DE4032731A1 - Auflage fuer fertigteile einer gleit- oder schutzplankenvorrichtung fuer verkehrswege - Google Patents

Auflage fuer fertigteile einer gleit- oder schutzplankenvorrichtung fuer verkehrswege

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Auflage für Fertigteile einer Gleit- oder Schutzplankenvorrichtung für Verkehrswege, welche aus mindestens einem Auflagebalken, einer Auflageplatte, einer Traverse, Gleitfüßen o. dgl. besteht.
Aus Fertigteilen bestehende Gleit- oder Schutzplankenvor­ richtungen werden gewöhnlich im Baustellenbetrieb einge­ setzt und sollen relativ leicht verlegbar bzw. auch versetz­ bar sein; derartige Gleit- oder Schutzplankenvorrichtungen be­ nötigen einen relativ geringen Raum und sind so ausgebildet, daß sie bei einem Fahrzeugaufprall elastisch und/oder plastisch reagieren. Wenn der Fahrzeugaufprall nicht zu stark ist, wird zunächst die aus mehreren miteinander verbundenen oder kettenförmig aneinander befestigten Fertigteilen bestehende Vorrichtung insgesamt nachgeben, d. h. also auf der Unterlage bzw. dem Verkehrsweg geringfügig ausweichen. Um eine derartige Bewegung der Gleit- oder Schutzplankenvorrichtung zu ermöglichen, sind gewöhnlich an der Unterseite derselben Gleitfüße oder senkrecht zur Längsachse der Vorrichtung verlaufende Gleit­ schienen vorgesehen. Es hat sich nun herausgestellt, daß eine extrem weite Bewegung der Schutzplankenvorrichtung, d. h. also ein Ausbauchen derselben entgegengesetzt zur Fahrtrichtung insbesondere bei Raumenge zu Ausschlägen führt, daß die Vor­ richtung in die Gegenfahrbahn hineinreicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Beweglichkeit der Gleit- oder Schutzplankenvorrichtung der eingangs erwähnten Art bis zu einem gewissen Grade zu begrenzen.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß die zwischen den Seitenwänden der Vorrichtung angeordnete Auflage mit einer reibungsfördernden, sich im Verkehrsweg ver­ krallenden, z. B. mindestens teilweise gezähnten Unterseite versehen ist. Hierdurch wird die Querbewegung der Gleitschutz­ vorrichtung z. B. bei einem etwaigen Ausbauchen gehemmt. Es ist allerdings darauf zu achten, daß die "Verkrallung" der Gleit- oder Schutzplankenvorrichtung nicht dazu führt, daß etwaige aufprallende Fahrzeuge die Vorrichtung überfahren bzw. daß die Gleit- oder Schutzplankenvorrichtung umkippt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die reibungsfördernde Unterseite an der Auflage vorgesehen. Es liegt auf der Hand, daß die Auflage bereits bei Herstellung des Fertigteils eingebracht oder befestigt werden kann. Auf der anderen Seite ist es auch möglich, eine Auswechselbarkeit dieser Unterlage vorzusehen oder diese nachträglich an dem Fertig­ teil anzubringen. In diesem Fall ist die reibungsfördernde Unterseite mindestens an einer gesonderten Platte, einem Balken o. dgl. angebracht.
Nach einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung ist die Platte, der Balken o. dgl. in Zick-Zack-, Wellen- oder Meanderform ausgebildet. Auf diese Weise kann im Vergleich zu einem geradlinigen Balken die Unterseite und somit die reibungsfördernde Fläche vergrößert bzw. verlängert werden.
In bestimmten Fällen kann es vorteilhaft sein, daß der Unterrand der Auflage senkrecht zur Verkehrsfläche konvex gebogen ist. Da erfahrungsgemäß insbesondere bei einem stärkeren Aufprall das Kraftfahrzeug an der Vorrichtung aufgrund der vorgesehenen schrägen Seitenflächen hochfährt, verkantet sich die Schutzplankenvorrichtung und verdreht sich gewissermaßen um den Schnittpunkt der Mittelebene des Fertig­ teils mit der Bodenfläche. Da die Verzahnung oder die anders­ artig ausgebildete reibungsfördernde Unterseite gerade in die­ sem Bereich vorgesehen ist, kommt sie auch voll zur Wirkung.
Es ist nicht notwendig, daß der Träger der reibungsfördernden Unterseite senkrecht zur Längsachse des Fertigteils verläuft, sondern es ist auch möglich, daß die Auflage aus mindestens einem spritzwinklig zur Längsachse des Fertigteils verlaufenden Balken besteht; die Auflage kann auch aus mindestens zwei sich kreuzenden Balken o. dgl. bestehen.
Es liegt auf der Hand, daß die reibungsfördernde Unterseite ein entsprechend zweckgebundenes Profil haben kann. So kann sie aus stiftförmigen Vorsprüngen, einem hakenförmigen Profil, aus einer Platte herausgedrückten Noppen o. dgl. bestehen.
Auf der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung dargestellt; sie werden nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Schrägansicht auf eine Ausführungsform,
Fig. 2 einen Schnitt gemäß Linie 2-2 gemäß Fig. 3,
Fig. 3 eine Seitenansicht auf einen Abschnitt der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform und
Fig. 4 bis 8 jeweils verschiedene Ausführungsformen von Auflagen.
Ein Fertigteil 1 einer Schutzplankenvorrichtung weist einen aus Stahlteilen oder -platten zusammengesetzten Unterteil 2 und einen nicht gezeigten über einen Pfosten 3 befestigten Doppelholm auf. Auf der Höhe der Unterkante 4 des Fertig­ teils ist eine querverlaufende Schiene 5 angebracht, welche nicht nur die beiden Seitenteile 4 und 6 im Abstand hält, sondern auch den Fertigteil am Unterrand, d. h. also an der dem Verkehrsweg zugewandten Seite aussteift. Am als Kasten­ profil ausgebildeten, querverlaufenden Balken 5 sind Füße 7 und 8 vorgesehen, die bisher als Gleitfüße ausgebildet waren. Die zwischen den Wänden 4 und 6 vorgesehenen Füße 7 und 8 sind bei der dargestellten Ausführungsform mit zur Verkehrs­ fläche weisenden Vorsprüngen 9 versehen. Diese Vorsprünge können als aus der unteren Platte der Gleitfüße herausgedrück­ ten Noppen oder auch in der Unterplatte eingesetzten Stiften oder Schrauben bestehen.
Bei der in Fig. 2 und 3 dargestellten abgewandelten Ausfüh­ rungsform einer Gleitschutz- und Markierungsvorrichtung sind die beiden Fertigteile 10 und 11 durch einen von oben einge­ setzten Stift 12 verbunden. Dieser Stift durchquert eine Öffnung im Fertigteil 11 und ein am Fertigteil 10 angebrachtes Ver­ längerungsteil sowie eine Mittelplatte 15 im Fertigteil 10 und eine Mittelplatte 14 im Fertigteil 11. Weiterhin ist der Stift 12 in einer Platte 16 des Fertigteils 10 und einer Platte 17 des Fertigteils 11 geführt und gehalten. Im boden­ zugekehrten Bereich der z. B. 55 cm hohen Gleitschutzvorrich­ tung sind schrägverlaufende Platten 20 und 21 vorgesehen, die einen Winkel 22 von jeweils 55° mit der Bodenfläche ein­ schließen. Auf den Platten 20 und 21 können reflektierende Markierungsfolien vorgesehen werden; es ist auch möglich, auf der Stirnseite 13, z. B. 30 cm hohe Leitbaken anzubringen. Der Raum zwischen den Seitenwänden 20 und 21 und der Verkehrs­ auflagefläche ist durch eine trapezförmig ausgebildete Platte 30 ausgefüllt, welche z. B. in einem Abstand von 5 m bei den jeweiligen Fertigteilen, die in diesem Fall eine Länge von ca. 15 m haben, vorgesehen sind. Diese Platte 30 ist an ihrer Unterseite mit Zähnen 31 versehen, die sich in der Verkehrs­ fläche bei einem Fahrzeugaufprall verkrallen soll.
Die Ränder der Seitenwände 20 und 21 sind mit 50 cm breiten Streifen 32, 33 versehen, welche bei einem Fahrzeugaufprall zunächst von den Rädern des aufprallenden Fahrzeugs überfahren werden. Da jedoch diese plattenförmigen Streifen nur einen ge­ ringen Winkel zur Oberfläche des Verkehrsweges 33 einnehmen, sind sie sehr schnell vom Rad des aufprallenden Fahrzeuges überfahren, so daß letzteres an der jeweiligen Seitenwand 20 und 21 hochsteigt. Beim Hochsteigen wird die Platte 30 ver­ kantet, so daß die Zähne 31 im Sinne eines Verkrallens wirk­ sam werden.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform ist ein Balken 40 mit Zähnen 41 versehen und mittels Schrauben z. B. an die Platte 30 anbringbar. Diese Schrauben oder Schraub­ bolzen durchqueren Öffnungen 42 und sind in der Platte 30 entsprechend gehalten.
Mit diesem Balken 40 und dem nachfolgend beschriebenen ähn­ lichen Balken sind auch bereits bestehende Gleit- oder Schutzplankenvorrichtungen nachträglich zu versehen. Auch ist ein Austausch der Balken mit den reibungsfördernden Unter­ seiten jederzeit möglich.
Die Platte 50 nach Fig. 5 verläuft in Zick-Zack-Form und weist ebenfalls Zähne 51 auf. Durch die Zick-Zack-Form ist die Länge der die Zähne tragenden Unterseite vergrößert.
Nach der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform sind zwei sich kreuzende Balken 60 und 61 vorgesehen, welche in der bereits erwähnten Weise Zähne 62 bzw. 63 aufweisen und z. B. nachträglich bei einer bestehenden Schutzplankenvorrichtung angebracht werden können.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 weist der Balken 70 eine konvexe Unterfläche 71 mit Zähnen 72 lediglich im mittleren Bereich auf, so daß die Verkrallung der Unterseite dieses Balkens beim stärkeren Aufprall eines Fahrzeuges erfolgen wird, wobei dann eine gewisse Verkantung des Fertigteils unterstellt wird.
Die Platte 80 nach Fig. 8 weist eine Wellenform auf und ist mit Zähnen 81 versehen. Auch hier liegt eine Verlängerung der zähnetragenden Unterseite, wie im Fall der Ausführungs­ form nach Fig. 5 vor, so daß mehr Zähne vorgesehen sein können. Die Platte 80 wird ähnlich wie die Platten 40, 50 und 70 an einem querverlaufenden Balken oder einer Platte, z. B. der Platte 30 in Fig. 2 befestigt.

Claims (8)

1. Auflage für Fertigteile einer Gleit- oder Schutzplankenvor­ richtung für Verkehrswege, bestehend aus mindestens einem Auflagebalken, einer Auflageplatte, einer Traverse, Gleit­ füßen o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den Seitenwänden der Vorrichtung angeord­ nete Auflage mit einer reibungsfördernden, sich im Verkehrs­ weg verkrallenden, z. B. mindestens teilweise gezähnten, Unterseite versehen ist.
2. Auflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die reibungsfördernde Unterseite an der Auflage vorgesehen ist.
3. Auflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die reibungsfördernde Unterseite mindestens an einer gesonder­ ten Platte, einem Balken o. dgl. angeordnet ist.
4. Auflage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte, der Balken o. dgl. in Zick-Zack-, Wellen- oder Meanderform ausgebildet ist.
5. Auflage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterrand der Auflage senkrecht zur Verkehrsfläche konvex gebogen ist.
6. Auflage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage aus mindestens einem spitzwinklig zur Längsachse des Fertigteils ver­ laufenden Balken o. dgl. besteht.
7. Auflage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage aus mindestens zwei sich kreuzenden Balken o. dgl. besteht.
8. Auflage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die reibungsfördernde Unter­ seite aus stiftförmigen Vorsprüngen, einem hakenartigen Profil, aus einer Platte herausgedrückten Noppen o. dgl. besteht.
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