DE4101473A1 - Probenkopf fuer durchfluss-nmr-spektroskopie - Google Patents
Probenkopf fuer durchfluss-nmr-spektroskopieInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Probenkopf für Durchfluß-NMR-Spek
troskopie mit einer Meßzelle, einem Zuflußrohr, durch das ein
Eluent der Meßzelle zufließt, einem Abflußrohr, durch welches
das von der Meßzelle kommende Eluent abfließt, einer die Meß
zelle umgebenden Meßspule, und einem die Meßzelle umhüllenden
und thermisch abschirmenden Gefäß.
Bei der Durchfluß-NMR-Spektroskopie fließt ein unter Druck
stehendes Eluent durch eine Meßzelle, die sich in einem Proben
kopf im Magnetfeld des Spektrometers befindet und von dort
wieder zurück zu einem Sammelbehälter.
Fig. 1 zeigt eine Prinzipdarstellung eines bekannten Proben
kopfs für Durchfluß-NMR-Spektroskopie. Im Innenraum eines zum
Beispiel als Dewar-Gefäß 1 ausgebildeten Glaszylinders 11, das
einen Deckel 12 und einen Boden 12′ hat, befindet sich eine
Glasmeßzelle 13, deren Innenraum ein vorgegebenes Meßvolumen
hat. Eine HF-Meßspule 16 ist um die Außenwand der Meßzelle 13
vorgesehen. Die Spule 16 ist im allgemeinen als Sattelspule
ausgebildet, die im Bereich der Meßzelle ein HF-Feld erzeugt,
das senkrecht auf der Längsachse des Glaszylinders 11 steht,
während das statische Magnetfeld des Spektrometers entlang
dieser Achse gerichtet ist. Bei der Durchfluß-NMR-Spektroskopie
wird nicht nur bei kontinuierlich fließendem Eluent (Continuous
Flow Verfahren), sondern auch bei diskontinuierlichem Fluß des
Eluents (Stop-Flow-Verfahren) gemessen.
Damit besonders beim Stop-Flow-Verfahren eine Rückvermischung
der zu messenden Substanz, die beispielsweise eine Verwischung
der im NMR-Spektrometer gemessenen chromatographischen Peaks
herbeiführen würde, vermieden wird, ist ein sehr dünnes Zufluß
rohr 14 nötig, das einen Innendurchmesser im Bereich 0,1 bis
0,5 Millimeter hat. Eine an ihrem unteren Ende zu einer solchen
Kapillare gezogene Glasmeßzelle 13 hätte dann an diesem Ende
nur eine sehr dünne Wand, die bereits bei kleinen Kräften
brechen kann.
Um ein Gasen bei bestimmten Eluent-Mischungen zu vermeiden,
muß ein bestimmter Rückdruck vorhanden sein, der in der Größen
ordnung 5 bis 10 bar liegt.
Bei SFC-Messungen (Super-Critical-Fluid-Chromatography) arbeitet
man mit sehr hohen Drücken in der Größenordnung von einigen
hundert bar.
Es ist deshalb gefordert, eine geeignete, unempfindliche, dichte
und druckstabile Verbindungsstelle jeweils zwischen dem Zufluß
kapillarrohr und der Meßzelle sowie dem Abflußkapillarrohr und
der Meßzelle vorzusehen.
Bislang hat man sich damit beholfen, die genannten Übergangs
stellen durch stufenweises Aufschrumpfen von Teflonröhrchen
unterschiedlichen Durchmessers auf nur gering verjüngte Enden
von Glasmeßzellen zu schaffen.
Solche improvisiert gestaltete Übergangsstellen genügen jedoch
häufig weder den Dichtheitsanforderungen, noch halten sie die
oben angeführten Drücke aus. Undichte Meßzellen jedoch liefern
ungenaue Meßresultate, verursachen eine Beschädigung der Proben
kopfelektronik durch organische Lösemittel und Wasser, und
häufig muß die Messung zum Auswechseln des Probenkopfes unter
brochen werden.
Ein weiterer Nachteil dieses in Fig. 1 gezeigten, bekannten
Probenkopfs besteht darin, daß die Rückführung des Abflußrohrs
15 im Innenraum des Probenkopfgefäßes 1 und damit in der Nähe
der HF-Meßspule 16 liegt. Dadurch trägt das durch das Abflußrohr
15 abfließende Material zum Meßresultat bei und kann dessen
Genauigkeit in unerwünschter Weise herabsetzen.
Soll die in Fig. 1 dargestellte Meßzelle für eine andere Mes
sung durch eine andere Meßzelle ersetzt werden, welche bei
spielsweise ein anderes Innenvolumen oder eine andere Wandstärke
hat, so ist die gesamte Anordnung, die aus der Meßzelle und
dem daran durch Aufschrumpfen befestigten Zufluß-und Abflußrohr
besteht, auszutauschen. Dazu muß die HF-Spule abgelötet, der
Deckel 12 und der Boden 12′ von dem Glaszylinder 11 entfernt
werden und das Zufluß- und Abflußrohr aus dem Boden herausge
zogen werden.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, einen Probenkopf für
Durchfluß-NMR-Spektroskopie so zu ermöglichen, daß die Meßzelle
im Probenkopf austauschbar, der für Messungen bei hohen Drücken
bis zu einigen hundert bar geeignet ist und bei dem das oben
geschilderte Problem der Übergangsstellen zwischen Meßzelle
und Zuflußrohr sowie Abflußrohr vermieden ist.
Ein die obige Aufgabe lösender Probenkopf ist dadurch gekenn
zeichnet, daß die Meßzelle eine auswechselbare, von dem Gefäß,
dem Zufluß- und Abflußrohr und der Meßspule trennbare Quarz
küvette ist, die gegenüber dem Gefäß dichtende Endabschnitte
aufweist.
Erfindungsgemäß wird damit erreicht, daß die im Probenkopf
befindliche Meßzelle anwendungsspezifisch passend in ihrem
Innenvolumen, ihrer Form, Wandstärke und ihrem Material ein
gesetzt werden kann. Die gesamte Probenkopf-Anordnung ist vor
teilhaft für hohe Drücke im Weg des Eluents einsetzbar, wenn
die Quarzküvette die entsprechend dicke Wandstärke hat und die
Dichtungen an ihren Endabschnitten für diese Drücke ausgelegt
sind.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsart bildet ein doppelwandig
ausgeführter Glaszylinder, ein Deckel und ein Boden, die jeweils
mit Dichtungsringen zwischen den Stirnkanten des Glaszylinders
und den Innenseiten von Deckel und Boden abgedichtet sind,
eine Meßkammer in der die auswechselbare Glasküvette als Meß
zelle und die Meßspule liegen.
In einer Ausführungsart ist die auswechselbare Quarzküvette an
ihren Enden konisch verjüngt angeschliffen. Diese konisch ver
jüngten Enden passen in eine obere und untere Paßbohrung, die
jeweils in die der Meßkammer zugewendete Seite des Deckels und
des Bodens eingeschliffen sind, so daß die konisch verjüngten
Enden der Quarzküvette mit dem Deckel und dem Boden auch bei
hohen Drücken gas- und flüssigkeitsdicht abschließen.
Weiterhin können Dichtungsringe jeweils zwischen den Stirnseiten
der Quarzküvette und dem Deckel sowie dem Boden des Gefäßes
vorgesehen sein.
Dadurch wird die Druckfestigkeit des das Eluent führenden Wegs
noch gesteigert.
Bevorzugt sind sowohl das Zufluß- als auch das Abflußrohr je
weils als flexibles Kapillarrohr, beispielsweise aus PEEK,
gebildet. Ein oberes und ein unteres Verbindungselement ver
bindet jeweils das Abflußrohr mit dem Deckel und das Zuflußrohr
mit dem Boden, und Deckel und Boden weisen jeweils eine Kapil
larbohrung in Verlängerung der Verbindungselemente auf, die
mit dem Innenraum der Meßzelle und der Kapillare jeweils des
Abfluß- und des Zuflußkapillarrohrs durch die Verbindungsele
mente kommunizieren, wobei die Durchmesser der Kapillarbohrungen
jeweils geringfügig größer als der Innendurchmesser des Zufluß
und Abflußkapillarrohrs sind. Durch diese Maßnahmen kann das
zu- und abfließende Eluent stoßstellenfrei zu der Meßzelle
fließen bzw. von dieser abfließen.
Bevorzugt ist die gesamte Probenkopf-Anordnung im wesentlichen
kreiszylindrisch und axialsymmetrisch ausgeführt. Das Gefäß
besteht dann aus einem doppelwandigen, kreiszylindrischen Glas
mantel, einem kreiszylindrischen Deckel und einem kreiszylin
drischen Boden. Die Meßzelle und die Verbindungselemente für
das Zufluß- und Abflußrohr sind jeweils mittig und in axialer
Richtung im Glasmantel und in dessen Boden und dessen Deckel
vorgesehen; das aus dem Deckel tretende Abflußrohr ist jedoch
außerhalb des Gefäßes zu dessen Boden hingeführt. Dadurch ist
ein relativ großer Abstand zwischen Meßspule und abfließendem
Material erreicht, so daß die Meßergebnisse durch das abfließende
Material nicht wesentlich beeinträchtigt werden.
Bevorzugt wird das Abflußrohr unter einem vorgegebenen Winkel
relativ zur Achse der Sattelspule zurückgeführt und zwar so,
daß das HF-Streufeld der Sattelspule am Ort des Abflußrohrs
möglichst klein ist. Das Abflußrohr kann außerdem gegen die
HF-Spule elektromagnetisch abgeschirmt werden.
Für die axialsymmetrische Verteilung von Spannkräften, die das
Gefäß und die Meßzelle zusammenspannen ist eine Spannvorrichtung
vorgesehen, die den Gefäßzylinder, den Deckel und den Boden
zusammenspannt und gleichzeitig die Quarzküvette in die Paß
bohrungen in dem Deckel und dem Boden drückt.
Vorzugsweise ist die Spannvorrichtung in Form mehrerer Spann
bolzen ausgebildet, die außerhalb des Gefäßes im Randbereich
des Deckels und des Bodens axialsymmetrisch angeordnet sind.
Diese Spannbolzen gehen durch jeweilige Bohrungen im Randbereich
des Bodens und Deckels und können, wenn sie gleichmäßig zusammen
angespannt werden, die gewünschten Spannkräfte gleichmäßig
axialsymmetrisch verteilen.
Bei einer alternativen Ausführung besteht die Spannvorrichtung
aus einem äußeren, das Gefäß umgebenden axialsymmetrischen
Spannrahmen und aus axialen Spannschrauben, die von außen durch
den Spannrahmen geschraubt werden und die jeweils auf ein oberes
und unteres inneres Spannelement drücken, wobei die inneren
Spannelemente so gestaltet sind, daß sie den durch die Spann
schrauben bewirkten Spanndruck gleichmäßig auf die Randbereiche
des Deckels und des Bodens verteilen. Dieser axialsymmetrische
Spannrahmen kann als ein das Gefäß allseitig umgebender Zylin
dermantel ausgebildet sein, der in seinen Stirnbereichen mit
diesem Zylindermantel verbundene Querstege aufweist, durch die
die Spannschrauben geschraubt werden.
Bei einer Ausführungsart der Erfindung weist der Probenkopf
ein Gefäß auf, wobei der Deckel und der Boden jeweils mit Öff
nungen versehen sind, durch die ein Temperierfluid, im allge
meinen Luft, strömen kann.
Bei dieser Ausführungsart kann, wie für manche Messungen be
nötigt, das durchfließende Material innerhalb der Quarzküvette
während der Messung bei einer gewünschten Temperatur gehalten
werden.
Die für das Gefäß, den Gefäßboden, den Deckel, die Spannvor
richtung, die Verbindungselemente sowie für die Zufluß- und
Abflußrohre verwendeten Materialien sind bevorzugt unmagnetisch.
Solche Materialien sind dem Fachmann auf dem Gebiet der NMR-
Spektroskopie bekannt. Beispielsweise sind dies Keramikmate
rialien, wie PEEK, Glas- und Plastikmaterialien, wie zum Bei
spiel Teflon.
Weiterhin kann die Außenwand des Glasmantels im Bereich des
Abflußrohrs mit einer dünnen Metallschicht zur elektromagne
tischen Abschirmung bedampft sein. Damit wird verhindert, daß
durch die Meßspule ein Signal vom Abflußrohr aufgefangen wird.
Die Erfindung wird im folgenden in mehreren Ausführungsbei
spielen anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 2A und 2B jeweils schematische Schnittdarstellungen einer ersten
Ausführungsart eines erfindungsgemäßen Probenkopfs
als Vorderansicht und im Bodenbereich;
Fig. 3 eine schematische Schnittdarstellung einer zweiten
Ausführungsart eines erfindungsgemäßen Probenkopfs;
und
Fig. 4 eine schematische Schnittdarstellung einer dritten
Ausführungsart eines erfindungsgemäßen Probenkopfs.
Die Fig. 2A und 2B zeigen eine erste Ausführungsart des
erfindungsgemäßen Probenkopfs in schematischer Schnittdarstel
lung jeweils in Vorderansicht und in einer Ansicht des Boden
bereichs.
Die Fig. 2A zeigt, daß die erste Ausführungsart ein Gefäß 2
aufweist, das aus einem Glaszylinder 21, einem Deckel 22 und
einem Boden 22′ besteht. Zusammen zeigen die Fig. 2 A und 2
B, daß der gesamte Probenkopfaufbau kreissymmetrisch ausgebildet
ist, wobei eine Quarzküvette 23 als Meßzelle in axialer Lage
mittig in das Gefäß eingesetzt ist. Diese Quarzküvette 23 ist
auswechselbar gestaltet und kann nach dem Abnehmen des Deckels
22 des Gefäßes aus einer die Quarzküvette 23 umgebenden Sattel-
Meßspule 26 herausgezogen werden.
Die Quarzküvette weist gemäß Fig. 2 A einen Innenraum 36 kon
stanten Querschnitts auf. Der Innenraum 36 ist an den beiden
Stirnseiten der Quarzküvette 23 offen. Die Quarzküvette 23 ist
an ihren Endabschnitten nach außen konisch verjüngt angeschlif
fen, wobei sie mit diesen Endabschnitten in eine obere und
untere Paßbohrung 32 und 32′ eingepaßt ist, die jeweils in die
der Meßkammer 20 zugewendete Seite des Deckels 22 und des Bodens
22′ eingeschliffen ist, so daß die konisch verjüngten Endab
schnitte der Quarzküvette 23 mit dem Deckel 22 und dem Boden
22′ gas- und flüssigkeitsdicht abschließen.
Zusätzlich sind zwischen den Stirnseiten der Quarzküvette 23
und den ihnen gegenüberliegenden Grundflächen der Paßbohrungen
32 und 32′ Dichtungsringe 30 und 30′ vorgesehen. Im Zentrum
jeweils des Deckels 22 und des Bodens 22′ ist eine Kapillar
bohrung 31 und 31′ vorgesehen, die mit dem Innenraum 36 der
Quarzküvette 23 kommuniziert. Von ihren Außenseiten sind der
Deckel 22 und der Boden 22′ jeweils mit einer axialen Gewinde
bohrung versehen, die jeweils mit den entsprechenden Kapillar
bohrungen 31 und 31′ fluchtend in Verbindung stehen. Diese
Gewindebohrungen im Deckel 22 und im Boden 22′ dienen jeweils
zur Aufnahme eines oberen und unteren Verbindungselements 27
und 27′. Mit dem unteren Verbindungselement 27′ wird ein Elu
entzuflußkapillarrohr 24 mit dem Gefäß 2 verbunden. In gleicher
Weise wird mit dem oberen Verbindungselement 27 ein Eluentab
flußkapillarrohr 25 mit dem Deckel 22 des Gefäßes 2 verbunden.
Die Verlängerung des Eluentabflußkapillarrohrs 25 führt durch
eine obere und untere Führungsbohrung 35 und 35′ jeweils im
Randbereich des Deckels 22 und des Bodens 22′. Im Boden 22′
sind noch weitere Öffnungen vorgesehen, durch die Zuleitungen
34 zu der Meßspule 26 geführt sind. Zusätzliche Öffnungen im
Boden 22′ und/oder im Deckel können für die Zufuhr von Tempe
rierluft und für die Zuleitungen zu einem nicht dargestellten
Temperaturfühler vorgesehen sein.
Der Durchmesser der Kapillarbohrungen 31 und 31′ in dem Deckel
22 und im Boden 22′ ist jeweils entsprechend dem Kapillardurch
messer des Eluentabflußkapillarrohrs 25 und des Eluentzufluß
kapillarrohrs 24 gewählt und beträgt beispielsweise 0,8 mm für
1/16′′ Kapillaren mit 0,1 bis 0,5 mm Innendurchmesser. Die Fig.
2B zeigt deutlich, daß der Probenkopf 2 von drei axialsymme
trischen Spannbolzen 28, 28′ und 28′′ zusammengespannt ist.
Beim gleichmäßigen Anspannen dieser Spannbolzen 28, 28′ und
28′′ verteilt sich der durch sie ausgeübte Druck gleichmäßig
auf die Querschnittsfläche des Deckels 22 und des Bodens 22′,
wobei diese auf die Stirnseiten des Glaszylinders 21 gedrückt
werden.
Jeweils zwischen den Innenflächen des Deckels 22 und des Bodens
22′ und den ihnen gegenüber liegenden Rändern des Glaszylin
ders 21 sind Dichtungsringe 29 und 29′ vorgesehen, die sich beim
Anspannen der Spannbolzen 28, 28′ und 28′′ zusammendrücken.
Gleichzeitig damit werden die konisch verjüngten Endabschnitte
der Quarzküvette 23 in die jeweiligen Paßbohrungen und an die
Dichtungsringe 30 und 30′ gedrückt.
Im zusammengespannten Zustand bildet das in den Fig. 2 A,
2B dargestellte Probenkopfgefäß 2 eine Meßkammer 20, die in
ihrem Inneren die Quarzküvette 23 enthält, deren Innenraum 36
auch bei hohen Drücken gas- und flüssigkeitsdicht gegenüber
dem Deckel 22 und dem Boden 22′ ist.
Der Innenraum 36 der Quarzküvette 23 kommuniziert mit dem Elu
entzuflußkapillarrohr 24, welches durch das untere Verbindungs
element 27′ gas- und flüssigkeitsdicht mit dem Boden 22′ ver
bunden ist sowie mit dem Eluentabflußkapillarrohr 25, das mit
dem Deckel 22 durch das obere Verbindungselement 27 gas- und
flüssigkeitsdicht verbunden ist. Das verlängerte Eluentabfluß
kapillarrohr 25 ist außerhalb des Gefäßes 2 durch die Führungs
bohrungen 35 und 35′ im Randbereich jeweils des Deckels 22 und
des Bodens 22′ nach unten geführt, daß das durch das Abfluß
kapillarrohr 25 abfließende Material nicht die Meßergebnisse
der NMR-spektroskopischen Messung beeinflußt. Für das Eluent
zuflußkapillarrohr 24 und das ihm zugeordnete untere Verbin
dungselement 27′ sowie für das Eluentabflußkapillarrohr 25 und
das ihm zugeordnete obere Verbindungselement 27 können handels
übliche Teflon- oder PEEK-Kapillarröhrchen und Fittinge ver
wendet werden. Der Deckel 22 und der Boden 22′ bestehen bevor
zugt aus Teflon oder PEEK oder Keramik.
Die Spannbolzen 28, 28′ und 28′′ können aus unmagnetischem
Metall oder ebenfalls aus PEEK bestehen, so daß der gesamte
Probenkopfaufbau keine die NMR-Messung störenden Materialien
enthält.
Insgesamt ermöglicht die in den Fig. 2A und 2B gezeigte
erste Ausführungsart eines erfindungsgemäßen Probenkopfs eine
Durchfluß-NMR-Spektroskopie auch im SFC-Bereich, da sie für
die bei diesen Messungen auftretenden hohen Drücke von einigen
hundert bar geeignet ist.
Durch einfaches Entspannen der Spannbolzen läßt sich der Proben
kopf gemäß den Fig. 2A und 2B auseinander nehmen und die
Quarzküvette 23 auswechseln, so daß der Probenkopf bzw. die
Meßzelle an verschiedene Meßbedingungen durch ein variables
Innenvolumen und eine variable Wandstärke der Quarzküvette 23
anpaßbar ist.
Die Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsart eines erfindungs
gemäßen Probenkopfes.
Die mit der ersten in Fig. 2 A gezeigten Ausführungsart über
einstimmenden Teile sind in Fig. 3 nicht extra bezeichnet und
werden bei der folgenden Beschreibung nur dann erläutert, wenn
sie für die Funktionsbeschreibung eine Rolle spielen.
Im Innenraum des Gefäßes 4 befindet sich eine Quarzküvette 43,
die keine sich nach außen verjüngenden Endabschnitte aufweist.
Stattdessen sitzt diese zylindrische Quarzküvette 43 in eben
falls zylindrischen Bohrungen 49 und 49′ jeweils in den Innen
seiten des Deckels 42 und des Bodens 42′. Zur Abdichtung des
Innenraums der Quarzküvette 43 sind Dichtungsringe 40 und 40′
bzw. Loch-Dichtungsscheiben zwischen den Stirnseiten der Quarz
küvette 43 und den Bodenflächen der genannten Bohrungen vor
gesehen. Um das Gefäß 4 herum ist eine Spannvorrichtung 50
vorgesehen, die aus einem äußeren Spannrahmen 51 und jeweils
einem oberen und unteren inneren Spannelement 52 und 52′ sowie
aus einer oberen und unteren Spannschraube 53 und 53′ besteht.
Beim Andrehen der an den inneren Spannelementen 52 und 52′
axial angreifenden Spannschrauben 53 und 53′ werden die Spann
kräfte gleichmäßig auf die Peripherie des Deckels 22 und des
Bodens 22′ verteilt.
Zweckmäßigerweise ist das Eluentzuflußkapillarrohr 24 durch
eine Mittelbohrung durch die untere Spannschraube 53′ sowie
das untere innere Spannelement 52′ geführt.
Gegebenenfalls kann der äußere Spannrahmen 51 in Form eines
den Probenkopf allseitig umgebenden Zylindermantels ausgeführt
sein, wobei dann die obere und die untere Spannschraube 53 und
53′ durch mit diesem äußeren Zylindermantel fest verbundene
Deckel- und Bodenelemente, beispielsweise einen Deckelsteg und
einen Bodensteg geschraubt werden.
Die inneren Spannelemente sind vorzugsweise mit einer in
Fig. 3 nicht gezeigten Zentriereinrichtung versehen, so daß
die Spannschrauben 53 und 53′ genau mittig angreifen.
Sämtliche Teile der Spannvorrichtung 50 gemäß Fig. 3 bestehen
vorzugsweise aus unmagnetischem Material, insbesondere Kunst
stoffmaterial, das die NMR-Messung möglichst wenig beeinflußt.
Auch der in Fig. 3 dargestellte Probenkopf ist für hohe Drücke
ausgelegt und erlaubt, je nach verwendeter Meßbedingung einen
Austausch der Quarzküvette 43 durch einfaches Lösen der axialen
Spannschrauben 53 und 53′.
Die Fig. 4 stellt eine dritte Ausführungsart eines erfindungs
gemäßen Probenkopfs dar. Auch bei dieser Darstellung sind die
Teile, die mit den in Fig. 2 A und Fig. 3 übereinstimmmen,
nicht bezeichnet und werden bei der nachfolgenden Beschreibung
nur dann erläutert, wenn sie für die Funktionsbeschreibung
wesentlich sind.
Die in Fig. 4 dargestellte dritte Ausführungsart enthält eine
Niederdruck-Quarzküvette 63 im inneren des Probenkopfs 6. Der
Innenraum 64 der Quarzküvette 63 weitet sich im Bereich der
Meßspule 69 auf, so daß sich ein insgesamt erhöhtes Meßvolumen
des durch die Quarzküvette fließenden Eluents ergibt.
Da es bei bestimmten Messungen nötig ist, die Meßzelle mit dem
darin befindlichen Material in einem bestimmten Temperatur
bereich zu halten, sind in einem Deckel 62 sowie in einem Boden
62′ des Gefäßes Öffnungen 66 und 66′ vorgesehen, die ein Tempe
rierfluid in die Meßkammer 60 leiten und daraus wieder abführen.
Diese Öffnungen 66 und 66′ sind im Deckel 62 und im Boden 62′
schräg vorgesehen, so daß das durch die Öffnungen 66 einströmende
Temperierfluid direkt an die Außenwand der Quarzküvette 63
gespült wird und davon durch die untere Öffnung 66 wieder ab
fließen kann. Eine untere Öffnung, (nicht gezeigt), kann für
einen Temperaturfühler vorgesehen werden.
Die dritte Ausführungsart weist insbesondere noch eine Proben
kopfabdeckung 65 auf, die über einen Distanzring 68 mit dem
Deckel 62 verbunden ist, wobei im oberen Bereich der Proben
kopfabdeckung 65 Anschlußöffnungen 67 für den Anschluß von
Temperierfluidleitungen vorgesehen sind.
Auch die in Fig. 4 gezeigte, dritte Ausführungsart weist Dich
tungsringe bzw. Loch-Dichtungsscheiben 70 und 70′ jeweils zwi
schen den Stirnflächen der Quarzküvette 63 und den Bodenflächen
der Bohrungen im Deckel 62 und im Boden 62′ auf, in die die End
abschnitte der Quarzküvette ragen und erlaubt ein einfaches
Zusammen- und Auseinanderbauen des Probenkopfs durch Spannbolzen
28, 28′ und 28′′ gemäß Fig. 2 und damit ein einfaches Aus
wechseln der Quarzküvette 63 im Inneren der Meßkammer 60.
Selbstverständlich können die beschriebenen drei Ausführungs
arten der Erfindung im Rahmen des fachmännischen Könnens in
verschiedener Weise verändert, kombiniert und weitergebildet
werden, ohne daß vom Kern der vorliegenden Erfindung abgewichen
wird. Beispielsweise kann die Außenwand des die Gefäßwandung
bildenden Zylinders 21 gemäß Fig. 2 B bzw. 61 gemäß Fig. 4
oder Teilbereiche davon mit einer dünnen Metallschicht zur
elektromagnetischen Abschirmung bedampft sein.
Jedoch ist allen Ausführungsarten gemeinsam, daß die Meßzelle
eine auswechselbare, von dem sie umgebenden Gefäß, dem Zufluß
und Abflußrohr und der Meßspule trennbare Quarzküvette ist,
die gegenüber dem Gefäß dichtende Endabschnitte aufweist, welche
auch höhere Arbeitsdrücke erlauben.
Claims (13)
1. Probenkopf für Durchfluß NMR-Spektroskopie mit
- - einer Meßzelle (23; 43),
- - einem Zuflußrohr (24), durch das ein Eluent der Meßzelle zugeführt wird,
- - einem Abflußrohr (25), durch welches das von der Meßzelle kommende Eluent abfließt,
- - einer die Meßzelle umgebenden Meßspule (26), und
- - einem die Meßzelle umhüllenden und thermisch abschir menden Gefäß (2; 4; 6),
dadurch gekennzeichnet, daß
die Meßzelle (23; 43) eine auswechselbare, von dem
Gefäß (2; 4; 6), dem Zufluß- und Abflußrohr (24, 25)
und der Meßspule (26) trennbare Quarzküvette ist,
die gegenüber dem Gefäß dichtende Endabschnitte (32,
32′; 49, 49′) aufweist.
2. Probenkopf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
das die Zelle umgebende Gefäß (2; 4; 6) aus einem doppel
wandigen Glaszylinder (21), aus einem Deckel (22; 42) und
einem Boden (22′; 42′) besteht, welche eine Meßkammer
(20) bilden, die durch Dichtungsringe (29, 29′) jeweils
zwischen dem Glaszylinder (21) und dem Deckel (22) sowie
dem Boden (22′) nach außen abgedichtet ist.
3. Probenkopf nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Endabschnitte der Quarzküvette nach außen konisch
verjüngt angeschliffen sind und in eine obere und untere
Paßbohrung (32, 32′), die jeweils in die der Meßkammer
(20) zugewendete Seite des Deckels (22) und des Bodens
(22′) eingeschliffen sind, eingepaßt sind, so daß die ko
nisch verjüngten Endabschnitte der Quarzküvette mit dem
Deckel und dem Boden gas- und flüssigkeitsdicht ab
schließen.
4. Probenkopf nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche,
gekennzeichnet durch Dichtungsringe bzw. Loch-Dichtungs
scheiben (30, 30′; 40, 40′) die jeweils zwischen die Stirn
seiten der Quarzküvette und den Deckel (22) sowie den
Boden (22′) eingelegt sind.
5. Probenkopf nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Zufluß- und das Abflußrohr (24, 25) jeweils als Kapil
larrohr ausgebildet ist,
ein oberes und ein unteres Verbindungselement (27, 27′) vorgesehen ist, welches jeweils das Abflußrohr (25) mit dem Deckel (22; 42; 62) und das Zuflußrohr (24) mit dem Boden (22′; 42′; 62′) verbindet, und
der Deckel (22; 42; 62) und der Boden (22′; 42′; 62′) jeweils eine Kapillarbohrung (31, 31′) aufweisen, die mit dem Innenraum (36) der Meßzelle (23) und der Kapillare des Abfluß- und des Zuflußkapillarrohrs (25, 24) durch die Verbindungselemente (27, 27′) kommunizieren, wobei die Durchmesser der Kapillarbohrungen jeweils geringfügig größer als die Innendurchmesser des Zufluß- und Abfluß kapillarrohrs (24, 25) sind.
ein oberes und ein unteres Verbindungselement (27, 27′) vorgesehen ist, welches jeweils das Abflußrohr (25) mit dem Deckel (22; 42; 62) und das Zuflußrohr (24) mit dem Boden (22′; 42′; 62′) verbindet, und
der Deckel (22; 42; 62) und der Boden (22′; 42′; 62′) jeweils eine Kapillarbohrung (31, 31′) aufweisen, die mit dem Innenraum (36) der Meßzelle (23) und der Kapillare des Abfluß- und des Zuflußkapillarrohrs (25, 24) durch die Verbindungselemente (27, 27′) kommunizieren, wobei die Durchmesser der Kapillarbohrungen jeweils geringfügig größer als die Innendurchmesser des Zufluß- und Abfluß kapillarrohrs (24, 25) sind.
6. Probenkopf nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Gefäß (2; 4; 6) aus einem doppelwandigen, kreiszylin drischen Glasmantel (21), einem kreiszylindrischen Deckel (22; 42; 62) und einem kreiszylindrischen Boden (22′; 42′; 62′) besteht,
die Meßzelle (23; 43; 63) und die Verbindungselemente für das Zufluß- und Abflußrohr (24, 25) jeweils mittig und in axialer Richtung im Gefäß und in dessen Boden (22′) und dessen Deckel (22) vorgesehen sind, wobei
das aus dem Deckel (22) tretende Abflußrohr (25) außerhalb des Gefäßes zu dessen Boden (22′) hin geführt ist.
das Gefäß (2; 4; 6) aus einem doppelwandigen, kreiszylin drischen Glasmantel (21), einem kreiszylindrischen Deckel (22; 42; 62) und einem kreiszylindrischen Boden (22′; 42′; 62′) besteht,
die Meßzelle (23; 43; 63) und die Verbindungselemente für das Zufluß- und Abflußrohr (24, 25) jeweils mittig und in axialer Richtung im Gefäß und in dessen Boden (22′) und dessen Deckel (22) vorgesehen sind, wobei
das aus dem Deckel (22) tretende Abflußrohr (25) außerhalb des Gefäßes zu dessen Boden (22′) hin geführt ist.
7. Probenkopf nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Spannvorrichtung (28, 28′, 28′′; 50, 51, 52, 52′,
53, 53′), die den Glasmantel (21), den Deckel und den
Boden zusammenspannt und gleichzeitig die Quarzküvette
(23; 43; 63) in die Paßbohrungen in dem Deckel (22; 42;
62) und dem Boden (22′; 42′; 62′) drückt.
8. Probenkopf nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Spannvorrichtung in Form mehrerer Spannbolzen (28,
28′, 28′′) ausgebildet ist, die außerhalb des Gefäßes (2;
6) im Randbereich des Deckels (22) und des Bodens (22′)
axialsymmetrisch angeordnet sind.
9. Probenkopf nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Spannvorrichtung (50)
- - einen äußeren, das Gefäß (4) umgebenden axialsymmetrischen Spannrahmen (51), und
- - axiale Spannschrauben (53, 53′) aufweist, die von außen durch den Spannrahmen (51) geschraubt werden und jeweils auf ein oberes und unteres inneres Spannelement (52, 52′) drücken, wobei die inneren Spannelemente (52, 52′) so gestaltet sind, daß sie den durch die Spannschrauben bewirkten Spanndruck gleichmäßig auf die Randbereiche des Deckels (42) und des Bodens (42′) verteilen.
10. Probenkopf nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Deckel (62) und der Boden (62′) des Gefäßes (6) jeweils
mit Öffnungen (66, 66′) versehen ist durch die ein Tempe
rierfluid strömen kann.
11. Probenkopf nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Boden, der Deckel, die Spannvorrichtung, die Verbin
dungselemente sowie die Zufluß- und Abflußrohre aus un
magnetischen Materialien bestehen.
12. Probenkopf nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine elektromagnetische Abschirmung des Abflußrohres gegen
die Meßspule vorgesehen ist.
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| DE4101473C2 DE4101473C2 (de) | 1994-03-24 |
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