DE4030990A1 - Vorrichtung zur daempfung von torsionsschwingungen - Google Patents
Vorrichtung zur daempfung von torsionsschwingungenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Dämpfung von
Torsionsschwingungen.
Bei Fahrzeugen in Cabriolet-Bauweise treten aufgrund der Struktur und somit
der geringeren Torsionssteifigkeit gegenüber Coupes
Torsionseigenschwingungen auf, die insbesondere im Bereich der
Windschutzscheibe derartige Vibrationen bzw. Schwingungsausschläge
verursachen, daß der an der Windschutzscheibe befestigte Rückblickspiegel
solche Schwingungen ausführt, daß ein Rückblick durch den Spiegel erschwert
wird.
Schwingungstilger sind für die verschiedenen Anwendungsbereiche im
Fahrzeugbau, wie z. B. an der Antriebswelle (DE-OS 36 32 418) und an
Antriebseinheiten (DE-PS 31 25 830) bekannt. Diese Tilger sind in
elastischen Buchsenhaltern, welche aufgrund der Platzverhältnisse einen zur
optimalen Schwingungsdämpfung entsprechenden Bauraum einnehmen können.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Schwingungstilger in einem
Cabriolet-Fahrzeug zu schaffen, der eine optimal abgestimmte Tilgung von
Schwingungen auf Torsionseigenfrequenzen des Fahrzeugs gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1
gelöst. Weitere vorteilhafte Merkmale beinhalten die Unteransprüche.
Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile bestehen darin, daß
die Schwingungen am Rahmen der Windschutzscheibe über einen metallischen
Massetilger soweit abgebaut werden können, daß ein ungehinderter Rückblick
durch den an der Windschutzscheibe oder am Rahmen befestigten Spiegel
ermöglicht wird. Darüber hinaus wird auch das übrige Schwingungsverhalten,
insbesondere im Armaturenbereich mit Lenkrad, deutlich verbessert.
Der Tilger ist je nach Bauart des Fahrzeugs bzw. des
Windschutzscheibenrahmens innerhalb dieses Rahmens zwischen verbundenem
Profil streben oder außerhalb des Rahmens elastisch über Lager gehalten. Der
Tilger ist am oberen Rahmen der Windschutzscheibe befestigt und aufgrund der
sehr beengten Platzverhältnisse sind zur optimalen Dämpfung der Schwingungen
elastische Schublager mit einer Höhe erforderlich, die in etwa der Höhe des
Tilgers bzw. der lichten Höhe der verbundenen Profilstreben entspricht.
Die elastischen Lager sind vorzugsweise an den beiden freien Enden der
Tilgermasse angeordnet und mit ihrem einen unteren Ende an einer
Profilstrebe und mit ihrem anderen oberen Ende mit der Masse des Tilgers
verbunden, so daß eine optimale Länge des Elastomer-Körpers erzielbar ist.
Durch diese Anordnung des Lagers wird in vorteilhafter Weise ein statisch
auf Druck beanspruchtes Lager erzielt, was sich in Bezug auf Dauerfestigkeit
zur Dämpfung von Torsionseigenfrequenzen im Bereich des
Windschutzscheibenrahmens günstig auswirkt.
Die Tilgermasse kann am freien Ende auch von einem Halter umgriffen sein,
dessen einer vorragender Schenkel mit dem Elastomer-Körper des Lagers
verbunden ist und der mit einer Konsole verbunden ist, die seitliche längs-
und stirnseitige Queranschläge aufweist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und
werden im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Einbauortes des
Schwingungstilgers,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung Z aus Fig. 1 des Schwingungstilgers im
oberen Scheibenrahmen,
Fig. 3 eine Anordnung des Schwingungstilgers im oberen
Scheibenrahmen mit einem endseitigen elastischen Lager, wobei nur
die eine Hälfte des Tilgers gezeigt ist,
Fig. 4 eine Einzelheit der Konsole für den Elastomer-Körper in
schaubildlicher Darstellung,
Fig. 5 einen Querschnitt durch den oberen Scheibenrahmen einer
Windschutzscheibe mit zwischen zwei Profilstreben eingekapseltem
Tilger, und
Fig. 6 einen Querschnitt durch den oberen Scheibenrahmen einer
Windschutzscheibe mit einem aufgesetzten Tilger, der unterseitig
über eine Blende abgedeckt ist.
Die Vorrichtung 1 zur Dämpfung von Torsionsschwingungen umfaßt im
wesentlichen einen Tilger 2 am oberen Scheibenrahmen 3 bzw. am Dachrahmen
einer Windschutzscheibe 4, welcher in elastischen Lagern 5 und 6 in
Pfeilrichtungen 7 und 8 annähernd horizontal schwingend bewegbar angeordnet
ist. Der Tilger 2 besteht aus einem metallischen Werkstoff mit einer
möglichst großen spezifischen Dichte, wie z. B. Stahl, Blei oder dergleichen
Werkstoff und ist endseitig, d. h. an seinen freien Enden 9 und 10 in den
elastischen Lagern 5 und 6 gehalten. Es können auch mehr als zwei Lager zur
Befestigung des Tilgers 2 vorgesehen sein, so können diese Lager z. B. über
die Länge des Tilgers verteilt angeordnet werden.
Der Tilger 2 ist symmetrisch zur Mittellängsachse X-X des Fahrzeugs
innerhalb des Rahmens 3 oder außerhalb des Rahmens 3′ angeordnet. Der
Einbauort des Tilgers 2 ist abhängig von der Bauart des Rahmens, d. h. wenn
der Platz zur Unterbringung des Tilgers 2 mit den elastischen Lagern 5 und 6
zwischen den Profilstreben 11 und 12 des Rahmens 3 ausreichend ist, wird
eine innere Anordnung vorgesehen, wie Fig. 3 und 5 näher zeigen. Dagegen
wird eine außenliegende Anordnung des Tilgers 2 vorgenommen, wenn kein Platz
zwischen den Profilstreben 11′, 12′ vorhanden ist, wie die Ausführung gemäß
Fig. 6 zeigt. Bei diesem Tilger 2 ist eine mittige Lagerung über ein
Schublager gemäß Fig. 3 vorgesehen. An den freien Enden des Tilgers sind in
einer horizontalen Ebene ausgerichtete Lager angeordnet, die in
Längsrichtung (Fahrtrichtung F) eine größere Steifigkeit als in Querrichtung
aufweisen.
Die Lager 5 und 6 des Tilgers 2 sind als elastische Schublager ausgeführt
und statisch auf Druck beansprucht. Sie weisen eine zur optimalen Dämpfung
der Torsionseigenfrequenzen des Fahrzeugs und zur Gewährleistung der
Dauerhaltbarkeit bestimmte Höhe auf, welche in etwa der lichten Höhe
zwischen den Profilstreben 11 und 12 des Windschutzscheibenrahmens 3
entspricht.
Wie in den Fig. 3 und 4 näher gezeigt, ist zur Aufnahme und Festlegung der
Lager 5 und 6 eine Konsole 13 vorgesehen, die den Elastomer-Körper 14 der
Lager 5 und 6 quasi umschließt und deren Stirnwand 15 einen Queranschlag und
deren beide Seitenwände 16 Längsanschläge bilden. Mit dem Tilger 2 ist der
Elastomer-Körper an seinem der Befestigung an der Konsole 13
gegenüberliegenden Ende 17 über einen vorragenden Halter 18 befestigt, der
über einen weiteren Halter 18′ das freie Ende 9 des Tilgers 2 zwischen sich
haltend aufnimmt.
Der Tilger 2 soll die sich am oberen Rahmen 3 als Schwingung in Querrichtung
des Fahrzeugs auswirkende Torsionseigenfrequenz des Cabriolet-Fahrzeugs
dämpfen, wozu die Tilgermasse zum einen in definiert elastischen Lagern 5
und 6 gehalten ist und zum anderen zwischen den Profilstreben 11 und 12 bzw.
11′, 12′ jeweils ein Freiraum mit Abstand a vorhanden ist, so daß ein
nachteiliges Anstoßen an den Profilstreben unterbunden wird. Insbesondere
weisen die Lager in Querrichtung eine weichere Kennung als in Hochrichtung Y
auf. Eine Bewegung des Tilgers in Querrichtung (Pfeilrichtung 7, 8) kann bis
zu 20 mm Differenz zum Ruhezustand ausmachen.
Bei einer außenliegenden Anordnung des Tilgers 2 gemäß Fig. 6 wird dieser
über eine zusätzliche Blende abgedeckt, die gleichzeitig als Fangvorrichtung
für den Tilger 2 dient.
Vorzugsweise ist der Tilger 2 einteilig ausgebildet und dem Konturenverlauf
des Rahmens 3, 3′ angepaßt, d. h., der Tilger 2 ist dem Verlauf des Rahmens
3, 3′ angepaßt, so daß ein Freiliegen sichergestellt ist.
Claims (11)
1. Vorrichtung zur Dämpfung von aufbauseitigen Torsionsschwingungen an einem
Cabriolet-Fahrzeug, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tilger (2) an einem
Rahmen (3; 3′) einer Windschutzscheibe (4) über Schublager (5, 6) elastisch
gehalten und mit Abstand (a, a′) zum Rahmen (3; 3′) in Querrichtungen
(Pfeilrichtungen 7, 8) des Fahrzeugs relativ frei schwingend angeordnet ist
und die Lager (5, 6) jeweils eine die Torsionseigenfrequenz des Fahrzeugs im
Bereich des Rahmens (3; 3′) dämpfende maximale Höhe (h) aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tilger (2)
einen einteiligen metallischen Massekörper umfaßt, der über mindestens
jeweils ein an seinem freien Ende (9, 10) angeordnetes Lager (5, 6)
elastisch abgestützt wird.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Massekörper des Tilgers (2) aus Blei besteht.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schublager (5, 6) des Tilgers (2) in
Querrichtungen (7, 8) eine weichere Kennung aufweisen als in Hochrichtung
(y).
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Tilger (2) innerhalb eines aus zwei
Profilstreben (11, 12) zusammengesetzten Windschutzscheibenrahmen (3)
elastisch gelagert angeordnet ist und die Streben des Rahmens (3) den Tilger
(2) kapselnd umschließen.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Tilger (2) außerhalb des aus zwei
Profilstreben (11′, 12′) zusammengesetzten Windschutzscheibenrahmens (3)
angeordnet ist und von einer Blende (20) zum Fahrzeuginnenraum hin abgedeckt
wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der vorhergehenden
Unteransprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Tilger (2) am oberen sich
annähernd in einer horizontalen Ebene sich erstreckenden Rahmen (3; 3′) der
Windschutzscheibe (4) symmetrisch zur Fahrzeuglängsmittelachse (X-X)
angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die freien Enden (9 und 10) des Tilgers (2) von Haltern
(18, 18′) umgriffen sind, wobei der eine Halter (18) mit dem
Elastomer-Körper (14) verbunden und in einer an einer Profilstrebe
befestigten Konsole (13) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Konsole (13)
eine als Queranschlag ausgebildete Rückwand (15) sowie als Längsanschläge
ausgebildete Seitenwände (16) für das elastische Lager (5 und 6) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Tilger (2) eine dem Verlauf des Rahmens (3;
3′) entsprechend bogenförmige Form aufweist.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Tilger (2) über ein mittig angeordnetes
Schublager (5) und an den freien Enden über weitere Schublager gehalten ist,
die in einer horizontalen Ebene in Längsrichtung des Fahrzeugs ausgerichtet
sind und in Längsrichtung (Fahrtrichtung F) eine größere Steifigkeit
aufweisen als in Querrichtung.
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