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Hydraulische Wendebühne für Kraftfahrzeuge. Die I?rhndunfr bu-trifft
(#ine Vorrichtun-r zum Heben und S(#nken von liraftfalirze itr(#n an bestimmter
Stell(- sowie zum Wcndcn in (1c r 1-forizontalebenc. Letztere erfoligt von Hand,
während da. Heben und @enk(n der I>;ihii@ durch die Motorkraft (1(@s auf ihr ruhenden
I@rain@-<i@#(#ns g(#schieht. Das Drehen derIiiiline durch dit# Motorkraft ist
ati sich bekannt.
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Auf der Zeichnmil i#t ein Ausführungsbeispiel (L.#< (1,-i- Erfindun,-
in Abb. i im
igsschnitt und in Abb.2 im Grundriß dar-=ellt, während
die Abb. 3 bis g Einzelheiten Vorrichtung «wiedergeben.
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:s sei angenommen, die Wende- und Ladeine befinde sich in dem engen
Hofe eines itischen Geschäftshauses, das Waren in ten, Säcken und Fässern empfängt
und abickt und auf das bequeme Laden und Ent-:n und das Drehen des Lastwagens innerhalb
engen Hofes wegen der bequemen unehrlichen Vorwärtsausfahrt großen Wert )ie Vorrichtung
ist in einem rechteckigen, a t,4o m tiefen, in Beton ummauerten acht eingebaut,
dessen Länge und Breite Umfangsmaßen des größten von dem befenden Geschäftshause
verwendeten Kraftwagens entspricht. Die Wende- und Lade-Lne besteht aus zwei I-
Längsträgern x, x1, die an die Mitte zu durch zwei starke Querer a, a1 und an ihren-Enden--durch
zwei htere Querträger b, b1 fest miteinander verraubt sind.
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1ie Bühne ist durch Holzleisten zugedeckt . weist nirgends vorstehende
Teile auf.
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)ie beiden mittleren Querträger a, cal ruhen dem gußeisernen Kopfstück
eines senkiten Tauchkolbens B. Dieser aus zwei nandergeschobenen Mannesmannröhren
ge-.ete und unten abgeschlossene Tauchkolben B ft in den Zylinder C, dessen oberer
Teil einem festen als Lager und Stopfbüchse gebildeten Gußkörper besteht, der mit
dem onfundament fest verschraubt ist, ued dessen erer Teil aus einem unten abgeschlossenen
inesmannrohr hergestellt ist.
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@uf dem Kopfstück des Tauchkolbens B ist Pumpenanlage angebracht.
Diese besteht einer Doppelkolbenpumpe P mit Behälter Q l den Rohrleitungen TI, "T.=
und T3 mit :m Dreiweghahn IV. Die Pümpe P saugt schwer gefrierbare Flüssigkeit-Glyzerindem
Behälter Q durch die Leitung T1 und ckt sie durch das Rohr T3 und das Rohr T., im
Innern des Tauchkolbens B angebracht mit einem Höchstdruck von etwa 1ö Atm. den
Hohlraurn Z des Zylinders C,, so* daß i der Tauchkolben B mit der Bühne
A und :r Ladung hebt. Kann die Druckflüssigkeit -ch das Druckrohr T2 infolge
Umstellung des 4weghahnes ff nach dem Behälter Q entchen, so senkt sich der Tauchkolben
B nebst Bühne A, bis diese auf dem Boden des .achtes G fest aufliegt. In dieser
Stelltmg iet die Oberkante des Lastwagenbodens mit n Boden des Hofraumes eine gerade
Ebene, i der Kraftwagen kann ohne Kraft- und Zeitwand beladen oder entladen werden.
Soll Ladebühne A mit dem Kraftwagen.wieder Loben werden, so setzt der Kraftwagenführer
i Motor des Wagens und damit das eine Hinterrad des Wagens in Bewegung, wodurch
die Rollen R in der Bühne A gedreht werden.
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Die beiden Rollen R sind 'je mit einem Exzenter F. (Abb. 3 und 4.)
versehen. Gegen dieses legen sich zwei einander gegenüber in einer Kulisse I angeordnete
Kugellager U (Abb. 3), welche die drehende Bewegung der Rollen R in eine wagerechte
Hin- und Herbewegung der Kulissen I. und der Stangen S übertragen. Die Stangen S
von rechteckigem Querschnitt sind an ihrem Ende als runde Kolbenstangen ausgebildet,
die in die Pumpen P eingreifen.
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Diese Anordnung des Pumpenantriebes sowie der Steuerung ist doppelseitig,
d. h. auf jeder Längshälfte der Bühne A vorgesehen, so daß diese das Fahrzeug in
beiden Fahrtrichtungen aufnehmen kann, ohne vorher gedreht zu werden.
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Während des Auffahrens des Kraftlastwagens werden die Rollen R beider
Bühnenhäften durch die seitlich in die Sperräder 1" eingreifenden zwei Sperrhebel
K festgehalten (Abb. S und g). Diese sind durch die Achse D mit den äüf Kugeln gelagerten,
wagerechten, kleinen Drehscheiben J verbunden (Abb. 6), von denen vier bis fünf
hintereinander angeordnet und vermittels der Zahnstange Y unter sich gekuppelt sind.
Das eine der Vorderräder des Fahrzeuges stellt sich je nach der Achsenentfernung
auf die erste, zweite, dritte oder vierte Drehscheibe J, die sich alle um ihre Achse
drehen, sobald der Wagenführer das Steuerrad des Fahrzeuges und damit die Vorderräder
um ihre senkrechte Achse nach der einen oder anderen Seite dreht. Diese Drehbewegung
der Scheiben J überträgt sich gleichzeitig auf die Sperrhebel K sowie auch auf den
Dreiweghahn TV.
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Durch die Drehung der kleinen Drehscheiben J (Abb.2) wird nämlich
unter Vermittlung eines mit der Zahnstange y verbundenen Drahtzuges d und
eines Hebels g die Welle D so weit gedreht, daß der auf dieser befestigte
Doppelhebel c durch die Verbindungslaschen e die Klinken K aus den Sperrädern 1"
der Rollen R zurückzieht.
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Durch die Drahtzüge f wird die Drehung der Scheiben J außerdem auf
den Dreiweghahn 1P übertragen.
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Hat sich nun die Bühne A mit dem Fahrzeug so weit gehoben, daß sie
mit dem Boden des Hofes eine Ebene bildet, so könnte die Ausfahrt des Kraftlastwagens
erfolgen. Da aber eine sichere und rasche Ausfahrt-auf die freie Fahrstraße nur
in der Vorwärtsfahrt möglich ist, so muß eine vorherige Wendung, d. h. eine halbe
Drehung des Fahrzeuges erfolgen. Dies wird erreicht, indem das Heben des Tauchkolbens
B so lange erfolgt, bis die Unterkante derBühne A etwas über dem Erdboden liegt,
so daß dieser eine wagerechte Drehbewegung nicht verhindern kann. Ist diese Höchstlage
erreicht, so
stellt der Wagenführc r das - dir Rollen R und damit
die Pumpe P treibende Hinterrad still und das Vorderrad wieder gerade, d. h. in
Fahrtrichtung, und bewirkt damit eine Abstellung der Rollen R sowie der Pumpe
I'. Eine Wendung der Bühne in dieser Höchstlage kann nun ohne weiteres von
Hand erfolgen, ohne daß sich an der ganzen Einrichtung etwas verstellt. Bei weiterer
Abdrehung der Vorderräder durch das Steuerrad verstellt sich der Lahn W, so daß
der Hohlraum, Z des Zylinders C mit dem Behälter Q verbunden" wird, die Flüssigkeit
sich somit unter dem Drucke des Tauchkolbens B durch das Rohr T, in den Behälter
Q entleert und dieser sich mit der Brücke A senkt. Die Drehbewegung des Vorder-
oder Steuerrades bzw. der gerade darunter befindlichen Drehscheibe J bewirkt
mittels des Drahtzuges h und der damit verbundenen Hebel H eine wagerechte
Verschiebung der vier Stützriegel N. Unter Einwirkung der Schraubenfedern F schieben
sich diese Riegel nach außen und legen sich auf die eingemauerten Träger U fest
auf (Abb. j und 7), so daß die Bühne A auf diesen Trägern aufruht, während das nun
gewendete Fahrzeug von den festgehaltenen Rollen R in der Vorwärtsfahrt ohne weiteres
wegrollen kann. Die in vier Punkten fest abgestützte und zugedeckte Bühne A hält
somit während der Abwesenheit der Fahrzeuge den Schacht G beständig geschlossen;
es ist unmöglich, die Bühne A ohne die treibenden Hinterräder -eines Kraftfahrzeuges
aus ihrer Ruhelage zu bringen.
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Die hydraulische Wende- und Ladebühne eignet sich für verschieden
große Fahrzeuge. Der etwa sechs bis sieben Meter lange und etwa zwei Meter breite
und 44 m tiefe Schacht bietet dem Wagenführer einen bequemen Raum zur Vornahme von
Ausbesserungen oder von Reinigungsarbeiten an der Unterseite des Fahrzeugs.
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Die Wendebühne arbeitet wie folgt Bevor das Kraftfahrzeug auf die
Wendebühne fährt, befindet sich diese auf gleicher höhe des Erdbodens und ruht auf
den vier Riegeln Ar. Nachdem das Fahrzeug aufgefahren ist und an seiner bestimmten
Stelle steht, dreht der Wagen-Lenker das Steuerrad und damit auch das Vorderrad
nach rechts, wodurch der Dreiweghahn W mittels des Drahtzuges f geöffnet wird, so
daß der Druckflüssigkeit der Weg von der Pumpe P zum Zylinder C freigegeben ist.
Zugleich werden durch den Drahtzug d die Klinken C aus den Rollen R gezogen. Diese
ganze Bewegung des Steuerrades wird begrenzt durch den. Anschlag des Drahtzuges
h an die Riegel N, da letztere durch das feste Aufliegen auf den Trägern U nicht
zurückgezogen werden können Wird der Motor und damit die Rollen R durch <las
eine Hinterrad des Kraftwagens in Betriel; gesetzt, so wird die Bühne ein wenig
gehoben. Durch weiteres Drehen des Steuerrades nach rechts können nun die Riegel
N vollständig zurückgezogen werden. Der Dreiweghahn H' ist nach vorheriger Abstellung
des Motors oder der Pumpe dabei so weit gedreht worden, daß die Druckflüssigkeit
durch denselben unter der Druckwirkung des Tauchkolbens B aus C nach dem Behälter
Q entweichen kann. Dadurch wird die Wendebühne gesenkt, bis sie auf dem Poden'des
Schachtes aufliegt.
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Nachdem nun das Fahrzeug beladen oder entladen ist, wird das Steuerrad
nach links gedreht, d. h. der Dreiweghahn W wird wieder in die Druckstellung zurückgedreht,
und die Bühne kann gehoben werden. Die Riegel N, die durch die letzte Steuerung
frei geworden sind und mittels der Feder F gegen die Schachtwand angedrückt werden,
gleiten auf der letzteren während des ganzen hebens der Bühne. Sobald diese auf
der Höhe des Erdbodens angekommen ist, springen die Riegel N selbständig in die
Nischen ein und legen sich auf die Unterlagen, wodurch die- Bühne in diesen vier
Verriegelungspunkten 'aufliegt und gleichzeitig den Schacht oben zudeckt.
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Damit das Fahrzeug von der Bühne abrollen kann, müssen die Klinken
c in die Rollen R einspringen und diese blockieren, was dadurch bewirkt wird, daß
das Steuerrad nach links in die Anfangsstellung gebracht wird.