DE4026376A1 - Schalterkombination mit polwendeschalter - Google Patents

Schalterkombination mit polwendeschalter

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DE4026376A1
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switch
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housing
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DE19904026376
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Peter Born
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Klinger & Born GmbH
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Klinger & Born GmbH
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    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H9/00Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
    • H01H9/20Interlocking, locking, or latching mechanisms
    • H01H9/26Interlocking, locking, or latching mechanisms for interlocking two or more switches
    • HELECTRICITY
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    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
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    • H01H71/58Manual reset mechanisms which may be also used for manual release actuated by push-button, pull-knob, or slide
    • HELECTRICITY
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Description

Die Erfindung betrifft eine Schalterkombination in einem Schaltergehäuse mit einem Schaltereinsatz als Ein-Aus- Schalter, der ein mechanisch zwischen einer Aus-Stellung und einer Ein-Stellung bewegbares Schalterbauteil aufweist, und mit einem in dem Schaltergehäuse angeordneten, zwei Betätigungstaster aufweisenden Polwendeschalter.
In zahlreichen Anwendungsfällen müssen die Antriebe von Werkzeugmaschinen und anderen Arbeitsmaschinen nicht nur ein- und ausgeschaltet werden, sondern müssen auch die Möglichkeit zur Drehrichtungsumkehr aufweisen. Hierzu wird zusätzlich zu dem üblicherweise als Schützschalter ausgeführten Ein-Aus-Schalter ein Polwendeschalter vorgesehen, der eine Umpolung der Stromversorgung für den Motor bewirkt. Der Polwendeschalter weist jeweils einen Betätigungstaster für jede der beiden Drehrichtungen auf.
Wenn die Polumschaltung erfolgt, während der Motor noch eingeschaltet ist, kommt es zu einer erheblichen Belastung der Schalteinrichtungen. Die dabei insbesondere an den Schaltkontakten des Polwendeschalters auftretenden Lichtbögen können zu einer raschen Beschädigung oder Zerstörung des Schalters führen. Deshalb ist in den Betriebsanleitungen der so ausgerüsteten Maschinen üblicherweise die Vorschrift enthalten, die Polumschaltung nur im ausgeschalteten Zustand vorzunehmen. Es besteht aber die Gefahr, daß diese Vorschrift nicht oder nicht immer beachtet wird, so daß die genannten Schäden an den Schaltkontakten auftreten.
Es ist zwar möglich, den Ein-Aus-Schalter und den Polwendeschalter elektrisch so zu verketten, daß die Polumschaltung nur im ausgeschalteten Zustand erfolgen kann. Hierfür ist es aber erforderlich, mindestens den Polwendeschalter als Schaltrelais auszuführen. Der damit verbundene erhöhte Bauaufwand ist insbesondere für einfache Maschinen nicht gerechtfertigt. Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Schalterkombination mit Polwendeschalter der eingangs genannten Gattung so auszubilden, daß in konstruktiv einfacher Weise erreicht wird, daß der Polwendeschalter nur im ausgeschalteten Zustand des Ein-Aus-Schalters betätigt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeder der beiden Betätigungstaster bei seiner Betätigung über ein mechanisches Koppelglied das bewegliche Schalterbauteil des Schaltereinsatzes in seine Aus- Stellung bewegt.
Damit wird auf mechanische Weise mit geringem Bauaufwand eine Verkettung der beiden in einem gemeinsamen Schaltergehäuse untergebrachten Schalter erreicht, so daß sichergestellt ist, daß bei der Betätigung des Polwendeschalters die Stromzufuhr vom Netz ausgeschaltet ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß jeder der beiden Betätigungstaster jeweils mit einem Schieber verbunden ist, der bei seiner Verschiebung mit dem Koppelglied in Eingriff tritt. Damit wird in einfacher Weise eine ODER-Verknüpfung der beiden Betätigungstaster mit dem gemeinsamen Koppelglied auf mechanische Weise erreicht, d. h. das Koppelglied wird betätigt, wenn der eine oder der andere Betätigungstaster des Polwendeschalters gedrückt wird.
Gemäß einer konstruktiv besonders zweckmäßigen und raumsparenden Ausführung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, daß das Koppelglied eine im Schaltergehäuse gelagerte zweiarmige Wippe ist, deren erster Arm in Bewegungsrichtung des bewegbaren Schalterbauteils des Ein- Aus-Schalters schwenkbar ist, und dessen zweiter Arm zwei Nockenflächen aufweist, die jeweils mit einem der beiden Schieber des Polwendeschalters in Eingriff treten.
Wenn einer der beiden Betätigungstaster gedrückt wird, greift der jeweilige Schieber an einer der beiden Nockenflächen des zweiten Arms der Wippe an und schwenkt sie so, daß der erste Arm das Schalterbauteil betätigt, das den Ein-Aus-Schalter ausschaltet.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt:
Fig. 1 in einem senkrechten Schnitt in einem gemeinsamen Gehäuse eine im eingeschalteten Zustand befindliche Schalterkombination mit einem Polwendeschalter,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 die Schalterkombination nach Fig. 1 bei Betätigung des Polwendeschalters,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 die Schalterkombination nach den Fig. 1 und 3 am Ende des Umschaltvorgangs des Polwendeschalters,
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI in Fig. 5 und
Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie VII-VII in Fig. 1 bei abgenommenem Schalterdeckel.
Die in der Zeichnung dargestellte Schalterkombination weist einen Schützschalter 1 auf, der als Schaltereinsatz in einem Schaltergehäuse 2 untergebracht ist. Im Schaltergehäuse 2 ist zusätzlich ein Polwendeschalter 3 angeordnet. Das Schaltergehäuse 2 ist mit einem Schalterdeckel 4 verschlossen, an dessen Außenseite zwei Betätigungstaster 5, 6 für den als Ein-Aus-Schalter ausgeführten Schützschalter 1 und zwei Betätigungstaster 7, 8 beweglich geführt sind.
Der in Fig. 1 oben dargestellte Betätigungstaster 5 dient zum Ausschalten des Schützschalters 1 und wirkt auf ein verschiebbares Schalterbauteil 9. Der für das Einschalten bestimmte, darunter angeordnete Betätigungstaster 6 wirkt auf ein zweites bewegliches Schalterbauteil 10, die so durch eine Schalterwippe 11 miteinander verbunden sind, daß die beiden Schalterbauteile 9, 10 gegenläufig bewegt werden.
Unter den beiden Betätigungstastern 5, 6 sind die Betätigungstaster 7, 8 für den Polwendeschalter 3 nebeneinander angeordnet. Jeder Betätigungstaster 7, 8 ist jeweils mit einem Schieber 12 bzw. 13 verbunden. Die beiden Schieber 12, 13 drücken mit einem Vorsprung 12a bzw. 13a abwechselnd auf eine Schalterwippe 14 des beim dargestellten Ausführungsbeispiel als Wippenschalter ausgeführten Polwendeschalters 3. Der Polwendeschalter 3 dient dazu, den angeschlossenen (nicht dargestellten) Motor, beispielsweise einer Werkzeugmaschine oder einer anderen Arbeitsmaschine, umzupolen.
Als mechanisches Koppelglied, das die beiden Schalter 1, 3 miteinander verkettet, ist eine im Schaltergehäuse 1, 2 an zwei Gelenken 15 schwenkbar gelagerte Wippe 16 vorgesehen, die mit ihrem ersten Arm 17 an der Innenseite des Gehäusedeckels 4 anliegt. Dieser erste Arm weist zwei Durchbrechungen 18, 19 für die Stößel der Betätigungstaster 5 und 6 auf. Am Ende des ersten Arms 17 springt eine Nase 20 nach innen vor, die mit der Schalterwippe 11 in Eingriff tritt.
Ein zweiter, im wesentlichen in Bewegungsrichtung der Betätigungstaster 7, 8, d. h. senkrecht zum Gehäusedeckel 4 sich erstreckender zweiter Arm 21 der Wippe 16 wird von zwei seitlich im Schaltergehäuse 2 angeordneten Hebeln 21a und 21b gebildet. Jeder Hebel 21a, 21b trägt eine quer zur Bewegungsrichtung der Betätigungstaster 7, 8 vorspringende Nocke 22, die jeweils über eine Nockenfläche 23 mit einer an einer entgegengesetzt vorspringenden Nocke 24 angeordneten Nockenfläche 25 in Eingriff steht. Die Nocke 24 ist an dem Schieber 12 bzw. dem Schieber 13 angebracht.
In der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Stellung ist der Schützschalter 1 eingeschaltet und der Polwendeschalter 3 hat eine von seinen beiden möglichen Stellungen eingenommen, wobei der eine Betätigungstaster 8 gedrückt ist. Wenn ausgehend von dieser Stellung eine Umpolung des Motors vorgenommen werden soll, wird der andere Betätigungstaster 7 gedrückt. Dieser Vorgang ist in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Man erkennt, daß bei einer Verschiebung des mit dem Betätigungstaster 7 verbundenen Schiebers 12 die beiden Nockenflächen 23, 25 aneinander entlanggleiten, so daß der Nocken 22 und damit der Hebel 21a des Arms 21 nach unten geschwenkt wird. Dadurch wird die Wippe 16 so geschwenkt, daß ihr erster Arm 17 über seine Nase 20 die Wippe 11 des Ein-Aus-Schalters 1 schwenkt, so daß das Schalterbauteil 9 den Schalter 1 in seine Aus-Stellung bringt, bevor der Schieber 12 die Schaltwippe 14 des Polwendeschalters 3 betätigt hat.
Erst am Ende des Betätigungshubes des Betätigungstasters 7 hat der Schieber 12 die Schalterwippe 14 verschwenkt und damit den Polwendeschalter 3 umgeschaltet, wie in den Fig. 5 und 6 gezeigt ist. Man erkennt in Fig. 5, daß die beiden Nocken 22, 24 einander passiert haben und daß der Arm 21 und somit die gesamte Wippe 16 wieder in ihre Ausgangsstellung zurückgeschwenkt sind. Hierzu dient eine Druckfeder 26 zwichen dem Gehäusedeckel 4 und einem mit dem Arm 21 verbundenen Vorsprung 27.
Der Polwendeschalter 3 wird somit erst umgeschaltet, wenn sich der Ein-Aus-Schalter 1 in seiner Aus-Stellung (Fig. 3) befindet.
In entsprechender Weise erfolgt die Betätigung der Wippe, wenn der andere Betätigungstaster 8 des Polwendeschalters 3 gedrückt wird.
In den Fig. 2, 4 und 6 ist die Wippe 16 der besseren Übersichtlichkeit wegen weggelassen.
Das Gehäuse weist im oberen Bereich eine Klappe 28 auf, die über ein Scharnier 29 direkt mit dem Gehäuse 1 im Spritzgußverfahren hergestellt wurde. Diese Klappe kann aus der in Fig. 1 und Fig. 7 gezeigten Stellung um 90° nach hinten geschwenkt werden und verdeckt so die Kontakte des Ein-Aus-Schalters (Fig. 5). Dadurch ist eine Isolierung dieser Kontakte gegen eine eventuell vorhandene Metallwand eines Gerätes gegeben, in das der Schalter eingebaut wird. Die Klappe 28 weist zwei Einschnitte 30a und 30b auf. Hier kann ein Faden oder ein Gummi 31 eingehakt werden, der die Klappe 28 unten hält.

Claims (6)

1. Schalterkombination in einem Schaltergehäuse mit einem Schaltereinsatz als Ein-Aus-Schalter, der ein mechanisch zwischen einer Aus-Stellung und einer Ein-Stellung bewegbares Schalterbauteil aufweist, und mit einem in dem Schaltergehäuse angeordneten, zwei Betätigungstaster aufweisenden Polwendeschalter, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden Betätigungstaster (7, 8) bei seiner Betätigung über ein mechanisches Koppelglied (16) das bewegliche Schalterbauteil (9) des Schaltereinsatzes in seine Aus-Stellung bewegt.
2. Schalterkombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden Betätigungstaster (7, 8) jeweils mit einem Schieber (12, 13) verbunden ist, der bei seiner Verschiebung mit dem Koppelglied (16) in Eingriff tritt.
3. Schalterkombination nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Koppelglied eine im Schaltergehäuse (1, 2) gelagerte zweiarmige Wippe (16) ist, deren erster Arm (17) in Bewegungsrichtung des bewegbaren Schalterbauteils (9) des Ein-Aus-Schalters (1) schwenkbar ist, und dessen zweiter Arm (21) zwei Nockenflächen (23) aufweist, die jeweils mit einem der beiden Schieber (12, 13) des Polwendeschalters (3) in Eingriff treten.
4. Schalterkombination nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich der zweite Arm (21) der Wippe (16) angenähert in Verschieberichtung der beiden Schieber (12, 13) erstreckt und zwei quer zu dieser Bewegungsrichtung vorspringende, jeweils eine Nockenfläche (23) bildende Nocken (22) aufweist, der mit einem entgegengesetzt vorspringenden Nocken (24) eines der beiden Schieber (12 bzw. 13) in Eingriff tritt, um die Wippe (16) zu schwenken.
5. Schalterkombination nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wippe (16) am Ende des Betätigungshubes des Betätigungstasters (7 bzw. 8) nach dem Passieren der beiden in Eingriff tretenden Nocken (22, 24) in ihre Ausgangsstellung zurückschwenkt.
6. Schalterkombination nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wippe (16) durch eine Feder (26) in ihre Ausgangsstellung gedrückt wird.
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