DE4134400C1 - - Google Patents

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DE4134400C1
DE4134400C1 DE4134400A DE4134400A DE4134400C1 DE 4134400 C1 DE4134400 C1 DE 4134400C1 DE 4134400 A DE4134400 A DE 4134400A DE 4134400 A DE4134400 A DE 4134400A DE 4134400 C1 DE4134400 C1 DE 4134400C1
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Description

Die Erfindung betrifft eine Luftleiteinrichtung zum Erkennen von Brän­ den in belüfteten Geräten oder Maschinen, beispielsweise in EDV-Geräten und ähnlichen elektronischen Einrichtungen, mit ei­ ner vom Hauptkühlluftstrom oder einer repräsentativen Teilmenge davon durchströmten Meßkammer, und mit wenigstens einem Detek­ tor zur Erfassung einer Brandkenngröße, der in der Meßkammer im Luftstrom angeordnet und beispielsweise über einen elektroni­ schen Schaltkreis mit einer Warn-, Lösch- und/oder Abschalt­ einrichtung verbunden ist.
Branderkennungsvorrichtungen sind beispielsweise auch unter dem Fachbegriff "Einrichtungsschutzanlagen" bekannt. Typische An­ wendungsbereiche für Einrichtungsschutzanlagen sind EDV-Anlagen und insbesondere einzelne Komponenten davon sowie ähnliche elektronische Einrichtungen, wie beispielsweise Meß-, Steuer- und Regelanlagen, Vermittlungseinrichtungen und Nebenstellenan­ lagen, CNC-gesteuerte Arbeitsmaschinen und Industrieroboter, CAD/CAM-Systeme oder auch Drucker. Es ist bekannt, daß die elektronischen Baugruppen solcher Geräte bzw. Maschinen auf­ grund ihrer Wärmeentwicklung beispielsweise durch Belüftung ge­ kühlt werden müssen, wobei je nach Art der Erzeugung der Belüf­ tung entweder von zwangsbelüfteten Geräten gesprochen wird, bei denen der Kühlluftstrom durch einen Ventilator im Gerät erzeugt wird, oder aber von natürlich belüfteten Geräten, bei denen durch besondere Anordnung der Geräte am Aufstellungsort eine natürliche oder künstlich durch Klimageräte erzeugte Konvektion der Raumluft genutzt wird.
Unter dem Begriff "Brandkenngröße" werden physikalische Größen verstanden, die in der Umgebung eines Entstehungsbrandes meßba­ ren Veränderungen unterliegen, z. B. die Umgebungstemperatur, der Feststoff- oder Flüssigkeits- oder Gasanteil in der Umge­ bungsluft (Bildung von Rauch - Partikel oder Aerosole - oder Dampf) oder die Umgebungsstrahlung.
Die Bedeutung von Branderkennungsvorrichtungen bzw. kurz: Ein­ richtungsschutzanlagen nimmt parallel mit der stark zunehmenden Abhängigkeit von der elektronischen Datenverarbeitung oder von elektronisch gesteuerten Fertigungsprozessen in Unternehmen jeglicher Art ständig zu. Während Brandschutzmaßnahmen noch vor wenigen Jahren auf das Erhalten der Gebäude selbst zugeschnit­ ten waren, bedarf es heutzutage einer möglichst frühen und zu­ verlässigen Branderkennung direkt an den Geräten oder Maschi­ nen, um einen Brand bereits in der Entstehungsphase zu erken­ nen. Eine möglichst kurze Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt der Brandentstehung und dem Zeitpunkt der Branderkennung sowie den entsprechenden Maßnahmen ist bei den eingangs beispielsweise genannten elektronischen Einrichtungen insbesondere deshalb von größter Wichtigkeit, weil bei derartigen Einrichtungen nicht der Primärschaden an dem betroffenen Gerät das ausschlaggebende ist, sondern vielmehr der Sekundärschaden durch eine starke Verqualmung des betroffenen Raumes. Als Brandgut kommen nämlich vor allem Kunststoffe wie PVC und Polyäthylen, beispielsweise als Kabelisolierungen, infrage, bei deren Verbrennung Chlorwas­ serstoffgase frei werden, welche in Verbindung mit der Luft­ feuchte entnommenem Wasser zu Salzsäure reagieren. Diese setzt sich als feinster Nebel auf die in dem Raum befindlichen Geräte oder Maschinen und dringt über die Raumluft auch in diese ein. Die Folge sind Korrosionsprozesse, deren Sanierung häufig den Ausfall einer kompletten Anlage zur Folge haben.
Das Problem bei der Früherkennung von Bränden in belüfteten Ge­ räten oder Maschinen oder allgemein in den Räumen, in denen derartige Geräte aufgestellt sind, liegt in der durch die Be­ lüftung der Geräte bzw. des Raumes erzeugten Luftzirkulation, welche mit dem Ziel einer möglichst guten Kühlung gewollt ist. In klimatisierten Räumen, wie beispielsweise in Rechenzentren, erreichen die überwiegend von unten nach oben gerichteten Luft­ strömungen die Decke des Raums gar nicht, so daß die dort häu­ fig anzutreffenden bekannten Punktmelder einen in der Luftströ­ mung enthaltenen Rauch nur sehr spät detektieren können. Ein weiterer Punkt ist der, daß sich die Hauptkühlluftströmung bei­ spielsweise in einem modular aufgebauten Gerät dadurch ändern kann, daß das Gerät zunächst mit weniger Einschüben benutzt und im nachhinein durch Hinzunahme weiterer Einschübe die Kühlluft­ verteilung erheblich geändert wird. Eine Folge davon ist, daß die Platzierung der herkömmlichen Punktmelder im nachhinein häufig nicht mehr richtig ist.
In Erkenntnis dieser Tatsache wurden die eingangs genannten Luftleiteinrichtungen als Teil von Branderkennungsvorrichtungen entwickelt, deren Meßkammer direkt auf dem zu überwachenden Gerät aufgestellt wird. Diese bekann­ ten Branderkennungsvorrichtungen saugen beispielsweise durch einen Ventilator aus dem Hauptkühlluftstrom eine Teilmenge an und führen diesen Kühlluftstrom den in der Meßkammer befindli­ chen Detektoren zu. Damit diese bekannten Branderkennungsvor­ richtungen den Hauptkühlluftstrom erfassen, saugen sie sich die Teilluft mittels auf die Luftaustrittsöffnungen des belüfteten Geräts bzw. der Maschine aufgesetzter Trichter oder Absaugrohre an. Hierbei ist gemäß Richtlinien zu beachten, daß der Kühl­ luftstrom der betreffenden Geräte nicht beeinträchtigt wird.
Das Problem bei diesen bekannten Branderkennungsvorrichtungen bzw. Luftleiteinrichtungen besteht darin, daß aufgrund der sich ständig wandelnden Geräte­ technologie die Luftstrommassen und auch die Strömungsgeschwin­ digkeiten ständig zunehmen, wodurch es immer schwieriger wird, aus dem Hauptkühlluftstrom des belüfteten Gerätes eine Teil­ menge abzugreifen und unter guten Meßbedingungen eine zuverläs­ sige Erkennung einer Brandkenngröße, insbesondere der Brand­ kenngröße "Feststoff- bzw. Flüssigkeitsanteile in der Luft" zu ermöglichen. Häufig ist es nämlich so, daß unter den Trichtern oder in der Meßkammer eine große Verwirbelung der Kühlluft ent­ steht, so daß eine Erkennung von beispielsweise Feststoffantei­ len in der Kühlluft (Rauch) zu lang dauern würde. Die Detekti­ onszeiten mit den bekannten Branderkennungsvorrichtungen der eingangs genannten Art liegen etwa bei 60 Sekunden, und sind damit immer noch zu lang.
An diesem Problem setzt die vorliegende Erfindung an, als deren Aufgabenstellung es angesehen wird, die Detektionszeit zu ver­ kürzen sowie die Zuverlässigkeit der bekannten Luftleiteinrichtungen der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art zu steigern.
Diese Aufgabe wird bei der bekannten Luftleiteinrichtung zum Erkennen von Bränden in belüfteten Geräten oder Maschinen, beispiels­ weise in EDV-Geräten und ähnlichen elektronischen Einrichtun­ gen, welche eine vom Hauptkühlluftstrom oder einer repräsenta­ tiven Teilmenge davon durchströmte Meßkammer aufweist und we­ nigstens einen Detektor zur Erfassung einer Brandkenngröße, der in der Meßkammer im Luftstrom angeordnet und beispielsweise über einen elektronischen Schaltkreis mit einer Warn-, Lösch- und/oder Abschalteinrichtung verbunden ist, erfindungegemäß da­ durch gelöst, daß die Meßkammer als Kamin ausgebildet ist, der mit einer unteren Querschnittsöffnung wenigstens auf einen Teilquerschnitt eines Luftaustritts des belüfteten Geräts bzw. der belüfteten Ma­ schine aufgesetzt ist.
Der "Detektionskamin" sorgt mit einer aus dem Ofenbau bekannten Zugwirkung dafür, daß die verwirbelte Kühl­ luft, die den Luftaustritt des belüfteten Geräts bzw. der be­ lüfteten Maschine verläßt, beruhigt und in eine laminare Kühl­ luftströmung verwandelt wird. Diese laminare Kühlluftströmung streicht an dem im Detektionskamin angeordneten Detektor vorbei und ermöglicht somit eine äußerst schnelle und zuverlässige Er­ kennung von Feststoff- oder Flüssigkeitsanteilen in der Kühl­ luft. Mit der erfindungsgemäßen Branderkennungsvorrichtung sind Detektionszeiten von wenigen Sekunden erzielbar.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Luftleiteinrichtung liegen ferner insbesondere darin, daß die aus dem Hauptkühlluftstrom abge­ griffene Teilluftmenge nicht durch einen für zusätzliche Ver­ wirbelungen der Kühlluft sorgenden Ventilator der Meßkammer zu­ geführt werden muß, sondern daß die Kühlluft unter Ausnutzung des an sich bekannten Kamineffekts durch die Meßkammer geleitet wird. Hinzu kommt, daß die erfindungsgemäße Luftleiteinrichtung in einer Branderkennungsvor­ richtung mit einer kleiner ausgelegten Sromversorgungseinheit auskommt, da neben der für den bzw. die Detektoren aufzubrin­ genden Energie keine zusätzliche Energie für einen Ventilator erforderlich ist.
Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteran­ sprüchen angegeben.
So ist zur Anpassung des Detektionskamins an unterschiedlich große Luftstrommassen und auch an unterschiedlich hohe Strö­ mungsgeschwindigkeiten in vorteilhafter Weise vorgesehen, daß die Länge des Kamins in Strömungsrichtung des ihn durchlaufenden Kühlluftstroms veränderbar ist. Bei einer großen Kühlluftstrom­ masse oder bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten wird somit die Länge des Detektionskamins solang vergrößert, bis an dem im De­ tektionskamin befindlichen Detektor laminare Strömungsverhält­ nisse anzutreffen sind.
Für diese Längenanpassung sind erfindungsgemäß zwei vorteil­ hafte Alternativen vorgesehen. Gemäß einer ersten Lösung er­ folgt die Längenveränderung des Kamins durch steckbare Einsätze, welche entweder hinzugefügt oder herausgenommen werden, und gemäß ei­ ner alternativen Lösung ist der Detektionskamin vorzugsweise teleskopartig verlängerbar.
Eingangs wurde erläutert, daß es erforderlich ist, mit einer Branderkennungsvorrichtung den Hauptkühlluftstrom zu erfassen. Um dieses noch wirkungsvoller sicherzustellen ist vorzugsweise vorgesehen, daß zwischen dem Kamin bzw. dem untersten Einsatz und dem Luftaustritt des belüfteten Geräts bzw. der belüfteten Maschine ein Abluftdom angeordnet ist, dessen Querschnitt sich in Richtung auf den Luftaustritt erweitert. Diese Quer­ schnittserweiterung kann besonders bevorzugterweise in eine Kreisform münden, mit der eine besonders verwirbelungsfreie Leitung des Kühlluftstroms möglich ist.
Eine Branderkennungsvorrichtung mit der erfindungsgemäßen Luftleiteinrichtung ist selbstver­ ständlich auch an solchen belüfteten Geräten bzw. Maschinen einsetzbar, bei denen der Luftaustritt seitlich angeordnet ist. In diesem Falle kann entweder der Abluftdom oder aber einer der steckbaren Einsätze oder aber auch der Detektionskamin selbst beispielsweise eine 90°-Krümmung aufweisen, um den Kühlluft­ strom im Detektionsbereich möglichst in vertikaler Richtung zu führen, wodurch die Entstehung von Verwirbelungen weiter ver­ ringert wird. Für einen derart winklig geführten Detektionska­ min ist zur Sicherstellung einer laminaren Strömung im Detekti­ onsbereich in vorteilhafter Weise vorgesehen, daß der Detektor zur Erfassung der Brandkenngröße in einem linear verlaufenden Abschnitt des Kamins angeordnet ist.
Zur Erhöhung der Störsicherheit, d. h. zur Senkung der Fehl­ alarmrate ist bevorzugter Weise vorgesehen, daß zwei Detektoren in einem linear verlaufenden Abschnitt des Kamins angeordnet sind. Die beiden Detektoren werden in an sich bekannter Weise in zwei Linien auf eine Brandmeldezentrale geschaltet.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die beiden Detektoren einander gegenüber und in Längsrichtung des Kamins zueinander versetzt angeordnet. Der Vorteil der zueinander versetzten und sich gegenüberliegenden Anordnung der Detektoren liegt zum einen darin, daß der Detektionskamin so mit einem geringeren Querschnitt auskommt und zum anderen darin, daß die Anordnung der Detektoren in unterschiedlicher Höhe über dem Luftaustritt des belüfteten Geräts einen weiteren wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von Täuschungsalarmen leistet.
Der weiteren Unterstützung einer laminaren Kühlluftströmung dient eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung, nach der sich der Querschnitt des Kamins in Strömungsrichtung verjüngt. Durch diese Querschnittsverjüngung erhöht sich bekanntlich die Strömungsgeschwindigkeit, was der Bildung von Verwirbelungen entgegenwirkt oder aber bestehende Verwirbelungen auflöst.
Da bei der Entstehung von Bränden in den meisten Fällen mit der Brandkenngröße "Feststoff- bzw. Flüssigkeitsanteile in der Kühlluft" zu rechnen ist, ist vorzugsweise vorgesehen, daß die beiden Detektoren Rauchmelder sind. Hierbei kommen sowohl opti­ sche Rauchmelder (O-Melder) als auch Ionisations-Rauchmelder (I-Melder) zum Einsatz.
Alternativ hierzu kann - zugeschnitten auf den jeweiligen Be­ darfsfall - wenigstens einer der beiden Detektoren als Gasmel­ der oder aber auch als Wärmemelder ausgeführt sein. Während der Gasmelder auf ein Detektieren der Brandkerngröße "Anteil von Gasen auf Kohlenwasserstoffbasis in der Gerätekühlluft" ausge­ richtet ist, reagiert der Wärmemelder auf Wärmestrahlung. Letz­ terer ist beispielsweise dort einzusetzen, wo die Kühlluft un­ vermeidlich einen gewissen Anteil von Feststoffanteilen, bei­ spielsweise in Form von Staub, aufweist. Hier würde ein Rauch­ melder aufgrund des Staubs zu Fehlalarmen führen. Der Wärmemelder kann sowohl als Maximalmelder ausgeführt sein, der dann anspricht, wenn die gemessene Temperatur für eine vorgegebene Zeit einen bestimmten Schwellwert überschreitet, oder als Differentialmelder, der dann anspricht, wenn die Änderungsgeschwindigkeit der gemessenen Temperatur für eine bestimmte Zeit einen festgelegten Wert überschreitet. Insbesondere die Differentialmessung ermöglicht eine sehr frühzeitige Anzeige von anormalen Temperaturanstiegen der Gerätekühlluft.
Besonders bevorzugterweise ist im Kamin ein weiterer Detektor in Form eines Temperatursensors angeordnet. Die mit dem Temperatursensor erfolgenden Temperaturmessungen dienen der Feststellung eines technischen Alarms, um ein plötzliches Abschalten des belüfteten Geräts durch Vorbeugung zu verhindern. Dieser technische Alarm wird beispielsweise in einem Leitstand zur Anzeige gebracht.
Für den häufig auftretenden Fall, daß mehrere belüftete Geräte oder Maschinen eng nebeneinander stehen ist in besonders vor­ teilhafter Weise vorgesehen, daß der Kamin auf einen Abluftka­ nal aufgesetzt ist, der eine Teilmenge des Hauptkühlluftstroms jedes belüfteten Geräts bzw. jeder belüfteten Maschine abgreift und der unteren Querschnittsöffnung des Kamins - oder aber auch des Abluftdoms - zuführt.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Er­ findung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Luftleiteinrichtung mit Abluftdom und einem zwischen Kamin und Abluftdom gesteckten Einsatz;
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Detektionskamin gemäß Fig. 1;
Fig. 3 eine Vorderansicht des Detektionskamins gemäß Fig. 1;
Fig. 4 die Anordnung des Detektionskamins gemäß den Fig. 1 bis 3 auf einem belüfteten Geräteschrank;
Fig. 5 die Anordnung eines Detektionskamins gemäß den Fig. 1 bis 3 seitlich an einem belüfteten Geräte­ schrank mit abgewinkeltem Abluftdom; und
Fig. 6 die Anordnung des Detektionskamins gemäß den Fig. 1 bis 3 auf einem Abluftkanal zum Schutz mehre­ rer belüfteter Geräte bzw. Maschinen.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer Luftleiteinrichtung zum Erkennen von Bränden in belüfteten Geräten oder Maschinen, die im we­ sentlichen eine Meßkammer 2 aufweist, welche von dem Hauptkühl­ luftstrom oder einer davon abgegriffenen repräsentativen Teil­ menge durchströmt wird, und die ferner zwei Detektoren 12, 13 in Form von Rauchmeldern aufweist, die in der Meßkammer 2 in dem diese durchströmenden Luftstrom angeordnet sind. Die Rauch­ detektoren 12, 13 sind über einen hier nicht dargestellten elektronischen Schaltkreis mit einer Warn-, Lösch- und/oder Ab­ schalteinrichtung verbunden, die eine optische und/oder akusti­ sche Anzeige eines Brandalarms sowie die unmittelbare Reaktion mit einem Löschvorgang oder auch durch Abschalten des betroffe­ nen Gerätes ermöglicht.
Die Meßkammer 2 ist als Kamin 4 (im folgenden auch: Detektions­ kamin) ausgebildet, dessen Länge in Längsrichtung des ihn durchlaufenden Kühlluftstroms veränderbar ist. Eine Längenan­ passung des Kamins 4 an die jeweiligen vor Ort herrschenden Verhältnisse ist erforderlich, da sowohl die Luftstrommasse als auch die Strömungsgeschwindigkeit von Gerät zu Gerät unter­ schiedlich ist und somit unterschiedlich lange Strömungskanäle 16 zur Erzeugung eines laminaren Strömungsbereichs 17 erforder­ lich sind. Schließlich können sich aber auch bei modularen Ge­ räten durch Hinzufügen oder Ausbau von Einschüben die Luftströ­ mungsverhältnisse derart ändern, daß eine Anpassung der Länge des Detektionskamins erforderlich ist, um eine laminare Strö­ mung zu erhalten.
In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel wurde die Länge des Kamins 4 durch einen steckbaren Einsatz 8 sowie zu­ sätzlich durch einen Abluftdom 10 vergrößert. Der Querschnitt des Abluftdoms 10 vergrößert sich nach unten hin und mündet in einen kreisförmigen Querschnitt 11. Mit diesem kreisförmigen Querschnitt 11 steht der Abluftdom 10 und damit der gesamte De­ tektionskamin 4 auf dem Luftaustritt 6 des belüfteten Geräts 1, welches hier nicht mehr dargestellt ist. Die aus dem Luftaus­ tritt 6 des belüfteten Geräts austretende Kühlluft tritt durch die untere Querschnittsöffnung 3 des Abluftdoms 10 bzw. des Ka­ mins 4 in den Strömungskanal 16 ein und wird an den beiden De­ tektoren 12, 13 vorbeigeführt. Die beiden Detektoren 12, 13 sind einander gegenüberliegend und höhenversetzt angeordnet, wobei sich beide Detektoren in ihrer Querausdehnung überragen, wodurch die Zuverlässigkeit der Branderkennungsvorrichtung ge­ steigert wird.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf den Detektionskamin 4. Anhand dieser Darstellung ist ersichtlich, daß sich der Abluftdom 10 nach unten hin zu einem kreisförmigen Querschnitt 11 erweitert, wodurch zum einen ein größerer Anteil des Hauptkühlluftstroms erfaßt und zum anderen die Standfestigkeit der gesamten Vor­ richtung erhöht wird.
Fig. 3 zeigt eine Vorderansicht der kaminförmigen Meßkammer 2 gemäß den Fig. 1 und 2. Die Längenveränderung des Detekti­ onskamins 4 ist selbstverständlich auch durch eine teleskopar­ tige Ausbildung des Kamins 4 erzielbar.
Fig. 4 zeigt den Detektionskamin 4 mit steckbarem Einsatz 8 und Abluftdom 10 auf dem Geräteschrank 1 eines belüfteten Geräts. Die kreisförmige Erweiterung des Abluftdoms 10 ist mittels me­ chanischer Verbindungen, beispielsweise Schrauben 7, auf dem Luftaustritt 6 des belüfteten Geräts befestigt. Die Kühlluft des belüfteten Geräts tritt durch den Abluftdom 10 in den Strö­ mungskanal 16 der Meßkammer 2 ein, streicht als laminare Strö­ mung an den Detektoren 12, 13 vorbei und verläßt den Detek­ tionskamin 4 durch dessen obere Querschnittsöffnung 5.
Fig. 5 zeigt ein bis auf die Ausbildung des Abluftdoms 10 mit der vorstehend beschriebenen Branderkennungsvorrichtung identi­ sches Ausfüsrungsbeispiel. Hier ist der Detektionskamin 4 an den seitlichen Luftaustrittsschlitzen 6 eines belüfteten Gerä­ tes 1 befestigt. Der Abluftdom 10 weist eine 90°-Krümmung auf, so daß der Strömungskanal 16 innerhalb des Detektionskamins 4 im Detektionsbereich 17 in vertikaler Richtung verläuft. Auch sier ist der Abluftdom 10 an seinem Ende im Querschnitt kreis­ förmig ausgebildet und mittels Schrauben an dem Luftaustritt 6 befestigt.
Fig. 6 zeigt das Ausführungsbeispiel des Detektionskamins gemäß den Fig. 1 bis 4 als Branderkennungsvorrichtung für eine Reise nebeneinander angeordneter belüfteter Geräte 1, 1′, 1′′, 1′′′. Hier ist der Detektionskamin 4 mit dem wiederum im Quer­ schnitt kreisförmig erweiterten Abluftdom 10 auf einen Abluft­ kanal 14 montiert, der den Luftaustritten 6, 6′, 6′′, 6′′′ der einzelnen belüfteten Geräteschränke über Eintrittsöffnungen 15 eine Teilmenge des Hauptkühlluftstroms entnimmt. Der jedem be­ lüfteten Gerät entnommene Kühlluftstrom wird als gemeinsame Luftströmung durch den Abluftdom 10 und den steckbaren Einsatz 8 den Detektoren 12, 13 zugeführt. In diesem Ausführungsbei­ spiel erfolgt die Branderkennung jeweils für die zusammenge­ schlossenen Geräte 1, 1′, 1′′, 1′′′ gemeinsam.

Claims (14)

1. Luftleiteinrichtung zum Erkennen von Bränden in belüfteten Ge­ räten oder Maschinen, beispielsweise in EDV-Geräten und ähnli­ chen elektronischen Einrichtungen, mit einer vom Hauptkühlluft­ strom oder einer repräsentativen Teilmenge davon durchströmten Meßkammer, und mit wenigstens einem Detektor zur Erfassung ei­ ner Brandkenngröße, der in der Meßkammer im Luftstrom angeord­ net und beispielsweise über einen elektronischen Schaltkreis mit einer Warn-, Lösch- und/oder Abschalteinrichtung verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßkammer (2) als Kamin (4) ausgebildet ist, der mit einer unteren Querschnittsöffnung (3) wenigstens auf einen Teilquerschnitt eines Luftaustritts (6) des belüfteten Geräts bzw. der belüfteten Maschine (1) aufgesetzt ist.
2.Luftleiteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Kamins (4) in Strömungsrichtung des ihn durchlaufenden Kühlluftstroms veränderbar ist.
3.Luftleiteinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Längenveränderung des Kamins (4) durch steckbare-Ein­ sätze (8) erfolgt.
4.Luftleiteinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kamin (4) teleskopartig verlängerbar ist.
5.Luftleiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Kamin (4) bzw. dem untersten Einsatz (8) und dem Luftaustritt (6) des belüfteten Geräts bzw. der belüfteten Maschine (1) ein Abluftdom (10) angeordnet ist, dessen Quer­ schnitt sich in Richtung auf den Luftaustritt (6) erweitert.
6. Luftleiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Detektor (12) zur Erfassung der Brandkenngröße in einem linear verlaufenden Abschnitt des Kamins (4) angeordnet ist.
7.Luftleiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Detektoren (12, 13) in einem linear verlaufenden Ab­ schnitt des Kamins (4) angeordnet sind.
8.Luftleiteinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Detektoren (12, 13) einander gegenüber und in Längsrichtung des Kamins (4) zueinander versetzt angeordnet sind.
9.Luftleiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Querschnitt des Kamins (4) in Strömungsrichtung verjüngt.
10.Luftleiteinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Detektoren (12, 13) Rauchmelder sind.
11.Luftleiteinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer der beiden Detektoren (12, 13) ein Gasmel­ der ist.
12.Luftleiteinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer der beiden Detektoren (12, 13) ein Wärme­ melder ist.
13.Luftleiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Kamin (4) ein weiterer Detektor in Form eines Tempera­ tursensors angeordnet ist.
14.Luftleiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, für mehrere eng nebeneinander stehende belüftete Geräte oder Ma­ schinen, dadurch gekennzeichnet, daß der Kamin (4) auf einen Abluftkanal (14) aufgesetzt ist, der eine Teilmenge des Hauptküslluftstroms jedes belüfteten Ge­ räts abgreift und der unteren Querschnittsöffnung (3) des Ka­ mins (4) zuführt.
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