DE4127132C2 - Bandfilter - Google Patents
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Classifications
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Description
Die Erfindung betrifft ein Bandfilter gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Die US-A-4 037 338 beschreibt ein gattungsgemäßes Vakuum-Bandfilter
mit einem umlaufenden Band zur Aufnahme bzw. zum Transport des
Filterkuchens, wobei im Bereich des Bandes eine Vielzahl von Ablauföffnungen
vorgesehen ist, unterhalb derer eine Vakuum-Kammer angeordnet
ist. Das ablaufende Filtrat wird im Bereich der Vakuum-
Kammer gesammelt und über eine Rohrleitung einer weiteren Kammer
zugeführt, in der eine Luftabscheidung durchgeführt wird. Das nunmehr
luftfreie Filtrat gelangt in einen Tank, von wo aus es einerseits
seiner weiteren Bestimmung zugeführt und andererseits rezirkuliert
sowie den am Band anliegenden Schleißleisten als Schmierflüssigkeit
(Trägerflüssigkeit) wieder zur Verfügung gestellt wird. Die sich
hier zwangsweise einstellende Leckage des rezirkulierten Filtrats
wird einerseits in speziellen, seitlich neben den Schleißleisten angeordneten
Sammelbehältern aufgefangen und dringt andererseits in die
Vakuumkammer ein.
Da bei dem bekannten Vakuum-Bandfilter Filtrat als Schmier- bzw.
Trägerflüssigkeit für die Schleißleisten verwendet wird, ist diese
Vorrichtung lediglich für weniger aggressive Medien einsetzbar,
und zwar insbesondere im Hinblick auf die im Filtrat vorhandenen
Verunreinigungen, die verhältnismäßig schnell einen Verschleiß der
Verschleißleisten zur Folge haben.
Durch die FR-PS 11 82 032 ist ein Bandfilter bekannt, das ein umlaufendes
Band samt Filtertuch beinhaltet, wobei das Band, in seiner Längsrichtung
gesehen, mit einer Vielzahl von Ablauföffnungen versehen ist. Unterhalb
der Ablauföffnungen erstreckt sich eine Ablaufkammer für das Filtrat. Die
Bandaußenkanten sind über Tragrollen geführt, die neben der Kammer vorge
sehen sind. Die Kammer ist gegenüber dem Band mittels Schleißleisten
abgedichtet, die in Nuten eines Dichtelementes vorgesehen sind.
Einem Firmenprospekt der O & K Anlagen + Systeme/Aufbereitungstechnik mit
dem Titel "Die Vakuum-Bandfilter von O & K - Optimierung der Fest-Flüssig-
Trenntechnik" ist ein Vakuum-Bandfilter zu entnehmen, das aus einem Gurtförderer
besteht, dessen Obertrum über eine Vakuum-Kammer gleitet und ein
endloses Filtertuch trägt. Querrillen im Gurt, die in der Gurtmitte Bohrungen
enthalten, ermöglichen das Anlegen eines Unterdruckes unter das Filtertuch.
Schleißleisten übernehmen die Reibung zwischen Traggurt und Vakuum-Kammer.
Zur Minimierung der Reibung und zur Abdichtung der Vakuum-Kammer werden die
Schleißleisten mit Wasser beaufschlagt. Um den mechanischen Verschleiß des
Traggurtes nahezu auszuschließen, gleitet das Obertrum beiderseits der
Vakuum-Kammer auf Luftkissen oder Gleitplatten, die mit Gleitwasser beaufschlagt
werden.
Infolge der Relativbewegung zwischen Band und Schleißleisten, insbesondere
bei seitlicher Auslenkung des Bandes, in Verbindung mit dem an den Schleißleisten
anstehenden Wasserdruck ist es nahezu unvermeidlich, daß Dichtwasser
auch in das Filtrat gelangt. Bei vielen Anwendungsbereichen sind
jedoch Änderungen der Filtratkonzentration unerwünscht, da das Filtrat
unmittelbar weiteren Verarbeitungsprozessen zugeführt wird. Dies gilt
beispielsweise für Salzlösungen, Zitronensäure, Phosphorsäure oder dgl.
Darüber hinaus ist nachteilig festzustellen, daß das in das Filtrat eingeleitete
Dichtwasser neben der Konzentrationsverringerung des Filtrates
auch nicht rezirkuliert werden kann, demzufolge also der Wasserhaushalt
als relativ hoch anzusehen ist.
Ziel des Erfindungsgegenstandes ist es, das im gattungsbildenden Teil des
ersten Patentanspruches beschriebene Bandfilter dahingehend welterzubilden,
daß einerseits die Konzentration des Filtrates aufrecht erhalten
und andererseits der Wasserhaushalt der Schmierflüssigkeit optimiert werden
kann.
Dieses Ziel wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 in Verbindung mit dessen Oberbegriffsmerkmalen erreicht.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind den Unteran
sprüchen zu entnehmen.
Durch den Erfindungsgegenstand wird eine Möglichkeit geschaffen, Dichtwas
ser und Filtrat durch separaten Abzug voneinander zu trennen, wobei infol
ge der Abdichtung zwischen der Ablaufeinrichtung und der Vakuum-Kammer
ein Übertritt des Filtrates in das Dichtwasser und umgekehrt sicher unter
bunden wird. Infolge der Rezirkulation des Dichtwassers kann der Wasser
haushalt im Bereich des Bandfilters relativ stabil gehalten werden. Das
Filtrat kann ohne weitere Behandlungsmaßnahme zum Zwecke der Konzentrationserhöhung
seiner weiteren Verwendung zugeführt werden.
Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung
dargestellt und wird wie folgt beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 und 2 - Prinzipskizzen von Vakuum-Bandfiltern mit unter
schiedlich ausgebildeten Abzugs- bzw. Abdichtmöglichkeiten
der Vakuum-Kammer gegenüber dem Band.
Fig. 1 zeigt ein Vakuum-Bandfilter 1, das ein Band 2, ein Filtertuch 3,
eine Vakuum-Kammer 4 sowie eine Ablaufeinrichtung 5 beinhaltet. Zum Zwe
cke der Verschleißreduzierung des Bandes 2 gleitet dieses beiderseits der
Vakuum-Kammer 4 auf Luftkissen 6, 7. Die Luft wird durch Rohrleitungen 8, 9
zugeführt. Die Vakuum-Kammer 4 ist im Querschnitt etwa kreisförmig ausge
bildet und weist ein Ablaufrohr 10 zur Ableitung des Filtrates auf. Die
Vakuum-Kammer 4 ist gegenüber dem Band 2 durch ein sich in Längsrichtung
des Bandes 2 erstreckendes Dichtelement 11 abgedichtet. Im Bereich des
Dichtelementes 11 sind in Nuten gehaltene Schleißleisten 12, 13 vorgese
hen, die mittels Dichtwasser, das über die Rohrleitungen 14, 15 zugeführt
wird, beaufschlagbar sind, um auf diese Art und Weise eine Minimierung
der Reibung zwischen Band 2 und Dichtelement 11 herbeizuführen. Infolge
des anstehenden Wasserdruckes sowie möglichen seitlichen Versatzes des
Bandes 2 ist mit einem ständigen Übertritt von Dichtwasser in den Bereich
des Filtrates zu rechnen. Um hier eine Trennung herbeizuführen, ist das
Dichtelement 11 mit parallel zu den Schleißleisten 12, 13 verlaufenden
Auffangnuten 16, 17 versehen, die mit Durchtrittsöffnungen 18, 19 zur Ablaufeinrichtung
5 ausgestattet sind. Die Durchtrittsöffnungen 18, 19 ermög
lichen die Ableitung des Dichtwassers in den Bereich der Ablaufeinrich
tung 5, die die Vakuum-Kammer 4 vorzugsweise umgibt und ebenfalls mit
einem Ablaufrohr 20 versehen ist. Unterhalb des Dichtelementes 11 ist
eine Labyrinth-Dichtung 21 vorgesehen, die das Übertreten von Dichtwasser
in den Bereich des Filtrates unterbindet. Um Ansatzbildungen im Dichtbe
reich 21 bzw. der Vakuum-Kammer 4 zu vermeiden, besteht die Möglichkeit,
diese Bereiche zu beheizen (nicht dargestellt). Die sich auf dem Filter
tuch 3 befindende Suspension wird somit durch die im Band 2 vorhandenen
Ablauföffnungen 22 sowie die Öffnungen 23 im Dichtelement 11 infolge des
anliegenden Unterdruckes in die Vakuum-Kammer 4 angesaugt und das Filtrat
in voller Konzentration dem Ablaufrohr 10 zugeführt. Das Dichtwasser wird
dergestalt rezirkuliert, daß es durch die Rohrleitungen 14, 15 den Schleiß
leisten 12, 13 zugeführt, von diesen in die Nuten 16, 17 und über die
Durchtrittsöffnungen 18, 19 in die Ablaufeinrichtung 5 gelangt sowie durch
das Ablaufrohr 20 abgeführt und dem Kreislauf wieder zur Verfügung ge
stellt wird.
Fig. 2 zeigt eine alternative Bandfiltereinrichtung 24. Gleiche Bauteile
sind mit gleichen Bezugsziffern versehen. Unterschiedlich zu Fig. 1 ist
zu sehen, daß das Dichtelement 11 gemäß Fig. 1 nicht durchgehend sondern
zweigeteilt ausgebildet ist 25, 26. Die die Vakuum-Kammer 4 umgebende
Ablaufeinrichtung 5 ist unmittelbar an den Dichtelementen 25, 26 ver
schraubt. Der das Filtrat aufnehmende Hals 27, 28 kann einerseits zylindrisch
oder aber trichterförmig ausgebildet sein. In beiden Fällen ist
ein nach innen gezogener Wulst 29, 30 vorhanden, um einen Übertritt des
Dichtwassers in das Filtrat zu vermeiden. Das aus dem Bereich der Schleiß
leisten 12, 13 herausgedrückte Dichtwasser wird in Pfeilrichtung abgeführt
und rezirkuliert. Die Suspension wird analog zu Fig. 1 infolge des anste
henden Unterdruckes durch die Öffnungen 22 im Band 2 angesaugt, wobei in
diesem Beispiel ein schlauchförmiges Element 31 vorgesehen ist, das sich
bis in den Bereich des Halses 27, 28 erstreckt.
Der Erfindungsgegenstand ist neben Vakuum-Bandfiltern 1, 24 auch bei her
kömmlichen Schwerkraft-Bandfiltern einsetzbar, wobei dies von der jeweili
gen Aufgabesuspension und dem gewünschten Flüssigkeitsrestanteil im Fil
terkuchen abhängig gemacht werden sollte. Sofern die Temperatur der Aufga
besuspension nicht ausreichen sollte, um Auskristallisationen im Bereich
des Halses 27, 28 der Vakuum-Kammer 4 (bzw. Kammer bei Schwerkraft-Bandfil
tern) zu vermeiden, kann auch dieser Bereich beheizbar ausgebildet werden
(nicht dargestellt).
Claims (6)
1. Bandfilter für u. a. Kristallisationsprodukte enthaltende Suspension,
insbesondere Vakuum-Bandfilter, mit einem um Umlenkrollen geführten
umlaufenden Band samt Filter zur Aufnahme sowie zum Transport der
Suspension bzw. des Filterkuchens, das etwa in seinem mittleren
Bereich mit einer Vielzahl von Ablauföffnungen, in Längsrichtung des
Bandes gesehen, versehen ist, einer unterhalb des Bandes bzw. der
Öffnungen angeordneten Kammer, insbesondere Vakuum-Kammer, die mit
mindestens einem Ablauf für das Filtrat ausgerüstet und gegenüber
dem Band durch mindestens eine, mittels einer Schmierflüssigkeit
beaufschlagbaren Schleißleiste abgedichtet ist, die mit einer Ablaufeinrichtung
zur Sammlung und Ableitung der Schmierflüssigkeit
zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablaufeinrichtung (5)
im Bereich der Kammer, insbesondere der Vakuum-Kammer (4), vorgesehen
ist und diese zumindest teilweise umgibt.
2. Bandfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablaufeinrichtung
(5) gegenüber der Kammer, insbesondere der Vakuum-Kammer
(4), abgedichtet (21) ist.
3. Bandfilter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
im Bereich der Ablauföffnungen (22) des Bandes (2) sich in den Aufnahmebereich
(27, 28) der Kammer, insbesondere der Vakuum-Kammer (4),
erstreckende, insbesondere schlauchförmig ausgebildete Ansätze (31)
vorgesehen sind.
4. Bandfilter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Aufnahmebereich (28) der Kammer, insbesondere der Vakuum-Kammer
(4), trichterförmig ausgebildet ist.
5. Bandfilter nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der dem Band (2) zugewandte Bereich der Kammer, insbesondere der
Vakuum-Kammer (4), und/oder der Ablaufeinrichtung (5) und/oder der
Dichtung (21) beheizbar ist bzw. sind.
6. Bandfilter nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
bei einteilig ausgebildetem Dichtelement (11) zur Aufnahme der
Schleifleisten (12, 13) parallel neben diesen im Bereich der Ablaufeinrichtung
(5) verlaufende Nuten (16, 17) mit Durchtrittsöffnungen
(18, 19) zur Ablaufeinrichtung (5) vorgesehen sind.
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE4127132C2 (de) |
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| WO2011124293A1 (de) | 2010-04-10 | 2011-10-13 | Dim - Dessauer Instandhaltung Und Montage Gmbh | Vakuumbandfilter |
Family Cites Families (2)
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| FR1182032A (fr) * | 1957-09-05 | 1959-06-22 | Cie Francaise Des Produits Lie | Filtre à bande perfectionné |
| US4037338A (en) * | 1974-12-26 | 1977-07-26 | Berline Sylvain Dominique Dani | Vacuum belt filters |
-
1991
- 1991-08-15 DE DE4127132A patent/DE4127132C2/de not_active Expired - Fee Related
Cited By (3)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE4127132A1 (de) | 1993-02-18 |
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