DE406357C - Lokomotive o. dgl., aus zwei Fahrzeugen bestehend - Google Patents

Lokomotive o. dgl., aus zwei Fahrzeugen bestehend

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DE406357C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C1/00Steam locomotives or railcars
    • B61C1/02Steam locomotives or railcars of articulated construction; with two or more engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Fire-Extinguishing By Fire Departments, And Fire-Extinguishing Equipment And Control Thereof (AREA)

Description

Zur Erzielung einer im Verhältnis zur Anzahl der Treibräder möglichst großen Zugkraft müssen die Drücke der Treibräder konstant und von höchster zulässiger Größe sein. Aus diesem Grunde wurden z. B. die Kohlen- und Wasservorräte auf einem besonderen Tender angeordnet. Bei Lokomotiven, die aus zwei Wagen bestehen und mit Kondensatoren versehen sind und bei denen der Dampfkessel einerseits und die Antriebmaschine, ganz oder teilweise, sowie ein der Kondensatoranlage angehörender, gegebenenfalls unter Vakuum arbeitender Flüssigkeitsbehälter andererseits, ganz oder teilweise auf je einem Wagen angeordnet sind, können Schwankungen der Drücke der Treibräder dadurch entstehen, daß die Flüssigkeitsmenge des Behälters schwankt. Entnimmt man das Speisewasser des Dampfkessels dem Behälter, so tritt eine Verminderung der Wassermenge des Flüssigkeitsbehälters und damit eine Verminderung der Raddrücke des den Flüssigkeitsbehälter tragenden Wagens ein, da die Wassermenge des Dampfkessels etwa konstant gehalten und der Wasserverlust ersetzt werden muß, der durch Dampfleckage an Wellendichtungen o. dgl. oder dadurch entsteht, daß der für den Betrieb gewisser Hilfsmaschinen, der Wärmeleitung des Zuges usw.
verwendete Dampf nicht ausgenutzt wird. Es wird also die Zugkraft der Lokomotive entsprechend .herabgesetzt.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung, durch die die Raddrücke der Treibräder des Kondensatorwagens konstant erhalten werden. Die Erfindung besteht darin, daß ein Behälter, der Zusatzwasser für das Lokomotivaggregat enthält, auf dem den Dampfkessel tragenden Wagen angeordnet ist.
In den beiliegenden Zeichnungen sind zwei Ausführungsformen einer nach der Erfindung ausgeführten Lokomotive in Abb. 1 und 2 schematisch dargestellt. Auf dem Kesselwagen ι sind der Dampfkessel 3, das Führerhaus 4 und der Kohlenbunker 5 angeordnet, während ein der Kondensatoranlage angehörender luftgekühlter Teil 6, der Flüssigkeitsbehälter 7 und der Antriebmotor sich auf dem Treibradwagen 2 befinden. Der Antriebmotor besteht bei der dargestellten Ausführungsform aus einer Dampfturbine 9, von der in bekannter Weise mittels des Zahnradgetriebes 10 und der Kurbelvorrichtung 11 die Bewegung auf die Treibräder 12 übertragen wird.
Die Wagen sind mittels einer bekannten Gelenkkupplung 14 derart zusammengekuppelt, daß ein bestimmter, idealer Drehpunkt erhalten wird. Der Dampf aus dem Dampfkessel wird der Turbine 9 durch die Hochdruckdampfleitung 13 zugeführt, die sich mit Hilfe eines federnden, gebogenen Teiles oder mittels einer gelenkigen Kupplung nach der Stellung der Wagen zueinander einstellen kann.
Nach der Ausführungsform gemäß Abb. 1 strömt der Abdampf der Turbine zu einem
Kondensator 21, der in der dargestellten Ausführungsform als Oberflächenkondensator gedacht ist. Das Kondensat mit dem Kühlwasser wird durch das Rohr 22 dem Flüssigkeitsbehälter 7 zugeführt, von welchem das Wasser mittels der Pumpenvorrichtung 23 durch das Rohr 24 zum luftgekühlten Teil 6 der Kondensatoranlage aufgepumpt wird, wo das Wasser sich abkühlt, und von wo es durch das Rohr 25 wiederum dem Oberflächenkondensator 2i zugeführt wird. Anstatt eines Oberflächenkondensators 21 kann natürlich jede andere Kondensatortype verwendet werden, z. IL ein Mischkondensator, ein Strahlkondensator. '
Bei der in Abb. 2 dargestellten Ausführungsform ist der Kondensator 21 weggelassen, und der Abdampf der Turbine wird in bekannter Weise unmittelbar in den Wasserbehälter 7 hineingeführt, der ' in diesem Falle unter Vakuum arbeitet. Der Dampf wird hierbei über die im Behälter vorhandene Flüssigkeit geführt. In gewissen Fällen strömt die ganze Dampfmenge in den luftgekühlten Teil 6 hinein, wo der Dampf sich kondensiert und von wo das Kondenswasser in den Flüssigkeitsbehälter zurückströmt, während in anderen Fällen eine große Menge des Dampfes sich im Wasser des Behälters 7 kondensiert, der in solchem Falle als ein Misch- oder Strahlkondensator wirkt.
Bei beiden Ausführungsformen ist nach der Erfindung ein Zusatzbehälter 20 auf dem Kesselwagen 1 angeordnet, und dieser Behälter steht durch eine Rohrleitung 18, ein Ventil 16 und die Schwimmervorrichtung 17 mit dem Behälter 7 in Verbindung. Bei der dargestellten Ausführungsform ist der Zusatzbehälter unterhalb des Dampfkessels 3 vor der Feuerung angebracht.
Angenommen, der richtige Treibraddruck sei dann vorhanden, wenn der Behälter 7 eine so große Wassermenge enthält, wie der in der Zeichnung gezeigten Wasseroberfläche 15 entspricht, und Leckage oder Verlust an Dampf zufolge der Wärmeleitung verursache eine Herabsetzung dieser Oberfläche, so öffnet sich das Ventil 16 vermitters der Schwimmervorrichtung 17. Das im Behälter etwa vorhandene Vakuum saugt Wasser durch die Rohrleitung 18 vom Zusatzbehälter 20 ein, bis die Wasseroberfläche wiederum bis auf die gewünschte Höhe emporgestiegen ist, worauf das Schwimmerventil den Wasserzufluß wieder schließt. Ist kein Vakuum im Behälter 7 vorhanden, kann demselben Wasser mittels einer Pumpenvorrichtung o. dgl. zugeführt werden. Die Verbindungsleitung 18 ist zwischen den Wagen mit einer federnden oder gelenkigen Kupplung versehen, die deren Biegung bei verschiedenen Winkelstellungen der Wagen gegeneinander ermöglicht.
Das Speisewasser des Dampfkessels kann auch unmittelbar dem Zusatzbehälter entnommen werden.
Nach der Erfindung ist dieser Hilfsbehälter 20 ebenso wie sonstige Vorräte auf dem Kesselwagen angebracht, da die Raddrücke des Kesselwagens ohne Nachteil schwanken dürfen und ja ohnehin wegen des veränderliehen Kohlenvorrates schwanken müssen. Der Treibradwagen dagegen, der den Flüssigkeitsbehälter trägt, behält immer einen konstanten Raddruck, den.man so groß wie möglich wählen wird.
Man erreicht also den Vorteil, daß ein konstanter, maximaler Raddruck der Treibräder beibehalten wird, so daß die Lokomotive immer die gleiche Zugkraft behält und. mit einer begrenzten Anzahl von Treibrädern ausgerüstet sein kann. Man ist auch imstande, Wasservorrat für erheblich längere Fahrten, als bisher der Fall war, mitzunehmen, indem der Kesselwagen derart gebaut werden kann, daß die Schwankungen der Wassermenge im Behälter 20 und folglich diejenigen der Raddrücke ohne Bedeutung bleiben. Der Hilfsbehälter 20 befindet sich nach der Erfindung unter atmosphärischem Druck und steht mittels eines Ventils mit der äußeren Luft in go Verbindung. Dieses Ventil steht zweckmäßigerweise mit der Schwimmervorrichtung 17 derart in Verbindung, daß es jedesmal geschlossen wird, wenn der Zusatzbehälter 20 durch die Rohrleitung 18 etwa entleert wird, um zu verhindern, daß Luft in den Flüssigkeitsbehälter 7 eingesaugt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Lokomotive o. dgl., aus zwei Fahrzeugen bestehend, von denen das eine den Dampfkessel und das andere den Kondensator und einen diesem angehörenden Wasserbehälter trägt, wobei der Kondensatorwagen sämtliche Treibräder der Lokomotive enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserbehälter auf dem Kondensatorwagen mit einer Zuflußleitung für Zusatzwasser \'on einem auf dem Kesselwagen angeordneten zweiten Wasserbehälter versehen ist, zum Zwecke, etwaige Verluste an Wasser im Kondensatorbehälter auszugleichen; so daß der Raddruck der Treibräder des Kondensatorwagens annähernd konstant gehalten werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEA40116D 1922-08-17 1923-06-10 Lokomotive o. dgl., aus zwei Fahrzeugen bestehend Expired DE406357C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
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DE406357C true DE406357C (de) 1924-11-22

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DEA40116D Expired DE406357C (de) 1922-08-17 1923-06-10 Lokomotive o. dgl., aus zwei Fahrzeugen bestehend

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