DE4128651A1 - Elektroschrauber - Google Patents

Elektroschrauber

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DE4128651A1 DE19914128651 DE4128651A DE4128651A1 DE 4128651 A1 DE4128651 A1 DE 4128651A1 DE 19914128651 DE19914128651 DE 19914128651 DE 4128651 A DE4128651 A DE 4128651A DE 4128651 A1 DE4128651 A1 DE 4128651A1
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Description

Die Erfindung betrifft einen Elektroschrauber nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Es handelt sich hierbei um einen Elektroschrauber, der ein motorbetätigtes Drehen von Schrauben o. dgl. sowie ein manuelles Ein- und Ausdrehen von Befestigungseinrichtungen ermöglicht.
In der EP-01 18 215 ist ein kraftangetriebenes Handwerks­ zeug beschrieben, das eine Verriegelung der Schraubenwelle aufweist. Der elektrisch angetriebene Handschrauber, der ebenfalls als Akku-Schrauber ausgebildet ist, kann eben­ falls für manuelles als auch motorbetriebenes Schrauben eingesetzt werden. Für den motorgetriebenen Schraubbetrieb kann der Vor-und Rücklauf durch einen Schalter eingestellt werden. Für das manuelle Schrauben ist außerhalb des Ge­ häuses an der Schrauberwelle eine Vorrichtung vorgesehen, die ein axiales Verschieben gegenüber der Antriebswelle mit einem daran anschließenden Verdrehen der Vorrichtung selbst erfordert, damit die Antriebswelle gegenüber dem Schrauber­ gehäuse fixiert ist. Diese relativ aufwendige Handhabung ist zur Umrüstung des Elektroschraubers in ein manuelles Schraub­ werkzeug notwendig. Gleichzeitig zeigt diese Vorrichtung ei­ nen fertigungstechnisch großen Aufwand, der gleichzeitig mit dementprechenden Kosten verbunden ist, auf.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Elektroschrauber zu schaffen, der sowohl einen manuellen als auch motorgetrie­ benen Ein- und Ausschraubbetrieb sowie eine einfache Anord­ nung zur Umschaltung in den jeweiligen Betriebszustand er­ möglicht.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung weist eine Einstelleinrichtung auf, durch wel­ che Schaltstellungen für Vor- und Rücklauf im motorbetätig­ ten Schraubbetrieb sowie das manuelle Ein- und Ausschrauben von Schrauben o. dgl. einstellbar sind. Durch diese Einstel­ leinrichtung ist es möglich, daß sämtliche Funktionen eines Schraubers in einer beliebigen Reihenfolge anwählbar sind. Eine einfache Betätigung der Einstelleinrichtung in die der Funktion entsprechenden Schaltstellungen ermöglicht ein schnelles Umschalten von einem elektrisch betriebenen Ein­ bzw. Ausschraubvorgang in einen manuellen Schraubbetrieb oder umgekehrt, wodurch eine schnelle Arbeitsfolge während eines Ein- oder Ausschraubvorganges erzielt werden kann. Dadurch kann ein bedienungsfreundlicher Elektroschrauber geschaffen werden, der einfach und schnell auf den jeweiligen Schraubbe­ trieb umgerüstet werden kann.
Im manuellen Schraubbetrieb sind vorteilhafterweise wenig­ stens zwei Schaltstellungen einstellbar, bei welcher ein Ge­ sperre wahlweise die Schrauberwelle zum Ein- bzw. Aus­ schrauben im Rechts- bzw. Linkslauf sperrt. Dadurch kann die Schaltstellung für den erforderlichen Arbeitsvorgang einge­ stellt werden. Diese Anordnung ermöglicht, daß entgegen der Sperrichtung ein Freilauf vorgesehen werden kann, der einen ratschenartigen Betrieb zuläßt.
Es kann ferner vorgesehen sein, daß der Motor als Übertra­ gungsglied für Schaltfunktionen in dem Gehäuse des Elektro­ schraubers angeordnet ist, wobei das Motorgehäuse mit der Einstelleinrichtung drehbar verbunden ist. Die Einstellein­ richtung kann dadurch aus mehreren Komponenten bestehen, die durch den Motor wirkungsmäßig miteinander verbunden sind, wodurch die angewählten Schaltstellungen in den entsprechen­ den Schraubbetrieb umgesetzt werden kann. Die Einstellein­ richtung kann ein Bedienelement, eine Motorsteuerung und ein Gesperre umfassen, die jeweils drehfest und austauschbar an dem Stator des Motor angeordnet sein können. Eine wenigstens teilweise körperfeste Verbindung einzelner Komponenten unter­ einander, die mit dem Motor wirkungsmäßig verbunden sind, wäre ebenfalls vorstellbar. Des weiteren wäre es denkbar, daß die Einzelkomponenten selbst miteinander in Verbindung ste­ hen, ohne mit dem Motor als Übertragungsglied in Verbindung zu stehen. Dadurch wäre eine gehäusefeste Anordnung des Mo­ tors möglich, wobei die Einstelleinrichtung um den Motor drehbar gelagert angeordnet sein kann.
Vorteilhafterweise ist es vorgesehen, daß die Einstellein­ richtung bei einer Umschaltung vom manuellen in elektrischen oder vom elektrischen in manuellen Schraubbetrieb die elek­ trischen Schaltfunktionen, die für den Antrieb durch einen Motor erforderlich sind, steuert. Dabei kann einerseits die Stromversorgung zu- bzw. abgeschaltet und gleichzeitig der Motor mit einer Polung versehen werden, die der vorgewählten Schaltstellung entsprechend die Drehrichtung des Schraubers festlegt. Die Motorsteuerung kann durch an einem Gehäuse des Elektroschraubers fest angeordneten, mit der Stromversorgung verbundenen Gegenkontakten und mit am Motor angeordneten Kon­ takten gebildet sein. Die Gegenkontakte sind an einer Hal­ tevorrichtung im Gehäuse fest vorgesehen und derart ausgebil­ det, daß die entsprechenden Schaltfunktionen des Elektro­ schraubers durch Verdrehen der Kontakte gegenüber der Gegen­ kontakte einstellbar und steuerbar sind.
Ferner kann das Bedienelement in einem Gehäusefenster geführt und angeordnet sein, wodurch ein einfaches Verschieben in die erforderliche Schaltstellung erfolgen kann. Das Bedienelement wird durch an dem Gehäuse angeordneten Federrasten in der entsprechenden Schaltstellung gehalten. Diese Federrasten sind in ihrer Dimension derart konzipiert, daß sie einerseits ein leichtes Einstellen der Schaltstellungen ermöglicht und andererseits ein Reaktionsmoment, das dem Antriebsmoment des Motors entgegenwirkt, aufgefangen werden kann.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist es, daß die Schalt­ stellungen der Einstelleinrichtung über ein Bedienelement durch Verdrehen desselben um eine Gehäuselängsachse einge­ stellt werden können, wodurch ein zwangsweises Mitdrehen des Motors das an einem Untersetzungsgetriebe angreifende Gesper­ re steuert und direkt an dem Getriebe eingreift. Das Gesperre selbst kann aus wenigstens einem Steuerelement und wenigstens einem betätigbaren, insbesondere auslenkbaren Sperrelement bestehen, welches durch das Steuerelement betätigbar ist. Die Sperrelemente können dabei um Achsen, die parallel zu der Ge­ häuselängsachse in einem Getriebegehäuse angeordnet sind, auslenkbar vorgesehen sein, wobei vorteilhafterweise zwei Sperrelemente an einem Zahnrad angreifen und vorzugsweise spiegelbildlich daran angeordnet sind. Durch ein Federelement können die zwei Sperrelemente miteinander verbunden und in einer in das Zahnrad eingreifenden Position gehalten werden.
Das Steuerelement, welches vorteilhafterweise in Form eines Drehschiebers ausgebildet ist und das Getriebe wenigstens teilweise umfaßt, ist um das gehäusefeste Getriebe drehbar angeordnet. Die Sperrelemente können durch an dem Dreh­ schieber laschenartig angeordnete Kurvenflächen gegenüber dem Zahnrad positioniert werden, wobei Kurvenflächen des Dreh­ schiebers den Eingriff bzw. Nichteingriff der Sperrelemente steuern. Wenigstens ein Sperrelement kann im manuellen Schraubbetrieb eingreifen, um zumindest ein Durchdrehen des Zahnrads in einer Drehrichtung und ein Sperren in der Gegen­ richtung erlaubt. Durch eine sägezahnartige Ausbildung der Verzahnung kann ein ratschenartiger Schraubbetrieb für Ein­ und Ausschraubvorgänge eingestellt werden. In dieser Schalt­ stellung wäre ein elektrischer Antrieb denkbar, der jedoch einen hohen Verschleiß zwischen Zahnrad und Sperrklinken ist und eine starke Geräuschentwicklung hervorrufen würde. Da­ durch ist für den elektrischen Schraubbetrieb ein sperrele­ mentefreier Betriebszustand vorgesehen.
Zusätzlich kann im manuellen Schraubbetrieb eine Schalt­ stellung vorgesehen sein, in welcher beide Sperrelemente an dem Zahnrad eingreifen und somit die Schrauberwelle gegen­ über dem Gehäuse blockieren. Dadurch kann ein Ein- und Aus­ schrauben der Schrauben ohne Umschaltung der Einstelleinrich­ tung durchgeführt werden. Die Anordnung der Sperrklinken kann ebenso an verschiedenen Ritzeln des Getriebes vorgesehen sein, wodurch ebenfalls der ratschenartige Schraubbetrieb gewährleistet werden kann.
Vorteilhaft ist auch, daß beim Umschalten von einem elektri­ schen Schraubbetrieb in ein manuelles Schrauben der Motor kurzgeschaltet wird, um ein Eingreifen der Sperrelemente in das zu sperrende Zahnrad zu ermöglichen. Durch die Kurz­ schlußschaltung kann ein Abbremsen des Motors bis zu dessen Stillstand bewirkt werden, um ein abruptes Stoppen des Motors und des Getriebes durch die Sperrelemente zu vermeiden, wo­ durch ein schadensfreier Betrieb bezüglich Zahnrad und Sperr­ element gewährleistet wird. Während des Umschaltvorganges werden die Kontakte der Motorsteuerung zu den gegenüberlie­ genden Gegenkontakten über eine Kurzschlußstellung in die angewählte Schaltstellung übergeführt.
Diese und weitere Merkmale der Erfindung gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen her­ vor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten ver­ wirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beans­ prucht wird. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher erläu­ tert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Elektroschrau­ bers,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Elektroschrauber,
Fig. 3 eine Seitenansicht eines Untersetzungsgetriebes mit einem daran angeordneten Gesperre,
Fig. 4 eine schematische Draufsicht der in Fig. 3 darges­ tellten Anordnung,
Fig. 5 eine Schnittdarstellung eines Bedienelementes eines Elektroschraubers gemäß der Linie V-V,
Fig. 6 eine Schnittdarstellung eines Elektroschraubers gemäß der Linie VI-VI und
Fig. 7 eine Vergrößerung aus Fig. 4 eines im Eingriff posi­ tionierten Sperrelementes.
Fig. 1 zeigt einen Elektroschrauber 11 mit einem pistolen­ förmig ausgebildeten Gehäuse 12 und einen Handgriff 13 mit einem Betätigungsschalter 14, der mit einem Schalter 40 zu­ sammenwirkt, wodurch eine Stromversorgung 18 des Elektro­ schraubers 11 geschaltet werden kann. Die Stromversorgung 18 kann dabei durch das öffentlich gespeiste Stromnetz erfolgen oder durch Batterien, die außerhalb des Elektroschraubers 11 in einem damit verbundenen Gehäuse (nicht dargestellt) vor­ gesehen sind, welches z. B. an einem Gürtel des Benutzers befestigt werden kann. Somit kann durch das geringere Gewicht und die geringere Baugröße des Elektroschraubers 11 eine bes­ sere Handhabung erfolgen.
Das Gehäuse 12 weist eine Längsachse 19 auf, in welcher ein Motor 26, mit einer Antriebswelle 39, die mit einem Getriebe 30, vorzugsweise einem Untersetzungsgetriebe, verbunden ist, angeordnet ist. Ein Getriebegehäuse 33 ist mit dem Gehäuse 12 des Elektroschraubers 11 fest verbunden und ist ausgangssei­ tig mit einer parallel zu der Längsachse 19 angeordneten Schrauberwelle 15 versehen. Eine Schraubwerkzeugaufnahme 36 in dem vorderen Abschnitt der Schrauberwelle 15 ermöglicht eine rastende Anbringung von Schraubwerkzeugen mit unter­ schiedlichen Profilen, die in der Aufnahme 36 auswechselbar eingesetzt werden können.
Der Elektroschrauber 11 ist mit einer Einstelleinrichtung 20 versehen, welche ein Bedienelement 21, eine Motorsteuerung 22 und ein Gesperre 23 vorsieht. Diese Komponenten der Einstell­ einrichtung 20 sind durch den Motor 26 wirksam miteinander verbunden. Die Einstelleinrichtung 20 ist drehbar um die Längsachse 19 gelagert, wodurch bei jeder Umschaltung ein Mitdrehen des Motors 26 als Übertragungsglied erfolgt. Das Bedienelement 21 ist zu einer Motorlängsachse, die in der Gehäuselängsachse 19 liegt, radial das Motorgehäuse 41 umfas­ send angeordnet und in einem oberen Gehäusefenster 17 zur Einstellung von den jeweiligen Schaltstellungen 16 angeord­ net. Der Motor 26 weist an seiner anschlußseitigen Stirnflä­ che eine Motorsteuerung 22 auf, deren Kontakte 47 zu den ge­ genüberliegenden gehäusefesten Anschlüssen 27, die mit Gegen­ kontakte 48 an einer Haltevorrichtung 49 vorgesehen sind, geschaltet werden.
Zwischen Motor 26 und Getriebe 30 ist ein Gesperre 23 ange­ ordnet, welches ein Rastelement 37 aufweist, das in die daran angrenzende Stirnfläche des Motors 26 eingreift und das Ge­ sperre 23 verdrehsicher festlegt. Das Gesperre 23 weist ein Steuerelement 24 und zwei Sperrelemente 25 auf, die durch das Steuerelement 24 betätigt werden. Die Sperrelemente 25 sind um Achsen 31, die parallel zu der Längsachse 19 verlaufen und in einem Getriebegehäuse 33 vorgesehen sind, auslenkbar ange­ ordnet.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf das Gehäuse 12 eines Elek­ troschraubers 11. In dem Gehäusefenster 17 ist das Bedienele­ ment 21 axial zu der Längsachse 19 geführt und radial durch die Größe des Gehäusefensters 17 begrenzt verdrehbar. Durch Verschieben bzw. Verdrehen des Bedienelementes 21 innerhalb des Gehäusefensters 17 lassen sich unterschiedliche Schalt­ stellungen 16 anwählen. Die in der jeweiligen Schaltstellung 16 angeordneten Schaltfunktionen sind durch Symbole auf der Oberfläche des Gehäuses 12 nahe dem Gehäusefenster 17 darge­ stellt. Das Bedienelement 21 ist an seinem aus dem Gehäuse­ fenster 17 ragenden Abschnitt mit Griffmulden o. dgl. zur besseren Handhabung versehen. Des weiteren sind an Seitenflä­ chen 42 die dem Motor 26 umfassenden Bohrungen 43 zur Küh­ lung des im Schraubbetrieb sich erwärmenden Motors 26 vorge­ sehen.
Fig. 3 und 4 zeigen in einer Seitenansicht und einer Drauf­ sicht das Getriebe 30 mit dem daran angeordneten Gesperre 23. Das Getriebe 30 mit dem Getriebegehäuse 33 und den darin an­ geordneten Achsen 31 zeigt ein Zahnrad 32, welches in direk­ ter Verbindung mit der Schrauberwelle 15 steht. An diesem Zahnrad 32 sind zwei Sperrelemente 25, spiegelbildlich zuein­ ander um die Achsen 31 auslenkbar angeordnet. Die Sperrele­ mente 25 werden durch das Steuerelement 24 betätigt, wodurch der Eingriff bzw. der Nichteingriff des bzw. der Sperrelemen­ te 25 gesteuert wird.
Das Steuerungselement 24, das in Form eines Drehschiebers ausgebildet ist, weist eine scheibenförmige Grundfläche auf, deren Ränder den Abstand zwischen Getriebegehäuse 33 und Stirnfläche des Motors 26 festlegen. An dieser scheibenförmi­ gen Grundfläche sind zwei in axialer Richtung weisende la­ schenartige Vorsprünge 29 mit Kurvenflächen 28 vorgesehen, die die Sperrelemente 25 wenigstens teilweise umfassen. Die laschenartigen Vorsprünge 29 sichern mit ihren Stützflächen 44 die Sperrelemente 25 in einer zu dem Zahnrad 32 vorbe­ stimmten Position und verhindern ein axiales Verschieben der Sperrelemente 25 entlang der Achsen 31. Durch die Kurven­ flächen 28 werden die Sperrelemente 25 in ihrer radialen Po­ sition zu der Achse 31 festgelegt, wodurch ein sperrelemen­ tefreier Betriebszustand oder ein Betriebszustand einstellbar ist, bei dem wenigstens ein Sperrelement 25 mit einer Verzah­ nung 34 in das Zahnrad 32 eingreift.
Das hebelartig ausgebildete Sperrelement 25 weist an einem Hebelarm die Verzahnung 34 auf und an dessen gegenüberlie­ genden Ende eine Aufnahme für eine Feder 38 sowie eine höckerförmige Ausbildung 45, die mit der Kurvenfläche 28 zu­ sammenwirkt. Die Feder 38 ist mit den beiden Sperrelementen 25 verbunden und wirkt an deren Befestigungspunkten radial nach außen, damit die höckerförmigen Ausbildungen 45 durch die Kurvenflächen 28 geführt sind.
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt des Gehäuses 12 des Elektro­ schraubers 11 mit dem Bedienelement 21, welches den Motor 26 radial wenigstens teilweise umfaßt. An der Seitenfläche 42 ist eine Federraste 55 vorgesehen, welches das Bedienelement 21 in seiner eingestellten Position hält. Das Bedienelement 21 ist vorteilhafterweise entsprechend der Anzahl der Schalt­ stellungen 16 mit Vertiefungen 46 vorgesehen, in welche die Federraste 55 eingreifen kann. Der Motor 26 kann durch das Bedienelement 21, das nahe der anschlußseitigen Stirnfläche des Motors 26 diesen umfaßt, innerhalb des Gehäuses 12 des Elektroschraubers 11 geführt werden. Gegenüberliegend der anschlußseitigen Stirnfläche wird der Motor 26 durch den Drehschieber 24 festgelegt, der einen axialen Vorsprung des Motorgehäuses 41 aufnimmt und sich radial nach außen durch die Ränder der scheibenförmigen Grundfläche an dem Gehäuse 12 abstützt.
Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf eine Motorsteuerung 22, die an der anschlußseitigen Stirnfläche des Motors 26 angeordnet ist. Die Motorsteuerung 22 besteht aus einem Halteelement 49, welches im wesentlichen eine dem inneren Gehäusequerschnitt angepaßten Außenform zu dessen Aufnahme aufweist. Durch eine mittig in dem Halteelement 49 angeordnete Aufnahme kann ein Absatz des Motors 26 darin gelagert sein, die der Längsachse 19 entspricht. Das Halteelement 49 weist ferner eine im obe­ ren und unteren Abschnitt kreissegmentartige Ausnehmung auf, in der die an dem Motor 26 angeordneten Kontakte 47 durchge­ führt und entsprechend der Schaltfunktionen verdreht werden können. Durch Gegenkontakte 48, die in Form von Kontaktlei­ sten mit den Anschlüssen 27 der Stromversorgung 18 verbunden sind, kann der jeweiligen Schaltstellung 16 entsprechend die Stromversorgung 18 des Motors 26 erfolgen oder unterbrochen werden. Durch die Anordnung der Gegenkontakte 48 kann gleich­ zeitig durch eine Verdrehung des Motors 26 in eine weitere Schaltstellung 16 eine Umpolung erfolgen, wodurch eine Dreh­ richtungsumkehr des Elektroschraubers 11 ermöglicht werden kann. Die Kontaktleisten 48 werden an Haltevorrichtungen des Halteelementes 49 befestigt.
In Fig. 7 ist eine Vergrößerung des in Fig. 4 dargestellten Ausschnittes dargestellt, wobei in Fig. 7 das Sperrelement 25 mit dem Zahnrad 32 im Eingriff steht. Das Sperrelement 25 weist eine sägezahnartige Verzahnung 34 auf, die eine steile Flanke 56, die sperrend wirkt und eine flach abfallende, der Flanke 56 gegenüberliegende Flanke 57 eines Zahnes 58 auf­ weist. Durch die flach abfallende Flanke 57 kann ein Durch­ drehen des Zahnrades 32 in Pfeilrichtung 59 erfolgen, wobei das Sperrelement 25 aus seiner eingreifenden Position ausge­ lenkt wird und durch die Feder 38 in die Eingriffsposition zurückgesetzt wird. Der Pfeilrichtung 59 entgegengesetzt er­ folgt ein Sperren der Drehung durch die Zähne 58 des Sperr­ elementes 25. Die Zähne 58 der Verzahnung 34 sind der Teilung und der Zahnform des Zahnrades 32 entsprechend an dem Sperr­ element 25 vorgesehen.
Der Elektroschrauber arbeitet wie folgt:
An dem Elektroschrauber 11 sind durch die Einstelleinrich­ tung 20 vier Schaltstellungen einstellbar, wobei zwei Schaltstellungen 16 für den motorgetriebenen Vor- und Rück­ lauf sowie zwei Schaltstellung für manuelles Ein- und Aus­ schrauben vorgesehen sind. Die Anordnung der Einstelleinrich­ tung 20 in Position 50, in der Bedienelement 21 in einer äus­ serst rechten Position des Gehäusefensters 17 angeordnet ist, bewirkt einen elektrischen Einschraubvorgang bzw. ein Rechtslaufen des Motors 26. Bei dieser Anordnung sind die beiden Kontakte 47 des Motors 26 mit den Gegenkontakten 48 der Motorsteuerung 22 leitend miteinander verbunden. Die Kur­ venflächen 28 des Drehschiebers 24 lenken die beiden Sperr­ elemente 25 aus, damit das Zahnrad 32 bzw. die Schrauberwelle 15 frei drehbar ist. Der Elektroschrauber 11 kann durch das Drücken des Betätigungsschalters 14 in einen motorgetriebenen Einschraubbetrieb gesetzt werden.
Zum Umschalten von einem elektrischen Vorlauf in einen ma­ nuellen Einschraubbetrieb wird das Bedienelement 21 in die nächstliegende Schaltstellung 16 verdreht und in der Posi­ tion 51 gehalten. Durch diese Drehung des Bedienelementes 21, bei welchem der Motor 26 in gleicher Weise um die Längsachse 19 mitgedreht wird, steht einer der beiden Kontakte 47 außer Kontakt mit den Kontaktleisten 48, wodurch die Stromversor­ gung unterbrochen ist. Der ebenfalls wirksam mit dem Motor 26 verbundene Drehschieber 24 wird dabei soweit mitgedreht, daß die Kurvenfläche 28 des Drehschiebers 24 ein Sperrelement 25 auslenkt und das gegenüberliegende Sperrelement 25 an dem Zahnrad 32 eingreifen kann. Durch die sägezahnartige Verzah­ nung 34 kann somit ein Durchdrehen der Schrauberwelle 15 in Ausschraubrichtung ermöglicht werden, wobei in Einschraub­ richtung das Sperrelement 25 im Eingriff mit dem Zahnrad 32 steht und sperrt. Somit ergibt sich eine Sperr- und Ratschen­ funktion für das manuelle Einschrauben.
Die Einstellung des manuellen Schraubbetriebes zum Aus­ schrauben erfolgt durch Weiterdrehen des Bedienelementes 21 in die nächstliegende Position 52, wobei die Kontakte 48 der­ art ausgebildet sind, daß wiederum nur ein Kontakt 47 des Motors 26 mit den Kontaktleisten 48 in Verbindung steht. Der Drehschieber 24 selbst wird um den Betrag, der das Bedienele­ ment 21 gedreht wurde, gegenüber dem Getriebe 30 verdreht, wodurch die Kurvenfläche 28 das Sperrelement 25 in Eingriff bringt, welches beim Einschraubvorgang ausgelenkt war und das spiegelbildlich angeordnete Sperrelement 25 ist ausgelenkt. Es erfolgt somit ein Wechsel des Eingriffs der beiden Sperr­ elemente 25, wodurch die Drehrichtungsumkehr erzielt und die Sperr- und Ratschenfunktion aufrechterhalten werden kann.
In der äußeren Position 53 kann das motorgetriebene Aus­ schrauben des Elektroschraubers 11 eingestellt werden. Durch diese Auslenkung stehen die Kontakte 47 und 48 derart zuein­ ander, daß gegenüber der in Position 50 angeordneten Schalt­ stellung 16 eine Umpolung erfolgte, die ein Drehrich­ tungswechsel des Motors 26 bewirkt. Durch die Ausbildungen der Kurvenflächen 28 des Drehschiebers 24 werden in dieser Schaltposition 53 beide Sperrelemente 25 betätigt und geben das Zahnrad 32 frei. Durch die Drehrichtung des Motors 26 wird die Schraubrichtung festgelegt.
Ferner wäre eine weitere Schaltstellung des Bedienelementes denkbar, die einem manuellen Ein- und Ausschraubvorgang ent­ spricht. In dieser Schaltstellung werden die Kontakte und Gegenkontakte unterbrochen und der Drehschieber steuert die beiden Sperrelemente derart an, daß beide im Eingriff mit dem Zahnrad stehen. Somit kann eine Fixierung der Schrauberwelle gegenüber dem Gehäuse erfolgen, wobei ein Umschalten von ei­ nem Ein- in einen Ausschraubvorgang nicht erforderlich wäre.
Des weiteren ist bei der Umschaltung der Schaltstellungen 16, insbesondere von dem Vorlauf in das manuelle Einschrauben oder in den Rücklauf, ein Abbremsen des Motors 26 erforder­ lich, da dieser nach Ausschalten des motorgetriebenen Vor­ laufs nachläuft und durch das Einrasten eines Sperrelementes 25, ein abruptes Stoppen des Getriebes 30 bzw. des Motors 26 bewirken würde. Dadurch kann es zu Beschädigungen des Zahn­ rads 32 bzw. der Sperrelemente 25 kommen. Durch eine Kurz­ schlußsteuerung, die den Motor 26 elektrisch abbremst, kann ein direktes Umschalten erfolgen. Die Motorsteuerung 22 ist dabei derart ausgeführt, daß in dem Übergang von dem manu­ ellen Einschrauben in das manuelle Ausschrauben, oder auch umgekehrt, die Kontakte 47 mit den Gegenkontakten 48 kurzge­ schlossen werden. Somit kann eine beliebige Umschaltung in­ nerhalb der Schaltstellungen 16 erfolgen, ohne daß es dabei zu einem Schaden kommen könnte. Der Motor 26 wird ebenfalls kurzgeschlossen, wenn von dem elektrischen Rücklauf in den manuellen Einschraubvorgang oder elektrischen Vorlauf umge­ schaltet wird.

Claims (16)

1. Elektroschrauber (11), mit einer Schrauberwelle (15) und einem Gehäuse (12), das einen Motor (26) und ein Getriebe (30) aufnimmt, gekennzeichnet durch eine Ein­ stelleinrichtung (20), die Schaltstellungen (16) für Vor/Rücklauf und manuelles Schrauben aufweist.
2. Elektroschrauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die Einstelleinrichtung (20) wenigstens zwei Schaltstellungen (16) für manuelles Schrauben auf­ weist, in denen ein Gesperre (23), die Schrauberwelle (15) zum Ein- bzw. Ausschrauben wahlweise in Rechts­ bzw. Linkslauf sperrt.
3. Elektroschrauber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Einstelleinrichtung (20) zur Ausführung elektrischer und mechanischer Schaltfunk­ tionen ausgebildet ist.
4. Elektroschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (26) als Übertragungsglied für Schaltfunktionen angeordnet, insbesondere sein Stator durch die Einstelleinrichtung (20) drehbar ist.
5. Elektroschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstelleinrich­ tung (20) ein Bedienelement (21), eine Motorsteuerung (22) und ein Gesperre (23) aufweist, die wirkungsmäßig miteinander verbunden sind.
6. Elektroschrauber nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich­ net, daß das Bedienelement (21) in einem Gehäusefen­ ster (17) angeordnet ist und durch Betätigen des Be­ dienelementes (21), vorzugsweise durch Drehen des Be­ dienelementes (21) um eine Gehäuselängsachse (19), die Schaltstellungen (16) einstellbar sind.
7. Elektroschrauber nach Anspruch 5 oder 6, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Motorsteuerung (22) am Motor (26) angeordnete Kontakte (47) und damit zusammenwir­ kende, vorzugsweise gehäusefeste, mit einer Stromver­ sorgung (18) verbundene Gegenkontakte (48) aufweist.
8. Elektroschrauber nach einem der Ansprüche 2 bis 7, da­ durch gekennzeichnet, daß das Gesperre (23) ein Steu­ erelement (24), insbesondere einen Drehschieber und wenigstens ein betätigbares, insbesondere auslenkbares Sperrelement (25) aufweist, wobei vorzugsweise zwei Sperrelemente (25) durch das Steuerelement (24) betä­ tigbar sind.
9. Elektroschrauber nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich­ net, daß das Steuerelement (24) an dem Getriebe (30), vorzugsweise zwischen Motor (26) und dem Getriebe (30) angeordnet ist, wobei das Steuerelement (24) drehfest am Motor (26) angeordnet ist.
10. Elektroschrauber nach Anspruch 8 oder 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Steuerelement (24) relativ zum vorzugsweise gehäusefest angeordneten Getriebe (30) drehbar angeordnet ist, wobei die Sperrelemente (25) durch laschenartig angeordnete Kurvenflächen (28) des Steuerelementes (24), die das Getriebe (30) teilweise umfassen, betätigbar sind.
11. Elektroschrauber nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrelemente (25) um Achsen (31) eines Getriebegehäuses (33), die zu der Längsachse (19) parallel verlaufen, auslenkbar ange­ ordnet sind.
12. Elektroschrauber nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrelemente (25) spiegelbildlich zueinander an einem Zahnrad (32) ein­ greifend angeordnet sind, wobei der Eingriff von einem und/oder beiden Sperrelementen (25) sowie das Freige­ ben des Zahnrades (32) durch die Schaltstellung (16) des Gesperres (23) vorgesehen sind.
13. Elektroschrauber nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Anordnung und die Ausbildung der Verzahnung (34) der vorzugsweise federbelasteten Sperrelemente (25) ein ratschenartiger Betrieb in den Schaltstellungen (16) für manuelles Schrauben vorgesehen ist.
14. Elektroschrauber nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrelemente (25) na­ he einem getriebeausgangsseitigen Zahnrad (32), vor­ zugsweise an dem mit der Schraubenwelle (15) direkt in Verbindung stehenden, mit einem Antriebsritzel zusam­ menwirkenden Zahnrad (32) angeordnet sind und vor­ zugsweise eine Mehrfach-Verzahnung aufweisen.
15. Elektroschrauber nach einem der Ansprüche 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß dem Motor (26) eine Kurz­ schlußschaltung zugeordnet ist, die von der Einstell­ einrichtung (20) vor einem Schalten des Gesperres (23) zum Abbremsen des Motors aktivierbar ist.
16. Elektroschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß an der Einstellein­ richtung (20) zur Sicherung der gewählten Schaltstel­ lung (16) Rastelemente (37) vorgesehen sind.
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