DE4112280C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Katheter zum
Einbringen medizinischer Substanzen in Arterien,
bestehend aus einem am patientenseitigen Ende
abgerundet verschlossenen Schlauch aus elastischem
Material mit einem im Bereich des patientenseitigen
Endes angeordneten Einweg-Ventil in Form eines in
das Schlauchmaterial eingebrachten Schlitzes mit
durch die Material-Elastizität zusammengehaltenen
Schlitz-Wänden gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein wichtiges Anwendungsgebiet für derartige
Katheter ist insbesondere das Einbringen von
Medikamenten in Beinarterien zur Behandlung von
Durchblutungsstörungen, wobei der Katheter
längerzeitig (Wochen, Monate) oder dauernd in der
Arterie verbleibt.
Obwohl aus dem Stande der Technik eine größere
Anzahl von Kathetern bekanntgeworden sind, ist
deren Ausgestaltung insbesondere für einen
Anwendungsfall wie den vorgenannten nach wie vor
verbesserungsbedürftig.
Ein besonderes Problem im Zusammenhang mit
Kathetern der in Rede stehenden Art, mit denen
Medikamente in beispielsweise Beinarterien
eingebracht werden sollen, besteht darin, daß
selbst kleinste Mengen von Blut, die in den
Katheter gelangen, dort gerinnen und dann bei einer
weiteren Injektion wieder geronnen in die Arterie
gelangen und dann in jedem Falle zu einer Embolie,
also dem Verschluß großer oder kleiner Arterien
führen könnten. Das muß in jedem Falle verhütet
werden.
Da derartige Therapien ja gerade deswegen
durchgeführt werden, um eine schon gestörte
Durchblutung z. B. am Bein zu verbessern, macht jede
auch noch so kleine Embolie den Therapie-Erfolg zu
nichte. Das gilt selbst für mikroskopisch kleinste
Gerinsel, die dann in den Kapillaren der
sogenannten Endstrombahn, worin der Gasaustausch
des Gewebes stattfindet, hängenbleiben und diese
verstopfen. Aus diesen Gründen muß die Einweg-
Ventil-Wirkung derartiger Katheter besonders
zuverlässig sein, damit wirklich nur Medikamente
aus dem Katheter austreten, nicht aber Blut
eintreten kann.
Das Risiko eines Bluteintrittes ist aber auch
deswegen um so größer, weil bei medizinischen
Behandlungen im Zusammenhang mit dem Gebrauch von
Injektionsspritzen (wie sie auch zum Einspritzen
der Medikamente durch Katheter der hier in Rede
stehenden Art gebraucht werden), sonst allgemein
der Grundsatz gilt, vor jeder Injektion mit der
Spritze zunächst einmal anzusaugen. Dieser
Ansaugvorgang vor der Vornahme von Injektionen mit
Injektionsspritzen ist für behandelnde Mediziner
durchaus ein routinemäßiger, eingefleischter Griff
(sogenannte Aspirationsprobe), und wenn eine solche
Aspirationsprobe vor einer Injektion nicht zulässig
ist, muß darauf besonders hingewiesen werden, bzw.
es müssen Vorkehrungen getroffen sein, um ein
Rücksaugen von Blut zuverlässig zu vermeiden.
Diesem Zweck sollten Einweg-Ventile der Katheter
der hier in Rede stehenden Art genügen.
Ein Katheter der eingangs als bekannt
vorausgesetzten Gattung ist aus der EP-A13 51 864
bekanntgeworden. Dieser bekannte Katheter ist aus
thermoplastischen Kunststoffen wie Polyurethan oder
Weich-PVC hergestellt, da derartige Materialien
eine einfache Herstellung des vorgesehenen Einweg
Ventils ermöglichen. Der Schlauch des Katheters ist
an seinem vorderen Ende abgerundet verschlossen,
wobei die Wandstärke des abgerundeten Endes im
wesentlichen der Wandstärke des Schlauches selbst
entspricht. Das Einweg-Ventil wird von einem
Schlitz gebildet, der etwas kleinere Länge als der
Katheter-Durchmesser hat und von dem abgerundeten
Ende des Schlauches ein Stück nach hinten versetzt
ist. Der Schlauch weist somit zwischen dem vorderen
Schlitzende und dem Schlauchende einen kleinen
Endraum auf, der sich nicht unmittelbar im
Strömungsweg befindet. Während die für die
Herstellung dieses Ventil-Katheters vorgesehenen
thermoplastischen Kunststoffe eine günstige Ventil-
Herstellung gestatten, wirkt sich andererseits
wegen der thermoplastischen Material-Natur die
Körperwärme auf die Material-Eigenschaften im
Ventil-Bereich aus, und damit erschwert sich die
zuverlässige Beherrschung der Einweg-Ventilwirkung.
Das gilt insbesondere hinsichtlich der notwendigen
absolut zuverlässigen Vermeidung einer Blut-
Rücksaugung auch bei entsprechend der üblichen
Praxis ständig - im Falle solcher Arterien-Katheter
aber dann fälschlich - mit einer Injektionsspritze
vorgenommenen Ansaugung vor dem beabsichtigten
Injektionsvorgang.
Während solche bekannten Einweg-Ventil-Katheter für
viele Anwendungszwecke einen unerwünschten
Rückstrom von Körperflüssigkeit ausreichend
unterbinden können, verbleibt jedoch die
Notwendigkeit besonderer Vorkehrungen, um auch im
Falle einer routinemäßig, aber fälschlich
vorgenommenen Ansaugung mit der Injektionsspritze
die erforderliche Sicherheit zu gewährleisten.
Ein weiterer Ventil-Katheter ist aus der EP-A21 25 844
bekanntgeworden. Auch bei diesem Katheter ist
das patentientenseitige Schlauchende mit etwa
gleichbleibender Schlauch-Wandstärke abgerundet
geschlossen, und ein Stück nach hinten versetzt
finden sich Ventil-Schlitze. In diesem Falle sind
die Schlitze als Zweiwege-Ventile ausgeführt. Die
Schlitzlänge soll so bemessen sein, daß die
Ventilschlitze sich je nach der auftretenden
Druckeinwirkung entweder nach außen oder nach innen
öffnen können. Dazu wird eine besondere Behandlung
des Katheterschlauches im Ventilbereich
vorgeschlagen. Als Material für diesen Ventil-
Katheter soll Silicon-Gummi dienen. Aufgrund der
vorgesehenen Zweiwege-Wirkung der Ventilschlitze
sind derartige Katheter nicht dort einsetzbar, wo
es darauf ankommt, ein Rücksaugen von Blut auf
jeden Fall zu vermeiden.
Solche Katheter eignen sich somit zur
Venenbehandlung, nicht aber zur Arterienbehandlung.
Zum Stande der Technik ist auch auf den Katheter gemäß
GB-PS 14 17 013 zu verweisen, (von dem der Oberbegriff
des Hauptanspruches ausgeht). Es handelt sich hier um
einen Katheter aus nachgiebigem Kunststoffmaterial,
dessen Schlauch an dem patientenseitigen Ende in einem
abgerundeten Vollstück endet und bei welchem das Einweg-
Ventil von einem sich in Längsrichtung des Schlauches
erstreckenden Schlitz der Schlauchwandung gebildet wird.
Dabei endet dieser Schlitz um einen etwa der
Schlitzlänge entsprechenden Abstand hinter der die
Schlauchöffnung begrenzenden Fläche des Vollstückes. Bei
einer der Ausführungsformen dieses Katheters ist dabei
im Schlauchinneren in das abgerundete Vollstück als
Röntgenkontrast ein kleiner Metallzylinder eingesetzt.
Die Anordnung des Schlitzes in bezug auf die stirnseitige
Begrenzungsfläche von Schlauchöffnung und Vollstück
führt dazu, daß im Bereich des vorderen Endes der
Schlauchöffnung ein Strömungstotraum bleibt, in dem
keine vollständige Durchspülung gewährleistet ist.
Insbesondere bei der Ausführungsform mit in die
stirnseitige Begrenzungsfläche eingesetztem Metallzylinder
ergeben sich dabei auch unerwünschte Fangecken
für medizinische Substanzen oder gar Blutgerinsel. Die
Zusammenhaltekraft des das Einwegventil bildenden
Schlitzes ist bei diesem bekannten Katheter an den
beiden Schlitz-Enden durch die Wandstärke des Schlauches
bestimmt. Auch dieser bekannte Katheter erscheint
hinsichtlich der Einweg-Schließkraft seines Ventilschlitzes
und totraumfreier Durchströmung verbesserungsbedürftig.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe
zugrunde, bei einem Katheter der eingangs als
bekannt vorausgesetzten Gattung Vorkehrungen zu
treffen, um einerseits einen ausreichenden
Flüssigkeitsdurchtritt durch das Ventil am
Katheterende zu ermöglichen, andererseits aber
sicherzustellen, daß auch bei unbeabsichtigten
Ansaugen einer an dem Katheter angebrachten
Injektionsspritze keinerlei Blut in den Katheter
gelangen kann.
Die Lösung der Aufgabe ist in dem kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 herausgestellt. Die
Unteransprüche beziehen sich auf vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen.
Der erfindungsgemäß ausgestaltete Katheter
vermeidet zuverlässig das Eintreten von Blut in den
Katheter, und das selbst dann, wenn ein
unbeabsichtigtes Ansaugen mit einer
Injektionsspritze erfolgt. Der Katheter stellt
sicher, daß ein solches Eintreten von Blut auch
dann zuverlässig vermieden wird, wenn das Blut in
der behandelnden Arterie im Falle von erkrankten
und verkalkten Arterien mit starren Arterienwänden
zeitweilig ein Mehrfaches des normalen Blutdruckes
aufweist.
Auch bei Verwendung eines sogenannten Stütz-
Mandrins, also eines Führungsdrahtes zum Einführen
des Katheters gewährleistet die erfindungsgemäße
Ausgestaltung die Vermeidung einer Beeinträchtigung
der sicheren Einweg-Ventilwirkung im Sinne der
obigen Erläuterungen.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung führt aber auch
dazu, daß im Bereich des patentenseitigen
Katheterendes kein strömungsfreier Hohl- oder
Totraum auftritt, in welchem hochwirksame
Medikamente nicht nur liegenbleiben, sondern sich
möglicherweise auch zersetzen und chemisch
verändern könnten.
Durch den zylinderförmigen Verschluß des
Katheterendes wird erreicht, daß die Ventilöffnung
sich unmittelbar am Ende des Katheter-Hohlraumes
befindet, aber dennoch ein Stück von der Spitze des
Katheters entfernt seitlich in der Mantelfläche.
Damit ist das Ventil auch besonders gut geschützt
und nicht der Gefahr einer Beschädigung oder eines
Einpressens beim Vorschieben in das Blutgefäß
ausgesetzt.
Die erfindungsgemäße Ventilanordnung führt auch zu
durchwegs glattem und gut gespültem Katheter-
Innenraum, so daß keine Stellen vorhanden sind, die
der Gefahr einer Bakterienansammlung mit
nachfolgender Infektionsgefahr u. dgl. unterworfen
sein könnten.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß bei
ihr die Formgebung von Katheterende und Einweg-
Ventil und Materialauswahl in günstiger Weise
zusammenspielen, um den besonderen Anforderungen
der Arterienkatheter, wie sie insbesondere auch für
die Behandlung im Bereich der Beinarterien
erforderlich sind, gerecht zu werden.
Es folgt die Beschreibung eines
Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung.
In der Zeichnung sieht man einen Katheter, wie er
zum Einbringen medizinischer Substanzen in
Arterien, insbesondere in Beinarterien benutzt
wird. Der Katheter besteht aus weichem Silicon-
Kautschuk.
Beim Legen des Katheters in die entsprechend
punktierte Arterie, ist der Katheter in an sich
bekannter Weise mittels eines steifen
Führungsdrahtes 11 abgestützt (sogenannter
Mandrin).
Der Katheter besteht aus einem Schlauch mit einer
von der Schlauchwandung 1 begrenzten inneren
Schlauchöffnung 3. In der Zeichnung ist nur das
vordere Stück des Katheters dargestellt, der
beispielsweise eine Länge von etwa 40 cm, einen
Außendurchmesser von etwa 1 mm hat, wobei die
Stärke der Wand 1 und der Schlauchöffnung 3 etwa
gleich sind. Der verwendete Führungsdraht hat ggfs.
im wesentlichen die Stärke der Schlauchöffnung 3
und wird bis an die stirnseitige Begrenzungsfläche
5 des Schlauchinnenraumes vorgeschoben. Diese
Begrenzungsfläche ist im wesentlichen eben oder
entsprechend den Produktionserfordernissen
gerundet.
Der bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
verwendete Silicon-Kautschuk hat im wesentlichen
folgende Materialeigenschaften:
| Spezifisches Gewicht | |
| 1,25 g/cm³ | |
| Shore-Härte A (DIN 53 505) | 60 |
| Reißfestigkeit (DIN 53 504) | 8 N/mm² |
| Reißdehnung (%) | 350-550 |
Das abgerundete (patientenseitige) Ende des
Katheters wird von einem zylindrischen Vollstück 7
gebildet, welches zu der Schlauchöffnung 3 hin an
der genannten stirnseitigen Begrenzungsfläche 5
endet. Das zylindrische Vollstück 7 hat gleichen
Außendurchmesser wie der Schlauch an seiner
Schlauchwand 1. Die Länge des zylindrischen
Vollstückes entspricht vorzugsweise etwa dem
dreifachen Außendurchmesser des Katheters.
Der Katheter ist mit einem Einwegventil 9
ausgestattet, welches von einem in die Schlauchwand
eingebrachten Schlitz gebildet wird. Der Schlitz
endet patientenseitig genau an der
Begrenzungsfläche 5 und erstreckt sich von dort um
ein etwa dem zwei- bis dreifachem
Katheterdurchmesser entsprechendes Maß nach hinten.
In der (nicht gezeigten) Umfangsrichtung gesehen,
hat der Schlitz keine merkliche Ausdehnung, sondern
es liegen die gegenüberliegenden Schlitzwände
unmittelbar aneinander an und werden durch das
zusammenhängende Material des Schlauches
aneinandergepreßt. Dabei sorgt insbesondere die
unmittelbare Heranführung des Schlitzes 9 bis an
das zylindrische Vollstück 7 dafür, daß ein
unerwünschtes Auseinanderklaffen des Schlitzes
vermieden wird, sondern die Schlitzwände dicht
zusammengehalten werden. Dieser Zusammenhalt kann
einerseits bereits bei relativ geringen inneren
Druckaufbau in der Schlauchöffnung 3, wenn also
mittels einer Injektionsspritze oder
druckbegrenzten Infusionspumpe Medikamente o. dgl.
in den Schlauch eingespritzt werden, überwunden
werden. Diese Medikamente treten dann aus der
Schlauchöffnung 3 durch das von dem Schlitz 9
gebildete Einweg-Ventil nach außen aus.
Wird andererseits mittels der Injektionsspritze
versehentlich angesaugt, so vermeidet die
dargestellte Konstrukton des Einwegventiles mit
Sicherheit jegliches Rücksaugen von Blut in den
Katheter hinein.
Die dargestellte Konstruktion führt aber auch dazu,
daß der Abschluß der Schlauchöffnung im Bereich des
Katheterendes im wesentlichen glatt und ohne
unerwünschte Toträume ist. Der gesamte Bereich am
Ende der Schlauchöffnung ist jeweils gut
durchströmt, so daß sich dort auch keine
Medikamentenreste sammeln können.
Im Zusammenhang mit den oben angegebenen
Eigenschaften des verwendeten Silicon-Kautschuks
weisen praktische Ausführungsformen des Katheters
etwa folgende Maße auf:
Schlitzlänge 1 bis 6 mm (ideal 4 mm)
Katheter-Außendurchmesser <2 mm (ideal 1,3 mm)
Verhältnis Außendurchmesser : Innendurchmesser des Katheters <1,8 und <4 (ideal 2,25).
Katheter-Außendurchmesser <2 mm (ideal 1,3 mm)
Verhältnis Außendurchmesser : Innendurchmesser des Katheters <1,8 und <4 (ideal 2,25).
Im Rahmen dieser Abmessungen wird ein unerwünschtes
Umschlagen der lippenartigen Schlitzwände 9 auch
bei erheblicher Saugkraft im Katheterinneren, wie
es bei unzulässigem Ansaugen der Injektionsspritze
erfolgen kann, mit Sicherheit vermieden.
Die Herstellung des Katheters mit dem nach der
Erfindung ausgestalteten Einweg-Ventil kann nach
üblichen Herstellungsverfahren solcher Katheter
erfolgen. Dabei ist jedoch auf präzise Anbringung
des Schlitzes mit den Wänden 9 zu achten. Die
Einbringung des Schlitzes kann mittels eines
Schneidwerkzeuges mit schmaler Klinge erfolgen,
welches in radialer Richtung von außen durch die
Katheterwand in Richtung auf die Schlauchöffnung 3
geführt wird. Dabei ist darauf zu achten, daß das
Schlitzende, mit der inneren Stirnwand des
zylindrischen Vollstückes 7 zusammenfällt, so daß
sich weder im Außenbereich des zylindrischen
Vollstückes 7 ein toter Schlitzraum bildet, noch
ein Stück toter Innenraum am Ende der
Schlauchöffnung 3.
Anstelle der Verwendung eines Schneidwerkzeuges mit
schmaler Klinge kann für die Herstellung des
Schlitzes 9 des Einweg-Ventiles auch eine Laser-
Trennvorrichtung verwendet werden.
Es hat sich erwiesen, daß das Öffnungsverhalten des
Ventils des Katheters auch bei niedrigem Innendruck
besonders günstig ist, wenn der Katheter nach dem
Einbringen des Schlitzes im Ventilbereich einer
Wärmebehandlung unterzogen wird. Die Erwärmung
erfolgt zwischen 50 und 250° für etwa 30 min bis
zwei Stunden, vorzugsweise auf 180° für eine
Stunde.
Claims (10)
1. Katheter zum Einbringen medizinischer Substanzen
in Arterien, bestehend aus einem am patientenseitigen
Ende abgerundet verschlossenen Schlauch aus elastischem
Material mit einem im Bereich des patientenseitigen
Endes angeordneten Einweg-Ventil in Form eines in das
Schlauchmaterial eingebrachten Schlitzes mit durch die
Material-Elastizität zusammengehaltenen Schlitz-Wänden,
dadurch gekennzeichnet, daß
das abgerundete Ende des Schlauches von einem
zylindrischen Vollstück gebildet wird, wobei der Schlitz
des Einweg-Ventiles bis an die die Schlauchöffnung
stirnseitig begrenzende Fläche des zylindrischen
Vollstückes herangeführt ist.
2. Katheter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Katheter aus einem Silikonkautschuk besteht, der im
wesentlichen folgende Materialeigenschaften hat:
Spezifisches Gewicht
1,25 g/cm³
Shore-Härte A (DIN 53 505) 60
Reißfestigkeit (DIN 53 504) 8 N/mm²
Reißdehnung (%) 350-550
3. Katheter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das zylindrische Vollstück am Katheterende gleichen
Außendurchmesser wie der Katheterschlauch hat und die
etwa dreifache Länge des Katheterdurchmessers.
4. Katheter nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Schlitz in Längsrichtung des Katheters gesehen, eine
Länge von etwa dem 2- bis 3fachen Durchmesser des
Katheters hat.
5. Katheter nach einem der
voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Wandstärke des Schlauches etwa gleich der
Öffnungsweite des Schlauches ist.
6. Katheter nach einem der
voranstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Schlitzlänge von 1-6 mm, einen Katheter-
Außendurchmesser von < 2 mm ein Verhältnis von Außen-
Innendurchmesser des Katheters < 1,8 und < 4.
7. Katheter nach einem der voranstehenden
Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Schlitzlänge von 4 mm, einen Katheter-
Außendurchmesser von 1,3 mm, ein Verhältnis von
Außendurchmesser : Innendurchmesser von 2,25.
8. Set bestehend aus einem Katheter nach einem
der voranstehenden Ansprüche und einem dem
Innendurchmesser des Katheters angepaßten Führungsdraht.
9. Verfahren zur Herstellung eines Katheters nach
einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Katheter im Ventilbereich nach dem Einbringen des
Ventil-Schlitzes einer Wärmebehandlung unterzogen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9 zur Herstellung eines
Katheters nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Erwärmung zwischen 50 und 250° von etwa 30 Min. bis
zwei Stunden erfolgt.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19914112280 DE4112280A1 (de) | 1991-04-15 | 1991-04-15 | Katheter zum einbringen medizinischer substanzen in arterien |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19914112280 DE4112280A1 (de) | 1991-04-15 | 1991-04-15 | Katheter zum einbringen medizinischer substanzen in arterien |
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| DE4112280C2 true DE4112280C2 (de) | 1993-07-22 |
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-
1992
- 1992-04-14 WO PCT/DE1992/000308 patent/WO1992018190A1/de not_active Ceased
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4112280A1 (de) | 1992-10-29 |
| WO1992018190A1 (de) | 1992-10-29 |
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