DE4027533C2 - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B3/00—Reciprocating-piston machines or engines with cylinder axes coaxial with, or parallel or inclined to, main shaft axis
- F01B3/04—Reciprocating-piston machines or engines with cylinder axes coaxial with, or parallel or inclined to, main shaft axis the piston motion being transmitted by curved surfaces
- F01B3/06—Reciprocating-piston machines or engines with cylinder axes coaxial with, or parallel or inclined to, main shaft axis the piston motion being transmitted by curved surfaces by multi-turn helical surfaces and automatic reversal
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Description
Die Erfindung betrifft einen Verbrennungsmotor, bei
dem durch Verbrennen eines Kraftstoff-Luft-Gemisches ein
in einem Zylinder bzw. Brennraum auf- und ab- und sich
drehend bewegter Kolben, der über eine Kolbenwelle mit einer
Antriebswelle verbunden ist und auf seinem Außenmantel eine
mit einem der Zylinderinnenwand zugeordneten Führungsbolzen
korrespondierende Führungsrille aufweist, in mehreren Takten
mechanische Arbeit leistet, wobei unterhalb des Kolbens
ein Vorkompressionsraum für die Verbrennungsluft vorgesehen
ist.
Ein derartiger aus der DE 25 52 575 A1 bekannter Verbrennungsmotor bzw. eine Kolben
maschine ist besonders vorteilhaft, weil durch die Drehung
des zwangsweise drehenden Kolbens die notwendige Arbeitskraft
gleich auf die Antriebswelle übertragen wird. Die Drehung
des Kolbens wird dadurch erzwungen, daß auf dem Außenmantel
eine Rille vorgesehen ist, in die ein in der Zylinderwand
steckender Bolzen eingreift. Weiter ist auch vorgesehen,
daß der Raum unterhalb des Kolbens zur Vorkomprimierung
der Verbrennungsluft eingesetzt wird, ohne daß eine Speiche
rung und damit ein Ausgleich dieser vorkomprimierten Verbren
nungsluft vorgesehen ist. Auch steht nur der Raum unmittelbar
unter dem Kolben zur Verfügung, so daß in der Regel die
insgesamt erzeugte vorkomprimierte Verbrennungsluft auch
für den einzelnen Arbeitstakt benötigt wird. Es ist somit
eine gezielte Erzeugung von Druckluft nicht möglich, vor
allen Dingen ist auch keine Möglichkeit gegeben, die je
nach Leistungsbedarf notwendige Druckluftmenge zur Verfügung
zu halten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen
Verbrennungsmotor mit zwangsgedrehtem Zylinder zu schaffen,
der eine gezielte Verbrennungsluftkomprimierung und -bevor
ratung ermöglicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
der Vorkompressionsraum und ein die Kolbenwelle aufnehmender
Raum im Kolben als gemeinsamer Kompressionsraum ausgebildet
sind, der mit einem Verbrennungsluftspeicher verbunden ist.
Gemäß der Erfindung wird somit gelehrt, daß und wie
man gezielt komprimierte Verbrennungsluft erzeugen und vor
halten kann, so daß je nach Leistungsbedarf ein Abruf der
benötigten Verbrennungsluft möglich ist. In allen Drehzahl
bereichen kann nun die benötigte Verbrennungsluft zur opti
malen Leistung zur Verfügung gestellt werden. Vorteilhafter
weise wird für die Vorkompression der Verbrennungsluft ein
Lader nicht benötigt, sondern vielmehr kann der Kolben mit
dem entsprechenden, die Kolbenwelle aufnehmenden Raum zusam
men diese Funktion übernehmen und jeweils die nicht direkt
benötigte Verbrennungsluft/Druckluft dem Verbrennungsluft
speicher zuführen, wo sie für die jeweiligen Drehzahlbe
reiche und den jeweiligen Leistungsbedarf zur Verfügung
gehalten werden.
Um bei den verschiedenen Arbeitstakten den evtl. er
wirtschafteten Überschuß an komprimierter Verbrennungsluft
günstig bevorraten zu können, sieht die Erfindung gemäß einer Weiterbildung vor, daß
der Verbrennungsluftspeicher als gekühlter Druckbehälter
ausgebildet ist. Je nach benötigtem Leistungsbedarf kann
aus diesem gekühlten Druckbehälter Verbrennungsluft entnommen
und dem Brennraum zugeführt werden. Eine Mischung erfolgt
dann im Brennraum.
Eine einwandfreie Weiterführung der insbesondere im
die Kolbenwelle aufnehmenden Raum komprimierten Luft
ist sichergestellt, da weiterbildungsgemäß der Vorkompressionsraum und der Raum
über eine Bohrung miteinander verbunden sind.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus,
daß ein Verbrennungsmotor geschaffen ist, der eine wesentlich
verbesserte Leistungsabgabe und Leistungshöhe aufweist,
der im Aufbau vereinfacht ist und bei dem der Kolben konti
nuierlich und ohne Vorgabe eines oberen und unteren Totpunk
tes auf- und abbewegt werden kann und wo er durch die Erzeu
gung der vorkomprimierten Verbrennungsluft zusätzliche
Arbeit leistet. Dadurch können die Vorteile eines derartigen
mit sich drehendem Kolben ausgerüsteten Verbrennungsmotoren
noch besser ausgenutzt werden, wobei der Kolben über die
Drehbewegung direkt auf die Kolbenwelle einwirkt und immer
und abhängig vom Leistungsbedarf die benötigte Verbrennungs
luft zur Verfügung hat.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegen
standes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausfüh
rungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und
Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
Fig. 1 einen Verbrennungmotor vor dem Zündpunkt,
Fig. 2 den Verbrennungsmotor im Verdichtungs-
und Zündzeitpunkt,
Fig. 3 den Verbrennungsmotor während des Verbren
nungsvorganges,
Fig. 4 den Verbrennungsmotor im Zeitpunkt des
Ausstoßens der Verbrennungsgase,
Fig. 5 den Kolben von unten gesehen,
Fig. 6 den Kolben im Schnitt und
Fig. 7 den Zylinder in vereinfachter Darstellung
mit Führungsbolzen.
Bei dem in Fig. 1 wiedergegebenen Verbrennungsmotor
(1) handelt es sich um einen vom äußeren üblichen Motor
mit Zylinder (2) und darin verschieblich angeordneten Kolben
(3). Es handelt sich hier um einen Viertakter, weshalb zur
weiteren Erläuterung in den Fig. 2 bis 4 die weiteren Takte
wiedergegeben bzw. dargestellt sind.
Der Brennraum (4) liegt zwischen Kolben (3) und der
Wandung des Zylinders (2), während der untere Teil des Motor
gehäuses (5) zur Aufnahme der Antriebswelle (6) dient. Die
Antriebswelle (6) ihrerseits ist über die Kolbenwelle (7)
mit einem endseitigen Zahnrad (8) mit dem Kolben (3) ver
bunden. Die Einzelheiten der Verbindung von Kolben (3) und
Kolbenwelle (7) ist weiter hinten erläutert.
Bei der aus Fig. 1 ersichtlichen Position strömt das
Kraftstoff-Luft-Gemisch über das geöffnete Einlaßventil
(9) in den Brennraum (4) ein. Dieses Kraftstoff-Luft-Gemisch
(10) kann so lange einströmen, bis das Einlaßventil (9)
über eine Nockenwelle (11) wieder geschlossen ist (siehe
Fig. 2).
Bei der aus Fig. 2 ersichtlichen Position wird durch
Verkleinerung des Brennraumes (4) ein engbegrenzter Verdich
tungsraum (15) geschaffen, in den über eine Zündkerze (12)
ein Zündfunke (14) eindringen kann, um das verdichtete Kraft
stoff-Luft-Gemisch (10) zu zünden.
Bei dem weiter oben beschriebenen Vorgang entsteht
Wärme, die zumindest zum Teil dadurch abgeführt werden kann,
daß der Zylinderkopf (16) mit Kühlräumen (17) umgeben ist,
die vom Kühlwasser durchströmt sind.
Aufgrund der Zündung im Verdichtungsraum (15) bzw.
Brennraum (4) wird nun der Kolben (3) nach unten gedrückt,
wobei er zwangsgedreht ist, wie weiter hinten noch erläutert
ist, so daß diese Leistung über die Kolbenwelle (7) auf
die Antriebswelle (6) mit der Zahnfläche (18) übertragen
werden kann. Dabei ist die Kolbenwelle (7) so gelagert,
daß das Zahnrad (8) immer gleichmäßig in die Zahnfläche
(18) eingreifen kann.
Bei Fig. 3 hat der Kolben (3) seinen unteren Totpunkt
erreicht, wobei nun über eine Nockenwelle (20) gesteuert
das Auslaßventil (19) öffnet. Dies erfolgt, weil über den
Nocken der Nockenwelle (20) die Kraft der Ventilfeder (21)
überspielt und der am Ende des Ventilschaftes (23) befind
liche Ventilteller (22) aus seiner Dichtung herausgeschoben
wird.
Mit dem Hochbewegen des Kolbens (3) wird nun das im
Brennraum (4) befindliche Verbrennungsgas aus der Öffnung
in die Leitung (24) hineingedrückt. Weiter oben ist erwähnt,
daß während des Auf- und Abbewegens eine Zwangsdrehung des
Kolbens (3) erfolgt. Dies wird dadurch erreicht, daß auf
bzw. im Innenmantel (28) des Kolbens (3) eine sinusförmig
verlaufende Rille (25) vorgesehen ist, in die der Zylinder
innenwand (27) zugeordnete Führungsbolzen (26) eingreifen.
Bedingt durch diese Zwangsführung des Kolbens (3) muß dieser
sich drehen, wodurch gleichzeitig auch die Kolbenwelle (7)
mitgenommen wird, deren Zahnrad (8) dadurch in die Zahnfläche
(18) eingreifend die Leistung auf die Antriebswelle (6)
weitergibt.
Die Fig. 5 und 6 zeigen einen Kolben (3), in den ein
Mitnahmeteil (30) eingeführt ist und zwar genauer gesagt
in eine senkrecht verlaufende Ausnehmung (31). Diese Aus
nehmung (31 bzw. 34) ist so geformt, daß das Mitnahmeteil
(30) zwar in senkrechter Richtung sich auf- und abbewegen
kann, beim Drehen des Kolbens (3) aber automatisch mitgenom
men wird. Da es sich hier um einen Schnitt durch den Kolben
(3) handelt, ist die Rille (25) nur in einem Teilschnitt
sichtbar. Sie verläuft aber, wie aus Fig. 1 bis 4 ersicht
lich, als Sinuskurve jeweils mit einem bzw. mehreren oberen
Umkehrbögen und unteren Umkehrbögen. Bei dem aus Fig. 1
bis 4 ersichtlichen Ausführungsbeispiel sind es je zwei
obere Umkehrbögen und zwei untere Umkehrbögen.
Zur Verringerung der Reibung ist das Mittelteil des
Kolbens etwas abgesetzt. Bei der aus Fig. 6 ersichtlichen
Ausführung sind die oberen und unteren Absätze (35, 36)
nur in einem relativ engen Bereich vorhanden, so daß sich
ein sehr breiter abgesetzter Teil im Bereich des Außenmantels
(28) ergibt. Diese Ausbildung ist auch für die Schmierung
von Vorteil, zumal eine ausreichende Abdichtung zwischen
Antriebsteil und Verbrennungsteil gegeben ist.
Fig. 7 zeigt einen Schnitt durch einen Zylinder (2),
wobei hier deutlich gemacht ist, daß über die Höhe und
auch über den Umfang gesehen jeweils mehrere Führungsbolzen
(26) zum Einsatz kommen. Sie werden von außen her in den
Zylinder (2) eingesetzt, wozu Bohrungen (39) und Verschrau
schraubungen (40) vorgesehen sind. Mit (41) ist der Zylinderraum
bezeichnet, während (38) gemäß Fig. 6 der Raum ist, der
innerhalb des Kolbens (3) sich volumenmäßig verändert, wenn
der Kolben (3) auf der Kolbenwelle (7) sich auf- und abbe
wegt. Ein Druckausgleich mit dem großen Vorkompressionsraum
(37) wird über eine Bohrung (44) hergestellt. Die sich hier
durch im Vorkompressionsraum (37) ergebende Verdichtung
von Verbrennungsluft wird vorteilhaft ausgenutzt, wobei
hier auf die zeichnerische Erläuterung von Einzelheiten
verzichtet ist.
Nach Fig. 1 wird die bereits angesprochene Vorkom
pression der Verbrennungsluft dadurch erreicht, daß beim
Abwärtsbewegen des Kolbens (3) im Vorkompressionsraum (37)
die dort vorhandene und eingesaugte Verbrennungsluft zwangs
weise verdichtet wird. Das Luftauslaßventil (43) ist dabei
so eingestellt, daß es erst bei Erreichen vorgegebener
Kompressionswerte öffnet. Die kompremierte Verbrennungsluft,
die vorher beim Aufwärtsbewegen des Kolbens (3) über das
Lufteinlaßventil (42) in den Vorkompressionsraum (37) einge
strömt ist, wird dann über eine Leitung (45) einem Druckbe
hälter (46) zugeführt. Über eine Leitung (47) erreicht dann
die komprimierte Verbrennungsluft den Brennraum (4), wenn
dort ein Bedarf gegeben ist.
Die notwendige Kompression im Vorkompressionsraum (37)
und auch zugleich eine Führung für die Kolbenwelle (7) wird
durch das Lager (29) erreicht, das zugleich einen Abschluß
zum Wellenraum (13) darstellt, der mit Öl gefüllt ist.
Aufgrund der Auf- und Abbewegung des Kolbens (3) ver
ändert sich das Volumen des Raums (38) im Kolben (3), in dem
die Kolbenwelle (7) geführt ist. Um hier den nachteiligen
Aufbau eines Druckpolsters zu vermeiden, ist dieser Raum
(38) mit dem Vorkompressionsraum (37) über einen Verbindungs
spalt (44) bzw. eine Bohrung verbunden.
Möglich ist es auch, bei einem derartigen Verbrennungs
motor Verbrennungsgase teilweise in den Brennraum (4) zurück
zuführen.
Fig. 1 zeigt das Ansaugen des Verbrennungsluftgemisches,
Fig. 2 das Verdichten des Verbrennungsluftgemisches, Fig. 3
die Abwärtsbewegung des Kolbens und damit den Zeitpunkt
der Leistung der Arbeit und Fig. 4 den Ausstoß des Verbren
nungsluftgemisches, wobei diese einzelnen Arbeitstakte je
weils gleichzeitig dazu ausgenutzt werden, im Vorkom
pressionsraum (37 bzw. 38) Verbrennungsluft zu komprimieren
und dann dem Behälter (46) zuzuführen, um sie dort zu spei
chern. Aufgrund der Taktverhältnisse wird in diesem Raum
eine größere Menge an Verbrennungsluft eingegeben, so daß
die Druckverhältnisse gezielt verändert und vor allem ver
bessert werden können.
Claims (3)
1. Verbrennungsmotor, bei dem durch Verbrennen eines Kraft
stoff-Luft-Gemisches (10) ein in einem Zylinder (2)
bzw. Brennraum (4) auf- und ab- und sich drehend bewegter
Kolben (3), der über eine Kolbenwelle (7) mit einer
Antriebswelle (6) verbunden ist und auf seinem Außenman
tel (28) eine mit einem der Zylinderinnenwand (27) zuge
ordneten Führungsbolzen (26) korrespondierende Führungs
rille (25) aufweist, in mehreren Takten mechanische
Arbeit leistet, wobei unterhalb des Kolbens (3) ein
Vorkompressionsraum (37) für die Verbrennungsluft vorge
sehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorkom
pressionsraum (37) und ein die Kolbenwelle (7) aufnehmen
der Raum (38) im Kolben (3) als gemeinsamer Kompressions
raum ausgebildet sind, der mit einem Verbrennungsluft
speicher (46) verbunden ist.
2. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Verbrennungsluftspeicher als gekühlter
Druckbehälter (46) ausgebildet ist.
3. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Vorkompressionsraum (37) und der Raum (38)
über eine Bohrung (44) miteinander verbunden sind.
Priority Applications (1)
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| DE19904027533 DE4027533A1 (de) | 1990-08-31 | 1990-08-31 | Verbrennungsmotor mit zwangsweise drehendem kolben |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19904027533 DE4027533A1 (de) | 1990-08-31 | 1990-08-31 | Verbrennungsmotor mit zwangsweise drehendem kolben |
Publications (2)
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ID=6413282
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19904027533 Granted DE4027533A1 (de) | 1990-08-31 | 1990-08-31 | Verbrennungsmotor mit zwangsweise drehendem kolben |
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