DE4112280C2 - - Google Patents

Info

Publication number
DE4112280C2
DE4112280C2 DE19914112280 DE4112280A DE4112280C2 DE 4112280 C2 DE4112280 C2 DE 4112280C2 DE 19914112280 DE19914112280 DE 19914112280 DE 4112280 A DE4112280 A DE 4112280A DE 4112280 C2 DE4112280 C2 DE 4112280C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
catheter
slot
valve
hose
diameter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE19914112280
Other languages
English (en)
Other versions
DE4112280A1 (de
Inventor
Peter Dr. 8122 Penzberg De Maerz
Helmut Dr. 6670 St Ingbert De Fell
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MEDINORM AG MEDIZINTECHNISCHE PRODUKTE 6607 QUIERSCHIED DE
Original Assignee
MEDINORM AG MEDIZINTECHNISCHE PRODUKTE 6607 QUIERSCHIED DE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by MEDINORM AG MEDIZINTECHNISCHE PRODUKTE 6607 QUIERSCHIED DE filed Critical MEDINORM AG MEDIZINTECHNISCHE PRODUKTE 6607 QUIERSCHIED DE
Priority to DE19914112280 priority Critical patent/DE4112280A1/de
Priority to PCT/DE1992/000308 priority patent/WO1992018190A1/de
Publication of DE4112280A1 publication Critical patent/DE4112280A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE4112280C2 publication Critical patent/DE4112280C2/de
Granted legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M25/00Catheters; Hollow probes
    • A61M25/0067Catheters; Hollow probes characterised by the distal end, e.g. tips
    • A61M25/0074Dynamic characteristics of the catheter tip, e.g. openable, closable, expandable or deformable
    • A61M25/0075Valve means

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Anesthesiology (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Infusion, Injection, And Reservoir Apparatuses (AREA)
  • Media Introduction/Drainage Providing Device (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Katheter zum Einbringen medizinischer Substanzen in Arterien, bestehend aus einem am patientenseitigen Ende abgerundet verschlossenen Schlauch aus elastischem Material mit einem im Bereich des patientenseitigen Endes angeordneten Einweg-Ventil in Form eines in das Schlauchmaterial eingebrachten Schlitzes mit durch die Material-Elastizität zusammengehaltenen Schlitz-Wänden gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein wichtiges Anwendungsgebiet für derartige Katheter ist insbesondere das Einbringen von Medikamenten in Beinarterien zur Behandlung von Durchblutungsstörungen, wobei der Katheter längerzeitig (Wochen, Monate) oder dauernd in der Arterie verbleibt.
Obwohl aus dem Stande der Technik eine größere Anzahl von Kathetern bekanntgeworden sind, ist deren Ausgestaltung insbesondere für einen Anwendungsfall wie den vorgenannten nach wie vor verbesserungsbedürftig.
Ein besonderes Problem im Zusammenhang mit Kathetern der in Rede stehenden Art, mit denen Medikamente in beispielsweise Beinarterien eingebracht werden sollen, besteht darin, daß selbst kleinste Mengen von Blut, die in den Katheter gelangen, dort gerinnen und dann bei einer weiteren Injektion wieder geronnen in die Arterie gelangen und dann in jedem Falle zu einer Embolie, also dem Verschluß großer oder kleiner Arterien führen könnten. Das muß in jedem Falle verhütet werden.
Da derartige Therapien ja gerade deswegen durchgeführt werden, um eine schon gestörte Durchblutung z. B. am Bein zu verbessern, macht jede auch noch so kleine Embolie den Therapie-Erfolg zu­ nichte. Das gilt selbst für mikroskopisch kleinste Gerinsel, die dann in den Kapillaren der sogenannten Endstrombahn, worin der Gasaustausch des Gewebes stattfindet, hängenbleiben und diese verstopfen. Aus diesen Gründen muß die Einweg- Ventil-Wirkung derartiger Katheter besonders zuverlässig sein, damit wirklich nur Medikamente aus dem Katheter austreten, nicht aber Blut eintreten kann.
Das Risiko eines Bluteintrittes ist aber auch deswegen um so größer, weil bei medizinischen Behandlungen im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Injektionsspritzen (wie sie auch zum Einspritzen der Medikamente durch Katheter der hier in Rede stehenden Art gebraucht werden), sonst allgemein der Grundsatz gilt, vor jeder Injektion mit der Spritze zunächst einmal anzusaugen. Dieser Ansaugvorgang vor der Vornahme von Injektionen mit Injektionsspritzen ist für behandelnde Mediziner durchaus ein routinemäßiger, eingefleischter Griff (sogenannte Aspirationsprobe), und wenn eine solche Aspirationsprobe vor einer Injektion nicht zulässig ist, muß darauf besonders hingewiesen werden, bzw. es müssen Vorkehrungen getroffen sein, um ein Rücksaugen von Blut zuverlässig zu vermeiden. Diesem Zweck sollten Einweg-Ventile der Katheter der hier in Rede stehenden Art genügen.
Ein Katheter der eingangs als bekannt vorausgesetzten Gattung ist aus der EP-A13 51 864 bekanntgeworden. Dieser bekannte Katheter ist aus thermoplastischen Kunststoffen wie Polyurethan oder Weich-PVC hergestellt, da derartige Materialien eine einfache Herstellung des vorgesehenen Einweg­ Ventils ermöglichen. Der Schlauch des Katheters ist an seinem vorderen Ende abgerundet verschlossen, wobei die Wandstärke des abgerundeten Endes im wesentlichen der Wandstärke des Schlauches selbst entspricht. Das Einweg-Ventil wird von einem Schlitz gebildet, der etwas kleinere Länge als der Katheter-Durchmesser hat und von dem abgerundeten Ende des Schlauches ein Stück nach hinten versetzt ist. Der Schlauch weist somit zwischen dem vorderen Schlitzende und dem Schlauchende einen kleinen Endraum auf, der sich nicht unmittelbar im Strömungsweg befindet. Während die für die Herstellung dieses Ventil-Katheters vorgesehenen thermoplastischen Kunststoffe eine günstige Ventil- Herstellung gestatten, wirkt sich andererseits wegen der thermoplastischen Material-Natur die Körperwärme auf die Material-Eigenschaften im Ventil-Bereich aus, und damit erschwert sich die zuverlässige Beherrschung der Einweg-Ventilwirkung.
Das gilt insbesondere hinsichtlich der notwendigen absolut zuverlässigen Vermeidung einer Blut- Rücksaugung auch bei entsprechend der üblichen Praxis ständig - im Falle solcher Arterien-Katheter aber dann fälschlich - mit einer Injektionsspritze vorgenommenen Ansaugung vor dem beabsichtigten Injektionsvorgang.
Während solche bekannten Einweg-Ventil-Katheter für viele Anwendungszwecke einen unerwünschten Rückstrom von Körperflüssigkeit ausreichend unterbinden können, verbleibt jedoch die Notwendigkeit besonderer Vorkehrungen, um auch im Falle einer routinemäßig, aber fälschlich vorgenommenen Ansaugung mit der Injektionsspritze die erforderliche Sicherheit zu gewährleisten.
Ein weiterer Ventil-Katheter ist aus der EP-A21 25 844 bekanntgeworden. Auch bei diesem Katheter ist das patentientenseitige Schlauchende mit etwa gleichbleibender Schlauch-Wandstärke abgerundet geschlossen, und ein Stück nach hinten versetzt finden sich Ventil-Schlitze. In diesem Falle sind die Schlitze als Zweiwege-Ventile ausgeführt. Die Schlitzlänge soll so bemessen sein, daß die Ventilschlitze sich je nach der auftretenden Druckeinwirkung entweder nach außen oder nach innen öffnen können. Dazu wird eine besondere Behandlung des Katheterschlauches im Ventilbereich vorgeschlagen. Als Material für diesen Ventil- Katheter soll Silicon-Gummi dienen. Aufgrund der vorgesehenen Zweiwege-Wirkung der Ventilschlitze sind derartige Katheter nicht dort einsetzbar, wo es darauf ankommt, ein Rücksaugen von Blut auf jeden Fall zu vermeiden.
Solche Katheter eignen sich somit zur Venenbehandlung, nicht aber zur Arterienbehandlung.
Zum Stande der Technik ist auch auf den Katheter gemäß GB-PS 14 17 013 zu verweisen, (von dem der Oberbegriff des Hauptanspruches ausgeht). Es handelt sich hier um einen Katheter aus nachgiebigem Kunststoffmaterial, dessen Schlauch an dem patientenseitigen Ende in einem abgerundeten Vollstück endet und bei welchem das Einweg- Ventil von einem sich in Längsrichtung des Schlauches erstreckenden Schlitz der Schlauchwandung gebildet wird. Dabei endet dieser Schlitz um einen etwa der Schlitzlänge entsprechenden Abstand hinter der die Schlauchöffnung begrenzenden Fläche des Vollstückes. Bei einer der Ausführungsformen dieses Katheters ist dabei im Schlauchinneren in das abgerundete Vollstück als Röntgenkontrast ein kleiner Metallzylinder eingesetzt.
Die Anordnung des Schlitzes in bezug auf die stirnseitige Begrenzungsfläche von Schlauchöffnung und Vollstück führt dazu, daß im Bereich des vorderen Endes der Schlauchöffnung ein Strömungstotraum bleibt, in dem keine vollständige Durchspülung gewährleistet ist. Insbesondere bei der Ausführungsform mit in die stirnseitige Begrenzungsfläche eingesetztem Metallzylinder ergeben sich dabei auch unerwünschte Fangecken für medizinische Substanzen oder gar Blutgerinsel. Die Zusammenhaltekraft des das Einwegventil bildenden Schlitzes ist bei diesem bekannten Katheter an den beiden Schlitz-Enden durch die Wandstärke des Schlauches bestimmt. Auch dieser bekannte Katheter erscheint hinsichtlich der Einweg-Schließkraft seines Ventilschlitzes und totraumfreier Durchströmung verbesserungsbedürftig.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Katheter der eingangs als bekannt vorausgesetzten Gattung Vorkehrungen zu treffen, um einerseits einen ausreichenden Flüssigkeitsdurchtritt durch das Ventil am Katheterende zu ermöglichen, andererseits aber sicherzustellen, daß auch bei unbeabsichtigten Ansaugen einer an dem Katheter angebrachten Injektionsspritze keinerlei Blut in den Katheter gelangen kann.
Die Lösung der Aufgabe ist in dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 herausgestellt. Die Unteransprüche beziehen sich auf vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen.
Der erfindungsgemäß ausgestaltete Katheter vermeidet zuverlässig das Eintreten von Blut in den Katheter, und das selbst dann, wenn ein unbeabsichtigtes Ansaugen mit einer Injektionsspritze erfolgt. Der Katheter stellt sicher, daß ein solches Eintreten von Blut auch dann zuverlässig vermieden wird, wenn das Blut in der behandelnden Arterie im Falle von erkrankten und verkalkten Arterien mit starren Arterienwänden zeitweilig ein Mehrfaches des normalen Blutdruckes aufweist.
Auch bei Verwendung eines sogenannten Stütz- Mandrins, also eines Führungsdrahtes zum Einführen des Katheters gewährleistet die erfindungsgemäße Ausgestaltung die Vermeidung einer Beeinträchtigung der sicheren Einweg-Ventilwirkung im Sinne der obigen Erläuterungen.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung führt aber auch dazu, daß im Bereich des patentenseitigen Katheterendes kein strömungsfreier Hohl- oder Totraum auftritt, in welchem hochwirksame Medikamente nicht nur liegenbleiben, sondern sich möglicherweise auch zersetzen und chemisch verändern könnten.
Durch den zylinderförmigen Verschluß des Katheterendes wird erreicht, daß die Ventilöffnung sich unmittelbar am Ende des Katheter-Hohlraumes befindet, aber dennoch ein Stück von der Spitze des Katheters entfernt seitlich in der Mantelfläche. Damit ist das Ventil auch besonders gut geschützt und nicht der Gefahr einer Beschädigung oder eines Einpressens beim Vorschieben in das Blutgefäß ausgesetzt.
Die erfindungsgemäße Ventilanordnung führt auch zu durchwegs glattem und gut gespültem Katheter- Innenraum, so daß keine Stellen vorhanden sind, die der Gefahr einer Bakterienansammlung mit nachfolgender Infektionsgefahr u. dgl. unterworfen sein könnten.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß bei ihr die Formgebung von Katheterende und Einweg- Ventil und Materialauswahl in günstiger Weise zusammenspielen, um den besonderen Anforderungen der Arterienkatheter, wie sie insbesondere auch für die Behandlung im Bereich der Beinarterien erforderlich sind, gerecht zu werden.
Es folgt die Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung.
In der Zeichnung sieht man einen Katheter, wie er zum Einbringen medizinischer Substanzen in Arterien, insbesondere in Beinarterien benutzt wird. Der Katheter besteht aus weichem Silicon- Kautschuk.
Beim Legen des Katheters in die entsprechend punktierte Arterie, ist der Katheter in an sich bekannter Weise mittels eines steifen Führungsdrahtes 11 abgestützt (sogenannter Mandrin).
Der Katheter besteht aus einem Schlauch mit einer von der Schlauchwandung 1 begrenzten inneren Schlauchöffnung 3. In der Zeichnung ist nur das vordere Stück des Katheters dargestellt, der beispielsweise eine Länge von etwa 40 cm, einen Außendurchmesser von etwa 1 mm hat, wobei die Stärke der Wand 1 und der Schlauchöffnung 3 etwa gleich sind. Der verwendete Führungsdraht hat ggfs. im wesentlichen die Stärke der Schlauchöffnung 3 und wird bis an die stirnseitige Begrenzungsfläche 5 des Schlauchinnenraumes vorgeschoben. Diese Begrenzungsfläche ist im wesentlichen eben oder entsprechend den Produktionserfordernissen gerundet.
Der bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel verwendete Silicon-Kautschuk hat im wesentlichen folgende Materialeigenschaften:
Spezifisches Gewicht
1,25 g/cm³
Shore-Härte A (DIN 53 505) 60
Reißfestigkeit (DIN 53 504) 8 N/mm²
Reißdehnung (%) 350-550
Das abgerundete (patientenseitige) Ende des Katheters wird von einem zylindrischen Vollstück 7 gebildet, welches zu der Schlauchöffnung 3 hin an der genannten stirnseitigen Begrenzungsfläche 5 endet. Das zylindrische Vollstück 7 hat gleichen Außendurchmesser wie der Schlauch an seiner Schlauchwand 1. Die Länge des zylindrischen Vollstückes entspricht vorzugsweise etwa dem dreifachen Außendurchmesser des Katheters.
Der Katheter ist mit einem Einwegventil 9 ausgestattet, welches von einem in die Schlauchwand eingebrachten Schlitz gebildet wird. Der Schlitz endet patientenseitig genau an der Begrenzungsfläche 5 und erstreckt sich von dort um ein etwa dem zwei- bis dreifachem Katheterdurchmesser entsprechendes Maß nach hinten.
In der (nicht gezeigten) Umfangsrichtung gesehen, hat der Schlitz keine merkliche Ausdehnung, sondern es liegen die gegenüberliegenden Schlitzwände unmittelbar aneinander an und werden durch das zusammenhängende Material des Schlauches aneinandergepreßt. Dabei sorgt insbesondere die unmittelbare Heranführung des Schlitzes 9 bis an das zylindrische Vollstück 7 dafür, daß ein unerwünschtes Auseinanderklaffen des Schlitzes vermieden wird, sondern die Schlitzwände dicht zusammengehalten werden. Dieser Zusammenhalt kann einerseits bereits bei relativ geringen inneren Druckaufbau in der Schlauchöffnung 3, wenn also mittels einer Injektionsspritze oder druckbegrenzten Infusionspumpe Medikamente o. dgl. in den Schlauch eingespritzt werden, überwunden werden. Diese Medikamente treten dann aus der Schlauchöffnung 3 durch das von dem Schlitz 9 gebildete Einweg-Ventil nach außen aus.
Wird andererseits mittels der Injektionsspritze versehentlich angesaugt, so vermeidet die dargestellte Konstrukton des Einwegventiles mit Sicherheit jegliches Rücksaugen von Blut in den Katheter hinein.
Die dargestellte Konstruktion führt aber auch dazu, daß der Abschluß der Schlauchöffnung im Bereich des Katheterendes im wesentlichen glatt und ohne unerwünschte Toträume ist. Der gesamte Bereich am Ende der Schlauchöffnung ist jeweils gut durchströmt, so daß sich dort auch keine Medikamentenreste sammeln können.
Im Zusammenhang mit den oben angegebenen Eigenschaften des verwendeten Silicon-Kautschuks weisen praktische Ausführungsformen des Katheters etwa folgende Maße auf:
Schlitzlänge 1 bis 6 mm (ideal 4 mm)
Katheter-Außendurchmesser <2 mm (ideal 1,3 mm)
Verhältnis Außendurchmesser : Innendurchmesser des Katheters <1,8 und <4 (ideal 2,25).
Im Rahmen dieser Abmessungen wird ein unerwünschtes Umschlagen der lippenartigen Schlitzwände 9 auch bei erheblicher Saugkraft im Katheterinneren, wie es bei unzulässigem Ansaugen der Injektionsspritze erfolgen kann, mit Sicherheit vermieden.
Die Herstellung des Katheters mit dem nach der Erfindung ausgestalteten Einweg-Ventil kann nach üblichen Herstellungsverfahren solcher Katheter erfolgen. Dabei ist jedoch auf präzise Anbringung des Schlitzes mit den Wänden 9 zu achten. Die Einbringung des Schlitzes kann mittels eines Schneidwerkzeuges mit schmaler Klinge erfolgen, welches in radialer Richtung von außen durch die Katheterwand in Richtung auf die Schlauchöffnung 3 geführt wird. Dabei ist darauf zu achten, daß das Schlitzende, mit der inneren Stirnwand des zylindrischen Vollstückes 7 zusammenfällt, so daß sich weder im Außenbereich des zylindrischen Vollstückes 7 ein toter Schlitzraum bildet, noch ein Stück toter Innenraum am Ende der Schlauchöffnung 3.
Anstelle der Verwendung eines Schneidwerkzeuges mit schmaler Klinge kann für die Herstellung des Schlitzes 9 des Einweg-Ventiles auch eine Laser- Trennvorrichtung verwendet werden.
Es hat sich erwiesen, daß das Öffnungsverhalten des Ventils des Katheters auch bei niedrigem Innendruck besonders günstig ist, wenn der Katheter nach dem Einbringen des Schlitzes im Ventilbereich einer Wärmebehandlung unterzogen wird. Die Erwärmung erfolgt zwischen 50 und 250° für etwa 30 min bis zwei Stunden, vorzugsweise auf 180° für eine Stunde.

Claims (10)

1. Katheter zum Einbringen medizinischer Substanzen in Arterien, bestehend aus einem am patientenseitigen Ende abgerundet verschlossenen Schlauch aus elastischem Material mit einem im Bereich des patientenseitigen Endes angeordneten Einweg-Ventil in Form eines in das Schlauchmaterial eingebrachten Schlitzes mit durch die Material-Elastizität zusammengehaltenen Schlitz-Wänden, dadurch gekennzeichnet, daß das abgerundete Ende des Schlauches von einem zylindrischen Vollstück gebildet wird, wobei der Schlitz des Einweg-Ventiles bis an die die Schlauchöffnung stirnseitig begrenzende Fläche des zylindrischen Vollstückes herangeführt ist.
2. Katheter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Katheter aus einem Silikonkautschuk besteht, der im wesentlichen folgende Materialeigenschaften hat: Spezifisches Gewicht 1,25 g/cm³ Shore-Härte A (DIN 53 505) 60 Reißfestigkeit (DIN 53 504) 8 N/mm² Reißdehnung (%) 350-550
3. Katheter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zylindrische Vollstück am Katheterende gleichen Außendurchmesser wie der Katheterschlauch hat und die etwa dreifache Länge des Katheterdurchmessers.
4. Katheter nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz in Längsrichtung des Katheters gesehen, eine Länge von etwa dem 2- bis 3fachen Durchmesser des Katheters hat.
5. Katheter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke des Schlauches etwa gleich der Öffnungsweite des Schlauches ist.
6. Katheter nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Schlitzlänge von 1-6 mm, einen Katheter- Außendurchmesser von < 2 mm ein Verhältnis von Außen- Innendurchmesser des Katheters < 1,8 und < 4.
7. Katheter nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Schlitzlänge von 4 mm, einen Katheter- Außendurchmesser von 1,3 mm, ein Verhältnis von Außendurchmesser : Innendurchmesser von 2,25.
8. Set bestehend aus einem Katheter nach einem der voranstehenden Ansprüche und einem dem Innendurchmesser des Katheters angepaßten Führungsdraht.
9. Verfahren zur Herstellung eines Katheters nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Katheter im Ventilbereich nach dem Einbringen des Ventil-Schlitzes einer Wärmebehandlung unterzogen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9 zur Herstellung eines Katheters nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Erwärmung zwischen 50 und 250° von etwa 30 Min. bis zwei Stunden erfolgt.
DE19914112280 1991-04-15 1991-04-15 Katheter zum einbringen medizinischer substanzen in arterien Granted DE4112280A1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19914112280 DE4112280A1 (de) 1991-04-15 1991-04-15 Katheter zum einbringen medizinischer substanzen in arterien
PCT/DE1992/000308 WO1992018190A1 (de) 1991-04-15 1992-04-14 Katheter zum einbringen medizinischer substanzen in arterien

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19914112280 DE4112280A1 (de) 1991-04-15 1991-04-15 Katheter zum einbringen medizinischer substanzen in arterien

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE4112280A1 DE4112280A1 (de) 1992-10-29
DE4112280C2 true DE4112280C2 (de) 1993-07-22

Family

ID=6429635

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19914112280 Granted DE4112280A1 (de) 1991-04-15 1991-04-15 Katheter zum einbringen medizinischer substanzen in arterien

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE4112280A1 (de)
WO (1) WO1992018190A1 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN119656461B (zh) * 2025-01-09 2025-09-26 通桥医疗科技有限公司 一种具有狭缝阀的介入引流分流管

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR552889A (fr) * 1922-01-11 1923-05-08 Perfectionnements aux sondes et bougies médicales en gomme ou autre matière plastique analogue
US3020913A (en) * 1958-07-15 1962-02-13 William T Heyer Surgical drain
GB1417013A (en) * 1971-12-15 1975-12-10 Mazal Cami C N Catheters
US4657536A (en) * 1979-04-13 1987-04-14 Regents Of The University Of Minnesota Check valve catheter
US4737152A (en) * 1986-07-02 1988-04-12 Becton, Dickinson And Company Catheter assembly
DE8809319U1 (de) * 1988-07-21 1988-09-01 Medinorm AG Medizintechnische Produkte, 6607 Quierschied Katheterventil
US4973319A (en) * 1989-05-10 1990-11-27 Therex Corp. Slit valve medical catheter

Also Published As

Publication number Publication date
DE4112280A1 (de) 1992-10-29
WO1992018190A1 (de) 1992-10-29

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3486330T2 (de) Katheter mit 2-Wegeventil.
EP2209516B1 (de) Medizinisches gerät in form eines katheters zum zu-, abführen von fluid in, aus körperhöhlen
DE69704089T2 (de) Aus einer Nadel mit mehreren Querschnitten und einem elastischen Pfropfen bestehende Einheit für eine medizinische Vorrichtung
DE69313714T2 (de) Vaskulare Eingangsvorrichtung
DE60210961T2 (de) Katheter mit niedrigwiderstandsseptum
EP0300114B1 (de) Kathetervorrichtung
DE3153686C2 (de)
DE2842153C2 (de) Anschlußstück für Katheter
DE69938389T2 (de) Spritzvorrichtung
DE69410148T2 (de) Kathetereinführungsvorrichtung mit verbessertem Nadelgreifglied
DE69124164T2 (de) Implantierbare infusionsvorrichtung
DE2613281A1 (de) Doppellumenkatheter
DE2238722A1 (de) Kathetereinfuehrungssystem
DE2715198C2 (de) Kanüle zur Einführung eines flexiblen Gefäßkatheters in ein Blutgefäß
DE3641107A1 (de) Subkutane eingabevorrichtung
DE69727779T2 (de) Nadel- und Ventilvorrichtung zur Anwendung in einem Katheter
EP0591152A1 (de) Infektvorbeugende katheteranordnung.
DE2703087A1 (de) Doppellumenkatheter
CH689892A5 (de) Chirurgisches Instrument zum stossartigen Einführen einer intraossären Trokarnadel.
DE60116409T2 (de) Medizinische, vorgefertigte Einmalvorrichtung zum Verabreichen von mindestens zwei Medikamenten im vorgegebenen Verhältnis
EP0564797B1 (de) Infusionsnadel
DE1566588B1 (de) Vorrichtung zum Einfuehren eines Katheters
EP0742726B1 (de) Microkatheter-Set
DE4113045C1 (de)
AT507502A1 (de) Selbstschliessendes medizinisches abschlussorgan

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee
8339 Ceased/non-payment of the annual fee
8370 Indication of lapse of patent is to be deleted