DE4034809A1 - Lanzenroboter - Google Patents

Lanzenroboter

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DE4034809A1
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Horst Marmann
Reinhardt Bayer
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Beda Oxygentechnik Armaturen GmbH
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    • F27B3/00—Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces
    • F27B3/08—Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces heated electrically, with or without any other source of heat
    • F27B3/085—Arc furnaces
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
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    • C21C—PROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00—Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/52—Manufacture of steel in electric furnaces
    • C21C5/5211—Manufacture of steel in electric furnaces in an alternating current [AC] electric arc furnace
    • C21C5/5217—Manufacture of steel in electric furnaces in an alternating current [AC] electric arc furnace equipped with burners or devices for injecting gas, i.e. oxygen, or pulverulent materials into the furnace
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27D—DETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
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Landscapes

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Manipula­ tion der Sauerstoff- und/oder Kohlelanzen, insbesondere vor dem elektrischen Lichtbogenofen mit den an einem Turm mit Kragarm angeordneten und die verschieblich ausgebildeten Lanzen ausrichtenden Lanzenhaltern sowie den die Schläuche speichernden Schlauchtrommeln.
Der Lichtbogenofen dient zur Gewinnung von Stahl oder Edelstahl. Zur Verbesserung des Herstellungsprozesses wird Sauerstoff und/oder Kohlepulver oder auch anderes Pulver in den Elektroofen eingeblasen. Dieser Einsatz dient einerseits zum Frischen, andererseits zur Erzeugung von Schlackeschaum zur Verbesserung der Schmelzgegebenheiten. Zur Zuführung der Veredelungsmaterialien dienen Lanzen, die über Lanzen­ halter so gehalten werden, daß die Spitze dicht an oder in der Schmelze ist. Bekannt ist es, diese Lanzen und Lanzenhalter an einem Kragarm zu lagern und in Richtung auf den elektrischen Lichtbogenofen zu verfahren bzw. in die umgekehrte Richtung zu bewegen. Dadurch ist es möglich, auch bei wegschmelzenden Lanzen die Spitze immer möglichst dicht im Bereich der Schmelze zu positionieren. Der Kragarm selbst ist an einem Turm gelagert, der in einem bestimmten Abstand vor dem Elektroofen installiert ist, so daß je nach Gegebenheiten die für das Frischen und die sonstigen Veredelungsmaßnahmen notwendigen Arbeiten schnell und sicher durchgeführt werden können.
Nachteilig bei diesen bekannten Vorrichtungen ist, daß der fest installierte Turm mit dem Kragarm und den Lanzenhalterungen sowie den Lanzen den sonstigen Verkehr vor dem Elektroofen erheblich behindert, zumal die Lanzen nur in gewissen Zeitabschnitten in den Elektroofen einge­ führt werden müssen. Nachteilig ist außerdem, daß die Be­ dienungsmannschaft nach wie vor relativ dicht vor dem Elektroofen stehen muß, um das Einblasen des Sauerstoffes bzw. Kohlepulvers überwachen zu können. Diese Arbeiten sind nicht nur unangenehm, sondern auch in gewisser Hinsicht gefährlich, weil Gefahr durch ausgeworfene glühende Schlacke besteht. Im übrigen müssen die Lanzen herangetragen und fixiert werden, wobei die Lanzenhalter nicht gut zugänglich sind, so daß auch dies als erhebliche Schwerarbeit angesehen werden muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine leicht und sicher zu manipulierende, die Frisch- und Schneidar­ beiten optimierende Bedienungsvorrichtung zu schaffen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Turm in der Höhe verstellbar und um seine Längsachse drehbar ausgebildet ist und ein Fahrgestell aufweist, daß der Kragarm mit den Lanzenhaltern im Anstellwinkel verstellbar mit dem Turm verbunden ist, daß die Lanzenhalter über Vorschubmotoren verfügen und daß an der Spitze der Kragarme Führungsrollen für die Lanzen angeordnet sind.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung können die sehr gefährlichen und unangenehmen Arbeiten direkt vor dem Ofen teilweise oder sogar ganz automatisiert werden. Die Vorrichtung kann nämlich voll oder halbautomatisch ausgebildet werden, wobei der Lanzenführer nicht mehr den Gefahren und den Arbeitsbeschwernissen ausgesetzt ist, sondern von einem sicheren Stand aus durch Knopfdruck die schwere Tätigkeit veranlassen kann. Von seinem sicheren Standort aus kann er den Turm jeweils in die Höhe bringen, daß das Einführen der Lanzen genau vom richtigen Punkt aus erfolgt, wobei er die Kragarme jeweils so anstellen kann, daß ein optimaler Eintauchwinkel der Lanzen in das Schmelzbad immer sicher erzielt wird. Da die Vorrichtung auf einem Fahrgestell angeordnet ist, kann sie von Hand oder durch Antrieb jeweils in die richtige Position gebracht werden, wodurch gleichzeitig erreicht wird, daß der übrige Verkehr vor dem Elektroofen nur während der Zeit des Frischens behindert wird. Das Verfahren des Fahrgestells ist dadurch möglich, daß gemäß einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung die Hinterräder des Fahrgestells über einen elektrischen Motor antreibbar ausgebildet sind. Darüber hinaus kann der Turm gedreht werden, so daß auch dadurch der Arbeitsbereich einer derartigen Vorrichtung vergrößert und seine Arbeit verbessert wird. Die Lanzenhalter sind mit Vorschubmotoren ausgerüstet bzw. sind durch solche Vorschubmotoren verfahrbar an den Kragarmen angeordnet, wodurch der Lanzenführer ohne die Vorrichtung verlassen zu müssen die Lanzen jeweils an die bzw. in die Schmelze nachführen kann, bis die Lanzen ihre Endstufe erreicht haben. Die Führungsrollen an der Spitze der Kragarme sorgen dafür, daß unabhängig von der jeweiligen Lage der Lanzen­ halter die Lanze immer sicher geführt in den Elektroofen hineingeschoben werden kann.
Eine weitere zweckmäßige Ausbildung der Erfindung sieht vor, daß die Vorderseite des Fahrgestells mit Kühl­ platten oder Hitzeschutzplatten ausgerüstet ist und ein aus Sicherheitsglas bestehendes Querfeld aufweist. Dadurch ist es möglich, die Vorrichtung bis dicht an den Elektro­ ofen heranzubringen, ohne daß die Mechanik dahinter gefähr­ det oder in ihrer Wirkungsweise beeinträchtigt ist. Nicht nur die Mechanik ist dabei gesichert, sondern vor allem auch der Lanzenführer, der aufgrund dieser Ausbildung die Lanzen in ihrer Gesamtlänge annähernd vollständig ausnutzen kann, bevor er die Lanzen auswechseln muß.
Um den Lanzenführer an dem optimalen und gesicherten Platz festzuhalten, sieht die Erfindung vor, daß rückseitig des Fahrgestells ein Schaltpult mit Sitzplatz vorgesehen ist. Der Lanzenfahrer ist somit gezwungen, zur Bedienung der Vorschubmotoren, der Fahrmotoren usw. jeweils diesen Standpunkt einzunehmen, da er nur von dort aus die notwen­ digen Impulse geben kann.
Der Lanzenhalter kann auf einfache und zweckmäßige Weise am Kragarm verfahren werden, indem der Lanzenhalter über einen Transportschlitten mit Kettentrieb am Kragarm mit dessen Längsrichtung verfahrbar angeordnet ist. Der Antrieb ist dann am der Lanze gegenüberliegenden Ende des Kragarms angeordnet und bewegt den Transportschlitten, d. h. den Lanzenhalter am Kragarm entlang, so daß die Lanze genau in dem vom Kragarm vorgegebenen Einstellwinkel in das Schmelzbad hineingefahren wird.
Eine andere Antriebsvorrichtung ist die, bei der die Führungsrollen zugleich als Triebrollen ausgebildet sind. Dabei ist eine besonders vorteilhafte Ausführung die von Diabolorollen, zwischen denen die Lanze gleichsam geführt und angetrieben wird.
Um Schwingungen im Ofen und an der Mechanik zu ver­ hindern, sieht die Erfindung vor, daß die Vorschubmotore für die Lanzen bzw. Lanzenhalter mit Rutschkupplungen ausge­ rüstet und miteinander koppelbar sind. Über die Rutsch­ kupplungen ist sichergestellt, daß der Vorschub bei einer bestimmten Belastung aufhört, so daß eine Überlastung der Motore und auch der sonstigen Einrichtung nicht eintreten kann. Im Falle eines besonders vorsichtigen Arbeitsein­ satzes besteht die Möglichkeit, die Steuerung mit einem elektronisch ausgerüsteten Joystick auszurüsten, welche eine besonders genaue Steuerung der Lanzen ermöglicht. Die Vorschubmotore sind miteinander koppelbar, so daß sowohl die Sauerstoff- wie die Kohlelanze gleichzeitig in die Schmelze eingefahren werden können, wobei aber aufgrund der besonderen Ausrüstung auch die Möglichkeit gegeben ist, beide Lanzen getrennt voneinander zu verfahren.
Denkbar ist es, die Vorschubmotoren gleichzeitig oder gesondert als Vorschubvorrichtung für Temperaturmeßstäbe zu verwenden, die Temperatur im Elektroofen messen.
Eine besonders zweckmäßige Ausbildung sieht vor, daß die Kragarme als Schwenkarme ausgebildet und zusätzlich mit Probe­ greifern ausgerüstet sind. Dadurch können Proben der Schmelze entnommen werden, ohne daß zusätzliche Geräte herbeigeholt und eingesetzt werden müssen. Vielmehr kann von einer einzigen Vorrichtung aus die Schmelze beeinflußt und überwacht werden, so daß jeweils optimale Betriebsbedingungen eingehalten werden können.
Ein rasches Wechseln der Lanzen ist möglich, da sie über eine leicht lösbare Stecksicherheitsvorrichtung mit dem Schlauch koppelbar sind. Dadurch ist auch die Möglichkeit gegeben, die Einblaslanzen gegen Brennlanzen auszutauschen, so daß mit ein und derselben Vorrichtung auch beispielsweise das Schlacke­ schneiden am Ofen durchgeführt werden kann. Weiter ist es möglich, mit geringen Änderungen mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung Brennlanzen durch das Schlacketor des Ofens einzu­ führen, um Schlacke, die sich dort gebildet hat, zu schneiden, wobei die Lanzen sowohl horizontal wie vertikal bewegt werden können.
Um die Kragarme und damit die Lanzen jeweils in einen optimalen Anstellwinkel bringen und dort fixieren zu können, sieht die Erfindung vor, daß die Kragarme in Gabeln schwenk­ bar gelagert und über Hydraulikzylinder im Anstellwinkel verstellbar sind. Über die Hydraulikzylinder kann der Kragarm in der Gabel verschwenkt und dann in die jeweils vorgegebene Lage so gehalten werden, daß auch bei auftretenden Bean­ spruchungen die Lanze jeweils in der vorgegebenen Position gesichert ist.
Sowohl bei der halbautomatischen wie bei der vollauto­ matischen Ausführung der Vorrichtung ist es von Vorteil, wenn der Bereich der Stecksicherheitsvorrichtung und über­ haupt der Kragarm leicht erreichbar ist, was dadurch möglich ist, daß beidseitig des Turms eine erhöhte, über eine Treppe erreichbare Standfläche vorgesehen ist, unter der die Schlauch­ trommeln positioniert sind, die die Schläuche über Federkraft gespannt halten und auftrommeln. Diese Anordnung der Schlauch­ trommeln ist von Vorteil, weil dort der notwendige Platz vor­ handen ist und weil dadurch eine gesamte übersichtliche Auf­ teilung der einzelnen Geräteschaften auf dem Fahrgestell möglich ist. Über die Treppe und die Standfläche ist der Bedienungs­ mannschaft die Möglichkeit gegeben, beim Auswechseln der Lanzen von einem sicheren Standpunkt aus zu arbeiten, so daß damit auch gleichzeitig eine schnelle Abwicklung erreicht wird. Da die Treppe und die Standfläche auf beiden Seiten des Turms vorgesehen ist, sind damit auch beide Kragarme gut erreichbar, so daß auch bei schwersten Ausführungen optimale Arbeitsbedingungen vorgegeben werden können.
Der Lanzenhalter, vor allem in Form des Transport­ schlittens, wird bis dicht an den Elektroofen herangeführt, was ohne weiteres möglich ist, weil nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung der Kragarm einen dem Lanzenhalter, insbesondere in Form des Transportschlittens vorgeordneten Schutzschild aufweist, der auch die Führungsrollen trägt. Damit ist gleichzeitig der weitestvorliegende Punkt vorge­ gegeben, an dem die Führungsrollen angeordnet werden können, um die weiter vorn schon erwähnte optimale Führung der Lanzen während des Gesamtbetriebes zu gewährleisten.
Je nach den Gegebenheiten kann der häufige Ortswechsel hinderlich sein. Um dann Nachteile und Behinderungen zu vermeiden, sieht die Erfindung vor, daß der Turm festmontiert vor dem Ofen angeordnet ist. Im übrigen behält er aber die weiter vorn beschriebenen Vorteile und verfügt über eine motorische oder manuelle Höhenverstellung.
Beim Einblasen oder Zuführen von Sauerstoff kann die Freisetzung von Gasen und Staub verringert oder gar unter­ bunden werden, wenn die Zufuhreinrichtung der Sauerstofflanze regelbar ausgebildet und Anschlüsse für die Zumischung weiterer Gase oder auch Flüssigkeiten aufweist. Hier sind Gase oder Flüssigkeiten vorzusehen, die eine entsprechende Bindewirkung entfalten.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß die schwere Arbeit vor dem Elektroofen oder einem ähnlichen Arbeitsplatz durch einen voll oder halbautomatischen und leicht zu bedienenden Roboter ersetzt wird, wobei der Lanzenführer nicht mehr den Gefahren und Arbeitsbeschwernissen ausgesetzt ist, sondern von einem sicheren Standpunkt aus durch Knopfdruck die einzelnen Arbeiten bzw. Tätigkeiten ausführen kann. Aufgrund der gleichmäßigen und sicheren Führung der Lanzen und des gleich­ mäßigen Verschiebens kann ein Verschleiß weitgehend verhindert werden. Da praktisch jederzeit und in der notwendigen Menge Sauerstoff, andere Gase, Kohlenstaub und andere Pulver zur Verfügung stehen, kann der gesamte Arbeits-, insbesondere Schmelzprozeß unter Verringerung des Stromverbrauches abge­ wickelt werden. Die dafür jeweilig notwendigen Arbeiten können konsequenter und in kürzeren Zeitabschnitten vorge­ nommen werden. Dort, wo die Schmelzzeit verkürzt werden soll, kann der Sauerstoffausstoß erhöht werden, ohne daß weitere Maßnahmen erforderlich sind, da die Vorrichtung mit den Lanzenrohren innerhalb kürzester Zeit am Arbeitsort ist. Be­ sonders vorteilhaft ist, daß die Unfallhäufigkeit reduziert und Arbeitsunterbrechnungen am Ofen vermieden werden. Eine weitere Verbesserung der Effiziens und/oder des Umweltschutzes kann durch Zugabe weiterer, die Staub- und Gasbildung unter­ drückender Gase und Flüssigkeiten erreicht werden. Zum horizontalen Verschwenken verfügt der Turm über eine Drehbühne oder eine Drehsäule. An den Schwenkarmen sind die Lanzenhalter­ köpfe angeordnet, so daß ein großer Schwenk- und Bedienungsbereich abgedeckt ist.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegen­ standes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausfüh­ rungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines vor der Schmelze stehenden Lanzenroboters,
Fig. 2 eine Vorderansicht des Lanzenroboters,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des Lanzen­ roboters,
Fig. 4 eine Seitenansicht mit einem der Kragarme und
Fig. 5 das obere Ende des Turms mit der Halterung und Führung des Kragarms.
Fig. 1 zeigt den Lanzenroboter (1) in Seitenansicht, wobei der Elektroofen (2) mit der Schmelze (3) angedeutet ist. Die Lanzen (4, 5) für Sauerstoff und Kohle sind bis in die Schmelze (3) hineingeführt, so daß eine gleichmäßige Beschickung mit Sauerstoff und Kohle gewährleistet ist.
Die Lanzen (4, 5) sind über Schläuche (6), die auf Schlauchtrommeln (7) über Federkraft immer stramm aufge­ wickelt werden, mit der Versorgungseinheit verbunden, die hier nicht dargestellt ist.
Die Lanzen (4) werden durch einen vom Kragarm (9) getragenen Lanzenhalter (10) jeweils in die entsprechende Position gebracht und darin gehalten, wobei die Kragarme (9, 12) wiederum mit dem Turm (8) verbunden sind bzw. an diesem verschwenkbar gelagert sind. Der Turm (8) ist in der Höhe verstellbar, wozu ihm hier nicht gezeigte Hydrau­ likzylinder zugeordnet sind, die den Turm (8) auseinander­ schieben oder zusammenfahren.
Zur Schonung der Schläuche (6, 6′, 6′′) dient eine Schlauchführung (11), so daß hohe Standzeiten dieser Schläuche (6) gewährleistet sind.
Die gesamte Vorrichtung zum Halten und Verschieben der Kragarme (9) mit Turm (8) und allen Einzelteilen sind einem Fahrgestell (14) zugeordnet. Dieses Fahrgestell (14) weist am hinteren Ende größere Hinterräder (15) und kleinere Räder (16) auf, wobei dem Hinterrad (15) ein Elektromotor (17) zugeordnet ist, so daß der gesamte Lanzenroboter (1) verfahren werden kann und zwar unabhängig davon, ob er auf Schienen montiert ist oder so auf dem Boden verfahren wird. Er kann mit Handsteuerung oder mit Fernsteuerung verfahren werden, je nachdem, wie dies gewünscht wird. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Fahrgestell (14) mit einem Kran zu kombinieren, über den oder an dem dann der Lanzenroboter (1) auf den Elektroofen (2) zugefahren oder von ihm wegbewegt werden kann.
Der Lanzenführer kann auf dem Fahrgestell (14) stehend oder auch sitzend das Fahrgestell (14) verfahren und in jeder Einzelheit bedienen, wozu ihm am Heck des Fahrstells (14) ein Schaltpult (18) zur Verfügung steht. Vor diesem Schaltpult (18) ist ein Sitzplatz (19) vorge­ sehen, so daß er recht bequem die einzelnen Funktionen des Lanzenroboters auslösen kann.
Vom Schaltpult (18) aus kann der Lanzenführer nicht nur den elektrischen Motor (17) für den Fahrantrieb be­ dienen, sondern auch die Vorschubmotoren (20), mit denen beispielsweise über Kettentrieb (21) der Lanzenhalter (10) in Form des Transportschlittens (22) entlang des Kragarms (9 bzw. 12) verfahren werden kann. Der Schlauch (6) wird dabei wie bereits erwähnt über die Schlauchführung (11) gesichert, während die Lanze (4 bzw. 5) in Führungsrollen (23, 24) an der Spitze (25) des Kragarms (9 bzw. 12) ge­ sichert und geführt ist. Die Anordnung dieser Führungsrollen (23, 24) an der Spitze (25) wird besonders deutlich anhand der Fig. 2.
Fig. 2 zeigt weiter, daß die beiden Kragarme (9, 12) im Abstand zueinander angeordnet sind, wobei jedem der Kragarme (9, 12) ein Vorschubmotor (20) zugeordnet ist, so daß beide unabhängig voneinander bedient werden können.
Fig. 2 verdeutlicht außerdem die besonders gesicherte Vorderseite (28) des Fahrgestells (14) bzw. des Lanzen­ roboters (1). Die Vorderseite (28) ist mit Hitzeschutz­ platten (29) so gesichert, daß die dahinterliegenden Einzel­ einrichtungen des Lanzenroboters (1) vorteilhaft gesichert sind. Über ein durchgehendes aus entsprechend gesicherten Glasscheiben bestehendes Querfeld (30) ist dem am Heck des Fahrgestells (14) sitzenden Lanzenführer die Möglichkeit gegeben, jeweils genau zu überprüfen, wie der Lanzenroboter (1) bzw. die Kragarme (9, 12) und die Vorschubmotoren (20) usw. auf seine Steuerung reagieren.
Zusätzlich zu den Hitzeschutzplatten (29) auf der Vorderseite (28) sind vorne an der Spitze (25) der Kragarme (9, 12) Schutzschilde (32) angebracht, die den bis dicht dahinter herangefahrenen Transportschlitten (22) schützen sollen und die gleichzeitig die Lagerung für die Führungs­ rollen (23, 24) aufweisen.
Fig. 2 zeigt eine perspektivische Wiedergabe des Lanzenroboters (1), wobei insbesondere die eine der seitlich angeordneten Treppen (34) mit Standfläche (33) deutlich wird. Von dieser Standfläche (33) aus kann der Lanzenführer an den Kragarm, den Transportschlitten (22) und an die anderen Einzelteile gut herankommen, so daß er insbesondere bei einer abgebrannten Lanze (4, 5) ein schnelles Aus­ wechseln vornehmen kann.
Das schnelle Auswechseln der Lanzen ist durch eine besondere Stecksicherheitsvorrichtung (36) gegeben, die eine Schnellkupplung (37) zur schnellen Verbindung von Schlauch (6) und Lanze (4 bzw. 5) beinhaltet.
Fig. 4 macht weiter deutlich, daß die Ausführung des Lanzenhalters (10) in der Form des Transportschlittens (22) als besonders vorteilhaft angesehen werden kann, weil dadurch ein ruhiger und gleichmäßiger Vorschub der Lanzen (4, 5) gewährleistet ist. Gleichzeitig dient dieser gleich­ mäßige und ruhige Vorschub auch dazu, den Schlauch gesichert zu führen, der beim Rückziehen des Transportschlittens (22) über den Kettentrieb (21) von der Schlauchtrommel (7) wieder aufgenommen wird, ohne daß sich nachteilige Klanken bilden können.
Fig. 4 verdeutlicht weiter die günstige Lage der Füh­ rungsrollen (23, 24) vorne an der Spitze des Kragarms (9) .
Fig. 5 schließlich zeigt eine Einzelheit im Bereich des oberen Endes des Turms (8). Der Turm (8) weist hier eine Gabel (38) auf, in der hier der Kragarm (9) schwenkbar gelagert ist. Hierzu ist ein Hydraulikzylinder (39) sowohl mit dem Tragbalken (41) wie mit dem Turm (8) verbunden, so daß der aus Führungsschiene (40) und Tragbalken (41) bestehende Kragarm (9) jeweils in die optimale Lage ge­ schwenkt und dort fixiert werden kann. Da er über den Hydraulikzylinder (39) in der jeweils gewählten Lage fixiert ist, kann ein jeweils optimaler Anstellwinkel des Kragarms (9 und 12) eingestellt und gewährleistet werden.
Der Lanzenrobotor (1) kann vorteilhaft zum Schneiden von Schlacke bzw. "Bären" bzw. großen Schrottblöcken auf dem Schrottplatz o.ä. benutzt werden. Der Lanzenrobotor ist mit einer Brennlanze ausgerüstet.
Der Lanzenrobotor (1) kann auch mit Brennlanzen ausgerüstet werden, die durch das Schlacketor des Elektroofens eingeführt werden, um Schlacke, die sich dort bildet, zu schneiden. Auch diese Brennlanzen sind sowohl horizontal wie vertikal zu bewegen.
Als ein weiterer Einsatzortfür den Lanzenrobotor (1) ist im Stahlwerk der Pfannensäuberungsplatz zu nennen, wo Transportpfannen auszubrennen sind. Schließlich ist auch ein Einsatz des Lanzenrobotors (1) zum Zerschneiden von Betonwänden u.ä. denkbar. Bei den Schneidarbeiten vor allem ist der Einsatz einer transportablen, hebbaren Glocke mit einer Rauch- /Abgas-, Absaugeeinrichtung von Vorteil, um alle Abgase beim Brennen und Schneiden aufzufangen und zu ent­ sorgen.
Kombinieren kann man den Lanzenrobotor (1) mit
  • - Sauerstofflanzen
  • - Sauerstofflanzen mit Zumischeinrichtungen für weitere Gase/Flüssigkeiten,
  • - Schneid-/Brennlanzen mit Sauerstoff-, Acetylen und/oder Erdgasbeimischung,
  • - Pulverschneidbrenngeräte mit Sauerstoff-, Acetylen- und Pulverbeimischung.

Claims (15)

1. Vorrichtung zur Manipulation der Sauerstoff- und/oder Kohlelanzen, insbesondere vor dem elektrischen Lichtbogen­ ofen mit den an einem Turm mit Kragarm angeordneten und die verschieblich ausgebildeten Lanzen ausrichtenden Lanzen­ haltern sowie den die Schläuche speichernden Schlauch­ trommeln, dadurch gekennzeichnet, daß der Turm (8) in der Höhe verstellbar und um seine Längs­ achse drehbar ausgebildet ist und ein Fahrgestell (14) aufweist, daß der Kragarm (9, 12) mit den Lanzenhaltern (10) im Anstellwinkel verstellbar mit dem Turm verbunden ist, daß die Lanzenhalter (10) über Vorschubmotoren (20) verfügen und daß an der Spitze (25) der Kragarme (9, 12) Führungsrollen (23, 24) für die Lanzen (4, 5) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hinterräder (15) des Fahrgestells (14) über einen elektrischen Motor (17) antreibbar ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderseite (28) des Fahrgestells (14) mit Kühl­ platten oder Hitzeschutzplatten (29) ausgerüstet ist und ein aus Sicherheitsglas bestehendes Querfeld (30) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß rückseitig des Fahrgestells (14) ein Schaltpult (18) mit Sitzplatz (19) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lanzenhalter (10) über einen Transportschlitten (22) mit Kettentrieb (21) am Kragarm (9, 12) in dessen Längsrichtung verfahrbar angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrollen (23, 24) zugleich als Triebrollen ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubmotoren (20) für die Lanzen (4, 5) bzw. Lanzenhalter (10) mit Rutschkupplungen ausgerüstet und miteinander koppelbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kragarme (9, 12) als Schwenkarme ausgebildet und zusätzlich mit Probegreifern ausgerüstet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lanzen (4, 5) über eine leicht lösbare Stecksicher­ heitsvorrichtung (36) mit dem Schlauch (6) koppelbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kragarme (9, 12) in Gabeln (38) schwenkbar gelagert und über Hydraulikzylinder (39) im Anstellwinkel verstellbar sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig des Turms (8) eine erhöhte, über eine Treppe (34) erreichbare Standfläche (33) vorgesehen ist, unter der die Schlauchtrommeln (7) positioniert sind, die die Schläuche (6) über Federkraft gespannt halten und auftrommeln.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1 und Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kragarm (9, 12) einen dem Lanzenhalter (10), insbe­ sondere in Form des Transportschlittens (22) vorgeordneten Schutzschild (32) aufweist, der auch die Führungsrollen (23, 24) trägt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Turm (8) festmontiert vor dem Ofen angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführeinrichtung der Sauerstofflanze (4) regelbar ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführeinrichtung der Sauerstofflanze (4) Anschlüsse für weitere Gase oder auch Flüssigkeiten aufweist.
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