DE4032645A1 - Luftbereiftes fahrzeugrad mit einer vorrichtung mit gleitmittelreservoir - Google Patents
Luftbereiftes fahrzeugrad mit einer vorrichtung mit gleitmittelreservoirInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein luftbereiftes Fahrzeugrad mit
einer starren Felge, die im wesentlichen sich nach radial
innen erstreckende Felgenhörner und auf der radial
äußeren Seite ein Tiefbett und zu beiden Seiten davon
Pannenlaufstützflächen aufweist, mit einem im
wesentlichen aus Gummi oder gummiähnlichen Kunststoffen
aufgebauten Reifen, der mit seinen Wülsten am radial
inneren Umfang der Felge neben den Felgenhörnern
angeordnet ist, dessen Karkasse in den Wülsten durch
Umschlingen zug- und druckfester Wulstkerne verankert ist
und bei dem sich zwischen Laufstreifen und Karkasse ein
üblicher Verstärkungsgürtel befindet, weiterhin mit einer
Vorrichtung mit Gleitmittelreservoir.
Bei Fahrzeugrädern der in Rede stehenden Art, wie sie
z. B. in der DE-OS 30 00 428 beschrieben werden, dienen
Pannenlaufstützflächen zu beiden Seiten des
Felgentiefbetts dazu, einen Pannenlauf zu ermöglichen,
d. h. eine Fortbewegung in drucklosem Zustand im Falle
einer Reifenpanne. Um bei einem Pannenlauf eine zu große
Erwärmung infolge der Relativbewegung zwischen Reifenwand
im Zenitbereich und den Pannenlaufstützflächen zu
vermeiden, die im Extremfall zu einer vorzeitigen
thermischen Zerstörung des Reifens führen könnte, ist es
bekannt, im Reifeninnenraum ein Gleitmittel vorzusehen,
das sich z. B. an der Reifeninnenwand oder im Bereich der
Pannenlaufstützflächen der Felge befinden kann. Derartige
Vorschläge sind z. B. in der DE-OS 32 46 086, in der
DE-OS 33 10 315, in der DE-OS 33 28 476 und in der
DE-OS 37 18 865 abgehandelt. Ein bestimmtes System der
Anbringung eines Gleitmittels konnte sich bisher nicht
vorrangig durchsetzen.
Bei konventionellen Fahrzeugrädern, d. h. bei solchen, bei
denen die Reifenwülste radial außen an der Felge
angeordnet sind, ist es darüber hinaus bekannt, im
Tiefbett Schmiermittelbehälter aus Metall anzubringen,
die mit einer Sollbruchstelle versehen sind. Diese
bekannten Vorschläge haben jedoch den Nachteil, daß wegen
der auftretenden hohen Fliehkräfte die Anbringung der
Behälter an der Felge sehr kompliziert und aufwendig ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem
Fahrzeugrad der eingangs genannten Art eine Vorrichtung
mit einem Gleitmittelreservoir zu schaffen, die allen
Anforderungen im Falle eines Pannenlaufs gewachsen ist
und die darüber hinaus im normalen Fahrbetrieb möglichst
wenig stört. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß diese Vorrichtung einen Haltering, der das
Felgentiefbett überbrückt, und einen oder mehrere am
Haltering befestigte, mit einem Gleitmittel gefüllte
Behälter umfaßt, daß die Behälter gleichmäßig über den
Umfang der Felge verteilt sind, daß die Behälter sich im
Tiefbettraum radial innen vom Haltering befinden und daß
jeder Behälter einen Druckschalter aufweist, der durch
einen Durchlaß im Haltering hindurchgeführt ist.
Die Erfindung bietet den Vorteil, daß im normalen
Fahrbetrieb das Gleitmittel in völlig gekapselter Form
vorliegt, so daß keine störenden Einflüsse bzw.
Behinderungen am Reifen oder an der Felge entstehen
können. Aus dieser Kapselung resultiert auch der weitere
Vorteil einer Wiederverwendbarkeit der Vorrichtung mit
dem Gleitmittelreservoir im Falle eines Reifen- oder
Felgenwechsels. Durch die Verwendung eines in sich sehr
stabilen Metallbandes oder nachgiebigen Gürtels oder
Spannbandes als Haltevorrichtung und durch die Anbringung
der Schmiermittelbehälter auf der radial inneren Seite
davon erzielt man den Vorteil, daß auch bei höchsten
Geschwindigkeiten die dabei an den Schmiermittelbehältern
auftretenden hohen Fliehkräfte zuverlässig aufgefangen
werden. Das Gleitmittelreservoir ist bevorzugt in zwei
bis acht Behältern untergebracht, die gleichmäßig über
den Umfang der Felge verteilt sind. Die Anzahl und Größe
der Behälter richtet sich danach, welche Menge an
Gleitmittel bei der verwendeten Reifengröße und
Felgengröße einzusetzen ist. Wenn man die Form der
Gleitmittelbehälter der Querschnittsform des
Tiefbettraums anpaßt, erhält man den Vorteil einer
Seitenführung für den Haltering.
Der Haltering kann als geschlossener Metall- oder
Kunststoffring, als Spannband mit zwei Enden oder als
Gürtel aus in Umfangsrichtung zugfesten Festigkeits
trägern vorliegen. Die Anzahl der Gleitmittelbehälter
liegt zweckmäßigerweise zwischen zwei und acht. Denkbar
ist auch die Verwendung nur eines Behälters, der
gegenüber der Zusammensetzung des Haltebandes angebracht
ist, wegen des Gewichtsausgleichs. Auch die
Gleitmittelbehälter können aus Kunststoff oder Metall
bestehen. Der Haltering sollte zusätzliche Bohrungen
aufweisen, damit gewährleistet ist, daß im Raum des
Tiefbetts der gleiche Luftdruck herrscht wie im
Reifeninnenraum. Die Bohrungen können gleichzeitig als
Gewichtsausgleich für die Verriegelungsteile des
Halterings bzw. des Spannbands dienen. Schließlich kann
gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung am Haltering eine
Luftdruckwarneinrichtung angebracht sein, die z. B. aus
einem oder mehreren Noppen bestehen kann, die in
Bohrungen des Halterings befestigt sind, oder aber als
Sensor ausgebildet ist und Informationen über den
Reifenfülldruck ins Fahrzeuginnere meldet.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Fahrzeugrad mit einer Vorrichtung mit
Gleitmittelreservoir in einem radialen
Teilschnitt,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Vorrichtung mit
Gleitmittelreservoir in der Ebene II-II,
Fig. 3 eine Vorrichtung mit Gleitmittelreservoir, die
einen unlösbar mit der Felge verbundenen Haltering
aufweist, in einem radialen Teilschnitt.
Beim Fahrzeugrad der Fig. 1 ist ein im wesentlichen aus
Gummi oder gummiähnlichen Kunststoffen bestehender
Fahrzeugluftreifen, dessen Karkasse 1 in den Wülsten 2
durch Umschlingen von zug- und druckfesten Wulstkernen 3
verankert ist, mit seinen Wülsten 2 am radial inneren
Umfang einer Felge 4 neben sich im wesentlichen nach
radial innen erstreckenden Felgenhörnern 5 befestigt.
Zwischen dem Laufstreifen 6 und der Karkasse 1 befindet
sich ein üblicher Verstärkungsgürtel 7. Axial innen vom
Reifenwulst 2 befindet sich ein Montagehochbett, um den
Reifen auf eine einteilige Felge montieren zu können, das
von einem Abdeckring 8 abgedeckt sein kann. Radial außen
weist die bevorzugt metallische Felge 4 ein Tiefbett 9
und zu beiden Seiten davon Pannenlaufstützflächen 10 auf,
auf denen sich der Zenitbereich des Reifens im Falle
eines Druckverlustes abstützen kann.
Im Tiefbett 9 ist die Vorrichtung mit dem Gleitmittel
reservoir untergebracht. Sie besteht bevorzugt aus zwei
bis acht, vorliegend aus acht gleichmäßig über den Umfang
der Felge 4 verteilten Gleitmittelbehältern 11 und aus
einem Haltering 12, der die Gleitmittelbehälter 11 in
ihrer Position hält. Es kann aber auch nur ein
Behälter 11 vorhanden sein, der dann gegenüber der
Zusammensetzung des Halterings 12 oder gegenüber einem
Sensor einer Warnvorrichtung angebracht sein sollte, um
einen Gewichtsausgleich zu schaffen.
Der Haltering 12 überbrückt das Tiefbett 9 und kann als
stabiler aber federnder endloser Metallring oder aber als
Spannband mit zwei Enden vorliegen, die eine
Spannvorrichtung aufweisen. Er kann auch mit Gummi
ummantelt sein, um das Federungsverhalten bzw. die
Ausbildung einer Aufstandsfläche bei einem Pannenlauf zu
verbessern. Weiterhin kann der Haltering 12 in Form eines
Gürtels vorliegen, d. h. z. B. aus einem Gummikörper mit
eingelagerten, in Umfangsrichtung zugfesten
Festigkeitsträgern bestehen. Schließlich sind auch
Halteringe aus einem genügend steifen Kunststoff
geeignet.
Wie man der Fig. 2 entnehmen kann, befinden sich im
Haltering 12 über den Umfang verteilte Bohrungen 13, die
dafür sorgen, daß im Reifeninnenraum und im Tiefbettraum
immer der gleiche Luftdruck herrscht. Die Bohrungen 13
können auch zur Aufnahme einer Luftdruckwarneinrichtung
dienen, die vorliegend in Form eines Elements 14 mit
einer noppenartigen Erhebung dargestellt ist. Die
Luftdruckwarneinrichtung kann auch in Form eines Sensors
vorliegen, der am Haltering 12 gehalten wird.
Die Gleitmittelbehälter 11 können aus Kunststoff oder
Metall bestehen und sie können das Tiefbett 9 in
Querrichtung vollständig oder teilweise ausfüllen. Auf
der radial äußeren Seite weist jeder Gleitmittel
behälter 11 einen Druckschalter 15 auf, der durch eine
Bohrung im Haltering 12 hindurchgeführt ist. Die
Druckschalter 15 sind so ausgebildet, daß bei Eintritt
eines Pannenlaufs das Gleitmittel aus dem Gleitmittel
behälter 11 austreten kann. Bei Bedarf kann das
Gleitmittel unter Überdruck im Behälter 11 eingeschlossen
sein, so daß es bei Eintritt eines Pannenlauffalls
schneller austreten kann. Wenn der Gleitmittelbehälter 11
den gesamten Querschnitt des Tiefbetts 9 einnimmt,
erzielt man gleichzeitig damit eine Seitenführung für den
Haltering 12.
Zur Montage der Vorrichtung mit dem Gleitmittelreservoir
werden die Gleitmittelbehälter 11 an dem endlichen
Haltering 12 angebracht und dieser dann gegebenenfalls
nach der teilweisen Montage des Reifens auf die
Felgenmitte gespannt und verriegelt. Dabei können als
Gewichtsausgleich für die Verriegelungsteile Bohrungen
dienen, die für einen Luftdurchlaß in jedem Fall
erforderlich sind.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Variante ist ein
Haltering 12 unlösbar mit der Felge 4 verbunden. Der oder
die Gleitmittelbehälter 11 befinden sich wiederum auf der
radial inneren Seite des Halteringes 12, ohne jedoch bis
zum Grund des Tiefbetts 9 hinunterzureichen. Um dem
Gleitmittelbehälter 11 eine seitliche Führung zu geben,
besitzt das Halteband 12 umlaufende Rippen 16, die jedoch
auch in Form unterbrochener Stege vorliegen können. Um
die Gleitmittelbehälter 11 in den Tiefbettraum 9
einbringen zu können, sind im Halteband 12 geeignete,
nicht gezeichnete Ausschnitte vorgesehen. Jeder
Gleitmittelbehälter 11 ist wiederum mit einem
Druckschalter 15 versehen.
Claims (9)
1. Luftbereiftes Fahrzeugrad mit einer starren Felge, die
im wesentlichen sich nach radial innen erstreckende
Felgenhörner und auf der radial äußeren Seite ein
Tiefbett und zu beiden Seiten davon Pannenlaufstütz
flächen aufweist, mit einem im wesentlichen aus Gummi
oder gummiähnlichen Kunststoffen aufgebauten Reifen,
der mit seinen Wülsten am radial inneren Umfang der
Felge neben den Felgenhörnern angeordnet ist, dessen
Karkasse in den Wülsten durch Umschlingen zug- und
druckfester Wulstkerne verankert ist und bei dem sich
zwischen Laufstreifen und Karkasse ein üblicher
Verstärkungsgürtel befindet, weiterhin mit einer
Vorrichtung mit Gleitmittelreservoir, dadurch
gekennzeichnet, daß diese Vorrichtung
einen Haltering (12), der das Felgentiefbett (9)
überbrückt, und einen oder mehrere am Haltering (12)
befestigte, mit einem Gleitmittel gefüllte
Behälter (11) umfaßt, daß die Behälter (11)
gleichmäßig über den Umfang der Felge (4) verteilt
sind, daß die Behälter (11) sich im Tiefbettraum (9)
radial innen vom Haltering (12) befinden und daß jeder
Behälter (11) einen Druckschalter (15) aufweist, der
durch einen Durchlaß im Haltering (12) hindurchgeführt
ist.
2. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Haltering (12) in Form eines Gürtels oder
Spannbands mit zwei Enden vorliegt.
3. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Haltering (12) aus Kunststoff oder Metall oder
Gummi/Metall besteht.
4. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Haltering (12) fest mit der Felge (4)
verbunden ist.
5. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei bis acht Gleitmittelbehälter (11) vorhanden
sind.
6. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gleitmittelbehälter (11) aus Kunststoff oder
Metall bestehen.
7. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Form der Gleitmittelbehälter (11) der
Querschnittsform des Tiefbettraums (9) angepaßt sind.
8. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Haltering (12) zusätzliche Bohrungen (13)
aufweist.
9. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß am Haltering (12) eine Luftdruckwarneinrich
tung (14) angebracht ist.
Priority Applications (1)
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| DE19904032645 DE4032645A1 (de) | 1989-11-03 | 1990-10-15 | Luftbereiftes fahrzeugrad mit einer vorrichtung mit gleitmittelreservoir |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3936564 | 1989-11-03 | ||
| DE19904032645 DE4032645A1 (de) | 1989-11-03 | 1990-10-15 | Luftbereiftes fahrzeugrad mit einer vorrichtung mit gleitmittelreservoir |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4032645A1 true DE4032645A1 (de) | 1991-05-08 |
Family
ID=25886700
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904032645 Withdrawn DE4032645A1 (de) | 1989-11-03 | 1990-10-15 | Luftbereiftes fahrzeugrad mit einer vorrichtung mit gleitmittelreservoir |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4032645A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0870629A3 (de) * | 1997-04-07 | 2001-01-24 | Continental Aktiengesellschaft | Fahrzeug-Komplettrad |
| EP1101632A2 (de) | 1999-11-20 | 2001-05-23 | Continental Aktiengesellschaft | Fahrzeugrad mit einem Notlaufstützkörper |
| WO2019234456A1 (en) * | 2018-06-08 | 2019-12-12 | Run Flat Systems Ltd | A runflat device for use with a tyre |
-
1990
- 1990-10-15 DE DE19904032645 patent/DE4032645A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0870629A3 (de) * | 1997-04-07 | 2001-01-24 | Continental Aktiengesellschaft | Fahrzeug-Komplettrad |
| EP1101632A2 (de) | 1999-11-20 | 2001-05-23 | Continental Aktiengesellschaft | Fahrzeugrad mit einem Notlaufstützkörper |
| DE19955832A1 (de) * | 1999-11-20 | 2001-05-31 | Continental Ag | Fahrzeugrad mit einem Notlaufstützkörper |
| US6619350B1 (en) | 1999-11-20 | 2003-09-16 | Continental Aktiengesellschaft | Vehicle wheel with an emergency running support body and at least one lubricant container |
| WO2019234456A1 (en) * | 2018-06-08 | 2019-12-12 | Run Flat Systems Ltd | A runflat device for use with a tyre |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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