DE406036C - Galvanisches Element mit positiver Elektrode aus poroeser Kohle - Google Patents
Galvanisches Element mit positiver Elektrode aus poroeser KohleInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01M—PROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
- H01M12/00—Hybrid cells; Manufacture thereof
- H01M12/04—Hybrid cells; Manufacture thereof composed of a half-cell of the fuel-cell type and of a half-cell of the primary-cell type
- H01M12/06—Hybrid cells; Manufacture thereof composed of a half-cell of the fuel-cell type and of a half-cell of the primary-cell type with one metallic and one gaseous electrode
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 13. NOVEMBER 1924
REICHS PATE NTAMT
PATENTSCHRIFT
- JHt 406036 -KLASSE 21 b GRUPPE 7
(F 53292
Dr. Charles Jean Victor Fery in Paris.
Galvanisches Element mit positiver Elektrode aus poröser Kohle. Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Januar 1923 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldung in Frankreich vom 27. Dezember 1922 beansprucht.
Bei den galvanischen Elementen, deren De- ; rosität am wirksamsten sind. Die Anwendung
polarisation durch Luft erfolgt, hängt die von Holzkohle zur Herstellung von Elektro-
Wirksamkeit der Elektrode, die im allgemei- den bietet indessen gewisse Nachteile. Zu-
nen aus Kohle besteht, hauptsächlich von den ! nächst leitet die Holzkohle infolge ihrer gro-
katalysierenden Eigenschaften dieser Kohle ßen Porosität schlechter als Retortenkohle
* ab. Andererseits ist es bekannt, daß Elek- oder Graphit, die sehr viel dichter sind.
■> troden aus Holzkohle wegen deren großer Po- . Andererseits haben alle Bindeverfahren zwar
den Vorteil, die Leitfähigkeit der Masse zu vermehren, aber den Nachteil, die Porosität
zu vermindern, indem die feinen Kanäle der Holzkohle mehr oder weniger verstopft werden.
Ein weiterer Nachteil ergibt sich daraus, daß nach einer gewissen Gebrauchsdauer die
Holzkohlenelektrode einen großen Teil ihrer katalysierenden Wirksamkeit verliert, weil
ihre Poren durch die darin niedergeschlagenen Oxyde des Zinks verstopft werden.
Die Erfindung bezieht sich auf ein galvanisches Element, dessen Depolarisation durch
Luft erfolgt, und bei dessen Elektrode die katalysierenden Eigenschaften der Holzkohle
ausgenutzt sind; die Elektrode ist aber so ausgeführt, daß den vorher erwähnten Übelständen
abgeholfen wird.
Das neue Element ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß die positive Elektrode
aus einem röhrenförmigen Körper aus gut leitender Kohle, z. B. Retortenkohle, besteht,
der an seinen beiden Enden offen ist und Holzkohle in Form von Pulver oder kleinen
Stücken enthält. Diese Holzkohle wird im Inneren des röhrenförmigen Körpers durch
eine an diesem befestigte Leinwand oder eine für Flüssigkeiten und Gase durchlässige poröse
Wand festgehalten.
Die negative Elektrode ist in an sich bekannter Weise am Boden des Gefäßes unter- j
halb der positiven Elektrode gegenüber der ; in letzterer enthaltenen katalysierenden Holz- !
kohlenmasse wagerecht angeordnet.
Diese Anordnung bietet hauptsächlich folgende \rorteile: Sie sichert eine sehr große [
Berührungsfläche zwischen der leitenden posi- ,
tiven Elektrode und der katalysierenden Holz- j
kohlenmasse, in der die Depolarisation erfol- j
gen soll, und sie ermöglicht die Ausnutzung j
des gesamten Volumens der katalysierenden j Masse, weil letztere von der leitenden Elek- |
trode umgeben ist. j
Die Erfindung kann sowohl bei Elementen !■
mit flüssigen Elektrolyten als auch bei sol- ''
chen mit unbeweglich gemachten Elektrolyten !
angewendet werden. ;
Zum besseren Verständnis ist in der Zeichnung beispielsweise eine Ausführungsform \
eines Elementes gemäß der Erfindung dar- ι gestellt. Die Zeichnung stellt einen senkrechten
Schnitt durch ein solches' Element dar. Die positive Elektrode besteht aus einem :
aus gut leitender Kohle, z. B. Retortenkohle, bestehenden rohrförmigen Körper α von ge- ;
ringer Wandstärke. Dieser rohrförmige ' Körper, der an seinen beiden Enden offen ist,
enthält Holzkohle b in Form von Pulver oder kleinen Stücken. Die Holzkohlenmasse wird :
im Inneren des rohrförmigen Körpers a an dessen oberem und unterem Teil durch Leinj
wandstücke c, d festgehalten, die durch irgendwelche geeigneten Mittel befestigt sind. Die
; katalysierende Holzkohlenmasse könnte auch : auf einem Boden ruhen, der aus einer porösen
Scheidewand besteht, beispielsweise einer ' keramischen Scheibe aus schwach gebranntem
; oder verglühtem Porzellan, die an dem Ieitenj den röhrenförmigen Körper α mittels eines
' Kohlenkitts befestigt ist.
! Die beschriebene positive Elektrode ist in ein den beispielsweise aus Salmiaklösung bestehenden
Elektrolyten enthaltendes Gefäß c eingetaucht und wird in einem gewissen Abstand
vom Boden dieses Gefäßes gehalten. Zu diesem Zweck kann der Röhrenkörper a
am Deckel / des Gefäßes e befestigt sein. LTm
eine Verstopfung der Poren der katalysierenden Holzkohlenmasse b durch die schwer löslichen
Zinksalze zu 'vermeiden, die sich während des Gebrauchs des Elements bilden können,
ist die negative Zinkelektrode g am Boden des Gefäßes e, und zwar vorzugsweise
wagerecht angeordnet. Der Stromanschluß dieser negativen Elektrode erfolgt durch einen
leitenden Draht h, der im Inneren des EIements durch eine isolierende Hülse i geschützt
ist.
Selbstverständlich stellt die beschriebene Ausführungsform nur ein Beispiel dar, und
man kann jede beliebige andere Anordnung anwenden, um die Berührungsfläche zwischen
der Holzkohlenmasse und der leitenden Elektrode zu vermehren, beispielsweise könnte
letztere anstatt zylindrisch zu sein die Form eines Parallelepipeds von rechteckigem Querschnitt
haben.
Zur Vermehrung der Leitfähigkeit der katalysierenden Masse kann man der Holzkohle
eine gewisse Menge gut leitender Kohle, beispielsweise Graphit, beimischen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Galvanisches Element mit positiver, nur zum Teil in den Elektrolyten eintauchender Elektrode aus poröser Kohle und Luftdepolarisation, dadurch gekennzeichnet, daß die positive Elektrode durch einen röhrenförmigen senkrechten Körper aus gut leitender Kohle gebildet wird, der an beiden Enden offen ist und Holzkohle in Pulverform oder sehr kleinen Stückchen enthält, die durch eine am röhrenförmigen Körper befestigte, für Flüssigkeit und Gase durchlässige poröse Scheidewand (Leinwand, Porzellan 0. dgl.) festgehalten wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR406036X | 1922-12-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE406036C true DE406036C (de) | 1924-11-13 |
Family
ID=8897238
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF53292D Expired DE406036C (de) | 1922-12-27 | 1923-01-20 | Galvanisches Element mit positiver Elektrode aus poroeser Kohle |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE406036C (de) |
| FR (1) | FR571789A (de) |
-
1922
- 1922-12-27 FR FR571789D patent/FR571789A/fr not_active Expired
-
1923
- 1923-01-20 DE DEF53292D patent/DE406036C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR571789A (fr) | 1924-05-23 |
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