DE4037254A1 - Tiefziehmaschine zum formen, fuellen und verschliessen von behaeltern aus einer mittels einer foerdereinrichtung taktweise transportierten thermoplastischen kunststoffolienbahn - Google Patents
Tiefziehmaschine zum formen, fuellen und verschliessen von behaeltern aus einer mittels einer foerdereinrichtung taktweise transportierten thermoplastischen kunststoffolienbahnInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Tiefziehmaschine zum Formen,
Füllen und Verschließen von Behältern aus einer mittels einer
Fördereinrichtung taktweise transportierten thermoplastischen
Kunststoffolienbahn, mit einer Formstation, einer Füllstation
sowie einer Verschließ- und Stanzstation.
Tiefziehmaschinen der eingangs genannten Art gehen beispiels
weise aus der deutschen Offenlegungsschrift 37 39 432 hervor. Die
dort dargestellte Tiefziehmaschine bzw. Verpackungsmaschine weist
einen sich über die gesamte Länge der Maschine erstreckenden
Rahmen auf, von der die Formstation, die Füll- sowie Verschließ-
und Stanzstation getragen sind. Die auf der Eingangsseite der
Verpackungsmaschine von einer Vorratsrolle abgezogene Kunststoff
folienbahn wird von Greiferelementen von sich über die gesamte
Maschine erstreckenden seitlichen Transportketten erfaßt und durch
die Stationen zum entgegengesetzten Ende der Maschine geführt.
Unmittelbar vor der Versiegelungsstation ist eine weitere
Vorratsrolle zum Zuführen einer Deckelfolie vorgesehen. Bei der
bekannten Maschine, die nicht zum keimarmen oder aseptischen
Abfüllen von Produkten ausgebildet bzw. geeignet ist, wird die
Kunststoffolienbahn mithin von einer einzigen Fördereinrichtung
durch die gesamte Maschine hindurchgeführt und die Formstation
sowie die Verschließ- und ggf. Stanzstation werden von dem
gemeinsamen Rahmen der Maschine getragen.
Andererseits gehören keimarm oder aseptisch arbeitende
Thermoform-Füll- und Schließmaschinen zum Stand der Technik.
Solche Maschinen arbeiten an sich zufriedenstellend. Sie bedingen
jedoch einen vergleichsweise hohen Herstellungsaufwand. Bei der
bekannten Thermoformmaschine befinden sich die Heiz-, Form-, Füll-
und Vorsiegelstation in einem geschlossenen Sterilraum, der unter
konstantem Überdruck steht. Wegen der Anordnung der Formstation
innerhalb des geschlossenen Sterilraums muß die gesamte
Formstation aus nicht rostendem Werkstoff hergestellt werden. Da
die Formstation eine relativ umfangreiche Baugruppe der Maschine
darstellt, ist eine derart ausgebildete Thermoformmaschine recht
teuer. Außerdem ist der Aufwand zum Reinigen und zum Sterilisieren
recht hoch. Wegen des vergleichsweise großen Sterilraumes benötigt
man viel Energie für die Reinigungs- und Sterilisierflüssigkeit.
Diese Schwierigkeiten vergrößern sich noch, wenn die
Transportkette zum Bewegen der Kunststoffolienbahn sich durch die
gesamte Maschine, also von der Formstation aus bis zur Verschließ-
und Stanzstation, erstreckt. Die Transportketten müssen häufig
geschmiert werden, wodurch die Gefahr einer Reinfektion gegeben
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tiefziehmaschine
der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei vereinfachtem und
preiswertem Aufbau als Standard-, Keimarm- oder Aseptik-Maschine
eine flexible Ausgestaltung bzw. eine Vielfalt an Konfigurationen
ermöglicht und sich leicht und optimal reinigen und/oder
sterilisieren läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Füllstation in einem Abfüllraum und einem vorgeschalteten
Sterilisationsraum zum keimarmen oder aseptischen Abfüllen der
Behälter ausgebildet ist und daß zumindest die Formstation als
separate Baueinheit an die Füllstation angeschlossen ist. Der
Erfindungsgedanke besteht mithin zunächst darin, die Füllstation
einer üblichen, einen Abfüllraum und Sterilisationsraum zum
keimarmen oder aseptischen Abfüllen aufweisenden Füllmaschine mit
einer außerhalb des Sterilraums liegenden Formstation zu
verbinden. Somit brauchen die Bauteile der Formstation nicht aus
rostfreiem Werkstoff, wie z. B. Edelstahl, hergestellt zu sein,
wodurch sich die Herstellungskosten einer solchen kombinierten
Maschine erheblich reduzieren. Darüber hinaus kann der Sterilraum
der Füllmaschine kleiner gehalten werden, so daß sich demzufolge
auch der Aufwand zum Reinigen und Sterilisieren des Füll- und
Sterilisationsraumes bzw. der Becher erheblich reduzieren läßt.
Dennoch hat man es in der Hand, eine vielfältige Konfiguration
sicherzustellen, wenn man beispielsweise von dem weiteren
Erfindungsgedanken ausgeht, daß bei einer zum Formen, Füllen und
Verschließen von Behältern aus einer mittels einer
Fördereinrichtung taktweise transportierten thermoplastischen
Kunststoffolienbahn geeigneten Tiefziehmaschine mit einer
Formstation, einer Füllstation sowie einer Verschließ- und
Stanzstation erfindungsgemäß die Formstation und die Verschließ
und Stanzstation jeweils eine die Kunststoffolienbahn durch die
Tiefziehmaschine hindurchbewegende Fördereinrichtung aufweisen,
die synchron zueinander angetrieben sind. Eine derartige
Ausbildung mit separaten Fördereinrichtungen hat den Vorteil, daß
bei gleichbleibender Form sowie Verschließ- und Stanzstation eine
nicht aseptische Füllmaschine, beispielsweise eine übliche
Standardfüllmaschine erstellt werden kann. Auf diese Weise kann
man eine Vielzahl von Maschinentypen erzeugen, die wahlweise im
Standardbetrieb, also ohne Aseptik, oder aber im keimarmen
Abfüllbetrieb oder aseptischen Abfüllbetrieb gefahren werden
können. Wenn bei einer solchen Tiefziehmaschine die
Transportketten in der Formstation der Verschließ- und
Stanzstation geschmiert werden müssen, so kommt es durch die
außerhalb des Sterilbereichs einer Aseptikmaschine liegenden
Transporteinrichtungen zu keiner Reinfektion, so daß die
aseptischen Bedingungen durch die Fördereinrichtung in keiner
Weise beeinträchtigt werden.
Die Fördereinrichtungen in der Formstation und Verschließ- und
Stanzstation können eine endlos umlaufende Förderkette mit die
Kunststoffolienbahn erfassenden Greifelementen aufweisen, während
zwischen den Fördereinrichtungen im Bereich des Abfüllraums und
des Sterilisationsraums Führungsschienen zur Aufnahme der
Kunststoffolienbahn angeordnet sind. Auch hierdurch wird der
Aufbau der Tiefziehmaschine erheblich vereinfacht, da die sonst
bei vergleichsweise langen Förderketten auftretenden
Kettenlängungsprobleme aufgrund der unterschiedlichen Wärmeein
wirkungen hier nicht so eklatant auftreten.
Die außerhalb des Sterilraums angeordnete Formstation macht es
nunmehr möglich, daß z. B. von einer Banderoliereinrichtung
zugeführte Banderolen praktisch im trockenen Zustand eingeführt
werden, d. h. die Banderolen werden nicht mehr wie bisher, wo die
Formstation innerhalb des Sterilraums liegt, benetzt, so daß
demzufolge auch kein Einfluß auf die Aseptik aufgrund der
Banderoleneinführung entstehen kann.
Von besonderem Vorteil für die Erfindung ist, daß an den
Übergängen zwischen der Formstation und dem Sterilisationsraum
einerseits sowie dem eine Vorsiegelstation aufweisenden Abfüllraum
der Füllstation und der eine Hauptsiegelstation aufweisenden
Verschließ- und Stanzstation andererseits jeweils eine
verschließbare Schleuseneinrichtung angeordnet ist. Hierdurch ist
es möglich, die einzelnen Bereiche der Maschine erforderlichen
falls abzuschließen und abzudichten, z. B. nach dem Einführen des
Kunststoffolienbandes und/oder beim Reinigen und Sterilisieren der
Tiefziehmaschine. Eine solche Schleuseneinrichtung kann auch in
einer den Abfüllraum vom Sterilisationsraum trennenden
Zwischenwand angeordnet sein, wobei der Abfüllraum unter einem
höheren Sterilluftdruck als der Sterilisationsraum gehalten ist.
Dadurch kann kein Sterilisationsmittel, wie H₂O₂ in den Abfüllraum
gelangen.
Jede der Schleuseneinrichtungen weist einen innerhalb einer
Abdichtkammer im wesentlichen vertikal zur Bewegungsebene der
Kunststoffolienbahn verstellbar gelagerte und unter Belassung
eines steuerbaren Spaltes bis auf die Oberseite der Kunststoff
folienbahn absenkbare Abdichtplatte auf. Diese ist
zweckmäßigeweise mit einer rings umlaufenden, an den Wänden der
Abdichtkammer anliegenden Dichtlippe versehen. Die Abdichtplatte
weist an ihrer der Kunststoffolienbahn zugewandten Seite
mindestens eine drehbar und freibeweglich gelagerte Rolle auf.
Zweckmäßigerweise ist eine Rolle innerhalb jeweils einer auf
gegenüberliegenden Seiten der Abdichtplatte vorgesehenen
Ausnehmungen an je einer quer zur Transportrichtung der Kunststoff
folienbahn angeordneten Lagerachse drehbar gelagert und durch ihr
Eigengewicht an der Kunststoffolie in Anlage gehalten.
Die Schleuseneinrichtung im Einlaßbereich zwischen der Formstation
und des Sterilisationsraums sowie im Auslaßbereich zwischen dem
Abfüllraum und der Verschließ- und Stanzstation ist jeweils mit
einem eine Schleusenöffnung verschließenden Verschlußelement,
beispielsweise in Form einer Schwenkklappe versehen, so daß diese
Räume im Falle der Reinigung und Sterilisation gegenüber der
Außenseite abgeschlossen werden können.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 Eine Tiefziehmaschine in Standardausführung,
Fig. 2 eine Tiefziehmaschine mit einer eine keimarme Abfüllung
ermöglichenden Fülleinrichtung sowie einer
Banderoliereinrichtung,
Fig. 3 eine Tiefziehmaschine mit aseptischer Abfüllung,
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende vergrößerte Darstellung der
Tiefziehmaschine mit Schleuseneinrichtungen,
Fig. 5 einen Ausschnitt der Fig. 3 im Bereich der Schleusenein
richtung zwischen einer Formstation und einem
Sterilisationsraum der Tiefziehmaschine,
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI der Fig. 5,
Fig. 7 einen Schnitt entlang der Linie VII-VII der Fig. 4,
Fig. 8 eine Schnittdarstellung der Schleuseneinrichtung im
Bereich zwischen dem Abfüllraum und dem Sterilisations
raum.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Tiefziehmaschine ist eine
Kunststoffolienbahn 1 von einer Vorratsrolle 2 über eine separat
angeordnete Formstation 3 geführt. In der Formstation 3 werden
mittels einer nicht dargestellten Heizvorrichtung die Kunst
stoffolienbahn erwärmt und mittels eines Formwerkzeugs Behälter
oder dgl. in die Kunststoffolienbahn eingeformt. Die Formstation 3
besitzt eine Fördereinrichtung 4, die aus einer endlos umlaufenden
Transportkette 5 besteht. Hinter der Formstation 3 gelangt die
Kunststoffolienbahn 1 in eine Füllstation 6, die eine
Dosiereinrichtung 7 aufweist und in der die angeformten Behälter
mit dem abzufüllenden Produkt gefüllt werden. Am Ende der
Füllmaschine wird eine von einer Vorratsrolle 8 kommende
Deckelfolie 9 dem Kunststoffolienband 1 zugeführt und in einer
Vorsiegelstation 42 (Fig. 4) auf die Behälter aufgesiegelt. In
einer an die Füllmaschine 6 anschließenden Verschließ- und
Stanzstation 11, die eine Hauptsiegelstation aufweist, werden die
Behälter endgültig versiegelt und aus dem Folienband ausgestanzt.
Diese ausgestanzten Becher werden dann über einen Abtransport 12
abgeführt. Die Verschließ- und Stanzstation 11 besitzt gleichfalls
eine separate Fördereinrichtung 13, die eine endlos umlaufende
Förderkette 14 aufweist. Die beiden Förderketten 5 und 14 sind
synchron angetrieben. Die Füllstation 6 und die Formstation 3
einerseits sowie die Füllstation und Stanz- und Verschließstation
11 andererseits stehen über weiter unten näher erläuterte
Schleusen miteinander in Verbindung.
In Fig. 2 ist eine weitgehend identisch ausgebildete Tiefzieh
maschine dargestellt mit dem Unterschied, daß der Füllbereich der
Füllmaschine 6 über ein Leitungssystem 15 an ein Sterilluftsystem
angeschlossen werden kann. Dadurch ist eine keimarme Abfüllung der
Behälter möglich. Darüber hinaus kann der Formstation 3 eine
Banderoliereinrichtung 16 zugeordnet sein, so daß von dieser
während des Formens der Behälter in die Tiefziehfolie Banderolen
zugeführt werden können.
Die in Fig. 3 dargestellte Tiefziehmaschine ist für einen
aseptischen Füllbetrieb ausgerüstet. Zu diesem Zweck wird in einem
Sterilisationsraum 17, der einem Abfüllraum 18 der Füllstation 6
vorgeschaltet ist, über geeignete Vorrichtungen ein Sterilisations
mittel, wie z. B. H2O2 in die Behälter eingesprüht. Ferner werden
im Sterilisationsraum 17 nach dem Einbringen des Sterilisations
mittels die Behälter mittels heißer Sterilluft beaufschlagt. Der
Sterilisationsraum 17 und der Abfüllraum 18 sind über eine eine
Schleuse aufweisende Zwischenwand 19 voneinander getrennt. Ferner
wird die Deckelfolie 9 über ein Sterilisationsmittelbad 21
gleichfalls in den Abfüllraum eingeführt und in oben beschriebener
Weise mit der Kunststoffolienbahn 1 in der Vorsiegelstation 42 und
Hauptsiegelstation miteinander verbunden.
Eine detailliertere Beschreibung des Füllbereichs der
Tiefziehmaschine mit den Schleuseneinrichtungen geht aus Fig. 4
hervor. Wie dort zu sehen ist, ist zwischen der Formstation 3 und
dem Sterilisationsraum 17 sowie letzterem und dem Abfüllraum 18
sowie zwischen diesem und der Verschließ- und Stanzstation 11
jeweils eine Schleuseneinrichtung 22, 23 und 24 vorhanden. Die
Schleuseneinrichtungen sind im Prinzip gleich ausgebildet. Es wird
daher nachfolgend die im Einlaßbereich angeordnete Schleusenein
richtung 22 näher erläutert. Diese weist eine Abdichtplatte 25
auf, die durch eine Zylinder-Kolben-Einheit 26 im wesentlichen
vertikal zur Bewegungsebene der Kunststoffolienbahn 1 innerhalb
einer Abdichtkammer 27 auf und ab bewegbar ist. Die Abdichtplatte
25 besitzt eine ringsum laufende Dichtlippe 28, die an den
Wandungen der Abdichtkammer 27 anliegt. An der der
Kunststoffolienbahn 1 zugewandten Seite sind an der
Abdichtplatte 25 zwei Rollen 29, 30 angeordnet, die um eine quer
zur Bewegungsrichtung verlaufende Lagerachse 31 drehbeweglich
gelagert sind. Einzelheiten dieser Ausgestaltung und Lagerung der
Rollen ergeben sich aus den Fig. 5 und 6. Die Rollen 29, 30 sind
mit ihrer Achse in einem Langloch 32 der Abdichtplatte 25
gelagert, so daß die Rollen mit ihrem Eigengewicht auf der
Oberseite der Kunststoffolienbahn 1 aufliegen können. Die Achsen
der Rollen 29, 30 liegen in Ausnehmungen 33 der Abdichtplatte. Die
Lagerung ist dabei so getroffen, daß an der Außenseite der Rollen
und den Wandungen der Ausnehmungen 33 ein Spalt verbleibt, der in
einen beispielsweise durch ein Druckmanometer geregelten Spalt 34
zwischen der Unterseite der Abdichtplatte 25 und der Oberseite der
Folienbahn 1 übergeht. Über diesen Spalt und einen Kanal 35 in der
Abdichtplatte 25 kann einerseits aus dem Sterilisationsraum 17 und
andererseits Sterilluft und von der Außenseite her Außenluft
angesaugt werden. Zu diesem Zweck ist die Abdichtkammer 27 über
eine Leitung 36 mit einer nicht dargestellten Saugeinrichtung
verbunden. Im Bereich der Abdichtkammer 27 sind die angeformten
Behälter der Kunststoffolienbahn 1 auf einer Führungsplatte 37
geführt. Schließlich ist im Bereich einer Einlaßöffnung 38 in der
Wandung der Abdichtkammer 27 ein Verschlußelement in Form einer
Schwenkklappe 39 angeordnet, um den Raum gegenüber der Außenseite
abzuschließen. Dies geschieht bei Reinigung und/oder Sterilisation
der Tiefziehmaschine.
In der Zwischenwand 19 zwischen dem Sterilisationsraum 17 und dem
Abfüllraum 18 befindet sich lediglich die Schleusenöffnung 38,
ohne daß dort eine Schwenkklappe vorgesehen ist. Der Abfüllraum 18
steht unter einem höheren Druck als der Sterilisationsraum 17, um
einen Eintritt von H₂O₂ in den Abfüllraum 18 zu verhindern. Im
übrigen befinden sich in diesen beiden Räumen Führungsschienen 41
zur Führung der Kunststoffolienbahn 1. Am Ende des Abfüllraums ist
die Vorsiegelstation 42 angeordnet, in der die Deckfolie 9 so an
die Außenränder der Behälter angesiegelt wird, daß ein
geschlossener "Schlauch" den Sterilraum durch die dort vorgesehene
Austragsschleuse verlassen kann. In der anschließenden
Hauptsiegelstation der Verschließ- und Stanzstation werden dann
die einzelnen Becher versiegelt und schließlich ausgestanzt.
Einzelheiten der zwischen dem Sterilisationsraum 17 und dem
Abfüllraum 18 angeordneten Sterilisiereinrichtungen 23 gehen aus
Fig. 8 hervor. In dem Abfüllraum 18 und dem Sterilisationsraum
sind nicht dargestellte Sprühköpfe angeordnet, über die
Reinigungsmittel oder Sterilluft eingeführt werden kann. Am
unteren Ende der Räume sind Ablaufstutzen angeordnet, so daß die
eingeführten Reinigungs- und Sterilisationsmittel zu einer nicht
dargestellten Förderpumpe gefördert werden können. Zum Reinigen
und Sterilisieren der Räume werden die Schwenkklappen 39
geschlossen.
Beim Einführen der Kunststoffolienbahn 1 in den Sterilisations
raum 17 wird die Abdichtplatte 25 der Schleuseneinrichtung 22 über
die Zylinder-Kolben-Einheit 26 hochgefahren, so daß die
Kunststoffolienbahn 1 ungehindert in die Maschine eingeführt
werden kann. Das gleiche geschieht an den anderen
Schleuseneinrichtungen 23 und 24. Wenn die Kunststoff
folienbahn 1 voll eingeführt ist, werden die Abdichtplatten 25 bis
auf den verbleibenden steuerbaren Spalt 34 bis auf die Oberseite
der Kunststoffolienbahn abgesenkt.
Claims (15)
1. Tiefziehmaschine zum Formen, Füllen und Verschließen von Behältern
aus einer mittels einer Fördereinrichtung taktweise
transportierten, thermoplastischen Kunststoffolienbahn, mit einer
Formstation (3), einer Füllstation (6) sowie einer Verschließ- und
Stanzstation (11), dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest die Füllstation (6) in einem Abfüllraum (18) und
einem vorgeschalteten Sterilisationraum (17) zum keimarmen oder
aseptischen Abfüllen der Behälter ausgebildet ist und daß
zumindest die Formstation (3) als separate Baueinheit an die
Füllstation (6) angeschlossen ist.
2. Tiefziehmaschine zum Formen, Füllen und Verschließen von Behältern
aus einer mittels einer Fördereinrichtung taktweise
transportierten, thermoplastischen Kunststoffolienbahn mit einer
Formstation (3), einer Füllstation (6) sowie einer Verschließ- und
Stanzstation (11), dadurch gekennzeichnet,
daß die Formstation (3) und die Verschließ- und Stanzstation (11)
jeweils eine die Kunststoffolienbahn (1) durch die
Tiefziehmaschine hindurch bewegende Fördereinrichtung (4, 13)
aufweisen, die synchron zueinander angetrieben sind.
3. Tiefziehmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtungen (4, 13)
eine endlos umlaufende Förderkette (5, 14) mit die Kunststoff
folienbahn (1) erfassenden Greiferelementen aufweisen.
4. Tiefziehmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
Fördereinrichtungen (4, 13) im Bereich des Abfüllraums (18) und
des Sterilisationsraums (17) Führungsschienen (41) zur Aufnahme
der Kunststoffolienbahn (1) angeordnet sind.
5. Tiefziehmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß an den
Übergängen zwischen der Formstation (3), der ggf. eine
Banderoliereinrichtung (16) zugeordnet ist, und dem
Sterilisationsraum (17) einerseits sowie dem eine
Vorsiegelstation (42) aufweisenden Abfüllraum (18) der Füllstation
(6) und der eine Hauptsiegelstation aufweisenden Verschließ- und
Stanzstation (11) andererseits jeweils eine verschließbare
Schleuseneinrichtung (22, 24) angeordnet ist.
6. Tiefziehmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Abfüllraum (18) und der Sterilisationsraum (17) durch eine mit
einer Schleuseneinrichtung (23) versehene Zwischenwand (19)
voneinander getrennt sind.
7. Tiefziehmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Abfüllraum (18) unter einem höheren Sterilluftdruck als der
Sterilisationsraum (17) gehalten ist.
8. Tiefziehmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Schleuseneinrichtung (22, 23, 24) eine innerhalb einer
Abdichtkammer (27) im wesentlichen vertikal zur Bewegungsebene der
Kunststoffolienbahn (1) verstellbar gelagerte und unter Belassung
eines steuerbaren Spaltes (34) bis auf die Oberseite der
Kunststoffolienbahn (1) absenkbare Abdichtplatte (25) aufweist.
9. Tiefziehmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Abdichtplatte (25) eine ringsum verlaufende und an den Wänden der
Abdichtkammer (27) anliegende Dichtlippe (28) aufweist.
10. Tiefziehmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Abdichtplatte (25) an ihrer der Kunststoffolienbahn (1)
zugewandten Seite mindestens eine drehbar und frei beweglich
gelagerte Rolle (29 bzw. 30) aufweist.
11. Tiefziehmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß auf
gegenüberliegenden Seiten der Abdichtplatte (25) je eine
Ausnehmung (33) angeordnet ist, innerhalb welcher die jeweils eine
der Rollen (29 bzw. 30) um eine quer zur Transportrichtung der
Kunststoffolienbahn (1) angeordnete Lagerachse (31) drehbar
gelagert ist und daß die Rollen durch ihr Eigengewicht an der
Kunststoffolienbahn (1) in Anlage gehalten sind.
12. Tiefziehmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß bei der
Schleuseneinrichtung (22) im Einlaßbereich zwischen der
Formstation (3) und des Sterilisationsraumes (17) die
Abdichtkammer (27) und über einen Kanal (35) in der
Abdichtplatte (25) der Spalt (34) zwischen der Abdichtplatte (25)
und der Kunststoffolienbahn (1) mit einer Saugeinrichtung in
Verbindung stehen.
13. Tiefziehmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Schleuseneinrichtung (22) im Einlaßbereich zwischen der
Formstation (3) und des Sterilisationsraums (17) sowie im
Auslaßbereich zwischen dem Abfüllraum (18) und der Verschließ- und
Stanzstation (11) jeweils ein die Schleusenöffnung (38)
verschließendes Verschlußelement (39) aufweisen.
14. Tiefziehmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Verschlußelement als Schwenkklappe (39) ausgebildet ist.
15. Tiefziehmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14,
gekennzeichnet durch jeweils im Bereich der
Schleuseneinrichtungen (22, 23, 24) angeordnete
Führungsplatten (37) für die bodenseitige Führung der in die
Kunststoffolie angeformten Behälter.
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