DE4033509A1 - Verfahren zur umwandlung von tierguelle und bruedenwaesser - Google Patents

Verfahren zur umwandlung von tierguelle und bruedenwaesser

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DE4033509A1
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Horst Siegel
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    • C05—FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05F—ORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F3/00—Fertilisers from human or animal excrements, e.g. manure
    • Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02A—TECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00—Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10—Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20—Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses
    • Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Umwandlung von Tier­ gülle und Brüdenwässer in ein streufähiges Trockenprodukt und hochwertiges Düngemittel.
Durch die Massentierhaltung fallen in den letzten Jahren in zunehmendem Maße große Mengen Gülle von Rindern, Schweinen, Geflügel und auch Brüdenwässer an. Die Konzentration der in­ frage stehenden Tierhaltungsbetriebe ist meist regional an­ gehäuft, so daß die anfallenden großen Mengen Tiergülle regional nicht mehr ohne schädigende Einflüsse auf die Umwelt zu beseitigen sind. Oft sind die anfallenden Mengen noch nicht einmal überregional zu beseitigen. Es entstehen so für manche Regionen fast unlösbare Beseitigungsprobleme. Aufgrund der Konsistenz der Tiergülle ist auch der Transport in sehr weit entfernte Regionen unmöglich. Die sich daraus ergebende Kon­ sequenz ist das Verbringen der Gülle als "Naturdünger" auf das Agrarland in der unmittelbaren Umgebung der Großbetriebe.
Notwendigerweise ergibt sich daraus eine Überdüngung der Agrar­ flächen und folgerichtig automatisch eine nachfolgende Grund­ wasserschädigung verbunden mit einer Umwandlung von Nitrat in Nitrit im anaeroben Bodenbereich.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Schäden durch die großen Mengen an Tiergülle zu vermeiden und vor allem eine Möglichkeit zu finden, daß eine bessere Lagerfähigkeit und eine Verminderung der Geruchsbelästigung erhalten wird.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht aus einem Verfahren zur Umwandlung von Tiergülle und Brüdenwässer in ein Trockenpro­ dukt, wobei nacheinander
40-60 Teile Tiergülle,
20-30 Teile einer Uronsäure,
10-20 Teile Stroh, gemahlen,
5 Teile Gesteinsmehl und
15-25 Teile Gips
zusammengemischt und anschließend einer thermischen Nach­ behandlung unterworfen werden.
Zweckmäßig ist das Stroh auf eine Größe von ca. 2 mm klein­ gemahlen.
Vorteilhaft besteht das Gesteinsmehl aus absolut trockenem silikatischen mineralstoffreichem Gestein, wie Basalt oder Porphyr etc.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß damit eine Substanz erhalten werden kann, welche als ein streufähiges Trockenprodukt nicht nur unbegrenzt trocken gela­ gert werden kann, sondern daß es auch über große Entfernungen relativ einfach transportiert werden kann, wozu kein Tanklast­ wagen etc. notwendig ist. Das wichtigste Ergebnis des erfindungsgemäßen Verfahrens ist aber die Tatsache, daß man damit ein hochwertiges biologisches Düngemittel herstellen kann, welches auch dort eingesetzt werden kann, wo Massentierhaltungsbetriebe nicht angesiedelt sind.
Beispiel 1
Es werden zu 50 Teilen Gülle, welche aus einem Massentier­ haltungsbetrieb kommt, 30 Teile Uronsäure zugegeben und gut durchgemischt, bis sich die Gülle in eine brei- bzw. gallert­ artige Konsistenz verwandelt hat. Anschließend werden bis zu 20 Teile Stroh mit einer maximalen Stärke von weniger als 2 mm zugemischt, wodurch eine weitere Wasserbindung erzielt wird und durch die große erreichte Oberfläche wird der Trockensubstanz-Gehalt weiter erhöht, so daß ein Granulieren der fertigen Düngemittelmasse auf ein Korn von max. 4 mm möglich ist. Diese 4 mm sind nötig, um das fertige Produkt über einen Düngemittelstreuer ausbringen zu können. Anschließend wird absolut trockenes Gesteinsmehl aus einem silikatischen mineralstoffreichen Gestein, wie zum Beispiel Basalt oder Porphyr bis zu 5 Teilen beigemischt. Das Gestein wurde vorher durch Erhitzen auf über 480°C aufgerissen, wo­ durch das Gesteinsmehl auf weniger als ±0 Restwasser kommt. In der Regel bindet das so bearbeitete Gestein 5-15% Wasser, was wiederum eine zusätzliche Einbindung von Flüssigkeit zur Folge hat. Dadurch wird das in der Gülle verbliebene Wasser so gebunden, daß die biologische Aktivität so stark reduziert wird, daß die darin stattfindenden und zur Geruchsbelästigung führenden biologischen Umsetzungen weitgehend zum Erliegen kommen, ohne daß damit eine Abtötung der Mikroorganismen erfolgt. Durch die anschließende Zumischung von 20 Teilen ge­ branntem Gips wird die verbleibende Restmenge wäßriger Sub­ stanz als Reaktionsmedium für die Einbindung des Restwassers in die Gipsstruktur verwendet. Es ergibt sich ein Trockenpro­ dukt mit hervorragenden Düngeeigenschaften, Transportfähigkeit, das trocken unbegrenzt gelagert werden kann.
Durch eine anschließende thermische Nachbehandlung bei ca. 70-80°C erfolgt eine Seuchenhygienisierung.

Claims (4)

1. Verfahren zur Umwandlung von Tiergülle und Brüdenwässer in ein streufähiges Trockenprodukt und hochwertiges biologisches Düngemittel, dadurch gekennzeichnet, daß nacheinander 40-60 Teile Tiergülle oder Brüdenwasser,
20-30 Teile Uronsäure,
10-20 Teile Stroh, gemahlen,
5 Teile Gesteinsmehl und
15-25 Teile Gipszusammengemischt und anschließend einer thermischen Nachbe­ handlung bei 70-80°C unterworfen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stroh auf weniger als 2 mm Teilchengröße kleingemahlen ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gesteinsmehl aus absolut trockenem silikatischen mineral­ stoffreichen Gestein, wie Basalt oder Porphyr, besteht, welcher auf mindestens 480°C erhitzt worden war.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß gebrannter Gips verwendet wird.
DE4033509A 1990-10-22 1990-10-22 Verfahren zur umwandlung von tierguelle und bruedenwaesser Withdrawn DE4033509A1 (de)

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