. Zweckmäßigerweise wird die Referenz­ position Pr auf derjenigen Strömungslinie gewählt, die der mittleren Strömungsgeschwindigkeit des Strömungs­ querschnitts entspricht. In diesem Fall beträgt der Umrechnungsfaktor 1. Es kann aber auch eine andere Stelle des Strömungsquerschnitts gewählt werden. Wird die Referenzposition Pr auf der Strömungslinie 0,8 × vm gewählt, so ist in der Meßphase, bei der die Sonde 15 feststeht, ein Umrechnungsfaktor von 1 : 0,8 = 1,25 zu berücksichtigen, um aus dem Meßwert im Referenzpunkt Pr die aktuelle Gesamt-Strömungsgeschwindigkeit bzw. die aktuelle mittlere Strömungsgeschwindigkeit zu ermit­ teln.
Die Referenzposition Pr kann auf unterschiedliche Weise gewählt werden: Es ist möglich, die Referenzposition völlig willkürlich zu wählen und aus der errechneten mittleren Strömungsgeschwindigkeit und der in der Referenzposition im gleichen Strömungszustand gemes­ senen Bezugs-Strömungsgeschwindigkeit den Umrechnungs­ faktor zu ermitteln. Alternativ besteht die Möglich­ keit, den Referenzpunkt Pr auf eine bestimmte Strö­ mungslinie zu legen, vorzugsweise auf die Strömungs­ linie vm der mittleren Strömungsgeschwindigkeit. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, an einer ganz be­ stimmten Stelle der Kanalbreite, vorzugsweise genau in der Kanalmitte, die Sonde 15 herabzulassen, bis eine vorbestimmte Strömungslinie erreicht ist, die dann den Umrechnungsfaktor bestimmt.
Nach dem Einschalten des Durchflußmessers steuert der Rechner den Schlitten 13 zunächst so, daß dieser in eine Endlage läuft, bis der betreffende Endschalter betätigt wird. In gleicher Weise wird der Stab 14 in eine Endlage bewegt, bis der zugehörige Endschalter betätigt wird. Ausgehend von diesen Endlagen messen die Weggeber die jeweilige Wegposition des Schlittens 13 bzw. des Stabes 14, so daß die Position der Sonde 15 in einem rechteckigen Koordinatensystem definiert ist.
Danach werden mit der Tasteinrichtung 24 die Kanalwände abgetastet, um das Innenwandprofil des Kanals im Rechner abzuspeichern.
Während in dem Kanal 10 Flüssigkeit strömt, wird die Kalibrierphase ausgeführt, indem die Sonde 15 von Meß­ punkt zu Meßpunkt weitergeführt wird, um ein dichtes Netz an Meßpunkten zu erhalten. Die in jedem Meßpunkt gemessene Strömungsgeschwindigkeit wird im Rechner ge­ speichert. Der Rechner ermittelt dann die mittlere Strömungsgeschwindigkeit und positioniert die Sonde 15 in der Referenzposition Pr, um die Bezugs-Strömungsge­ schwindigkeit zu messen. Danach wird das Verhältnis von Bezugs-Strömungsgeschwindigkeit und mittlerer Strö­ mungsgeschwindigkeit ermittelt und somit auch der in der Meßphase anzuwendende Umrechnungsfaktor.
In der Meßphase bleibt die Sonde 15 an der Referenz­ position Pr und der von der Sonde 15 gelieferte Meßwert wird mit dem Umrechnungsfaktor multipliziert, um die aktuelle Gesamt-Strömungsgeschwindigkeit zu erhalten. Diese aktuelle Gesamt-Strömungsgeschwindigkeit wird dann mit der eingetauchten Querschnittsfläche des Kanals multipliziert, um die Strömungsrate zu erhalten. Bei der Ermittlung der eingetauchten Querschnittsfläche wird das Signal des Pegelmessers 25 ausgewertet.
Eine neue Kalibrierphase wird immer dann durchgeführt, wenn die in der Meßphase gemessene Strömungsgeschwin­ digkeit um ein vorbestimmtes Maß von der Bezugs- Strömungsgeschwindigkeit abweicht, oder wenn sich der Pegelstand gegenüber der letzten Kalibrierphase um ein vorbestimmtes Maß oder um einen vorbestimmten Anteil verändert hat.
Es ist auch möglich, für verschiedene Pegelstände die jeweils zugehörige mittlere Strömungsgeschwindigkeit und die zugehörige Referenzposition Pr bzw. den zuge­ hörigen Umrechnungsfaktor zu speichern und danach die Einstellung vorzunehmen, ohne daß eine neue Kalibrier­ phase erforderlich wäre.
Damit nicht jede Welle der strömenden Flüssigkeit die Einleitung einer neuen Kalibrierphase bewirkt, wird zweckmäßigerweise eine Dämpfung vorgesehen, um eine neue Kalibrierphase erst dann vorzunehmen, wenn der Wert, der als Kriterium benutzt wird, länger als eine vorgegebene Zeit anhält oder wenn das Zeitintegral der Abweichung ein vorgegebenes Maß übersteigt.

Claims (10)

1. Durchflußmesser für offene Kanäle, mit einer in die Flüssigkeit eintauchenden, die Strömungsge­ schwindigkeit messenden Strömungssonde (15), welche an einer Positioniervorrichtung (11) ange­ bracht und gesteuert durch einen Rechner (20) be­ wegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Strömungssonde (15) an zahlreiche Meßpunkte bewegbar ist, die in einer quer zum Kanal (10) verlaufenden Meßebene verteilt sind und deren Strömungsgeschwindigkeiten gemessen und im Rechner gespeichert werden,
der Rechner in einer Kalibrierphase eine mitt­ lere Strömungsgeschwindigkeit vm der Meßpunkte und eine Bezugströmungsgeschwindigkeit an einer Referenzposition ermittelt,
und der Rechner (20) in einer Meßphase die Sonde (15) auf die Referenzposition einstellt und anhand der in der Kalibrierphase gewonnenen Beziehung zwischen mittlere Strömungsge­ schwindigkeit (vm) und Bezugs-Strömungsge­ schwindigkeit die aktuelle Gesamt-Strömungsge­ schwindigkeit errechnet.
2. Durchflußmesser nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß ein die Pegelhöhe im Kanal (10) mes­ sender Pegelmesser (25) vorgesehen ist, dessen Meßwert zur Ermittlung des eingetauchten Kanal­ querschnitts und damit der Strömungsrate benutzt wird.
3. Durchflußmesser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine von der Positionsvorrich­ tung (11) bewegbare Tasteinrichtung (24) zur Ab­ tastung des Wandprofils des Kanals (10) vorgesehen ist.
4. Durchflußmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechner (20) als Referenzposition (Pr) eine vorgegebene Position einstellt und unter Berücksichtigung der prozen­ tualen Abweichung der Referenz-Strömungsgeschwin­ digkeit von der mittleren Strömungsgeschwindigkeit (vm), in der Meßphase die aktuelle Gesamt- Strömungsgeschwindigkeit ermittelt.
5. Durchflußmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechner (20) als Referenzposition (Pr) eine Position einstellt, die auf einer Strömungslinie liegt, die der mittleren Strömungsgeschwindigkeit (vm) oder einem vorgege­ benen Prozentsatz der mittleren Strömungsgeschwin­ digkeit entspricht.
6. Durchflußmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechner (20) die Referenzposition (Pr) auf eine vorgegebene Stelle der Kanalbreite einstellt und die Tiefe der Refe­ renzposition auf eine Strömungslinie einstellt, die der mittleren Strömungsgeschwindigkeit (vm) oder einem vorgegebenen Prozentsatz der mittleren Strömungsgeschwindigkeit entspricht.
7. Durchflußmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei Abweichung der in der Meßphase an der Referenzposition (Pr) gemes­ senen Strömungsgeschwindigkeit um ein vorgegebenes Maß oder einen vorgegebenen Anteil von der Bezugs- Strömungsgeschwindigkeit, eine neue Kalibrierphase durchgeführt wird.
8. Durchflußmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Meßphase bei Abweichung des Pegelstandes um ein vorgegebenes Maß oder einen vorgegebenen Anteil von dem Pegel­ stand der Kalibrierphase eine neue Kalibrierphase durchgeführt wird.
9. Durchflußmesser nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß nur dann eine neue Kalibrier­ phase durchgeführt wird, wenn die Abweichung länger als eine vorgegebene Zeit anhält oder das Zeitintegral der Abweichung ein vorgegebenes Maß übersteigt.
10. Durchflußmesser nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für zahl­ reiche Kombinationen aus jeweils einer Strömungs­ geschwindigkeit an der Referenzposition und einer Pegelhöhe Umrechnungsfaktoren für die Strömungs­ rate im Rechner (20) gespeichert werden, die in der Meßphase jeweils abgerufen werden, wenn die betreffende Strömungsgeschwindigkeit und die Pegelhöhe gemessen werden.
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