DE4110278A1 - Augenchirurgisches instrument zum implantieren von hinterkammer-weichlinsen - Google Patents
Augenchirurgisches instrument zum implantieren von hinterkammer-weichlinsenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein augenchirurgisches
Instrument zum Implantieren von Hinterkammer-Weichlinsen
(Silikon-Disklinsen) in einen durch Entfernen eines Teils
der Vorderkapsel eröffneten und ausgeräumten Kapselsack
eines zu operierenden Auges, bei dem eine über einen Ein
schnitt am Hornhautrand des Auges in dessen Vorderkammer
einführbare röhrchenartige Einführhülse sich von einem
Ende eines langgestreckten Handstücks forterstreckt
und das Handstück einen längsbeweglich geführten Schieber
zum Vorschieben einer zu implantierenden Linse durch
das Lumen der Einführhülse bis zum Austreten am vorderen
Kanülenende besitzt.
Ein augenchirurgisches Instrument der vorgenannten Art
und Zweckbestimmung ist bereits bekannt (Firmendruck
schrift "SOFTRANS ELASTIC LENS INJECTOR" der STAAR Surgical
Company, 1911 Walker Avenue, Monrovia CA 91016 USA),
das aus einem Handstück mit einem in diesem vorschieb
baren Schieber und einer am vorderen Ende in das Handstück
einsetzbaren Patrone besteht. Die Patrone hat eine mittels
einer Verschlußklappe verschließbare Aufnahmekammer zum
Einlegen einer Linse. Von der Aufnahmekammer erstreckt
sich eine röhrchenartige Hülse fort, die nach lagerich
tigem Einsetzen der Patrone in das Handstück über dessen
vorderes Ende vorsteht und bei bestimmungsgemäßer Verwendung
durch einen Einschnitt am Rande der Hornhaut eines zu
operierenden Auges in dessen Vorderkammer einführbar
ist. Eine in der Aufnahmekammer aufgenommene Linse ist
mittels des durch eine rückseitige Öffnung in die Auf
nahmekammer einführbaren Schiebers des Handstücks durch
die Hülse bis zum Austritt am vorderen Kanülenende vor
schiebbar.
Das vorbekannte Instrument ist für die Implantation
sogenannter "Disklinsen" weder bestimmt noch geeignet,
sondern dient zum Implantieren von Hinterkammer-Weich
linsen mit sich aufeinander gegenüberliegenden Seiten
von deren optischem Zentrum forterstreckenden Veranke
rungsfortsätzen, die bei der Implantation in eine die
Ränder der Vorderkapsel des Linsensacks eines zu operieren
den Auges hintergreifende Lage gebracht werden müssen.
Um dies zu erreichen, werden derartige Linsen mit in
Richtung der Kanülenachse weisenden Verankerungsfortsätzen
in die Aufnahmekammer der Patrone eingelegt und dann,
nachdem die Patrone mit verschlossener Aufnahmekammer
in das Handstück eingesetzt sowie die Kanüle in die
Vorderkammer des zu operierenden Auges lagerichtig ein
geführt ist, mittels des Schiebers in der Kanüle so
vorgeschoben, daß der zuerst am Kanülenende austretende
Verankerungsfortsatz auf der dem Einschnitt am Hornhaut
rand gegenüberliegenden Seite unter den Rand der Vorder
kapsel gleitet, während der zweite Verankerungsfortsatz
sich vorderkammerseitig auf der Iris ablegt. Nach dem Ent
fernen der Kanüle aus der Vorderkammer des Auges muß
dieser zweite Verankerungsfortsatz durch weitere Mani
pulationen mittels eines geeigneten Instruments in seine
bestimmungsgemäße Lage gebracht werden.
Im Gegensatz zu den mit dem vorstehend erläuterten In
strument implantierbaren Linsen ist bei Disklinsen das
optische Zentrum peripher von einem weichen und somit de
formierbaren kreisringförmigen Verankerungsfortsatz um
schlossen, der bei sachgerechter Implantation vollständig
im Kapselsack aufgenommen ist und den Rand der im übrigen
entfernten Vorderkapsel über den gesamten Umfang hintergreift.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines
gegenüber dem Stande der Technik verbesserten augenchirur
gischen Instruments insbesondere zum Implantieren von
Disklinsen, mit dem es gelingt, unmittelbar bei der Im
plantation den sich um das optischen Zentrum einer derar
tigen Linse herumerstreckenden kreisringförmigen Verankerungs
fortsatz über seinen gesamten Umfang in eine den beim Er
öffnen des Linsensackes stehengelassenen Rand der Vorderkapsel
hintergreifende Lage zu bringen. Das zu schaffende Instrument
soll somit eine im Vergleich zum Stande der Technik für den
Patienten weitaus weniger invasive Implantation ermöglichen.
Gelöst ist die erfindungsgemäße Aufgabe dadurch, daß bei
dem Implantationsinstrument nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 7 die röhrchenartige Einführhülse mit
Hilfe von Schnellkupplungsmitteln fest, aber lösbar mit
dem Handstück verbunden und mit einer sich von der Kupp
lungsseite aus bis auf das Lumen stetig verjüngenden
Ausnehmung zum Einsetzen einer Linse versehen ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Instrument handelt es sich
mithin um ein mit einem betätigbaren Schieber ausgerüstetes
Handstück und eine mit einem Ende dieses Handstücks kuppel
bare Einführhülse, die auf der Kupplungsseite mit einer in
das Lumen übergehenden Ausnehmung zum Beladen mit einer
Linse ausgerüstet ist. Das Lumen der Einführhülse besitzt
einen Querschnitt kleiner oder höchstens gleich dem Durch
messer des optischen Zentrums der Linse und letztere wird
beim Beladen der Einführhülse so in die kupplungsseitige
Ausnehmung der Hülse eingeführt, daß einander gegenüber
liegende Bereiche des kreisringförmigen Verankerungsfort
satzes um eine in Hülsenlängsrichtung weisende Achse hoch
gerollt sind. Wenn nach dem Ankuppeln der Einführhülse
an das vordere Ende des Handstücks der letzterem zugeordnete
Schieber nach vorn geschoben wird und rückseitig an der im
Bereich der erwähnten Ausnehmung aufgenommenen Linse an
greift wird diese unter fortschreitendem Zusammenrollen
auf den Querschnitt des Lumens durch die Einführhülse
vorgeschoben.
Wenn beim Implantieren der Operateur das Instrument
so führt, daß in der in die Vorderkammer eingeführten
Kanüle das optische Zentrum zur Hornhaut weist, kann der
zuerst auftretende Abschnitt des Verankerungsrandes unmit
telbar auf der dem Einschnitt an der Hornhaut gegenüber
liegenden Seite unter den vorstehenden Rand der Vorder
kapsel in die Linsenkapsel eingeschoben werden. Beim
weiteren Austreten der Linse aus der Einführhülse faltet
sich diese vermögens der ihr eigenen Spannkraft auf und
der das optische Zentrum umgebende kreisringförmige Veranke
rungsfortsatz gleitet allmählich fortschreitend bis zum
voll umfänglichen Hintergreifen des Vorderkapselrandes in
den Linsensack hinein. Es ist somit ein augenchirurgisches
Implantationsinstrument geschaffen worden, das die Im
plantation von Disklinsen ohne Zuhilfenahme weiterer Instru
mente und ohne nachträgliche Manipulationen ermöglicht.
Zweckmäßigerweise kann es sich bei der von der Kupplungs
seite aus in die Einführhülse hineinerstreckenden Ausnehmung
zum Einsetzen einer Linse um einen konusartigen Einführ
trichter handeln, in dem beim Vorschieben der Linse in
Richtung zu dem Lumen der Hülse der vorstehend erläuterte
Aufrollvorgang zwecks Reduzierung der Linse auf den
Lumenquerschnitt allmählich fortschreitend erfolgt.
Eine andere sinnvolle Weiterbildung sieht vor, daß die Ein
führhülse und das Kupplungsende des Handstücks mit ein
Ankuppeln der Hülse an das Handstück nur in einer vor
bestimmten Drehstellung ermöglichenden Mitteln versehen
sind. Diese Maßnahme stellt sicher, daß ein Operateur
das Instrument beim Implantieren in einer vorbestimmten
Drehstellung führen kann, wenn zuvor beim Beladen der Ein
führhülse mit der Linse diese so in die rückseitige Aus
nehmung eingeführt worden ist, daß beim Vorschieben der
Linse durch die Einführhülse das optische Zentrum auf
der vom Linsensack wegweisenden Seite liegt.
Eine andere Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß es
sich bei den ein Ankuppeln der Einführhülse an das Handstück
nur in einer vorbestimmten Drehstellung ermöglichenden
Mitteln um eine radial über das Kupplungsende der Hülse
vorstehende "Uhrzeitmarkierung und eine entsprechende Längs
ausnehmung im Bereich einer muffenartig ausgebildeten
Aufnahme am Kupplungsende des Handstücks handelt.
Als Schnellkupplungsmittel zum Verbinden der Einführhülse
mit dem Handstück sind vielfältige Ausgestaltungen denkbar,
wie beispielsweise eine einen rückseitig umlaufenden Rand
der Hülse übergreifende Überwurfmutter, die mit einem am
Kupplungsende des Handstücks angeordneten Außengewinde ver
schraubbar ist. Als besonders zweckmäßig hat sich indessen
erwiesen, wenn gemäß einer Weiterbildung der Erfindung die
Einführhülse und das Handstück an ihren Kupplungsenden
mit im Kupplungsfalle einander in der Art eines Bajonett
verschlusses hintergreifenden und dadurch formschlüssig
zusammenwirkenden Verrastungskonturen als Schnellkupplungs
mittel versehen sind, die eine Schnellkupplung der Einführ
hülse mit dem Handstück durch einfaches axiales Zusammen
stecken der beiden Teile und Verdrehen gegeneinander um
einen vorgegebenen Umfangswinkel ermöglichen.
Gemäß einer anderen Weiterbildung kann das sich im Anschluß
an die zum Einsetzen einer Linse dienende Ausnehmung am Kupp
lungsende der Einführhülse durch letztere hindurcherstreckende
Lumen kreisförmigen oder auch ovalen Querschnitt aufweisen.
Schließlich sieht eine nochmalige wichtige Ausbildung vor,
daß die Einführhülse aus begrenzt flexiblem Material besteht,
wie einem gewebeverträglichen Weichkunststoff, und an
ihrem Austrittsende durch längsgerichtete Schlitze von
einander getrennte Segmente besitzt, die einen sich
zum Kanülenende hin verjüngenden, beim Passieren einer
Linse auffedernden und dadurch einen für den Durchtritt
der Linse hinreichenden Querschnitt freigebenden Konus bilden.
Bei einem so ausgebildeten Hülsenende kann die Einführ
hülse durch einen besonders klein gehaltenen Schnitt am
Hornhautrand und ohne nennenswerte Belastung des Patienten
in die Vorderkammer und teilweise in den eröffneten Linsen
sack eines zu operierenden Auges eingeführt werden, ohne
den Austritt der Linse beim Vorschieben durch das Lumen
der Kanüle zu verhindern.
Ausgehend von der beigefügten Zeichnung sollen nachstehend
eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Implantations
instruments und verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten der
Einführhülse erörtert werden. In schematischen Ansichten
zeigen:
Fig. 2 eine perspektivische Gesamtansicht des Instruments
in annähernd natürlicher Größe,
Fig. 2 in einer Explusionsdarstellung ein Handstück, einen
diesem zugeordneten Schieber mit Betätigungsgriff
und eine mit dem vorderen Ende des Handstücks über
Schnellkupplungsmittel verbindbare Einführhülse,
Fig. 3 einen gegenüber den Fig. 1 und 2 vergrößerten
Längsschnitt durch den vorderen Teil des Handstücks
mit dem in diesem längsbeweglich geführten Schieber
und die mit dem vorderen Handstückende durch Schnell
kupplungsmittel verbundene Einführhülse,
Fig. 4 das von der Kupplungsebene entfernte Ende einer al
ternativen Ausbildung der Einführhülse in einer
Längsschnittansicht und
Fig. 5 die alternative Ausbildung der Einführhülse in
einem Querschnitt gemäß der Schnittlinie V-V in
Fig. 4.
Das in den Fig. 1 bis 3 veranschaulichte Instrument 10
zum Implantieren von Silikon-Disklinsen in die Hinterkammer
eines zu operierenden Auges besitzt ein langgestrecktes rohr
förmiges Handstück 11. In dem Handstück ist ein Schieber 12
längsbeweglich geführt, der einen dem Innenquerschnitt des
Handstücks angepaßten zylindrischen Führungsabschnitt 13
und einen vorderseitig von diesem koaxial vorstehenden Stem
pel 14 aufweist. Mit dem zylindrischen Führungsabschnitt 13
des Schiebers 12 ist ein durch eine den Mantel des Griff
stücks 11 in der Nähe seines vorderen Endes 16 durchbrechende
Langlochausnehmung 17 vorstehender Betätigungsgriff 18 ver
bunden, mittels dessen der Schieber im Rahmen der Längser
streckung der Langlochausnehmung vor- und rückschiebbar ist.
Auf dem vorderen Ende des Handstücks 16 ist eine in der Art
eines Röhrchens ausgebildete Einführhülse 20 fest, aber lösbar
aufgenommen, durch die sich ein am vorderen Hülsenende 21
austretendes Lumen 22 mit einem das Vorschieben einer Disk
linse ermöglichenden Querschnitt hindurcherstreckt. Das vor
dere Ende 16 des Handstücks und das rückwärtige Ende der
Einführhülse sind mit im Kupplungsfalle formschlüssig zu
sammenwirkenden Schnellkupplungsmitteln versehen.
Bei der in der Explusionsdarstellung gemäß Fig. 2 veran
schaulichten Ausführungsform handelt es sich bei diesen
Schnellkupplungsmitteln um zueinander passende Gewinde, näm
lich um ein vom vorderen Ende des Handstücks 11 aus in dieses
eingeschnittenes Innengewinde 24 und um ein Außengewinde 25
am rückwärtigen Ende der Einführhülse 20. Bei der Ausführungs
form nach Fig. 3 sind die Schnellkupplungsmittel als bajonett
artige Verrastungskonturen 24′, 25′ ausgebildet, die einem
steckerartigen Abschnitt am rückwärtigen Ende der Einführ
hülse 20 sowie einem im Kupplungsfalle diesen steckerartigen
Abschnitt aufnehmenden Muffenteil am vorderen Ende des
Handstücks 11 zugeordnet sind. Nach dem Einstecken des
steckerartigen Abschnittes der Einführhülse 20 in die
muffenartige Aufnahme am vorderen Ende des Handstücks
11 gelangen diese Verrastungskonturen durch gegenseitige
Verdrehung der miteinander gekuppelten Teile um einen
vorbestimmten Drehwinkel um ihre Längsachse in eine
einander formschlüssig hintergreifende Verrastungslage.
Vom rückwärtigen Ende der Einführhülse 20, also von
deren Kupplungsseite aus, erstreckt sich in die Einführ
hülse eine sich stetig bis zu dem sich durch die Hülse
hindurcherstreckenden Lumen 22 verjüngende Einführaus
nehmung 26 zum Einführen einer Disklinse hinein, die bei
einem Lumen mit Kreisquerschnitt als Innenkonus ausgebildet
sein kenn. Wenn beispielsweise das Lumen der Einführhülse
ovalen Querschnitt aufweist, ist die sich zu diesem
Lumen hin von der Rückseite der Einführhülse aus ver
jüngende Ausnehmung zum Einführen einer Linse in der
Art eines entsprechend angepaßten Trichters ausgebildet.
Im Gegensatz zu den Ausführungsformen nach den Fig. 1 bis 3
erstrecken sich bei der in Fig. 4 in einem Längsschnitt teil
weise veranschaulichten Einführhülse 20, die aus gewebe
verträglichem Weichkunststoff besteht, vom Austrittsende 21′
aus über den Umfang verteilt angeordnete Längsschlitze 27
fort und bilden in Umfangsrichtung voneinander getrennte
Segmente 28. Diese Segmente sind mit ihren freien Enden
radial einwärts verformt und bilden einen sich zum Hülsen
ende hin verjüngenden Konus, der ein erleichtertes Einführen
der Hülse 20 durch einen Einschnitt geringer Größe am Rande
der Hornhaut eines zu operierenden Auges in dessen Vorder
kammer ermöglicht.
Bei bestimmungsgemäßer Verwendung des erfindungsgemäßen
Implantationsinstruments 10 wird bei vom Handstück 11 ent
kuppelter Einführhülse 20 mittels einer Pinzette eine
Disklinse so von der Kupplungsseite aus in die sich
konisch zum Lumen 22 hin verengende Einführöffnung 26
der Hülse 20 eingeführt, daß die seitlichen Bereiche
des das optische Zentrum der Linse umgebenden kreisring
förmigen Verankerungsfortsatzes um eine etwa in Richtung
der Längsachse der Hülse verlaufende Achse hochgeformt
sind, so daß das optische Zentrum den hochgeformten
oder zusammengerollten Randbereichen gegenüberliegend
an der die Einführausnehmung 26 begrenzenden Wand anliegt.
Wenn dann mittels des Betätigungsgriffs 18 der im Hand
stück 11 längsbeweglich geführte Schieber 12 in Richtung
auf die Einführhülse 20 vorgeschoben wird, trifft der
sich vorderseitig vom Führungsabschnitt 13 des Schiebers
forterstreckende und dem Lumen 22 der Einführhülse 20
angepaßte Stempel 14 auf die in der genannten Einführ
ausnehmung 26 aufgenommene Linse auf und schiebt diese
in das Lumen 22 und durch dieses hindurch bis zum Austritt
am anderen Hülsenende 21 vor. Es versteht sich von selbst,
daß sowohl die Wandungen der Einführausnehmung 26 als
auch die das Lumen 22 begrenzenden Hülsenwandungen in
solcher Weise feinstbearbeitet sein müssen, daß beim
Durchschieben einer Linse keinerlei Markierungen an
dieser auftreten.
Bei der Implantation einer Disklinse in die Hinterkammer
eines zu operierenden Auges ist nach dem Einführen der
Hülse 20 durch einen Schnitt am Rande der Hornhaut des
zu operierenden Auges in dessen Vorderkammer das In
strument 10 in einer solchen Drehstellung um seine Längs
achse zu halten, daß die hochgefalteten oder gewisser
maßen um eine mit der Hülsenachse zusammenfallende Achse
aufgerollten Abschnitte des kreisringförmigen Veranke
rungsfortsatzes in Richtung zum Linsensack weisen, hin
gegen das optische Zentrum der Linse zur Hornhaut. Beim
Vorschieben der Linse gelangt dann bei richtiger In
strumentenführung der zuerst aus der Einführhülse 20
austretende Abschnitt des kreisringförmigen Verankerungs
fortsatzes unter den beim Eröffnen der Vorderkapsel
des Linsensackes belassenen Rand der ansonsten entfernten
Vorderkapsel und die beim vollständigen Austreten der
Linse aus der Einführhülse gewissermaßen auffedernden
weiteren Bereiche des kreisringförmigen Verankerungs
fortsatzes gleiten im übrigen Umfangsbereich in den
Linsensack hinein und somit in eine den Rand der Vorder
kapsel hinterfassende Lage.
Claims (7)
1. Augenchirurgisches Instrument zum Implantieren von
Hinterkammer-Weichlinsen (Silikon-Disklinsen) in einen
durch Entfernen eines Teils der Vorderkapsel eröffneten
und ausgeräumten Kapselsack eines zu operierenden Auges,
bei dem eine über einen Einschnitt am Hornhautrand des
zu operierenden Auges in dessen Vorderkammer einführbare
Hülse sich von einem Ende eines langgestreckten Handstücks
forterstreckt und das Handstück einen längsbeweglich
geführten Schieber zum Vorschieben einer zu implantie
renden Linse durch das Lumen der Hülse bis zum Austreten
am vorderen Hülsenende besitzt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einführhülse (20, 20′) mit Hilfe von Schnellkupplungs
mitteln (24, 25; 24′, 25′) fest, aber lösbar, mit dem
Handstück (11) verbunden und mit einer sich von der Kupp
lungsseite aus bis auf das Lumen (22) stetig verjüngenden
Ausnehmung (26) zum Einsetzen einer Linse versehen ist.
2. Augenchirurgisches Implantationsinstrument nach An
spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der
von der Kupplungsseite in die Einführhülse (20, 20′)
hineinerstreckenden Ausnehmung zum Einsetzen einer Linse
um einen konusartigen Einführtrichter (26) handelt.
3. Augenchirurgisches Implantationsinstrument nach An
spruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführ
hülse (20, 20′) und das Kupplungsende des Handstücks (11)
mit ein Ankuppeln der Hülse an das Handstück nur in einer vor
bestimmten Drehstellung ermöglichenden Mitteln versehen sind.
4. Augenchirurgisches Implantationsinstrument nach An
spruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den ein
Ankuppeln der Einführhülse (20, 20′) an das Handstück (11)
nur in einer vorbestimmten Drehstellung ermöglichenden
Mitteln um eine radial über das Kupplungsende der Hülse vor
stehende "Uhrzeitmarkierung" und eine entsprechende
Längsausnehmung im Bereich einer muffenartig ausgebildeten
Aufnahme am Kupplungsende des Handstücks handelt.
5. Augenchirurgisches Implantationsinstrument nach einem
der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einführhülse (20, 20′) und das Handstück (11) an ihren
Kupplungsenden mit im Kupplungsfalle einander in der
Art eines Bajonettverschlusses hintergreifenden und
dadurch formschlüssig zusammenwirkenden Verrastungs
konturen (24′, 25′) als Schnellkupplungsmittel versehen
sind.
6. Augenchirurgisches Implantationsinstrument nach
einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das sich im Anschluß an die zum Einsetzen einer Linse
dienende Ausnehmung (26) am Kupplungsende der Einführ
hülse (20, 20′) durch letztere hindurcherstreckende
Lumen (22) kreisförmigen oder ovalen Querschnitt besitzt.
7. Augenchirurgisches Implantationsinstrument nach
einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einführhülse (20′) aus begrenzt flexiblem Material
besteht, wie einem gewebeverträglichen Weichkunststoff,
und an ihrem Austrittsende durch längsgerichtete Schlitze
(27) voneinander getrennte Segmente (28) besitzt, die
einen sich zum Kanülenende (21) hin verjüngenden, beim
Passieren einer Linse jedoch auffedernden und dadurch
einen für den Durchtritt der Linse hinreichenden Quer
schnitt freigebenden Konus bilden.
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| DE19914110278 DE4110278A1 (de) | 1991-03-28 | 1991-03-28 | Augenchirurgisches instrument zum implantieren von hinterkammer-weichlinsen |
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| DE4110278A1 true DE4110278A1 (de) | 1992-10-01 |
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Family Applications (1)
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| DE19914110278 Withdrawn DE4110278A1 (de) | 1991-03-28 | 1991-03-28 | Augenchirurgisches instrument zum implantieren von hinterkammer-weichlinsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4110278A1 (de) |
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