DE4122384A1 - Hochdruck-kraftstoffeinspritzvorrichtung fuer eine brennkraftmaschine - Google Patents
Hochdruck-kraftstoffeinspritzvorrichtung fuer eine brennkraftmaschineInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hochdruck-
Kraftstoffeinspritzvorrichtung für eine Brennkraftmaschine
und insbesondere eine verbesserte Einspritzdüse vom
Sammelkammertyp für Motoren.
Eine sehr verbreitete und sehr wirksame Art von
Einspritzdüsen für die Einspritzung von Kraftstoff in eine
Brennkraftmaschine ist eine Einspritzdüse vom sogenannten
"Sammelkammer-Typ". Bei dieser Art von Einspritzdüsen ist
eine Sammelkammer vorgesehen, in der Kraftstoff unter Druck
gespeichert wird und durch eine Abgabeöffnung mit dem Motor
verbindbar ist. Ein Einspritzventil ist innerhalb der
Sammelkammer angeordnet und steuert das Öffnen und Schließen
der Abgabeöffnung. Außerdem ist eine Steuerkammer
vorgesehen, die Kraftstoff unter Druck von der Sammelkammer
empfängt, und das Einspritzventil besitzt einen Abschnitt,
der innerhalb dieser Steuerkammer gelagert ist. Im Ergebnis
dessen wirkt der Druck der Steuerkammer auf das
Einspritzventil und trägt dazu bei, daß dieses in einer
geschlossenen Stellung gehalten wird. Ein Steuerventil
entlastet wahlweise den Druck in der Steuerkammer. Wenn dies
stattfindet, veranlaßt der Druck des Kraftstoffes in der
Sammelkammer, daß das Einspritzventil öffnet und Kraftstoff
ausgegeben bzw. in den Motor eingespritzt wird. Bei dieser
Art von Einspritzsystem ist es auch üblich, eine
Vorspannfeder zu verwenden, die auf das Einspritzventil
wirkt, um dieses in seine Schließstellung in Zusammenwirken
mit dem Kraftstoffdruck in der Steuerkammer vorzuspannen.
Obwohl diese Art von Einspritzdüsen sehr wirksam ist, ist es
zeitweise schwierig, einen guten Betrieb bei niedrigen
Motordrehzahlen, wie z. B. im Leerlauf, zu sichern. Der Grund
hierfür liegt darin, daß bei niedrigem Druck und bei Betrieb
im Niedrigdrehzahlbereich die Kraftstoffmenge, die
ausgegeben wird, bei einer gegebenen Zunahme des
Kraftstoffdruckes beträchtlich ansteigt. Dies ist am besten
aus Fig. 1 verständlich, die ein Diagramm angibt, welches
den Kraftstoffdruck in der Sammelkammer in Abhängigkeit von
der Kraftstoffmenge zeigt, die während vier verschiedener
Betriebsbedingungen eingespritzt bzw. ausgegeben wird, wobei
diese Betriebsbedingungen durch die Kurven a, b, c und d
angegeben sind. Die Kurven a, b, c und d geben jeweils
zunehmende Motordrehzahlen an, wobei die Kurve a eine
Leerlaufdrehzahl und die Kurve d eine Kurve mit großer
Drosselöffnung und maximaler Motordrehzahl bezeichnet. Es
zeigt sich, daß die Kurve a sehr steil ist. Somit führt bei
der Kurve a eine kleine Differenz in bezug auf den
Kraftstoffdruck innerhalb der Sammelkammer zu einer
wesentlichen Differenz in der eingespritzten
Kraftstoffmenge.
Es ist sehr schwierig, den Kraftstoffdruck in der
Sammelkammer bei niedrigen Motordrehzahlen angemessen zu
steuern. Dies rührt daher, daß der Kraftstoffdruck sich mit
einer Anzahl von Variablen ändert, hauptsächlich mit der
Temperatur, die die Viskosität beeinflußt.
Um diese Schwankungen in der Kraftstoffeinspritzmenge bei
niedrigen Motordrehzahlen in Abhängigkeit von
Druckänderungen zu vermindern, ist vorgeschlagen worden, die
Vorspannung der Feder, die mit dem Druck in der Steuerkammer
zusammenwirkt, um das Einspritzventil in seiner
Schließstellung zu halten, zu erhöhen. Obwohl eine erhöhte
Federvorspannung den Anstieg der Kurven, die in Fig. 1
bezeichnet sind, vermindert, führt dies zu einem anderen
Problem. Dieses besteht darin, daß bei hohen
Motordrehzahlen, wenn die tatsächliche Zeitdauer der Öffnung
der Einspritzdüse sehr kurz ist, es unmöglich werden kann,
eine ausreichende Kraftstoffmenge einzuspritzen, die
erforderlich ist, um tatsächlich die maximale Leistung zu
erreichen. Daher sind die bereits vorgeschlagenen Systeme
bei der Lösung der vorerwähnten Schwierigkeit bei
gleichzeitiger Beibehaltung der maximalen Motorleistung
nicht wirksam gewesen.
Es ist vorgeschlagen worden, diese Schwierigkeiten durch die
Verwendung einer Anordnung zur Veränderung der Vorspannung
der Vorspannfeder, die das Einspritzventil in seiner
Schließstellung hält, zu beseitigen. Eine solche Anordnung
ist in der US-Patentanmeldung 07/5 56 234, "Einspritzdüse vom
Typ mit Sammelkammer", eingereicht 20. Juli 1990, gezeigt.
Solch eine Vorrichtung ist bei der Änderung der Form der
Einspritzkurven von denjenigen, die in Fig. 1 gezeigt sind,
zu Kurven wirksam, wie sie durch a′, b′, c′ und d′ in Fig. 2
dargestellt sind. Obwohl diese Konstruktion sehr wirksame
Ergebnisse zeitigt, sind noch weitere Verbesserungen
möglich.
Der Grund hierfür ist am besten aus den Fig. 3 und 4
ersichtlich, in denen die Kraftstoffmengenleistungskurven in
Abhängigkeit von der Zeit oder dem Kurbelwinkel für Leerlauf
oder niedrige Drehzahl (Fig. 3) sowie für hohe Drehzahl
(Fig. 4) jeweils dargestellt sind, und zwar durch Kurven a
und d, gezeigt in unterbrochenen Linien. In diesen Kurven
wird die tatsächliche Zeitdauer, in der das Einspritzventil
offen ist, entweder mit t (Zeit) oder 0 (Kurbelwinkel)
bezeichnet. Die Zeitdauer der Anregung der
Betätigungsmagnetspule ist mit dem Bezugszeichen TW
bezeichnet. Es wird darauf hingewiesen, daß aus leicht
ersichtlichen Gründen eine bestimmte Verzögerung zwischen
dem Zeitpunkt, wenn die Magnetspule angeregt wird, und dem
Zeitpunkt, wenn das Einspritzventil tatsächlich geöffnet
wird, sowie ebenfalls zwischen dem Zeitpunkt, wenn die
Magnetspule abgeschaltet wird, und dem Zeitpunkt, wenn das
Einspritzventil schließt, auftritt.
Wie leicht aus Fig. 3 ersichtlich ist, wird die Kurve a
erhalten, mit einer allmählich ansteigenden Geschwindigkeit
bzw. Leistung (Kraftstoffeinspritzmenge pro Zeiteinheit) an
Kraftstoffeinspritzung bis zu einem Spitzenwert, der
auftritt, nachdem die Magnetspule ausgeschaltet worden ist,
und anschließend fällt die Kurve a schnell ab, wenn das
Ventil schließt. Das Problem bei dieser Art von Einspritzung
besteht darin, daß der Kraftstoff primär am Ende des
Einspritzzyklus eingespritzt wird und dies weder eine
komplette Verbrennung noch eine gute Wirtschaftlichkeit des
Kraftstoffverbrauches gewährleisten kann.
Andererseits baut sich bei hohen Drehzahlen (Fig. 4) die
Kraftstoffeinspritzung bzw. -bereitstellung sehr schnell bis
zu einem Spitzenwert auf, der ungefähr zu dem Zeitpunkt
auftritt, wenn die Magentspule abgeschaltet wird und fällt
anschließend sehr schnell ab. Bei dieser weiteren
Einspritzweise liegt der Spitzenwert der
Kraftstoffeinspritzung ungefähr in der Mitte der Zeitdauer,
während der das Einspritzventil geöffnet ist. Diese Art der
Kraftstoffeinspritzung neigt dazu, zuviel Kraftstoff früh in
den Verbrennungszyklus einzuführen und kann Veranlassung zu
Klopfen, Vorzündung und anderen motorbezogenen
Verbrennungsgeräuschen geben, insbesondere bei
Dieselmotoren. Außerdem neigt diese Art der
Kraftstoffeinspritzung, bewirkt durch herkömmliche Düsen,
wie sie durch die Kurve d bezeichnet wird, dazu, die
maximale Ausgangsleistung des Motors in bezug auf eine
gegebene, verbrauchte Kraftstoffmenge zu vermindern.
Der Erfindung liegt daher grundsätzlich die Aufgabe
zugrunde, eine verbesserte Kraftstoffenspritzvorrichtung
bzw. Einspritzdüse vom Sammlertyp bzw. Sammelkammertyp zu
schaffen.
Ein weiteres Zeil der vorliegenden Erfindung besteht darin,
eine verbesserte Einspritzdüse vom Sammelkammertyp zu
schaffen, die eine gute Kraftstoffsteuerung bei niedrigen
Drehzahlen in Übereinstimmung mit Druckänderungen
ermöglicht.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin,
eine verbesserte Kraftstoffeinspritzdüse vom Sammelkammertyp
anzugeben, bei der die Ansprechempfindlichkeit der
Kraftstoffeinspritzung bei niedrigen Drücken vermindert ist,
ohne daß die Kraftstoffmenge nachteilig beeinflußt wird, die
bei hohen Drücken eingespritzt werden kann.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht auch darin, eine
verbesserte Anordnung zum Betrieb einer
Kraftstoffeinspritzdüse vom Sammelkammertyp anzugeben, um
kleinere Änderungen der Kraftstoffeinspritzmenge bei
Druckänderungen unter Niedrigdruckbedingungen als unter
Hochdruckbedingungen zu veranlassen.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin,
eine verbesserte Kraftstoffeinspritzdüse vom Sammelkammertyp
zu schaffen, die es ermöglicht, größere Kraftstoffmengen in
den Motor zum Beginn des Einspritzyklus zu ermöglichen, als
dies bei herkömmlichen Einspritzdüsen bei niedrigen
Motordrehzahlen und -belastungen der Fall ist.
Es ist schließlich auch ein Ziel der vorliegenden Erfindung,
eine verbesserte Kraftstoffeinspritzeinrichtung vom
Sammelkammertyp zu schaffen, die die Spitzenmenge an
Kraftstoffeinspritzung in den Motor bei hohen Drehzahlen und
hohen Belastungen am Ende des Einspritzzyklus bewirkt.
Die vorgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
Kraftstoffeinspritzeinrichtung vom Sammelkammertyp mit einer
Einspritzdüse und einer Sammelkammer gelöst, die unter Druck
stehenden Kraftstoff enthält und eine Ausgabeöffnung
besitzt, die die Samelkammer mit einem Verbrennungsraum
eines Motors verbindet, um Kraftstoff in diesen
einzuspritzen. Ein Einspritzventil steuert die Verbindung
der Sammelkammer mit der Ausförderöffnung, um die
Ausförderung von Kraftstoff zum Motor zu steuern. Eine
Steuerkammer ist mit der Sammelkammer verbunden, um
Kraftstoff unter Druck aus dieser aufzunehmen, und das
Einspritzventil besitzt einen Abschnitt, der in der
Steuerkammer aufgenommen ist, um das Einspritzventil unter
dem Einfluß des Kraftstoffdruckes in der Steuerkammer in
seine Schließstellung vorzuspannen. Ein Steuerventil ist
vorgesehen, um wahlweise den Druck in der Steuerkammer zu
entlasten, um ein Öffnen des Einspritzventils zu bewirken
und Kraftstoff aus der Ausförderöffnung in den Motor
einzuspritzen. Erfindungsgemäß ist eine Einrichtung
vorgesehen, um die Geschwindigkeit bzw. Menge pro
Zeiteinheit an Kraftstoffeinspritzung zu erhöhen und diese
während des mittleren Bereiches des Einspritzzyklus bei
niedrigen Motordrehzahlen gleichmäßig zu halten und um eine
Spitzengeschwindigkeit bzw. -leistung der
Kraftstoffeinspritzung in bezug auf die Kraftstoffabgabe
unter hohen Belastungen am Ende des Einspritzzyklus zu
erreichen.
Bevorzugte Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes sind
in den Unteransprüchen dargelegt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines
Ausführungsbeispiels und der Zeichnungen näher
erläutert. In diesen zeigt
Fig. 1 ein Diagramm ähnlich einem Diagramm zum Stand der
Technik nach Fig. 7, das die abgegebene
Kraftstoffmenge in Abhängigkeit vom Kraftstoffdruck
in der Sammelkammer und somit die Kraftstofförderkennlinien
in Abhängigkeit vom Kraftstoffdruck in
der Sammelkammer nach einem Ausführungsbeispiel der
Erfindung verdeutlicht,
Fig. 2 eine graphische Darstellung, die die Einspritzleistung
der Kraftstoffeinspritzung während eines
einzigen Einspritzzyklus für eine herkömmliche
Kraftstoffeinspritzeinrichtung vom Sammelkammertyp
sowie für eine Kraftstoffeinspritzung vom
Sammelkammertyp zeigt, die nach einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung aufgebaut ist,
Fig. 3 eine graphische Darstellung, teilweise ähnlich
derjenigen in Fig. 2, die die Einspritzleistung
unter Hochdrehzahl-/Hochlast-Bedingungen zeigt,
Fig. 4 eine Schnittdarstellung durch eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung
nach einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung, wobei ein Teil des zugehörigen
Kraftstoffördersystems schematisch dargestellt ist,
Fig. 5 eine Schnittdarstellung der Kraftstoffeinspritzeinrichtung
entlang einer Ebene rechtwinklig zur
Zeichenebene von Fig. 5,
Fig. 6 eine vergrößerte Schnittdarstellung, teilweise
schematisch, zur Erläuterung der Arbeitsweise der
Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach dem
Ausführungsbeispiel der Erfindung und
Fig. 7 ein Diagramm, das die Kraftstoffmenge in Abhängigkeit
vom Kraftstoffdruck in der Sammelkammer für
eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach dem Stand
der Technik zeigt.
Unter anfänglicher Bezugnahme auf Fig. 4 wird nachstehend
eine Kraftsstoffspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine
nach der vorliegenden Erfindung erläutert, die teilweise
schematisch in Fig. 5 dargestellt ist und allgemein durch
das Bezugszeichen 11 bezeichnet ist. Die
Kraftstoffeinspritzeinrichtung enthält eine oder mehrere
Kraftstoffeinspritzvorrichtungen vom Sammelkammertyp,
allgemein bezeichnet durch das Bezugszeichen 12 und
gestaltet nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das
Gesamtsystem zur Zuführung von Kraftstoff zu den
Einspritzvorrichtungen 12 ist nicht dargestellt, da die
Erfindung in Verbindung mit einer großen Vielzahl
unterschiedlicher Arten von Kraftstoffeinspritzeinrichtungen
verwendet werden kann, soweit die Auslegung des
Gesamtsystems betroffen ist. Um den Aufbau und die Auslegung
bestimmter Elemente besser zu verstehen, ist jedoch ein Teil
des Gesamtsystems schematisch ebenfalls dargestellt, wobei
ein Kraftstofftank mit 13 bezeichnet ist. Eine
Niederdruckpumpe 14 saugt Kraftstoff aus dem Kraftstofftank
13 durch ein Filtersieb 15 an und führt diesen zu einer
Hochdruckpumpe 16. Die Hochdruckpumpe 16 gibt anschließend
den Kraftstoff an die Einspritzvorrichtung 12 durch eine
Hochdruckleitung 17 ab. Außerdem wird Kraftstoff mit
niedrigem Druck ebenfalls an die Einspritzvorrichtung 12
durch eine Niederdruckleitung 18 geführt, wobei die Gründe
hierfür nachfolgend noch erläutert werden.
Die Einspritzvorrichtung, nachfolgend als Einspritzdüse 12
bezeichnet, besteht aus einer äußeren Gehäuseanordnung 22,
die in noch näher erläuterter Weise zur Montage im
Zylinderkopf der Brennkraftmaschine vorgesehen ist, wobei
eine Abgabeöffnung 23 mit der Verbrennungskammer
kommunizierend verbunden ist, um Kraftstoff in der
nachfolgend erläuterten Weise bereitzustellen. Anstelle der
direkten Einspritzung in den Zylinder kann die Erfindung
auch in Verbindung mit Einspritzverteilersystemen verwendet
werden, wobei die Erfindung allerdings insbesondere für die
direkte Einspritzung bedeutungsvoll und nützlich ist, wie
sie z. B. für Hochleistungs-Dieselmotoren mit hohen
Drehzahlen verwendet wird.
Das äußere Gehäuse 22 besteht aus einem unteren Teil 24, das
ein mit Gewinde versehenes unteres Ende 25 aufweist, das in
eine geeignete Öffnung im Zylinderkopf des zugehörigen
Motors (nicht gezeigt) in bekannter Weise eingeschraubt
wird. Die Abgabeöffnung 23 wird durch eine Spitze 26
gebildet, die einen Gewindeabschnitt 27 aufweist, der in
einer Gewindebohrung 28 aufgenommen ist, ausgebildet am
unteren Ende des Gehäuseteils 24.
Ein Einspritzventil 29 ist gleitbar innerhalb einer Bohrung
31 des Düsenstückes 26 gelagert und besitzt einen Abschnitt
32 von vermindertem Durchmesser sowie eine
strömungssteuernde Spitze 33, die in ihrer Schließstellung
die Abgabeöffnung 23 verschließt. Der Ventilabschnitt 32
weist unterbrochene Vergrößerungsabschnitte auf, um das
Einspritzventil 29 in der Bohrung 31 in bekannter Weise
gleitbar zu lagern.
Eine Sammelkammer 34 ist über der Bohrung 31 durch das
Gehäuseteil 24 gebildet. Die Sammelkammer 34 ist an ihrem
oberen Ende durch eine Verschlußplatte 35 verschlossen, die
durch ein zweites Gehäuseteil 36 gegen eine Schulter in dem
Gehäuseteil 24 gehalten ist. Das Gehäuseteil 36 besitzt
einen Gewindeabschnitt 37, der innerhalb einer
Gewindebohrung 38 des Gehäuseteils 24 aufgenommen ist, um so
die Verschlußplatte 35 in ihrer Lage zu halten und die
Kammer 34 in einem abgedichteten Zustand zu halten, mit
Ausnahme nachfolgend erläuterter Betriebszustände. Außerhalb
der Gewindeöffnung 38 ist das Gehäuseteil 24 mit einem
Sechskantabschnitt 39 versehen, um sein Einsetzen in die
Gewindebohrung des Zylinderkopfes zu erleichtern.
Das Gehäuseteil 36 ist mit einer Einlaßleitung 41 versehen,
die einen Außengewindeabschnitt 40 aufweist, um einen
Einsatz zum Verbinden der Zuführungsleitung 17 aufzunehmen,
die sich von der Druckpumpe 16 zu der Einlaßleitung 41
erstreckt.
Die Einlaßleitung 41 (Fig. 5), die im allgemeinen eine
gebohrte Öffnung ist, wird durch einen weiteren, gebohrten
Kanal 42 geschnitten, der sich axial entlang dem Gehäuseteil
36 an einer Seite desselben erstreckt und der an seinem
unteren Ende mit einer entsprechenden Umfangsnut 43
verbunden ist, die in der Oberseite eines zylindrischen
Abschnittes 44 der Verschlußlatte 35 ausgebildet ist. Die
Nut 42 wird von Bohrungen 45 geschnitten, die sich in die
Sammelkammer 34 erstrecken, um Kraftstoff unter Druck zu der
Sammelkammer 34 zuzuführen.
Eine Steuerkammer 46 ist in der Verschlußplatte 35 durch
eine Bohrung 47 gebildet, die sich durch das untere Ende der
Verschlußplatte 35 hindurch öffnet. Das Einspritzventil 29
besitzt einen im wesentlichen zylindrischen
Betätigungsabschnitt 48, der gleitbar innerhalb der Bohrung
47 gelagert ist und der das untere Ende der Steuerkammer 46
verschließt. Eine Drosselstelle 49, festgelegt im Ende des
Betätigungsabschnittes 48, verbindet einen Axialkanal 51 des
Abschnittes 48 sowie radiale Anschlüsse bzw. Öffnungen 52
mit der Sammelkammer 39. Die Steuerkammer 46 kommuniziert
mit der Drosselstelle 49, um den unter Druck stehenden
Kraftstoff aufzunehmen und normalerweise das Einspritzventil
29 nach unten bzw. in seine Schließstellung vorzuspannen.
Eine Schraubendruckfeder 53 umgibt das Einspritzventil 29
und stützt sich gegen eine Halteplatte 54 an ihrem oberen
Ende ab. Das untere Ende der Feder 53 ist in Eingriff mit
einem tassenförmigen Halter 55, der in seiner axialen Lage
gegen eine Schulter gehalten ist, die durch eine Erweiterung
an dem Einspritzventil 29 gebildet ist, um so das Halten des
Einspritzventils 29 in seiner Schließstellung zu
unterstützen, wie dies in den Zeichnungen dargestellt ist.
Die Halteplatte 54 ist in der nachfolgend erläuterten Weise
vorgespannt.
Ein Steuerventil 56 ist innerhalb des oberen Endes der
Verschlußplatte 35 gelagert und steuert die Öffnung einer
Steuerventilöffnung 57, ausgebildet im oberen Ende der
Verschlußplatte 35, die mit der Steuerkammer 46
kommunizierend verbunden ist. Das Steuerventil 56 weist
einen Kopfabschnitt auf, der auch als Ankerplatte wirksam
ist. Das Steuerventil 56 ist in seiner Schließstellung mit
der Steuerventilöffnung 57 vorgespannt, wie dies nachfolgend
erläutert wird.
Wenn das Steuerventil 56 geöffnet wird, gestattet es, daß
der Kraftstoff in der Steuerkammer 46 zu dem Kraftstofftank
13 durch einen Rückführkanal 58, der sich axial durch das
Ende des Gehäuseteils 36 parallel zum Einlaßkanal 52
erstreckt, zurückgeführt wird. Der Rückführkanal 48 ist
durch einen Einsatz 59 mit einer Leitung 60 verbunden. Der
Kraftstoff kann von der Steuerventilöffnung 57 durch
geeignete innere Kanäle oder Spalte zu dem Rückführkanal 58
fließen, wobei diese inneren Kanäle oder Spalte diesen
Rückfluß gestatten, der in seinem Volumen verhältnismäßig
klein ist.
Das Steuerventil 56 wird geöffnet und geschlossen, um die
Abgabe von Kraftstoff durch die Abgabeöffnung 23 zu steuern,
wobei als Steuereinrichtung hierfür eine
Elektromagnetanordnung dient, die allgemein durch das
Bezugszeichen 61 bezeichnet ist. Diese
Elektromagnetanordnung 61 enthält ein im wesentlichen
zylindrisches Joch 62, das an einem unteren Endabschnitt mit
vergrößertem Durchmesser eine Öffnung besitzt, wobei dieser
untere Endabschnitt auf einem zylindrischen Teil der
Verschlußplatte 35 aufgenommen ist, um so die
Elektromagnetanordnung 61 in ihrer Lage zu sichern.
Die Elektromagnetanordnung 61 weist eine Magnetspule oder
Magnetspulenwicklung 63 auf, die am unteren Ende eines
Gehäuses oder Jochs 64 angeordnet ist, welches einen Anker
umgibt und integral einstückig mit dem Joch 62 ausgebildet
ist. Der Anker ist mit einer Bohrung versehen, in der
gleitbar ein Kolben 65 des Steuerventils 56 gelagert ist.
Eine Blattfeder 66 wird durch das Joch 64 getragen und
stützt sich gegen das obere Ende des Kolbens 56 ab, um das
Steuerventil 56 in seine Schließstellung vorzuspannen.
Es wird darauf hingewiesen, daß das Joch 64 einen kleineren
Durchmesser als die zugehörige Bohrung 67 des Gehäuseteils
36 aufweist, um so einen Spalt zwischen diesen Teilen zu
belassen, der als Kühlmittel rund um die
Magnetspulenwicklung 63 wirkt.
Wie früher erläutert, wird durch diesen Kühlmantel hindurch
Kraftstoff von der Niederdruck-Förderpumpe 14 durch die
Leitung 18 zirkuliert. Die Leitung 18 ist mit einem Einsatz
68 verbunden, der an dem Gehäuseteil 36 befestigt ist, und
kommuniziert mit einer Leitung 69, die in diesem ausgebildet
ist, um Kraftstoff zu diesem Kühlmantel zuzuführen. Der
Kraftstoff, der so zirkuliert wird, wird durch den Kanal 58
und den Einsatz 59 zurückgeführt, die ebenfalls den
Kraftstoff zurückführen, der aus der Steuerkammer 46
abgeführt wird, wenn das Steuerventil 56 geöffnet ist,
worauf bereits hingewiesen wurde.
Die Spannung der Feder 66 wird durch einen festen
Anschlagstift 71 (Fig. 5), der in Eingriff ist mit einem
Ende der Blattfeder 66, sowie einen einstellbaren Anschlag 72
eingestellt, der mit dem anderen Ende in Eingriff ist. Der
einstellbare Anschlag 72 besitzt einen Gewindeabschnitt 73,
der in eine Kontermutteranordnung 74 eingeschraubt ist, um
die Vorspannung auf die Feder 66 einzustellen.
Der Schaltkreis zum Anregen der Spule 63 der
Elektromagnetanordnung 61 zum Öffnen des Steuerventils 56
enthält ein Paar Endklemmen 75, die sich durch das obere
Ende des Gehäuseteils 36 erstrecken, mit elektrischen
Hülsenverbindern 76, die auf den Klemmen 75 in elektrischem
Kontakt mit diesen zwischen einem jeweiligen Mutternpaar 77
gehalten sind, um so eine Verbindung zu einer entsprechenden
Leitung eines Schaltkreises mit einem Ventiltreiber
herzustellen. Drähte 78 sind mit den Klemmen 71 verbunden,
um den Anschluß der Wicklung 63 zu vervollständigen.
Der Zustand, der in den Figuren dargestellt ist, ist
derjenige, der vorliegt, wenn die Wicklung 63 in einem
nicht stromdurchflossenen Zustand ist. Wenn die Wicklung 63
stromlos ist, wird das Steuerventil 56 durch die Feder 66 in
seiner Schließstellung gehalten, so daß die Sammelkammer 34
und die Steuerkammer 46 druckbeaufschlagt werden können.
Zu einem geeigneten Moment, an dem die
Kraftstoffeinspritzung beginnen soll und der durch eine
herkömmlich bekannte Steuerstrategie gesteuert werden kann,
wird die Windung 63 von einem Erregerstrom durchflossen.
Wenn dies passiert, wird der Entlastungsventilanker 56 durch
den magnetischen Fluß in dem Anker der Magnetspule 61 nach
oben angezogen, um so den Ventilabschnitt 65 nach oben zu
bewegen und das Steuerventil 56 entgegen der Wirkung der
Feder 66 zu öffnen. Der Druck in der Steuerkammer 46 fällt
anschließend sehr rasch ab, und der höhere Druck des
Kraftstoffes, der in der Sammelkammer 34 wirksam ist, drückt
das einspritzventil 29 nach oben und gestattet, daß
Kraftstoff aus der Abgabeöffnung 23 eingespritzt wird. Wenn
der Kraftstoffdruck in der Sammelkammer 34 entlastet worden
ist, bewegt die Feder 53 das Einspritzventil 29 in seine
Schließstellung, und der Kraftstoffdruck kann sich
anschließend in der Sammelkammer 34 aufbauen. Dieser Aufbau
wird begonnen durch das Ende der Energieversorgung der
Wicklung 63, um das Steuerventil 56 zu schließen und es dem
Druck in der Steuerkammer 56 zu gestatten, sich wieder
aufzubauen.
Der Aufbau der Einspritzdüse bzw. Einspritzvorrichtung 12,
die insoweit erläutert wurde, kann als herkömmlich angesehen
werden. Das heißt, alle Elemente und ihre Teile sind nach Lehren
des Standes der Technik angeordnet und dienen hier der
Erläuterung der Erfindung. Gegenüber herkömmlichen
Einspritzvorrichtungen vom Sammelkammertyp werden durch die
Erfindung jedoch die Verhältnisse bestimmter Elemente
zueinander verändert, wie dies nachfolgend erläutert wird,
um auf diese Weise Strömungskennlinien zu erreichen, wie sie
den Kurven a′, b′, c′ und d′ nach Fig. 1 entsprechen.
Zusätzlich zu den vorgenommenen Änderungen in den
geometrischen Beziehungen der Teile untereinander wurden die
Vorspannung der Feder 53 und ihre Kennlinie, die
Steuerschaltung zum Anregen und Abschalten der Wicklung 63
ebenfalls in einigen Aspekten gegenüber der früheren
Steuerung geändert, um diese Ergebnisse zu erzielen.
Diese Beziehungen und ihre Wirkungen können am besten unter
Bezugnahme auf Fig. 6 erläutert und verstanden werden. Diese
Darstellung ist eine schematische Teilschnittdarstellung,
die die verschiedenen Kräfte verdeutlicht, die auf das
Einspritzventil 29 einwirken, mit der Niegung dieses zu
öffnen und zu schließen. Wie sich aus Fig. 6 ergibt, ist die
Öffnungskraft durch den Vektor Fo bezeichnet, und die
Schließkraft ist durch den Vektor Fc bezeichnet. Außerdem
sind der Kraftstoffdruck in der Sammelkammer 34 mit Pa und
der Kraftstoffdruck in der Steuerkammer 62 mit Pb
bezeichnet, wobei überdies auch ein Druck in der
Verbrennungskammer Pg existiert. Ferner besteht eine Kraft
der Feder 53, und diese Kraft ist gleich der Federkraft B,
die gleich der Federkonstante multipliziert mit der
Durchbiegung der Feder ist. Außerdem ist die anfängliche
Vorspannung der Feder mit Bs bezeichnet. Die Öffnungs- und
Schließkräfte können hinreichend durch die folgenden
Gleichungen ausgedrückt werden:
Fo = [Pa×(A1-A2)+Pg×A2] - [B+Bs] - Pb×A1,
Fc = [Pb×A1+B+Bs] - [Pa×(A1-A2) + Pg×A2].
Nach der vorliegenden Erfindung ist der Durchmesser des
Betätigungsabschnittes 48 des Einspritzventils 29 von dem
üblichen Standardmaß 4,2 mm auf ungefähr 2,5 mm verringert,
um so entsprechend die Querschnittsfläche zu vermindern und
auch das Volumen der Steuerkammer 62 von 4,2 mm³ auf
ungefähr 1,5 mm³ zu verringern. Der Durchmesser des
reduzierten Abschnittes 32 des Einspritzventils 29 ist der
gleiche wie bei herkömmlichen Anordnungen, jedoch ist das
Verhältnis der Durchmesser bei der Erfindung nahezu auf
Gleichheit bzw. 1 vermindert, da der Durchmesser A2 gleich
ungefähr 1,4 mm beträgt. Die anfängliche Vorspannung der
Feder 53 ist gegenüber herkömmlichen Vorspannungen von ca.
5 kg auf 1,5 kg vermindert, um den Kraftstoffdruck am Beginn
des Öffnens der Einspritzöffnung gleich demjenigen zu
machen, wie er herkömmlich ist. Die Federkonstante für die
Feder 53 wird jedoch von 5 kg/cm auf ungefähr 40 kg/cm
erhöht. Im Ergebnis dieser Beziehung und wie sich aus
den obigen Formeln ergibt, wird die effektive
Ventilöffnungskraft Fo bei Entlastung des Druckes Pb in der
Steuerkammer 62 kleiner als die effektive Ventilschließkraft
Fo, wenn der Druck Pb in der Steuerkammer 62 aufgebaut ist
und wird größer.
Die Wirkung dieser Auslegung während des Leerlaufes und
anderer Betriebsweisen mit niedriger Drehzahl ist aus Fig. 2
ersichtlich, in der die Kraftstoffeinspritzmengenleistung
der Einspritzmengenkurve in Abhängigkeit von
der Zeit (d. h. vom Kurbelwinkel) durch die Kurve a′ in
Vollinien dargestellt ist. Wie ersichtlich ist, steigt die
Einspritzmengenleistung nach dem Öffnen des
Einspritzventils 29 zum Zeitpunkt t₁ durch Anregen der
Magnetspulenwicklung 63 viel schneller an, als dies bei
einem herkömmlichen Ventil der Fall ist, und zwar aufgrund
der anfänglichen Federvorspannung Bs. Die tatsächliche Größe
der Öffnung des Ventils ist jedoch kleiner als bei
herkömmlichen Ventilen wegen der kleineren effektiven
Ventilöffnungskraft Fo und dem verhältnismäßig niedrigen
Kraftstoffdruck. Im Ergebnis dessen bleibt die
Einspritzgeschwindigkeit bzw. Einspritzmengenleistung
während dieses Einspritzkurvenmusters über die gesamte
Einspritzdauer O₂ nahezu konstant. In diesem
Ausführungsbeispiel ist die Zeitdauer TW2 der Anregung der
Magnetspule 63 im wesentlichen dieselbe wie bei einer
herkömmlichen Magnetspule und Ventil TW1. Die Einspritzdauer
O₂ ist jedoch kürzer als herkömmlich, da das Ventil
schneller schließt. Der Zeitpunkt des Schließens beider
Ventile t₂ ist im wesentlichen gleich, das Ventil nach dem
Ausführungsbeispiel der Erfindung schließt jedoch viel
schneller als das aus dem Stand der Technik bekannte Ventil.
Im Hochlastbereich und bei hohen Drehzahlen (Fig. 4) nimmt
die Einspritzgeschwindigkeit bzw. Einspritzmengenleistung
nach der vorliegenden Erfindung weniger steil zu, als dies
bei herkömmlichen Konstruktionen der Fall ist, und zwar
wegen der kleineren effektiven Ventiöffnungskraft Fo,
veranlaßt durch die kleinere Differenz der Querschnitte A1
und A2 und die größere Federkonstante. Somit ist es
erforderlich, die Magnetspule 63 für einen längeren Zeitraum
TW4 (Kurve d′ in Vollinien in Fig. 3) anzuregen, als dies
bei einer herkömmlichen Anordnung für den Zeitraum TW3 (vgl.
auch Kurve d in unterbrochenen Linien in Fig. 3)
erforderlich ist, um dieselbe Öffnungsdauer für die
Einspritzventilöffnung zu erreichen. Es wird jedoch darauf
hingewiesen, daß das Einspritzventil 29 sehr viel schneller
schließt, da das kleinere Volumen der Steuerkammer 62 einen
sehr viel schnelleren Druckanstieg herbeiführt und weil die
größere Federkonstante eine größere effektive
Ventilschließkraft Fo verursacht. Somit ist deutlich, daß
die Spitzenrate an Kraftstoffeinspritzung am Ende des
Einspritzzyklus bereitgestellt wird (Vollinienkurve d′ in
Fig. 3) und nicht mehr in der Mitte des Einspritzzyklus, wie
dies bei einer herkömmlichen Anordnung der Fall ist (vgl.
Kurve d in unterbrochenen Linien in Fig. 3). Daher kann
unter allen Betriebsbedingungen eine bessere
Kraftstoffzuführungskennlinie erzielt werden.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die
vorgenannten Ergebnisse durch die Veränderung der
verschiedenen Durchmesser der Teile bzw. Abschnitte des
Einspritzventils 29, der Federvorspannung sowie der
Federstärke und -geschwindigkeit erreicht worden, ohne daß
die Erfindung hierauf beschränkt wäre. Sie umfaßt vielmehr
auch die dem Fachmann aus den vorgenannten Angaben
ersichtlichen äquivalenten Maßnahmen, die zum selben
Ergebnis führen.
Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung
vom Sammelkammer-Typ mit einer Anordnung die sicherstellt,
daß die Einspritzeinrichtung eine verhältnismäßig konstante
Mengenleistung an Kraftstoffeinspritzung unter Niedriglast/
Niedrigdrehzahl-Bedingungen vornimmt, während eine
Förderleistung unter Hochlast/Hochdrehzahl-Bedingungen ihren
Spitzenwert im Endabschnitt des Öffnungszyklus des
Einspritzventils erreicht. Diese Wirkung wird durch
Änderung der Wirkflächen verschiedener Teile des
Einspritzventils bzw. anderer Parameter der
Einspritzvorrichtung, wie z. B. der Vorspannung der
Vorspannfeder und der Geschwindigkeit oder Stärke der
Vorspannfeder, erreicht.
Claims (8)
1. Kraftstoffeinspritzeinrichtung mit einer Sammelkammer für
unter Druck stehenden Kraftstoff, einer Abgabeöffnung zum
Verbinden der Sammelkammer mit einer Brennkraftmaschine, um
Kraftstoff in diese einzuspritzen, einem Einspritzventil zum
Steuern der Verbindung der Sammelkammer mit der
Abgabeöffnung zum Steuern der Kraftstoffeinspritzung in die
Brennkraftmaschine, einer Steuerkammer, die mit der
Sammelkammer verbunden ist, um von dieser Kraftstoff unter
Druck aufzunehmen, wobei das Einspritzventil einen Abschnitt
aufweist, der in der Steuerkammer aufgenommen ist, um das
Einspritzventil in seine Schließstellung unter dem Einfluß
des Kraftstoffdruckes in der Steuerkammer vorzuspannen,
einer Steuereventileinrichtung zum abfolgenden Entlasten des
Druckes in der Steuerkammer zum Öffnen des Einspritzventils
und anschließender Einspritzung von Kraftstoff in die
Brennkraftmaschine von der Abgabeöffnung, gekennzeichnet
durch eine Einrichtung, um im wesentlichen eine konstante
Einspritzmenge pro Zeiteinheit an Kraftstoff unter
Niedrigdrehzahl/Niedriglast-Betriebsbedingungen während
eines Einspritzzyklus einzuspritzen und um einen Spitzenwert
der Kraftstoffmenge pro Zeiteinheit für die
Kraftstoffeinspritzung unter Betriebsbedingungen mit höherer
Drehzahl und höherer Belastung im Endabschnitt des
Einspritzzyklus vorzunehmen.
2. Einspritzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kraftstoffeinspritzmengen pro
Zeiteinheit durch Beibehalten eines verhältnismäßig kleinen
Verhältnisses zwischen der Fläche (A1) des Abschnittes des
Einspritzventils (29) in dem Steuerabschnitt und der Fläche
(A2) des Einspritzventils (29), die die Strömung durch die
Abgabeöffnung (23) steuert, erreicht ist.
3. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffeinspritzmengen
pro Zeiteinheit außerdem gesteuert werden durch Beibehalten
eines verhältnismäßig kleinen Volumens der Steuerkammer
(46).
4. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach zumindest einem der
vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine
Vorspannfedereinrichtung (53) zum Vorspannen des
Einspritzventils (29) in seine Schließstellung.
5. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach zumindest einem der
vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zum Einrichten der Einspritzmengen pro
Zeiteinheit eine verhältnismäßig niedrige Vorspannung auf
die Vorspannfedereinrichtung (53) vorsieht.
6. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach zumindest einem der
vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zum Steuern der
Kraftstoffeinspritzmengen pro Zeiteinheit eine
verhältnismäßig hohe Federgeschwindigkeit bzw.
Antwortcharakteristik für das Einspritzventil (29) vorsieht.
7. Einspritzeinrichtung nach zumindest einem der
vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine
Federvorspanneinrichtung (53) zum Vorspannen des
Einspritzventils (29) in seine Schließstellung.
8. Verfahren zum Steuern der Kraftstoffeinspritzung durch
eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung in ein Kraftfahrzeug,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffeinspritzung
während eines Einspritzzyklus in Abhängigkeit von den
Betriebsbedingungen des zugehörigen Motors derart erfolgt,
daß im Bereich geringer Belastung und niedriger Drehzahl
nach raschem Anstieg eine gleichmäßige
Kraftstoffeinspritzmenge pro Zeiteinheit im wesentlichen
während des gesamten Einspritzzyklus eingespritzt wird,
während im Bereich hoher Drehzahlen und hoher Belastungen
während eines Einspritzzyklus ein allmählicher Anstieg der
Kraftstoffeinspritzmenge pro Zeiteinheit bis zu einem
Spitzenwert im Bereich des Endes des Einspritzzyklus
erfolgt.
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