DE4022086A1 - Kondensator-parallelschaltung - Google Patents
Kondensator-parallelschaltungInfo
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Description
Bei der Erfindung wird ausgegangen von einer Kondensator-
Parallelschaltung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1. Die Erfindung betrifft auch eine Verwendung der
Kondensator-Parallelschaltung.
Mit dem Oberbegriff nimmt die Erfindung auf einen Stand der
Technik Bezug, wie er aus der EP-A1-01 85 181 bekannt ist.
Bei der dort angegebenen induktionsarmen Anoden-Kathoden-
Beschaltung eines tablettenförmigen, abschaltbaren GTO-
Leistungsthyristors läßt sich durch Vermeidung der
Streuinduktivitäten von Schaltungsdioden, -kondensatoren
und Leitungsanschlüssen des Abschaltentlastungskreises
dessen Abschaltstrom erhöhen und die Impulszackenspannung
am Leistungsthyristor bei dessen Ausschalten verringern.
Diese Kondensatoren und Thyristoren weisen gleiche
Bauelement-Achsrichtung auf; sie sind mittels im
wesentlichen parallel zueinander verlaufenden, elektrisch
leitenden Platten und symmetrischen, glockenförmigen Kappen
oder Drahtanschlüssen zwischen den Platten und den An
schlußklemmen der Bauelemente verbunden. Unmittelbar
hintereinandergeschaltete Dioden und Kondensatoren können
über ein Koaxialkabel mit dem Leistungsthyristor verbunden
sein. Bei dieser Ausführung ist keine Parallelschaltung von
Kondensatoren möglich.
Für große Leistungen, wie sie in der Traktion benötigt
werden, sind Parallelschaltungen von z.B. 24 Kondensatoren,
insbesondere im Zwischenkreis des Umrichters, erforderlich.
Werden alle Kondensatoren parallel nebeneinander
angeordnet, so wird viel Platz in der Breite benötigt, der
in Fahrzeugen knapp ist.
Die Erfindung, wie sie im Patentanspruch 1 definiert ist,
löst die Aufgabe, eine Kondensator-Parallelschaltung der
eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, daß
mehrere parallelgeschaltete Kondensatoren mit einem
geringeren Platzbedarf in der Breite induktionsarm
untergebracht werden können.
Ein Vorteil der Erfindung liegt darin, daß sich mehrere
Kondensatoren auf engem Raum besser unterbringen lassen,
wobei ein in der Höhe vorhandener Platz für die
Unterbringung der Kondensatoren benutzt werden kann.
Besonders eignet sich die erfindungsgemäße Anordnung für
elektrische Fahrzeugantriebe mit geringem Platz für die
Unterbringung von Antriebsbauelementen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von
Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein typisches Anwendungsbeispiel für eine
Kondensator-Parallelschaltung im
Gleichspannungszwischenkreis eines Umrichters für
einen Fahrzeugantrieb,
Fig. 2 eine Anordnung zweier parallelgeschalteter
Kondensatoren im Gleichspannungszwischenkreis
gemäß Fig. 1 und
Fig. 3 eine Kondensator-Parallelschaltung von 8
Kondensatoren.
In Fig. 1 ist mit (1) eine Wechselstromleitung eines
Bahnnetzes mit einer Wechselspannung von 15 kV und einer
Netzfrequenz von 16 2/3 Hz bezeichnet. Ein über Räder eines
Triebfahrzeuges geerdeter Stromrichtertransformator (2)
steht primärseitig über einen Schalter mit einem
Überspannungsableiter, einem Erdungsschalter und der
Wechselstromleitung (1) in Verbindung und sekundärseitig,
ausgehend von 2 Sekundärwicklungen, über einen Widerstand
und 3 Schalter mit 4 Gleichrichtern (3) eines Umrichters (3-7).
Der Umrichter, der aus den 4 Gleichrichtern (3),
einem Gleichspannungszwischenkreis (4) und 3 Wech
selrichtern (7) besteht, ist ausgangsseitig an 4
parallelgeschaltete Drehstrommaschinen (8) zum Antrieb des
Triebfahrzeuges angeschlossen.
Der Gleichspannungszwischenkreis (4) weist in Reihe
geschaltete Erdungsschalter für eine positive (+) und
negative (-) Spannungsschiene, einen Oberschwingungs-
Saugkreis, bestehend aus einer Saugkreisdrossel (5) in
Reihe mit einem Saugkreiskondensator (6), 2
parallelgeschaltete Zwischenkreiskondensatoren (C1, C2) und
eine Überspannungsschutzschaltung, bestehend aus einem GTO-
Thyristor in Reihe mit einem Widerstand, zwischen der
positiven und negativen Spannungsschiene auf. Die
Zwischenkreisspannung beträgt 3 kV.
Fig. 2 zeigt die Anordnung der parallelgeschalteten
Zwischenkreiskondensatoren (C1, C2) von Fig. 1, welche
Metall-Papier-Kondensatoren mit einer Kapazität im Bereich
von je 1 mF-25 mF sind. Jeder der
Zwischenkreiskondensatoren (C1, C2) weist 2
Leistungsanschlüsse bzw. Kondensatoranschlußelemente (9)
und (10) von ca. 10 cm Länge auf, welche senkrecht aus
einem auf Erdpotential befindlichen Abschlußdeckel (12)
der Zwischenkreiskondensatoren (Cl, C2) hervorragen und
Schraubanschlüsse für Verbindungsbleche (13, 14)
aufweisen. Die beiden Zwischenkreiskondensatoren (C1, C2)
stehen sich mit ihren Kondensatoranschlußelementen (9, 10)
gegenüber. Die beiden Kondensatoranschlußelemente (9) sind
über das an ihnen angeschraubte Verbindungsblech (13) mit
einem Innenleiter (16) mit 14 mm Durchmesser eines
Koaxialkabels (16-18) elektrisch verbunden bzw. daran
mittels einer Schraubenmutter (15) befestigt. Die beiden
Kondensatoranschlußelemente (10) sind über das an ihnen
angeschraubte Verbindungsblech (14) mit einem Außenleiter
(18) des Koaxialkabels (16-18) elektrisch verbunden, das
zwischen Innen- und Außenleiter (16, 18) eine
Kabelisolation (17) aufweist.
Die Verbindungsbleche (13, 14) haben eine Dicke von 1,5 mm;
sie bestehen aus Kupfer oder vorzugsweise aus Edelstahl,
insbesondere aus Chromstahl. Im Bereich zwischen den
Kondensatoranschlußelementen (9, 10) sind sie U-förmig
gebogen und in der Mitte dazwischen sandwichartig bzw.
schichtenförmig zum Koaxialkabel (16-18) geführt,
beabstandet durch einen T-förmigen Isolator (11) aus einem
Duroplast. Im U-förmigen Bereich haben die
Verbindungsbleche (13, 14) einen Mindestabstand (d) von 5
mm zu den benachbarten Kondensatoranschlußelementen (9,
10). Zwischen den Enden der U-förmigen Abschnitte eines
Verbindungsbleches (13, 14) besteht ein Abstand (A) von 20
cm. Diese Enden sind durch den T-Querbalken (11a) des T-
förmigen Isolators (11), der sich parallel zum
Abschlußdeckel (12) erstreckt, von diesem elektrisch
isoliert. Im Bereich des Anschlußes an das Koaxialkabel
(16-18) weist der Isolator (11) einen isolierenden
Rohrstutzen (11b) auf, der den Innenleiter (16) des
Koaxialkabels von einem Rohrstutzen (14b) des
Verbindungsbleches (14), der den Innenleiter im
Anschlußbereich umgibt, mit Abstand elektrisch isoliert.
Fig. 3 zeigt 8 parallelgeschaltete
Zwischenkreiskondensatoren (C11-C14, C21-C24), von
welchen sich je 2 mit ihren Kondensatoranschlußelementen
(9) gegenüberstehen, in einer bezüglich Fig. 4 senkrechten
Ansicht, d.h. mit Blickrichtung von links. Dabei sieht man
im Anschlußbereich der Kondensatoranschlußelemente (9)
das Verbindungsblech (13) und den dieses überragenden T-
förmigen Isolators (11), welche beiden sich über die ganze
Länge der jeweils 4 nebeneinander angeordneten
Zwischenkreiskondensatoren (C11-C14, C21-C24)
erstrecken. Mit (19) sind Bohrungen für den Anschluß
zweier Koaxialkabel bezeichnet.
Es versteht sich, daß statt 2 oder 8
Zwischenkreiskondensatoren (C1, C2; C11-C14, C21-C24)
auch andere Vielfache von 2 in gleicher Weise verbunden
sein können. Die Zwischenkreiskondensatoren können auch
sternförmig (nicht dargestellt) um eine Mittelachse, z.B.
die Anschlußstelle des Koaxialkabels, angeordnet werden,
wobei sich je 2 mit ihren Kondensatoranschlußelementen
gegenüber liegen.
Statt des T-förmigen Duroplast-Isolators (11) kann auch
eine Isolierfolie verwendet werden. Die Verbindungsbleche
(13, 14) könnten auch mit einer Isolierschicht überzogen
sein.
Anstatt zwischen den Kondensatoranschlußelementen (9, 10)
U-förmig ausgebildet zu sein, könnten die Verbindungsbleche
(13, 14) auch, wie gestrichelt mit (13a) bzw. (14a)
angedeutet, direkt von diesen Kondensatoranschlußelementen
zur Mitte zwischen ihnen verlaufen bzw. direkt gebogen zum
Koaxialkabel (16-18).
Ferner versteht es sich, daß die Koaxialkabel (16-18)
zusätzlich auch außen mit einer Isolierhülle oder -Schicht
überzogen sein können. Wichtig ist, daß die
Anschlußverbindung von den Zwischenkreiskondensatoren zum
Koaxialkabel oder zu den Koaxialkabeln induktionsarm
ausgeführt ist, um ein sicheres Abschalten von GTO-
Thyristoren in den Gleichrichtern (3) und/oder
Wechselrichtern (7) zu gewährleisten. Diese (nicht
dargestellten) GTO-Thyristoren sind über das Koaxialkabel
(16-18) an den Zwischenkreiskondensatoren (C1, C2; C11-
C14, C21-C24) angeschlossen.
Wichtig ist, daß die Kondensatoranschlußelemente
mindestens 2er Kondensatoren in einander gegenüberstehenden
Anschlußflächen oder -ebenen angeordnet sind. Die
Kondensatoranschlußelemente müssen sich nicht notwendig
gegenüberstehen; sie können auch bezüglich der
gegenüberliegenden Anschlußelemente seitlich versetzt sein
(nicht dargestellt). Die Anzahl parallelgeschalteter
Kondensatoren kann auch ungeradzahlig sein.
Claims (9)
1. Kondensator-Parallelschaltung
- a) mit mindestens 2 Kondensatoren (C1, C2; C11-C14, C21- C24) , die je mindestens 2 elektrische Kondensatoran schlußelemente (9, 10) aufweisen, über welche die Kondensatoren elektrisch parallelgeschaltet sind, dadurch gekennzeichnet,
- b) daß die Kondensatoranschlußelemente mindestens 2 der Kondensatoren in zueinander gegenüberliegenden Anschlußflächen oder -ebenen angeordnet sind, wobei sich die Kondensatoranschlußelemente in unterschiedlichen Anschlußflächen oder -ebenen direkt oder mit einer seitlichen Versetzung gegenüberstehen.
2. Kondensator-Parallelschaltung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet,
- a) daß die Kondensatoranschlußelemente (9, 10) über Verbindungsbleche (13, 14) mit mindestens einem Koaxialkabel (16-18) elektrisch verbunden sind und
- b) daß die Verbindungsbleche abschnittsweise parallel zueinander verlaufen.
3. Kondensator-Parallelschaltung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbindungsbleche (13, 14)
zwischen den Kondensatoranschlußelementen (9, 10)
eines Kondensators (C1, C2) U-förmig ausgebildet sind.
4. Kondensator-Parallelschaltung nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß n×2
Kondensatoren sternförmig zueinander angeordnet sind,
n 2.
5. Kondensator-Parallelschaltung nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungsbleche (13, 14) Edelstahl aufweisen.
6. Kondensator-Parallelschaltung nach einem der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungsbleche (13, 14) abschnittsweise
schichtartig mit zwischenliegendem Isolator (11)
ausgebildet sind.
7. Kondensator-Parallelschaltung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Isolator (11, 11a) zwischen
den Kondensatoranschlußelementen (9, 10) eines
Kondensators (C1, C2) T-förmig ausgebildet ist zur
Isolation der Verbindungsbleche (13, 14) untereinander
und gegen Erdpotential.
8. Kondensator-Parallelschaltung nach einem der Ansprüche
2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Koaxialkabel
(16-18) zumindest im Bereich seines Anschlußes an
die Verbindungsbleche (13, 14) senkrecht zur Anordnung
der einander gegenüberliegenden Kondensatoren (Cl, C2;
C11-C14, C21-C24) verläuft.
9. Verwendung der Kondensator-Parallelschaltung nach
einem der Ansprüche 1 bis 8 für
Zwischenkreiskondensatoren eines
Gleichspannungszwischenkreises (4) eines Umrichters (3-
9).
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH2933/89A CH679532A5 (de) | 1989-08-09 | 1989-08-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4022086A1 true DE4022086A1 (de) | 1991-02-14 |
Family
ID=4244895
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4022086A Withdrawn DE4022086A1 (de) | 1989-08-09 | 1990-07-11 | Kondensator-parallelschaltung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH679532A5 (de) |
| DE (1) | DE4022086A1 (de) |
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Also Published As
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|---|---|
| CH679532A5 (de) | 1992-02-28 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8130 | Withdrawal |