DE4029148C1 - Method for producing crown or bridge for dental repair - involves fixed metal parts being held by hole while machined and then replace by pin for insertion into mouth - Google Patents
Method for producing crown or bridge for dental repair - involves fixed metal parts being held by hole while machined and then replace by pin for insertion into mouthInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Herstellung
von Zahnersatzteilen, wie Kronen, Brücken, Teil- oder
Vollprothesen mit einem festsitzenden metalli
schen Primärteil und einem ebenfalls aus Metall ge
fertigten Sekundärteil nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein solches Verfahren wurde bisher angewandt, um
Zahnersatzteile herzustellen, die über einen schwenk
baren Riegel miteinander lösbar befestigt sind. Der
Riegel ist dabei so ausgebildet, daß er über einen
Gelenkstift am Sekundärteil schwenkbar gelagert ist
und in der geschlossenen Stellung in eine Ausnehmung
des Primärteils eingreift.
Die Anwendung der Funkenerosion zur Einarbeitung von
Ausnehmungen für Halteelemente wie Riegel u. dgl. in
das Sekundärteil und das Primärteil ist aus der
EP-B1-00 64 601 bekannt. Das Funkenerosionsverfahren
bietet eine Reihe von Vorteilen. Der Querschnitt der
Ausnehmungen ist durch entsprechende Formgebung der
Elektrode frei wählbar und kann damit auch unter
schiedlichsten handelsüblichen Riegeln genau angepaßt
werden. Außerdem können mit dem Funkenerosionsverfah
ren ohne Schwierigkeiten Ausnehmungen auch in harten
metallischen Werkstoffen eingearbeitet werden.
Bei dem bekannten Verfahren werden die Ausnehmungen
für den Riegel dadurch ausgebildet, daß sie durch
Funkenerosion in das über das Primärteil gestülpte
Sekundärteil und in das Primärteil horizontal ero
diert werden. Dabei wird die Elektrode von der lin
gualen Seite her in horizontaler Richtung angesetzt.
Da die Ausnehmungen in einem Arbeitsgang in das über
das Primärteil gestülpte Sekundärteil und in das
Primärteil eingearbeitet werden, wird mit Sicherheit
eine absolut fluchtende Ausrichtung der beiden Aus
nehmungen erreicht, so daß in beiden Teilen eine
exakte und leichtgängige Führung des später einzu
setzenden Riegels gewährleistet ist. Eine Nacharbeit
der einen oder anderen Ausnehmung entfällt.
Im vorliegenden Fall soll ein Riegel verwendet wer
den, der über einen Gelenkstift am Sekundärteil
schwenkbar gelagert ist. Für diesen Gelenkstift, der
sich im wesentlichen rechtwinklig zum Riegel er
streckt, muß im Sekundärteil eine entsprechende
Bohrung vorgesehen werden, die gleichfalls recht
winklig zu den im wesentlichen horizontal verlau
fenden Ausnehmungen für den Riegel und somit ver
tikal gerichtet ist. Deshalb muß die Bohrung ver
tikal in das Sekundärteil eingetrieben werden, was
zweckmäßigerweise ebenfalls durch Funkenerosion
erfolgt.
Die Einarbeitung der Bohrung für den Gelenkstift muß
demnach in einem weiteren Verfahrensschritt durch
geführt werden, wobei die Elektrode neu angesetzt
und ggf. das aus Primärteil und darüber gestülptem
Sekundärteil gebildete Werkstück zuvor in einer
anderen Lage neu eingespannt werden muß. Diese
Arbeiten erfordern zusätzliche Zeit, die sich in
nicht zu vernachlässigender Weise auf die gesamte
Herstellungsdauer negativ auswirkt.
Da die Bohrung in einer bestimmten Ausrichtung in
das Sekundärteil eingearbeitet werden muß, besteht
außerdem die Gefahr einer Fehlausrichtung. Eine
solche Fehlausrichtung kann dann nur durch Nach
bearbeitung behoben werden, die noch weitere Zeit in
Anspruch nimmt.
Nach Ausbildung der Ausnehmungen für den Riegel
durch horizontale Erodierung und anschließende
Einarbeitung der Bohrung durch vertikale Erodierung
wird der Riegel am Sekundärteil befestigt. Der
Riegel muß dabei in der Ausnehmung des Sekundär
teils eingesetzt und der Gelenkstift durch die
hierzu quer verlaufende Bohrung gesteckt werden.
Hierzu mußte der Riegel in der Ausnehmung so
justiert werden, daß die Bohrung im Riegel mit der
Bohrung im Sekundärteil fluchtet, damit der Ge
lenkstift durch beide Bohrungen gesteckt werden
kann. Dieser Justiervorgang ist jedoch recht mühsam
und kostet zusätzliche Zeit, die sich ebenfalls
negativ auf die gesamte Herstellungsdauer auswirkt.
Um die Effektivität des Verfahrens zu erhöhen, be
steht jedoch ein Bedarf, die für die Durchführung
dieses Verfahrens benötigte Gesamtzeit zu senken.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren
der eingangs genannten Art derart zu verbessern, daß
die zur Durchführung dieses Verfahrens benötigte
Gesamtdauer reduziert werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem
Verfahren der eingangs genannten Art durch die im
kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen
Merkmal gelöst.
Mit Hilfe der Erfindung werden die Ausnehmungen für
den Riegel und die Ausnehmung für den Gelenkstift
- im Gegensatz zum Stand der Technik - in einem ein
zigen Arbeitsgang ausgebildet. Dies wird erfindungs
gemäß dadurch erreicht, daß auch die Ausnehmung für
den Gelenkstift horizontal in das Sekundärteil ero
diert wird, und zwar gleichzeitig mit der horizon
talen Erodierung der Ausnehmungen für den Riegel.
Die Ausnehmung für den Gelenkstift wird demnach nicht
mehr - wie beim Stand der Technik - als vertikale
Bohrung in das Sekundärteil, sondern als vertikal
angeordneter, in Horizontalrichtung verlaufender
Spalt eingearbeitet.
Auf diese Weise entfällt nicht nur ein zusätzlicher
Arbeitsgang zur Ausbildung der Ausnehmung für den
Gelenkstift, sondern es wird dadurch auch das an
schließende Einsetzen des Riegels und des Gelenk
stiftes erheblich vereinfacht. Nach der erfindungs
gemäßen horizontalen Erodierung der gemeinsamen Aus
nehmung für den Riegel und den Gelenkstift kann der
Riegel bereits zusammen mit dem daran gehalterten
Gelenkstift in diese Ausnehmung eingelegt werden.
Der Riegel kann also bereits vor seiner Anbringung
am Sekundärteil mit dem Gelenkstift versehen sein.
Es ist wesentlich einfacher, eine derart vorgefer
tigte und zusammengesetzte Einheit aus Riegel und
Gelenkstift in der erfindungsgemäß horizontal ero
dierten Ausnehmung anzuordnen, als - wie beim Stand
der Technik - den Riegel und den Gelenkstift in ver
schiedene Ausnehmungen getrennt voneinander einzu
setzen, wodurch eine Justierung des Riegels notwen
dig wird. Dieser Justiervorgang entfällt bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren.
Damit der Gelenkstift durch den seitlich offenen
Spalt nicht wieder herausfällt, sondern ein fester
Sitz des Riegels gewährleistet wird, wird der Spalt
anschließend mit Kittmaterial geschlossen. Dieser
Arbeitsgang ist einfach und schnell durchzuführen.
Da mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens die
zeitlichen Einsparungen durch Wegfall eines zusätz
lichen Erodierungsschrittes zur Ausbildung der Aus
nehmung für den Gelenkstift und des Justiervorgangs
zur Justierung von Gelenkstift und Riegel beträcht
lich sind, fällt dieser Arbeitsgang zeitlich nicht
ins Gewicht.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin,
daß eine mögliche Fehlorientierung des Gelenkstiftes
ausgeschlossen wird, da die Ausnehmung für den Ge
lenkstift lagerichtig zusammen mit den Ausnehmungen
für den Riegel in einem einzigen Arbeitsgang
horizontal eingearbeitet wird.
Zuammenfassend ist festzuhalten, daß mit Hilfe der
Erfindung die zur Herstellung von Zahnersatzteilen
der eingangs genannten Art benötigte Zeit erheblich
verkürzt wird, da langwierige Arbeitsgänge, die beim
Stand der Technik notwendig waren, entfallen.
Vorzugsweise besteht das Kittmaterial zum Ver
schließen des Spaltes aus Kompositmaterial.
Bei einer weiteren Ausführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird während der Erodierung der Ausneh
mung für den Riegel ein Abschnitt im Sekundärteil
zur Aufnahme eines kopf- oder wulstartigen Betäti
gungsteils aufgeweitet. Der für die Aufnahme des
Betätigungsteils zusätzlich benötigte Platz kann
daher in demselben Arbeitsgang erodiert werden, in
dem auch die Ausnehmungen für den Riegel und den
Gelenkstift erodiert werden.
Zweckmäßigerweise wird zur horizontalen Erodierung
der Ausnehmungen des Riegels und des Gelenkstiftes
eine einzige Elektrode verwendet, deren Kopf im we
sentlichen die gleiche Form wie der einzusetzende
Riegel mitsamt dem daran gehalterten Gelenkstift
aufweist, wobei jedoch die Abmessungen gegenüber
denen des Riegels und des Gelenkstiftes etwa um die
Breite eines durch die Funkenbildung entstehenden
Spaltes reduziert sind. Diese Elektrode wird von der
lingualen Seite her in horizontaler Richtung derart
angesetzt, daß Ausnehmungen für den Riegel und den
Gelenkstift geschaffen werden, welche den Riegel in
seiner geschlossenen Stellung im wesentlichen auf
nehmen können und ein Herausschwenken des Riegels
erlauben.
Vorzugsweise ist ein den Spalt für den Gelenkstift
erodierender Stift vorgesehen, der an der Elektrode
auswechselbar angebracht ist. Dieser Stift unterliegt
im allgemeinen einer größeren Abnutzung, so daß von
Zeit zu Zeit ein Austausch erforderlich werden kann.
Für eine eventuelle Nachbearbeitung der Ausnehmung
ist gleichfalls ein Austausch des Stiftes sinnvoll.
Um die Abnutzung des Stiftes möglichst gering zu
halten, verwendet man für den Stift vorzugsweise
eine spezielle Kupferlegierung, die eine größere
Steifigkeit aufweist als normales Elektrolytkupfer.
Bei einer Weiterbildung der Elektrode sind die Ober
seite und die Unterseite des Kopfes der Elektrode
spiegelsymmetrisch zu einer mittleren Ebene ausge
bildet. Mit einer derartigen Elektrode kann eine
Ausnehmung mit einer universellen Form erodiert
werden, welche die wahlweise Aufnahme eines Riegels
mit rechts- oder linksseitigem Anschlag erlaubt.
Solche Ausnehmungen können daher sowohl im Ober- als
auch im Unterkiefer mesial oder distal vorgesehen
werden.
Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Erfindung an Hand der beiliegenden Figuren näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ausführung eines Riegels in per
spektivischer Darstellung;
Fig. 2 einen Schnitt durch zwei zusammenge
setzte Zahnersatzteile mit in deren
Ausnehmungen eingesetztem Riegel in
Draufsicht;
Fig. 3a und 3b eine Elektrode zur Durchführung der
Funkenerosion in perspektivischer Dar
stellung; und
Fig. 4 eine Ansicht der lingualen Seite eines
Zahnersatzteils mit darin erodierter
Ausnehmung.
Nachfolgend wird ein Verfahren zur Herstellung von
Zahnersatzteilen wie Kronen, Brücken, Teil- oder
Vollprothesen etc. mit einem festsitzenden metalli
schen Primärteil und einem ebenfalls aus Metall ge
fertigten Sekundärteil beschrieben. Dabei sollen die
Zahnersatzteile so ausgebildet werden, daß das Se
kundärteil am Primärteil lösbar befestigt ist, und
zwar mit Hilfe eines Riegels, wie er in Fig. 1 dar
gestellt ist.
Dieser Riegel besitzt ein Flachteil 2, durch das sich
im rechten Winkel ein Gelenkstift 4 erstreckt. Das
Flachteil 2 weist eine vorspringende Nase 6 auf, die
- wie nachfolgend noch näher beschrieben wird - zur
eigentlichen Verriegelung verwendet wird. Auf der in
Fig. 1 sichtbaren Oberseite des Flachteils 2 ist fer
ner ein wulstartiges Betätigungsteil 8 vorgesehen,
das mit einer nicht dargestellten Griffkerbe versehen
ist. Die Verwendung eines solchen Riegels zur lösba
ren Befestigung von Zahnersatzteilen aneinander wird
nachfolgend an Hand von Fig. 2 kurz beschreiben,
welche den Riegel 1 in Draufsicht zeigt.
Von den Zahnersatzteilen sind in Fig. 2 nur ein fest
sitzendes metallisches Primärteil 10 und ein daran
über den Riegel 1 lösbar befestigtes, ebenfalls aus
Metall gefertigtes Sekundärteil 12 dargestellt. Am
Sekundärteil 12 ist der Riegel 1 mit dem Gelenkstift
4 im wesentlichen horizontal schwenkbar gelagert.
Das Primärteil 10 weist eine Aussparung 14 auf, deren
Form im wesentlichen der Form des vorderen Abschnitts
des Flachteils 2 des Riegels 1 mit der Nase 6 ent
spricht. Das Sekundärteil 12 ist mit einem Durch
bruch 16 versehen, durch den sich der Riegel mit sei
nem Flachteil 2 erstreckt. Oberhalb und unterhalb
des Durchbruches 24 sind im Sekundärteil 12 (in
Fig. 2 nicht sichtbare) Ausnehmungen zur Aufnahme
des Gelenkstiftes 4 vorgesehen.
Fig. 2 zeigt den Riegel 1 in der geschlossenen Stel
lung, in der er mit seiner Nase 6 in die Aussparung
14 eingreift. Dabei schließt der Riegel 1 im wesent
lichen bündig mit der Außenseite des Sekundärteils 12
ab. Lediglich das Betätigungsteil 8 ragt ein wenig
heraus, damit es leichter zum Verschwenken des Rie
gels 1 gegriffen werden kann. Wie aus Fig. 2 ferner
ersichtlich ist, liegt der Riegel 1 in seiner ge
schlossenen Stellung mit seinen Seiten im wesent
lichen flächig an den Seitenflächen der Aussparung 14
und des Durchbruches 16 an.
Nachfolgend wird ein Verfahren beschrieben, bei wel
chem Zahnersatzteile so hergestellt werden, daß der
Riegel 1 gemäß Fig. 1 in den Primär- und Sekundär
teilen 10, 12 gemäß Fig. 2 angeordnet werden kann.
Zunächst wird das Sekundärteil vollständig ausge
arbeitet. Das vollständig ausgearbeitete Sekundär
teil wird dann lagerichtig über das zuvor herge
stellte Primärteil gestülpt. Beispielsweise kann als
Primärteil eine Innenkrone vorgesehen sein, auf die
eine Außenkrone als Sekundärteil aufgesetzt wird.
Nachfolgend werden die in Fig. 2 dargestellte Aus
sparung 14 in das Primärteil 10 und der Durchbruch 16
in das Sekundärteil 12 eingearbeitet. Dies erfolgt
mit Hilfe der Funkenerosion, wobei eine entsprechend
ausgebildete Elektrode von der lingualen Seite her
horizontal angesetzt wird.
Eine derartige Elektrode ist in Fig. 3a gezeigt. Die
Elektrode 20 besitzt einen flachen Steg 22, der in
einem Kopf 24 endet. Wie ein Vergleich zwischen den
Fig. 1 und 3a unschwer erkennen läßt, weist der Kopf
24 der Elektrode 20 im wesentlichen die gleiche Form
wie der in Fig. 1 dargestellte, einzusetzende Riegel 1
mitsamt dem daran gehalterten Gelenkstift 4 auf. Der
Kopf 24 besteht demnach ebenfalls aus einem Flachteil
mit einer am vorderen Ende angesetzten Nase 26. Auf
der Oberseite des Kopfes 24 ist eine wulstartige Er
hebung 28 vorgesehen, die im wesentlichen in ihrer
Form dem Betätigungsteil 8 entspricht. Gleichfalls ist
ein Stift 30 vorgesehen, welcher in Lage und Anordnung
dem Gelenkstift 4 entspricht. Der Stift 30 ist an der
Elektrode 20 auswechselbar angeordnet.
Die Elektrode 20 kann z. B. aus Kupfer oder Graphit
entsprechend den zu verarbeitenden Materialien be
stehen. Da der Stift 30 einer besonders hohen Abnut
zung ausgesetzt ist, verwendet man für den Stift 30 im
allgemeinen eine spezielle Kupferlegierung, die eine
größere Steifigkeit als normales Elektrolytkupfer
aufweist.
Wie aus Fig. 3b zu erkennen ist, weist die gegenüber
liegende Seite ebenfalls eine weitere wulstartige
Erhebung 28′ auf, die in Lage und Ausrichtung mit der
wulstartigen Erhebung 28 (vgl. Fig. 3a) übereinstimmt.
Bei dieser Ausführung sind demnach die beiden Seiten
der Elektrode 20 spiegelsymmetrisch zu einer mittleren
Ebene ausgebildet. Daraus ergibt sich eine universelle
Verwendungsmöglichkeit, wie später noch näher beschrie
ben wird.
Das Funkenerosionsverfahren bietet eine Reihe von Vor
teilen. Der Querschnitt der auszubildenden Ausnehmun
gen ist durch entsprechende Formgebung der Elektrode
frei wählbar und kann damit - wie zuvor beschrieben
wurde - den zu verwendenden Riegeln genau angepaßt
werden. Da allerdings durch die Funkenbildung ein
kleiner Spalt zwischen der Elektrode und der erodier
ten Ausnehmung entsteht, müssen die Abmessungen der
Elektrode 20 gegenüber denen des Riegels 1 und des
Gelenkstiftes 4 etwa um die Breite des durch die
Funkenbildung entstehenden Spaltes reduziert sein.
Die Aussparung 14 und der Durchbruch 16 (vgl. Fig. 2)
werden nun in einem einzigen Arbeitsgang in das über
das Primärteil 10 gestülpte Sekundärteil 12 und in das
Primärteil 10 eingearbeitet. Hierzu wird die Elektrode
20 in Pfeilrichtung 31 (vgl. Fig. 3a) von der lingualen
Seite her horizontal an das Sekundärteil 12 angesetzt.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, wird durch diesen Vor
gang eine Ausnehmung 36 gebildet, die zur lingualen
Seite des Sekundärteils 12 hin offen ist. In Fig. 4
ist die linguale Seite eines Zahnersatzteils 32 dar
gestellt, das aus dem Sekundärteil 12 und einer darauf
sitzenden Verblendung 34 besteht. Die durch die
Funkenerosion gebildete Ausnehmung 36 weist einen ho
rizontal verlaufenden Abschnitt auf, welcher im Sekun
därteil 12 den Durchbruch 16 und im Primärteil 10 die
dahinterliegende Aussparung 14 bildet (vgl. Fig. 2) .
An dem einen Ende 16a ist der Durchbruch 16 wulstartig
aufgeweitet, um das Betätigungsteil 8 aufnehmen zu
können.
Wie aus Fig. 4 ferner zu erkennen ist, weist die Aus
nehmung 36 einen Spalt 38 auf, der im wesentlichen
rechtwinklig zum Durchbruch 16 verläuft. Dieser Spalt
38 wird in das Sekundärteil 12 durch den Stift 30 der
Elektrode 20 erodiert. Auf diese Weise erhält die Aus
nehmung 36 im Sekundärteil 12 eine im wesentlichen
kreuzschlitzartige Form.
Da die Ausnehmungen 16, 14 und 38 für den Riegel 1 und
den Gelenkstift 4 in das über das Primärteil 10 ge
stülpte Sekundärteil 12 und in das Primärteil 10 in
einem einzigen Arbeitsgang durch horizontale Funken
erosion eingearbeitet werden, wird mit Sicherheit eine
absolut fluchtende Ausrichtung von Durchbruch 16 und
Aussparung 14 und lagerichtige Anordnung des den Ge
lenkstift 4 aufnehmenden Spaltes 38 erreicht, so daß
im Primär- und Sekundärteil 10 und 12 eine exakte und
leichtgängige Führung des anschließend eingesetzten
Riegels 1 gewährleistet ist. Eine Nacharbeit der einen
oder anderen Ausnehmung entfällt.
Nachdem die Ausnehmung 36 gemäß Fig. 4 hergestellt
worden ist, wird der Riegel 1 zusammen mit dem daran
gehalterten Gelenkstift 4 entsprechend der Darstellung
von Fig. 1 in diese Ausnehmung 36 eingelegt. Damit der
Gelenkstift 4 aus dem Spalt 38 nicht herausfällt und
ein fester Sitz des Riegels 1 gewährleistet wird, wird
nach dem Einlegen des Riegels 1 und des daran gehal
terten Gelenkstiftes 4 der Spalt 38 mit Komposit
material geschlossen.
Die Riegel müssen wahlweise im Ober- oder Unterkiefer,
und zwar links- oder rechtsseitig mit Anschlag mesial
oder distal, eingesetzt werden. Dazu ist es erforder
lich, daß auch Riegel mit einer gegenüber dem Riegel 1
gemäß Fig. 1 spiegelbildlichen Form eingesetzt werden.
Ferner ist es auch denkbar, den in Fig. 1 dargestell
ten Riegel 1 an seiner Unterseite gleichfalls mit
einem wulstartigen Betätigungsteil zu versehen, das in
Lage und Ausrichtung mit dem Betätigungsteil 8 über
einstimmt, so daß die Ober- und die Unterseite des
Riegels spiegelsymmetrisch zu einer mittleren Ebene
ausgebildet sind. Für solche Riegel kann die an Hand
von Fig. 3 beschriebene Elektrode 20 universell ver
wendet werden, da diese gleichfalls spiegelsymmetrisch
zu einer mittleren Ebene ausgebildet ist. Es ist jedoch
auch denkbar, die eine Seite der Elektrode plan auszu
bilden, so daß die Aufweitung 16a im Durchbruch 16
(vgl. Fig. 4) nicht spiegelsymmetrisch zur Mittelebene
des Durchbruches 16, sondern nur zu der einen oder
anderen Seite ausgebildet wird. In diesem Falle müssen
jedoch zwei spiegelbildlich geformte Elektroden bereit
gestellt werden.
Die an Hand von Fig. 3 beschriebene Elektrode weist
eine bestimmte Form auf, die mit der Form des in Fig. 1
dargestellten Riegels übereinstimmt. Gleichwohl sind
auch andere Formen denkbar, da die Formgebung der
Elektrode frei wählbar und den unterschiedlichsten
Riegeln genau angepaßt werden kann. Entscheidend ist,
daß an der Elektrode ein Element, im allgemeinen ein
Stift, vorgesehen ist, welches während der horizontalen
Erodierung der Ausnehmungen eine gleichzeitige horizon
tale Erodierung des vertikalen Spaltes 38 für die Auf
nahme des Gelenkstiftes bewirkt.
Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung von Zahnersatzteilen, wie z. B.
Kronen, Brücken, Teil- oder Vollprothesen, mit
einem festsitzenden metallischen Primärteil (10) und
einem ebenfalls aus Metall gefertigten Sekundärteil
(12), das am Primärteil (10) über einen Riegel (1)
lösbar befestigt ist, der über einen Gelenkstift (4)
am Sekundärteil (12) schwenkbar gelagert ist und in
der geschlossenen Stellung in eine Ausnehmung (14) des
Primärteils (10) eingreift, bei welchem
- - zunächst das Sekundärteil (12) vollständig ausge arbeitet wird,
- - das vollständig ausgearbeitete Sekundärteil (12) dann lagerichtig über das Primärteil (10) gestülpt wird,
- - anschließend Ausnehmungen (16, 14) für den Riegel durch Funkenerosion in das Sekundärteil (12) und das Primärteil (10) erodiert werden und
- - eine Ausnehmung für den Gelenkstift (4) ebenfalls durch Funkenerosion in das Sekundärteil (12) erodiert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Ausnehmung für den Gelenkstift (4) die Aus nehmung (16) für den Riegel (1) im Sekundärteil (12) als Spalt (38) schneidet und in demselben Arbeitsgang erodiert wird, in dem auch die Ausneh mungen (16, 14) für den Riegel (1) erodiert werden, so daß eine gemeinsame, im wesentlichen kreuzschlitz förmige Ausnehmung (36) gebildet wird,
- - in diese gemeinsame Ausnehmung (36) der Riegel (1) zusammen mit dem daran gehalterten Gelenkstift (4) eingelegt wird, und
- - der den Gelenkstift (4) aufnehmende Spalt (38) an schließend mit Kittmaterial geschlossen und dadurch auch der Gelenkstift (4) dauerhaft im Sekundärteil (12) derart befestigt wird, daß die Verschwenkbarkeit des Riegels (1) trotzdem gewährleistet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kittmaterial aus Kompositmaterial besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß während der Erodierung der Ausnehmung
(16) für den Riegel (1) ein Abschnitt (16a) im Sekun
därteil (12) zur Aufnahme eines kopf- oder wulstartigen
Betätigungsteils (8) aufgeweitet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Erodierung
der Ausnehmungen (16, 14, 38) des Riegels (1) und des
Gelenkstiftes (4) eine einzige Elektrode (20) verwendet
wird, deren Kopf (24) im wesentlichen die gleiche Form
wie der einzusetzende Riegel (1) mitsamt dem daran ge
halterten Gelenkstift (4) aufweist, bei dem jedoch die
Abmessungen gegenüber denen des Riegels (1) und des
Gelenkstiftes (4) etwa um die Breite des durch die
Funkenbildung entstehenden Spaltes reduziert sind.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Elektrode (20) ein den Spalt (38) für den
Gelenkstift (4) erodierender Stift (30) auswechselbar
angebracht ist.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Oberseite und die Unterseite des
Kopfes (24) der Elektrode (20) spiegelsymmetrisch zu
einer mittleren Ebene ausgebildet sind.
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|---|---|
| DE (1) | DE4029148C1 (de) |
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