DE4030665C1 - Regulating RPM of drive motor(s) of load-excited screening machine - supplying actual oscillating value to regulator and measuring resultant power output of motor(s) - Google Patents
Regulating RPM of drive motor(s) of load-excited screening machine - supplying actual oscillating value to regulator and measuring resultant power output of motor(s)Info
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung der
Drehzahl von zumindest einem Antriebsmotor einer belager
regten Siebmaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentan
spruchs 1.
Aus der DE-PS 38 21 689 ist eine Siebmaschine bekannt, die
aus zwei relativ zueinander schwingenden Rahmen mit
Querträgern besteht, wobei die Rahmen derart angeordnet
sind, daß die Querträger der Rahmen jeweils paarweise
ineinandergreifen. Ein an den Querträgern befestigter
Siebbelag wird bei gegensinniger Schwingbewegung der
beiden Rahmen abwechselnd gespannt und entspannt. Die
Schwingbewegung der Rahmen wird durch zumindest einen an
einem Rahmen befestigten Unwucht-Schwingungserreger, der
eine gerichtete Fliehkraft erzeugt und über einen Motor
angetrieben wird, erreicht. Durch das Spannen und
Entspannen des Siebbelags erfährt das Siebgut eine
Beschleunigung, die sogenannte Produktbeschleunigung, so
daß eine Auflockerung und somit eine Entmischung des
Korngemisches bewirkt wird.
Da mit der beschriebenen Siebmaschine unterschiedliche
Siebgüter gesiebt werden, die sich in den Materialeigen
schaften wie der Materialfeuchtigkeit, Größe der Körnung
und der Höhe der prozentualen Verunreinigung unterscheiden
können und auch die Materialbeladung auf die Siebmaschine
schwanken kann, ist die Dämpfung, die das Siebgut auf die
Maschine ausübt, unterschiedlich. Zwar ist bei dieser
Siebmaschine vorgesehen, die Drehzahl des Antriebsmotors
oder die Unwucht der Unwuchtschwingungserreger nach den zu
siebenden Siebgütern auszuwählen, jedoch besteht die
Gefahr, daß bei schwankenden Dämpfungswerten der Siebbelag
sich mit anhaftendem Siebgut zusetzt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren der eingangs genannten Gattung dahingehend
weiterzubilden, daß für unterschiedliche zu siebende
Materialien selbst bei schwankender Materialbeladung der
Siebmaschine unter Sicherstellung eines weitgehend
störungsfreien Siebvorganges das Siebergebnis verbessert
wird.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des
Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, daß
für unterschiedliche Siebgüter und/oder unterschiedliche
Materialbeladung selbsttätig ein neuer Schwingungs-
Sollwert vorgegeben wird und der gemessene Schwingungs-
Istwert auf diesen Schwingungs-Sollwert nachgeregelt
wird. Durch eine sofortige Vorgabe eines neuen an das
Siebgut und/oder die Beladung angepaßten Schwingungs-
Sollwertes kann jederzeit ein gutes Siebergebnis erzielt
werden. Die Produktbeschleunigung stellt sich dabei so
groß ein, daß das Siebgut tatsächlich gesiebt wird und der
Siebbelag sich nicht mit anhaftendem Siebgut zusetzt.
Weiterhin wird die Standzeit der Siebbeläge in belagerreg
ten Siebmaschinen erhöht, da das jeweilige Siebgut nur mit
der zur Erzielung eines guten Siebergebnisses notwendigen
Beschleunigung beaufschlagt wird. Mit der vorliegenden
Erfindung wird ein unregelmäßiger Materialzufluß nivel
liert. Durch die an das Siebgut und/oder die Beladung der
Siebmaschine angepaßte Schwingungs-Sollwert-Vorgabe wird
die Effektivität und damit die Wirtschaftlichkeit des
Siebvorganges verbessert. Vorteilhafte Weiterbildungen des
Verfahrens ergeben sich aus den in den Unteransprüchen
angegebenen Merkmalen.
Die vorliegende Erfindung ist schematisch in dem Block
schaltbild in Fig. 1 dargestellt und wird im einzelnen
nachfolgend näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine belagerregte Siebmaschine 1 und eine
dazugehörige Auswerteeinheit 15 und Regeleinrichtung 2.
Unter belagerregten Siebmaschinen versteht man allgemein
Siebmaschinen, mit einer Vielzahl zur Siebguttransport
richtung quer angeordneter, zueinander paralleler
Querträger, auf oder zwischen denen ein biegsamer
Siebbelag befestigt ist, wobei die Querträger mindestens
zwei Bewegungssystemen zugeordnet sind und gegeneinander
beweglich sind. Die zwei Bewegungssysteme sind derart
angetrieben, daß einander benachbarte Querträger sich
abwechselnd nähern und voneinander weg bewegen, so daß
sich die zwischen zwei Querträgern aufgespannte Siebfläche
abwechselnd spannt und entspannt. Die Siebmaschine 1 nach
Fig. 1 besteht aus zwei schwingfähig auf einem ortsfesten
Grundgestell 13 abgestützten Rahmen 3, 4, die in Förder
richtung relativ zueinander beweglich sind. Die gegensin
nige Schwingbewegung der beiden Rahmen 3, 4 wird durch
stirnseitig an den Rahmen 3, 4 angeordnete als Richter
reger ausgebildete Unwucht-Schwingungserreger 7, 8
erzeugt, die jeweils eine gerichtete, um 180° phasenver
schobene, gleich große Fliehkraft erzeugen. Die Unwucht-
Schwingungserreger werden jeweils über eine Gelenkwelle 9,
10 durch je einen Antriebsmotor 11, 12 angetrieben, wobei
die Antriebe synchronisiert sind. Die Rahmen 3, 4 weisen
jeweils in gleich großen Abständen befestigte Querträger
5, 6 auf und sind derart ineinandergesetzt, daß die
Querträger 5, 6 der Rahmen jeweils abwechselnd in Förder
richtung in einer horizontalen Ebene angeordnet sind. Ein
nicht dargestellter, flexibler Siebbelag ist an den
Querträgern 5, 6 befestigt und wird bei gegensinniger
Schwingbewegung der beiden Rahmen 3, 4 zwischen zwei
Querträgern 5, 6 abwechselnd gespannt und entspannt. Ein
auf dem Siebbelag befindliches Siebgut erfährt durch das
ständig abwechselnde Spannen und Entspannen des Siebbelags
eine Beschleunigung. Diese Produktbeschleunigung kann
durch Ändern der Unwucht des Unwuchtschwingungserregers 7,
8 und/oder durch Ändern der Drehzahl der Antriebsmotoren
11, 12 beeinflußt werden. Bei Schwingungsmaschinen, die in
der Nähe der Resonanz betrieben werden (Resonanzsysteme)
kann die Produktbeschleunigung zusätzlich durch Ändern der
Relativbewegung der Querträger 5, 6 eingestellt werden,
indem der Abstand der Betriebsdrehzahl zur Resonanzdreh
zahl der Siebmaschine verändert wird. Die Größe der
Relativbewegung der Querträger zueinander wird Spannweg
genannt.
An einem schwingfähigen Teil der Siebmaschine 1 beispiels
weise an einem der beiden Rahmen 3, 4 ist ein Schwingungs
aufnehmer 14 angeordnet. Dieser Schwingungsaufnehmer
ermittelt einen das Schwingungsverhalten kennzeichnenden
Istwert (Schwingungs-Istwert) und kann beispielsweise als
Beschleunigungsaufnehmer, Schwinggeschwindigkeitsaufnehmer
oder Schwingwegaufnehmer ausgebildet sein. In dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist ein Beschleuni
gungsaufnehmer 14 angeordnet, der die Beschleunigung des
Rahmens 3, 4 aufnimmt und diesen Beschleunigungs-Istwert
einem Summierglied 16 der Regeleinrichtung 2 zuführt. Das
Summierglied 16 bildet die Differenz eines von der
Auswerteeinheit 15 vorgegebenen Beschleunigungs-Sollwertes
und des von dem Beschleunigungsaufnehmer 14 zugeführten
Beschleunigungs-Istwertes des Rahmens 3, 4. Diese
Differenz wird einem dem Summierglied 16 nachgeschalteten
Regler 17 als Regelabweichung zugeführt, der anhand einer
den Regler 17 charakterisierenden Kennlinie den Beschleu
nigungs-Istwert dem Beschleunigungs-Sollwert nachregelt.
Ein der Regelabweichung entsprechendes Ausgangssignal des
Reglers 17 wird anschließend einem Frequenzumformer 18
zugeführt, der dieses Signal in eine entsprechende
Frequenz umsetzt. Mit dieser Frequenz als Ausgangssignal
des Frequenzumformers 18 werden die Antriebsmotoren 11, 12
gespeist und arbeiten nun mit einer dementsprechenden
Drehzahl. Durch die geänderte Drehzahl der Antriebsmotoren
11, 12 und somit der Unwuchtschwingungserreger 7, 8,
ändert sich die Größe der resultierenden Fliehkraft. Eine
Änderung der resultierenden Fliehkraft bewirkt eine
Änderung der Beschleunigung der Rahmen 3, 4 und bei einer
Siebmaschine, die in der Nähe der Resonanz betrieben wird
(Resonanzmaschine), ändert sich zusätzlich der Schwingweg
der Siebmaschine 1 und damit ändert sich auch die
Produktbeschleunigung. Da die Produktbeschleunigung
selbst nicht meßtechnisch erfaßt werden kann, wird sie aus
den gemessenen Schwingungswerten rechnerisch bestimmt.
Damit für unterschiedliche Siebgüter jeweils ein dem
Siebgut angepaßter Beschleunigungs-Sollwert in der
Auswerteinheit 15 bestimmt werden kann, der von der
Dämpfung, die das Siebgut auf die Maschine 1 ausübt,
abhängig ist, wird eine Größe, die proportional der
aufgenommenen Wirkleistung zumindest eines Antriebsmotors
ist, gemessen. Diese Größe kann beispielsweise die
Stromaufnahme, die Leistungsaufnahme oder der Schlupf der
Antriebsmotoren sein. In diesem Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 1 wird die Stromaufnahme der beiden Antriebsmotoren
11, 12 gemessen und ebenfalls als Eingangssignal der
Auswerteeinheit 15 zugeführt.
Die Stromaufnahme stellt ein Maß für die Dämpfung, die das
zu siebende Gut auf die Maschine ausübt, dar und ändert
sich bei unterschiedlichen Siebgütern in Abhängigkeit von
Korngröße des Siebgutes, Dichte des Siebgutes, Feuchtege
halt des Siebgutes, im Siebgut enthaltenen Verunreinigun
gen oder auch bei schwankendem Durchsatz bzw. unterschied
licher Beladung der Siebmaschine 1. In Abhängigkeit von
der gemessenen Stromaufnahme der beiden Antriebsmotoren
11, 12 als Maß für die Dämpfung, wird in der Auswerteein
heit 15 ein dem Siebgut angepaßter Beschleunigungs-
Sollwert ermittelt. Dieser Beschleunigungs-Sollwert wird
anhand von in der Auswerteeinheit 15 abgelegten Kennlinien
ermittelt. Zur Bestimung der Kennlinien, die die Abhängig
keit zwischen Stromaufnahme, Dämpfung und erforderlicher
Produktbeschleunigung festlegen, werden Kalibrierläufe
durchgeführt. Der so ermittelte Beschleunigungs-Sollwert
wird als Ausgangssignal der Auswerteeinheit 15 dem
Summierglied 16 zugeführt.
Zur Bestimmung des Schwingungs-Sollwertes kann zusätzlich
zur Messung der Stromaufnahme, der elektrischen Leistungs
aufnahme oder des Schlupfs der Antriebsmotoren die
Beladung der Siebmaschine herangezogen werden.
Mit der Ermittlung der Stromaufnahme kann nur ein
Summeneffekt der Dämpfung, der sich aus den Materialeigen
schaften des Siebgutes und der Beladung der Siebmaschine
zusammensetzt, erfaßt werden.
Durch die zusätzliche Bestimmung der Beladung der
Siebmaschine können die Einflußgrößen - das sind die
Materialeigenschaften und die Beladung der Siebmaschine -
der Dämpfung genauer unterschieden werden. Die Materialei
genschaften wie z. B. der Feuchtegehalt des Siebgutes kann
zusätzlich mit einem Sensor erfaßt werden und zur
Ermittlung des Beschleunigungs-Sollwertes herangezogen
werden.
Bei gleichbleibenden Materialeigenschaften des Siebgutes,
jedoch schwankender Durchsatzleistung genügt eine
Gewichtserfassung des Siebgutes, um einen Beschleunigungs-
Sollwert zu ermitteln.
Die Beladung des Siebmaschine kann durch eine Gewichtser
fassung des auf die Siebmaschine 1 aufgegebenen Siebgutes
ermittelt werden. Die Gewichtserfassung kann beispiels
weise durch eine nicht dargestellte Bandwaage oder
indirekt über eine Schütthöhenabtastung 19 erfolgen oder
wenn die Siebmaschine über Federn abgestützt ist, über den
Federweg ermittelt werden, wobei die hierbei ermittelte
Meßgröße ebenfalls der Auswerteeinheit 15 als Eingangssi
gnal zugeführt und ebenfalls zur Ermittlung des Beschleu
nigungs-Sollwertes herangezogen werden kann.
Claims (8)
1. Verfahren zur Regelung der Drehzahl von zumindest
einem Antriebsmotor, der einen an zumindest einem
schwingfähig gelagerten Rahmen angeordneten Schwin
gungserreger einer belagerregten Siebmaschine
antreibt, dadurch gekennzeichnet, daß an zumindest
einem schwingfähigen Teil der Siebmaschine (1) ein das
Schwingungsverhalten kennzeichnender Istwert (Schwin
gungs-Istwert) gemessen und einer Regeleinrichtung (2)
als Eingangssignal zugeführt wird, und in Abhängigkeit
von einem der Regeleinrichtung (2) vorgebbaren
material- und/oder beladungsabhängigen Schwingungs-
Sollwert ein Ausgangssignal der Regeleinrichtung die
Drehzahl von zumindest einem Antriebsmotor (11, 12)
regelt und die aufgenommene Wirkleistung oder eine ihr
proportionale Größe von mindestens einem Antriebsmo
tor (11, 12) gemessen wird, und bei Änderung der
aufgenommenen Wirkleistung oder einer ihr proportiona
len Größe, selbsttätig ein neuer material- und/oder
beladungsabhängiger Schwingungs-Sollwert vorgegeben
wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Istwert an einem Rahmen (3, 4)
gemessen wird.
3. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß
als Istwert ein
Schwinggeschwindigkeitswert verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl derart
geregelt wird, daß der
Istwert mit dem Sollwert
übereinstimmt.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromauf
nahme von einem Antriebsmotor (11, 12) gemessen und
einer Auswerteeinheit (15) zugeführt wird, und zur
Sollwertvorgabe herangezogen wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein der
Beladung der Siebmaschine entsprechender Wert
ermittelt wird, und zur Sollwertvorgabe herangezogen
wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein den
Feuchtegehalt des Siebgutes entsprechender Wert
ermittelt wird, und zur Sollwertvorgabe herangezogen
wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Gewichts
erfassung des Siebgutes durchgeführt wird, und zur
Sollwertvorgabe herangezogen wird.
Priority Applications (1)
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| DE19904030665 DE4030665C1 (en) | 1990-09-28 | 1990-09-28 | Regulating RPM of drive motor(s) of load-excited screening machine - supplying actual oscillating value to regulator and measuring resultant power output of motor(s) |
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| DE19904030665 Expired - Fee Related DE4030665C1 (en) | 1990-09-28 | 1990-09-28 | Regulating RPM of drive motor(s) of load-excited screening machine - supplying actual oscillating value to regulator and measuring resultant power output of motor(s) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4030665C1 (de) |
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